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Schlesische Heim und zerstörten es. Das geschah unter den Augen der internationalen Kommission, da sich ihr Sitz nur 30 Schritte vom Schlesischen Heim entfernt be- tndet. Dann zog die Menge durch die Strafen und ilünderte zahlreiche EefchäftslädeN. Schließlich drang te in das Gericht ein und befreiten drei Polen, darun­ter einen Offizier, die verhaftet waren, weil sie ein Staatsgebäude in die Luft gesprengt hatten. Nachdem die Ausschreitungen mehrere Stunden gedauert hatten, chritten Truppen der Verbündeten ein und stellten die Ruhe wieder her. Dabei wurden 2 Polen erschossen und einer schwer verwundet.

Mittwoch, 19. Mai

wb. Amsterdam, 19. Mai. Wie Associated Press aus Moskau meldet, ist in Mittel- und Nordrutz- land das Kriegsrecht verkündet worden.

Wb. 9% n b oit; 18. Mai. Meuter.) Drei Handels- delegierte der russischen Sowjetregierung trafen in Eng- laich ein. >

EnqlattbS Crientfororn.

Die bolschewistische Erfahr. Die Türken.

wb. Haag, 18. Mai.Morning Post" schreibt: Jetzt, wo Armenien offen und wehrlos vor dem Bol- chewismus steht, ist der Zustand im Osten noch ernster geworden. Mustafa Kemal Pascha bedeutet in Ana­tollen eine Macht, mit der gerechnet werden müsse. Enver Pascha steht mit 20 000 fanatischen Anhängern -im Kaukasus und findet viel Anterstütztmg bei den Kurden. Der Einfluß der Ruflen erstreckt sich bis an den Euphrat und Tigris, und die Bolschewisten werden kein Mittel verschmähen, um ihre Pläne dort zu ver» wirklichen. .«

MrdMmn.

,, Eine neue Beratung in Ostend«.

Paris, 18. Mai. Rach einer Londoner Mel- tzpug desPetitJournal" werden sich Lloyd George xnd Miklcrand Anfang Juni höchstwahrscheinlich roie- berum «nd zwar in Ostende ju einer Beratung zusam- «rvllnden.

Veenehmung vonKriegsverbrechern" in Leipzig.

1 Perl in, 19. Mai. Die in der kürzlich Lberreich- t-n Liste der von den Verbündeten der Kriegsverbre- Ken beschuldigten Deutschen sind, wie verlautet, vom x»rr Ncichsanwalt in der Zeit vom 7.20. Juni zur k-mehmung nach Leipzig geladen worden.

Belgisch« Besatzung für den Kreis Monschau.

Porkin, 18. Mai. Die Abendblätter melden: x.:rAachener Volksfreund" meldet, daß der Kreis Folffchs« gestern plötzlich von belgische» Truppen in x Zrke von vier Kompagnien beseht wurde, die die bio- b- aus 102 Mann bestehende franMsche Besatzung ab-

Franlrrich.

Wb. Paris, 18. Mar. HavaS. Znm ersten Mal feit Friedensschlnß haben der französische Minister­präsident und der Außenminister dem Diplomatischen Korps ritt Essen gegeben. Der deutsche Geschäfts­träger nal;m daran teil.

Am Montag wurden 6 Mitglieder deS Anarchisten- bundcS verhaftet, wegen Herstellung eines Pla­kats, das das Militär zu Ungehorsam und Totschlag aufsordert.

wb. Paris, 19. Mai. Der Sekretär der Ge­werkschaft der Eisenbahner Levequr ist gestern ver­haftet worden.

wb. Paris, 18. Mai. Nach dem Havasbüro zeigte der gestrige Tag ein merkliches Abflauen deS Ausstandes. Die Gasarbeiter nahmen die Arbeit wieder auf.

wb. Paris, 19. Mai. Der radikale Abgeordnete Painless, hat gestern Paris verlassen, um sich ans Einladung deS Präsidenten nach China zu be­geben. Er soll auf Verlangen der chinesischen Re­gierung bei der internationalen Kommission präsidie­ren, die Lorschkäg: zur Verbesserung de» Verkehrs machen soll, _ . . . ,yj .

Mik dtt MW,«.

