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Marburg

Mittwoch, 26. Mai

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Cine bürgerliche Eiuheitssront in Bayer«.

Auf die Anttiatior de» Bürgerrates ist zwischen den bürgerlichen Parteien Bayerns eine Art von dürzer- licher Einheitsfront im Wahlkampfe hergestellt worden, indem die Parteien sich verpflichteten, den Wahlkampf untereinander nur in sachlicher Form zu führen und ich auf bestimmte Richtlinie» zu verpflichten, nach denen sie gemeinsam für genau umschriebene Ziele der sozialistischen Segnet zusammen st ehen wollen.

wb. Athen, 25. Mai. Das griechische Haupt­quartier in Smyrna meldet, daß ein Zusammenstotz in der Gegend von Odemisch zwischen einer türkischen Truppe stattgefunden habe. Die Türken hätten eine starke Niederlage erlitten und viele Tote, Verwundete und Gefangene zurückgelassen. Die griechischen Verluste seien verhältniq/nätzig gering. .

wb. Paris, 25. Mai. Senator Destournelles de To»staut brachte im Senat eine Interpellation übe» die Ereignisse in Cilicien ein, in der um Auskunft er­ficht wird, was die französischen Truppen dort machen.

wb. Rotterdam, 25. Mat. Am Sonntag Mor­gen ist hier der erste Transport der für England be­stimmten 485 Wiener Kinder angekomm-n. T.e Kinder sollen mindestens »Monate in England I leiben.

Wilhelmshaven wie für Kiel eint große Anzahl Offi­ziere Vorschlägen könne, die vollständig unbelastet aus dem Verfahren hervorgegänzen sind. Für dies» Ainne er deshalb die Bürgschaft übernehmen, daß sie als Männer von Charakter den verfassungsmäßige« Organen des Reiches bedingungslos zue Verfügung ftchnu Für diese müsse er aber ebenso fordern, dag ihren.Dienstbefehle» voll Gehorsam geleistet werd«. Dafür werde sich die Regierung mit ihrer ganze»» Autorität einsetzeu.

Die Polen möchten weitere deutsche Lokomotiven erpressen.

Mistzn Mttsliod In Wen.

tob. Amsterdam, 25. Mai. LautTelegraaf" meldet der Konstantinopler Berichterstatter derTimes" daß die Besetzung von Westthrazien. begonnen hat. Eine von Jaffar Tagar Pascha nach Adriunopel cm» bernsene Versammlung von Notabcln beschloß mit 118 gegen 82 Stimmen, der Besetzung von Thrazien durch griechische Truppen Widerstand entgegenzusetzen. Daily Telegraph" berichtet, die militärische Orga­nisation in Thrazien sei jetzt beendet.

5erSrftla Her JBortniertenernni.

Berlin, 25. Mai. Die beim Reichspostmini- sterium vorliegenden Meldungen über die Ergebnisse der ersten zwei Wochen der Porioverteuemng weisen einen 25 bis 30prozeitigen Rückgang bet Ein nahmen der Reichspost auf. Der Stadtpost« verkehr in Großberlin ist während deS gleichen Zeib- ranm« nm fast -10 v.H. zu rück gegangen. Roöf größer ist -der Rückgang für die Benutzung de, RohrpoK.

eine tolle Schießerei ein. 5 Polizeib.amte und 1 Bür­ger wurden getötet' und 25 verletzt,

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England.

Irland und Mesopotamien.

wb. London, 25. Mai. (Reuter.) Bedeutungs­volle Personalveränderuugen in Dublin lassen die Be­folgung einer mehr gemäßigten Politik er- warte». Der Hilfsunlersekretür des Bizekönigs von Irland Si. John Taylor ist zurückgetreteu. Der Präsident des LandeZsteueramts Sir John Ander- s o n wurde zum Unterstaatsfekretär ernannt.

Der irische Eisenbahnerbund hat sich dem Vorgehen der Hafenarbeiter angeschlossen und weigert sich, Kriegsmaterial zu befördern. Ein mit Kriegsmaterial nach (5ork in Südirland bestimmter Eisenbahnzug blieb in Kingstown unter - militärischer Bewachnung liegen, bar die Maschinisten und Signalwärter sich weigerten, ihn abfahren zu lassen.

wb. London, 25. Mai. Infolge der Weigerung der Eisenbahner, Munitionsladungen aus England zu befördern, hat sich heute die Lage in Dublin ernster ge­faltet. Die Angestellten der Kraftstation für die gro­ßen Kräne sind in den Streik getreten, sodatz Soldaten die Kräne in Betrieb setzen mutzten. Die Signalwächier -ind ebenfalls ausständig. Die Eisenbahnwerkstätten inb teilweise geschlossen.

wb. Amsterdam, 25. Mai. Englischen Blättern zufolge verloren die Engländer in Mesopotamien bei Gefechten mit Arabern 47 Mann.

