uw
Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.
Tageszeitung für (bas früher kurhessische) Oberhessen
1926
tBrachmamd.)
I ■'•»TI
könnten. Ferner solle die Soro|etregierime evch-EL«rrl^
Die 460 Abgeordneten vec-
^einokraten
^«yerifcher Ba«krnb«tb
bayerische Bolkspartei
keine SenrtMi dn ZwamMW.
Die „Bosfische Zeitung" hat gestern unter der
Überschrift „Allgemeine Aushebung der Zwangs- Wirtschaft, völliger Abbau bis zum 1.10." Angaben
t
(Reuter.) Die
lte-
27«
mit Granaten
Heute herrscht
neu erk.
81
2
4
5
21
(4 894 319 Stimmen) (441 995 Stimmen) (248 484 Stimmen) (319100 Stimmen) (1236941 Stimmen)
112 (5 614 456 Stimmen) 68 (3 540 830 Stimmen) 45 (2 202 334 Stimmen) 66 (3 736 778 Stimmen) 62 (3 606 000 Stimmen)
Offiziere und ungefähr 550 Mann Soldaten gefangen gencinmen haben. Man hall da« hier für einen Bersioß gegen den mit Mustafa Kemal Pascha in Angora abge* schlossenen Waffenstillstand.
Vertretern der Pfälzer Arbeiterschaft die sofortige Entsendung eines Offiziers nach Ludwigshafen^ur Erörterung der Angelegenheit zu.
beschoß die Stellungen der Nationalisten und hielt dadurch die Verfolgung ans. völlige Ruhe.
wb. Konstantinopel, 18. Juni.
»»< ehr 267
„Bismarck".
Berlin, 19. Juni. Der Dampfer „Bismarck" der Hamburg— Amerika-Linie (56 000 Tonnen) wird sofort nach seiner Fertigstellung der Wiedergutmachungskommission übergeben werden. Man glaubt, daß er der White Star-Linie als Ersatz für den torpedierten Dampfer „Britannic" überwiesen werden.wird.
jDrutschnationale deutsche Bolkspartei
fien m.
isng 93&
'S
14)* 270 /,
;tR.
40.
263
Der Anzeiqenprei» beträgt für dl« Sgefp. Zeil« 75 Pfa.
und auswärtig« 1.— Mk., Rektamezeil« 3.00 Mk. Jede) ** ‘ ~ * mft durch di« Geschäftsstelle und Vermittlung dergebichr. — Postscheckkonto: Nr. 5015 A
Indisch« Trupp«, nach Perfl««.
wb. Rotterdam, 18. Juni. Laut „N. Rott. Cour." wird au« London berichtet, daß starke Streit* kräfte au« Britisch-Jndien nach Persien unterwegs seien, um die Bolschewisten zu verhindern gegen Teheran vor* zurücken.
v« MW Groeimis der AeWM Mies.
Kurze Auslandsnachrichten. -
Der geplante Boykott gegen Ungarn. Laut „Reich«* poft" ist neben vielen Mitgliedern de« fozialdemokrati* scheu Eewerkfchaftsverbandes dir Gesamtheit der christlichen Gewerkschaft entschlossen, am Boykott gegen Ungarn nicht mitzuwirken.
Japan will Kiautschou zurückgebr«. Japan hat ein« Note an China gerichtet, in der e» betont, e« wünsch« Verhandlungen über die Rückgab« von Ktautscho« ft
— Neue Berkehrsbeschränluugr« le -erbst? Da» Reichsverkehrsministerium gibt bekannt, dah die Ber* kehrsschwierlgkeiten noch nicht überwunden sind und daß im Herbst mit einer beträchtlichen Berkehrseinfchrän* kung in der Personenbeförderung gerechnet werde» müsse. .