Im Verlag von K. F. Koehler, Leipzig, (PrrN geb. 20 Mk, in Halbleinenband 30 M7.) ist soeben unter dem TitelKritik de« Weltkriegs" et« Buch erschienen, in dem zum ersten Male eine kritisch« Darstellung des gesamten KriegSverlaufeS geboten wird. Es ist eine völlig unparteiische strategische und milr- tärtechntsche Studie, bei deren Lesen man den Ein« >ruck gewinnt, daß der Verfasser, ein ungenannter ®e« neralstabSoffizi er, dem Aktenmaterial und eigene Erfahrungen in reichem Maße zur Verfügung gestanden haben müssen, daS Urteil weiter maßgebend« Kreise des alten HeereS getroffen hat. In muster» gültiger Klarheit wird zuerst die Entwicklung der str» tegischert und technischen Kriegführung fett 1866 »ot* gcführi. Au Hand von Beispielen erkennen wir, toa« der deutsche Generalstab au« den Erfahrungen früherer Kriege gelernt und welche Fehler er n i ch t auszurotten vermocht hat. Die Schild ern«g der Operationen sribst, verbunden mit fachmännisch« Kritik, ist ein Weister« werk dec Darstellungskunst, die jeden Leser in Span« nung erhalten muß. Mit warmem Herzeli wird der Verfasser auch den hervorragenden Leistungen bei kämpfenden Heeres gerecht. Einzelne Bilder, wie bte Beschreibungen der Kämpfe an der Somme und ix Flaiwern, kurze Ausfühningen, die die Stimmung der Truppe znm Ausdruck bringen, sind von lebeusfprü- hev der Echtheit unb tiefer Tragik. Ausgestaltet mit ausgezeichnetem Kartenmaterial erscheint da» Buch als einGeneralstabswerk im kleinen", daS um so mehr Interesse verdient, als die Herausgabe eines umfassen­den Werkes durch die Auflösung des deutschen Ge­neralstabes in absehbarer Zeit nicht erfolgen kann. Hervorgehoben muß noch werden, daß daS Buch sich nicht etwa mit an den Offizier wendet, sondern inl Gegenteil gedacht ist als ein äußerst volkstüm- lichesAufklärungsbuch für die weitesten Kreis«.

Welche Bedeutung dem Buche zukommt, geht au» der Würdigung hervor, die der frühere Kriegsministe, und hervorragende Heerführer General der Artillerie v. Stein ihm zuteil werden läßt. General o. Stein schreibt:

Kritik de» Weltkrieges." So nennt sich ein Buch, dar im Verlag von K. y. Koehler in Leipzig erschienen ist. Der Titel kann etwas kühn anmuten. Vielleicht hat sich der Verfasser deswegen nicht genannt. Er hätte e8 mit gutem Gewissen tun dürfen. Das Buch ist sehr gut. Der Verfasser hat vielleicht an einer Stelle gestanden, wo er die Verhältnisse übersehen hat. Geistig steht er jeden­falls aus hoher Warte. Reises Urteil und reiche» Wissen firstcke« sich in seine« Werke auä Er spricht fr* mittig und offen, ohne zu verleben. In der Einleitung lehnt er die Behandlung der berüchtigten Schuldfrage ab. Er überläßt eine nüchterne Beurteilung der abgellärtm Geschichtsschreibung späterer Generationen. Heute will et uns ein» sagen:Die Ursachen deS unglücküchen AuS- gangeS wurzeln in fast allen Gebieten deS staatlichen uich wirtschaftlichen Leben» Deutschlands. Ter Staats­mann, der Diplomat, der Parlamentarier, der Bürger mit und ohne Besitz und gewiß auch der Soldat, alle habe» an ihre Brust zu schlagen."

Mit den WortenSelbsterkenntnis ist der erste Beg zur Besserung" gibt der Verfasser Zweck und Ziel feinet Buches an. Aber keiner der Angeschuldigten kann reinerem Gewissens eine solche Selbsterkenntnis aussprechen, al» der deutsch- Generalstab. Er braucht nicht zu fürchten, durch freimütiges Eingeständnis eigener Irrtümer atl Blender entlarvt z« werden. DaS ist sein leitend« Gedanke. Als zweite» stellt er dir Gerechtigkeit hin, bte Gerechtigkeit in der Beurteilung der geistige« Spitze, de» Gcneralsiabe», besonder» seine» größten Erzieher» und LchrerS, de» Grafen Schlieffen. Schließlich will et einem praktischen Zweck dienen, indem er dem gefesselt

