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mit dem Kreisblatt für den KrelS Marburg

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Taasszeitung für (das früher knrheffische) Oberhessen

DieOderdeüi'Le Zrttuna" tri&ttnt ieckrmnl wickentlich. Deruasvrei, wo. alt 3 jC., durch b>t Holt 3.15 F"ulfahtnäe Nummern mfel*# Streik«

»der eleme»lerer <ireiqn ffe kein Ersatz ®eytofl »en Dr. C. Hi«er«to.

Druck der Um« - ZuLdr. »-m I.d. *«?. 0.<b. Marit 21/23. Fermprecher -L

Marbrrra SmiM, 24. April (Ofrnmfc)

Der Rnzeiaenoreis beträgt fit bi« 8pes» Zeile 75 4, «mtlicke xnb «u«»är- tiaeOO , Reklamezeile 2,M^k. Jeder Rabatt gilt al, Lartadatt. «e *»,ku»ft durch die Geschäftsstelle u. Vermittlung der Angebot« 25 4 Kenbetgebaht. P»stsche«»nt»: Ar. 5015 Amt Frankfurt a. ».

55. Ißihr-e 1920

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Erstes Blatt.

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Nkiit ni'lUlischt Mütziichüit« gtgt« glplant?

Die Me Mu md fims.

Einführung der Räterepublik erstrebt.

DieDeutsche Tageszeitung" bringt eine umfang- reitst Eeröffentlichung über Beziehungen deS unab- hLng^e« Abgeordneten Dr. Lohn zu dem sich gegen- zoärtiG iw Berlin aushaltende« Vertreter der Sowset- Regierung, Wigdor Kopp. Herr Kopp, dem vom Auswärtige« Amt die Exterritorialität zugestanbev worbe« fei. treibe in Gemeinschaft mit Herrn Cohn in Del-tHLlaud ungestört die GeMLfte seiner russischen AnftviW'ber Kopp gebe vor. daß er sich lediglich zu das Zwecke in Berlin aufhalte, bte Frage der Rück- ftnbtrai der beiderseitigen Kriegsgefangenen zu regeln. Die ^Deutsche Tageszeitung" erklärt aber, daß die gany Tätigkeit Kopps im Verein mit der deS Ab- geordnete« Toh« der Einführung der Räte- r e p n b l i k in Deutschland gelte. Eine großzügige vr- ganifeit»» sei zu diesem Zwecke bereits geschaffen Heer Kopp selbst sei daS geistige Oberhaupt einerrusfi- scheu Mteitung" in Berlin, die unter dem Deckmantel der »chäfttgung mit wirtschaftlichen Dingen nur Pot bc. Dazu gehöre vor allein die herbei- schuf! ../großer Geldmittel auS Rußland, die angeblich dem Z wecke des Roten Kreuzes dienen sollte«. Da- nriktr gehe äst sogenannte Hebung der Lage der Krikg?Pfs»nzenen einher, die während dec Rütediftatur in Mrt'.fchen und der jetzigen Unruhen im Ruhrgebiet reich? Früchte getragen habe. In vielen Lagern feien di? K r i c g s g c f a » g e n e n m i l i t ä r i s ch o r - g-rui fiert worden, wofür Dokumente, die auS den B-ros de, Abteilung stammten, zeugten' die Gefan- ge»° choftk« Tas sek nick Salz wedel seien beson­ders erfolgreiche- Arbeitsgebiete. In den KricgS- gssangeneulagern und in ihrer Nähe seien besondere Waffendepots eingerichtet. Weitere Spuren die­ser Tätigkeit seren imAuswandereröüro der Kom- murißifchen Partei" und imArbeiterrat der Arbeits­losen^ ge finden. Daneben fiten die Beziehungen des StfstenrS Cohn" zu einigen randstaatlichen Missio­nen von besonderem Interesse. Die Verbindung mit bett ukrainischen Sowjets werde durch die sogenannte ukrainische Milltärmisfion ansrechterhalle». DaSGanze bringe mit sich daß ein lebhafter Kurierdienst nach allen Seiten unterhalten werde, besonders nach der Sthweiz. aber auch zu Herrn Litwinow in Kopeu- hagen, b«r Zentrale des Bolschewismus. Es fei auch eiue Zentral? gegründet worden, von der am» in un- auffiftlitzer Meise die In- und AuslaudSpresse zur Vorbereitung dec Endziele beeinflußt werden solle.