heilen bezüglich der Bedingungen beibringen, unter denen Schisse in Rußland be* oder entladen werde» könnten. i
wb. Amsterdam, 18. Juni. Der Präsident der Moskauer Sowjetregierung Kamen«- hat dem Bericht* crstatter der „Daily Mail", der die englische Arbeiter* abordnung nach Rußland begleitet hatte, gesagt: Unser Ziel ist nicht, den Kommunismus in anderen Länder» mit Hilfe von Bajonetten und Maschinengewehren «in* zusetzen. Also können gegenseitige Beziehungen mäglick sein. . •
Die Konferenz von Boulogne.
wb. Paris, 18. Juni. Die Konferenz von Boulogne w!cd eine interalliierte Konferenz und nicht lediglich eine Besprechung zwischen Llond George und Millerand sein. Der „Matin" meint, die Vertreter der fünf Mächte würden sich Anfang Juli in Brüssel toieber versammeln Was die Art angehe. wie man die deutsche Regierung von den interalli«rten Beschlüssen in Kenntnis sehen werde, so werde dies zum größten Teil von der i n n e r e n deutschen Lage abbängen. Man werde daher erst später entscheiden, ob man zu direkten Verhandlungen übergehe oder sich der Wiedergutmachungskommission be* diene.
Nach einer Privotmestnng des ..Teinvs" anS London werden in Boulogne zwischen Lloyd George und Milleraad außer der Festsetzung der deutschen Schuld auch die Be> ;ieHungen zu Rnßlnud besprochen.
£pm.
wb. Pari«, 18. Juni. Hava« meldet aus London: „Daily Telegraph" erklärt, in diplomatischen Kreisen nehme man als wahrscheinlich an. daß, wenn die Konferenz von Spaa nicht noch einmal vertagt werde, sie zwischen Frankreich und England einerseits und Deutschland andererseits abgehalten werde.
die Sicherheiten zu kennen, di« hinsichtlich der Be* zahlung der an Rußland gelieferten Waren geböte« werden könnten. Er verlange, daß die Sowjetbehörden eine Erklärung über die allgemeinen Bedingungen ab* geben, unter denen in Rußland Beschlüsse erfolge«
«tshchnitgige Sozialisten Honunimisten
Elektrizitätsarbeiterausstand i« Hall«.
Halle, 19. Juni. Seit gestern mittag streiken in Halle die Arbeiter de« Elektrizitätswerkes wegen erneuten Lohnforderungen. Die elektrische Beleuchtung und die elektrischen Straßenbahnen sind eingestellt. i
Der Freiheitskampf der Türken.
Angriffe auf die englischen Linie« am Marmara« Meer.
wb. Paris, 18. Juni. Nach einer Privalmestung des „Tenrps" aus Konstantirropel hat sich der englische Oberkonimissar nach Jsm8> begeben. Dort ankern zwei französische Kreuzer. 7000 von Mustafa Kemal Paschas Truppen haben die e n g l i s ch e n L i n i e n a n g e g r i f- f c n. Ein schottisches Regiment wurde nach Jsmid über- geiöhrt.
wb. Konstantinopel, 18. Juni. (Reuter.) Eine an Zahl überlegene nationalistische Streitmacht umzingelte gestern eine schwache Abteilung englischer Truppen an der Jsmailfront. Der englische Befehlshaber verhandelte mit den Nationalisten, die ihm freien Abzug gewährten. Die Vorhut kam unbehelligt durch, aber ans die Hauptabteilung eröffneten die Nationalisten in verräterischer Weise Feuer. Sie verwundeten 60 Mann und nahmen den englischen Nachrichtenossizier gefangen. Hilfe wurde sofort abgesandt. Ein englisches Kriegsschiff
englischen Verluste bei dem Gefecht von Jsmid beliefen sich auf 23 Verwundete und 15 Tote und Vermißte. Die Gordon-Hochländer haben die Punjab-Truppen entsetzt. Die Nationalisten graben sich auf den Hügeln ein. Man nimmt an, daß sie einen allgemeinen Angriff auf di« Engländer planen.