Italien.

wb. Rom, 17. Mai. D«ffitemal« d'ZtaNa" veröffentlicht «ine Unterredung mit Xnwrtt, nach beff«

VolschtwisWer Einmarsch in Persien.

wb. Paris, 18. Mai. Einer Havasmeldnng zn- olge erfährt dieTimes" ans Teheran vom 11. Mai, bolschewistische Truppen hätten bei Astern die ver- 'ische Grenz- überschritten. Die Bolschewisten hätten erklärt, daß sie mit den P-rjen keinen Streit suchten unb nur den R KLzu g brr britisch en Truppen

. JLA«.'-

Der irische Aufruhr.

wb. London, 17. Mai. (Haves.) Hebet die Zwischenfälle, die sich in bet Nacht vom Samstag auf Sonntag in Londonderry (Zrland) eteignet haben, meldet betElobe" folgende Einzelheiten: Piet Stun­den lang wutde In den Sttaßen von Londondetty ge­kämpft. Det ganz« Sonntag stand im Zeichen des BUrgetkriegeZ,., Die Unionisten und die Sinn-, feinet hatten zwei Gaffen bet Swdt besetzt und befchos-

sich gegenfei ttg») Ätz. sich bte Pollzr» znrnckgezog« hatte. Zahlteiche SWtfenster würben etngefchlagen und Läden geplündert."' Kurz nach Mitternacht erschien wieder die Polizei und verhaftete zahlreiche Waffen- tragende.

wb. London, 18. "Mai. (Reuter.) In Bantry (Irland )sind 2000 Soldaten gelandet worden, um über die Grafschaft in Abständen von fünf englischen Meilen ver­teilt zn w-rden. Heute wiederholten sich die Zusammen­stöße in Londonderry. Polizei und 100 Soldaten mit einem Maschinengewehr verhinderten ernstere Ereignisse.

wb. R v t t e rd a m, 18. Mai. LautTimes" hat am Samstag ein Kongreß der Sinnfeiner in Roscomman beschlossen, daß Ländereien, die nicht hinreichend besiedelt sind, den Besitzern fort genommen werden sollen, im Not­fälle mit Gewalt. Den Besitzern soll eine an,gemessene Entfchädignng gezahlt werden.

Di« dc«tfch-p»lnifch«n Berha«ttunge«.

wb. Berlin, 18. Mai. Die seit Mitte Aprtl in Paris '.chrvebenden deutsch-polnischen Berhandlungen sind in den Unicrkommiffionen soweit gefördert, daß sie für abschließende Erörterungen im Plenum bet Delega- tieetn reit find. Zur Verhandlung bet von Deutschland «mietetirn Regelung des Durchgangsverkehr, mit dstrretißeu und der Sicherstellung der den Optanten br-6 den Friedensvrrtrag gewährleisteten siaatsbür- lerfientr. und wirtschaftlichen Rechte haben sich die Po­len bisher nicht bereit gefunden, während die verbiin- beten »Hauptmächte die Notwendigkeit einer schleunigen «Ntragriräen Perkchrsregelung durch den (»genannten polnisSru Korridor auerkaimt unb auch Versiäudni, für bk deutlche Ruffafiung gezeigt haben, daß die Erledi- Vwx der Oprionsfrage als äußerst dringlich anznfehen Mi. Es ist anzniiehmen, daß die Berhandlungen über Itibe Fragen bald gemeinsam mit den Erörterungen :ibr di« anderen Punkte abgeschlossen werden.

P Seoßpolnifch« Mörder.

wb. Bcuthen, 18. Mai. DerVolksiville" in keitot) meldet, auS Altdorf (KrciS Pleß): Gestern tttnb wurde der sozialdemokratische Parteisekretär 'Eroczek durch Revolverschüsse so schwer verletzt, daß * bald daraus seinen Verletzungen erlag. Der Mord 5 von ßroßpolnischer Seite vollbracht.

64»«« polnisch« Ausschreitungen in Tesche«.

