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Tie WlrtsKastsordnnnft für 1920.
Berlin, 19. Mai. Der RcichZrat nahm heule die neue Reichsgetreideordnung füt die Ernte 1930 an. In dieser Ordnung wird (wie wir bereits mitqetrilt haben) an der Zwaug^bewirrschaftung sämtlicher Gc- lrekdearten festxehalten. Auch der Hafer unterliegt wiederum der Zwangswirtschaft. Die neue Verordnung über die Versorgung mit £>erbft!artoffeln aus der Ente 1920 sieht ebenfalls von der freien Wirtschaft ab. Das bisherige System soll aber derart geändert werden, daß die landwirtschaftlichen Genossenschaften und die Organisationen deS KartoffelhandekZ mit den Landwirten Verträge über Lieferung von Kartoffeln abschließen solle«. Für den Fall, daß diese Verträge biS zum 1. 8. 1920 über zusammen 120 Mil- Honen Zentner lauten, sieht die Verordnung von einer weiteren öffentlichen Bewirtschaftung ab und überläßt den verbleibenden Nesi der Ernte oen Erzeugern zur beliebigen Verwendung, auch zur Fütterung.
ftnmfrttdi.
®<t ««tritt P»t«eare».
tob. Paris, 19. Mai. Poinearö, der al« Vorsitzender der WiütergulmachungSlommrsswn zurückgetreten ist, wurde in diesem Aussatz durch den ehemaligen Handel-Minister und Abgeordneten bet Jcinc-Departcment» Louis Dubois ersetzt.
Pari«, IS.Mai. Diejenigen, di« den frühere« Präsidenten der Rupublik kannten, waren über den Rücktritt Poincary« nicht überrascht. Man sagt, daß die in Hythr getroffenen Brrrtnbarungen den Charakter deS Versailler Vertrag? ändern und die Rechte der AiedergritmachungSkommission von vornherein be» schnciben. Die Summe von 120 Milliarden Mark tw Gold wird wohl nicht überschritten werden fönntu, Da« Frankreich verweigerte Vorzug-recht für thto Summe für die verwüstete« Gebiete hat Potncavs persönlich gekränkt.
Die verteidige» Den Manbeuge sreigesproche«.
Wb. Pari«, 19. Mai. Ta« Kriegsgericht hak ath sielen Angeklagten in dem Prozeß wegen der Kapt» tulation von Maubeuge fretgesproche«.
Di» finanziell« Sage.
wb. Pari», 1». Mai. Zn der gestrigen tagssitzung be» Senat» sprach Dubost über di« jtourw zielle Lag«. Er rot«, auf bi« Notwendigkeit hin, «N internationale, Steuersystem ja schaffen, be» «N tet Grundlage aufzudmren sät und befürwortet« di» Tilgung der Kriegsschuld in «0 Jahren und der Bto dergutmachungsschusd in einem Zeitraum von 11 M■ 15 Jahren. Finarqmtnister Marsal billigt« grnndAi» lich den Plan Dudup» und »et den Senat w «* nehme der zum N«gleich de» Steet»heu»halt» w«e*
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Di» irisch» Frage.
wb. Amsterdam, 1». Mai. Englischen Blättern zufolge entwichen 22 Sinnfeiner aus dem Londoner Krankenhaus«, die dort wegen Hungerstreik« untergebracht worden waren.
Wie „Telegraaf meldet, hat gestern da. Unterhau, mit 204 gegen 60 Stimmen den Abänderungsantrag von Lord Robert Cetil zum Homerule-Gesetz abgelehnt, der bezweckte, Ulster mm Homernle auszuschltetzen.
Abg. Seger (U. @.) beantragt eine Reihe von Ab-, änderungen der Ausschußbeschlüsse, die noch lange keine radikale Umgestaltung des Gerichtswesens beim Militär darstellcn.
Ein Regierunasvertreter bittet, diese Anträge abzu- lehnen.
Aba. Schneider-Franken (Bayr. Vvt.) stimmt dem v«i»dentwurf zu. * Seiner Partei lägen aber dabei politische Motive oder ein Mißtrauen gegen Mannschaften und Offiziere der Reichswehr fern.
