1920
Erstes Blatt.
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Grafit Pich nur, ob der erhoffte Erfolg erziel» Vermutlich tritt dar Gegenteil ein.
Anschlußbewegung informierte, sprach mit dem Bor» stand der deutschen freiheitlichen Partei, Professor Wagner, über die Gründe der Anschlußbeweg^ng. Wagner erklärte ihm zunächst, es gäbe keine öftere reichische Nation neben der deutschen. „Wir Deutscken in Oesterreich", sagte er, „sind Brüder des Deutschen Reiche-." Dann legte Professor Wagner auch die wirtschaftlichen Gründe für den Anschluß dar. Die non L'Epine befürwortete Tonausörderalion erklärte Wagner schon wegen des Hasses der nrchtSeutschen Nationen gegen alle Deutschen für unmöglich. L'Epine gab $u bedenken, daß ein Ausgehen bet süddeutschen in
Rach Mitteilung de« Reichswehrministeriums an di« Blätter befinden sich Oberft Bauer, Mafor v. St«, fani und Mafor Bischoff feit 24. Mai in Budapest. Gerüchtweise verlautet, daß auch General v. LÜttwitz dort sei. Jedoch lägen Bestätigungen hierfür noch nicht vor. -
Unpolitische Tagesnachrichten.
Eiseabahiiuugiück. Wien. 8. Juni. Rach Blätter« Meldungen aus Monfalcone ist in der Nacht zum 2. Ami infolge falscher WeichensteNung der Triester Per. souenzug mit eknem auf dem Geleise stehenden Per« sonenzug au» Pola zusammengestohen, wodurch vier Personen getötet und achtzehn schwer verletzt wurden.
Waldbränd« I* Kanada. Amsterdam. 8. Juni. W», die „Times" au» Toronto meldet, stnd infolge an- dauernder Trockenheit in Südost-Kanada schwer« Waldbrände ausgebrochen, die in Reu-Braunschweig und Reu-Schottland bereits einen Schaden von üb« 2 Millionen Dollar angerichtet haben.
das Deutsch« Reich nicht zu wünschen sei, weil dadurch die Eigenart der Süddeutschen bedroht wäre. Darauf erwiderte ihm Wagner «4 tihtue gar nicht schaden, etwas von dem stramryen norddeutsch e n G e i st zu spüren zu bekommen. Schließlich kam L'Epine auf Bayern zu sprechen. Ee sang ein Loblied ans den Kronprinzen Rupprecht und ließ durchblicken, daß auch Frankreich nichts dagegen habe« würde .wenn sich Oesterreich an ein unter der Herrschaft Rupprechts stehendes Bayern anschlösse. Daraus betonte Wagner die unbedingt republikanisch: Gesinnung seiner Parteigenossen. 8um Schluß erklärt« L'Epine, btt Westmächte wären bereit, den Anschluß! Oesurreichs an Deutschland zu bewilligen, wen» der Beweis erbracht worden war«, daß Oesterreich allein nicht leben kSnue.
Marburg
Freitag, 4. Juni (See*i*e*M
In einer Brrfammlung der U. S.P in der Hasenheibe '^Berlin) sagte Däumäg, daß der Sieg einer neuen Weltanschauung außerhalb des Parlaments durch das proletarische Volk fallen tuerbe, und zwar sehr bald, vielleicht schon in ein bi? zwei Monaten.
Landwirt Hepp. Kandidat der Deutschen Volks- vartei, ist durch Borstandsbefchluß« des deutschen Landbundes vom 19. Mai als Vertreter der Landwirtschaft in den vorbereitenden Reichswirtschastsrat getoählt worden.
