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Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg

Tageszeitung für (das früher kurheffifche) Oberhessen

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Dtt ungarische und türkische Friedensoertrag.

och. Budapest, 8. Mai. Nach einer Meldung be5 llitzatifchen Kvrr. Bur. wurden beute früh an allen HcknftM Budapests Maueranschläge angebracht, die die Dutte k3 alten und diejenige des im Friedensvertrag tatfnie fetten Gebietsumsangs Ungarns darstellen. Dar-

atis und :e Preis- ten,

ERN PER :l!en nnd Timmer. Versand kröne

durch die »e,chett»Nelle n. vermittln», »er 1wge»»te 26 4 6en»ererH»t. »eft|*e«ente: Mr. 6016 Imt Fr»»kf»rt a. St.

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iex (Sin- ! unser, undes- bt »DH nu*flta. ,t ver­druck t »Id icsbuch- ter,

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meldet, in den Ostindien-Docks werde der Dampfer George" mit Munition für Warschau beladen. Der dänische DampferNeptun" sei bereits mit acht großen Flugzeugen für das polnische Heer unter- Wegs. Ein anderes Schiff, daS wegen Havarien in den Hafen zurückkehven mußte, fei ebenfalls mit Munition für Polen beladen worden.

Ende der Kämpfe an der KaukasnSfront.

tob. A m st e r d a m, 0. Mai. ^Westminster Gazette" zufolge haben an der KaukasnSfront die Feindseligkeiten aufgehört. Die Sowjetregierung hat den Regierungen der verschiedenen Länder den Vorschlag gemacht,, so­fortige griedensverchandlunge« zck beginnen.

Der deutsch-russische Gefangen en a ustc usch.

tob. Berlin, 8. Mai. Die am 11.5. von der Reichszentralstelle für Kriegs- und Zivilgefangene in Reval und tzelsingforS geführten Berhandiungen über den Durchtransport der deutschen und russischen Ge­fangenen durch Estland und Finnland sind mit gün­stigem Ergebnis abgeschlossen worden. Die estnische und die finnische Regierung hqben in entgegenkom­mendster Weise die grundsätzliche Genehmigung für den Durchtransport erteilt. Der Austausch in Narva be­ginnt am 11.5., wo der erste Transport von 600 deutschen Heimkehrern auS Rußland eintrifft. Wei­tere Transporte folgen laufend In Abständen von zwei bis drei Tagen. Der erste Transport von 500 Russen hat bereits <nrt 6. 6. Stettin verlassen. Die deutsche Regierung wird gleichzeitig die in Rußland befindlichen Gefangenen der ehemaligen österreich-ungarischen Mo­narchie mit übernahmen und hat deren WeitertranS» port sichergestellt.

Ein deutscher Dampfe, an He Rüteregierung «geliefert.

In Archangelsk ist der der Luxhavener Hochke«- jifcherei-A.-G. gehörig 255 Tonnen große Dampfer Senator Schröder" angekommen. Der Dampfer, der unter roter Flagze fvh^ hat« 60 unabhängige Sozialist M BrÄ» Alö M Schill « XQ. «Ml

Cuxhaven verließ, war eS nach Reikjarik auf Island bestimmt Unterwegs setzte die Besatzung aber Kapitän und Offiziere gefangen und änderte den Kur» nach Murmansk. Die 80 Unabhängigen sollen sich als blinde Passagiere an Bord aufgehallen haben. Tas Schiff haben sie jetzt im Hasen von Archangelsk der RSteregierung zur Beifügung gestellt.

Die Cuxhavener Hochstefischergejellschaft hat sich telegraphisch an das Auswärtige Amt gewandt mit der Aufforderung, an die russische Regierung daS Er­suchen zu stellen, den Damvfer, den Kapitän und die Osfiziere ausznliesern.

BölkerbundSfrage und Präsidentfchastswahl.

Wb. Amsterdam, 8. Mai. Der Berichterstatter der .Times" in Washington meldet: Republikanische Senatoren au» allen Staaten hielten eine Versamnuung ab, in der beschlossen wurde, bei der PräsidenischastS- ivahl das amerikanische Volk über die Völkerbunv- frage entscheiden zu lasten. Es wurde eine Erklärung angenommen, die die Bölkerbundstatuten in der Form, wie sie Wilson au» Paris brachte, verurteilt, die r"('i:ng der republikanischen Senatoren wegen der Weigerung, die Integrität und Sicherheit der Vereinig­ten Staaten zum Opfer zu bringen, billigt und den Präschenten für den Fall, daß die Wahl auf einen Re­publikaner fällt, zur Ausführung eines Programm» ver­pflichtet, tote e» in der letzten Rede von Knox aufge­stellt worden ist. In dieser Rede wurde der Krieg für ungesetzlich erklärt und die Errichtung eines parlamen­tarischen iniernatioitalen Gerichtshöfe» gefordert. Der Berichterstatter meint, die Entscheidung der Repuvli- kaner werde zwischen Johnson und Knox schwanken.

