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Marburg

1921

Erstes Blatt.

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Der Aeltestcnrat wird sich znsammensehen ans den vier Präsidenten und aus 6 Sozialdemokraten. 411 na fr« hängigen. 3 Zentrumsleuten, 3 Deutsch nationalen, 3 Volks­parieikern, 2 Demokraten und 1 Bayerischen VolkSparteiter.

Die sozialdemokratische Fraktion wählte zu Vorsitzen­den Hermann Müller, Scheide mann und Wels. Den Vorsitz der Zentrumsfraktion behält Abg. T r i m- b o r n vorläufig weiter. Di« Fraktion der Bayerischen Volkspürtei wählte Leicht zum Vorsitzenden und Abg. Oekonomierat Lang zu dessen Stellvertreter.

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Als Schriftführer werden gewählt die Abg. Fischer (Soz.), Frau Schuch (Soz.). Frau Agne, (U. S.). Dr. Pfeifer (Ztr.). M a l k e - mitz (dntl.), Kempkes (Vpt.), Beuermann (Vpt.) und Heile (Dem.).

Zur Geschäftsordnung begründet Abg. Lede- b o u r (U. S.) einen Antrag seiner Partei, die gegen den Abg. Mittwoch verhängte Festungshast­strafe aufzuheben. Er wolle nicht auf den sach­lichen Inhalt eingehen, betone aber die Dring­lichkeit.

Der Präsident erklärt das für möglich, wenn sich kein Widerspruch erhebe.

Abg. Müller- Franken (Soz.) beantragt Ueberweisung des Antrags Ledebour an die schleu­nigst zu bildende Eeschäjtsordnungskommisfion.

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Verkaufspreise aus einen bisher nock> nie! Stand ermäßigt wurden. Kirschen bis 1 Mark das Pfund angeboten, c 1,50 bis 3 Mark verkauft. Auch au wurden die Preise herabgesetzt. Unter war der Markt bald ausverkaust, da der

Serif n, 25. Juni. DieB. Z." hört aus par- Kmentarischen Kreisen, daß das Reichsarbeitsmini- jktium Pfarrer Dr. Brauns (Zentr.) angeboten Werden dürfte, der Direktor des Katholischen Volks- Hereins in München-Eladbach ist und in der christ-

kg. B « r l i n, 25. Juni. Der Rot« Vollzegsrat hat die radikalen Obleute und Betriebsräte Deutschlanos zum passiven Widerstand der Arbeiterschaft gegen den 10 Prozent-Lohnabzug der Erzbergerichen Steuergesetzgebung aufgerufen. Bis jetzt ist aber eine Parole zur allgemeinen Arbeitseinstellung als protest- aktiog »och nicht ausgegeben.

Der Landarbeiterausstand.

kg. Berlin, 25. Juni. Bis Donnerstag waren 480 große Güter Pommers stillgelegt. Ein großer Teil der Streikenden beharrt auf die Einlegung einer 86- stündigen ununterbrochenen Arbeitsruhe in der Woche.

wb. Stettin, 26. Juni. Der Landrat des Stei­fes Stolp teilt mit: Der Tarifvertrag mit den Lartd- arbeitern ist vorgestern durch freie Vereinbarung zu» standegekommen. Barlohn für Streiktag« wird nicht gezahlt. Auf 100 Gütern ist die Arbeit vorgestern rott» der ausgenommen worden. Wegen örtlicher Streitig­keiten ruht die Arbeit noch auf 6 Gütern. Der Kreis ist ruhig.

Protesttrlegram« des pommerfchen Laudbundr».

Berlin, 26. Juni. DerBerl. L.-Anz." teilt et» Telegramm des pommerschen Landbunde« an de» Staatsminister für öffentliche Arbeiten und denRetchs- präsidenten mit, in dem es heißt: Schwer« Ausschrei­tungen streikender Landarbeiter in Äummetebun, Schi-ßereien mit blutigem Ausgang. Hier und t» Lauenburg Fernsprechleitungen mit Gut Varzin durch- schnitten. Verhalten der Provinztalbehörde fördert« bolschewistisch« Tendrnzen der Streikenden. Landwirt» schaftliche Nothilfe von der Stettiner Sicherheitspoli^t in unerhörter Weise entwaffnet, wogegen schürf» ster Einspruch erhoben wird. Schutz der Arbeitsw'lli» gen von Behörden nicht gewährleistet, sodaß Sekbfb schütz der Arbeitswilligen in Kraft treten muß. Landarbeiterstreik auch auf be» Kreis Bütow Wer- gegriffen.

