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Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.

Tageszeitung für (bas früher kurheffifchej Oberhessen

X. 102

Di«Oderheffücke Zeitung" etiübetnt feebental «SSxntlick. «-»»arvrki, »». ,etL 8 X., durch d « Poft 8.18* F»c «u<faCtn6t Äwnwtetn infolge Statt« »dir e!em«Ät«ei (feteigtuffe tetn Ersatz Serie« »en ^*"«ttz.

Druck der Uni» -Suckdr. »en Job.««. fi» *. Werft 21/38. .j«txi»te*et 55

Marvnra

Dienstaq, 4. Mai

Der Wiqelgexetet» beträgt fir die Igel». Zeile TS V« ewtH* »nd eeewir- tiee 00 , Reklemejeil« 2,00 X. Zeber Mebett gilt elf Berrebett Se Iwtfxwh durch die 6e|*äftsfteHe e. Vermittlung bet Iwgebete 36 j Gexbetgtbibt. vottscheckkonto: Mr. 5015 Amt Frenksnrt a. M.

55.* WV 1920

znedMmu.

tob. Paris, 3. Mat. Nach englischen Blättern begab sich eine Abordnung englischer Bankiers nach Deutschland, uni sich über die Geschäftslage zu unter« richten. Die englischen Bankiers würden auch den Plan der Ausgabe intmurtwnalct BondS unter dem Schutz des Völkerbundes prüfen, durch die man den Kredit Europas wieder heben wolle. Man spricht von einem Betrag von 4 Millionen Pfund Sterling.

!. Rotterdam, 3.Mai.Dail» Mail" meldet, Ke in England zurückbehaltenen deutschen U-Boot« fernmanbanten werden, auf Anordnung de- Kabi­netts, am 15. Mai nach Deutschland entlasten.

Wb. Berlin, 3. Mai. Die deutsche Schistahrtskm- Mission ist unter der Fübrung von Geheimrat Stetiger wieder nach London abgereist, um die Unterhandlunge« Über bk Abgabe der deutschen Schisse sortzufetzen.

Rech keine Räumung deS Maingaue».

kg. G e n k. 3. Mai. DerTemps" meldet, daß der französische Ministerrat am l.Mai die letzte deutsche Note nach Räumung Frankfurts und des MaingauS »bgelehnt habe. Es wurde nur die prinzipiell^ Ge­neigtheit Frankreichs erklärt, die besetzten Stähle der neu- traben Zone zu räumen, sobald die rüMändigen Ver- trvgSverpsiichtungen durch Deutschland erfüllt seien.

Journal des Dubais" meldet, Frankreich beantragte heim Obersten Rat die Besetzung Frankfurts fort- benern zu lassen, bis die deutschen Voraussetzungen zur Ränmung erfüllt seien.

tob Mainz, 3.Mai. Der Oberbefehlshaber der Rhrfuarmee, General Degoutte, erlässt eine Bekannt­machung, wonach angesichts der allgemeinen Lage und der. ausgezeichneten Haltung der Bevölkerung seit dem 6. gemäß Entscheidung der interalliierten Som« misiwn (fir die besetzten Rheinlande der BelagerungS- xnstand in den früher besetzten Gebieten des Brücken­kopfes Mein'. ,wc er durch Verordnung vom 6 Avril tzcrhäng? worden Ivar, aufgehoben wird, neulich in den 3kyrfen Höchst, Königstein, Groß-Gera», Sangen- schuatbach und Wiesbaden Stadt und Land. Ferner treten die aus Grund des Belagerungszustandes angc- bwltrn Ztrasbestimmungen nutzer Kraft. Für die neu besetzten (Mncfe des Brückenkopfes Mainz tritt eine Amidernug der Bestimmungen vom 6. April und der späteren Anordunngen nicht ein.

