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Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.

Tageszeitung für (das früher kurheffifche) Oberhessen

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wb. Berlin, 14. Mai. ES wird sich eine gommiflüm nach Münster begeben, um dort die Kriegsgerichtsurteile, die in letzter Zeit verschiedentlich eine scharfe Kritik er­fahre« haben, «achznprüjrn und weiterhin sich über dir Frage schlüssig zu werden, ob die Beibebaltung der anker- ordentlichen Kriegsgerichte noch notwendig ist. Die Kom­mission besteht auS se einem Vertreter des ReichÄvebr- m'nisterinms ches Reichsministeriums de< Innern, des MichSinstirlninist-rimns, des preußischen Ministeriums deS Innern und des preußischen Justizministeriums

tob. Wefel, 14. Mai. Da» Todesurteil gegen den Eisenträger Christian Köpp aus Duisburg wurde am 12. Mai abends durch Erschießen vollstreckt. Köpp war uoni außerordentlichen Kriegsgericht wegen Aufruhrs und Mordes an einem Leutnant der Reichswehr »um Tode verurteilt worden.

mir deutsche« Rindvieh, der am 10. Mat aus Deutsch- larrb ri&gvgmtgeit. ist, ist heute morgen in Ribecourt an»

in dieser Abhängigkeit nicht stark genug, sich nach außen hin durchzufehen, unb so breitete sich Deutsches nur in Gestalt von Waren auf der Erd« aus.

Vor den Waren hatten wir Menschen ausgeführt, bald mehr bald weniger, seit Jahrhunderten. Die Sorg­falt de» deutschen Kaufmanns begleitete sie und ließ die Verbindung mit ihnen nicht abreißen. Um seine lebendi­gen Sendling« aus dem Ueberschuffe seiner Bevölkerung für die «», ander» al» England, Rußland und Japan, nur in bescheidenem Maße außerhalb seiner Grenzen einen eigenen Platz hatte schaffen können, tümmerte sich da» Volk al» Ganze» nicht. S» folgte ihnen lot bet mit der Macht seines Staates noch mit der Kraft seine» Geistes, auf die e» doch so stolz war, noch mit der Liebe seine» Herzens. Merkwürdigerweise erkannte man nicht einmal, baß die Deutschen im Ausland« di« natürlichen Hüter und besten Vertreiber deutscher Waren sein muß­ten. Da« galt für da» VolkSganze. Einzeln« Kreise sahen den Jammer; der Verein für da» Deutschtum im Ausland, der Flottenverein, der Alldeutsche Verband, der Gustav-Adolf-Verein, der St. RaphaelS-Veretn u. a. versuchten, jeder auf seine Art, ihm abzuhelfen. Andere Kreise gerieten in enge Beziehungen zum WirtschastS- staate. zu einzelnen Jnteressentengruppen und zu der Art Imperialismus, der uns verhängnisvoll geworden ist, weil er, nicht tief genug geistig fundiert, einseitig und laut den Rtachtgedanken betonte, vor allem aber weil nicht der einheitliche Wille de» ganzen Volkes, am toenigsten der der Volksgenossen außerhalb der Staats­grenze, hinter ihm stand.

Der Krieg bat nicht nur den alten Wirtschaftsstaat unterhöhlt, sodaß er jeden Augenblick zusammenbrechen muß: Er hat, schon eh« wir an die Katastrophe denken konnten, unsere Aufmerksamkeit wie auf etwa» Neues auf die außerhalb der Reichkgrenzeu lebenden Volk»« genossen gelenkt. E» ist wenigstens eine Ahnung über unser Volk gekommen von den Konflikten, welche die Deutschen fremder Staatsangehörigkeit tn Neutralien oder Feindesland geschüttelt haben. Die au» dem Aus­lande, später au« den uns entrissenen Geöieten zu un» Vertriebene» konnten uns täglich, in welchem Sinne auch immer, di« Bedeutung de» AnSlcrnddeutschtumS vor Augen führen. Eine neue Auswanderung in ge­waltigem Umfang» steht nach menschlich« Berrchrmva