wb. Essen, 25. Juni. Der Ausstand der städti­schen Arbeiter ist beendet. Die Arbeit wurde wwd« ausgenommen. Die Arbeiter haben die in dem Ulti­matum gestellten Forderungen fallen gelassen. Ti« erhielten dafür einen Vorschuß.

wb. Danzig, 25. Juni. Seit gestern befinde« sich die Hafenarbeiter im Ausstand. Die Ursache soll i» der Verhaftung eine« Arbeiter», der Im Hafen ge­stohlen haben soll, durch die Sicherheitspolizei, Hege«. Die Arbeiter hatten die Zurückziehung der Sicherbette­polizei aus dem Hafen gefordert, was von der Behörde abgelchnt wurde.

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Zwangs-Preisherabsetzungen.

wb. Bremen, 25. Juni. Die gestern hier au$ge- brochenen Lebensmittekkrawalle haben namentlich in de» späteren Nachmittagsstundcn in den Vororten Walk, Gröbeling, Hastedt und Hemelingen einen gewaltige« Umfang angenommen. Es kam verschiedenblich auch pl schweren Ausschreitungen gegen die Sicherheitztz- mannschasten. Im Verlaufe des gestrigen TageS wurde« etwa 50 Verhaftungen vorgenommen. Auch in Delme»- horst kam eS gestern zu schweren Plünderungen von Läden.

wb. Oldenburg, 25. Juni. Heut« morgen »er» "ammelte sich eine große nach Tausenden zählende schenmenge auf dem Pferdcmarft. zog von dort trat*- weise durch die. Geschäfte und stellte an die Geschäftsin­haber die Folgerung, die Preise für Lebensmittel, Schuh- waren unb Konsektionssachen um ein Drittel herahe zM setz en. Die Kontrollkommission Wird in kurzer Zeit die Geschäfte witt>er kontrollieren und zu Zwangt- maßnahmru sreifen, wenn der Geschäftsinhaber der Auf­forderung nicht nachgekommen fein sollten. Der Zu« bewegte sich dann zum Marktplatz, wo in Ansprachen zur Ruhe und Ordnung aufgefordert und betont wurde, daß sich diese Kundgebung nicht gegen den Lohnabzug, auch nicht gegen die Reichswehr und Sicherheitspolizei, sondern lediglich gegen die Wuchervreise richte. Ma» verhandelt heute mit b**m Magistrat und dem Mini­sterium zwecks eventueller Festsetzung der Preise. Sollt« bis morgen keine Herabsetzung der Preise erfolgt fein, f» soll in den Betrieben die Arbeit niedergelegt werden.

Nach den in der Zentrumsfraktion abgecp '.nen Erklärungen des Reichskanzlers Fehrenbach wird Deutschland nach Spaa nur unter dem Vorbehalt gehen, daß mit ihm auch wirklich verhandelt wird. Der Versuch, in Spaa Beschlüsse über den Kopf Deutschlands hinaus zu faffen, würde die wei­tere Anwesenheit der deutschen Vertreter daselbst überflüssig machen.

Botschafter Dr. Mayer?

B a s e l, 26. Juni. In diplomatischen Kreisen verlautet, der deutsche Geschäftsträger in Paris Dr. Oiayet werde in aller Kürz« den Rang eines Bot­schafters erhalten.

2. Sitzung vom 25. Zuni.

Haus und Tribünen weifen eine ähnliche Fülle wie am gestrigen Tage auf.

Alterspräsident Rieke eröffnet die Sitzung und läßt die dem Haus -»gegangen«« Eingänge verlesen, darunter bereits einige Interpellationen. Er verliest dann die für die Wahl des Reichstags- präsidenten maßgebenden Bestimmungen. Dir Wahl vollzieht sich recht langsam. Das Haus gleicht wäh­rend der Mahl einem aufgeregten Bienenschwarm. Die Abstimmung ergibt die Wahl des Abg. L ö b e (Soz.) dit 394 von insgesamt 420 Stimmen. Auf Anfrage des Alterspräsidenten Rieke erklärt sich Abg. Lobe bereit, das Amt anzutreten und nimmt bep Präsidentensitz ein.