Hon beachtenswerter Seite schreibt man uns ans Frankfurt a.M.: Die Bevölkerung protestiert aus das schärfste gegen die Besetzung unserer Stadt und bt? MainganeS durch die Franzosen. Die Besetzung wird immer drückender und lästiger empfunden. Wenn auch die farbigen Franzosen, die Afrikaner-Horden, gänzlich ab« gezo.ren und durch meiste ersetzt worden sind, so erregen die beschränkende!', und kleinlichen Belästigungen des Ver­kehr» .die Bauvorschriften nsw., die Einquartierungen, Br strasungen von Bürgern, immer mehr Unwillen und Ver­bitterung in alten Kreisen. Es müßten alle Mittel, die Erfolg.versprechen, n:i» ans dem derzeitigen, dnrch dir Besitzung unserer Stadt und des Maingaues veranlaßte« kllko.lichen und jammervollen Zustände herauszubringeir, in Anspruch genommen tverden. Wir müssen überall, auch in allen anderen Städten und Bezirken deS Deutschen Reiches, alles nusbieten, um dem ganz ungerecht- sertiaken Instande dem Krieg im Frieden schnellsten» »in Ende zu bereiten. Von einer ganzen Anzahl berufe« «er. führender und leitender Stellen sind zwar schon Pwlestc beschlossen und an dir Reichsregierung und die Volksoertcetung ergangen, auch öffentlich in den TageS- blattern bekannt gegeben worden. Es muß aber noch viel mehr und von allen Seiten und immer wieder schärfste Verwahrung gegen die ungerrchtferttgir Besetzung in nachdrücklichster Form eingelegt wer­ben . Wir dürfen uns nicht still und geduldig in das Unvermeidliche fügen und. ergeben. Und da wir uns mit der Waffe nicht wehren können, muß es auf andere Weise geschehen. Mr müssen unser Recht und zwar schnellste Befreiung von der vertragswidrigen Besetzung mit allem Nachdruck fordern. Wenn immer wieder in toir« kungs voller. eingehend begründeter Form gegen dar schrei« Htbc Unrecht Stellung genommen wird, dann wird die- be« sÜmmt seine Wirkung nicht verfehlen und bald anders werden.

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Aus den AbstimmmlstSgebieteru

wb. ScnigSbcrg, 3. Mai. Ein von einem französischen Chauffeur geführtes Auto, in dem noch zwei in japanischen Diensten stehende Zivllchauffeure sich befanden, fuhr auf der Landstraße nach Wartev.berg kurz hinter Atlenstcin gegen einen Baum. Einer der 9htfaffeft wurde aus dem Wagen geschleudert. Als sich Kinder urn dar Auto sammelten, gab er einen Schuß »u» feiner Bißole ab, wodurch ein 13jähriger Knabe tödlich verletzt wurde. Der Chauffeur und beide tznsaßft« lvurden von der interalliierten Kommission hi Hach genommen. DieAllensteiner Zeitung" be« Merk dazu, daß die Insassen deS Autos sinnlos be« trnnt<* waren.

>. FlenSburg, 3. Mai. Die Meldung deS ^Fter-sbuogsr Tageblattes", wonach dir Internationale ßömm.Wo« erklärt habe, ihre Tätigkeit werd« mindestens «och 8 Monate dauern, wird von denFlensburger Nach» ptchten ovs tstranb einer von der Kommission triuUtn Luskcknft «S unwahr bezeichnet.

Die kmliliiig in Atrslhlkßkn.

Nene blutte Zusammenstöße.

toi. Oppeln, 3. Mai. Die überan» erregte Hal­tung dec deutschen Bevölkerung in Oppeln, die and) feute anhielt, hat die polnischen Vertreter der Ab- limmungSkommission sowie das polnische Konsulat »er« anloßt, au» Oppeln abzure isen. Nur unter dem Schutz französischer Truppen gelang eS ihnen, da? Hotel auf einem Seitenwege zu verlassen, da sich bereits eine zahlreiche Menschenmenge mrgesammelt hatte, die eine überaus drohende Haltung gegen die polnischen Agitatoren einnahm. In Oppeln waren jeute die Geschäfte und Zeitungen der Großpolen ge- chlossen. TaS polnische Konsulat wurde unter den Sckutz französischer Truppen gepellt. Die Räume waren gestern, al» e» »« der Menge gestürmt wurde, mit Ga» ungefüllt An allen Stadtteilen kam e» auch heute ya blutigen Zwischenfällen. In der Nosenterger Straße wurde ein Pale, der gestern auf >ie deuksche Bevölkerung geschossen hatte, erschossen.

