Amtliches Berkündigungsblatt des Kreises Marburg.
Tageszeitung für (bas früher kurheffifche) Oberhessen
ITte Oberheifisch« Zeltunq" erscheint sechsmal wöchentlich. - Sewq5P«U monatlich 4 Mk durch die Poll 4.00 Ml. - Für ausfallende Nummern inlolq« StrMs oder elementarer Ereignis!« kein Ersatz.^- V-rlaqDr E S.tzrtotb - Dr^ der Univ.-Buchdrnckeret von Jotz. Aug. Koch, Markt 21'23. — Fernsprecher os.
Erstes Blatt.
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Krassin zu verstehen gegeben haben, daß, falls die Moskauer Reoiening gezwungen werden wstrde, die russische auswärtige Schuld auzuerkeanen. sie- bar.ru? bestehe» werde, daß man aPe ihre Rechte und Privilegien, wie sie in dem alten Londone: Vertrag fcftgek-gt seien, el-ensalls anerkenne. Sie weint damit hauptsächlich jene Teile des Londoner Vertrages, wonach Konstantinopel anRnßland failen werde.
ch-ltphh, stag früh pfiehlt
ein Kabinett gebildet.
Hinrichtungen.
! stanti nopet lö. Juni. Wenn auch
:ag die Absicht hatte, gegen die Urheber
55.3*1
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Wb London, 15. Juni. (Reu'er.s Der ßr^e La cd der Admiralität teilte im Unterhalte mit, d-'st h;. B-feblsbalkr der engsi-chen Seestreitkräfte im S-liwar^en Meer die Weisung erfaßen habe, strenge Neutralität ; i beobachten und iVcner«! W a 'gck wcher kei offensiven noch bei defensiven Operationen z i unlerstüheu
Einberufung der bolschewistischen Truppen.
Die russische auswärtige Schuld und dl« Ansprüche Konstantinopel.
Wb. London, 15. Juni. Nach der „Times"
Marburg
Mittwock», 16. Juni
(vrachwoud.)
Die beschlnhnnfähiqe braunschweigisch« Landes« • Versammlung.
wb. Braun sch weig. 15. Jnnt. Iu der Landesversammlung beantragte Abg. Funke (U. 6.1. die Ee- ichäftsordnung dahin abzuändern, daß die Heschlust- söbiakeit des Hauses künftig nicht mehr eine Zweidrittelmehrheit erfordern solle, sondern dah das Hans chon besckluhsähig sc in soll, wenn die Hälfte der Abgeordneten anwesend ist. Por der Abstimmung wurde die Befchlustunfähigkeit des Hauses festgestellt.
dec derichicoeu^n Komplotte gegen das Leien des Groß- wesir» «Silbe walten zu lassen, wurden oie H"'-ipt° unrohestikter von dem Kriegsgericht zun, Tode verurteilt. Tre: wurden beute in S>tamüu( gehängt. Die Hinrichtung wurden geheim gehalteu.
trum statt der demokratischen Partei die Kabinettsbildung übernehmen würde. Wie das „Berl. Tageblatt hört, hat die demokratische Partei selbst keine Neigung, die Kabinettsbildung zu übernehmen.
Der ,.Lokal-Anz." erfahrt aus K'eften der Deutschen Bolkspartei: Wenn man die Erklärung der demokratischen Partei liest, so wird auf die Reichs- kan'le'schast Schiffers hingearbeite*, der, wie verlautet, sein Ministerium schon fertig hat. Wir können unter keinen Umständen dulden, dah die k l e i n st e Pa-tei im Reichstag d-n Re ch?kanzler stellt. Hebet die Kanzlerschaft eines Zentrumsmannes läßt sich reden. Das Zentrum ist die stärkste bürgerliche Rartei, steht in der Mitte und hat von jeher ein Recht, für sich die Kanzlerschaft in Anspruch zu nehmen. Mit der Person Fehren- bachs sind wir einverstanden.
