Zweites Blatt
ierljcffi[d)e 3tihui
Sie MWM«m
Die erfamüen Utopie».
toffelversorgungSsystem abzulehnen.
werden.
Deutsches Reich
Bevlag der Oberh. Zeitung
, I in Paris I alitierten
der Verbündeten mit gleichem und HSHerem R«aß grüßen, Alle sicheren Deutschen in Uniform mOfi« bet Sntenteofftjiere grüßen.
— Die
Der Bund
ung Deutschland zum Verhängnis gesichert zn Haden, da Berratdie Tore zerbrach unö die Wälle mtberci^ statt ehrenvoller Kapitulation nut noch bebtngungiloft Unterwerfung ließ, darin liegt bte erschütternde Tragik, die General Ludenüorfis lauterste- Uoll«> zum Unglüd deS Vaterlandes au^ichlagen ließ,
Ludendorfs- pflicht» und ehcvebendem Ginn u nsaß« bar. Ec glaubt^ die Grenze be$ Wagens nach bet rein militärischen LeistungSjähigkeil Deutschlands b.- itimmen zu dürfen, glaubte nicht, daß diese stldßs infolge be« nationalen Snochensraße» nur noch ein trügerischer Hohlkörper war. Und die« hinderte ihn daran, da« Eingeständnis, be« er fetium widerstrebenden Herzen am 8. August 1918 unter bei Druck der harten Tutknchin abringen mußte, sich nicht schon vor Beginn der FrfihfahrSoffenftve 1918 gemacht zu haben. Ein Berzichtsrieden wäre auch damals bereit« unveruteidlich gewesen, aber noch keine Rv- lolution hatte Deutschlaitd von rückwärts bu Waffe auS dm Hand geschlagen, lebe Grenze für die setnd- lichen Forderungen weggeriumt. Den grausamen Zwang bet Tatsachen allzu lange verkannt zu habe», aus edelster, dem eigenen Manne »wert entsprungene, Selbsttäuschung heraus, und damit da« seit bet Fri»> densresolution unabwendbar te.fenbe Schicksal der F ft«
Arleit«schäft statt, dir die Entwaffnung bet Franzosen außerhalb de« Dienste« verlangt Det Gleiwitzer Magistrat sandte Telegramme an die Regierung, an die Geschäftsträger der Berbündetew in
Reiben hetzt.
Ebenso wird eine Erkläruna von >ech? Landwirten aus dem Kreise Rotenburg widerlegt. Es beißt da:
Die Erklärung des Vorsitzenden der Kreisbanernscha't Rotenburg, Herrn Ursprung, daß der Kreis Rotenburg die Kandidatur Trieschmanns ablehnen muß, ist seinerzeit ans unserer Bertretersitzung am 12. Mai im Beisein der
Die Kattoffelbewittschaftung.
Berlin, S. Juni. Der Deutsche Kartoffelgroß- l;5nbtft»etbanb trat gestern in bet Handelskammer zu seiner Frühfahrstagung zusammen. Kähler- Stendal schilderte den „Zusammenbruch dec A.rrtoffel- zwangswittschoft." Der g r ö ß t e T e i l der Kartoffeln wurde, wie amtlich zugegeben werde, im Schleichhandel ti« zum zehnfachen Höchstpreis bezahlt. Dte Städte sonnten ihren Bedarf nur durch Umgebung der gesetzlichen Vorschriften decken, indem sie für teueres Gest» Saa'kartofseln als Speisekartofseln kauften. Dabei
gefallen, so lautete der stereotype Befehl der Division: „Das Grabenstück ist wiederzunehmen.'- Die Truppe meldete auch brav: „Gegenstoß im Gauge" ober, wenn «3 dazu schM zu spät war: „Gegenangriff wirt»! gemocht " Geschehen ist leiten eines von beiden. DaS wird jedtt Frontoffizier bezeugen. Und btejet | bewußte Ungehorsam war von schwerwiegender Bedcutung. Bon ihm hatte bte O. H. L. schwerlich Kenntnis. Dazu fehlte der pulsterende BlntanS- tausch mit bet Front. Die gelegentlich zum Augen- schein boüin entsandten Gen.eralstbbsofslzirre bekamen in solche Dinge wenig Einblick.