tob. Benthen, 3. Mai. In btw hiesigen Ge- richtSgefängnir forderte eine Anzahl Gefangener, die wegen bt? Richterstreiks nicht abgeurteilt werden kön­nen, daß sie sich mit der interalliierten Kommission in Verbindung setzen können mit dem Ersuchen, daß die dentsch« Justiz wieder eingesetzt werd«. Da dem Ver- langen nicht sofort stattgegeben toutite, zerstörten sie die Einrichtung der Zellen und schossen au8 den Fenstern. Sicherheitspolizei, die sofort eingriss, machte von der Schußwaffe Gebrauch und stellte die Ruhe wieder her. Bor dem Gefängnis sammelte sich eine große Menschenmenge. Die darunter befindlich«« Polen nahmen eine drohende Haltung gegen die Sicher­heitspolizei rin und sympathisierten «tit den Gefangenen, die ans den Fenstern riefen. Nach­mittags zog eine französische Wache in dem Gefängnis auf.

Berlin, 3. Mai. Zwischen Bärenhof nnd Bis- marckhütte kam eS, wie dieB. I" an- Königshülte

meldet, zu Zusammenstößen zwischen entern pol­nischen DemonstrationSzug und deutschen AuSflüglern, die Mandolinen spielten. Als die Polen bei der Be­gegnungEs lebe Polen" riefen und polnische Fahnen schwenkten, stimmten die Deutschen zur Mandolinen« hegtet hing das LiedDeutschland, Deutschland über alle»" an. Berittene polnische Bauernburschen spreng­ten nun in die Singenden hinein und schlugen sie mit Eisenstöckcn blutig, verfolgten sie bis BiSmarckhütte und Radoschau in die Häuser hinein und teilten Stock­hieb« aus.

tob. BreSlan, 3. Mai. Heute fand eine große Kundgebung für Oberschlesien statt, die folgende tele» gravbische Kundgebung an Obecschlesien richtete: 20000 zu einer Kundgebung in der Jahrhundertgedenkhalle in BreSlan versammelten Oberschtesier und Nichtoberschle­sier übermitteln ihrer alten Heimat herzliche Grüße mit dem Gelöbnis unverbrüchlicher Treue und foAern ihr« Landsleute in Oberschlesien auf, feg und treu zusammenzustehen und durchzuhalten.

PolnischeUrlauber" in vberschlesten.

vkySlowitz, 2. Mat. Polnisches Militär kam Freitag abend tn Stärke von 150 bil 200 SWann ar» Modrzefow über die Grenzbrücke nach MySlowitz, um von hier au» in alle Gegenden Oberschlesien» mit der Bahn weiterzufahren. Al» die Einreiseerlaubnis an» Kattottütz erteilt wurde, sind die angeblichen Urlauber von der französischen Wache in Modrzejow abgcholt wor­den. DaS Auto wurde von regulären polnischen Sol­daten geleitet. Ein polnischer Leutnant und ein Feld­webel begleiteten den Transport der Urlauber von der Haller-I rjjee, die angeblich zum Besuch ihrer Angehörigen nach Oberschlefien gekommen waren.

Wie auS Oderberg verlautet, erstreckt sich die pol­nische Mobilisation nicht nur auf den Posener und Thorner Kreis, sondern wird auch in ganz Galizien in großem Umsang vorgenommen. Die Einberufenen müssen sämtlich innerhalb 24 Stunden eiurücken.

Der ProtrstauSftanb In (Eupen und Malme»».

wo. Vt 11 rn, o. Mai. Ein Teil der 1-elgischen Presse sucht eS so darzustellen, als sei der General­streik in den Kreisen Eupen und Malmedy ein Mach­werk politischer Agenten oder als würde er zur Er- kämpfuug wirtschaftlicher Forderungen geführt. Dem- gegenüber stellt hieDeutsche Allgemeine Zeitung" fest, daß mit dem Generalstreik der allgemeine Prvtest der Bevölkerung gegen die belgische Vergewaltigung zum Ausdruck kommt Die Einwohner lehnen sich aus gegen di: Art, wie die Belgier die Volksabstimmung handhabe'.».

Die m«r»lka»ifchen Kraueuschäirder im ®«argebiet.