Hilfe für Deutschland.

wb. Pari», 8. Mai. Au» Washington wird ge­meldet: Der republlkanische Senator Franke Hot im Senat einen Gesetzentwurf eingebracht, um Deutschland zu helfen, in Amerika die für seine Wiederaufrichtung notwendigen Materialien einzukaufen und zu helfen, Vie Wiedergutmachungsverlangen zu befriedigetr. Durch den Gesetzentwurf soll die War Torttoration die Erlatwnis erhalten. 250 Millionen Dollars den Käufern von Nahrungsmitteln und Rohmaterialien zu leihen. Die Corporation solle 8 prozentige deutsche Werte tn Zahlung nehmen. Di« War Eorporation hat dem Gesetzentwurf zugestimmt.

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itr dtiWi Stellt.

Die Seitungen von den» ettflegen.

Eine außerordentliche Hauptversammlung de» Vereins Deutscher Zeitungs-Verleger war für Mitt» woch, den 5. Mai in Dresden anberaumt worden, weil der Vorstand tn Anbetracht der immer bedrohe sicher werdenden Lag« der deutschen Press« «tw Aussprache für dringend notwendig ansah. Der Vorsitzende, Dr. Robert Faber, gab eine Darstellunß der Nöte, die sich zur Lebensbedrohung für die d«ud> chen Zeitungen vereinigt haben. Er betonte, datz es sich dabei nicht sowohl um die besondere tato» 'trophale Not eines einzelnen Gewerbe» handelt, deren Auswirkung nicht geändert oder gemildert wird, i enn eine kleine Anzahl von Betrieben noch. Widerstandskraft aufbringt, sondern um all die Folgen, die der Zusammenbruch der deutschen P-esi« für die Oeffentlfchkeit und die Bolksgesamtheit un­abwendbar nach sich ziehen mutz. Dr. Faber machte erschreckende Einzelangaben über die durch di« schwere wirtschaftliche lleberlastung bereits einge­tretenen inneren Veränderungen in der Wirtschaft der deutschen Zeitungen. Das Situationsbild ist in allen seinen Einzelheiten derartig tröst» los, daß die Herausgeber der deutschen Presie sich veranlaßt sehen, im einzelnen noch über Rettungs­aktionen zu beraten, aber auch zu der bei der weite­ren Entwicklung in bedrohliche Rühe rückenden Stillegung der Zeitimgsbetrieb« Stellung zu neh­men.

Die Katastrophengefabr verschärft sich zusehend» durch das ungehemmte und ungeheuerlich« An st eigen der Papier - und Material­preise rind durch neue Lohn- und Er- haltsforde Zungen. .Die Herausgeber bet deutsche» Zeitungen sind sich ihrer besonderen Pflichten gegen die Volksgefamtheit durchaus be­wußt, aber jede Einsicht und jeder Opferwille finden ihre natürlichen Grenzen in wirtschaftlichen Unmöglichkeiten. Di« Regierung und die Nationalversammlung sind frühzeitig und unter Vorlegung von schwerwiegen­dem Tatsachenmaterial unterrichtet worden, aber die sich daraus als unnmgängl'ch ergebenden Matz, nahmen sind nicht et folgt, oder sie wurden durch da« Verhalten einzelner Regierungen so erschwert, datz mit Recht der Regierungsvertreter eines füddeut. chen Staates kürzlich sagen konnte, es fei unerhört, wie man es fertig bringe, gleichreitig feierliche Er­klärungen über die Lebensnotwendigkeit der Er­haltung einer freien und publizistisch leistungsfähi­gen deutschen Presie abzugeben und nicht« gu tun, um diese unentbehrlichen Or­gane des öffentlichen und wirtschaft­lichen Leben» zu erhalten.

So muffen die Herausgeber der Zeitungen sich darüber im klaren sein, daß jedenAugenbl'ck die Unm öglichk«it de« Weitererschei* nens der Zeitungen eintreten kann. Solange es noch möglich ist, muß versucht werden, diesen Zeitpunkt noch hinattszufchieben. Es mutz alles mögliche geschehen, um das Eindringen aus. ländischer Presieunternehmungen unter deutscher Flagge und die AurschlachtungderDrucke- reibetrtebe bet Presse, die Abwan­derung der Maschinen und des 99ta» tertals in da, Ausland zu verhindern. Ob freilich nach einer Stillegung die Zeitungen wieder aufgerichtet werden können, nach dem Ehaos, das durch di« fehlend« Einwirkung der freien Presie auf die öffentliche Meinung und die Wirtschaf ent­stehen mutz, das erscheint höchst zweifelhaft.