Die französische Schlappe i« Ciliciea.
wb. Paris, 18. Juni. Aus einer Meldung des „Tempi" geht hervor, daß die Türken bei Bozanti zehn
Der Landarbeiterausstand in Pommern.
wb. Stettin, 18. Junt. Der Landarbeiteraua* stand in Hinterpommern, der nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen ausgebrochen ist, gewinnt erheblich an Umfang. Im Kreise Köslin umfaßt er bereit« über 30 Güter von 58, im Landkreis« Etolp kann man fast von einem Allgemeinausstond sprechen. Zum Teil werden sogar die Notstandsarbeiten verhindert und Arbeitswillige durch tätliche Angriffe geschreckt, sodaß bl« Milchlieferung nach den Städten teilweise aufhört.
Stettin, 19. Juni. Der pommersche Landbund hat an den Staatskommissar für öffentliche Ordnung folgendes Telegramm gerichtet: Die Landarbeiter, soweit sie nicht in der Arbettgebergruppe de« Landbundes organisiert sind, streiken. Auf allen Gütern schreitet der Streik fort. Ebenso streiken sie in den Kreisen Kösli« und Schlawe. Der Streik ist gesetzlich vollkommen un- gerechtfertigt, da die Arbeitgeber grundsätzlich zu Ver* Handlungen bereit find. Tarifverhandlungen kamen in der Arbeitslpruchkammer in Köslin am 16. Juni nicht zustande, da die Vertreter der Arbeitnehmer und Ar* beitgeber die von der Regierung befohlenen bezirksweisen Verhandlungen mit 10 gegen 5 Stimmen ablehnten und kreisweis« Verhandlungen forderten. Die Leitung de» Landarbeiterverbandes Berlin ist der Urheber de« Streikes. .. .
England.
Die englischen Streitkräfte im Ausland.
wb. Am ft e r d a m, 18. Juns. Der vom englischen Kriegsamt veröffentlichte Voranschlag für 1920/21, der die Ausgabe von 125 Millionen Pfund für eine Streitmacht von 333 632 Offizieren und Mannschaften ausschließlich des Heeres in Indien do rite!)*, gibt u. a. folgende Einzelheiten über die Verteilung der Streitkräfte int Ausland: Rhein* land 16 674 Mann (4 350 000 Pfund), Konstan - tinopel 22 846 Mann <3 584 000 Pfd.), Aegyp ° t e n 32 063 Mann (7 543000 Pfund), Palästina 23 014 Mann (6 340 000 Pfund), Mesopotamien 60 603 Mann (21 605 000 Pfund).
Die Kriegsflotten Englands und Amerikas.
wb. Amsterdam. 18. Juni. Im Unterhause sagte in Erwiderung auf eine Anfrage der Erste Lord der Admiralität über das Verhältnis der englischen zur amerikanischen Kriegsflotte: An großen Kriegsschiffen mit Geschützen von 16 Zoll besitzen die Vereinigten Staaten 16, England keine. An Schiffen mit einer Geschwindigkeit von 33% Knoten und mehr besitzen die Vereinigten Staaten große Schiffe 6, England keine, leichte Kreuzer haben die Vereinigten Staaten 10, England keine, Zerstörer die Vereinigten Staaten 262, England 196. Auf weitere Fragen sagte Lang, die Admiralität sei sich der Wichtigkeit der weiteren Entwickelung der Marine bewußt und werde nicht ermangeln, nötigenfalls neue Mittel im Parlament anzufordern.
। Berkin,19. Juni. Der „Reichsanzeiger" »er* Hfrnklicht heute das amtliche Ergebnis der Reichs- t»Lswahlen. Danach wurden insgesamt 26 017590 'Stimmen abgegeben, ^kilerr sich wie folgt: ^chrhefts-Sozialisten Vrntrum
8 r ■—BMpyMMBWP
Erstes Blatt
).
el
268
M Imzs'MmMi m der Wz.