Kunst und Wissenschaft, da« Wirtschaftsleben. Siebe« lungen, Handel und Verkehr auf geographischer Grund­lage und die körperlich« Entwicklung der Raffe tn der fremden Unwelt « Ouellenmaterialien sammeln enb später zu Kulturbilbern vereinigen will, di« den streng» sten Anforderungen der Wissenschaft genügen sollen. Da« ist der Sinn der Zusammensetzung unsere« Xkr» waltungSrat« au« Mitgliedern aller Fakultäten. Mn» mal erkannt, erweist sich die Aufgabe al« eine, die fort» dauern muß. solange noch deutsche Menschen auf Erden lebendige Gemeinschaften bilden. Da« Institut ist ftch feiner daran» entspringenden Verantwortung, an een für dir Gegenwart wichtigsten Stellen mit feiner Arbeit zu beginnen, wohl bewußt. Mit großen Schwierigkeiten mußte im abgelaufenen Jahre auch bei un» gekämpft werden. Unser Urteil und unser Wille konnten durch die Härt« der Zeit nur gestärkt werden.

Da» Verzeichnt» der Borlesungen in diesem @em« mersemester findet sich in dem heutigen Anzeigenteil. Tie Vorlesungen sind, wie e» sich bei einem Univer» sitätSinstitur von selbst versteht, in erster Linie. Studierende bestimmt. Sie sollen aber auch weiteren Kreisen der Bevölkerung Gelegenheit geben, sich mit den Schilksalen unserer Volksgenossen außerhalb der engen Grenzen unsere* Staates vertraut zu machen. Die großdeutsche Idee all ein ethisches Ziel und noch lange nicht als ein politisches Programm beginnt au* dem Schlummer auszuwachen. Da hat das Institut es für seine besondere Pflicht gehalten, seine Schül;« und Freund« in das uns leider so fern stehend« Deutschtum im ehemaligen Lsterreichifch-ungarischen Staate einzuführen, dessen Wesen und Kern nicht der Vorstellung entspricht, die wir unS während des Krieges gemacht haben. Die Herren, die über daS Gesamt­gebiet und seine einzelnen Teile vortragen, sind ent» weder dort ansässig oder sie stammen aus dem be­treffenden Laiche und stehen noch mit ihm in dauernde« Verbindung. Ihrer Fachkenntnis nnb ihrer persön­lichen Anttflnich«, «u der deutschen Rot tm küde osten wird es gelingen auch bei uns regt* BrrtztMM

G r a f V v s ad o w s k v wird wahrscheinlich «t hervor­ragender Stelle der dentschnatioimlen Rrichslistr kan­didieren. '

1 tob. Eßlingen,, 15. Mai. Am Freitau Abend veranstaltete die Aentruinspartei tm Kugelsaak eine Ver­sammlung, in der Lrzderger sprach. Nachdem dir Versammlung, der etwa 2000 Personen beiwohnten, schon vorher durch leidenschaftliche Ovposition gesiört worden war, wurde im Verlauf der Aussprache gegen 10 Uhr von der Straße durch ein Fenster eine Hand« gr anale geschleudert, die im Ablegeraum platzte. Die Splitter" drangen teilweise bis auf das Podium herauf. Unter den Versammlungsteilnehmern entstand 'ein großer Tumult, doch ist niemand verletzt worden. Von dem Täter hat man noch feine Spur.

Di« Kandidatur Damaschke.

Au» Kreisen, di« den Bvdenreformern nahestehen, verlautet, daß die Kandidatur Adolf D am aschkes als Reichspräsident als aussichtslos zu bezeichnen ist, besonder», seitdem er eine Reichstagskandidatnr für die Demokraten angenommen hat.

uns bevor. So ist das Auslanddeutschtuw unserem Volke plötzlich mitten in den- eigenen Jntereffenkrei» hmeingerückt worden.

Wa» hier die Not der Zeit in den Brennpunkt rückt, treibt vor unseren Augen die matmigfaltigsten Organi» fationen staatlicher und privater Natur mit der Rich­tung auf materielle und geistige Ziele empor. Die Ar­beit gilt dem AuSlanddeutschtum im alten Sinne, den verloren gegangenen Grenzländern, den der ehemaligen Ueberseebesitzungen, endlich dem setzt verwklisten Deutsch­tum der zusammengebrochenen Tonaumonarchi«.

