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in Berlin.

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bet bereits seit täuzersr Zeit als Leiter der

| tzonmsir'chen Wirtschaftskommission in Berl,n tätig ist. T.: anderen Delegierten sind noch nicht ernannt.

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de? Frieden-veetragcs ein.

Aus dem besetzten Gebiet.

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iittcnrcincn und sympathische»" Senegalneger!

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Soldaten ins Feld führen aegenüber den perfiden An­klage!. von Leuten, die so leicht die Schrecken vergäßen,

wb. Saarbrücken, 29. Mai. DaS ftanzösüche

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Karte der Abstimmungsergebnisse begleitet, die auf den ersten Mick die Berechtigung deS deutschen An« oruchS erweist.

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12.

Marburg

Montag, 31. Mai

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Die welfische Bewegung.

Wb. Berlin, 29. Mai. Der Staatskommissar Dr. Weismann erklärt zu den Nachrichten über die welfische Bewegung in Hannover: Daß die deutsch« hannoversche Bewegung mit größter Hartnäckigkeit ihr Ziel, die Lostrennung von Preußen, verfolgt, war und ist der.Regierung bekannt- ES loird auch nicht daran gezweifelt, daß die Führer der Bewegung gegebenen­falls nicht vor Gewaltmaßregeln zurückschrecken wür­den, um ihre Pläne anszuführen. Dagegen ist kein Anlaß zu der Befürchtung vorhanden, daß e» de» Treibern der LoSlösungsbestnchungen gelang, rein dentschchannoversche Reichswehrvcrbände in der Pro­vinz zu schaffen, die im geeigneten Augenblick Mir Aus­führung ihrer Zwecke dienen würden. Gerade in de» Kapptagen, in denen zweifelsohne die Welfen ihre I Pläne zur Ausführung bringen wollten, scheiterte sogar der Versuchs sie in die Tat umzusetzen, an der ener­gischen Haltung der militärischen Macht in der Pro­vinz. Man darf allerdings sicher sein, daß die Be­strebungen zur Loslösung Hannovers durchaus nicht anfgegcben sind. Immerhin stellt der Verdacht, daß unter der Landbevölkerung Waffen in einem Umfange vorhanden sind, die ihre Bestimmung, lediglich zur Sicherung deS Eigentums und Lebens gegen Verbreche» zu dienen, nicht rechtfertigen, ein beunruhigendeS Moment dar. Maßnahmen, um zu der Einziehung I der illegalen Waffen bestände zu gelangen, sind bereit- »seit längerer Zeit im Gange. ,

Kammer ist der Ansicht, daß der Vertrag von Versailles die völlige Wiedergutmachung der an Personen und Sachen verübten Beschädignngen Deutschland auier» fegt. Sie billigt die Erklärung der Regierung und hat das Vertrauen, daß sie die Rechte und Interessen Frank­reichs wahren werde, indem sie im Einverständnis mit den Alliierten alle Garantien aus dem Frickensvcrtrag sicher- stellt.

In Beantwortung einer schriftlichen Anfrage des Senators Soulie erklärte der Kriegsminister, daß alle nöligen Maßnahmen ergriffen worden seien, damit alle während des Krieges gefangenen Franzosen ans Deutsch­land zu rücktebren können. Die französische Militärmistivn rur Feststellung der Vermißten Habe das deutsche Gebiet Hstematisch erforscht und keinen französischen Gesan- oenen feststellen können, der gegen seinen Willen in Deutschland zurückgehalten würde. Die Mission beschäftige sich ganz besonders mit der Heimschaffung der Fran­zosen, die freiwillig in Deutschland geblieben seien.

General Mangin soll demnächst, wie nach einer Pariser Mrckung verlautet, zum Generalkommissar von Elsaß-Lothringen ernannt werden.

«ine Beriretung Der Wiodergutmachu'g°/o nMission ein- zurickten, die aus je einem französischen, englischen, iktsliraifcheii und belgischen Delegicrie» bestehen wird. Tie Teilnahme Amerika? bildet noch Gegenstand von

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Um Spaa.