§ 10 (Beauftragung von Kommissaren bei Militär- strs^«chen wird gestrichen.
Da? Gesetz betreffend die Militärgerichtsbarkeft wird im übrigen nach den Ausschußbeschlüssen angenom- men, ebenso dasjenige betr. die Deeresjustitiare.
DaS Hans erledizt hierauf eine große Reihe von Ein- ,ab-n Morgen 10 Uhr: Interpellation Löbe wegen Wxrnbnna farbiger Truppen int besetzten Ge- fckt und andere Interpellationen. — Schluß nach 10V« Uhr.
Der eirdMjge Zeitpunkt der Konferenz in Spaa.
L»ndotl, 20. Mai. Die Konferenz in Span ist endgültig auf den 2L Juni verschoben worden. Dann werd« di« Wahlen in Deutschland stattgefunden haben, und di« Verbündeten werden wissen, wie st« Vorgehen
Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.
Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen
5it MMtMt.
SreichstasskanAibUturen.
Dent sch nationale Volks Partei: Thüringen: Amtsoerichlsrat Graes-Eisenach, Bäckermeister Dunkel-Erfurt, Schriftstellerin Frau Man- Diers-Char- iottenburg, Kaufmann Vresuhn-Kahla, Postsekretär SS nig-Weimar, Oberamtmann Falkenbagen- Bornbagen. — Magdeburg-Anhalt: Nitierguti-ickter und Fabrikant Martin Schiele, M.d.N., Bäckermeister R i e s e b c r g - O.uMinbitrg. Landwirt B ötsch, Rech- mrngsrat N uthm a nn-Magdebnrg.
Deutsche Volkspartei: Vollständige Liste für <beslrn-Rassau: Geb. Iustizrat Universitätsproseisor Dr. Jacob Ri esse r, Berlin: Landwirt Karl Hepp, Seelbach (Oberlabnkrris), Lokomotivführer Theodor Seibert, Frankfurt a.M.; Landwirt Johannes Mink, HLüllZhausen, Kreis Marburg: Fran Dr.'Phil. Frances Magnus. Jena-Marburg: S-minarlebrer Karl Hollmann, Rotenburg a.Fulda: Postsekretär Karl Schelle n b e r ge r, Wetzlar: Landwirt Ferdinand Koch, Goddelsheim in Waldeck: Stadtverordneter Buchdruckereibe- scher Georg Stöbr, Cassel: Briefträger Wilhelm Epstein, Wiesbaden: Hausfrau Anna D r ü n e r, Frankfurt M : Werkstattschlosser Wilhelm Kalkofen, Limburg: Fabrikant Wilhelm Passa»«ut, Michelbacher Hütte (Nassauft Landwirt Wilhelm H a tz seld, Driedorf: Schrei- nermeistcr Wittvlm G n t h e i k, HerSfeld: Bankangestellter
Osterhaus .Wiesbaden: Stadtverordneter Metz- »crvbermeister Wilhelm Vfeifser, Frankfurt a.M.; Maukermeister und Landwirt Philipp'Feger, Falkenstein i.T.; Pfarrer Anton Kopsermann, Bad Ems: ««htsanwalt Dr. Max Becker. HerSfeld. — Thüringen: OberverwaltungsgerichtSrat Leutheuser-Jena: Syndikus Dr. Richter-Weimar: Frau v.Oheimb-Gos- (or. — Wescr-Em«: Larwwirt Dan nr wann, Tr. Gildemeister-Bremen. Lebrer Weinecke- Wil- Oberlehrerin Dr. Sürßen- Bremen.
Die demokratische Retchsliste beginnt mit dem Namen des Senators Petersen, des Vorsitzenden der demokratischen Partei. In erster Reihe stehen weiter ans der Liste der Reichswehrminister Tr. Eeßler, das Präfidialmitqlied des Zentralverbandes für den deutschen Großhandel Keinath, der frühere Führer der Inngliberalen Dr. F t s ch e r, der Physiker Prof. Dr. Nernst und der frühere Gouverneur von Kiautschou v. Truppe!.
Die Parteizersplltterang.