Saarbrücken, 2. Mai. DaS Stabtverorbneten- kollegium der Stadt Saarbrücken beriet in seiner letzten Sitzung über einen Protest gegen die zahlreichen Ucber- fälle von Frauen und Mädchen durch Marokkaner und ersuchte die Stadtoerordueten um eine energische Schutz­aktion. Angesicht» der kaum noch einzudämmenden Er­regung der Saarbevölkerung über di« sich häufenden Freveltaten der farbige« Frauenschänder stehl zu hoffen, daß die Regierung deS Saarlandes sich endlich veranlaßt fühlt, gegen dies« französische Kulturschande Front zu mache«.

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Tie Lage im Industriegebiet.

kg. Bctli«, 8. Mai. Mitglieder der Berliner Eutentekommifsion sind am Montag in daS Ruhrgebiet abgereift, um über die Durchführung der Räumung bet neutralen Zone Bericht an den Obersten Rat zu er­statten. Die Kommission seht sich onS fünf französi­schen, drei englischen und j« einem belgischen und ita­lienischen Offizier zusammen.

tob. Düsseldorf, 8. Mai. Da» ReichSwehr- reghwent 61, da» in bet Nacht zum 20. März Düstel- dors verließ, bezog toiefcet feine alte Garnison. Mit ihm rückte eine Abteilung staatlicher Sicherheitspolizei in Stärke von 1000 Mann ein, die am Bahnhof und Rathaus den Sicherheitsdienst übernahm. Der Abbau der Ort-ivehren verlief nach dem von der Stadt­verwaltung aufgepellten Plan progtammäßig.

Remsckeid, 4. Mai. Hier traf aus dem Lager Delbrück bei Köln ein neuer 200 Mann Parker Trans­port flüchtiger Rotgardisten ein. Die Flüchtigen wur­den im Lyzeum uniergebtacht, sodaß die Schute auch weiterhin den Unterricht ausfalten lassen muß. Gegen diese Schädigung der Schute hat da» Lehrerkollegium beim Provinjschulkollcgium Einspruch erhoben.

Ei» unbequemer Zeuge ermordet.

tob. Münster, 8. Mai. Freiherr v. Wester- Holt aus Schloß Sythen, der heute vor dem Kriegs­gericht in Münster al» Zeuge gegen den toegen Plün­derung des Schlosses Sythen angeklagten Rotgardisten Susan auftreten sollte, wurde heute Morgen bei Etzchen ermardrt achgchivdrn. vereit» »et einiger Zeit

war angekündigt worden, daß 20 000 Mark von bet Roten Armee auf seinen Kopf ausgesetzt tuorben seien.

General v. Waltet hat, toi« dasWests. VolkS- btatt meldet, an di« Behörden und die Bevölkerung seine» bisherigen Wirkungskreises einen Scheibegruß ge­richtet, der folgendes bemerkenswerte Urteil Über die Haltung der Regierung enthält:Stet Herr Reichspräsi­dent hat meiner Bitte um Enthebung von meiner Stelle entsprochen. Ich habe «ich zu diesem Schritt gezwrnqpn gesehen, da ich di« Uebetzeugung gewann, daß auf dem neuerdings «tit ausgezwungenen Wege da» von mir erstrebte Ziel, Ruhe und Ordnung in dem mit anvertrauten Bereich herzustellen ni ch t zu erreichen ist.'

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Die polnische Offensive geqen Rüterußland.

Ein Aufruf der Mäteregierung. Englisch« Warnungen.

wb. Amsterdam, 3. Mai. Englischen Blättern zufolge richtete die Sowjetregierung einen Aufruf an die Arbeiter, Landtente und roten Soldaten, worin eS heißt:Sowjetn-.ßland, das Denikin, Koltschak und Judenitsch besiegt hat, ist imstande, mit Feuer und Stahl den Polen und denen, die hinter ihnen stehen, zu beweisen, daß die Zeit, wo die russische arbeitende Bevölkerung wehrlos war, zu End« ist. Ihr könnt den polnischen Kapitalisten und Großgrundbesitzen einen solchen Schlag versetzen, daß ein Echo in den Straßen aller Hauptstädte der Welt wiederhallt." DieWest­minster Gazette" schreibt zu diesem Aufruf, keiner der neugeschasienen Staaten brauche den Frieden dringen­der als Polen. DieDaily News" nennt den Krieg verbrecherisch. Die Verbündeten sollten der polnischen Regierung keinen Kredit und kerne Kriegsmaterialien geben. Der Völkerbmidsrat müsse zusammengerufen werden. DieTimes" sieht dagegen in dem polnischen Vorgehen nur einert Akt der Selbsthilfe.