Das euglisch-japanische Bündnis.

wb. London, 29. Mai. Nach einer TimeSmel- bitiig aus Tokio erklärt man im Ministerium des Aeußern, das; die Verhandlungen zwischen der eng­lischen und japanischen Regierung über die Erneuerung des ettglischr-japanischen Bündnisses noch nicht begonnen haben. Offizielle Kreise in Tokio nehmen an, daß der Vertrag unter den gleichen Bedingungey wie 1911 verlängere wird, int anderen Falle läuft er nach Artik.l 6 des Vertrages stillschweigend weiter bis ztmt Abläufe des auf die Kündigung folgenden Jahres.

wb. Amsterdam, 29. Mai.. Laut einer Mel- )nng des ..Castern Service" aus Tokio erklärt das Auswärtige Amt, die Entsendung weiterer Truppen nach Sibirien bezwecke keine dauernde Besetzung, son- dern nur die Ablösung der dortigen Truppen.

" Ivb. Cuxhaven, 29. Mai. Hier trafen zwei kütentekommissionen. zur Ueberwachung der AnsfÜh-

45.

80.

55.

91« Mlbemm!.

Wahl terrae.

Berlin, 81. Mai. Eine gestern in Schöneberg akgehaltene große Wählerversammlung der Deutsch- nationalen Volkspartei wurde von Unabhängigen ge­sprengt. Gras Westarp sprach über die Herv- schäft der Sozialdemokratie, die uns in den Abgcynd treibe. Sofort wurden über den Köpfen der Meng« zwei rote Fahnen entrollt und nacht nur Schimpfwort« und Schmähworte gegen dte Rednertribüne gerichtet, sondern auch Stöcke und Biergtäser als Wurf­geschosse benutzt. Es kam zu zahlreichen Bw- wuudungen. Da die Deutschnationalen erkannten, daß an einen ordrrnngsmäßigen Verlaus der Versammlung nicht mehr zu denken war, räumten sie da« Feld.

In einer vor einigen Tagen tr. Mecklenburg ab­gehaltenen Wählerversammlung der Deutschnationale» wurde dem Abgeordneten v. Gräfe ein Bierseidel an die Brust geschleudert und verschiedenen anderen Teilrrehmern Verletzungen beigebracht.

Die .ZuverlWgkeit" der Wahlliste».

kg. Berlin, 80. Mai. Nach einer Mitteilung o.s Großberliner Bürgerrates waren in Berlin, soweit durch ein- Nachfrage der Wahlberechtigten sestg 'stellt I werden konnte, 9800 bürgerliche Wähleknicht !in den Wahllisten eingetragen.

Wahllcheine ohne Eintragung i» die Wählerliste».

Durch eine imReichsgesetzblatt" veröffentlichte Be- kanntmachnng hat der Reichsrnmister de, Innern für einzelne Personenkategorien dte Ausstellung von Wahlscheinen auch ohne vorherige Eintragung in eine-Wählerliste für zulässig erklärt. In Frage kom- nren u. a. ehemalige Soldaten, die wegen Ent­lassung aus dem Verband der Wehrmacht jetzt wahlbe- rechtigt geworden sind, ferner Flüchtlinge aus den Ab­tretungsgebieten, die erst nach Ablauf der Frist lut Auslegung der Wählerlisten ihren Wohnort im Inland genommen haben.

Die Haltung der Deutschen Bolkspartei.

Zu der Frage, ob dir Deutsche Volkspartei gegebener,fallt- itach den Wahlen einer erweiterten Re- I gierungSkc älitiou bei treten werde, äußerte sich der Ab- I geordnete Heinze dahin, daß sich sür die Zeit nach den Wahlen dir Deutsche Volkspartei freie Hand vor- behalten habe. In ähnlichem Sinne sprach sich Stre­if em a n n ans. Aus beiden Kundgebungen, so sagt dieDeutsche Allg. ßertg." gehe hervor, daß die I genannte Partei grundsätzlich bereit sei, in eine Kvali- I tion einzrrtceterr, daß sie aber aus taktischerr Gründen diese Bereitwilligkeit vor den Wahlen nicht in dr» I Vordergrund schieben mochte.