Vielleicht wird e» erst nach mehreren Generationen einem Historiker möglich sein, au» diesem Knäuel von Bestrebungen, die alle Gebiete der Kultur umfassen, die leitenden Fäden zu cntoirren. Die Wissenschaft torrb im Hinblick hierauf in ihrer Pflicht scharfer Beobach­tung der chaotischen Energien ihrer Zeit nur um so ein­dringlicher bestärkt. ES ivar deshalb klug gehandelt, der wissenschaftlichen, von allen wirtschaftlichen und tage»- politischen Einflüffen freien Behandlung de» Auslcmd- deutschtums einen Platz an einer Universität einzu­räumen, ohne dabei zu prüfen, ob e» sich um ein be­sondere» Fach oder eine eigene Disziplin handele. An diesem Platze branden die Wogen der Zeit natürlich be­sonder» stark. Aufgabe der Beobachter ist e», gelassen zuzuschauen und ihre Erfahrungen furchtlos denen mit­zuteilen, betten solche Kenntnis frommt.

In diesen großen Zusammenhang sieht sich da» Jnfti- hrt für Deutschtum tut Ausland an der Universität Marburg hincingestellt. E» ist ein Kind deutschen Hoch« schul-reifte», während des Krieges gezeugt und nach der Revolution geboren. ES ist das letzt« der vom preussi- schen Kultusministerium in» Leben gerufenen Au»- landstnstitute, da» fein Gebiet aber nicht in der Be­grenzung auf ein bestimmte» Ausland, sondern auf ein bestimmte» Kulturelement, nämlich da» deutsche Element de» gesamten Aurlande» erhalten hat.

Da« Zusammenarbeiten von Vertretern aller Wissens­gebiet« tst selbstverständlich Grundbedingung für eine Arbeit, welch« He gesamte Geschichte der Ausland« deurschen, ihre Sprache sowohl nach ihren mundart­lichen Besonderheiten wie nach ihrer schriftsprachliche» Betätiaung in Literatur und Press«, da« Schul-,

Mirviirg

konnabrnd, 15. Mai

DEchsA Asich,

Konsumvereine für de» Abb«« bet Bwm«****. sch«ft. Der 86. VerbaudStag der nordwestdeutschen Kon­sumvereine, der in Hameln tagt«, kam «ach Würdigem« «Set Verhältnisse zu der ttetoyugiing, daß tte Auf» rechte «Haltung der zwangsläufige« Bewirtschaftung wich« tiger RahrnvgSmtttel unb Bedarfsartikel heute nicht mehr im Interesse bet Verbraucher liege. Der Cer» banbStag gab bieser Ueberzeugung tn einer Entschließung Au Sb ruck, in bet e« heißt: .Die Zwangswirtschaft hat bie von ihr erwartete« Aufgabe« nicht erfüllt. Di« Produktion wird nicht gefördert, sondern gehindert,

fcfcstnutn, wo das Vieh unter die Landwirte des Kan

Der Umsturz in Mexiko.

tofj Smsterd««, 14. Mal. LautTime»* ff die vorläufige Regierung von Mexiko mit be l« H u erv a aus dem Staat« Sonora als vorläufige» Präsidenten der Republik, General Lall»» «ls Kriegsminister unb Juan Santes Vf'»»« «Ul Minister deS Aeußern gebildet worden.

tob. Paris, 18. Mai. tzavas berichtet «II U Paso: Ein Telegramm de» Generals Obregon meldet, daß die den General Larranza auf seiner Flucht begleitenden hohen Beamten im Verlauf« eines Ge­fechtes getötet toutbcn.

Kurze Anrlandsnachrichten.

3« bet österreichische« Rationalversammlu«, nmcht» der Staatssekretär für Ernährung interessante chüllmtgen über den Schleichhandel tot Oesterreich Im letztet?--Iah re seien au» Eisenbahntransporte« aflete -!EV0S Mlogtamm Zucker gestohlen worden, «t denen der Schleichhandel etwa 60 Millionen Krone» Wo» dient hat.