Wie«, 19. Mai. Aus Tesch en wird gemeldet, daß » dort abermals zu Plünderungen und Ansichrettim- stk« der Pole« gekommen ist. Dies« überfiele« das

DieOberhesiilche Seitung erscheint 5e*emal «äSentlich. Be;«g,»rei» m». Xtf 11 4 I "«tt. 1 X., durch »,« Poll 3.15 X. Für ««»fsllenüe Nummern mfalge Streik, Jfl 1 l t «bet element««t Itwigmff« tun Ersatz Verla,n Dr. C. fri, er »tb.

I Druck der Uni» -vuchbt. »an Jab >«S- dl. ISerft 31/31. §«raf»te*er 55

Kongreß der l^rkstüchnarionlllkn LlMd- Arbkitkr.

Seinen ersten Berbandstag begann am Montag in Ber­lin bet nichtsozialdcmokratische Zentralaorband der Forst-, Larck- unb WeinbergSurbeitet Deutschland? unter dem Vorsitze des Wgeordneteai Behrens. Eine Anzahl Von RegiernugSvettretecn war erschienen. Etwa 100 Abgesandte der verschiedenen Vereine hatten sich eilige« tetit Mg. BehrenS begrüßte die. Versainmlnng-. Die christlich-nationalen Landarbeiter hätten heute wie rüber unter dem Terrorism us der Sozialdemokratie, die jede freie Persönlichkeit unterdrücke, wie auch unter vielfachem Unverstand bürgerlicher Kreise in ihren Bestrebungen zu leiben. Drei Grundgedanken halte der Verband, der bereits über 100 000 Mitglieder zähle, unentwegt ausrecht: Christentum, Deutschgcssnnung und Gemeinbürgerschaft aller Volksgeizossen (Beifall). Boa den eingeladenen Fraktionen der Parteien waren nur ver­treten die Dentschnationalen (durch Arbeiterseltetät D a l l- mcr) und da? Zentrum (durch Geh.Rat Faßbender). Die beiden letzteren sprachen narnen? ihrer Frakt-onen und betonten beide die Versöhnung der Stände. Für den Deutschen Laiidwirtschaftstat erschien noch Professor Dr. Dade. Nach Abkunst unb Berufsarbeit, sagte Pros. Dr. Dade, gebäre ich zu Ihnen. Ich stehe auf dem Stand­punkte Haß heutzutage die gesamte Deutsche Landwirt­schaft steht und fällt mit der glücklichen Lösung dct Landarbeiterftage. (Lebhafte Zustimmung.) Möge Ihre Arbeit dazu beitragen ,bie Erkenntnis zn stärken, daß Arbeitgeber und Arbeitnehmer beide auseinander angewiesen sind, und helfen, daß beide endlich zu- san!m-,'iiLrm!nen. Dieses Ziel muß erreicht werden, sonst geht Dentfchlaich in Trümmer. (Sehr richtig.) Drin­gend warnen muß ich darum die Landarbeiter, den Ver­lockungen von gewisser radikaler Seite zu folgen. E» würde b<i? dahin sichren, daß altes noch Bestehende zertreten würde. Helsen Sie dagegen, daß wir endlich zum inneren Frieden kommen! (Lebh. Beifall.)