Neue Verhaftungen.
wb. L u d w i g s h a fe n , 18. Juni. Heute früh wurden von der französischen Besatzungsbehörde neue Verhaftungen von Arbeiterführern vorgenommen. Verhaftet wurden Städirat und Arbeitersekretär Rauschert tSPD.), Stadtrat und Metallarbeiterverband -beamtet Fischer <SPD.). Stadtrat und Eiseitbahnverbandsbeamter Baum (USP.). Sie wurden in einem Auto aus der Stadt weggeführt. Heute früh rückte eine größere Kavallerieabteilung mit Maschinengewehren ein. Die Lage hat sich hiernach wei'er z u g e s p i tz i.
In einer heute an den Plakatsäulen angeschlagenen Bekanntmachung weist der französische Kommandeur nochmals darauf hin, daß die von der französtschen Militärbehörde vorgenvmmenen Verhaftungen keinen politischen Charakter trügen. Das eingeleitete Verfahren verfolge Spionagetittigkeit unb die Lrganisaiion eines Aufstandes geqte die Vesahungstruppen, wofür das UUttärgerichl die V e w e i f e in Händen habe. Dieses gerichtliche Verfahren werde sich ordnungsgemäß abwicksln. Ferner hätten gewisse Personen die außerordentliche Duldsamkeit bei der Erteilung von Genehmigungen zu öffentlichen Versammlungen mißbraucht, indem sie sich zu heftigen Angriffen gegen die französischen Behörden und ihre Vertreter hinreißen ließen. Derartige Vorkommnisse würden unterdrückt und die Schuldigen vor ein Militärgericht gestellt werden. . Die französischen Behörden hofften, daß tne beteiligte Bevölkerung künftighin von jeder feindlichen Zundgebung gegen die Vesahungstruppen sich fernhalte. In den Straßen würde selbstverständlich keinerlei Unruhe geduldet.
Der Aktionsausschuß der Arbeiter- und Angestelltenschaft der Pfalz weist in einem Aufruf an die Bevölkerung der Pfalz infolge der erneuten durch nichts begründeten Uebergriffe der Besatzungsbehörden darauf hin, daß für die Pfalzbewohner es gar nichts anderes geben könne,als durch eine einheitlich« geschloffene Demonstration gegenüber den Besatzungsbehörden zum Ausdruck zu bringen, daß sie nicht mehr gewillt find, derartige Maßnahmen widerstandslos hinzunehmen. Die Arbeiter* und Angestelltenschaft habe benign* folge beschlossen, ab Freitag Nacht 12 Uhr bis einschließlich Samstag Nacht 12 Uhr die Arbeit ruhen zu lassen. Diese Demonstration solle den Zweck verfolgen, nicht nur die Augen Deutschlands, sonder ganz Europas auf die unerträglichen Verhältnisse, wie ste durch die Besetzung besonders in der Pfalz hervorgerufen sind, hinzulenken. Das Verhältnis der Pfälzer zur Befatzungsbehörde habe durch das erneute Vorgehen einen schweren Stoß erlitten. Der Aufruf mahnt am Schluß die Bevölkerung, wer die Demonstration unterstützen wolle, solle nicht auf die Straße gehen, sondern in seinem Heim bleiben.
Vorstellungen be« deutsche« Reichskommissars.
wb. Berlin, 18. Juni. Die aufsehenerregenden Verhaftungen von Arbeiterführern durch die französische Besatzungsbehörde in der Pfalz gaben dem Reichskommissar in den besetzten rheinischen Gebieten Anlaß zu V o r st e l l u n g e n bei der in. teralliierien Rheinlandkommission. Diese sagte den
Rußland.
