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Amtliches Verkündigungsblatt des Preises Marburg

Tageszeitung für (das früher kurheffifche) Oberhessen

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tob. Washington, 10. Wat. (HavaS.) 5Zer-

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Tiknstaq, 11, Mai

wieder aufzunehmen, tfejentgee Angestellte«, btt at diesem Tage di« Arbeit «icht wieder aufgenomme« habe» sind mit sofortiger Wirkung al« eatlaffen zu beträte»«, ebenso diejenigen, die sich im verlaufe de» AuSstanoe« strafbarer Handlungc« schuldig gemacht habe«.

wb Düsseldorf, 10. Mai. Di« BückergehNie« und Brvtkutscher st«d heute in den AuSstand getreten, nachdem verhandlunge« mit dem Brott^rikantenvev« band erg'.-bni»lo» verlaufen waren. Laut Tarifvertrag, der erst seit dem 1. Mai gilt, erhalten btt Böckeroebllte» 280 <Ä wöchentlich. Htenntt nicht zufriede«, forderte« sie bei der Lohnzahlung am vorigen Sonnabend 82s * wöchentlich, wa» abgelehnt wurde.

durch »te kejchäftostelle u. K«ermittlun, der Mnged.t» 2b 4 Sondetgediyt. vostscheckltnt,: Nr. »CM Amt Fraukturt a. M.

vmeriknnische Vorkehrungen.

tob. Amsterdam, 10. Mai. Aus Washington wird grntrfbft: Etwa 1200 Seesoldaten erhielten Be­sch!, von Philadelphia nach Key West abzugehen, um sich dort für den Dienst kn Mexiko bereit zu halten. Marinefekreiär Daniels erklärte, daß ti sich um Vor­sichtsmaßregeln handele. Tie Scesoldaten würden nur nach Mexiko gesandt, wenn dies zum Schutze der dor- tigrn Amerikaner notig wäre, ' »

Nrch Itint Nönmnnq ffriWirlS.

kg. Rotterdam, 10. Mai. Reuter verbreitet eine Pariser Meldung, wonach eine Räumung Frank­furts durch die Franzosen vorläufig nicht stattfindet.

DieTimes" versieht ein Telegramm ihres Ber­liner Korrespondenten, die deutsche Regierung erwarte die Niumung Frankfurts für kommetrde Woche, mit dem Zusatz, daß zu einer Räumung Frankiurts, nach­dem diese einmal erfolgt sei, noch kein Grund vor­liege. .

MM-rnMn Mi'mflr«.

Ratioualtften «atz volschernifte«.

wb. teibe«, 19. Mat. Wie bte »Timt*** meldet, wurde zwischen Sowsetrutzlaab und ben türkischen Nationalisten et» Militärvertraz für eine« Zeitraum von 21 stabren abaeschlossen, nach dem stch die türkl,chen Natianaliben verpflichten, nicht in eine Verminderung der türkischen Souveränität einzuwillizen, während Sowietruüland die Verpflichtung übernimmt, de« Tür­ken im Fast, eint! Angriffes bet Verbündete« betzn- stehen.

wb. Vari», 10. Mai. Au» Konstantinopel be­richtet Hava». baß die nationalistischen Truppen ihren Vormarsch bei Vigba mit verstärkten Streitkräften fort- sehen. Sie belebte« Apsaghi und bedrohen seht die Dardanellenhäfen sowie Tohanak, wo eng- liche Truppen sieben. Ferner besetzte« ste Panderma.

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Abbruch der Beziehungen zue Tscheche- Slowakei9

Prag, 11. Mai. Die Beziehungen zwischen Un­garn und der tscheche-slowakischen Republik sind so ge­spannt, daß ein Abbruch möglich ist. Die tschechischen Blätter veröffentlichen eine Depesche von der Ostgr*nze, daß bte Ungarn die Jahresklassen 1904 bi» 1921 movtli- sieren und daß der Verkehr über die Brücke von Neu­stadt unterbrochen ist.