Sie hessisch« Regierung gegen den Wahlterroe.
wb. Darmstadt. 3. Juul. Das hessische Gesamt- ,Ministerium erläßt folgende Bekanntmachung: In den letzten Tagen sind wiederholt ernste Störungen öffentlicher Wahlversammlungen durch politische Gegner vorgekommen. In einem Falle ist eine Versammlung gesprengt worden. Da die Verfassung unseres dmftokratt- schen Staates Uber Partei die Versammln,tgs- und Redefreiheit znsichert,'müssen solche Störungen als uet= fassungswidrig und ungesetzlich verurteilt werden. Im Jntereffe eine? ordnungsmäßigen Verlaufs der Wahlhandlung am 6. Juni wird die.Regierung durch peinliche Sicherung der Wahllokale dafür Sorge tragen, daß jede Störung unterbleibt. Tie Polizeibehörden sind mit strenger Weisung versehen, alle zur Sicherung der Wahlhandlung erforderlichen Maßnahmen zu treffen. Zuwiderhandlungen werden unnachsichtlich geahndet. An die Bevölkerung richtet die Regierung die ernste Mahnung, die für die Zukunft unseres Volkes so wichtige Wahlhandlung nicht zu stören und In Ruhe und Besonuenheit den Wahljpruch abzuwarten.
bereit gestellt.
— Ein „Koeruptions" - Beleidigungsprozeß. Nach einer Mitteilung der Geschäftsstelle der Deutschen Volkspartei in Bielefeld will Dr. Hugo Klage gegen den Neichsminister Blunck erheben, weil dieser in einer Osnabrücker Wahlversammlung die Behauptung aufgestellt habe, Dr. Hugo habe vom Verband der Leder- großhändler 50 000 M für sich persönlich angenommen als Anerkennung, für die durch ihn bewirkte Aushebung der Zwangswirtschaft.
— Set neue Vorsitzende de» «eamteubunde». Lehrer Flügel, der seinerzeit im Groß-Berliner Artz e t t e r r a t Vorsitzender der demokratischen Fraktion war, ist jetzt vom Bundestag de» Deutschen Beamten« tzundes einstimmig zum ersten «undesvorsitzenden ge« wählt worben.
— Stockende Kohlenzufuhr infolge ««»stände». Rach dem „L.-A." stocken infolge de» Ausstandes auf den thüringischen Bahnen die Kohlenzufuhren in den Fabriken In Blankenhain derart, daß sie demnächst ihre Betrieb« schließen! müssen. Ebenso müssen die Fabriken der Kupferbergwerke in Buttstätt und Rastenberg ihre Arbeiter Infolge des Kohlenmangel» entlasten.
Deutsch-Oesterreich.
Sie Wrftmächte und die Aaschlußfrage.
wb. Salzburg, 2. Ium. Der Kapitän französischen Mission in Salzburg L'Epine, der einigen Tagen sich beim Landeshauptmann üb:e
Der früheste Zusammentritt des Reichstags.
wb. Berlin, 3.Juni. Die Frage de- Zusammentritts deS Reichstags ist von fotzenden Terminen btt Reichstagswahlordnung abhängig: 6. Juni: Wahltag. 9. Juni: Eingang der Ergebnisse der Wahlbezirke beim Reichswahlleiter. 10. Juni: Sitzung der KreiSwahlauSschüsse zur Ermittelung deS Wahlergebnisse- in den Wahlkreisen 11. Juni: Eingang der Erststimmen der Wahlkreise bei den BerbandSwahlleitrrn und beim Reichswahlleiter. 12. Juni: Sitzungen der BerbandsauSschüssr zur Ermittelung der Zahl der aufgrund der Rrststimmen noch auf die Kreiswahlvorschläge entfallercken Abgeordneten: Mitteilung an die Kreiswahlleiter und Abgabe der Reststimmen an die Reichswahlleiter. 13. Juni: Sitzungen der Kreistvahl- dusschüsse zur Verteilung der Abgeordnetensitze auf die KteiswahlvorschlSge; Erklärung der erforderlichen Anzahl von Abgeordneten als gewählt; Benachrichtigung der Gewähltem gleichzeittz Eingang der Reststimmen der Wahl« kreisverbänd« beim Reichswahlleiter. 14. Juni: Sitzung bei ReichSwahlauSfchnsscs zur geststellung ba Zahl der
Vertrauen bitten, so -geben wir bafür als Pfand die Berfich?rung unserer entschlossenen Treue zu der beschworenen Verpflichtung auf 'Gesetz und Bersassung.