Mit Erschütterung hörten die aus ganz Deutsch­land nach Dresden gekommenen Delegierten der Verlegerverbände von einem Kollegen aus dem be» setzten Gebiet, datz bereit» zusammengebrochene deutsche, früher blühende, Zeitungen von der Entente aufgegriffen und ihren Zwecken dienstbar gemacht worden find. Auch sonst wurden au» den verschiedensten Gegenden des Reiches Ein. zelheiten mitgeteilt, di« sich begreiflicher Weise der öffentlichen Erörterung im politischen und wirt- schaftli^n Allgemeintnteresie entziehen, die aber gleichfalls den ganzen Ernst der Lage erkennen las­sen. Es ging weiter daraus hervor, datz der poli­tische Radikalismus zweifello« in der wirtschaft­lichen Vernichtung der fielen Presie eines seiner Ziele sieht und datz e» ihm teilweise gelungen ist, selbst auf diejenigen zu wirken, di« schließlich mit der Existenz der Zei. t u n g e n , di« ihnen Arbeit und Brot geben, ihr« eigen« Existenz durch die Vertretung unerfüllbarer, radikalistifcher Lohn, und Gehaltsforderungen ver­nichten.

Bemerkenswert erscheint zur Beurteilung der Lage ferner, daß bereit» groß« und mittler« Druck«, rcibetrieb« stillgeleat werde» mutzt«».und

Polnisch-tschechisch« Zusammenstöße im Teschener Gebiet.

tob. Wien, 9. Mai. Wie d'e Blätter aus Mäh- risch-Ofirau melden, zogen am Fr i tg nach Schluß einer Protestversammlnng in Or.au, in der die Er­richtung einer Bürgcrwehr für alle Gemeinden und Grubenbetriebe, die von panischen Arbeitern bedroht seien, gefordert wurde, ungefähr 2500 tschechische Berg­arbeiter nach Poremba und Polnisch-Leuthen, um die polnische Gendarmerie und die polnische Zivilbevöl- kerMtg in diesen Orten zu e n t w a s f n e n. Sie stießen unterwegs auf eine polnische Gendarmerieabteiluug die das Feuer eröffnete, wodurch zwei Berg­leute tödlich verletzt wurden. ES kam zu einem Hand- gemeuge, bet dem mehrere G« ^"rme schwer verletzt wurden. Als nun zwet s^anzch ische und ttalieinsche Schwadron«« erschienen, um den Gendarmen beizu- Hetzen, wandten sich die Bergarbeiter gegen diese und schlugen einen französischen Soldaten nieber. Sie wurden schließlich zerstreut. Gestern nacht kam er auch in Zabräcz bei Oderberg zwischen po'nischen u b tschechischen Arbeitern zu schweren Zusammenstößen, bei denen Militär eingreifen mußte. Fünf Personen wurden durch Schüsse verletzt.

Rußland.

Di« Pole« «un doch l« Kiew.

Warschau, 8. Mai. (Deutsch-Polnischer Presse- Die Warschauer Blätter melden: Gestern Nach- behmbet ein aus Rußland eingetroffenrr Funk-

Das t Vierteljahr de» neuen Haushalte» durst« wieder mit einem erheblichen Fehlberrag ab- schließen. Soweit bi» jetzt die Bprilergebniffe der Reichs, einnahmen vorliegen, weisen diese gegenüber dem töor- anschlag einen pro-en ualen Mindereingang von 25 bis 30 Prozent auf.

91? iifiiflti TilWint iiDieriytlti.

Königsbütte, 8. Mai. DerOberschlesische Kurier" meldet aus Kattowitz: Allem Anschein nach soll der polnisch« Putsch am Montag be­ginnen. Die Polen haben znm allgemeinen Aus­stand mit der Forderung der Entwaffnung der Sich«r- heitswehr aufgerufen. Wenn der Ausstand keinen Er folg hat, soll die Entwaffnung mit Gewalt durch- gefübrt werden. Gestern obenb zogen polnische Sol­daten mit polnischen Aufrufen durch BiSwarckbütte.

tob. Beuthen, 8. Mai. Unter dem Vorwande, die Deutschen beabsichtigten morgen Kundgebungen zu veranstalten nnd polnische Gcschäsfc zu zerstören, sor. dert dieGazeta Ludowa" in Kattowitz dazu aus, den Deutschen zuvor zu kommen und dieOstdeutsche Mor­genpost" in Beuchen, dieKattomitzer Zeitung" nnd denOltrschlesischen Wanderer" in Gleiwitz sowie den Kurier" in Königshütte zu vernichten.