«m nette Maschinen von Deutschland herauszuholen.

Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.

Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen

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Deutschs-Mch. Zf

Bauer und Ehrhardt in Budapest? Wie Ber­liner Blätter melden, sollen sich Oberst Bauer und Kapitän Ehrhardt in Budapest befinden, wo sie or- ganifaiorisch tätig seien-, *

Die Auflösung der Brigade Ehrhardt wird nach Meldungen aus dem Munsterlager bi» Ende Juni dnrchgefiihrt fein.- Es sind zwei Drittel der Mann­schaften entlassen. Zwischenfälle haben sich bisher nicht ereignet.

Uebee die Reuorganisaiio» de» Reichswehrmini« sterium» wird mitgeteilt: Da» Ministerium gliedert sich in vier Abteilungen: Die Heeresleitung erledigt alle Angelegenheiten, die sich mit der militärischen Füh­rung, Uusdttdung mb Erziehung der Truppe« blasse«. Zum Staatssekrerariat, das bis zur Bewilligung durch - den Reichstag nur eine provisorische Einrichtung ist und m-t einem Berufsoffizier besetzt werden soll, gehöre» die Arbeiten des früheren Kriegsministeriums. Amt­liche Abteilungen sind dem Reichswehrminister unter­stellt. Die Nachfolge des früheren Militärkahinett» hat das Personalamt angetreten, das unter General« maior v. Braun steht und au» dem alle Offiziere der Vorkriegszeit entfernt sind. Die Ernennungen verfügt der Reichswehrminister, vom Stabsoffizier aufwärts der Reichspräsident.

Roste» Erianeraage». Unter dem TitelVon Kiel bis Kapp" läßt der frühere Reichswehrminiftei Roske -demnächst im Verlag für Politik und Wirb fchaft fetee persönlichen Erlebnisse Nt der Geschichte der ReooluUa« erscheine«.

Verhaftung eine» Führer» an» de« Ruhcaust stand. Der Lehrer Stemmet, der deck Sturm aus Dortmund vom Hauptquartier der roten Armee rcn Hörde leitete, ist von der Polizei in Witten ver­haftet worden. Nach einer unbestätigten Nachricht soll auch der Befehlshaber der Dortmunder roten Garde Behrs von der Polizei festgenommen worden fein.

Arber die Erschießung des Kapitiinle«tnant» e.®. Paasche meldet der Sonderberichterstatter de»B.T.": Paasche neigte stark zum Kommunismu». Da l« Bezirk Arnswalde die Landarbeiter streiken und erst kürzlich in Lemmersdorf bei Schießereien zwifche» Streikenden und Arbeitswilligen 8 Personen getötet und 19 verwundet worden sind, wurde vom Truppen« ksmmando in Deutsch-Krone der Auftrag gegeben, da» Gut Waldfrieden nach Waffen zu durchsuchen. 60 Neichswehrfoldaten zogen um da» Schloß eine Posten­kette. Kapitänleutuant Paasche badete in einem nahe­gelegenen See. Ein Wachtmeister teilte dem Kapitän- leritnant mit, im Schloß sei ein Besucher, der ihn spre­chen wolle. S^nungslo» begab sich Paasche nur in» Badekostü«, nach seiner Wohnung. Die Reichswehr« foidate« behaupten, Paasche sei sofort davongelanfem Sie hätten ihm dreimal Halt uachgerusen und erst dann gefchosieu. Nach der Darstellung von anderen Zeugen wurde Paasche sofort von einem der Posten mit Ge. wehrschiifsen empfangen, kleberrascht wandte er sich um und suchte hinter einer Scheune Deckung. Dort gab et« zweiter Poften ohne Anruf den tödlichen Schuß ab. Im ganzen ist viermal aus Paasche geschajfen worden. Wäh­rend sich die übrigen um den Toten bemühten, nähme« die Soldaten die Durchsuchung de» Schlöffe» vor. Sie änden keine Waffen. Es wird behauptet, daß die Wattensuche nur Vorwand gewesen ist und versichert, daß weder ein Haftbefehl noch ein schriftlicher Erlaß vorgezeizt worden ist.