(Tine Gewerkschaft der Unternehmer.

Berlin, 10. Mai. Der tzansebund veralte staltete am Sonnabend nachmittag im Anschluß ex seine Hauptversammlung im Herrenhaus eine große Kundgebung zu dem Gedanken der Schassung einer Gewerkschaft der Unternehmer. Der Bund erstrebt damit die Organisierung einer Einheitsfront des go- werblichen Unternehmertums, nicht al» Kamvigewerb» schäft, sondern als Notwendigkeit der Gleichberech« tiqn-ng im Wirtschaftsleben. Geheimrat Rießeü führte in seiner Eröffnungsansprache auS: Der Sozia­lismus, wie er sich bisher entwickelt hat, allein ift unfähig, unS aui dem Sumpf herauSzuführen, weil er den Klassenhaß predigt und nicht schöpfe­risch ist, »eil er vernichtend und nicht ausbauend gewirkt bat Die Vergesellschaftung tütet die fretetz seldstschoffende, toeitschauende Persönlichkeit Ganz ms* erhön ist e», daß die Sozialisierung unter radikalem Druck durchgeführt werden soll z» einer Zeit, da uns« Land au? tausend Wunden blutet, da Rußland die ver­jagten Unternehmer zurückruft, um die durch verun­glückte Sozialisierung verursachten Schäden toitbet tu Gang zu setzen. Ter geschästSsührende Präsident da« HansabuudeS, Dr. 6. Köhler, erfialtete daraus das Reserett über die innerhalb de» tzanjabunde» oeabsich» tigte Schassung ein« Gewerkschaft der Unternehmer, Wir sehen die Bestrebungen, die dahin gehen, bte Did> tatur des Proletariat» zu errichten. Wa» tut dack UnlernchmeUum dagegen? Km Nsvemb« 1918 ward»

her alliierten Komission daS Recht der endgAtigen Entscheidung zu.

Berlin, 10. Mal. Wie die Abendblätter au» Flensburg melden, ist bat Düppeldenkmal von den Dänen mit Steinen beworfen worden. Die Figur de» alten Wrangt und 4 andere Figuren sind beschädigt toorben.

Frankfurt, 10. Mai. Die französische Milrtär. bchörde verbot der .Frankfurter Zeitung" die Ver­öffentlichung der Beträge zur Erstattung der oem Stadtverordnetenvorsteher und dem Polizeipräsidenten auferlegten Geldstrafen.

Berlin, 11. Mai. Nach dem .Berl. Lok.-Anz." wurden im Stadtteil Bürgel bei Offenbach am lb»atn, da» von den Franzosen besetzt ift, bei cittent Kampf zwi­schen einem .Einbrecher und der Schutzmannschaft zwei Schutzleute getötet und mehrere andere verwundet. Der Verbrecher selbst wurde im Kampf erschaffen.

Außerhalb der Reihe« der zkvillsterte« Nationen-.

tob. Haag, 10. Mai. Tie ganger Post" knüpft an beit Protest de» Amerikaner« John de Kap gegen hie Verwendung schwarzer Truppen durch d'e Franzosen in Deutschland an und strikt mit Entrüstung fest, daß die Franzose« ihrer schändlichen Handlungs­weise kürzlich dir Krone durch die Besetzung der Frank­furter Universität mit Reg<riold"ten aufgesetzt hätten. Frankreich, da? früher an der Spitze der Zivilisation stand, scheint nicht zu begreifen, daß er sich mit iolcker Handlungsweise sozusagen außerhalb der Reihen der zivilisierten Nationen stellt.