6na.

Sthit (?rörftni«n be» Serfaiflet Beetrage».

Vertagung der Konferenz unvermeidlich.

Genf, 9. Mai. Millerand wird sich, wie nun» Mhr festzustehen scheint, am 13. Mai zur Besprech- pog mit Lloyd George nach Folkestone begeben. Der «ngUsche Echahkanzler Chamberlain und der fran- zöstfihe Finanzminister Marsal sollen an der Kon­ferenz teiknehmen, die drei Tage dauern dürfte. Dte französische Presse gibt nun zu, baß eine Ver- tag«ng der Konferenz von Spaa unvermeid­lich lei, weil schon die Vorverhandlungen der Ver­bündeten nicht rechtzeitig vor dem 15. Mai abge- sKosirn sein dürften.

tzK. venf, 9. Mal. Havas meldet: Die Tages­ordnung für die Konferenz in Spaa ist nach Mille- rands Antrag von den Verbündeten angenommen Danach nehmen die deutschen Delegierten bein em,Fall an eigenen Beratungen und Be- stgen der Staatsmänner über die deutsche Frage

Tr. Wirth über die wirtschaftliche Lage.

Dresden, 8. Mai. Reichssinanzminister Dr. WtrfH sprach gestern abeick» in einer Zentrums- beifoiieitfimg in Dresden über die politisch« Lage. Daki Betonte er u. tu, daß er mit großen Sorgen scheine, denn in den letzten Tagen seien ihm ver- Nikdene Enttä uschungen bereitet worden, die ganze Finanzpolitik und sonstigen Dispositionen Mber beu Hausen würfen. Täglich würden von wt «tnithiea Ministerien neue Fehlbeträge ze- E^ef, Zu den von der Nationalversammlung be- »Aigfeu J Milliarden Mark zur Verbilligung der Bebwswnttel seien bereits wieder 2V, Milliarden Mark Orders ich. Tie Schulden de» Reiche» betrügen jetzt «ü Miiliordcu Mark. Der Gedanke eine» StaaiS- kn&rtifä sei verrucht. Staalsbankerott sei Volks- banterost, und man könne nicht Millionen zu Bettlern um daS Reich zu erleichtern. DaS Schicksal dmi^hen Volkes sei auch das be» französischen.

werde in Spaa unseren Gegnern unsere Ber- offen darlegen. Tas deutsche Volk könne noch ßEhmnal einen Friedensvertrag mit Zwang wie den ßkessallkes rntterschreiben, ober er erweise sich al» 3fcb<?urteii für di« finanzielle und wirtschaftliche van ganz Europa. Es-sei ganz undenkbar Milliarden Goldmark an unser« ßeinbe zu Wen. Di« Eisenbahnen bringen in diese« Jahr« KrPhetrag von 14 Milliarden Mark und die riecn solchen von einer Mlliarde, trotz der «rtsetchShMtg. Da» könne unmöglich so weiter gehen.

Sie Beamten und Arbeiter nicht ihr Letztes nm diese Betriebe so zu gestalten, daß sie Smrr FchrbetrLge aus'veisen, dann ermorde» sie ;UrvLrchbonSsztalisi«rungri«d4»ktM,

Di«Dbetfelhi*« Zeitung" erscheint sechruml wöchentlich.Be,u,,»rei» »».

*etL 3 jH., durch »ie PoK 3.16 JL Fiir «xlfalienö» Ilummern inf»l«e Streik» »er eleaiewteter (iteigmffe kein Grs»tz Serie« »»n Dr C. Hinerotb. Druck »er Uni» -3n*»t. »»n F»h. Aug. fl» *. Warft 21/38. fierNi»recher 66

<nt« lisirtzantinvpel, daß der Sultan, der Kronprinz____

;#« Regierung für den Fall, daß die Türkei durch ven LVertrag Thrazien und Smyrna verliere, Rücktritt gedroht haben.

i^ß am 7 Mai morgens die polnischen Trup­pen in Kuw einrückten.

tob. Rotterdam, 8.Mai. DerDaily Herald"

bngland.

tob. Paris, 8. Mai. Havas zufolge meldet die Time-", daß da» Kabinett endgültig -beschlossen habe, den Preis für Industrie- und Hausbrandkohle zu erhöhen.

tob. Pari», 8. Mai. Wie Havas meldet, kündigte die TimeS" an, daß von Montag ab ein regelmäßiger Lust- dienst zwischen Paris und London eingerichtet wird. Die Fahrt bauert zwei Stunden.

tob. London, 8. Mai. Einige Abendblätter ver­öffentlichen Depeschen au» Belfast, wonach die irische Polizei in den Ausstand treten wolle, wenn die Regierung nicht bi« notwendigen Maßnahmen treffe, um bi« Polizei in der Ausübung ihrer Pflicht zu schützen.