Krankenkaffen und Aerzte. Bon heute ab befinden sich die Krankenkassen in Deutschland mit Ausnahme von Groß-Berlin mit den Kaffenärzten in einem jwt». tragslosen Zustande. Wie dieD. A. Z." von zuständi­ger Stelle erfährt, ist da, Reichsarbeiirministeriiun weiter bemüht, den Konflikt zwischen Aerzten und Kas- sen beizulegen, und e» dürfe erwartet werden, daß die Ltnigui^sverhandlungen wieder geordnete Verhältnisse schaffen.

Die uurearablen Straßenbahnen. Die Stckdl Naumburg beabsichtigt ebenfalls den Betrieb der Stra­ßenbahn wegen Unrentabilität einzustellen unt nur zu den wichtigsten Züge« Wage« gach des tzauLt- bahnhvj «krkchreL zu laAes, .... - V 1

Sauere uni 6m Seit

Bon einem bayerischen Politiker.

lleBcr die politische Lage tu Bayern finden sich in einem Teile der norddeutschen Presse, namentlich in gewissen Berliner Blättern, gerade in dieser ßeit viel- sach Mitteilungen, die ost von einer völligen Un­kenntnis der wirklichen Verhältnisse Zeugnis ablegeu. Man kann nur bedauern, daß auf diese Weise die Spannung zwischen Nord und Süd, di- ohnehin [tat genug ist, noch erhöht wird. Es ist nicht wahr, da; die Bayern schlechthin separatistische Gelüste haben. Wir wollen nicht los vom Reiche, aber wlr wol­len los von Berlin. t >

Schon während der ganzen Kriegszcit haben wir hier im Lande, wie überhaupt in ganz Süddeutschland, airch die Württemberger und Badener wissen davon kän Liedchs» zu für^u die unheilvollen Wir­kungen der Berliner Wirtschaftspolitik zn sehen und am

gewirkt, sondern auch bte Volksschichten in sich unter­höhlt uni) demoralisiert. Daß dieses System auch, jetzt noch beibehalten.wird, nruß naturgemäß das aller­größte Mißtrauen Bei uns zu Laude Hervorrufen. Dazu kommt die sozialistische Wirtschafts­politik, die in Berlin getrieben wird und deren Auswirkungen sich in einer nachgerade unerträglichen Weise geltend machen. Bei der innigen Verknüpfung der wirtschaftlichen mit den eigentlich politischen In­teressen müssen wir dieses System auf das schärfste bekämpfen, weil wir gcrabe hi-r die zersetzen den u nd z erstö r c nb.e n W i r Tu » g e u unmittelbar vor Al:geu haben. Mr sehen aber auch iveiter, wie ein unverantwortliches Neben re giment in Berlin durch die sozialistischen Gewerkschaften erstrebt wird, das allerdings geeignet fein muß, die Freiheit und Selbständigkeit gewohnten Bayern, wir überhaupt auch die übrigen LattdcSgeuossen, die nicht in die Abhängigkeit einer Berliner Diktatur kommen wol­len, grenzenlos zu empören. Was soll man von der Freiheit" der Staatsbürger, von demRecht" und derGleichberechtigung^ aller Bvlksgeuossen, von allen diesen immerfort phrasenhaft verkündete» Redensarten der S.,zialdeniokraten halten, wenn man sieht, wie sich diese Kreise prakttsch die Verwirklichung ihrer Fon be trugen vorfielieu. Deese die sich heute

Berliner Neg'erungöntaßnWsten zeigt, ertrage,; 4vH in Bayern nicht. Wie iyjffett eine klare, recht­schaffene Politik unb klare, ehrliche Aeußerunge» einer solchen in entsprechenden Maßnahme» unb Handlungen sehen. Wir, wollen nicht, daß die einzelnen Teile des Reiches in eine Zwangsjacke gesteckt werden, die Berliner Zuschnitt hat. Wir find reichst reu wie nur irgend ein anderer deutscher Stamm, und wie halte» fest tntb unerschütterlich am Reiche auch in diesen trüben Zeiten. Aber wir in Bayern und itoi ganzen Süden erwarten, daß die Berliner diktaterische Anmaßnng in, ihre Schranken zurnckgewiejen wird, daß man unsere Eigenarten und wohlerworbenen. Rechte ruck) Freiheiten achtet, daß man unsere nationalen, wirtschaftlichen und kulturelle», auf Grund einer laugen ehrwürdigen Ueberliefernng er­rungenen Rechte nicht autastet, kurz, daß man die ReichLfreudigkeit nicht mit Gewalt unterdrückt. Air in Bayern haben schwere politische Rot und Sorge durchgemacht, unb wir sind gerade jetzt daran, die Sammlung aller ordnungsliebenden E»rmente zu vollziehen. Rur eine solche Sammlung staatserhallender .Kräfte wir» nicht njir tcuserrm La-ude, sondern auch dem. Reich die Ge­sundung bringen können. An dieser Gesundung unb innerer. Wieder Erstarkung mitznarbeiken, ist auch eines jeden Bayern Wunsch und Wille. ,

Jtakitil.