Obtrschltsitn»

Polen droht mit B setznng deutsche« Gebiets.

wv. Alle n stein, 23. April. DasVolks- 'blatt" meldet, daß die polnische Regierung den Obersten Rat benachrichtigt hat, daß sie deut» sch ec- Gebiet militärisch besetzen werde, wenn Deutschland seine Friedensverpflichtungen Pslen gegenüber nicht halten würde.

Deutscher Protest gegen die geplante Kohlen» »erteiluug.

Berlin, 23. April. Gegen die von der EnicntekomMission verlangte Verteilung oberschle- fischei Kohlen erhob die deutsch« Regierung, wie die D. 3> erfahrt, schärfsten Einspruch. Rach dieser Verteilung s'Nen je nach der Förderung oberschle- fische Sohlen: 1. Polen, 2. Oesterreich, 3. Italien, 4. die deutschen Eisenbahnen, 5. Oberschlesien, 6. das übrig« Deutschland, 7. die Tfchecho-Slowaket und da« übrig« Ausland erhalte«. Rach Ansicht des Reichskohlentommisiars würde danach die Beliefe­rung Deutschlands mit oberfchlestscher Kohle der­artigen Schwankungen unterworfen sein, daß von irgend einer ordnungsmäßigen Kohlenwirt- schaft in Deutschland nicht mehr die Rede sein könne.

Di« Gefahr«« für Deazig.

iah. Danzig, 23. April. DieDanziger Brücke" «rllärt mit Bezug auf die vor einigen Tagen wiederge- geberie Unterhaltung mit dem Oberkommiffar Tower, die Annechm«, der Oberkommiffar habe Danzig aufge- gebe» oder da« Interesse daran verloren, sei durchaus Nicht berechtigt. Er habe im Gegenteil unzweideutig feine» BUtea bekundet. Danzigs Wohl zu fördern. Nur wollte ee den Danzigern vor Augen halten, welche Ge­fahre» sie ihre Selbständigkeit fi« selbst heraufbe- schwöre», vemi sie di« Bahn unfruchtbaren P o - iitisterenS nicht verlasse«.

Zu der Meldung derBoss. Ztg." über den Berkan der vom Staatsminister a. D. Helffcrich bewohnten Billa ist nachzutragen, daß der Verkauf durch die -kigentämrri«, eine Frau Schlabach, erfolgt ist.

Besetzung der nentralen Zone?

kg. Genf, 21. April. Hava» meldet aus San Remo: Obwohl noch kein Beschluß vorliegt, nei;t ich die Auffassung der verbündeten Staatsmänner, der französischen Stellungnahme zu, daß die neutrale Zone von den Verbündeten zu besetzen ist. Es bedarf nur noch der geringsten Verletzung des Vertrages durch Deutschland, um dieses Macht, mittel der verbündeten Mächte anzuwenden.

<Lie die Zeitungen melden, lautet der fran- ösllche Antrag zur Besetzung der neutralen Zone dahin, daß bei nicht vollständiger Abrüstung Deutschlands innerhalb 8 Wochen Karlsruhe und Mannheim, bei weiterer Verzögerung innerhalb 8 Wochen dar Ruhrrevier zu besetzen sei.

Eine Reuter-Depesch« meldet au» San Remo, das deutsche Ersuchen, die Zahl des deutschen Heeres um 100 000 Mann heraufznsetzen, wurde von der Konferenz noch -icht abgelehnt. Man einigte sich, daß die r e st l o s e E'n t w a f f n u n g Deutschlands durch keine deutsche Gegennote oder Gegenvorstel­lungen mehr aufgehalten werden dürfe.

kg. Rotterdam, 24. April.Echo de Paris" meldet aus San Remo, daß gegen Deutschland der Boden der Versailler Vertrages nicht verlasien werden solle. Die noch von Deutschland zu erfül­lenden Vertragrverpflichtungen sollen in kürzester Frist nachgeholt werden, wenn Deutschland die im Vertrag vorgesehene« Zwangsmaßnahmen ver­meiden will.

Zurückhastung 8»8 zwei französische« Jahrgänge«.

kg. G e n f, 24. April. Wie aus Paris gemeldet wird, hat der Kriegsminister die Zurückhaltung der zur Entlaffung bestimmten beiden Jahrgänge bis 31. Mai angcordnet. Die Verfügung bringt man in Verbindung mit bevorstehende» weiteren Maßnahme« gegen Deutschland.

