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Klais, t MiX- mfiifen. folge« 8171 jm«.

Aestvtzt ans diese Darlegungeir der Denkschrift rich­tet die deutsche Regierung in de*-Note an die Wieder- -Mmschnngskommission daS Ersuchen, Deutschland die-

Jeder Bewerber aus einem Wahlvorschlag, bet te 60000 Stimm«« auf sich vereinigt, ist gewählt. Ueberschtetzende Stimmen werden vom Kretswahl« Vorschlag zunächst dem Wahloerbandsausschutz, baut dem Reichswahlausschutz zugeschrieben. Auf je 60 000 in dieser Weise gewonnene Res stimmen ent­fällt ein weiterer Abgeordneter. Eine neue Ein­richtung ist die R, i ch s l t st e. Mindesten» 16 Tage vor der Wahl können dem Reichswahlleiter Reichs« Wahlvorschläge eingereicht werden, dir von minde­stens zwanzig Wählern unterschrieben sein müssen. Durch diese Einrichtung soll ermöglicht werden, datz die in den Wahlkreisen wie auch in den Wahlkreis­verbänden nicht aufgebrauchten Reststimmen der Reichsliste zugeführt werden können, bei der aber- mals auf je 60 000 Stimmen ein Abgeordneter ent­fällt. Die Parteien erhalten dadurch Gelegenheit, besonder» hervorragende Persönlichkeiten, die aber au» irgend einem Grunde nicht dem Wahlkampf sich aussetzen wollen oder können, trotzdem in da» Parlament zu bringen. -

In den Abstimmungsgebieten wird vorläufig n i ch r gewählt, die dort bisher bestellten Abgeord« neten gelten auch weiterhin bi» zur Vornahme neuer Wahlen al» die berufenen parlamentarischen Vertreter.

Die Wahl kosten, die den Gemciuden au» den Reichstagswahlen entstehen, träj zu «/, das Reich. Alle anderen Wahlkosten, die also unmittel­bar au, der Wahlhandlung und der Ermittlung des Wahlergebnisse» erwachsen, trägt das Reich allein«

nend, daß in Tarnowitz trotz strömenden Regens eine über 10006 Personen umfaßend« Demonstration durch- gcführt wurde, die besonders den lieber griffen der 'ran- zösischrn Soldaten galten. Ein französischer Soldat wurde von den erzürnten Bürgern der Polizei über­geben. !

»ob Ratibor, 6. Mai. Die blutig verlaufene» Poleukundgebungen am Sonntag veranlaßten sämtliche politischen Parteien, Arbeiter- und Angestcltteugetverk- schaften unb Beamtenverbände in Ratibor, einen ener­gischen Protest an die interalliierte Kommission in Oppeln zu richten, in dem eine sofortige eingehende linnrUlchung und die Bestrafung der llrbeb-*' sowie deren dauernde Entfernung aus dem Abstimmungs­gebiet gefordert wird.

stund der Dock- und Hafenarbeiter schon in den nächsten Tagen ein Abflauen bemerkbar machen werde, infolge de» deutlich« Zögerns der Korporationen, den Ausstand vrt.usetzen oder die Arbritsruhe anzuordnen.

All« Angestellten der verschiedenen Eisenbahnlinien, die ihren Dienst nicht wieder ausgenommen haben, werden heute durch Briest dazu aufgesordert. in denen erklärt wird, daß sie, wenn sie bi» Donnerstag nicht ,ur Arbeits- stelle zurückgekebrt sind, wegen Vertragsbruch an» der Liste gestrichen werden.

Hava» meldet aus Rouen, daß die Seeleute beschlossen haben, von heut« ab sich dem Ausstand na;nschlleßen.

!8rtl Mi Witzln.

Wer kann wählen?