Line blutige Jahresfeier.

R o m, 25. Mai. Die hiesige 5. Jahresfeier der itai'w».scheu Kriegserklärung endete tragisch. Stuben- tcu Wollte» nach der Feier i» dem Universitälsyofe zum Quirinal ziehen, um dem König zu huldigen, ließen aber auf eint starke Polizei Sperre. In der Via Nazinale vor der Kunstausstellung kam es zu einem Wortwechsel mit der Polizei. Aus »och »nauf« gekätteu Ursache» vielen 2 Schüsse, uty schon setzte

Moriue uni Mir».

wb. Wilhelmshaven, 25. Mast Ter Rcichs- ivehrnnnister hat an die Osfiz;ere und die Abordnungen >er Marinelruppenteile in Wilhelmshaven eine An- prache gehalten, in der er unter Hinweis auf die Märzereignisje u. a. sagte, daß jetzt der Zeitpunkt gekommen fei, an dem der Uuterfuchungsausjchuß auf Üiru."H einstimmig zesapre» LeschtasteS sowphl M

Auierik«.

Ivb. Washingt o u, 25. Mai. (Havas.) Präsi­dent Wil so» ersuchte den Kongreß, die Vereinigten Slaate» zu erm richtigen^ ims Mandat für A r m e n ien anzunehmen.

Der Marinesekrctär Daniels hat der Marine- komMission des Seuats die Abschrift eines im Jahce 18.(5 ansgearbeitetc» Planes übermittelt, der sich gegen jeden möglichen Feind richleie. Dieser Wan sei n i cht derselbe, dc-k mau früher geJe,p.TeuMM kub ansgearbeilet habe. _

KurreuiM Seifiüer.

wb. Mexiko, 25. Mai. Reuter. Der Kongreß hat Ado'fo de la H n e r t a zum vorläufigen Präsiden- te:r gewählt. C arranza wurde heute in aller Stille begraben. Mehrere Mitglieder seiner Umgebung sind aus dem Eiseirbahnzug heraus, der die Leiche zur Hauptstadt b-förderie, vechaitet Worden.

wb. L on d o n, 25. Mai.Daily Mail" meldet aus Mexiko, die Parier des Generals Obregon habe 2060 Mann entsandt, um den Mörder der Generals Earranza gefangen zu nehmen..

Nach einer Nclv Arrker Meldung derTimeZ" Hut General Obrrgow Befehl erteilst General H ei­tere zu verhaften, damit er vor ein Kriegsgericht gestellt werde.

Der Anzeisenprerr betragt für-die Sgef». Zeike 75 J und 10[, Auffcklag. > - k amtliÄe unb «u»*eiti»e 1. Jf, Rekiamezette 2,00 M. Jeder Rabatt gilt el» I *>*> »«rrabttt Be Auskunft durch die «e,chäftsftelle u. Vermittlung der Ange- b»te 25 A «»»dergedühr. Psstscheckksnt»: Nr. 5015 Amt Frankfart a. M.

üiMiMg Wre«?

wb. Amsterdam, 25. Mat. Wie Havas-Reutcr Teheran melde!, leuü £>ic Räumung der *tcö t erwog:». Alle zu.» Schutz der Fremden uol- Maßnahmen sind getroffen worbe». Die *®kn Truppen beschießen die Küste.

wb. London, 25. Mai. (Havas.) Aus Teheran Jti5 gemeldet, daß die Bolschewisten den Uebcrgang * £t sie Hatura erzwungen haben. Tie in Saturn «peugenen Franzosen sind mit Ausnahme des fran- i ^stichen Konsuls freigelassen worden.

wb. Rotterdam, 25. Mai. Wie dieTimes" Teheran meidet, hüben bte Versuche der persischen ^khörden beim Befehlshaber der roten Flotte, Aus- «brr seine eigentliche.i Absichten zu erhalten, Lrjolg gehabt, . .