Für den 28. Wahlkreis Oberfranken, Mittel- und llnterfranken und Koburg sind neun Wahlvorschläge etngereicht worden und zwar: von der U.S. P. T., der S.P.D., der Deutschen Sozialistischen Partei, der Bayerischen Dolksvartei, der Bayerischen MItlelpartel, bet Demokratischen Partei, bet Deutschen Volkspartei, bet Kommunistischen Partei und dem Bayerischen Bauernbund.
Die «kehr van der demokratische» Partei.
Aus Stralsund wird dem Pressedienst der Deutschen Volkspartet geschrieben: Am Abend des 14. Mat hatten sich die Mtlitäranwättet Stralsunds versammelt, um sich übet die bevorstehenden Retchstagswahlen_ auszu- sprechen. Der Vorsitzende, Obertelegraphensekretär T o ■ boll, ein früheres Mitglied bet demokratischen Partei, sprach in temperamentvollen, von warmer Vaterlandsliebe und tiefem religiösem Empfinden zeugenden Worten von der großen Unzufriedenheit, die durch die Patteiwirtschaft der bisher regierenden Parteien in weiten Volkskreisen entstanden sei. Man dürfe nur Kandidaten wählen, die die Festigkeit des Charakters besitzen, das Vaterland über die Partei zu stellen. Wolle man wtederaufbauen, so müsse man die große Schwenkung mitmachen, die sich jetzt aller- wärts vollziehe, nämlich die Schwenkung nach rechts. Im Verlauf« de: Aussprache erklärte der demokratische Ratsherr, Rechnungsrat Otto, daß er bisher ein eifriger Förderer der demokratischen Partei gewesen sei, aber die Politik dieser Partei, die uns nicht aufwärts, wärts, sondern abwärts führe, nicht mehr mitmachen könne, und vollzog feinen Eintritt in die Deutsche Dolkspartei. Zu der Versammlung waren die Vorstände aller Beamtenvereine, Stralsunds eingeladen, deren Mitglieder an der Aussprache regen An- teil nahmen und in ihrer Mehrheit sich im Sinne des Versammlungsleiters Snßerten.
kr Bvrsick^ruiigSgrenze beantragt hat.
■ ReiHsarbeitsministcr Schlicke: Der Frage der Der- sck'.'u lznuo der Arbeiter» und Angestelltenversicherung sind
■ toir n'cht »äder getreten. ES darf aber Nicht- gesthelien, ' ter sachlichen Regelung der Frage entgegenstände.
Astg. Andrae (Z-ntr.): Wenn man die Bersiche- tuirgsycsnze sprunghaft erhöhen will, könnte man sie chensi' aut so hoch ansetzen, daß auch die Minister unter dir Versicherung fallen.
Der Antrag Hoch wird abgelebnt» die Vorlage tu fcer Kommisllonsfassung mit einigen unwesentlichen firufe einigen angenommen, ebenso in dritter Lesung.
Zweite Beratung einer Gesetzentwurfs betr.
Aushebung der Militärgerichtsbarkeit hi Verbindung mit dem Gesetzentwurf betr. die Stellung kr HeereHustitiare.
Noch firm sehr ausführlichen Bericht des Abg. Dr. , Pchücking (Dem.) über die AuSschußverhandlungen ' kitt Präsident Fehrenbach mit, daß die Opposition kr Rechte» bei bet zweiten Lesung keine Schwierigkeiten «ach«, dagegen gegen eine dritte Lesung am morgigen Tage KKersprnch erheben würde. ES sei aber unmöglich, «n Freitag vor Pfingsten noch ein beschlußfähiger HanS versammelt ,n haben. Las wäre dann em unrühmliches tithr der Aationalversammlung.
Abg. 22be (So$.): Meine Partei will da« wichtige Gesetz unter allen Umständen durchberaten.
Abg. a®raefe (Dnatl): Bei der Wichtigkeit des Geoensjarches können wir auf die gesetzmäßigen Fristen Ikiichen de» Lesungen nicht verzichten.
Abg. v. Pa »er (Dem.): Tie Rechte wlll die Notlage k« Hauses ausnutzen. Wir schlagen vor, die Beratung krtzusrtzen.
