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mit dem Kretsblatt für den Kreis Marburg
Tageszeitung für (das früher kurheffifchej Oberhessen
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Abg Beuermann (D.Vpt.): Wir erkennen an, bah ein Henmssetzen der Zuschläge notwendig ist. Wir iürchten aber, daß die Borwegnahme der Forderungen der Arbeiter diejenigen der Beamten beeinträchtigen. Wir vrotestirren gegen die Streikdrohung und Ueberstürzung der Borlage hier im lsause und können daher heute dem Antrag nicht zustimmen.
Abg. Frau Zieh (U.S.i: Wenn die Mittel nicht aus- reicken, muß sozialisiert werden.
Der Antrag wird angenommen. Morgen lUhr: Reichswablreseh und Reichspräsidentenwahlgesetz. — Schluß »A» Uhr.
Der Völkerbund lehnt das Mandat über Armenien ab.
tob. San Remo, 21. April. Der Völkerbund hat es abgelehnt, das Mandat über Armenien zu übernehmen. Der Oberste Rat beschloß, die Vereinigten Staaten um eine finanzielle Unterstützung Armeniens in ersuchen.
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Reich'S»i«jster Dr. Köster: Danzig bleibt deutsch Denn wir hier aber Auslandspreise berechnen, io ge-
Dte „ObrrhellllLe Zeitung" erscheint sechsmal wSchentlich. — Bezugsnrei, m». nett. 8 durch die Post 8.1« '—Für »««fallende klummrrn inf»ige Streik«
»der »l»!ne«t«rer Ereignisse kein Ersatz. — Verlag »en Dr. (L Hitzerot h. — Druck der Uni» - Buchdc. »en I » d. Eng. stach. Markt 21/28. — Fernsprecher 55
Ein^lheiten müssen »urücktreten hinter dem großen Ziel der Vorlage.
Adg. Dr. Deelmann (Deutschnatl.): Die Mehrheit meiner Freunde hat sich trotz aller Bedenken zur Anna h m e der Vorlage entschlossen. Wir beantragen aber, die Regierung möge dahinwirktn. daß die ständige Taris« kommission zu einem bestimmenden Reichsorgan ausgestaltet wird, in dem Preußen- Einfftiß eine entspreche icke Stimmenzahl gesichert ist. Parlament, Eisenbahnamt und Wirtschaftsverbände sollen je «in Drittel der Stimme« haben. Ebenso ist der Landesetsenbahnrat zu gliedern, nachdem er durch Mitglieder der Landesversammlung entsprechend ergänzt ist. Die Kleinbahnbeamten dürfen bd der Berreichlichung der Staatsbahnen nicht geschädigt werden.
Abg. Garnich (D.Vpt): Er ist bedauerlich, daß da- Parlament nicht bei den Lertragsverhandlungrn befragt wurde. Ebenso hätten die Wirtschaftsverbände befragt werden müssen. Für sehr unglücklich halten wir es, daß das Eisenbahnwesen mit dem Schuldendienst de« Reiches verguickt wird. Wir beantragen, die Beschlußfassung über den Vertrag hrnanSzuschi^er bis es im Wege der Verhandlungen gelungen ist, dem §8 bte Fassung zu gebet., daß die Eisenbahnen einen unveräußerlicher und unverpsändbarer Besitz der Reichet Herstellen. Sollte« Sie den Antrag ablehnen, so werden wir dem Entwurf gleichwohl, wenn auch schweren Herzens, zustimmen.
Minister Oeser: Die Reorganisation der Eisenbahnwerkstätten wird durch die Berreichlichung nicht ausgehalten soerden. Da- Aussichtspersonal wird vermehrt werden. Wirtschastliche Gesichtspunkte werden weitgehende Berücksichtigung finden. Die Eisenbahnbeiräte werden auch in Zukunft von höchster Bedeutung sein. Die Autonomie im Eisenbahnwesen wird davon abhängen, inwieweit bet Reichstag bereit sein wird, auf sein Etatsrccht bezüglich der Eisenbabnen zu verzichten. Bon einem Raubzug Preußens gegen daS Reich kann keine Rede sein. Nicht um ein Geschäft zu machen, sondern aus rein vaterländischen und großen politischen Gesichtspunkten hat Preußen seine Bahnen hergegeben. Biel bedrohlicher als der Kaufpreis sind die künftigen Ausgaben für Personal und Material. Ein Vorwurf wegen mangelnder Deranrie- hung des Parlaments kann der Regierung nicht gemacht werden Sie hat dem parlamentarischen Au-schuß alle«' einschlägige Material zur Kenntnis gebracht.
Abg. R i« d e l» Ebarlottenburg (Dem.): Auch wir halten es für richtig, daß die Verreichlichnng und Dtg.uA- sierung der Eisenbahnen nicht gleichzeitig erfolgt.
Abg .Paul Hoffmann (U. S.): Im Personenverkehr müßte eine einheitliche Wagenklasse eingeführt werden, , Der Vertrag wird unverändert in 2. und 8. Lesung angenommen, ebenso im ganzen gegen die Stimmen vereinzelter Deutschnationaler. Einstimmig wird „Freifahrt für die Abgeordneten im ganzen Reiche" verlangt. Der Zentrumsantrag betreffend den LandeSeisenbahnrat und die Bezirk-eise,lbahnräte wird unverändert angenommen.