Jeder, der am Wahltag Reichsangehöriger und 20 Jahre alt ist, kann wählen. Da d t» Wahlrecht gleich ist, hat jeder Wähler eine Stimme. Wählen kann nur, wer in einer Wählerliste steht. Ein Wähler kann nur in dem Wahlbezirke wählen, in dessen Wählerliste er eingetragen ist. Ferner gibt es noch die neue Einrichtung der Wahlscheine. Sie sind dazu bestimmt, denjenigen Personen, bi« kraft ihres Amte» oder Berufes am Wahltage nicht an einem bestimmten Ort« sein können, die Aus­übung des Wahlrechtes zu ermöglichen, Inhaber solcher Wahlscheine können in jedem beliebigen Wahlbezirke wählen. Da» Wahlrecht kann in fol­genden Fällen nicht ausgeüdt oerden: es ruht für die Soldaten, so lange sie zur Wehrmacht ge- hören,' an seiner Ausübung sind behindert Geistes­kranke und Straf, und Untersuchungsgefangene, von ihm ausgeschlosien sind Entmündigte oder solche, die kraft Richterspruch die bürgerlichen Ehrenrechte verloren haben.

Wer kau« gewählt werden?

Jeder Wahlberechtigte, der am Wahltage 25 Jahre alt und seit mindesten, einem Jahre Reichs- angehöriger ist, kann gewählt werden. Spätestens am 21. Tage vor dem Wahltag sind die Krciswahl- Vorschläge bei den für den betreffenden Wahlkreis ernannten Kreiswahlleiter einzureichen. Solche Wahlvorschläge müßen von mindestens 50 Wählern des Wahlkreises unterschreiben sein. Nur wer seine Zustimmung zur Aufnahme in den Wahlvorschlag gegeben hat, darf in diesem Wahlvorschlag enthal­ten sein. Ein« entsprechend« Erklärung mutz der Betreffende ebenfalls spätestens am 21. Tage vor dem Wahltage dem Kreiswahlleiter zugche« laßen, onft wird er von btt Liste gestrichen.

Wie wird gewählt?

Die Wahlhandlung sowie die Ermittlung be, Wahlergebnisses find öffentlich. Di« Wahl selbst durch die Wähler aber wird geheim vollzogen. Es wird gewählt mit Stimmzetteln in amtlich ge­stempelten Umschlägen. Di« Stimmzettel brauchen nicht mehr au, weitzem geglättetem Papier zu be- stehen, sie können aus etnsachem Zeitungspaptet hergestellt sein. E, ist auch nicht mehr nötig, di» ganze Bewerberltst« auf den Stimmzetteln zu ver- zeichnen, der erst« Name dieser List« genügt und gilt für die ganz« Liste. z

Wer ist gewählt?

Marvrrrg I

Donnerstag, 6. Mai |

Reichstagskandidaturen.

Deutsche Bolkspartet: Potsdams Außer Dr. Stresemann ferner Landrat a.T. o. ftarborff und Pfarrer Dr. Lut der. Di« bisherige Abgeordnete des Wahlkreise- Frau Clara Meude ist neben Dr. Streit- m a n n an die Sold« der Rc'ÄEe gestellt worden: Pots­dam!: Oberbürgermeister Tr. M a r e tz k y - Lichtender», GewerkschastSvorsitzender Gei«ler.

DemokratilchrPartei: Potsdam 1: Dr PaO nick«: PotsdamL: Dr. Ternberg, Rnschke; Ost Hannover: Frhr. ».Richthsirn.

Unabhängig«: Potsdam 1: Dr. vreitscheid, Adolf b off mann (7. Stell«): Potsdam L: Zn beilj Däumi», Löwenstein, lSegmann, Her»!«lb, B 0 gth« rr, -- « .

Polen.

Di« polnische Offensive.

wb. K r i st i a n i a, 5. Mai.Socialdemokra­ten" veröffentlicht ein Moskauer Radiotelegramm vom 30. April, wonach die gegenwärtige polnische Offensive auf Betreiben der Verbündeten, zumal der Franzosen, erfolge. Ausfallend set das gleich­zeitige herausfordernde Verhalten Finnlands bei den Friedsnsverhandlungen.

wd. L o n d o n, 5. Mai. Im Unterhaus fragte Wedgwood, ob die englische Regierung vorgeschla­gen habe, di« Frage des militärischen Vorgehen» Polens dem Völkerbund vorzulegen. Bonar Law wiederholte seine Erklärmrg, datz die englische Re. gisrung den Randstaaten Rußlands keinen Rat über ihr Verhalten gegenüber der Sowjetregierung geben und keine Verantwortung für irgendeine Handlung dieser Staaten übernehmen könne.

Di« polnisch« Marin«.