Hierauf nahm der Reichspräsident daS Wort. Nachdem er dem General v. Seeckt für seine Worte gedankt b«tte, fuhr er u. a. fort: Eine unbedingt verfassungstreue, gut disziplinierte und von pflichtbewußten Offizieren geführte Truppe ist in Zeiten der Gärung und Entwicklung notwendiger denn je. Die Organisation dieses Heeres ist geschaffen; sie nun auch ganz zu erfüllen mit dem Geiste der Treu« zur Verfassung und »um Volksganzen, dem Gefühl der Verantwortung für Recht und Gesetz tntb dem Gedanken selbstloser Hingabe für daS Vaterland und dessen Zukunft, ist eine Aufgabe, die in Ihren und bei übrigen Führer Händen ruht. Ich habe volles Ber- flöndnis für die heutige schwierige Lage der Offiziere. Ich erkenne auch.dankbar an, waS ost unter schwierigen Verhältnissen und Opfern die Reichswehrführer und Mannschaften bisher für die Sicherheit und Erhaltung des Vaterlandes geleistet haben. Tie Erhaltung der Pnhe im Innern ist die erst« BorauSsetzung für die Wieder- belebung und Wtedererstarknng unseres Vaterlandes Dies Ziel, das uns allen gemeinsam fein muß, erreichen wir aber nur durch ruhige Enllvickelung auf dem Boden der Verfassung und der Gesetze.
Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.
Tageszeitung für (bas früher kurhessische) Oberhessen
Neues Ultimatum der Gewerkschaften.
kg. Berlin, 3. Juni. < Tie Gewerkschaften haben in ihrer letzten Sitzung beschlossen, unmittelbar nach den Wahlen der Regierung eine letzte 1 4 tägige Frist znr'Erflllliing her fei Abbruch des Märzgeneral- strelks einge>'angene>i Verpflichtungen zu stellen. Die Mehrzahl der Redner bezeichnete das Verhalten der Reichsregierung als wortbrüchig und kapitalistisch. Zu den Hauptforderungen gehört bie U m 6 i t b u n g bet Reichswehr in eine bewaffnete Organisation gewerkschaftlicher Angehöriger. Allgemein würbe mit dem General st reik und Hem Sturz bet Regierung gebt ob t. sallg diese ihre Verpflichtungen dem Proletariat gegenüber nicht bis Ende Juni erfüllt habe.
Deutsches Reich.
— Staatsminiftrr St. Graf ». Posadowsky-Wehn-r vollendete am 3. Juni fein 75. Lebensjahr. In der Na- tionaloerftuninlung war er bet Führer bet Deutschnatio- unten Fraktion. Bei den jetzigen Wahlen tonbibkrt et nicht mehr.
— Sie Wohl de» Reichspräsidenten. In einer mehr« heitSsoztaftstkschen Funktionärversammlung von Pots- dam-Stabt würbe mitgetetlt baß bie Wahl bes neuen Retchspräfibenteu erst in bet ersten Oktoberwoche er« folgen soll.
— Einigung im Bankgewerbe. Da» Reichsarbeits- rniuiftektum teilt mit: Dir Schlichtnngsvethanblungen zwischen bem Reichsvetbanb beutsch-r Bankleitrmgen einerseits unb beit Allgemeinen Verband deutscher Bankbeamten anbetetsetts siihrten zu einer vollen Einl« gung. Streiktage werben nicht bezahlt. Di« Bankleitungen gewähren in Berlin bett Verheirateten 200 M, den Lebigen 133 M Teuerungszulage monatlich ab 1. April 1920, bie sich für auswärts örtlich abstuft. Spätestens am 15. Juni sollen bte neuen Verhandlung ober den Abschluß des Reichstarifvertrages beginnen. Oe etliche Ausstände sind unverzüglich abzubrechen. Die Regelung gilt bis zum Zustandekommen des neuen Meichstarifoettrages, längstens aber bis zum 30. August 1920.