Die MWitn IMtiK.
tzvug der Verhandlungen Trimborns. — Die Bedingungen der demokratische« Partei.
Die Verhandlungen des Zentrumsführers limborn über die Neubildung des Reichs-
Stämme auf die Engländer verantwortlich ist. Es sei möglich, daß die Angriffe auf türkische Hetzereien zurück, zufübren sind.
wb R o t t e r d a m, 15. Juni. „Daily Mail" meldet: Die Vorbereitungen zur Räumung Batumsdurch dir englischen Streitkräste sind fororit gefördert, daß die Rüu- mung binnen 14 Tagen beendet ist.
Rnsseu und Javanern bekunden, ohne sich betätigen zu Sännen. Im übrigen sei di'e Umgebung Kolf.ha'ks verächtlich gewesen, und seine Arme« habe sich in eilte« unglaublichen Zustande befunden.
rot. Kopenhagen, 15. Juni. „Nniomliid ttbc" metder aus He.stngfors: Tas sibirische R:»olu'ions- g-cich' fällte da» Urteil über öte M'tg'iedn b-r Kost- schafrrgiern"g Bier Milg ftdei wucoen znm Torr sechs zu lklens'Snglicher, zehr. zu 10 Jahren nnb 2 zu 5 Jahrcn Zwangsarbeit vcmcteili.
wb. London, 15. Juni. Die beunruhigenden Gerüchte über das Auftreten der Bolschewisten im Orient werden offiziös für unbegründet erklärt. Es sei nichts über die Bildung eines BolimewistenheereS bekannt, das die Ausgabe habe, in Afghanistan oder Persien anzu- greifen. Die Lage in Mesopotamien sei ziemlich un- ge klärt, da nicht feststeh«, «per für bk Angriffe arabischer
erzählten unS gegenseitig 'ion den Wiiuder i des LebenSk Du fühltest, auch wenn du sh-oarz V^u Antlitz warft, sm Herzen ko deutsch wie ich, und kchmn vor dem Kciega ha te die Weltgröfte Deutschlands keinen ülnrzeugtercn A"bänger als dich. Als Hel r bist du gestorben, da du «S wahf und fiat cmpfuneen hast: „Tas Leben ist der Güter Hö^fteS nicht." Um# Fahnenflucht wai dir fremd?
Als die englischen nnd belgischen Trupver die Residentur Rukcba am Bikloria-See, von der das Sultanat Kianya von Kahigi «inen bedeutenden T.stl ansmachte, überrannt hatten und oie deutschen ?lsk«iS ui'tei dem übermächtigell setndlichen Truck abg?;>ge>r waren, erösiiete ter komme noi-rend.' General dem Kahl.ii, daß die Zeit der deutschen Herrsch ist nun •üi immer vorbei sei. Die D-utsa,en seien vertrieben und kämen niemals wieder. Kahigis Antwoet war rin sonniges Lächeln. Doch es erstarb, at? bet G'n rak ihm if zweideutig zu verfteheu gab, daß er von nun an enalikcher Unt-riaa sei. Hab znar schin morgen labe er einige lausend Mann Trätet zu geh eilen, die PeSen&inttlel und Munition. Wifs.m und Aus« rottuugsmittel gegen btc Teutscken zu travsportieren hätten Da b„t Kal.igi u n ^»den^eit. Wenn bie Senne uuftrgegangen sei. würde ber Gene.al seine Ant- ncci in Händen Hasen.
Und als der Tag sich geneigt batte und die N-itar rur Richt gegangen war, Läerbrachte ein Katikiro einen Rrief Nahigis Kah-g-' schrieb: „Eechsundzwan- zig Jahre habe ick treu den Deutschen gedient. T reu- t^siokeit ist mir fremd. Ich kann den Feinde« der Deutschen nicht auch dienen. Da ziehe ich brn ehrenhaften Tod vor So habe «h Gift genommen.®
gfend. rtchoolatz.