Da sich bei dem herrschenden System der Beschönigung die Stimme fiter diese Zustände keinen Weg bis zum Haupt der O. H. L. bahnen konnte, so gab sich General Ludendorfs auch in btefer Frage bet Selbsttäuschung hin, nach bet fern deutsches Herz verlangte, glaubte die Masse deS Heere« mit feinem agents natiunaleii Stolz nnü Denken beseelt und
amten hat, beschlossen, von, setzt sb dir Interessen seiner Mitglieder unabhängig von dem Deutschen B- amtenbund zu vertreten. Der Deutsch« Beamtenbmch hat damit aufgehört, die Vertret»»« der Gesamt- heit der deutschen Beamten zu sein.
— Die Vertreter der Aeezte und der Krankenkaffen berieten über die Regelung der Aerztehonorate. vor- gesehen war bei bet Bezahlung nach Einzelleistungen 4 hezw. 6 .« für di« Konsultation. Besondere Maßnahmen sollen entsprechend den Mindestsätzen der demnächst festzusetzenden Gebührenordnung mit bestimmten Zuschlägen bezahlt werden.
— Souoerneue «. D. Haber (Neuguinea) wurde zum Prästpenten des Reichsausgleichsamt» ernannt
— Die AusenthaltsbescheSntnUgen fit Norddeutsch« in Süddentschland. Die „Deutsche Ast«. Ztg." erfährt von unterrichtete« Seite: Die prerchtsche Regierung setzte fich mit de«. Reichsregtening in Verbindung, n« übet die Abstellung der Mißstände zu beraten, die fich an» den Ansenthaltsbeschränkungen fit« Norddeutsche hl den süddeutschen Sommerfrischen ergeben.
— Hilfe süe die Pirmasenser Schutz»arenindustrie. Wie von zuständige« Sette verlautet, steht da« Reich«» arbeitsministerium mit der Pirmasenser Schuhwaren, industrie in Verhandlungen, um die Wiederaufnahme des Betriebes in einem Teil der geschloffenen Schuh- matenfabrifen herbelzuführen. Es wird daran gedacht aus Mitteln bet produktiven Erwerbslosenfürsorg»
In einzelnen Gemeinden wird von Aqenten anderer Zeitungen
Oberschlesien.
Zuspitzung Wer Lage.
Gleiwitz, 5. Juni. Nach einer »fisten Schl fi- gerei zwischen französischen Sc'baten und Mitgliedern einer geschlossenen Tanzgesellschaft (türmten «50 Franzosen, tote bte „Breslauer Motzenztg " meldet, eine in bet Nähe liegende Polizeiwache und richtete» btt Beamten übel zu. Ruch die zu Hilfe gerufene Sicherhe lLpclizei geriet mit den Franzosen zusammen. Schließlich ergriffen die Franzosen die Flucht. Sester« I <aten^ fand eine große Kundgebung bet M.iwitze«
unser Blatt gehe am 1. Juli ein. Auf diese Weise sucht man Abonnenten. Wir brauchen wohl kaum an die Urteilsfähigkeit unserer Leser zu appellieren, wenn wir sagen, daß sich bei der Behauptung um eine ganz üble Machenschaft handelt, gegen die wir übrigens noch Schritte'uuternehmen werden. Die Oberhessische Zeitung erfteut sich nach wie vor guten Gedeihens. §
Nr. 128
Sonnabend, 5. Juni
1920