Tte Kürzung bet Bretwenm in Lftechie«. Dom 8.-A." zufolge fanden in Prag große Kundgebung»« statt, weil die Brotratton auf «inen halbe« Laib pr» Kopf und Woche herabgesetzt wurde. In Deutschbödw«, insbesondere in den Grenzbezirken, wird seit 8 Doch«» kein Brot mehr verteilt.

Rußland.

tob. Berti«, 14. Mai. Die hiesige Ver­tretung der Republik Georgien teilt mit: Die iw bet Presse verbreitete Nachricht, Tiflis sei von be» Bol­schewisten besetzt, entbehrt jeder Grundlage.

Haag, 15. Mai. Nach Kopenhagener Meldung«! ans Moskau ist bett ein ernster Ausstand aus­gebrochen. An verschiedenen Stellen sande» Brand- siiftungen statt Biele militärische Borräte wurde» zerstört.

wb. Kopenhagen, 14. Mat. ,Berl. Tid." mel­det aus Kotono: I» der letzten Woche ist in ganz Litauen eine äußerst energische Agitation bet Bol­schewik! eingeleitet worden. Bolschewifiagenten sind be­reits verhaftet unb nach den Konzentrationslagern

Ult MWemm.

Da« mürtttmb«BSche Zentrum für eine Kandidatnt Erzbeegets.

Atif dem Partettim der Zentrum spartet Württem­berg» gestaltete sich die Abstimmung über die Frage, ob Erzberger für die Reichstagswahl wieder kandidieren soll, zu einer bemerkenswerten Kundgebung für ihn. In einer geheimen Abstimmung erklärten sich 356 für und 27 gegen feine Kandidatur bei 3 Stimmenthaltungen.

Vor her Räumung des Mainzans?

Milleraud wünscht neue Garantie«.

G e n f, 15. MatProgich? be Luon" meldet ans Paris, der Bericht dec französischen Mission über die Truppen im Ruhrrevier werde günstiger beurteilt, sei aber etwas unverständlich. Die Räumung des Main- tzm.es werde wahrscheinlich in der nächsten Woche tr» folg«: Milletvnd wollte aber deshalb mit Lloyd George verhandeltt, um Garantien zu erhalten.

Der »Njeiaenoret, bettelt fit bie leei». Zeile 71 V, amtliche nxb er

tigeflO , Reklame,eil, 2,00X. JederRabatt«ilt «l« Barrabatt. Be *u«ku»ftl^. CIK|i durch bie Geschäftsstelle «. vermittln«« bet««tbete 3» 4 Eonbergebitzr. Postscheckksnto: Rr. 501S Amt Frankfurt a. M.

grlrtflöftun.

Keine Abgabe privater Fischereifahrzeuge.

wb. Berlin, 14. Mai. Die zur Zeit In London veiSenbe deutsche Schiffahrtsabordnung unter dem Vor­sitz des Geheimen LegationSrat» Seeliger, die über >ie Abgabe der nach dem Friedensvertrag noch abzu- liefentben deutschen Handelsschiffe und Fischereifahr- jca# unterhandelt, schloß hinsichtlich bet Fischereifahr- genge mtt bet interalliierten Schiftahrtskommission ein llbkommen, wonach die Abgabe der Fahrzeuge auf bie Anzahl reichseigener Fischereidampfer beschränft wird. Anstelle bet übrigen nach dem Friedensvertrag troch abliefertmgspflichtigen Fischereifahrzeuge sind Keub«nten sowie Material für den Fische reibe darf j« liefttn. Der Wert de» Fischereiabkommen» besteht tacin. daß die deutsche Fischerei von bet im Friedens- Vertrag anferlegten Abgabe von Fischereifahtzeugen, bie im bisherigen Betrieb tätig sind, befreit bleibt. Di« Fisib,Besorgung Deutschlands kann daher in ihrem bis­herigen Umfange aufrechte rhalten werben. Dkr» wurde aber mit dadurch erreicht, daß das Reich durch die Ab- pabe eigener bisher zum Teil anderen Zioecken dienender Dampfer, durch die Uebernahme von Neubauten und die Zulage hon Materialablieferungen besondere Verpflich­tungen den Verbündeten gegenüber übernehmen mußte.