Warschaus. Mai. Nach langen Beratungen und Unterhandlungen mit den Verbündeten hat sich di« Regierung dahin entschloßen, datz die zu schaffende Flotte Polens aus vier geschützten Kreu- zern und 16 Zerstörern bestehen soll, an Personal find 8500 Mann vorgesehen, davon 150 Offiziere.

tznnmere Regelung vor. Es uiuy, fo schließt die Note, nochmals mit Nachdruck unb Ernst hervorgehoden werden, daß, wenn Deutschland der ge- forderte Schiffsraum nicht belassen wird, da» deutsche Wirtschaftsleben und die innere Ordnung Deutschlands in einer Weise gestört werden, baß die Erfüllung der brutschen WiedcrgutmachungSverpflichtungen in Frage grfiefff, wenn nicht unmöglich gemacht wird.

Italien.

tob. Rom, 8. Mai. (Halms.) Anarchistische Cle­mente, die sich gegen den Beschluß der Arbeitslammer zur Beendigung des Ausstandes in Livorno ausiehnten, plünbex ten zwei Waffen! äden, wobei e» zu einem Zusammenstoß kam. Eine Person wurde getötet unb 20 verwundet, darunter 5 Carabinieri. In Biaceggio hat Generalleutnant Marincola die Leitung der Ge- chäste übernommen und die Beseitigung der tzinder- nisse in den Straßen gefordert, die den Truppen den Zugang sperren. Di- Ärbcitskanlmer fordert zur Wie- 'letaufntijntr der Arbeit auf.

Oberschlksitn.

Berlin, 5. Mai. Für die Erbitterung,

Enqland.

wb. London, 5. Mai. In der Grafschaft Carrv wurde auf Polizisten, die sich zu Rad« an ihre Dienst- «-Ne begeben wollten, geschossen. Ein Wachtmeister wurde getötet, zwei andere wurden schwer verletzt.

Amlliches Derkündigungsblatt des Kreises Marburg.

Tageszeitung für (bas früher kurhessische) Oberhessen

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Auerila.

tob. Amsterdam, 6. Mal.T^egraaf* meldet «ui Washington: Präsident Wilson bat beschlossen, das Beto gegen die Entschließung Lodge wegen Einstel­lung deS FrtkdensznstaudcS mit Deutschland und Ocsterieich einzulegen.

in Oberschlesien über di« polnischen Anmaßungeu die Willkürherrschaft der Franzosen herrscht, ist bezrich-

Nußland.

Rutzland nimmt die japanischen Bedingungen an.

Rotterdam, 5. Mai. Aus Tokio wird ge­meldet: Verhandlungen über den Friedensschlutz zwischen Rußland und Japan haben in Wladiwo­stok begonnen. Die Russen haben alle Waffonstill- tandsbedingungen angenommen; doch ist der Inhalt nicht bekannt.

Kapitulation der russisch«« Freiwilligrn-Arme«.

L o n b o n, 5. Mai. Rach einem bolschewistischen Funkspruch haben sich die Rest« bet Freiwilligen- Armee, die den rechten Flügel Denikin» bilbete, östlich von Sebastopol ben Bolschwisten ergeben. Es würbe ihnen ihr Leben zugesichert, wahrend ihre Anführer zum Tobe verurteilt würben. Es kapitu­lierten insgesamt GO 000 Mann.

Die drei LeSensmittelNasse«.

wb. Haag, 5. Mai. DerNieuwe Eourant" berichtet drahtlos aus Moskau, datz die Sowjet« regiernng beschlossen habe, die gesamte Bevölkerung in Bezug auf die Lebensmittelverteilung in drei Klassen einzuteilen. Die 1. Klaffe umfaßt die Hand­arbeiter in Sowjetunternehmungen und ähnlichen Einrichtungen. Klaffe 2 die Intellektuellen und geistigen Arbeiter. Klaffe 3 Arbeiter in Privatbe- trieben, wo die Menschen nicht ausgebeutet werden.

Aus dkn Abstimmungsgebieten.

Die Besetzung der 1. fchleswigsche« Zone.

Fleniburg, 5. Mai. Gestern ist di« erste Zone von dänischem Militär beseht worden. Zuerst wurde die Stadt Tonbern von 250 Mann Infanterie be- -tzt. Gegen Mittag erschienen 2 Kompagnien In- anterie inHader»lebeu unb etwa um dieselbe Zeit amen auf einem dänischen Kriegsschiff dänische Trup- >eit in Sonbetbutg an. In Haderslchen beteilig­ten sich an dem dem Einzug folgenden Umzug auch englische unb französisch« Besatzungstruppen.