nung schwand, war es denn auch völlig vorbei mit wogte den große» Schlag. Es hat ihm die kränkende jeglicher Kampflust. Sodann war nicht zu vergess»»,! Brzeichnung eine« „genialen Hasardeur»" eingetragen. >aß auch bei de» alten Soldaten bet langjährige I In äußerlicher Würdigung bet Faktoren und vor Stellungskrieg die besten Soldateneigeuschaften er«I allem nachher am Ergeb»!« gemessen, scheint dtesem stickt hatte. Das Wesen des Stellungskrieges besteht Urteil ein Körnchen Wahrheit inuezuwohnen. Und nun einmal im Sichdecken. Der Selbstuntechaltungs« I doch ist e» voll und ganz berechtigt. Denn Genera» trieb ließ sich hier mit Pflichterfüllung viel eher ver-1 Ludendorfs^ scheinbar leichtfertiger Wagemut wurzelto einigen, als im Bewegungskrieg. Er hatte also bi« 1 nur in seiner zu hohen Meinung von der Mass« trächllich an Etnfluß gewonnen. Jeder wollte vor j seiner Landsleute. Dte ganze S^eve de« T^mpkefi, allem „heil aus dem Schlamassel" nach Haufe kommen | den der Gegenspieler mit ber Hnffnaug auf D-uli^ Wenn dann aleichzeMg noch gesiegt wurde, so war | lands Ziisammmbrmh in Händen hiekch toar General die« ja sehr schön, aber zu große Lebensgefahr durfte ‘ Äi“”
mit bem S>eg nicht verbunden fein. So wat der Stellungskrieg zum „Grabe des Angriffsgedankens" geworden. Et harte aber auch an einem Grundpfeiler der Disziplin gerüttelt, dein Geyorsa m. War z. B.
ein GtabenteÜ einem feindlichen Bstsioß in bte Hand
Da* Wagnis der Frn^jahrsaffenfive 1918*) sZarRxm am (Silbe de« Iahte« 1917 dieser Zeitpunkt den Faulnisschtvsmm mit scharfem Messer ans dem heimiick^n Hanse zu entfernen, längst verpaßt war, da mußte fich der Generalstab das bittere Eingeständnis machen, daß der ASehrha ftiflteit des deut- stchen Volkes nut noch eine kurz befristete Lebensdauer zugestanden werden durfte Wann die Zeit zu dieser Erkenntnis gekommen war, darüber mag zu streiten sein. General Ludendorfs schreibt selbst, daß ihm die Behandlung des Gesetzes Über Hilfsdienst im Reichstag die Erkenntnis gab, daß das deutsche Bolkslcben nicht mehr gesund war. Daß «der das Kränkeln begann, in. Agonie überzug-hen, dafür konnte die Friedensresolution vom Juli 1917 feen Psychologen im Generalstab ein Zeichen sein. Und eintoanbfrei mußte dies r Auflösungsprozeß er« fiannt werden, als bte Meuterei in der Marine vom Herbst 1917 als erstes Krebsgeschwür am vergifteten Volkskörper ausbrach, die hochverräterischen U. 2. P « Atgeordneten straflos ausgingen und sogar von Mit- Wiedern der Mittelparteien eine verlegene Entsrrml- digung-erfahren durslen. Bon da ab mußte der Zu« ^ammenoruch bet Heimat als unabwendbar klar «kannt werde». Für die Defaitistenpolitik Frankreichs hatte in Deutschland die starke Hand gefehlt, als es an bet Zeit war. Die O. H. L. hatte sich also dir Frage »orzulegen, ob für eine günstige Beendigung drS Krieges mit den Waffen vor dem zeitlich noch ttnl cstjininten, aber sicher nicht mehr allzu
*, AuS bem bereits besprochenen Werk >,Kritik des krieoeS ', von einem Generalstäbler, Verlag K.F. -r, Leipzig. ..... .