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,OeA Parisien" glaubt, die wirischaftliche fran- tösisch-druHchc Konferenz könne am 15. oder 17. Mai toginnrr

Ausstcindt.

wb. Esse«, 10. Mai. Der AuSstand der Bankbe­amte« hn größten Teile de8 rheinisch-westfälischen In­dustriegebiete» dauert fort. E» werden nur Notstano»- arbeiten erledigt. Am 12. Mai findet in Berlin eine Sitzung de» Reichsverbanbe» der Bankleitungen patt, worin zu den Forderung«» der Beamten Stellung ge­nommen wird.

wb. Düsseldorf, 10. Mai. Die hiesigen Groß­banken haben an di« streikenden Bankbeamten die «uf- forderun- gerichtet, die. Arbeit Dienstag, den 10. Mai,

Die Revolution in Mexilo.

wb. P-r r iS, 10. Mai. Hava» meldet 'au» Was­hington, die amerikanische Botschaft in Mexiko be­stätige die Nachricht, daß sich die Aufständischen am Freitag der Hauptstadt bemächtigt haben. Alle Ausländer befinden sich wohl.

Präsident Tarranza begab sich mit der Eisen- bahn boi. Mexiko nach Tlaxcala und flüchtete von dort aus zu Pferde. r

tob. El Paso, 10. Mai. Nach einem Berichte aui amerikanischer Quelle sollen die im MilitärgesängniS zu Santiago (Mexiko) mUergebrachten politischen Ge- sangenen massenweise niedergemetzelt worden sein. Unter den Getöteten sollen sich 16 Amerikaner befinden.

ObkrschltsisN.

kg Berlin, 10. Mak. Die letzte Note Deutsch- lands über die Vorgänge in Obersch'esien hat lein* Beantwortung durch die Bertürd*ten erfahren. Di ReichSregierung hat sich gegen die Duldung der pol- nischen Umtriebe in dem oberfchlesichn Abstimmungs­gebiet mit einer neuen scharfen Vorstellung an d'e interalliierte Kommission in Oppe'n gewandt. Die der Reg'erung zng-gaugenen zuver'ässi-en Berichte aus Obcrschlesien bestätigen da» verm hrle Auftmtchen ton polnischen Truppen auf dem noch deutschen Boden des Abstimmungsgebietes»

kg. Rotterdam, 10. Mai. DieTimes" bringt ein Telegramm ihres Warschauer Mitarbeiters, wo­nach die Polen fit ben Fall einer ungünstigen AnS- gana» der oberschleslfchen Abstimmung die Inter» Nationalisierung Oberschlesiens vorberei teu und mit Entschiedenheit zu färben beginnen.

tob. Beut hen, 10. Mri. Ueber den beute be­gonnen tn polnischen Generalstreik verlautet von inständiger Seite, daß km oberschlesflchen Zentral- kchlenrevier die Zahl der Ausständigen 50 bis 60 Prozent, im Rybniker Revier 60 bis 75 Prozent be­trägt Die Polen erklärten, ihre Forderungen bei interalliierten Kommission in Oppeln unterbreiten jn wollen. Die Deutschen und deutsihgesinnten Arbeiter erschienen vollzählig zur Arbeit. BiS jetzt ist die Ruhe nirgends gestört werden.

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Reine Unterzeichnung de» FriedenSvcrtrageö?

Budapest, 11. Mai. Jn parlamentarischen Kreisen verlautet, daß die Negierung beschlossen hat, die Unterzeichnung de» Friedensvertrage» zu verwer- gern. Sollten die Verbündeten dennoch auf der un­veränderten Annahme de» FrtedenSvertrage» bestehen, so wird da» Kabinett zurücktreten. Jn diesem Falle wird Graf A p p o n y i mit der Bildung eine» großen

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Tie in D'fl S.

tob. Parts, 10. Mik. Nach demJournal" haben die Bolschewisten LtsliS, die Hauptstadt Georgiens besetzt.