— Di« Senkung der Lebeasmittelpreffe. Für di« Monate Juni und Juli sind au» Reichsmitteln weiter« 2 Milliarden Mark zur Senkung bet Lebensmittelpreise
1 wb. S tett-i n, 4. Juni. Das Wehrkreiskommando gibt fotzende Erklärung ab: Sämtlich- Trnppenführer der Reichswehtbrigade 2 in allen Garnisonen der Provinz Pommern und der Grenzmark, Westpreußen-Vosen haben erklärt, daß sie mit ihren Truppenteilen vom ältesten O^ier bis zum jüngsten Mann geschlossen aus dem Boden des Ausrufs ihres Militätbesehlshabets und de? Oberpräsidenten vom 1.8. stehen unb fest gewillt find, bte Verfassung tntb bte versassungsmäßige Regierung gegen jeden Angriff von rechts ober links zu schützsn.
auf bte Reichswahllwrschläge fallenden Abgeordnetensitze: Erklärung der entsprechenden Zahl von Abgeordneten als gewählt; Benachrichtigung bet Gewählten. 15. Juni: Zustellung der Nachricht an die aufgrund der Reichsliste Gewählten übet die Wahl. 22. Juni: Ablauf der Frist zur Erklärung übet die Annahme der Wahl aufgrund der Kreiswahlvorschläge. 23. Juni: Ablauf der Frist zur Erklärung übet die Annahme bet Wahl aufgrund der Reichsliste. Die Zusammenrufung des neuen Reichstags ist daher frühestens am 23. Juni möglich.
Neuer polnischer Vorstotz.
*• kg. R otte r d a m, 3. Juni. Reuter berichtet auS Warschau: Der polnische Heeresbericht meldet den Durchbruch der russischen Jrgn't an der Beresina.
Die „Times" meldet aus.W/f'chau: Die Polen nahmen Bobririsk ein. Die Russen gehen auf die Front RegaM) Wshilew zurück. ■« . ■■
KrtzWe Sorimiwn m AejMssiilM
,®er Deutsche Volksktrchenbund hat in Verbindung mit den großen en. Vereinen an dir l^esamtvotMnde bet politischen Parteien: ¥le nächftehenbÄk' Fragen gerichtet: -
„Ist Ihre Partei bereit, bafür einzutretdn
1. baß ebenso wie bte Religionsfreiheit bes Einzelnen auch bie ben Religionsgefellfchasten durch die Reichsverfaffung- zugesagte Selbständigkeit _ und bie ihnen gewährleisteten Rechte in vollem Umfange ^aufrecht erhalten bleiben tutb insbesondere such ihre Durchführung in der Landesgesetzgebung gesichert wird?
2. daß bei der Regelung der Staatsleistungen an die Religionsgesellschaften (Art. 138 R. V.) den Forderungen der Billigkeit entsprechend den Lebensinteressen der Religionsgesellschaften in vollem Umsange Genüge geleistet und der Entwertung de» Geldes Rechnung ge- Iragen wird? •
8» daß dem Sonntag und be« bisher staatlich anerkannten Feiertagen tm Reiche unb In ben Länbern bet burch bie Reichsverfaffung zugejagte Schutz ungeschmälert erhalten bleibt?
4. baß aus allgemeinen kulturellen unb kirchlichen Rücksichten bte Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft sowohl bei ben entscheibenben Beurkundungen des Personenstandes wie auch bei den Volkszählungen sest- gestellt wird.
5. daß bei bet Ausführung bes Artikels 146 bet R.B. bie Erteilung bes Religionsunterrichts nach ben Grunbsätzen bet Kirche gewährleistet wirb, bestehenbe Bekenntnisschulen nicht gegen ben Willen der Erzieh ungsberechtigten aufgelöst ober tu Simultansckulen um- gewandelt werden und bis Freiheit bet Willenserklärung bet Erziehungsberechtigten bet bet Wahl, insbesondere auch durch Schutz des Wahlgeheimnisses, sicher- gestellt wird?