Die L Zone nicht ganz an Deutschland?

wb. P a t1, 5. Mai. Der Vorsitzende der tnter- nationalen Kommtffion für die Abstimmung in Schleswig unterrichtet« den Botschafterrat über das Ergebnis der Volksabstimmung. Er erklärte, datz die Mitglieder bet internationalen Kommission sich nicht vollkommen einig seien über bie Festsetzung der Grenzlinie. Nach demTemps" wäre die Kom­mission einig, die erst« Abstimmungszone Dänemark zuuzspirchen. Wa» bie -wette Abstimmungszoue anbetrifft, so seien zwei Thesen aufgestellt worben. Der englische und bei schwedische Vertreter seien dafür, die ganze Zone Deutschland zuzusprechen, der französische und bet norwegische bagegen mach­ten Vorbehalte inbezug auf das westliche Gebiet und schlügen vor, 4 Kommunen Dänemark zutuspre- chen und den Rest Deutschland zu belasten. Die ge­samte Kommission habe die Aufmerksamkeit bcs Obersten Ra es auf die schwierige Lage g lenkt, in der sich di- dänischen Bewohner der zweiten Zone befinden würden. Und wie ist die Lage der deutschen Bewohner in der 1. Zone?

.wb. Allcnstein, 5. Mai. Bei dem am Don- nerstag auf Kosten der interalliierten Kommission er- fufgcnben Begräbnis des am 1. Mai durch einen Ehauf- fcur der interalliierten Kommission erschossenen Knaben wird die Kommission durch eine offizielle Abordnung

Der ungarische Fr-cbensvertrag.

Pasis, 5. Mai. Der ungarischen Fricdensab- »rbrtMtg wurde bie Antwort bet Verbündeten aus ihre Eimsändr zum Friedensvcrtrag mit dem Bc- Sitdren ^vergeben, daß die endgültige Entscheidung ite z«n» T7. Mal erfolgen Lüste. e

Nr geigen les Irdlrvdes EWmumz. deutsch« Note an tot« Wiebetgutmachung«- kommisfio«.

wS. Berlin, 5. Mai. Die deutsche FriebenS- «bordnnng in Pari» überreicht« bet Wledergutmach- «ngSkommission eine Denkschrift, in btt in Ergän- tong bet von der deutschen SchisfahttSabordnung be- im März 1910 übergebenen ersten Denkschrift «iseiSt wird, wie groß die Einfuhr der für Deutsch- land kebenZwichilgen Rohstoffe vor dem Kriege war tznd tote diese Einfuhr sich «ach dem Krieg« infolge btt Wirkungen der Friedensvertrages einschränkea mußte. Zugleich zeigt bie Denkschrift, baß eine weitet« Einschränkung im Hinblick auf bie Volksgesundheit, tzs« Notwendigkeit der Arbeitsbeschaffung und die Rnhe Und Ordnung nicht möglich ist. (£8 wird ferner statistisch dargetan, wieviel« von den «ingeführten Roh- koksen »ar dem Kriege zur ©et nach Deutschland tran^srtikrt worden sind und welche Mengen dement- ltzrechrnd von dem jetzt vermnttzerte« und« Deutsch­land unbedingt notwendigen Rohstoffbedarf künftig zur Sce eiugeführt werden müssen. Die für den Trans­port dieser Mengen Rohstoffe erforderliche Tonnage wird dann berechnet und gezeigt, daß bei strikter Durch- führnng des FricdenSoertrages 700 000 Tonnen Schiffs­raum fehle n würden. In der Erwartung, baß bie Hössir hiervon irgendwie anderweitig beschafft werden kann» kommt bie Denkschrift zu dem Ergebnis, baß, wir stdon in der ersten Denkschrift beantragt, Deutsch­land zur Vermeid trug eines wirtschaftlichen Zusammen- öruchs 350000 Tonnen seines eigenen, zur lieber- (gäbe an bis Verbürtdeten bestiminten Schiffsraums zunächst belassen werden müssen.

Tie Londoner Besprechungen.