Ein schwarzer Held.
Major a.D. De. Wtl.zrln: Winteret von der Schntztrupve für Deutsch-Ostasrika.
TVt «nwlaenptel» beträgt fOr die 8aesp. stelle 75 '
und auswärtige 1.— Mk., Aeklamezelle 3J)OJRt —...
Bet Auskunft durch die Geschäftsstelle und Vermittlung der Angebote 25 Pfg. Son- dergebühr. — Postscheckkont»: Xt. 5015 Amt Frankfurt a. Main.
Die Lage in Albanien.
wb. Amsterdam, 15. Juni. Einer A Luerivel- düng au« Rom zufolge ist die Lage in Albanien ch>ß:rst em ft, da die astatischen Aufs ä"dnch'N durch D'tb»« verstärkt worden seien, deren iLtifotm und Waffe» amerikam'lchen Ntsprungs sein solle«.
wb. Rom, 15. Juni. Nam der „Epora" ist bet 12. Juni in Albanien ruhig verlaufen. Maa fstaubt aber, br.fi die Aufrührer neue Augrisfe vorb.ceiten. Porto Palermo wurde nach der Zerstörung des ganze« Kriegsmaterials, das nicht mirgenomnien werde« konnte, durch bw italienische Garnison geräumt. _
Ungarn.
tob. Budapest, lö. Juul Der Honvedministei SooS teilte in der Nationalversammlung mit, dah «r zwei Jnsanteriebataillone und acht huiarruesladrons in das Gei-iet zwischen der Donau und er Tbcih entsandte, um ?» von Verbrechern zu jSubern. Bei dieser Metegenlieir seien auch mehrere an den kommunistisch'» Umtri' ter beteiligte Personen verhaftet worden. Ter Lnmjtek «Härte btann noch» bie IZiiuu zur Haies»
2<‘<’e und erhebende Nachrichten wurde« mir kürzlich von unserem unverg-ftlichen, fouiiritfroben Deutscki- »“ftaftiffc * S3ie- sind die herrlichen Gestalten «ab Seo- ^et^itnfnet sch v <r;en Helden v.rfchtcdeu von bett schwarten Massen, bie blinder Hast nick» kurzs chtiqt Nachsuckt in die heiligen Werke «derer arme« betttfäK’i Heimat oeschlenderl hatk
Auch sie legten auf deutsche» Befehl die Wasst'N tliider, unkt siegt, und glaubten an bie d mische Griße und deutsch« Zukunft — und reichen uns auch t ierin, Luch wenn sie uns jetzt entr'fse« sind, die ««''trauende Ha-.d! Wir vergessen euch nicht! Wir gedenken eurer.
S'-ltan K a h g i von Kinnya alter treuer %reuub, du EdelmAnsch von den ilftr.i d:4 Vifiotia-Sets, du tauchst tot mir auf, und das Beisp-el deiner Gröhe «üb manchem der Kleiiigläiib-geu und Ver.og e» im nordischen Deutschen Reich« em Aniah des Besinnens i M*sb Erwägens sein. 38« och safte« wir in B-ckoba, ber Seelilie am Nvanzastrand, und in Kemondo und
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» Flensburg frei.
wb. Flensburg, 13. Juni. Die englischen Truppen Halen heute Morgen Flensburg verlasset'.. Sie gehen -such Kopenhagen: die französische«^ Vtsatzuugsm ppeu lucrbc« morgen nach Metz befördert.