Berlin. 15. Mai. Wie derL.-A" meldet, würbe totdi dem gestern erfolgten Stapellanf eines FischdamvferS für b-e Kieler Hochseefischerei ?(. G. auf der Deutschen KerKt in Hamburg sofort der Kiel für einen 800bTonnen gross n 2amr.frr gestr-'ckt.

Die deutschen Viehabliefernnge«.

teil. Tompiägne, 13. Mai. (HavaS.) Der Zug

Enqlaud.

Brnnruhigeube Lag« in Irland.

tob. London, 13. Mai. Im Zusammenhang mit ben Vorgängen in Irland befindet sich Lord French zurzeit tn London zur Besprechung mit Lloyd George. Evening Standard" sagt, daß die Ereignisse in Irland lebhafte Beunruhigung ausgclöst hätten, die sich steigere durch die Mitteilnng, baß bet bett letzten Angriffen bet Sinnfeiner in Irland mehr als 50 Genbanneriestatio- ten zerstört worden seien. Auch seien 20 SteuerbüröS an« gegriffen ttnb btt Akten teilweise vernichtet worben

Telegramme ans allen Teilen Irlands enthalten Be­richte über die Einäscherung von Polizeistationen, lieber« fälle aus die Zoll- unb ©teuträmter unb bie Zerstörung von Dokumenten Die Ueberfölle lourden sämtlich von be­waffneten maStierten Männern ausgefiihrt. Alles spricht für da» Vorhandensein eine» sorgfältig ausgearbeiteten Gesamtplanes. Die Sinnfeiner übersielen gestern abend bie Stenerämter in Londmtoerry lind Belfast und verbrannten die Eiukomnrensteuerboknmente. Um Witter« n-xht wurde bei Skibbcreen das Wohnhaus einer bekannten Persönlichkeit über fallen, bie aus dem Bett gerissen unb mit Teer bestrichen wurde.

tob. London, 12. Mai. (Reuter.) Herbert Sa­muel wurde zum ersten Oberkommissar von Palästina ernannt.

leb. Malta, 13. Mai. Admiral be Rodeck hat sich an Bord dc» AbmiralichtstesIran Duke" begeben, bas am 15. Mai nach Konstantinopel absahrrn soll.

wb. A»sterd«m, 14. Mai. WieTelegraas" a»8 London meldet, beschlossen die Londoner Hafenarbeiter, 9riu Schiff zn laden, bas Kriegsmaterial nach einem mit der russischen Räteregiernng verseinbeten Lande führt. Insttlgedrssen mußte ein englisches Schiff, das Kanonen Unb Munition für die polnische Regierung an Bord harte, diese Kriegsvorräte wieder ausladen, um ambere Labung riunehmen z» können.

tteut -.irrteilt wird. Seit dem 6. April sind von Deutsch- feub !tOö Rinder augrtsmmen. E» stehen noch au» r nacht» : tzllich Ntnder und 600 Zmlrtstuten und Hengste.

mittag« Frankreich gestattet die bayerischen Einwohnerwehren?

k. München, 1b. Mai. Der Stellvertreter de« Lan-

- deohauAmannS der Einwohnerwehren Bayern» Ober- !Ntz (Utt »eometer Kantler teilte in einer Sitzung in Rosenheim mit. daß an zuständiger Stelle die Nachricht vorliege, N i daß man sich in Paris mit dem Weiterbefiehen der Ein-

IDie .Oderheiii'che Zeitung" erlabeint ie*«wi«l *e*e«tli*. SeieoweU »- «tL 8 4L, durch bi« Post 3.16 Für,u»fav«nd« Nummern rnfalg» Streik«

»der elementarer Ereignisse kein «rsa, - Berl«, »an Dr C. &i«er»tL - Druck der Um» -Buchdr. »en J.d. »a«. ««kt 2V38. »

Dr«tfchtnm im An*1a»d.