Isten angeblich infolge Lokömvtimnsngel vrrweioern. Tie Pptcn verlangen die,zum Transport notwendigen uetkven, obwohl bre bei der UcVergabe des Gebietes , seiner Zeil übergebenen Maschinen volistandig n u 5 -- reiche:?, um den Verkehr zu bewältigen. Dir jetzige Sseg-erchett scheinen die Polen benutzen z» wollen,

T a:r, i g, 25. Mai. Außerhalb der Stadt Danzig winde die 18jährige Kontoristin Martha T s ch ä tz aus Tansig abeud-s vp« zwei englischen Soldaten vergewaltigt

. mißhandelt. Sie ist inzwischen ihren Verletzungen | erlege ft. Tie Täter konnten bisher noch nicht er» i. dcktett werden.

Rückkehr des nach Mnrman entführte« Dampfers.

c- -Berlin, 26. Mai. Wie demBerl. Lok. Anz.'" 4-!s Cnryavea gemeldet wird, ist bet Fifchvampfer Senator Schrödcr", der von der kouimmtistischen Be- satznna nach Mrrman in Rate-Rußland entführt war, c Aüttr Führung des zweiten Steuermanns Fritz Schier und 3 alten Mannschaften wieder in Cuxhaven ein» Awoffeu. Ter Kapitän, der 1. Maschinist unb der t Steuermann sowie ein. Passagier siicd bei der An- ^rnft in Mcilman verhaftet morde» und mußten dvrt zurückbleiben, lieber ihr Schicksal weiß die Be­satzung nichts.

Die -japaiiischen Truppe« in Sibirie«.

cH a a g, 26, Mai. Der Korrespondent de:Mer- uieg Pof," Mts Tokio meldet auf'Grund amtlicher Wttcilwng.- Zchp japanischktl Truppe» iverden Sibirien, u j ch r vcrlasseu, bis eine feste Regierung in Wrem Laude eingesetzt worden ist. Tie Japaner legen §r»s;eu Wert auf de» wirtschaftlichen Wiederaufbau stner ausgedehnten Gebiete, das eine Hauptaüfatzquelle P*r ihre industrielle Produktion sein wird.

Die Friedeu-verhcmdlunze« mit Flnula«d.

, wb. Kopenhagen, 25. Mai. Einem Telegramm Tidende" aus Helsingfors zufolge teilte

ä rufüfche Bollskommiffar für auswärtige Angelegen- *iie.n Tschitscherin dem finnischen Außenminister mit, daß die Räteregierung in der ftennd- Mtfrltchstcn Weise die Vorschläge der finnischen Regie- Vius itbei Zeit und Ort für die Friebensverhanblungen -uufnehmen werde. Es scheint jetzt festzustehen, daß Ko- ft-n (; a 8 c n als Ort für bte Friedriisverhandlungen «uss-cht genommen ist.

t gehabt. Das n hat nicht nur eben im Lande

Berliat, 26. Mai. Itt Dirscha» und Sieben» Hof stchcit über 500 mit Gütern aus Ostpreußen be­ladene für Deutschland bcstimmte Eisenbahniragrn, bereu Äöiraitsport durch den pvltttfchei! Korridor die

DieOderhesjilche Zeitung" erscheint..sechsmal Wöchentlich. Bezugrvrei» m».

Ho 11 U natl. 3 Jt,, durch bie Pog 3.15^yär <u3f«Uen6e Sluuiutem inf»l,e Streik»

Wii* 41 v eber elementarer Ereigmlfe kein Ersatz Lerlag »an Dr. C. Hitzeri» th.

Druck der Kni» - Süchbr. »an I »b. u g. K» ch. 21/23. Feraiarecher S5

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Kiew nieder im Besitz der Bolschewisten.

' Wie zu erwarten War, hat der Gegenstoß der Räte- 'truppcn die Anfangserfolge der polnischen Offensive nicht nur ausgeglichen, sondern zu einem entscheidenden llmschwuirg der Lage geführt:

Rotterdam, 25. Mai.Daily Mail" meldet - »uZ Warschau: Seil Freitag vor Pfingsten arbeitet : die Fnukenstatton in Kiew wicht mehr mit der War­schauer Station. Nach Konsularbcrichtetl erfolgte be» rcits am letzten Donnerstag der Einzug der Bol­schewist e u i n K ic w. .

DieTimes" meldet aus Warschau: Die Stadt Ber» diischew ist von den Polen geräumt. Tie.Sowjet« aruwe- tu Stärke von 350000 Man» drückt auf die Front kon Bcrditfchcw.

' . Kc p cuhs ge n, 25. M«i. Die Polnische Presse- DÄrtur berichtet über eine entscheidende Schlacht, die zwischen der polnischen Armee und dÄstheueistischcu Heeresteilen nördlich der Beresina im Kange ist. Etwa 250 000 Man» sind am Kampfe küciligt, der feit drei Tagen mit Wechselndem Erfolg und großer Erbitterung geführt Wirb.