höheren Beamten und be« BeemtenbuA höhere« Beamten teilt mit: Der Ausschluß der höheren Beamten aus bem Deutsch«» «eamtenbunb ist vom Beamtentag am 26. 5. in Berlin tatsächlich vollzogen worden. Dem Bund höherer Beamten wurde eine seine« Mitgliederzahl entsprechende Zahl von Ber- tretern verweigert. Durch diesen satzungswidrigen Beschluß waren die 50 000 höheren Beamten, bi« hu Deutschen Beamtenbund ausschließlich durch den Bund höherer Beamten vertreten wurden, ihre« Derttetun« beraubt. Der Eesamtvorstand des Bunde« höhere« Be-
-S^tr-ter des Kreises Rotenburg ebne Widerspruch erfolgt und must uns naturgemäß maßgebender sein als wie Sin- eesandts, die mit irgend welchen Namen unterschrieben sind, nott denen wir nicht wissen können, ob sie sfit diese Angriffe mit ihrer Perlon auch entstehen - den, wenn diese interne Angelegenheit bet Kreisbaueruschast Roten bürg geregelt wird. Dieses ist anscheinend nicht der Fall denn inzwischen Iiat am 27. Mai in Bebra eine Wähler- "rkommlung der Kreisbaueruschast Siotenburg stattge 'unten, aus der Herr Trieschmaun mit seinen Freunden ietbft anwesend war. Diese Versammlung erklärte lief» >>ne Widersprach mit der Stellungnahme des Sreises
Die Kandidatur Triefchmann.
Ltt« Klarstellung gegenüber dem von demokratische- Seite an die Bauernschaften gerichteten Aufruf, die demokratische Liste zu wählen, veröffentlicht der Beffrksoerband des Hessischen Bauer'-n-reins i-tzt tn dec Bauern,eitung eine Mitteilung, in her er s-inen in her setzten großen Versammlung eiuoenommeneu Standvunft vertritt. An der Hund von Protokollen wird neieiat baß die Parteileitung der demoktotilchen Parte' in Frank furt rechtzeitig benachrichtigt wurde, und daß ihr auch die Forderung der Bauern, bei der Ausstellung b r land- toittschattrickcn Kandidaten mitzuwirken. bekannt war.
muffe. Ans alledem gebt wohl für jedermann Na« her« vott daß die Zentralleitung her D.P. in Frankfurt mtb: । gewifft war, unserem Wun'che nachzukommen. Ter Wahr- »■ebbänflige« für bi« Diktatur des Proletariats. ^jtsb--weis 'S« untere Behauptung ist damit Wohl restlos “ rcs«« «finohnt+or i <rbra($t Daraus haben NUN nicht nur wir. sondern auch
alle anderen landwittschaftlichen Organisationen ihre Kon- seguenzen gezogen, denn die Kandidatur Triefchmann wird jetzt von keiner der knrhessischen landwittschaftlichen Organisationen anerkannt und ist und bleibt eine reine Parteikandidotnr Am 28. Mai sand gelegentlich unseres großen Bauerntages in Cassel ein zufälliges Zusammentreffen der drei für Kurhessen in Betracht kommenden Organisationen: Bezirksverband der Bauernschaft Kur
! b-ss-ns. Bund der Sandwitte in Hessen-Nassau und Deut- 'cher Bauernbund (Abt. Surbefien'. statt. Herr Landwirt Rudftff aus Fulke» a d. Werra als Fül, nö Begründer de? ..Deutschen Bauernbundes" in Kurhessen, e-^rt- auf Beftagen in einem Kreise von zirka 100 La , wirtrn össentlich. daß er mit seinen Freunden und Mftalie- hern mit der D. P. und der Kandidatur Trieschmaun mckus 'eme'-ffam habe, denn das'Bündnis bet Zenttalleftung des Deut'chm Bauernbundes in Berlin mit bet T. P. fei gegen dm Willen und über den Kopf der kurhessischen Bauetn- bnndnnitglieder seinerzeit in Berlin erfolgt. So stebt mm die demokrattsche Partei mit ihrer Kandidatur Ttteto« mann infolge ihrer Kurzsichtigkeit auf weiter Flur allein da. Die Person Triefchmann soll von uns unangetastet