Hieraus wird gegen 8 Uhr in die Beratung der Vorlage ckngetretrn. Regierungsseitig wird auf dic Nottvendigkeit Einer baidigen Verabschiedung des Gesetzes hingetvicsen, dar am 1.10. in Kraft treten solle.
Abg. v.-Grae se (Dnat.) tritt für die MilitärgerichtS- krittt ein und begründet eine Anzahl Eventualanträge chis Abänderung des Gesetzes. Wenn Sie heute die Mili- «rjnstiz fortwürge«, wird eS über kurz oder lang heißen: "Er lebe die Militärjustiz:" (Beifall rechts. Zischen links?! -
Abg. Stücklen (Toz.): Der Gesetzentwurf entspricht kr Berlasfung, und diese ist der Ausdruck deS BolkS- killenr. Mik der Verhinderung der Annahme deS Gesetzes wurde die Rechte nur eine Galgenfrist gewinnen.
Abg, Meißner (Dem.): Militärgerichte haben Höchens üh Kriege oder auf hoher See Berechtigung, «ir eine auf das Ehrgefühl deS Soldaten oufge» »aute AfsipHn. Auch Drsziplinarstrasen müssen sein, aber MiMKpgerichtsbarkeit ist dazu nicht nötig. Sie aCf etiler UeberHebung des Soldateustarrde«. Mn- und Sachen recht».) ,
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«»griff. Lord t.dl» m» «gaittz» gegen dt. eegfiW «tegtcrsM.
Wb. Bmst erdam, 19. Mat. Laut „Tclegraaf» nimmt in England die Bewegung gegen den polnischen Feldzug in Rußland zu. Beinahe täglich tottV die Regierung im Unterijaufe wegen bet Waffenlieferungen an Polen gut Rede gestellt. Die neueste Protestkundgebung ist die Erklärung von 17 bekannt«! grmößsgten Führern der englischen Arbetterichafk, daß der polnische Feldzug den Mangel an Lebensmittel« und Rohstossen vermehre, die Teuerung vergrößert» und auch sonst die Arbeiterinteressen schädige.
Tie englischen Blätter veröffentlichen einen Brief» wechsel zwischen Lord Robert Cecil und Lord Cur« zon, worin Cecil unter Hinweis auf den polnisch«» Angriff, der trotz der FriedenSbereitschast ©orojetrufr landS erfolgt sei, sein Bedauern burübet auSjprüht, daß Art. 11 unb 17 der Böllerbundssatzungen nicht angetoeirbet würden. Der StaatSselretär deS Aeußer« vertritt in seiner Antwort die Auffassung, daß bat Vorgehen Polen« durch ein« bedrohlich« Anhäufung ;e« Denikin abgenommenen Kriegsmaterial» an de« ' polnischen Front veranlaßt wurde. Außechem handele e» sich nur um eine Episode eines schon im Gange befindlichen Kriege». Deshalb komme ein Eingreifen de» Völkerbünde» wegen der Ofirnsive be« polnische« Heere» nicht in Frage.
wb. Amsterdam, 19» Mai. Laut „Allgemee« Hand ckIs'lad" hat gestern in einer vom Rat zur Bekämpfung der Hungersnot rinbernftncn Versammlung in London Asquith auSgefützrt, duS einzige Mittel zur Besserung de« durch de« Krieg geschaffenen gu- standeS sei eine Milderung der FriedenSbestimmnngen. Asquith nannte die Ereignisse in Sübwestntßland anb namentlich daS angrifiSweise Anftreteft der Polen einen Skandal und svrderte schließlich anstelle deS Obersten Rate» einen wirklichen Völkerbund. Asquith tlagte die englische Regierung an, daß sie die Tatsache bei Unterstützung Polen« durch England brm Parlament durch Winkelzüge, wie sie ihm tn seiner parlamentarischen Laufbahn nicht oft vorgckommen seien, verborgen habe. Polen habe einen unverantwortlichen Angriff gemacht und die Grundsätze be» Völkerbundes verletzt. Asanith verlang le den Abschluß eine» wirklichen Friedens, Abrüstung und Zutritt der vormaligen Feinde zum Völkerbund und unverzügliche Festpel« lung bet Lasten, die auf den Besiegten ruhen.
wb. Amsterdam, iS. IReL „Algemeen Handel- blad" berichtet au» London: Dt» Konferenz der Hafen» arbeiteroeteintgung tn Plymouth beschloß, weiter» La» .düngen Munition, di» zum Gebrauch «egen Sowsetttch. land bestimmt sink M verbieten.
rnMWtlt—öikM—IM.