Tie MtittmrqSvttschitdknhtittli.

tob. Paris, 23. April.Ageuce Havas" mel­det aus San Remo: Ma« ist in der Lage, Auf­klärung übe, die Ursachen der Uneinigkeit zu geben, die sich in den ersten Privatunterhaltungen vom Sonntag zwischen den Ministerpräsidenten zeigt«. Am Vormittag Hat bei der erste« Begeg­nung Millerands mit Lloyd George dieser erklärt, die rationellste Lösung der Fragen über den Frie- denrvertrag von Versailles fei die, eine Konferenz nach Paris einzuberufen, auf der Deutschland ver­treten sei. Millerand hat, ohne sich He Ungeleq - heiten dieses «eu-n Verfahrens zu verheimlichen, erklärt, er könne ihm nur unter gewiffen Dedin- gunge« zustimmen. Am Nachmittag bei der Be­ratung der drei Ministerpräsidenten hat Lloyd George seine« Vorschlag wieder ausgenommen und ist von Nitti darin unterstützt wort««. Beide Mi- nisterpräsidente« haben den Vorteil direkter Verhandlungen mit den Deutschen unterstrichen und auf das Jrtereffe hingewiesen, das es für Frankreich habe, die Entschädigung, die von Deutschland verlangt werden könne, sofort fest­zusetzen, ohne bis 1921 zu warten, namentlich des­halb, weil man dadurch bte Mitarbeit des den scheu Stone» bei der Ausführung de» Vertrages und die Versöhnung der beiden Völker erlange. Mille-and hat sich alsdann dieser Forderung formell wider­setzt, und es ist ihr keine Folge gegeben worden. Es scheint auch nicht, al» ob sie noch einmal gestellt worden sei. Die, ist die Meinungsverschiedenheit, die auf den ersten Beratungen der Konferenz ge­lastet hat. Die Lage scheint jetzt aufgeklärt und wirklich gebessert zu sein.

wb. N o t t e r d a m. 23. April. LeutNteuwe Rotterdamsch Courant" meldet dieTimes" au, Sau Remo: In Frankreich glaube man, daß Lloyd Georges Pläne für einen wirtschaftlichen Druck völlig unzureichend seien. Das Gefühl gegenüber England sei sehr bitter. Frankreich verlange nur eines: die Ausführung de» Friedensvertrages. Es fei im Notfälle geneigt, allein aufzutrete«, um die Ausführung sicher zu stelle«.

Die .Ciuladung Deutschlands".

An die Meldung ausländischer Blätter über die Erwägung einer Einladung Deutschlands nach San Nemo sind in einem Teile der deutschen Presse vor- eUige Kommentare geknüpft worden. Der Mel­dung war von vornherein die Ilnglaubwürdigkeit an die Stirne geschrieben. In der Tat ist eine solche Einladung an die deutsche Reichsregierung auch nicht ergangen. Allerdings trifft « zu, daß

namentlich der italienische Ministerpräsident Nitti warm dafür eintrat, daß Deutschland mit an der Bestimmung seines Geschickes beteiligt werde. Frankreich verhielt sich aber schroff ablehnend, und' so konnte England, das auch an sich der italienischen Anregung keinen Widerstand leisttete, auf den Boden des italienischen Vorschlags nicht treten. Es verdient aber bemerkt zu werden, daß Llond George amerikanischen Journalisten gegenüber in San Remo erklärte, daß nach seiner Meinung Deutschland keine Böswilligkeit in der Ausführung des Friedensvertrags zeige und daß es in Sachen der Ruhraktion den Vertrag auch nicht verletzt habe. Leider aber kann Deutschland mit dieser ver- ftigeren Auffaffung nichts anfangen, weil der Geist, der auch diesmal wieder über den Verhand­lungen des Oberste» Rates lag, eine Annäherung und Versöhnung der streitenden Teile verhindert.

Teilnahme de» deutsche« Geschäftsträger» in Rom?

wb. Mailand, 23. April. DerPopolo d'Jtalia" meldet, daß der deutsche Geschäftsträger, H e r f f, Rom verlaffen habe, um, wie man sagt, an der Konferenz in San Remo teilzunehmen.