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Die fchwedisch-flnnr-sche Spannung.
wb Stockholm, 15. Ium. Ter sch-redlbe Ge- >andte in He'sivafots hat mit Rückfichr ant die Lag' W ^lunz erhalten« zur Bertchtecstatlung nach Stockholm tu ki m ven
u b Ke. penbaaen, 15. Juni. Wie „Berl. T'd " ,.,-ldet, ist die Berufung des schwedischen Gesandten In He'stu-ckors nach Stotf’olm ' icht als A'berufung, aber a'.s Zci hen dafür anszusas'eu, dost die schwedZche N-gierung der finn'schen {'•re Au safsuilg feer die Loge u ernennen ne’en will. Tie Snmmung in eingeweih- ;tt Kreisen S'ockbo'ms und mick auf d»n Aa’audSinseln ist kehr ernst Weitere 420 Manu seldniästig ausge- rüstetee finnischer Truppen tarne« an' den Aalands- inseln eit und weitere Truppe« werden in den nächsten Tazcu ernariet '
Lnden zu einem Einvernehmen mit bet Sozial- lemoftötie kommen, da eine Regierung ohne Eo-
te Rahmen ihrer verfafsungsmästigen Befug- efiTc handeln, nicht in Betracht käme.
Für den Fall einer rein bürgerlichen Regierung « Mr sie Hoffnung ausgesprochen worben, daß ihr I Sie Sozialdemokratie mit „wohlwollender Neu- 3 ll slirsit gegenüberstehen würde. Dazu schreibt
Koltschaks Ende.
wb Marseille, 15. Juni. Heute traf hier aus Stl'iricit General I aut« nut feinem Stabe ein. Hebe: die Kol>schak-Katastrophe beiragt, c-t arte Ee-e nt Jcniu: Koltfchak konnte am Tage der Kamstroph«. am 14. Januar, nicht mehr weiter. Die Truppen, die ihn retten sollten, waren viel zu schwach und aus, einen viel zu große» Raum verteilt. Kolischak war iufelgedessen rettungslos verloren, da er Bolschewisten vo: und' hinter sich hatte und sein« Flanken von anderen Ansständischeu bedroht waten. Tie t'checho-s o.vo- schche Armee, deren kriegerische Fähigkeiten auzuer- Beitneit lind, hatte so« ihrer Regierung den strengen Befehl erhalten, sich nicht in die sibirischen Angelegen- heiten zu mischer. und sich unter keinem Borwande für bie sibirische Regierung zu schlagett. TieS erklärt die Lage. Koltschak ist vor allem schweren Fehlern und persönlichen Irrtümern unterlegen.
Gin auf d<mfelben Damp er znrückgekehrter tschechoslowakischer Maior bestätigte, daß die tschecho-slowa- klschcn Truppen bei ihren Ankunft in Irkutsk einen sor- mellen Befehl ihrer Negierung vorgefunden hätten, nicht weiter zu gehe«; sie hätte« M also zwijchen
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Abänderung der tlirki'chrn Friedensbedingungen.
wb. Paris, 16. Juni. Nach einer Londoner Meldung des .Temps" geht schon feil einiger Zeit baj vferücht um, saß, um zu se''>ntde>:,r, daß Kleinasien brr Anarcht« verfalle, der Oberste Rat gewisse bedeine»de A bänderunaen b-r türkischen Frie- sensi ertrageklanseln ins Auge fuksen könne. Gin; Atmosphäre der Beunruhigung scheine in Konstan- finaye' au herrschett, se-tdem sich die naiionalistischen Streitfyä'te von Au^opha Kem il Pa'cha nicht nur qauz Kleinasiens, sofern auch deS Marmarameeros hab«« Die tüc'ifche« N»li'na'isten bät ea- sich auch der ltnsel Marmora bewäckugt, die bie cxKVäWtttt. bie k«l tzbllipM nach KsnstemtinopA führt, boherrslss.
Ostthrazien eie selbständig erklärt.
wb. Athen, 15. Jini (Reuters Einem Telegramm ans Dedeogatsch zufolge hat Jaier Tayor die Nnabhäng'f.keit Ostthraziens »rofamiect und die Oberhoheit der Bsort; al§ aufgehoben erklärt.