I bleiben, denn wir werden in ihm stets den Berufskollegen achten, solange et nicht zur Uneinigkeit in unseren
«S beiß.' da: „
Daß der Zeniralleitung unsere Forderung, das Vor» schlags« und Mitbestimmungsrecht bei der Ausstellung bet landwirffckaftlichcu Kandidtten aUs^nüben, Mannt War, und sie diesem berechtigten Wunsche nicht Nachkommen wollte, gebt wohl am besten aus dem Antwortschreiben l bet Zentralstelle der D. P. in Frankfurt a.M. vom l.Mo: d. Js bctvot, worin es u. a. wörtlich beißt: „Es, bars dabei als selbstverständlich gelten, daß bei der Kufftellunn des Landwirts, den wir an absolut sichere Stelle gesetzt haben, die Parteileitung freie Hand haben toufae" Das heißt in kurzes Deutsch übersetzt: Die Nufstcllnug der landwirtschaftlichen Kandidaten der D. P. Ist nur Sache der Partei und die Bauernschaft hat habet uÄ,rs mitzusprechen. Bestätigt wurde dielet kurzsichtige Standpunkt der demokratischen Parttt^-ntrale durch ein Vwri^s Schreiben tvelches ebensalls vom l.Mai b. 3S.■. ... ---------—- — . .. .
(ein recht produktiver Tag) an uns abgesandt wurde nnd! Rotenburg gegen dir Kandidatur Trte,chmann etnver- toottn -s heißt' daß die Partei sich durch eine außer-! standen, also ein Beweis, daß dre letztgen bansender mt. Kalb ihrer politischen Organisation stehende Jntereffen'-et- ihrem Standpunkt ttereinzelt dastehen und ibn mnerhalt tcewng damit ist die Bauernschaft gemeint) ihre Kandiöa- der Kreisbauernschaft Rotenburg ve^ttettn wa^n ter. nickt Vorschlägen lasse» kann. . Außerdem erklärte uns 'legen die Perlon Trwi chmanns hab n w.r n'cht- -"t bei den entscheidenden mündlichen Berhandlungen, bte am Kn beu, Laudw.rten snne Partetbnk e durchaus n.ch. 4. Mai in Gießen stattsanden, der Vertretet der D. P. laut -’M.e.yn kann und ferne politischen ?Qf'9“"qe"J“r, “ Protokoll nochmals ausdrücklich, daß er und seine Patte, tiger hält als die Emigkett seines Betussstalche» und an diesem Standvun«, toonach die Ausstellung der land- Anerkennung setner Organisation, möge tun und las.en wirtschaftlichen Kandidaten nur Parteisache sei, scsthalten I was ihm beliebt.
Te« Präsident der preußischen Sandesversammlung. Dberbüraermelfter Sei nett, erklärte vor feinen fo- ^aldemokratischen «Mählern in Hannover, die Rate- «publtk könne In Deutschland nicht eingeführt wer- ben da die Verhältnisse hier ganz anders seien als in Rußland. Die Einführung bi« Räterepublik würde ba« deutsche Volk vernichten, denn die Kranken mürben, um ihre Ansprüche zu sichern, Wort bei bet Et- riitunfl der Rötetevudlik das Dudroebiet in Besitz nehme,!. Die Hoffnung auf eine Me l t r e-oo l u t i o u sei trügerisch, wie ü. ä. die Haltung der franzö- ....------- - -
fischen Sozialisten bei den letzten Wahlen gezeigt habe, v f)tÜhenbC UnsiNN verbreitet Ls Mitglied der Friede^nsdelegation in Versailles habe UVE f. •
«r vergeblich versucht, mit den französischen Sozia- kfften in Verbindung zu treten.