' Die Karviso» vo» Groß-Berlin.

Berlin, 31. Mai. DaS Reichswehrkommando keilt mit: Aus Anlaß der zahlreichen Putschgerüchte I erschienen gestern die Kommandeure der Garnison vo» Groß-Berlin bei denk ReichSwehrminister und legte» folgende Erklärung vor:Wir versammelten Komman- I beute der Garnisonen von Groß-Bcclin geben hier­mit dein Herrn ReichSwehrminister die feierlich- <5r- klärung ab, daß wir und die uns unterstellten Truppen- I teile bedingungslos hinter der verfafjuugsmäßigen Re­gierung stehen, daß wir mit unseren Truppen bereit I fitü), die Verfassung gegen jeden gewaltsamen Um« I stürz, komme er von rechts oder links, wenn eS feilt muß mit Waffengewalt zu schützen. Wir bitten, diese I Erklärung auch dem Herrn Reichspräsidenten zu unter- I breiten."

F Kriegsgericht verurteilte, wie die hiesigeBolksstimme" rnticef, den verantwortlichen Reoakteur derBolksstimme" Jakob Scherer wegen Beleidigung des sranzöfischeu : RilikärS durch die Presse zu einem Jahr GesängniS und 4600 Frauken Geldstrafe. Wie dieBolksstimme" schreibt, dar nicht einmal der Reckisbeistand Scherers von der An- sktzung des Verharrdlungc-termins »unterrichtet worden.

ist seit längerer Zeit flüchtig. Seit Jnkrastueten tes Friedensvertrages ist das sranzöfische Kriegsgericht im 6tn rgebiet nicht zuständig.

wb. Paris, 30. Mai. Ter Bolfchast-rrat hat rt feiner gestrigen Sitznug die Bedingungen geregelt, unter btnet*. die im FriedenSvertrag vorgefchiagene Volk)- bftimmung in den Bezirken Eupen und Mslmedy ß.attfindcir soll.

tob. Paris, 30. Mai. Tas Jnwrmationsbüro teilt I mi:, daß die ottomanrschr Delrgarko» der FriedenStonleeenz | eine Rote zu kommen ließ, in der sie um F ri stbe rl ä n-! gern ng bis zum 11. Juli nachsucht, um ihre Einwände gegen die Friedensbedingungrn vorzubringen. Eine Ent-1 scheidung über den Arrtrag ist rroch nicht erfolgt. z I

wb. London, 30. Mai. (Havas.) DaS Gerücht, baß der türkische Großwefir Damad Ferid Pascha aus Konstantinopel geflohen lei und sich nach Angora begeben I habe, um sich mit den Rakiorralisten gegen die Unterzeich­nerin des Friedensvertrages zu verrinigert, wird für falsch erklärt.

Di« Kämpf« in Syrien. >

wb. London, 30.'Mai. (Renter.l Nack einer ami- lichen Mitteilung nahmen französische Truppen nach schwerem Kampfe Airrtab irr Syrien.

wo. K o rr st a n t i u o p e l, 30. Mai. (Havas.) In der Gegend von Abazar, Duldja urrd Bula dauern die b a r t- närftgen Kämpfe zwischen i>en Regierungstruppcn und nationalistischen Slieitkräften unentschieden fort.

Die Krieche« in Thrazien.

wb. Athen, 30. Mai. Stark« griechifch« Streit; kiäste haben Drdeagatfch und Eümüldschina ohne Zwi­schenfall besetzt. Gegen die bulgarische Grenze sind stark« Deckungstruppen in Anmarsch. Andere Truppen sind bet Kerdscheli Mit Komitatschi, und bulgarischen Truppen zusammengestoßen.

Schnellzug AntwerpenBarme«. Ab 1. Juni wird eine Schnellzugsverbindung zwischen Antwerpen und Barme« übet München-Gladbach und Dortmund ein- gerichtet. E- geht täglich je lein Zug in beiden Rich­tungen.