Spaltung der liberalen Partei.

Holländische Blätter melden aus London: Auf einer Ver­sammlung der liberalen Partei in Leamington, aus der ettoa 600 Delegierte au8 England und Wales aMvesend waren, wurden die liberalen Koalitionsminister von verschiedenen Seiten mit feindlichen Zurufen empfangen, die offenbar gegen Mae Namara gerichtet toareu. Brombton brachte eine Entschließung ein, die Asqu, th al» den Leiter der liberalen Partei bestätigt. Eine Ein­ladung Llohd Georges, die Liberalen möchten tn enge Zusammenarbeit mit den Konservativen treten, wird zu­rückgewiesen. Der Minister für Gesundheitswesen Addison erklärte, die Entschließung bedeute die Aus­stoßung treuer Liberaler au» dem Verbände. Alle An­hänger der Koalition verließen geschloffen den Saat und hielten im Stadthause eine eigene Versammlung ab. Die Entschließung wurde hieraus angenommen. Die Amsterdamer ZeitungTelegraaf" bemerkt, Hiermit sei die Spaltung der liberalen Partei endgülitg ge­worden.

tob. Pari«, 9. Mai. Der Londoner Korrespondent des »Temps" meldet, die liberale Koalition wurde eine neue Partei, die den NamenNationalliberale Par­tei" führen werde, bilden. Diese Partei werbe Lloyd George zu ihrem Führer erklären.

Tie Etadt Mexiko in btr Hand brr Aufständischen.

tob .Ntwtzork, 9. Mai. (Reuter.) Di« Re­volutionäre i« El Paso haben die Stadt Mexiko genommen. E» bestätigt sich» daß Tarranza nach Ver« Truz geflohen ist. Außer ben Streitkräften Villa» haben sich 4 weiter« Garnisonen den Revo- lutiontren an gefStoffen.

tob. Mexik», 8. Mai. Präsident «arran za kündig« an, a weigere sich, die Präsidentschast zu betlafft«, toenx kein legal gewählter Nachfolger Vor­hand«« sei. Er erklärt, daß er die Aufständischen bis zum flnßersten bekämpfen totrbe und daß es unmöglich fei, b* «4 ka *. Wat jetzgesetzt« Wahlen Spr­

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««»! möge als Ausbruck der Hofsirung grüne» Laub »in anderes grünes Abzeichen tragen. Die Liga Hua Schutze der Unversehrtheit ungarischen Gebiet» be- tont « einem Aufruf an bk ungarische Kation, daß bkfai Friede nicht unterzeichnet werden dürfe bi» zu dem Klee, da die Gebietseinheit Ungarn» wiederhergestellt H «tb fordert zum Burgfrieden im Lande auf.

ä®. Paris, 9. Mai. (Reuter.) Die Botschafter- feschloß, den türkischen Delegierten einen Monat Seit 63* Beantwortung des Berttages zu gewähren, der am 11. Mai fibergeben wirb.

wd. London, 9. Mai.Weekly Dispa ich" werdet

Paris, 8. Mai. Havas meldet: Man versteht dir Gründe, die Deutschland bewegen, eine Ver­tagung zu fordern. Das Kabinett Müller kann nur $is zu den nächsten Wahlen bestehen. Es schreibt sich ni^ht genügend Autorität zu, um Deutsch­land sirr die Zukunft in der Frage der Wiedergut- Mchtrngen zu verpflichten; andererseits fürchten die beotMcn Politiker, die nach. Spaa gesandt werden, dk persönliche Verantwortung vor dem deutschen Stoffe am Vorabend der Wahlen. Die deusiche pffc-itktche Meinung hatte geglaubt, daß in Spaa bw Friedensvertrag von Versailles zur Sprache käme. Die verbündeten Regierungen erklärten je» hi keinem Falle auf eine Erörterung des

Wnirages einzugehen.

? |tndet steht:Verrucht ist die Hand, die diesen Frieden * ^mtoerfchmibt!" Es werden Aufrufe veröffentlicht, in + btuetä es heißt, niemand solle Trauerfahnen hiffen,' denn das geschichtliche Ungarn werde nicht sterben. Jeder-

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