Die Ergebnisse der Wahlen in Braunschweig, Meck- '-»tz'!7«-Strelitz u.Danzig haben, wenn man sie auch nicht ohne weiteres al» unbedingt richtunggebend für den Ausfall bet stimmenden ReichstagSwahlcu anschen kann, doch eine gewisse symptomatische Bedeutung. So verschieben die Verhällnisse in den drei Gebieten sind, zwei Momente fallen überall gleich in die Augen: bet Rückgang der beiden in Betracht kommenden Koalitionspar- tcien (Mehrheitssoziakdemokraten und demokratische Partei) und die Zunahme der bürgerlikben Parteien und Gruppen rechts von der demokratischen Partei. Daneben ist ein •eHlitte Anwachsen der Unabhängigen ftstzustellen, nitr in Mecklenburg-Slrelitz smd sie wie bisher nur mit 1 Ab- geordneten vertreten. In Braunschweig besteht infolge deS Anwachsen» der Unabhängigen nach wie vor eine sozialistische Mehrheit, in Meckr.nv»r,-Strelih zwar eine bürgerliche, aber e» ist gewiß, daß die Demokraten mit den Sozialdemokraten eine Koelitton bilden werden, wofür eine Mehrheit von 20 Abgeordneten unter 35 vorhanden ist In Danzig ist bk bürgerl'ye Mehrheit gesichert, auch wenn Demokraten unb Sozialdemokraten zusammen» geben sollte«. Der Danziger BolkSrat wird bestehe» auS: 34 Deutschnationalen. 21 Unabhängigen. 19 Mehr- beitssozialistrn, 17 Zentrumrvectretern, 12 Abgeordneten der freien wirtschaftlichen Bereinigung. 10 Demokraten und 7 Polen. ‘
?>Iet ist da» FiaSko der demokratischen Partei, die natürliche Folge ihrer Generalstrcikvotitik. besonder- augenfällig. In der al» Hochburg der Demokratie ongesvroche- neu Stadt rangiert die demokratische Partei an letzter Stelle unter den deutschen Parteien, während bi« Deutsch- nationale Bolkspartei in Verbindung mit der ihr nahestehenden Freien wirtschastlichen Bereinigung die Stimmen der beiden sozialistischen Parteien zusammengerechnet, um dir Erhebliches überflügelt hat.
Dto „Germania" meint, die Parteien der Linken hätten sich diese Entwicklung der Dinge sicher nicht träumen lassen. Noch in der letzten Sitzung des Danziger Stadt- igrlaments hätten sich die Unabhängigen gebärdet, als ob ihnen der ganze Danziger Freistaat schon in den Schoß gefallen sei. Die neue Gruppierung in Danzig, bei der die Demokraten unb Sozialdemokraten mit 50 Sitzen »egenüber.deu anderen Parteien mit 70 Sitzen iuS Hintertreffen gekommen seien, habe sich bei den hestigen Kämpfen um bk kulturelle Gestaltung des Freistaats in dem ans allen Parteien zusammengesetzten VersossungsauSschuß her- ausgebildet. Die aus Demokraten und Sozialdemokraten bestellende Mehrheit habe ihre Macht restlos benutzt, um in den Kultursrageu, iirSbesondere in bet Schulfrage, ihre kirchen feindlichen Bestrebungen durchzu- setzen. Der VerfassungSauSschuß Hobe als einzige Schnl- wfornt für öffentliche unb privat- Schulen die ZwangS- simultanschule festgelegt und auf die Wünsche der Eltern n.lcht die geringste Rücksicht genommen. Der AnSgang der Danziger Vabke» sii so bcdentungsv-ll. weil er zeige. iteUn auch in den beim Deutschen Reich verbleibevden (feinen die Reise gehen würde, wenn die Parteien der Linken eS auf einen Kulturkampf ab scheu wollten.