Minsk in den Händen der Bolschewisten.

kg. R o tt e r d a m, 29. Mar. DreMoruiugoost" rutbet ans Warschau: Minsk ist seit Freitag in den Händen der Bolschewisten. Gegenmaßnahmen sind nn- verznglich eingrleiiet. Zwischen Düuabucg und Witebfk ist eine rreue russische Armee irrt Anmarsch mit der Richtung Wilna.

füretär des nen einzurichtcuden wirtschastlicheu In- ^rmaliousdiensteS, der Franzose Billoteaux traf ve- teit? vor einigen Tagen in der Reichsyaupistadt ein. Tcr Vertreter Frankreichs wird Prosessor Hagneni»

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Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.

Tageszeitung für (das früher kurhefstfche) Oberhessen

ter brutschen Landwirtschas! berichten. Ter General

"tob. Paris, 30. Mai. (Havas.) In amtlich'n Mischer. Kreisen wurde mitgeteilt, daß Frankrrick «nd England ihre Zuftitnmung gegeben hätten, di? trnferenz in Spaa auf einen späteren Zeitpunkt zwi­schen bem 10. urtb 20. Juli zu verschieben. Demg.-gen- -her erklärt man nun in Kreisen der Pariser Kon- ,kik»z, daß die französische und engltsche Regierung -okreing, kommen sind, bei NiUi darauf zu beharrrn, aui 21. Juni als dem Tage des Beginns festge- Halten wird, um den Uuzurräglichkeiten einer w:i- ttre.'. Verfchiebung der Konserruz aus dem Wege zu

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ter en sic sich in Afrika wie in Frankreich und Belgien : fhi'.oiz gemacht hätten. DasEcho du Rhin" betont L e«s diesem Anlaß, daß die Abberufung der Senegal- Vrig.rdr vom Rhein keine Folge der deutschen Kam- , i tzcgue gegen Die schwarzen Truppen sei. Da kann Wort nur sagen: Unerhört und echt französisch.

öffentlich: einen Tagesbefehl des Oberbefehlshabers der * französischen Rhemarmee General Degoutte, in : «m dieser der seiregalesischerr Brigade, die die Rheiit- etnnee verlasse, weil sie zu einer Vertrauensmifsrou - »« ein auswärtiges Operationsgebiet (Syrien) berufen

dordcu sei, seinen Dank ausspricht und bemerkt, daß dir Truppe sich durch ihre Herzlichkeit u«d Einfachheit i die Sympathie aller Bewohner derbe- : setz tert Gebiete erworbcrr habe die mit ihnen

dr 'Berührung gekommen seien. Der gehässige Feldzug t leg«., alles," was französisch sei, könne sic nicht er- ; reichen. Sw könnten mit Stolz ihre Sittenrein- f iei t itirb ihr hohes Pflichtgefühl al» Menschen und

' tob. Berlin, 29. Mai. Wie dasAchl-Uhr.

ßdcndblatt" ans zuverlässiger Quell- ecfähE, beschwß chriftlicüt Par iser Wiedergulmachunngskommisston, in Berlin

gesprochen.

Kirre Vertretung bet Wiedeegutmachungskommissivn

I DI- ,,Ob-rh-iiirche Zeitung" ecfcheint irchsma! wschenttich. Bezug^pkels monatlich 4 Mk., durch die Post 4.1)0 $tt. - Für a.isf-ll-nde Rummern infolge Streits ober elementarer Ereignisse 4ein Ersatz. Verlag von Dr. E. Hitzeroth. Druck der tlnio-Buchdruckeret vo» Toh Aug. Noch, Markt 31/23. Ferasvrech« So.

tob M ü rt *r, 30. Mai DasEcho du Rhin" ver-

«heir.