Dcheir Regierung oppositionell gegenüberstehen. h»re erwünschte Neutralität könnte also nur darin teftehe«, daß sie bei ihrer Opposition das Berant- ^-ltkichieitsgefühl ihrer Partei nicht vermissen l^r, die regiert hat und vielleicht einmal unter anderen Umständen wieder mitregieren wird. Aber hieses Verantwortlichkeitsgefühl ist wiederum eine Lelbftverständlichkeit, und darüber braucht kein besonderer Vertrag geschloffen zu werden."
Hebet die Haltung der demokratischen Kartei wird gemeldet:
Berlin, 15. Juni. Der Führer der demokrati- Men Pariei, Abgeordneter Senator Petersen, über- «tchte heute nachmittag dem vom Reichspröfidenten «nt der Kabinetisbildung beauftragten Zentrnmsabge- •rbRenn Dr. Trimboni eine Erklärung über die Bor- bvsfctzungen, unter denen sich die demokratische Karie: an der Kabinettsbildung beteiligen will. Darin *i:b auf Artikel 53 ber deutschen Retchsverfassung hin- iStoirien, nach dem der Reichsprästdent den Reichskanz-
Die Vorgänge in Rußlcyrd.
(Senf, 15. Juni. *Havas meldet am Dienstag früh: Auch am Montag hat der Eissel urm keine Funksprüche der russischen Stationen ausnehmen können. — Nach Meldungen aus Warschau sind große russische Fronttetle von ihren »o beren Linientruppen entblöfjt, während die Artillerie ununterbrochen tä'ig ist.
Kopenhagen, 15. Juni. „Verlingske Ti- benfce" erklärt die Behauptung des russischen Cowjetvertreters Litwinow, er hätte noch gestern drahtlose Telegramme aus Moskau erhalten, für unwahr. „Verlingske Tidende" hat durch Nachfrage bei den dänischen und schwedischen Funkenstationen festgestellt, datz diese seit Freitag voriger Woche überhaupt keine Funksprüche aus Moskau aufgenommen bezw. an Her n Litwinow weitergeleitet haben.
„Daily Heralkk" meldet, datz der in London weilende bolschewistische.Handelsminister Krassin ohne unmittelbare Nachrichten aus feiner gebung in Moskau ist. Nach einem Moskauer Funkspruch vorn 9. Juni hat die Räteregierung laut „Daily Mail" wegen gegenrevolutionärer Üm- triebe über Moskau und den Bezirk Petersburg den Ausnahmezustand verhängt. Ein Aufruf des großen Rats „An Alle" fordert zur Verteidigung ber Räterepublik und zum entschlossenen Kampf g'gen die inneren und äutzeren Feinde von Räterutzland auf. Im Zusammenhang damit stehe die weitere
! to Me Auffassung, die sozialdemokratische Partei befolgend« Rite sich vor, die bü'gerliche Reichstaqsmehrheit
> le: und auf dessen Vorschlag die Reichsminister ernennt. Mu Abweicksn.von diesem Wege wird als verhänanis- •eL angesehen, da cs ausgefchlosien erscheine, dah die Parteien sich bereit erklären würden, Koalitionen zu Stbert, shne vorher das sachlich« Programm des Kabi- *tt5 und seine Zusammensetzung zu kennen. Die demo- krarischc Partei erkläre sich bereit, sachlich und positiv h einem Kabinett miiznarbeiten, das durch seine Prr- Mllichkeiren und durch sein Programm die Gewähr für kn wirtsLiaftlichen und politischen Wiederaufbau gebe. Kls onetläRlidK Bestandteile dieses Programms werbe« Bann in der Erklärung u. a. folgende Punkte be- Aichnet: Vorbehaltlose und unbedingte Anerkennung bet Weimarer Verfassung, Ablehnung und Bekämpfung Rber monarchistischen Agitation, Bekämpfung der ^tass.ndcrtschafr, Ablehnung eines sede« Klaffen- und ^»sfenhaffes und Besetzung der Aemier ohne partet- 1 kritische Rückilchien mit Personen, die sich auf den Joben der Verfassung stellen, die aber gleichzeitig ihr «feit auszufüllen geeignet sind.