M Mit Mite iler Die KrmsWlt.

wb. Berlin, 23. April. Wie von zustand'^er Stelle mitgeteilt wird, ist die von der deutschen Re­gierung den Verbandsstaaten überreichte Rote über die dauernde Beibehaltung des 200000 Mann zählenden Heeres damft begründet, daß 160 UvO Mann, die in einzelnen Garnisonen über ganz Deutschland verstreut werden müßten, zur D s'echt- erhaltug der Ruhe und Ordnung und somit zur Re­gelung des Wirtschstaftslebens, durch die überhaupt erst die Erfüllung des Freidensvertrags möglich fei, nicht hinreichen würden. Durch eine Ver­schiebung der Bildung des 100 000 Mann starken Heeres auf einen späteren Zeitpunkt leide die Ein­heitlichkeit und Festigkeit des Heeres auf das schwerste angesichts der Ungewißheit der Zukunft seiner Angehörigen. Auch ein 200 000 starkes Heer könnte für Kampfhandlungen weder 3-" ektei- digung noch zvm Angriff gegen eine ausländische Macht in Betracht kommen, ganz abgesehen davon, daß gerade bei äußeren Verwicklungen starke^ Streitkräfte im Inner» des Reiches zur A f?e ht- erhaltung der Ordnung und gesetzmäßigen Verwal­tung notwendig werden. Die beantragte Beibehal­tung je eines Bataillons schwerer Artillerie für jede der 12 Infanteriedivisionen, von insgesamt 8 Fliegerabteilungen und 4 Eisenbahnkompagnien sei nötig, weil die Erfahrungen gezeigt hätten, daß die Aufrührer ihre Kämpfe nach den Erfahrungen d-'s Stellungskrieges durch Anlegen von Feld­befestigungen führten, und dieser Ueberlegcnheit gegenüber die Regierungstruppen über gleichwer­tige oder überlegne Kampfmittel verfüge» müß­ten. Diese müßten sofort zur Stelle sein, um gleich beim Beginn des Kampfes die Moral des Gegners zu brechen. Um die von. aufrührerischen Elementen aus politischen Gründen und zur Verhinderung von Truppentransporten versuchte Lahmlegung des Eisenbahnbetrieb, zu verhindern, sei unbedingt notwendig, über Eisenbahnkompagnien zu ver­füge», mit denen der Betrieb für Truppenverschie­bungen aufrechterhalten werde» könne, und die auch in der Lage seien, Bahnzerstörungen wieder­herzustellen. Kleine Fliegerformationen wurden nur vorübergehend bis zu einer Beruhigung der Lage zur Aufrechterhaltung der Verbindung und zur Aufklärung beantragt.

wb. San Remo, 23. April. E, scheint, daß die deutsche Rote, die die Forderung einer Armee von 200 000 Man» stellt, auf englischer und italienischer Seite nicht überrascht« und sogar mit großem Wohlwollen ausgenommen wurde. Au französischer Seite behalte man sich die Bildung einer Meinung bi, zur Prüfung dieser Frage durch die Konferenz vor.

Bas Urteil mess Maat

Paris, 23. April. Caittaux ist zu 3 Iah ren Gefängnis verurteilt worden. Tie von ihm ver­büßte Untersuchungshaft totrb ihm so angerechnet, daß er nur noch im Ganzen 2 Monaten Gefängnis zu verbüßen hat. Caillaux ist auch zur Zahlung der Kosten verurteilt worden, deren Betrag auf 52000 Franken beschränkt wurde. Das Urteil lautet ferner zu 6 Jahren Aufenthaltsverlust unb aus Verlust poli­tischer Rechte auf die Dauer von 10 Jahre».

Kapp bleibt in Schweden»

Kopenhagen, 23. April. Die schwedisch: Rv giening hat beschlossen, die Frage der Auslieferung Kapps vorläufig auf sich beruhen zu lassen. Kapp wird also in Schweden bleiben. Wie zuverlässig verlautet, soll auch seine Familie bereits aus der Reise nach Schweden sich befinden.