MS erfter Haiiptredner sprach Minister Sieger- aald über die christllch-MMw«* Arbeiterbewegung «tri» die L'bensfragen des deutschen Volkes. Er führte u. a. - ctiS: Unser Unglück fit es, bttf; uns die Vorsehung keinen großen Führer gegeben hat, dem wir rück­haltlos folgen können. DaS Beamtentum ist nicht mehr das, was eS früher war Tie tausend Wunden, aus denen nufer Vaterland blutet, sind nicht allein ge­schlagen durch den Krieg. Im deutschen Bolkskörper hatte sich bereit» ein gewaltiger Krankheit?stosf angesammelt Die Frage, ob der Marxismus noch lebt, ist zu verneinen. Der Marxismus ist ebenso seelenlos wie der Kapi­talismus. Ter Marxismus ist tot. Selbst Scheide­mann bat das zugeben müssen. Es gibt keinen Führer der Seziaid-mokratte, der noch an den Marxismus glaubt. Wir müssen den Kamps anfnehmen unter der Losung: sittlich- Kraft und Gerechtigkeit auf dem Boden deS Christentums. Unter dieicr Losung müssen wir kämpfen für die Revision des Vertrages von Versailles. Unsere wichtige Ausgabe ist es, unser« Freunde in der ganzen Welt zu überzeugen, daß nur so ein Wiederaufbau der Welt möglich ist. Unter diesem Gesichtspunkt soll im Juni in Amsterdam eine internationale christliche Konferenz stattfinden. Wir kämpfen für einen, wahren Völkerbund. Die christlich-nationale Arbeiterbewegung ist dazu beriisen, die Einheit des nationalen Gedankens zu wecken. Ein einhettlichr? Rationalgelüh! ist nur möglich, wen« die konfessionellen Gegensätze ausgeschaltet werden. Der Kampf der politischen Parteien muß auf große Ge­sichtspunkt« und SLtckkanschauungen eingestellt wer­den. Das Schwergewicht unserer Ausgabe liegt au: wirtschaftlichem Gebiete. Heute ist die Wirtschaft in hohem Maße unsittlich. Wir fordern demgegenüber eine geordnete Grenzwirtschaft. Die Einfuhr aller LuxuS- gcgenstände muß unterbunden werden. Wir müssen eine gut organisierte Biniienwittschaft treiben. Wir müssen zu einer neuen Arbeitskonserenz kommen. Jeder, der arbeiten kann, muß arbeiten. Die Wirtschaft muß entparteipolitisiert werden. Die Verstaat­lichung der Wirtschaft lehne« wir ab. Die Ver­staatlichung bringt keine Borteile, sie führt zur Unter» bi(anj. Wit brauchen ein wahrhaft menschliches Ver­hältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Für große Streiks ist jetzt nicht die Zeit. Endlich fordern tott eine durchgreifende Wohnung»- und Siedelungs- politik. Eine der größten Sünden der letzten Jahr- Mhnte war e», daß man dieser Frage kein Interesse ent» gcgenbrachte. Eine Massenausteilung der großen Güter, so lange e» an Siedlern fehlt, ist Unsinn. Trotzdem muß .festgestellt werden, daß Deutschland zu viel Groß- rimdbesitz hat. All« soziale« Gesetze find nicht» al» Papier, wenn bi« Produktiv« zvrückgeht. Wer bte rück­sichtslose Bekämpfung de? Kapüalismn» predigt, gibt den Arbritek» Stet« statt Brot. (Lebhafter Beifall.)

wahren und fruchtbar zu mache«. Da t#t Genrralstaö bet Anast der Feinde hat weiche« müsste so geht da« Vetmächtni» eines Clausewitz, Moltke, Schliesse« an bal deutsche Volk ,vot allem an seine Jugend übet.

In hier Teilen behandelt det Versasset de« Einfllch de» Generalstabes aul da» Heer und die Kriegfühmni. Da dessen Beziehungen zu dem gesamten Staat»- m» Wirtschaftswesen dabei betrachtet werde«, so entsteht keine einseitige Schilderung de» Generalstabe» unb seine» Wir­ken», sondern ein Werk, da» de« allgemeine« Interesse« gerecht wird und bähet eine allgemeine Beachtung in hohem Maße verdient. Mcht alle» Gebotene wird unwidersprochen bleiben. Der Verfasset erwartet Wider­spruch und erklärt sich von vornherein für jede Belehrun« dankbar.

Die vier Teile enthalten bte Aufgaben de» Genet* stabe» im Frieden und im Stiege, die Schaffung und E» iwthing der Kampfkraft de» Heere», die Vorbereitung bet Karnpshandlung und bte Leitung der Operationen. Ich verzichte auf bte Vorführung dielet Einzelheiten. Dte würden den geschlossene« Eindruck de» Gan^« nut unter­brechen, ohne ein Bild von der Fülle bet Gedanke« l* geben. Ter Verfasser hat nicht nut über viele ernste Fragen seine» Beruf» scharf und gründlich nachgedacht, sondern sich auch ein reiche» Wissen auf anderen Gebiete» angeeignet Hie sonst dem Soldaten ferner liegen. Sa setzt et wirtschaftliche, kultirr-, staatsgrichichrliche, fc.$ialpe* tische, technische und pstzchvlogische Fragen mit beit A* Laben de» Generalstabe» ix Beiiebnng. 8r h*t

Tir unb die Wünscht Polens

\ «irtbrtuKg der Sicherheitspolizei in Obrrfchlesir«?