In Kreisen der Fraktion der Deutschen «olkspartei soll man nach dem „Berl. Tagest:" überzeugt sein, datz diese demokratischen Beengungen eine annehmbare Grundlage für die : Akldung einer Regierung sein können. Die Deutsche ^oüspnrtei sei von ihrem monarchischen Stand- kfitt nicht abgegaugen, werde aber voraussichtlich ^klären, datz sie darin keinen absoluten Wider- Mruch zn einem Bekenntnis für die Weimarer Ver- ^lssung sehen kann, und sie werde zur Begründung $re; Haltung u. a. auf den Republikaner Scheide- ^ann Hinweisen, der trotz seiner sozialistischen Weltanschauung sich im Herbst 1918 nicht gescheut tobe, unter Wilhelm II. in das Kabinett des Prin- Max von Baden einzutreten. Die Deutsche : ^kkspartet würde es lieber sehen, wenn bas Zen-
rtnen Vertrauensmann in das neue Kabinett entluden. teine Aussicht habe, von der Fraktion be- ■ifltgt zu werden. Das Verhaften der Partei zu ^fonfkiL ber neuen Regierung werde von ihren Taten ab- chollcn, Ongen. Der „Vorwärts" wendet sich dann gegm
»rfteab,
401 «da I entgegn ifienpa«. ehlkt)^ ! 10 r
____ _ netts haben bisher noch zu keinem Ergebnis loh Ltffihtt und werden fortgesetzt. Das „Berl. Tage* tot“ streift die Besprechungen in ber gestr'gen stntrxmsfitzung und berichtet darüber, dah für die Srgerliche Koalition von den Deutschnatiovalen K zu den Demokraten keine Stimmung vorhanr ■len gewesen wäre. Die einzelnen Redner hä ten immer wieder erklärt, man müffe unter allen Um-
j ewaltsam zu überrennen. Jeder Kenner des on hg. Programms und der Geschichte ter Partei w'ffe, datz H 8h sie gewaltsames Vorgehen gegen Mehrheiten,
Der Kampf gegen die Engländer in Mesopotamien.
wb Teheran, 15. Jiui. (Hauns.) Die Sage in Mestpotamie«, die ohnebi« schon redit beunruhignd war, hat sich in den letzt-« Tage« toesenllich »et« fihlhninert Tiefer Tage wutoe die Stadt Tel-Afar von dem mächtigen Stamme der Chauiar, der unter dem. Befehl muselmanischer CHütete steht, eingenommen. Alle kritischen Beamte« und ein großer Teil b<r Bevölkerung wurde niedergemacht. Tann .-emäjjtigten sich bie Angreif r Mos'uls, wo sie die ösfei'illchen Gelände besetzt haben. Unter der Bevölkerung lierrfcht große llnruhe Die Betbinduuze« rach Paavad sind nntetorochen. In Bagdad begaben sich die Manifeftanten vor die Polizeiptäiektut und »er« laugten die Herausgabe bcc politischen Gefangenen. Eine drobenoe Panik m iede durch die mohammedanis be Polizeitrupve unterdrückt. Auf dem Tigris wurden englische Boote geplündert und die Besatzung niedet-
Mdemokratie beute in Deutschland nicht mehr »Sgiich sei. Nach dem „Vorwärts" hat Trimborn siedernm mit de« Sozialistenführern Müller und BSbe verhandelt, die ihm auseinandersetz'en, datz kte Weiterbestehen der bisherigen Koalitionsregie- chng unmöglich sei und datz auch sein Wunsch, Ile fozialdemokraftsche Fraktion möze wenigstens
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Batzah« Preiss» 263» itt a. SÄ.
18 patt.
—— ir tJSüj. Korrespondenz": „Was man sich unter Er'. 57, M *en Worten vorstellt, ist uns nicht recht verständ- TP*. Die Sozialdemokratie wird einer neuen bü'ger-