Die Eutfchädigungszahlung De«tschla«bs.

wd. Parts, 5. Mat. (Havas.) DerPetit Ps-risicn" will wisse«, daß bk Verbünbete« bet ihren bisherigen Besprechungen eine Einigung über bie Ersetzung ihrer Geschäftsträger in Berlin burch « o r s ch a f t e r gesucht haben, eine Entscheibunga sei aber noch nicht getroffen worben. Immerhin ist aber nicht anziinehmen, baß bie Gesandtschaften vor bin deutschen Wahlen roteber besetzt würben. Das Hau. niel bet im Lause dieser Woche i« London startr-ttdenden Besprechungen zwischen Chamberlain und den französischen Sachverständigen wirb fein, ein Einvernehmen zwischen Frankreich unb Eng- land über die Entschädigung herbeizuführen, welche Deutschland zu zahlen habe, unb ben Anteil Frankreichs an ben Zahlungen festzustellen.

Rotterbam, 5. Mai. Aus Paris wirb ge- melbct:Echo be Paris" schreibt: In San Remo halt'« englische, französische unb belgische Abgeorb- i : oft ne bie Italiener zu fragen, grundsätzlich Kystom bei Progression (jährliche Abzahlung : Milliarden Eolbmark) als Minimum füi 30 Jahre gefordert. Die Regierungen sind aber not i nicht daran gebunden, und es mutz ernsthaft er­wogen werben, bevor man auf anbete Möglichkei­ten verrichtet, das heißt, baß Deutschland berechtig fein würde, in jährlichen Raten Zahlungen von 125 »de: I5p Milliarden zu leisten. Die Frage ist aber, wic die Summe unter den Verbündeten verteilt werde-', soll. DasEcho de Paris" schlägt vor, daß bie Foröerungeu für zerstörte Gebiete und Berg­werke den Vorzug haben müßten vor ben zerstörten Schiffen.

wb. Lonbon, 5. Mai. (Reuter. Amtlich. Li« Regierung schlägt vor. aus bet ersten von Deutschland erhaltenen Entschädigungszahluug fünf Stoll tonen Pfund auszusondern unb in bestimmten Fällen zur Zahlung an Private zu verwenden, bie auf Grund bei im Kriege erlittenen Verluste TnMhadigungsanspriiche gestellt haben.

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Aus dem besetzten Gebiet.

mc. Koblenz, 5. Mai. Der amerikanische Kom­mandant in Montabaur (Westetwald) hat angeordne-, daß allen Mädchen, die sich sittlich nicht einwandfrei geführt haben, dieS int Paß und Personalausweis verwerft wird. Namentlich aber sollen solch« be­sonders gekennzeichnet werden, die Mutter durch ante» tikauische Soldaten geworden sind.

Die Rheinlattd-Kommiffion in Koblenz hat auf die einstimmig« Sitte der Wiesbadener Bürgerschaft nm Wie­dereinsetzung des auSgewiesenen Oberbürgermeisters G l ä s- ftng einen ablebnenden Bescheid erteilt.

Ivb. Valparaiso, 5. Mai. Aus die Kunde von dem brutalen Vorgehen des sranzösischen Militärs bei der Besetzung Frauksurls veranstaltete die deutsch« Kolonie in Valparaiso eine Geldsammlung bie 25 000 Mark ergab. Tieier Betrag soll der Stadt Frank­furt zur Auszahlung an die Hiuterätiebenen der bei den Zwischenfällen gelöteten Frankfurter Börger» ausge­händigt werden.

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Der Ausstmrd in Frmrlttich.

>vb. Paris, 8. Mai. In ossiziellen Kreisen ist man einer Havasmeldung zufolge der Ansicht, daß der Eisenbahnerausstand seinen Höhepunkt erreicht und dem­nächst mit einem vollständigen Fehlschlag endigen torrbe. Bis jetzt sei es nicht einmal noltvendig gewesen, die für alle Fälle vorgesehenen Autos einzustrl-en. In« fohndessen wird weder die Requiriernnz und noch wemgei die Mobilmachung deS Personals ins Auge gesoßt. SBa3 die Bergarbeiterbeweguuz anüelaugt, so hält man dir für rufrddenstellenlr, da bie Gruben in den Depar­tements Nord und Pas de Calais 27 000 Tonnen bei einer täglichen Gesamtproduktion von 40 000 Tonnen ließrn. Weiterhin glaubt man, daß sich in dem AnS-

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