Gegen das 269 000 Mann-Heer.

fg. Rotterdam, 30. Mai.Daily Mail" mel- tel ans Paris: Gegeu den neuen deutschen Antrag, die Heeresstärle auf 200000 Mann belassen zu dür- stu, haben sich Frankreich, Velgicn und England aus-

Die Unmhen in Oberschlesien.

wbRerltn, 29. Mai. Ein polnischer Funk- pruch aus Warschau-An Alle!" vom 22. Mai bringt tt a. folgende Nach Ächt:B-s 6. Mai ist es den Deir'lchen gelungen, in Obarschlcsien 125 000 Mann an Truppen einzuführen. Unter ihnen besittdet sich die berühmte Maritre-Divisiou Ehrhardt. In Mys- lowitz, Szopienize und Rofbzi-'n haben deutsche Trup­penübungen stattgcfunden. Die Deuischeu erklären, sie würden Oberschlesien nicht freiwillig räumen, eher würden sie die vecbünde'.en Truppen entwaffnen." Hierzu wird erllärt: Reickswehr befindet sich in dem Abstimmungsgebiet Oberscb'e' e r b arhaupt nicht, so- baß die Angaben über Truppenübungen ans freier Erfindung beruherr. Die Marmc-Brigaoe Ehrhardt bcsindet sich zur Anflösmrg im Munsterlazer. Tie ton beit Polen selbst ge.n.Äeie Tatfache, baß die in 1er- alliierte Kommission bis jcht rro.h keine Maßnahmen traf, um dieserheimlichen dersischcn Jrrvasion'^ent- geaeirzntrelen, beweist am besten die Haltlosig­keit der polrrischen Anartsse.

B c r l i n, 30. Mai. Wie die Blätter aus Bettryer. melden, sind dort größere Trupps auswärtiger pol­nischer Arbeiter angelvmmcn.

wb. B c u r l> e n, 29. Mai. Tic Kundgebungen bei der Erstürmung des polnischen Abflimmun-Mom- missariats im Hotel Lomnitz dauerten von 8 Ubr abends bis 121 , Uhr nachts. Tie Polizei war mach t- l o s. Oiroßc Werte sielen der Vernichtung zum Opfer. Di: Verwüstuttg läßt sich nicht beschreiben. Zum Schluß wurde von der Menge in den unteren Räumen noch Feuer artgelegt, sodaß diese völlig ausbrannt-n. Wie verlautet, stnd drei Personen getötet und zehn verwundet wordcn. Um 3 Uhr mowcns machten die Polen einen Angriff auf dieOstdeutsch- Morgenpost", bei dem einige Fensterscheiben zertrümmert ttnb Türen eingtbrüctl wurden.

Ein «metifanet von Franzose« erschoss«».

wb. Beutheu, 30. Mai. Heute vormittag hiel­ten die Franzosen am Ring die elektrisch- Straßu:- bahn an und rissen den im Wagon befindlichen Deutsck- amcrikaner Heide, der zur Zeit in Lbcrschlcsien Vor­träge über Amerika hält, hrraus. Während die Frrn zvsen vor dem Hotel Lommtz mit Hctdc verhandelten, fiel von der französischen Wache int Lomnitzhotrl plötz­lich ein Schuß, durch den Heide, in das Herz getroffen, getötet wurde. Trotzdem die Erregung unter der B.'- Völfernng noch sehr stark ist, ist «S zu Ausschreitutrg -n bislang nicht gekommen. ./

Frankreich.

tilg Die Berteauenstagesordnirug für das Kabinett

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bl4* : wb. Paris, 29. Mai. Die gestrige mit 525 gegen

K. && *8 Stimmen angenommene Vertrauenstagesordnung bet

15. M Sammer für dar Ministerium MiUerand lautet: Dir

retand.

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Der Anzeigenpreis beträgt für di« 8aefp. Zeile 75 Pfg. und 10 °/, SufsLlaL amtttche! KC und auswärtige 1. Mk., Reklamezelle 3.00 Mk. Jever Rabatt gilt als Sattabali. I dd. ÖJql||e Bei Auskunft durch die Eeichnftsstelle und «ermittluna der Angebot- 25 Psg. Son-I «ftaA

dergebühr. Postfcheckkpnto: Nr. 5015 Amt Frankfurt e. Marn. | liJ^U

Rußland.

Bolschewistische« Ftldzug gegen Indien.