Nach der gleichen Z-ituna hat die Nachricht von dem polnischen Vormarsch lebhafte Erregung in Rufland bervorgernsen. Die Bauern erheben sich in Massen und bilden Banden, die die Nachhut des russischen HeereS be'asiig-n. Die Bo^sch'wisten wurden ans Krementschug, JekaierinoSlaw, Poltawa unb Riko- laietv »erjag t.

wb. Amsterdam, 10. Mai. AuS Kopenhagen wird g-neldet, daß der niederländische Konsul in Ar­changelsk von den "Bolschewisten verhaftet wor­ben sei.

Reue japanisch« «erstSrkuuzen für Sibirien.

tob. Peking, 10. Mai. (Reuter.) Nach einer Charbiner MeWung wird halbamtlich berichtet: Jn den letzten Tagen beförderten die Javaner insgeheim neun Wagenladungen Gewehre und acht Wagenladun- geu Munition nach Charbin in der Richtung Sibirien. Seit dem 14. August sind täglich durchschnittlich drei­zehn Wagenladungen mit militärischen Vorräten aus der Station Mandschuli (Mandschurei?) eingetroffen. Ferner wird g in Pet .daß die 5., 13. und 14. japanische Division in Zivillleidung nach Sibirien abgegangen seien. '

England.

tob. Amsterdam, 10. Mai. Reuter meldet an? London: Etwa hundert bewaffnete Sinnseiner griffen eine Bolizeistation in Clopne an. Die Besatzung von sechs Volizrib-amten mußte sich nach heftigem Kampf ergeben: ein PvsiM wurde lebensgefährlich verwundet. Die An­greifer steckten das Gebäude an unb sprengten e» in die Lust. Drei Nachbarhäuser verbrannten.

wb. Amsterdam, 10. Mai. Einer Blättermel­dung »utolge erbot sich die Marconi - Gesellschaft. ein System von drahtlosen Stationen, da» sich über alle Teile de4 britischen Reiche» erstreckt, einrurichte« und ht Betrieb zu halten, falls die englische Regierung ihr ein Monopol für die Einrichtung zugesteht.

tob. Rom, 9. Mai. Bei der Besprechung von Fnienreklationen über die auswärtige Politik sagte Riräfirtpräfibent Ni11iin der Kammer über die Kon« ereit» Mtt Spaa, dieser komme große politische Be- «ttnwg zr». Tie Verbündeten würden setzt zu prüfen «ben, welch: von Deutschland übernem-nenen Ver- Kfchtmigru ausrecht erhallen werden könnten. Jn

«ns bte Wiedergutmachungen werde man lkMMcnd Gelegenheit geben, eine runde Summt zu tfimra, die von den Verbündeten mit Unparteilichkeit fprstkl totrden würde. Dem deutschen ©erlangen auf irberlüffmtg von Geschützen und Fl»g^eugen wurden re ZerbSndeten aber nicht entsprechen können. Da­ker i- irArdt!: alle deutschen Wünsche zur Hebung seiner ftoduktion ivohlivollend unb eingehend berücksichtigt Verdes, denn ganz Euwpa habe ein Interesse daran, dost Dernkchlanb wirtschaftlich sich wieder erhole, was Mich |rr die anderen besiegten Völker gelte.

m <4|Q i*et[. S X., durch b*# 3.1 S

1UÖ »»er eterientarer Ereizn sie kein Ersatz Ae-la» »an Dr fl Druck »et Mnie .8u*br. »« Ja», »u^ Ko». Markt -1/».

Sbw «bflfJitferte ..Thüringen" beschädigt.

iv«. Paris, 10. Mai. Wir der .Pettt Paristen" ** ®^a*»urg inittcilt. ist da» deutsche Linicnfchiff beschädigt. E» bringen- täglich ? ^owwe Wasser ein. E» mußten deshalb Pumpschiffe rätigtett gesetzt werden. Da» Blatt glaubt, diesen <wf eine absichtliche Beschädigung durch bte d^^fch», Paftchnng zurückführen zu können.