Wie daö Reutersche Büro aus Warschau meldet, haben die Polen bei ihrem Sieg übet die 12. bolsche­wistische Armee 15000 Gefangene gemacht.

Der 1. Mai.

tob. Ro«, 8. Mar. Zwischen einet anarchistischen Gnppe und der Polizei kam eS am 1. Mai zu Zu­sammenflüßen. Einige Polizisten und Demon­stranten wurden verletzt. Die Ruhestörer hatten 2 Tote und etwa 30 Verwundete. In Pola stießen Demo», {tränten bei ba Maifeier mit Soldaten zusammen. Bei der Schießerei. bic folgte, wurde ein Offizier und ein Demonstrant getötet. Die Zahl der Verletzten wird auf ettoa 80 geschätzt. Im übrigen ist der 1. Mai tuhrg verlaufen. Der öffentliche Ttenft vor allem der Eisen­bahnverkehr, wickelten sich regelmäßig ab.

wb. Amßserdam, 3. Mai. Au» New Hork wird gemeldet, dach der 1. Mai in den Vereinigten Staaten «fett etngt Ltörungr» verlaufe» ja. Beamt« und

Bundesbehörden, Privatdetektiv« und Polizisten hätte« !>en ganzen Tag über die öffenttichen Gebäude sowA die Wohnungen und Geschäftsräume der Millionäre bewach«.

kg. Berlin, 8.Mai. Wie verblutet, haben bb Berliner Gewerkschaften beschlossen, die Ablehnung bet

Unternehmer, den l.Mai als Arbeitstag zu belebten, nicht mit einem Streik zu beantworten, wie es vorn roten

Vollzug-tot und bat revolutionären Betriebsräten ge«

ordert worden wat.

AtWWtmmi.

Die Deutschnationale Volkspartei pellt tat Wahl­kreis 3 (Potsdam 8) an erster Stelle den verlagSbitektot und Hauptschristleiter derDeutschen Zeitung" öu(le, im Wahlkreis 2 (Berlin -den bisherigen Abgeordneten Reg.- unb Baurat Laverren» auf.

Die Deutsche «olkSpattei stellt hn Wahlkreis 18 (Süd- Hannover - Braunschweig) an erster Stelle Hofbesitzer Dusche- Isernhagen, im Wahlkreis 26 (Düsseldorf Wesv den bisherigen Abgeordneten Oberbürgermeister Dt. M oft auf.

Die demokratische Partei pellt im Wahlkreis 8 lau) ReickSminister tuS). Gothein und SanttälStak Dt. Köbifck (bekannt au» feinet kurzen Tätigkeit all Staatskommissar) auf, im Wahlkreis 6 (Frankfurt a.D.) an zweiter Stelle bat Führer der Bodenreformer Da- , maschke. f

Mainz, 8 Mai. In einer Vertreterkonferenz der 0Mlt»emvkrvlilchen Partei wurde als ftanbibat für die kommenden Reichstagswahlen der bisherige Abgeordnete Minister Dr. David aufgestellt.

tob. Berlin, 8.Mai. Der Reichsminister des In­nern hat zn feinem Wahlleiter den Präsidenten be» Statistischen RelchSomte« Delbrück unb zu dessen Stell­vertreter daS Mitglied deS Stattstischen Reich Samte» Geh, RegirtungSrat Dr .Tenin» ernannt

WaWufruf der Deutschnatioa. volkspartei.