6. daß bte Freiheit bet charttativen Betätigung gewährleistet rotrb unb bie zu ihrer Pflege begrUnbeten Anstalten unb Vereine In ihrer Wirksamkeit nicht burch Maßnahmen auf bem ®e6tete bes öffentlichen Rechts beinttächtigt werben."
Darauf haben bte Deatfchnationale Volkspartei, bie Deutsch« Volkspartei, die Zentrums- und die Demokra- tische Partei mit unbedingtem Ja geantwortet, während bie sozialdemokratischen Parteien der klaren Entscheidung auszuweichen scheinen.
Mi StiWnis ml MW iö MWtt Strtrages.
kg. Basel, 3. Juni. Laut „Bascler Nachrichten" übermittelte Deutschland offiziell für die Konferenz in
efcaa den Antrag an die. Verbündeten M sinayzjell? Revision des Versailler Vertrags. ,
«in« 2. Lift« der .Kriegsverbrecher".
' kg. Rotterdam, 3. Juni. „Darly Mail"meldet lauS Paris, daß die Justizkommlssion dr» Obersten Rate» die zweite Liste der von iöeutschland nhzuurtei- lenden Kriegsverbrecher ant Montag sertiggestellt hat. Pie enthält 50 Nmnen..
Sie MM.
Sie (w ne täte bei dem Reichsm üsiderflen und dem Reichswehtminister...
wb. Berlin, 3.Juni. Im Hinblick aus den Ernst d»t Zeit- tmb bte c-naenblicklich l-evprstehenden mägkichest kÄuignben batte der Rcichswehrnnnister am 8. Juni sämt- licke (Steuern (e zu gemeinsamer gründlicher Besprechung tevr alle schwebenden Frazre» im Reichswehrministerium bediMumeft. Dr. Gcßler sa -te- n. a.: Bei Uebernahme Beim» Amtes kam es für mich vor allem darauf an. bie Truppe wieder zu ordnen und ihre» inneren Holt zu stärken. Vor allem lag der Regierung daran, in Zu- sirnst von der gesamte» Reichswehr den Schutz der Ver- tzssung gewährleistet zu wissen. Innere Geschlossenheit, feste Führung zwischen Führern und Truppen war zu eitel» daS tzauptersocdern's. Ter größte Teil des Offi- ,iei:Fimi5 ist i» den Anschauungen der früheren Staatsterm erzogen Es uuke.licgt keinem Zweifel, daß es gerade cbarakte.rvollcu Männern schwierig toirb; sich ohne inner u Kampf in die neuen Zeiteo zu finden. Es kann memaub ein öffentliches Amt bekleiden, der nicht bereit ist, unter ollen Umständen feine dem Staate gegenüber dadurch übernommene Pflicht zu tun. Das müssen löir insbesondere von jedem militärischen Führer verlangen. Ich sein- meine Hauptaufgabe dar-nMahin zu wirken, daß die Reichstvehr nicht im eigenen Volke als Fremdkörper empfunden wird. Der Soldat soll nicht hinter andere» zurücksteyeu. Wir müssen vom deutschen Volke die ruhige Beurteilung der schwierigen Lage seiner Wehr- euith: H’rfattgtn. Gleichzeitig müssen die Angehörigen der Weliruuvttzl sich aber bestreben, auch ihrerseits den Weg IM ihren Mitbürgern zu suchen. Die endliche Stabili- fternug unterer staatlichen Verhältnisse scheint mir auch gerade im- Interesse der Reichswehr von besonderer Bedeutung Immer und immer «nieder ist mir bei meinen F-eunf’eu oer Truppen^ am stärksten in die Erscheinung getreten das bort herrschende Gesühl- wi rtschastlicher B u ! i (U r r h ei t. Wollen wir bei der Wehrmacht zü ge«, mdue'. n Aerhaltnissen gelangen, so müssen wir dieser Uufidärbrit ein Eicke machen. Diese Unsicherheit ist teer für ix» Einzelnen nicht behoben, ehe wir nicht Ntfku, daß wir 200000 Mann behalten werden. Dar- ttri rote in Spaa entschieden «verden. Damit es »n ben betftee» Verbandln irgen überhaupt kommt, ist eine Haupt- bedmgi'ng aber die Erkaltung der inneren Ruhe und Gib Nteitir !u Deutschland. J^ habe gestern mH dem Herrn Reichskanzler gesprochen, was ich ben Herren talitorfen. scsite, weim an mich die Frage gestellt würde:
gekchtehr, wenn nach den Wahlen eine neue Regierung nicht- gleich zustandetzmmt?" Darauf ist mir bte Antwort geworden: Unter allen Umständen wird eine ' dersirffnngsinäßige Regierung gebildet werden. Außerdem ■ hat nach der Verfassung die oberste Kommandogewalt über alle Trnvpen der Herr Reichspräsident. Wer sich gegen bie Befehlsgewalt des Herrn Reichspräsidenten wendet, verstößt unter allen Umständen gegen die Berfasfung.