Präsident L ö b e dankt dem Hause für die große Ehre, die ihm durch Uebertragung dieses Amtes ge­worden sei. Die Rechte, die der Reichstag durch die neue Verfassung erfahren hat, zu wahren, werde seine Aufgabe sein. Die großen Schwierigkeiten, die uns der Krieg hniterlaffen habe, würden im Hause noch oft ihren Widerhall finden, wie über­haupt ein engeres Zusammenschmieden keine un­mögliche Forderung sei. Hätten doch selbst die äußerste Rechte und die äußerste Linke sich wieder­holt zusammengefunden (Protestrufe bei den Un­abhängigen), wenn es gegolten habe, äußerste Not zu lindern. (Heiterkeit, Bravorufe.) Der Präsi­dent erwähnt sodann die Verdienste Fehrenbachs.

Dann folgt die Wahl des ersten Vizepräsidenten. Der Parteistärke gemäß hat hierauf die Unabhän­gige Partei den Anspruch. Sie hat den Abg. D i ß - mann ausgestellt. Die Wahl vollzieht sich in der­selben Form, wie bei der Präsidentenwahl. Ins­gesamt waren 397 Stimmen abgegeben. Davon ent­fielen auf den Abg. Dißmann 236. Er ist somi! gewählt und nimmt die Wahl an. 156 Stimmzettel blieben weiß, 5 Stimmen zersplittert.

Zur Geschäftsordnung bemerkt Abg. Lede­bour, daß zwischen den Fraktionen die Ab­machung getroffen worden sei, für die vorgeschla­genen Kandidaten einzutreten, ganz gleich welcher Partei sie angehören. Da dem unabhängigen Kan­didaten gegenüber diese Abmachung nicht eingehal­ten worden sei, würden auch fi« sich nicht mehr daran halten.

Abg. Schulz- Bromberg (dntl.) bestreitet das.

Abg. Geyer (U. S.) stellt fest, daß diese Ab­machung getroffen und lediglich von den Kollegen des Abg. Schulz durchbrochen worden sei.

Das Haus schreitet zur Wahl des zweiten Vize­präsidenten, für den der Abg. Bell (Zentr.) vor­geschlagen ist.

Die Abstimmung ergibt, daß 367 Abgeordnete an der Wahl teilgenommeu haben. 8 Stimmzettel find weiß. 356 lauten aus den Abg. Dr. Bell, der somit gewählt ist und die Wahl annimmt. Ze ein Stimmzettel lautet auf Becker-Hessen, Erzberger und Noske. (Heiterkeit.)

Für den dritten Vizepräsidenten ist der Abg. Dietrich (dntl.) vorgeschlagen worden. An der Abstimmung haben 348 Abgeordnete teilgenommen. 83 Stimmzettel sind weiß. Abg. Dietrich wird mit 260 Stimmen gewählt. Ze eine Stimme entfällt auf v. Gräfe, Frau Zietz, Dr. Bell und Helfferich.

Abg. Kahl (Vpt.) schlägt vor, die noch aus- stehenden Schriftführerwahlen durch Zuruf zu er- ledigen.

Abg. Ledebour widerspricht.

Abg. S ch u l z»Bramberg (dntl.) betont, seine Partei habe keine Demonstration ausüben wollen, sondern lediglich der lleberzeugung Ausdruck ge- geben, daß die von den Unabhängigen vorgeschla­genen Persönlichkeiten nicht die rechten seien.

Abg. Ledebour (U. S.): Wenn die Deutsch- nationalen erst heute mit ihren Bedenken heraus­gekommen seien, so muffe er dieses Verhalten al« hinterhältig bezeichnen. (Unruhe.)

Präsident Löbe rügt den Ausdruckhinter­hältig*. - - -* ...

Berlin, 25. Zuni. Auf die durch den neuen !^eschäftst»liger übermittelten neuen Noten über Me deutsche Abrüstung wird die deutsche Regierung :1m eine nochmalige Verlängerung der Frist sör die .Perabsetzung der Reichswehr auf 100 000 Mann sowie um Aufhebung des Deschluffes bezüglich der Auflösung der Sicherheitswehr ersuchen.

Spaa endgültig am 5. Juli.

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Dreiszugeben. Man danke in Bayern für diese ftei- «illige Rückgratslähmung. Die Maffe der bayertfchen ' vemokraten fei für diese Berliner Richtung nicht

AmÜiches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.

Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen

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Nachschub zurückgehalten wurde. Die Polizei konnte nicht verhindern, daß ein Teil der Menge in verschi.t -e Lebensmittelgeschäfte eindrang und diese zwang, zr. Waren unter dem Einkaufspreis zu verkaufen.

Frankreich.

D e t,I l n, 26. Zuni. Wie demL.-A." berichtet wird, hat die Polizei in Parts drei Großhändler der Markthalle verhaftet, die Telegramme ent Briefe an ihre Lieferanten in der Promnz gesandt hatten, um Sendungen von Fleisch, Gemüse »st Früchten zu unterbrechen, damit der überall stchh, bare Rückgang der Preise unterbräche» werde,

Der Antrag wird angenommen. Nächste Sitzung Montag vormittag 11 Uhr: Entgegen­nahme einer Regierungserklärung. Außerdem mehrere Znterpellationen. Schluß %7 JHjt.

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V wb. Berlin, 25. Zuni. Der Reichspräsident w auf Vorschlag des Reichskanzlers Fehren- ß«ch folgende Herren ernannt: Reichsjustiz- »inifter (betraut mit der Vertretung des Reichs- ftuzler) Dr. Heinze, Reichsminister de» Aus­wärtigen Simons, Reichsminister des Zunern stoch, Reichsfinanzminister Dr. Wirth, Reichs- twährungsminister Hermes» Reichspostminister Giesberts, Reichsverkehrsminifter kröner, steichswehrminifter G e ß l e r, Reichsmirtfchafts- »tnister Scholz, Reichsschatzminister v. Rau- »er. Die Besetzung des Wiederaufbauministe- chrms ist noch vorbehalten. Die Verhandlungen Wer die Besetzung des Reichsarbeitsministeriums

; »erben in Bälde abgeschlossen sein.

Der Steuerabzug.

Ein Antrag auf Aufhebung des Steuerabzuges.

Berlin, 26. Zuni. Im Reichstag ist ein interfraktioneller Initiativantrag eingebracht wor­den, der die Regierung auffordert, eine Aufhebung des zehnprozentigen Lohnabzugs anzuordnen.

Steuerabzug und Unternehmertum.

Düsseldorf, 25. Zuni. Die Arbeitgeber für den Bezirk der nordwestlichen Gruppe des Vereins deutscher Eisen« und Stahlindustrie haben folgende Kundgebung veröffentlicht: Zm hiesigen Gebiet bringt die Preffe der unabhängigen Sozialdemo­kraten anläßlich des Steuerabzuges heftige Angriffe auf die Arbeitgeber. Diese werden als Urheber des Steuerabzugs hingestellt. Wir erheben gegen die Unterstellung, daß die Unternehmer für den Lohn, abzug zu Steuerzwecken eingetreten seien, entschie­denen Einspruch. Diese Bestimmung wurde gegen den Wunsch und gegen die dringende War­nung des Unternehmertums durchgesührt. Die Verantwortung für die aus bet überstürzten Durch­führung etwa entstehenden Gefahren und Schäden müssen wir daher als Vertreter der rheinisch-west­fälischen Eisen- und Stahlindustrie ablehnen.

Di« Sozialdemokraten beantragen eine neue Amnesie.

Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion hat, wie derVorwärts" berichtet, beschlossen, folgenden An- ttag einzubringen:Der Reichstag wolle beschlichen: Tie Regierung wird ersucht, den Entwurf eines allge­meinen Amnestiegesetzes vorzulegen, durch oen die Straffreiheit entsprechend der Bielefelder Verein­barung vom 29. März gewährleistet wird." Die D. Tagesztg." schlägt vor. diesen Antrag zu benutzen, um zum Gebrauch für Gerichtsbehörden und Verbrecher einen Führer durch die nachrevolutionären Amnestien herauszugeben, in denen sich kaum mehr jemand zu- rochtfinde. Man wird zugeben müssen, daß wieoer- holte Amnestien geeignet sind, das mangelnde Reofts- gefühl und die gesunkene Volksmoral auf ihrem Tief­stand zu halten.

Anträge der Unabhängigen.