Das Institut für Deutschtum im Ausland an der ÜistversitZl Marburg ist in das zweite Jahr seine» Ktiftyens ciitgctretem Der Bericht über seine Tätig« kel< im Geschäftsjahre 1319/20 wird demnächst bei R. G. sslwert in Marburg erscheinen. Wir entnehmen der Ein'Niuna folgende Ausiührungen:

Nicht nur die Statistiken, sondern Berichte lebendiger M«-.stck>en bezeugen uns, daß in dem halben Menschen­alter vor Ausbruch des Weltkriege» in immer steigendem Masic nberall auf der Erde deutsch« Waren begehrt und «t'grsetzi ioerben sind. Gleichzeitig stellten angelsächsische Arisende feit, daß di« Welt in schnellen Schritten eng­lisch toerte. DiesEnglisch werden" umfaßt alle Leben--.chcrungsn, sowohl di« auf geistigem, nnt auf toterteCem Gebiete.

Hier zeigt sich ein grundlegender Unterschied zwischen deurscber und englischer Weltbetätigung. Man wird für die englische Art auf den in Jahrhunderten geworden«« BolkScharnftcr. also auf historische Bedingungen Der» Reifes: dsirfti:. Daß mit diesen englischen Kräften tatr deutsch« Waren in llSe.sibetverb traten, wird man xto aueichiießliäi als eine notwendige Folge be» deut­sche.- Wefeus anicben können.

An dem unvergleichlichen wirtsckmftlichen und zivili- htor schen Aui'chwunge Deutschland» ist vor allem die fc* langen Zeitläuften selbst herangc^üchier« Tüchtigkeit kr einzelnen Deutschen Ursache. Was an über in tri» didit-g-m Geb lden dabei bedeutend nritgenrirft hat, ist ftto'rist auf fremdem Boden erioachsen und von un» fctiw-wn worden. DaS gilt nicht nur von d-n Bergeirll- Hoftur.gen des wirtschaftlichen Leben», rote z. B. ben d*!venkfthaften, Trusts und Shndikaien, fanbent be« fett Jahrhunderten schon von unserem Rechte ***b in ben letzten Jahrzehnten auch immer mehr von nfoe» Swaie.

5'*» brutsche Mutterland toar allmählich durch Bte jtottiu» mdioiduellen unb überindividuellen Kräfte zu geworden, da« hauptsächlich al« Wirt« zusammenhielt. Ihm paßten sich avmäh« Ach. ÄeMach znrn Schaden ihrer Eigenart, auch sein« ,W. k-n und physischen Kräfte an; sie waren

bwL:e roeüren in Bayern abgefunden habe. ES «schlich «in Irrtu-m anzuiiehmen, dadurch Bayern ködern . ; Bmten.

6iw 6rflcreng Mkiidmr.

In einer Unterredung mit dem amerikanischen Journalisten v. Wiegand sollte nach Berichten der Preise Oberst Ba»er (im Kriege Abteüungschef im Großen Generalstab) erklärt Huben:

Der Generalstub mußte oft um da» NotwrMqssr betteln, und auf die vitalsten Entschließungen des Kaisers mußten wir mitunter wochenlang warten. Man tonnte den Kaiser nie zu einer Entschließung bringen. Im Januar 1918 erklärte ich Ludenborff, baß der Kaiser abgesetzt werden müsse, ober der Ausgang deS Krie­ges sei gesähidet, und drang darauf, daß diesbezüglich« Schritte getan wurden."

Dazu ergreift Generalfeldmarschall v. Hinden­burg da» Wort imHannoverschen (Soimer", wo er schreibt:

In voller Uebereinstimmung mit meinem damaligen Ersten Generalauartiermetsier, General Ludenborff, bemerke ich hierzu als einstiger Chef des Generalsiabes bes Feldheeres folgendes: Ich will annehmen, baß die wirklichen Aeußerungen des Obersten Bauer durch'wieder­holte tk'berfcfcttng entstellt und auch sonst mißverstanden Wochen sind. Seine Masestät der Kaffer und König bat meine Anregungen, soweit sie außerhalb der ausschließ­lichen militärischen Bearbeitung lagen, stets unverzüg­lich an den Reichskanzler weiterzeleitet. Alle militäri­schen Entscheidungen sind von meinem allerhöchsten Kriegs­herrn stets ohne die geringste Verzögerung getroffen wor­ben. Von einer Absetzung Seiner Majestät ist im Generalstab nie gesprochen morden. Niemand ist mit einer hieraus bezüglichen Erklärung an mich ober an General Subenborff herangetreten; ihm wäre sofort die Tür gewiesen tvorbeu.