Aufruf «» die Antiboljchewist««.
wb. Kopenhagen, 19. Juni. „Berl. Tid." meldet au« Helsingsors: Lenin, Trotzki und der Justizmtnister Kurski fordern in einem Auftus da, alte Offizierkorps auf, die Kümpfe in der Krim, im Kaukasus und in Sibirien einzustellen und sich der Sowjetregierung für den Kampf gegen das imperialijtssche Polen zur Verfügung )u stellen, yjeitn sie zum Siege Rußland« beitrügen, TÜrbe man ihnen Amnestie für ihre frühere Tätig, feit in den Heeren Koltschaks, Denikins und Wrangel» gewähren. Ein ähnlicher Aufruf, sich dcm Vaterland» zur Verfügung zu stellen, wird an die Marineoffizier« and die Kreise der Intelligenz gerichtet. ,
Der Fragebogen für Krassin.
wb. London, 19. Juni. Die „Times" glaubt zu wissen, daß der Fragebogen bet Verbündeten Krassin
,c;iern tibercidjl wurde. Der Fragebogen weist darauf hin, daß der Wirtschaftsrat Garantien zu et* alten wünsche inbczug auf die Sicherheit der Staat«* angehörigen der Verbündeten, die sich zu Handelszwecke« -nd) ^-r,'snd !,-geben werden. Ferner wünsch« der Rat
---und 10'/, Aufschlag, amtliches KK *T*fce* et Rabatt gilt al» Barrabatt. I du.
üttlung der Angebot« 25 Pfg. Son- Amt Franksurt a. Main.
den kann. Tas gilt nicht nur für Getreide und Milch, sondern z B. auch für Fleisch. Selbst hervorragende Vertreter der Landwirtschaft haben die Berechtigung anerkannt und während einer Hebet* gangszeit sich mit einem bloßen Umbau der Zwangswirtschaft einverstanden erklärt, bis durch den Wiederaufbau unserer V ehwtr'schaft die Vorbedingungen für die Freigabe von Vieh und Fleisch geschaffen worden find. Soweit als möglich |olT wieder die freie Einfuhr zugclassen werden zunächst für Fische, Eier, frisches Gemüse und Obst mit Ausnahme von Luxusobst und Südfrüchten, später auch, soweit möglich für andere Lebensmittel. Bei der heutigen Ernährungslage wäre es unverantwortlich, wenn nicht alles geschähe, was unsre Ernährung durch reichliche Zufuhren aus dem Ausland verbessern und verbilligen kann. Als weitere Folge dieser Wiederherstellung des freien Handels erg;ebl sich dann auch die feit langem vom Volke mit Recht geforderte Verminderung der Kriegsgesellschaften, bei bete« Abbau das Reichsministerium für Ernöh ung unb Landwirtschaft allerdings ein wesentlich beschleunigtes Tempo einschlägt. Für diejen''gen Nahrungsmittel, die die Grundlage der Ernährung bil. bett, kann jedoch eine Lockerung oder Aufhebung der Zwangswirtschaft erst in Frage kommen, wenn Sicherheit besteht, baß bei freier Wirtschaft s"r jeden die Deckung des Bedarfs zu erträglichen Preisen möglich ist.
Tie „OdeiheMch« Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich m» «JA 4 Mk„ durch die Post 4.20 Mk. - Für ausfallende Nummern infolge Streiks oder Jtf. MU -elementarer Ereignisse kein Ersatz. - Verlaa von Tr. E H.tzerotb. - Truck der llnio.-Bnchdruckerei von 2oh. Aug. Koch, Markt 21/23. — Fernsprecher 55.
Sm Sotinett M Bi'del.
i Berlin, 18. Juni. Die Abendblätter rechnen pit ehrem Kabinett Fehrenbach unter Beteiligung bes Zentrums, ber Demokraten und ber Deutschen Bolkspartei. Eine enbgültige Entscheibung der Demokraten ist noch nicht erfolgt.