London, 28. Mai.Daily Expreß" berichtet, daß die Bolschewisten beabsichtigen, ganz Persien zu er­obern und einen Feldzug gegen Afghanistan und In­dien vorzubereiten. In Baktt sind über 60 000 Mann | bolschewistsicke Truppen versammelt, die noch dauernd i Verstärkungen erhalten. Zurzeit sehen die Bolschewisten bie Kaspische Flotte in Stand, die fie für Transport- j zwecke benutzen wollen.

Der Prozeß gegen Koltschak.

robi Amsterdam, 28. Mai. LautTimes" mel­det der Moskauer drahtlose Dienst, daß der Prozeß ge­gen Koltscktak in Omsk begonnen hat.

Die noch in Sibirien befindlich-» Gefangene«.

wb. Stockholm, 29. Mai. (Havas.) Nansen er­klärte, er wisse nicht, wieviel Gefangene noch ht Si­birien geblieben feien, lliach Berechnung bt» Roten Kreuzes würden sich noch 200 000 (befangene in Sibirien befinden. Es werde wahrscheinlich nötig sein, Aus­tauschlager an verschiedenen Punkten zu errichten Der Weg werde, glaube man, übet Riga, Finnland, Polen und Rumänien führen. Narwa bilde bereits ein wich­tiges Depot. Die hauptsächlichsten Schwierigkeiten be­stehen darin, die nötigste» Geldmittel für den Trans­port der Gefangenen zu befchafserr. Die Kosten des Heimtransportes aus Sibirien von 60 000 Gefangenen der mitteleuropäischen Staaten würde sich auf 700 000 Pfund Sterling belaufen. Marr müsse sich außerdem Transportmaterial beschaffen. Deshalb habe man tele­graphisch den Kriegsgefangenen in Sibirien geraten, zu versuchen, Moskau zr^erreichen. Ein weiterer großer Teil fei in der RIchtMg nach dem Westen unterwegs, einige per Bahn, andere zu Fuß. Letztere -verdienten sich unterwegs ihren Lebensunterhalt.

kechandlmigen. Der svanzö'i'che V rlreter wird über Devisthlauds Jubustrie und Vergwerlc zu brricht-n --».Men, der englisch- soll sich mit Geldinstituten, KMit- IsH® .fraget und allgemeinen Finanz- und -Patuiaangelegeu-

/teilt'n ^schäsjigc», oec italienische Verirrter wird mit ter Untirfuchung der BerkehrZlage betraut sein, »em Aelgicr zoll die Ausgabe zusallc«, über die Verhältnisse

Die deutsche Note über Schleswig.

Im Auftrage des Auswärtigen Amts veröffentlicht Johannes Tiedje jetzt di« Noir, die der Staats* kommts,ar Dr. Kösier am 17. März der Internationa­len Kommifsion übergeben hat- Die Note weist an Harrd der Sprachstaiissik, der Wahlergebnis- und der wirtschastlicheu B-rhältuisf« des national gemischten Ge­bietes irr Schleswig überzeugend nach, daß bie als neue deutsch dänische Grenze in Aussicht gerwrnmene Claus« nlinie in jeder Beziehurrg unmögliche Zu» stand: schaffen roftrbt. Die Annahme der irr der Note entwickelten Temarkationsiinie eben der Tiedje-Linie würde dagegen einen Akt der Völker-.ersöhnuiig und Gerechtigkeit b?teuten und zwi­schen Deutschland und Dänemark eine beiben Böltern erirägliche Grenze schafserr Durch die vorg-schlagene Derrrarkarionslinie blieben jedem Staate annähernd gleiche Minderheiten von Deutschen nördlich und Dänen südlich der Landesgrenze belasse» und gleich­zeitig seiner Bevölkerung die wirtschaftlichen Mittrl- tiunftc dieser Gebiete bewahrt. Das Heft, das im Verlage der Deutschen V-r.'agSgefellschaft für Politik und Geschichte (Charlottenburg) gleichzeitig in deut­scher, dänischer, englischer und fraiizösischer Drache erscheint, ift von biet statistischen Tabellen und einer