Die Deutschnationale Volkspartei erläßt einen Wahl­aufruf, in dem e» heißt:

Deutsch« Bürger, Bauern, Arbeiter! Am Wahltag gilt eS Einspruch zn erheben gegen die daS Mark unsere» Bolle» verzehrende Mißwirtschaft, gegen bie vetfaffungS« widrige Entrechtung weiter Volkskreise, gegen bie tat­sächliche Begünstigung de» Bolschewismus durch eine rücksichtslose Parteivegierungl Die Deutschmtetonate BotkSpartei hat auf verfassungsmäßigem Boden einen guten und ehrlichen Kampf um bte Wiederaustichtung be» niebcrgebcugten Baterlonde» gekämpft. Ihr polMche», wirtschasttiche» und sozialer Programm, ihre umfang­reiche Mitarbeit in den Parlamenten stick dafür Zeugen. Sie ruft alle, denen christlich« unb deutsche Gesittung, friedlich« Tätig kett unb Ordnung am Herzen liegen, auf M neuer Arbeit an Deutschlands Wiederaufbau. Die Denttchnatianale BoMpartei verlangt: Eine feste, würdig« äußere Politik: Schutz den Grenz« und AuSlandSdeutschenb Betusilng der besten Fachmänner und Köpfe in die Regie­rung: gleiches Recht für alle Volksteile, Abweisung ifber Klassendittätnr: Sicherbett für Person und Eigen­tum aller deutschen Staatsbürger: Wiederherstellung staat­licher Autorität, sachgemäßer, ehrlicher Verwaltung, Sicke­rung unparteiischer Rechtspflege; bessere Versorgung der Truppe, zuverlässige ausreichende polizeillche Sicherbetts­organe, Beibehaltung der erprobten Einwohnerwebren; Wicderbelebung der Arbett, umfassende Förderung der Pn-diiktion, vor allem von Brot und Kohle; sachgemäße Pllege von Landwirtschaft, Industrie, Handel und Hand­werk; Schutz jeder ehrlichen Hantierung, aller geistigen und körperlichen Arbett; Schutz deS schwerbedrängten Mittelstände», einschließlich be» Beamtentum» und der freien Berufe, vor Verelendung: freie Wirtschaft in den Grenzen de« Stemeinwobl»; Auslösung der KtieqSge- selsick'gftrn; rücksichtslose Bekämvsiing von Wucher- unb Schiel-ertum: Maßnahmen gegen LuxuS und Araslerei; Anerkennung uick sachgemäße Behandlung bet Wirtschaft durch Schaffung einer WirtschaflSpatlamentS «uf be­ruflicher Grundlage; geordnete Fi,ranzen, strengste Spar­samkeit, gerechte Besteuerung unter Wahrung sozialer und vollswirtschaftlicher Gesichtspunkte; Pflege der BollSwobl- fahrt und Volksgesundheit, Fürsorge für die Opfer be» Kriege», zweckmäßige Abhilfe bet Wohnungsnot iwnet« Kolonisation; Zusammenfassung aller Kräfte gegen bte Gefahren d«S vvlksftemden, kulturzetstöteicken Bolfch«» wismuS. Die.Deutfchnalionale Bolkspattei bekämpft leben zersetzenden, undeutschen Geist, mag er von jüdischen oder anfceten Kreisen «ulgehen. Sie verlangt, daß bet Zu­strom Fremdstämnttger über tmfett Bremen unterbunden wirb. Die Deutschnalionale volkSpattet erstrebt die Wie­dergeburt deS deutschen VvlkSgeiste» durch bie lebendigen Kräfte deS ChristenlnmS unb echten, bewußten Deutsch­tum-; Einigung »mferr- durch innere Kämpfe jertiffenen Volke- durch wirtschaftliche Arbeitsgemeinschaft unb sozial« Versöhnung. Die segensreiche Mitwirkung der deutschen Fran soll ganz besonder- diese Ziele erreichen helfen. Wer christliche und deutsche Art unb Gesittung, Weck unk Kind, Haus unb Hof verteidigen will gegen den Ansturm feindlicher Mächte, bekenne sich am WaAtage zur Deutsch­nationalen Volkspartei!

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Frankreich.

Pari«, 8 ötc£ Der «rbett-mdtlstvr Se T«vmm erklärte einem Mitarbeiter bt«Jutrrrnsigeantt', bat bm EisenbabneoauSstaud ein vollsiändige» Fia-k« fcixnte, Heute besäßen bte Elsen bahne» 3 535000 Tonne» Crf, d. h. der Dienst sei dadurch für 17 Teze tn voll«M Uw fange und für 25 Tage in eingeschränktem Maße -ksichrri,