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tt-ter ati Gleichberechtigte auftreten würden, zutref- tttb fei, würde sich in Spaa ein neues Organ der ««päischen Politik konstituieren. Die Franzosen ver­achte« zwar jetzt schon von Lloyd Georges Bersprech- Hteen otwa? abzuhandeln und die Sache so darzu- stestkit, e(8 würde man tn Spaa die Deutschen nm pi einem Verhör zulassen. Das werde wohl nicht kkfchehrn, da sich die Teutschen anscheinend an Lloyd ßtetgeü Wort haltru wollen und nur nach Spaa gehen »rck»e«, wenn sic als Gt«ichberechttgte zugelassen werden.

iu6. Poris, 10. Mai. WieMalin" m ttetlt, ist gestehe Pinisierpräsident Millerand von der eng'i'chm Regierung eingeladen worden, nach England zu kom- st»ku, uw daö Programm für die Konferenz von Svaa

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Reichstagokandidatuee«.

Dentschnationale BolkSpartek: Düsseldorf» Essen-Elberseld-Barmen: GewerkickmftSsekrrtär Koch -El« berseld, Kaufmann NeuhauS- Düsseldorf, Dirrttor tnm den Kerkhofs - Velbert, VolkSichtillehrerin Lanae»» strotz-Essen, Oflonomirret HummelSheim, Bäckev» meisttr Schäfer» Düfseldori-GerreSheim, Kolontelwam»- Händler P fa n n kuckt en-Barmen, Fra« Maadale« " W a l d t h a u s e n - Essen. Mamrr Erlinghäuseo» -^lderfeld, Oberlehrer Dr. W e i s e m a n n - Remscheid, Oberpostassistent Schönenberg -Steele.

Deutsch-Hannoversche Partei: küdban«»« uer-Brauuschtveig: ' Justiztat Colrborn -Hannover L a n g w o st-Han nover, früherer S tabtbirettor Tramm» Hannover, OberlandesgerichtSral H a m p e - Braunscbwrig.

Soztalderilokraten: Hesitn-Nassau: Cbrrbte» 'mneiRrr Scheidemann-Cassel, Frau Tesch -Frant- furt a.SO?., Eugen Kaiser-Franksurt, Gustav Hoch« "mnau, N ö h l e - Frankfurt, W i l l a - Wiesbaden, Oc, Onarck - Frankfurt.

Rarborff unb Wtemer nie Redner der Deutsche« vittSpartei.

Die Deutsch« SBoffSpartet hatte am Sonntag ht Btt» lin-WilmerSdors eine Wühleroerfammlung einberurt«, in der zum erstenmal auch Herr v. Kar borff «ab Herr Dr. Wtemer sprachen. Herr v. Äarborff lag» zunächst die Gründe bat. die ihn bewogen baben, get Deutsck>cn ValkSpartei überzutreten. ES wären nicht Gegensätze der Taktik, sondern Gegensätze bet Welten»» schauung gewesen. Für den Fall, daß bu Deutttdo BolkSpartei zur Macht kommen sollte, kündtg« et Spat» samkeit durch Einschränkung der Beamtenzahl an, W wolle für ben Mittelstand eintreten, zum sozialen ®e» danken halten und bte Gemeinschaft von Arbeit unb Kapital herbeiführen. Da» Christentum bettachtet et al» Grundpfeiler der deutschen Kultur unb ift für die Freiheit der religiösen Gemeinschaften und de« Fneden der Konfessionen. Dr Wtemer verurteilte unter Be­rufung auf Eugen Richter ben Aufruf der Demokraten zum Genet al streik zur Bekämpfung be» Kapp« - PvttcheS. beschränkte sich aber sonst im wesentlichen Da« rauf, bte großen Gefahre« der gegenwärtige« Lage und die finanziellen Schwierigkeiten be» Reiche» unb bet Ge­meinden zu beleuchte«. Seine AuSführunge« gipfelte« in bet Aufforderung zum Zusammenschluß aller Kräfte de» Wiederaufbau» auf dem Bode« bet Verfassung zu einer großen liberalen Partei unb zu sozialer Ver­söhnung. Al» letzter Redner sprach Dr. Str es«» mann, der, auf die beiden Vorredner eingehend, er« klärte, daß nicht ein bloßer Zufall, sondern di« polittsche Entwicklung einen Führer der ftreikonserpattven unb einen angesehenen Freisinnigen tn be» Lager bet Deut­schen Volkspartei geführt habe. Weimar unb Potrvam feien keine Gegensätze.Hier war die Wiege unterer Kraft. Die preußische LebenSphifosophte, so statt unb ernst tote die märkische Landschaft, wat geboren au» oem Geist von Potsdam Reiten wir, was wir können aut her Potsdamer in di- Berliner Zeit hinüber."