wD Wien, 18. Mal. Nach Mitteilungen des ^-irnfchsn Gesandten Sarota an dir Press-verttetet ^>! der polnifchk Miuisiit des At'njeru, Patek,) |tn; keiner Reise nach Paris, San Remo unb Rom bei bei; lei-.-i't-ni Enteutestaatsmänuetii volles Ver- "Wudnis für die Haltung Polens gegenüber Sowsettuß- ckairh gesunden. Det polnische Vormarsch sei als uot» htenbigt Ahwehunußrezel getvürdigk wotdcn. Sarota teilte l»rr.cr mit, Polen fei zu FriedeuspechaMungen kttir u::d bestehe nicht mehr auf Borislaw als Brr- hlwafiitiAkort. In bet Danziger Frage werbe bcm Delikt sch en Verlangen nach Dptchführuug des »LeemiÄr Friede^ Rech hung getragen. Güu- füg.>'.<ue auch, die Frage Pren tzifch-Schlesiens, teo dre xöluische Regicriurg die Aufhebling bet bru-lscher! Tich-theitSweht im Abfti»imuugs-- Fln.t und die Regelung bet Kshlenftage wünsche. Zur Konfften.zin Spaa würden Vertreter Polens- tna^oger-.

llliKerrchtfertigt« Anschuldigungr« gegen englische

>, Matrose«.

- wd. Berlin, 9. Mai. (Amtlich.) Jm März d.F. Wsx- dieB. Z. am Mittag" und derHambiusftche Kekrrixondent die Nachricht gebracht, daß sich Mann­schaften zweier englischer Zerstörer schwerer sittttcher Nerbtechen gegenüber deutschen Minderjährigen schul­dig gewacht hätten. Die englische Regierung hat van l aus. zugleich unter Heranziehung der von den veut- ien Behörden aufgenommenen Zeugenaussagen eine 5C116U4 llntersiuhung veranlaßt und der deutsche« Ne- lienmp mitfltteilt, daß ihr die endgilligen Bewer,« erliegen, wonach die schweren gegen Angehörige der Marine erhobenen. Anklagen sich als völlig jruntzlos erwiesen hätten.-. Die deutsche Regierung i irfoigebeifen eine neue Unterfuchimg veranlaßr. In Pcrla'kf haben sich die Aussagen) die den Bcfckul- Lvnaek» $tt Grunde lagen, zum Teil als derart katsch jiter unzuverlässig erwiesen, daß di: gegen die kritischen SKerskes erhobenen Anklagen in keiner Weise gerecht- chssiak werden können. Die deutsche Regierung hat da­her dem britischen Geschäftsträger gleichzeitig vkit der Miüeisung über das Ergebnis ihr Bedauern da- tü5tr onssefprochen, daß diese ehrenrührigen Bes.t,ul- biaung, -- kblschlicherweise gegen den guten Ruf bet vrl- itisch«v Marine erhoben worden sind.

Der Nnzetgenpreir beträgt fit die Sgri». Zeile 71 Jj, amtlich« u«b axewät» » r ä-l-- tige vo , Reklame,eile 2,00 X. Jeder Rabatt gilt ale »arrabatt. Be »««tu*ft aa C»Sl|« durch die Gqchäftsktelle u. Vermittlung der Iwfefcete 36 4 Saxdergedihr 1<9A

Pastfcheckkanta: Är. 6016 Amt Frankfurt a. M. Va&M

Ansicht bet Augenblick gekommen fei, et« Znfammen- arbeite« zwischen Eiolitti und Rittt zu versuchen.

wb. Mailand, 18. Mai Die Eisenbahner von )3re?cta weigerten sich, einen von Frankreich kommenden Zng mit Kriegsmaterial, der kür Bukarest bestimmt ist, ivriterzulriten, da e» sich sicher um Kriegsmaterial handele, das znm Kampfe gegen Svnjetrußland verwendet werden olle.

DerEorriete della Sera" meldet, daß in San Mchelo del Tagliamento in der Provinz Venedig einig? Hundert Landarbeiter das Olemeindehaus beschossen, weil ihnen die Behörden die Auszahlimg der Arbeitslosen­unterstützung verweigerten. Das Gebäude ist vollkommen zerstört.

Amtliches VeMndigungsblatt des Kreises Marburg.

Tageszeitung für (bas früher kurhessische) Oberhessen