Ter Reichspräsident benutzte die Besprechung, -am auch Einerseits die Schwierigkeiten der gegenwärtigen Lage Deutschlands zu kennzeichnen und darauf hinzu- Netfeit, daß nur die zusammenfassende Arbeit aller Volks- kräfte auf dem Boden der Verfassung und Gesetze zu einer besseren Zukunft führen könne. Als Vertreter der bmammeHen Generäle richtete der Chef der Heeresleitung, General o. 2 eeckt, an den Reichspräsidenten «bte Ansprache, in der er u. a. sagte: Die uns allen ge» Nteimen Ziele sind klar: Es ist die Gesundung und Wieder- '«rftartung Unseres Vaterlandes, wozu uns Ordnung und »Arbeit führen müssen. Wir alle sind bet festen lieber- «eugung, daß hierfür der Staat einer festen, wohldiszip- Lnierten Wehrmacht bedarf, in der selbst Ordnung und Arbeit gilt. Diese junge neue Wehrmacht herzustellen, ist ansere Aufgabe. Manches ist erreicht ,titel bleibt noch Al tun. Wir bedürfen für unsere Arbeit deS Vertrauens uw» deS Verständnisses iveiter Kreise deS gesamten Vol- ”, als defM Vertretung uns die Regierung und an ihrer et'ifce Sie, Herr Präsident, gelten. Wenn wir um dieses
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Auch noch XätebiFtatur und 1
• Alliger Untergang^ 1
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.Mrßrrüch wWle»
Die Oberbejfisch« Zeitung" erscheint sechsmal wSchentltch. — Bezugspreis monatttch «An « Mk durch dte Poft 4.00 Mb — Für ausfallende Nummern infolge Streiks oder W. 12/ elementarer Ereignisse kein Ersatz.-- «erlag vonDrTh t tz eroth.- Druck der ** Üuio.-Bachdruckcrei vo« Joh. Tag. Koch, Markt 21/23. — Fernsprecher 55.
Abennalige Erhöhung der Eisenbahntarife?
Nach iimfaufcnben Gerüchten soll bereits für den 1. Juli eine ncut Erhöhnug der Tarife für Persoiie.r- und Güterbeförderv.na auf den Eisenbahnen tiorgeieften fein. Wie jedoch von zuständiger. - Stelle versickert' wird, ftt zu dem genannten Termin eine solche Erhöhung nicht beabsichtigt. Allerdings dürfe man sich nicht verhehlen, daß eine weitere Hmaufsehung der Tarife nicht unwahrscheinlich ist. da das Riesende f i \ 11 Von 12 Milliarden Mark auf den Gseit- bahnen durch bie laufenden Einnahmen auch nickt -u einem geringen Bruchteil eingehakt werden könne. Es wirb auch darauf verwiese», daß neue große, bet Sicherung des fetzigen Betriebes dienende Bauten notwendig sind, deren Herstellung das Defizit nur noch ter größere. Wenn nicht eine besondere Aendernng in den Verhältnissen eintritt, muß also damit gerechnet werden, daß im Spätherbst w i e b e r eine Heraufsetzung bet Etsenbahntarife tiotgenotnmen wird.
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