bisher Mh'DW Null gewesen fei. Wenn Lioyd gmgrt EittlgrÄng ,daß in Spaa die deutschen Ber-

Aus den Abstlinmungsgebkettn.

^ertl«, 11. Mai. DerBerl. Lok.-Anz" vtel- Danzig, seit einigen Wochen betätigen sich im . .tpretth-schep, Abstimmungsgebiet po'.nisckte Kontrol- e die berechtigt sind, alle Akten einzusehen. Sie ^uch daS Recht, gegen einzelne Verordnungen der ihr Veto ttr^ufegea. In btefen ten sieht

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ffgrmMrtte S-oberste Siegierungsorgane habe, d»n Vbeeste-. Rat, dep Bolschaslerrat in Paris und den >»tztkrOt.»ndsrat^ vcssen Einfluß auf die hohe Poliii'

Slt itcoriirtnin hlmifiml« StlltelmtuL Cpaa.

_ wb Rotterdam, 10. Mai.Niettwe Rotter- dt.'nfcher Conrant" weist darauf hin, daß Europa

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Trr dentsH-französischkn WirtschllstS- »er* niibluintn.

W. Paris, 10. Mai. Ueber die bevorstehcuden siauzKfMHeutfchen wirtschaftlichen Berhanolungen Viteftt derTcmps", man werde zuerst über den ravspau sprechen. Die französischen Sachver- Wtodigov würden die Bedürfnisse der chernaligen und die Art unb Weis«, wie die deutsche iJndustr-le in gewissem Maße dabei Mitarbeiten könnte, renSeiaaübersetzen. Die deutschen Sachverständigen

zchrrrsÄis wütdrn bann ohne Zweifel auSetnaübersetzen, i« lUp'kHe«-. Mast Deutschland und die deutsche In­dustrie dnrch Lieferung von Materialien und Gestel­lung von Arbeitskrästen Mitarbeiten könnte. Man tofhb» tonn Kombinationen bilden, um an den Wieder- Eusbanordkiten französische und deutsche Unternehmer t» telHfigeu. Dann werde man zu Verhandlungen Ebe. "5?b wirtstlmsilichen Austausch übergcheu und- «sne-stttch SStieinbarungeu zu tressen suchen über die Ein- Ausfuhr von Aaren sowie auch über die rativnrfx- Zusammenarbeit der beiden Länder. Man schciur fät gewisse Industrien Kombinationen ermög­lichen zu UhnteH. Deutschland werde von Frankreich ö» Btht'enbigen Rohntatcrialien erhalten und dafür FrotiErrick? halbfertige Fabrikate liefern. Die fran- Mschr Zsttdustri- ihrerseits werde dann Die halbsertigeu luAstte frrtigüclleu. Da» sei aber nur ein Bei- . W ergeben sich weitere andere Mögiichkelten. 8« ß-rnzea fei mau in französischen »reifen von dem JMte beseelt, billige und praktische Lösungen zu

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