*q«Ttner tm städtischen Saalbau zu Esten abgehatte-1 Maiienversammtung der Unabhängigen und Kom-
^«isten hielt bet unabhängige Abg. Braß (Rem-1 •“.JJ ,;ne bemerkenswerte politische Rede, in bei bre I Iratiafcit der gegenwärtigen Koalitionsregierung einer »Achtenden Kritik unterzog unb äußerte, baß bte ged ^Ljrttge Regierung nicht allein die Arbeiterklaste,
alle deutschen Berufsstände in Immer tie-.
Elend hineinführe? Die heutige wirtschaft-1 Ul Lage im deutschen Volke sei ungleich ^chlech-I "7 als unter, dem alten Regiment Die Lnferun« habe zu den ungeheuren Krtegsschulden.
40 Milliarden Schulden gehäuft. wttl tirt offen und unumwunden erklären'^ fuhr Braß fott< di« unabhängige Pattei sich hetzte restlos auf Boden der Diktatur des droleta- steNi. Ich mache daraus gar kein Hehl mehr. kStürm. Beifallsklatschen.) Die links von «ns stehen- te« (tztuppen wollen allerdings den Bürgerkrteg. Diesen aber lehnen wir ab. Die Zeit wird kom- „’n wo das Proletariat die Macht an sich reißen mirb 9lÄt9 kann diese Entwicklung mehr aufhalten. Mir ®oHen heute dem deutschen Volke klipp und klar,er- «Sren, baß wir die Diktat»« des Proletariats e « st««- rtN,'damit Offenheit und ? - ‘ ' urscht." -
fernen (Eintritt ber Katastrophe Tatsachen sprachen, bte zu dieser Hoffnung ernstlich berechtigt.-: ober nicht.
Ob von ber Frühfahrsoffcnsive 1918 solches ermattet werden konnte, ob btr Erfolg von Italien sich auch gegenüber Engländern unb Franzosen wiederholen würde, darüber kann wohl nie ein entscheidendes Urteil gefällt werden. Ausschlaggebend in diese« Frage war die Einschätzung bet in Heer und Volk noch vorhandenen moralifchen Wette. Unb ein solches Utted konnte nur subjektiv ansfaUen. Dies erfiärt es mrnsch- l,ch, datz ber glühende Patttot unb stolze Soldat Ludm- i borff sich nicht z» dem Eingeständnis bet Niederlage entschließe» wollte, sondern sich mit allen Fasern seines Herzens an- bin Glauben an Sieg klammerte. Seinem hohen Sinn ivar eben die armse lige Denkweise der heirn.ischen Geister nnd die stumpfe Gleichgültigkeit der Masse von Volk und ! Heer zu fremd, als daß er sie hätte fassen können. General Ludendorfs sagt darüber nachträglich selbst: „Allerdiitgs mochte ich mir von der noch vorhandenen LolksenerZie ein z» günstiges Bild.. ?
Es ist ebenso erklärlich, daß die deutsche O. H. L. im Frühjahr 1918 sich optimistischen Trugschlüssen über den Äampswert der deutschen Truppe hingab. Gsrißi -war »» gelungen, eine Art vo- Äampfbegtisterung zu züchten; aber verglichen mit dem Siegeswillen des Heeres von 1911 war sie das tob- geweibte Knospen mancher Bäume im lauen Spätherbst gegenüber dem traft- und lebensvollen Trieb des Frühlings. Der Ersatz war von der Heimat aus bereits aufs sW)erste verseucht. Ter Nährboden der Kriegsvegeisteruug, de« nationale Sinn, fehlte überhaupt. Tas einzige, was eine Offensive wünschenswert erscheinen ließ, war bte Hoffnung, mit ihr „der Lch-vtt- ueteia endlich ei» Lüde zn Lachen. Wir btffe HoU"
erhielten die B--tt,raucher '.licht einmal die geringe ihnen nigesicherte Kattofselration: bisweilen setzte sogar die Belieferung ganz aus. Große Mengen von Kottoffeln ,>au bei den Erzeugern und auch in den städtifchen Lagen: rerlorengegangen. Auch die Regierung könnte den vollständigen Bankerott der Zwangswirtschaft nicht verkennen. Bt- bandsfyndikus Dr. Schade erklärte in einem Vor- a trage über die Neuregelung der Karwffetbewirtschaftung I sowie an bte Ententekommisston tn Lppttlt bas für das Erniejahr 1920 vorgesehene System der I Ersuchen, sofort einzugreisen, da der Magistcai Lieferungsverträge für ganz unzweckmäßig. Es I mchr Herr der Lage sei.