Der „Berl. Lvkalanzeiger" glaubt, daß die Abwirt- ftbaftnng der Mehrlieitssozialisten und ihre deshalb zu er- wartende Annäherung an die Unabhängigen die Demokraten zn einer Revision „ihrer durch und durch ver- fehlten" Politik veranlassen werde: „Dann tverden he es vielleicht für geboten halten, ein anderes Verhältnis zu den anderen bürgerlichen Partricn berzustellen, die he heute noch al» ,chen Feind "bezeichnen. Dann (ver- den aber auch zwischen ihnen unb diesen rechtsstehenden Parteien die Machtverhältnisse sich einigermaßen gewandelt haben, und «8 wird zunächst einmal erst «brech- n ii n g zu halten sein über das, wo» bk Demokratie, um ber Teilnahme an der Sozialistenherrkchast willen, dem Bürgertum schuldig geblieben ist."
Mischt MmMtWuIiit.
178. Sitzung vom 19. Mai.
Trident Fehrenbach eröffnete die Sitzung »m »Mr 29Min. und gedachte des verstorbenen Abgeordnete« Wurm (U. S.), zu dellen Ehren sich die Abgeord- •eten von ihren Plätzen erhebe«.
3®dtr Beratung des Gescher.twurses über die steuerliche Bchandlung der im ReichsaiisgleichSgeietz und im ^üelgnungsgesetz geregelten Ansprüche und Berbindlich- tzgcu.
Sog. Schiele (Dntl.): Die Tragweite deS EntwunS sst sicht groß und zum Teil eine Kompensation des UuSgleichSgcsitzeS. Insofern müßte eS angenommen wer- tzrn. Etivas anderes ist e3 mit den Bestimmungen, die tzie e-cteigninig betreffen. Sie enthalten große Un- -errchtiskeiten.
Mz. Dr. Becker- Hessen (D Bpt.) begründet An- fräse, welche die Interessen der AuslandSbeut- schcn schützen sollen.
R-ichSllna: ninister Dr W i r t S: Die Abanderimaen tzeS-Ausschußes haben für bk Regierung die Grenze des --MigliKen erreich!, doch will bk Regierung ihnen w- Wku-.e«. Die Anträge Tr. Becker sind aber unannehmbar - Sie fiu«Rlietn- Not des Reiches ist so groß,^>aß wir nicht M Uu-erechiigkeiten, die aus dem Kriege herstammen, von rechts wegen wieder gntmachen können. Die schwebende Schuld deS Reiches steigt im Monat nm 3—4 MMardrn.
I ' Uchg. Waldstein (Dem.) stimmt dem Minister bei.
Wg. Schneider-Franken (Bayerische Vpt.): Wir stimmen brm Antrag Becker zu.
Der Gesitzeniwurf wird nach den Vorschlägen deS AuS- fchüssis mit einer Abänderung gemäß einem der Anträge BtuTer, der licuibiertr landwirtschaftliche Unternehmen in da? Gesetz cinbezicht, angenommen Der 0sik?h- eihrurf trird auch in dritter Lesung angenommen.
-Zivertc Beratung der. von den Abg. S.cki neider- f Gack:«!! !Dern.), Gie lsi ng (Zcntr.) und Gen. eilige» Hra! •<Entwurf eine? Gesetzes über weitere
Uusdehnnng der Bersicherungspfticht
ter Ange st« lltenversicherung.
Mir Hoist (Soz.) beantragt, die Grenze der Ber- sichenrngspslicht statt auf 15000 aus 25 000 Mark sestru- fetzeir.
Aba. G i e? l i n g (Zentr.) bittet, diesen mit unbegritn» kitt- Plötz! ich leit gestellten Antrag abzulehnen, ebenso Ave. AeiIhausen (Sem.) cher den Antrag Hoch auf Wastkaaitation zuriirksühtt.
Abg. Tr. Mumm (Tntl.) hält ein Heraulletzen Her Verficherunosgrenzc für ziveckmäßig, der Antrag ho'i sei aber agitatorisch.
A5a. Dr. Most (D.Bvt.) betont, daß bk Deutsche ; Voll-ivarter schon im vorigen November bte Herauffetzung
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