Berlin, 26. Juni. Die Unabhängigen haben im Reichstag einen Antrag eingebracht, der Reichstag wolle di« Reichsregierung ersuchen die wirtschaftlichen Beziehungen zu Rußland unverzüglich aufzunehmen und sofort in Friedensunterhandlungen mit dem föderalistisch-sozialistischen Sowjetrußland ekn- zutreten. Ferner beantragen die Unabhängig *n tue Sätze bet Erwerbslosenunterstützung auf das unter Mitwirkung der Gewerkschaften jeweils festzusetzende Existenzminimum zu erhöhen ohne Rücksicht auf die Dauer der Erwerbslosigkeit und die Unterstützung rück­wirkend ab 1. März 1920 zu zahlen.

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Rücktritt de« Reichswehrministers?

r Setliu, 25. Zuni. Wie dieVoss. Zig." mel- fftzet, hat der Reichswehrminister E e ß l e r infolge Her neuen Noten über die Herabsetzung der Re.chs- ,Mehr auf 100 000 Mann heute vormittag dem ^Reichskanzler Fehrenbach den Rücktritt angeboten, 'tote dazu von zuständiger Stelle mitgeteilt wird. :|kl)t Getzler die durch die neuen Noten geschaffene 'Rage als außerordentlich ernst an. Von einem Rücktrittsgesuch ist jedoch amtlich nichts bekannt.

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wb. Main», 25. Juni. Am hiesigen Obsigroßmarv herrschte heute sehr erregte Stimmung. Die Polizei war stark vertreten und kontrollierte die Preise. Außerdem hatten sich eine große Menge Arbeiter eingefunben. Ml von Stand zu Stand gingen und es erzwangen, daß bk ' ' t dagewesenes

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Men Arbeiterbewegung eine große Rolle spielt. Sae Wiederaufbauministerium soll gegebenenfalls Mit dem Kommerzienrat Böhm in München, dem Direktor der dortigen Deutschen Bank, besetzt wer­den, der der Bayerischen Volkspartei angehört.

Vorstellung des neuen Kabinetts am Montag.

L wb. Berlin, 25. Juni. Nach Mitteilungen . des Regierungsvertreters im Aeltestenrat de;

Reichstags beabsichtigt der Reichskanzler, am Mon- Nfi 11 Uhr das neue Kabinett vorzustellen und eine programmatische Erklärung abzugeben. Am Mon- hs nachmittag wird in neuer Sitzung Gelegenheit I« Aussprache gegeben, die wegen des katholischen ßeiertages am Dienstag erst am Mittwoch weiter- tzefiihrt wird. Da endgültig feststeht, daß am S t. Juli die Verhandlungen in Spaa beginnen, Men die Berhandlungen des Reichstags bis dahin »^geschlossen werden.

Die Postbeamten gegen Siesberts?

k Berlin, 26. Juni. Wie di«Post" erfährt, macht fe gegen den Reichspostininister Giesberts unter den Mostbeamten eine lebhafte Bewegung bemerkbar. In »en nächsten Tagen werde eine Reihe Massenverfarnm- hmgen der Postbeamten stattfinden, in denen der Rück- : tritt des Reichspostministers unb seine Ersetzung Durch «inen Fachminister gefordert, werden soll.

6k bayerischen Demokraten gegen die Parteiführung.

Der demokratischeFränkische Kurier" nimmt äußerst scharf gegen die Berliner Führung der Demokratifchen ' Partei Stellung. Besonders unzuftieden ist das Blatt Mit dem Führer der demokratischen Reichstagsftaktion Dr. Petersen wegen seines Verhaltens bei der Neu­bildung der Reichsregierung. Wenn Dr. Petersen unb obere Führer der Demokraten sich noch so eindeuttg an He Sozialdemokraten heranpoussierten, so könne da, vir Demokratie in Babern nicht beirren, ihre Richtung unb den fundamentalen Grundsatz, daß die demokrailsche 'i " Partei eine bürgerliche Partei ist, leichtsinnig

. DieOberhessische Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. ?5e»ug»pteH monatlich h* 4 IC 14 Mk durch die Poft 4.20 Mk. Für ausfallende Hemmern infolge Streik« oder Uk. 141 Ielementarer Ereignisse keft. Ersatz - verlas von Dr.E Hltzerotb -Dreck der I Univ.-Buchdrackerei Joh. leg. Koch. Markt 21/23. Fernsprecher 55.

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, Bullen M wb. Berlin, 25. Zuni. Der englische Ee- kchäftsträger hat dem Auswärtigen Amt erklärt, er fti beauftragt, offiziell mitzuteilen, daß die Kon- L|tten3 in Spaa am 5. Zuli stattfindet.