handele sich lediglich um die A »s«ech l e rh al t» n g e
der Kattosselzwangswirtschaft im Gewände deS freien I
Handels. ES seien begründete Aussichten auf eine TiÄeÄ0=6tüttKlfct.
reichliche Kartoffelernte vorhanden, so daß ....
die Bevölkerung zmeif-llos durch den freien Handel d"g, 4. Junu Dtt "^"^^ ^ldet au- besser und billiger mtt Kattoffeln berforgt wer- Afch> daß bte borttge Bevölkerung bereit« feil W ben könnte als durch bte Lteferungsverträge. Der Sachen ohne Brot sei. JSi |?' daher an 56 uh Kartoffelgroßhandel müßte tcde Berrntwottung für des lctzten.^ahrmarktes zu
das verwickelte wie schädliche Sdstem ablehnen. I» Gendarmene unb Mtlttar mußte mtt blanker Baffe enter En-schließung verpflichtete sich die Versammlung etnfchretttn. , Times"-®*
LttoLL'-büL^^n Ä loLtte L "ung aus - H
nach Anhörung bet Mtkqltebet bet t«tw BölkSabstimmnngs- - Kommission festgesetzt
Aus dem besetzten Gebiet.
Frankfurt a. M., 4. Ium. Die „Franks. 8*9" meldet ans Koblenz: Dir interalliierte Nheinlantckoin- miffion hat neuerdings angeordnet, daß alle deutschen Mi'itärpersonen, Polizei, Feuerwehr unb Fottibramten in llnifvtm die Fahnen der verbündeten Mächte grüßen mufsen. Die Offiziere müsse» die Offiziere
Bolschewisttscher Kriegsbericht. I
tob Moskau, 4. Juni. (Radtomeldung.) Südwestlich Drissa haben mir einen Angriff des Feindes al geschlagen. Äm Abschnitt twn Stvencjanq sind funfere Abteilungen nach einem erbitterten Kampfe gegen Osten z ur ü ck g e g a n g e n. In de« Richtung auf Mologe'chow dauern die Kämpft an, wobei ein« -etue Stellungen ihren Besitzer wechseln. In bem Gebiet westlich von der Beresina sind unsere Ab- j "ilungen unter dem gegnerischen Druck 10 bis 15 Werst gegen Rordosten nnd Norden zurückgegangen. <Fm Kietver Gebiet kämpfen unsire Abteilungen mit eint« feindlichen Abteilung, die auf das Ostufer des Dniepr infördect worden ist Im Abschnitt von Tiar- fan stehen unsere Tntppen im Kampfe mit einer tleber- macht der Polen, die bedeutende Verstärkungen dorthin geworfen Halen Die erbitterten Kämpte werden 15 bis 20 We-st nördlich nnd nordwestlich von der Stadt Taraschtscha geführt, wo es dem Gegner gelang, bis zur Eisenbahn norzudrtngen. Er wurde durch wiederholte Gegenangriffe vertrieben. Unsere Kavallerie hat, dvtch Infanterie unterstützt, den Feind übfr- fallen ‘unb mehr als 600 Polen vernichtet Südlich der Stadt Skera haben wir den angreifenden Gegner ztirückaeworfen. Es wurden Gefangene gemacht unb 5 Mc-schinengewehre erbeutet. Im Abschnitt der Stadt Wadmnrka haben unsere Truvpeu de» Widerstand ber Polen gebrochen. Wir erweitern uuf-rii Erfolg in der Richtung nach Norden.