Die türkische und armenische Fragt.

wb. San Remo, 23. April. (Amtlich.) Der Oberste Rat setzte heute die Beratung der terri« tonalen Klauseln des Friedensvertrages mit der Türkei fort und zog die Grenzen des türkische» Reiches in Europa. Daun nahm der Rat die Prü- ung der armenische» Frage wieder auf. Die Kon« erenz erkannte auf Zuteilung von Erzerum a« lrmenien. Außerdem wurde beschtoffen, daß die internationale Meerengenkommission anstelle der in London geplanten Zeutrattommisston die Kon­trolle "der Türkei übernehme. Darauf beschäftigte ich die Konferenz mit dem Feldzug der Bolfche« nisten gegen B a t u m. Die französischen und eng« . i ischen Delegierten verweigerten die von den an» ; deren Delegierten geforderte Räumung der Stadt. Daher wurde beschtoffen, daß die britischen, franzö« ischen und italienischen Streitkräfte die Stadt »et« . leidigen sollen.

Türkische Warnung.

wb. Mailand. 23. April. Der Führer der türkischen Friedensabordnung in San Remo er­klärte einem Vertreter derTribuna", daß er n i« nals einen Friedensvertrag entgegenneh ne» Änne, der dem türkischen Volke alle Rechte raube, die den andere« Völkern und Ration«« t. |

zugestandcI würden und der schließlich Adr.anopel den Griechen übrrlaffe. Wenn die Großmächte auf der Durchführung solcher Forderungen bestehen würden, könnten sich eines Tages alle mohammcda« »ischen Streitkräfte gegen Europa richte«.

wb. Amsterdam, 23. April. RaS Konstantinopel in Üoubon eingeiroffene Berichte besagen, daß di« de« Rationalisten für die Unteelverfmig gestellte Frist ohne Ergebnis abgelaufen ist. M u st a s a Kemal Pasch« hat am 14. 4. in Angora eine Art panislamitisä-eu Kon­greß eröffnet, auf dem auch afghanische Vertreter zu­gegen waren. Der Zweck des KongreffeS ist di« Aufstel­lung eines gemeinschaftlichen Aktionsprogramms.

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England. «

Die englisch« Arbeiterpartei gegen die farbige« Truppe« i« Deutschland.

wb. Amsterdam. 23. April. MeAllgemee« Handelsblad" meldet hat der Vollzugsausschuß der eng- lischen Arbeiterpartei einen Antrag angenommen, daß gegen die VeNvendung von farbigen Truppen Im besetz- ten Gebiet Deutschlands bei den verbündeten Reglern»« gen und beim Völkerbund Protest erhoben «nb Zurück« , ziehung der Truppen verlangt werden soll. j

Berkaus englischer Kriegsschiff«. !

wb. Amsterdam, 23. April. AuS London wird gemeldet: Der Erste Lord der Admiralität erklärte im Unterhaus« in Erwiderung einer Frage, die Negierung ziehe den Verkauf einiger neuer Kriegsschiffe an fremd« Länder in Ertvägung. Vor dem Abschluß der Verhand- lungen können indeffen keine Einzelheiten bekannt ge- geebn werden.

Ans btm besetzten Mitt.

ivS. Berlin, 23. April. In bet gestrigen Sitzung deS parlamentarischen Beirats des ReichskommissarS für bie besetzten Gebiete, an bet zahlreiche Parlamen­tarier und Mitglieder btt Zentralbehörden teil nahmen, berichtete bet Reichskommissar ausführlich über seine Tätigkeit und die Lage im besetzten Gebiete. In der anschließenden Aussprache kam allseitig der Wilk bei Volksvertreter zum Ausdruck, daß bei der weiteren Behandlung der cheinischen Angelegenheiten durch die Behörden, insbesondere in den Personenfragen in Ber­kin und der Prownz der Eigenart der rheinischen Ber- hältnisse weitgehend Rechnung getragen weroen müffe, und daß EiecheilUchkeit der politischen Richtung er­forderlich sei. Ter Pertrtter der RrichSregierung et» Härte, daß von einer Verlegung des Reichskommlss»» riatS nach Berlin nicht die Rede sein könnte. Für hat Reich komme nut die Herbeiführung einet engere» Fühlung zwischen den Reichs« und LandeSresjortS i« den rheinischen Angelegenheiten in Frag«. In bet weiteren Aussprache wurde insbesondere auch die Frage der Ausgestaltung deS parlamentarischen BeiratS im Sinne einer Beteiligung der Vertreter bet wichtigste» Berufsstände an seinen Arbeiten unb bie Möglichkeckeq einer Verwirklichung dieses Gedankens erörtert Er» Vertreter des ReichSschatzministerruiuS machte eOn gehende Mitteilung»» über die Maßnahme» yix Ab-*