Xe&et den Standpunkt ber Demokraten, beten verarm»- auf Sonnabenb vormittag vertagt würbe, .sagt bas „Berl. Tagebl.": Diejenigen bemokrati- schen W-eorbneten, die ber Meinung finb, baß bie Partei im Hinblick auf die bevorstehende Konferenz in Spa« und in Erwägung der gesamten Lage ihre Beteiligung an der Regierung nicht vetwc'grrn hnn, stehen auf dem Standpunkte, baß ein solcher Entschluß nur gefaßt werden dürfe, wenn, ganz «(gesehen von anderen Fragen, nach zwei Rich- hngen hin zuvor der Weg geebnet werbe. Die Programmerklärung, mit der bie neue Regierung 'M dem Reichstag vorsiellen wird, mußte nach An- M dieser Abgeordneten so lauten, baß bie Be- 'ieiliglkng der Demokratischen Partei an dem Ka- üirett verständlich und begründet erscheint, und die 1 Waldemokratische Fraktion muffte bereit sein, beim 4 Zusammentritt des Reichstags der neuen Negie- rsng ihr Vertrauen zu bezeugen.
Die Bcrschiebung der Enlschftdung der Krise Wurde - 4urch die Demokraten veranlaßt. Einer ihrer Vor- । fschläge ging laut „B. T." darauf hinaus, daß sie nicht >Mft in das Suibinett cintveten, dafür aber sich ver-- : Wichten, einem aus Zentrum, und Deutscher Volks* rtei gcbildelen Kabin tl ihre parlamentarische Unter» tzuug zu leihen. Diesen Vorschlag erllärlen Fekren- chllurch Triinborn unter keinen UmfiSnbe» «mr-chrusn können. — Tie „Voss. Zig/' erwartet nicht, daß endgültige Bildung des Kabinetts vor Mitte uäch- fßer Woche (am Donnerstag tritt der Reichstag zu- Wirnku) erfolgen wird.
Marburg I T«r 8tytigenptei» beträgt '
~ «■ v t rx t und auswärtig« 1.— Mk., s
Sonnabend, 19. Juni »«- A°-ranii b«* bi«««,
Wer Pläne getnacht, die das Reichsministerium Mr Ernährung und Landwirtschaft in dieser Hin- verfolge. Demgegenüber wirb halbamtlich be« ptift, baß bas Reichsministerium an Eine Äufnung ber Zwangswirtschaft zum 1. 10. n i ch t ge- ^cht hat unb nicht benkt. Im Gegenteil steht bas ^eichsministerium auf bem Stanbpunkt, baß schon F1 Hinblick auf bie allgemeine Ernährungslage solche Maßregel bie größten Gefahren mit sich F*R9ew würbe. Das Ministerium hält nach wie baran fest, baß für die wichtigsten Nahrungs- Mr die nächste Zukunft nicht gedacht wer*
Hraklionstagung und Parteitag ber Sozialdemokraten. | '-T' r in, i: ei-
Msfwkkion tritt, wie der „Vorwärts" mitieilt, am Säeusia«?. den 23. Juni, nachmittags 3 Uhr im vem •dten Beratungszimmet im Reichstag zusammen. Man sttchuet damit, daß bis dahin die neue Regierung gebildet tnib ihr Programm bekannt feilt werde, sodaß es vöglich sst Stellung zu nebmen. Siern-rttut Müller 4«d Löbe. die iit der ersten Frakiionssitzung als Be- «ümachtigte Vertreter genannt wurde«, werden über
Verhandlungen Bericht erstatten.
Der fozialdemokratssche Partcivorsiand hat den ersten Ardentlichr« Parieitag in der ersten Hälfte des Oktober 'kech C a s k e I einjubernfen.
--"V —— ■
■ Sm Jahre 1919 erhielten: Eoz. 163, Zentr. unb Mckyer. Bolksp. 68, Dem. 76, Deutschnat. 43, Deutsche «olksp. 21, U. S. P. 22, Bayer. Bauernbunb 4,
%