Nächste Sitzung: Donnerstag 12 U6r: Kleinere Anfragen, Denkschriften, -rechnung-fachen. — Schluß 5 Uhr,
küssen wir durch Verbesserung der Seeverbindung ver- hiudoen. Angesichts der ganzen polnischen Methode hält t? die Regierung für ihre Pflicht, zu bedenken zu geben, baß ‘Seien mindestens so sehr auf Deutschland angewiesen ijt wie umgekehrt. Niemand weiß, wie die Dinge im Osten sich gestalten werden. Polen muß auch mit Rücksicht tuf die vielen Deutschen in seinen Grenzen mindestens tiu erträgliches Verhältnis zu uns einhalten. Die Re- ikuuig wird alles bin, Ostpreußen wirtschaftlich und Administrativ diejenige Selbständigkeit zu gewähren, die es beanspruchen kann.
t Abg. Wolf (Soz.) schildert aus eigenen Erlebnissen kt Schikanen der polnischen Soldaten und Beamten im polnischen Korridor.
Abg Heidsieck (Dem.) wünscht, daß die Untec- mit den Polen etwa- weniger Zaghaftigkeit zeigen ^röchwn Das hänge mit dem etwas rückständigen Geist des Auswärtigen Amtes zusammen. Die Polen betrachten
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Was von der Türkei übrig bleiben soll.
wb. A m st e r d a m, 21. April. Der Berichterstatter der „Westminster Gazette" in San Remo meldet, die adriatische Frage sei tatsächlich gelöst. Die italienische und die südslawische Regierung sollen bereits zu einem Einvernehmen gekommen sein. Derselbe Berichterstatter meldet über den türkischen Friedensvertrag, da- tör- k'sche Reich werde stark verkleinert werden, da Syrien, Palästina Arabien, Mesopotamien, Armenien, Thrazien und Smyrna ihm genommen werden. Hinter Adana soll die französische und hinter Adalia die italienische Zone festgesetz werden. Die Türkei iverde die Hälfte ihrer Untertanen verlieren und ungesähr 9 Millionen MohammÄ>aner und 2 Millionen Theisten umfassen.
wb. P a r i -, 21. April. Der Sonderberichterstatter des „Intransigeant" berichtet aus San Remo, Venize- los habe, von England und Italien unterstützt, bei der Aufteilung der Türket einen großen Anteil erhalten. Griechenland werde die gesamte europäische Türket mit Ausnahme der Bannmeile von Konstantinopel zugesprochen.
' kmtiegr.tüber die Verhandlungen nicht vom sachlichen, wnbern vom politischen Standpunkt ans.
Ahg. Dr. Fleischer (Zentr.): Die Polen täten gut daran, sich allmählich an di« Bestimmungen des Ber- hngeä zu gewöhnen, die auch für sie bestehen. Anstelle ks R:-ch,s ist im Osten die Willkür getreten, und das A doch für das Ansehen de? Obersten Rates und des Völserbiindes nicht allzu förderlich. Für die Forderungen »nd Bedürsnifse Ostpreußens muß in dem preußischen
Kapp.
Berlin, 21. April. Wie die „B. Z. am Mittag" meldet, beantragte die Stockholmer Kriminalpolizei bk Ausweis« ng Kapps wegen Paßfälschung. Di« Angelegenheit liege zur Zeit der schwedischen Regierung an Stockholm zur Beschlußfassung vor. Kapp richtete an die schwedische Regierung ein Schreiben, worin er bittet, in Schweden bleiben zu dürfen. Er werde seine Frau und feine Tochter nachkommen lassen. Er werde feinen Aufenthalt a« einem Keinen Ort nehmen und sich von der Politik vollkommen sernhalten. Er habe den Plan, sofort »ach seiner Ankunst in Schweden bei der Regierung um Asylrecht nachzusuchen, nicht misföhren können. Sollte er wider Erwarten nicht in Schweden bleiben hülfen, bittet er nm die Ausstellung eine- Passe«, der es chül ermögliche, sich toa Belgien und Frankreich nach der Schweiz zu begebe»
Spi'-re des Korridors ins Nngemessene verlängert? tiir iirfrncn zu einem endgültigen Abkommen kommen, »k es uns zu gesagt ist. Die hinhaltende Taktik der
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Die Nebcrfiihrun, der Eisenbahnen auf da» Reich.
Sitzung vom 21. April.
Präsident Leinert eröffnet die Sitzung um 12Uhr. Der Entwurf zur Abänderung von Borfchristen des Gemeindea bgabln te<6118 geht an den Gemeinde- ouSfchuß.
Er folgt die zweite Beratung des Gesetzentwürfe- über ben Staatsvertrag zwischen Preußen und dem Reich über die Uebertragung der preußischen Staatsbahnen an da- Reich
Berichterstatter Riedel-Cbarlottenburg (Dem.): Es bandelt sich hier nm die wichtigste Vorlage, die der Lande-versammlung bisher zuging. Die Behauptung, daß Pweuß-n einen Beutezug auf die Taschen des Reiche« mache, wLerspricht den Tatsachen. E« muß berücksichtigt werden, daß in dem Kaufpreis von 30’,\ Milliarden zugleich der Ersatz aller Aufwendungen steckt, die Preußen wäbreick» des Krieges mit den Militärtrans- Porten für daS Reich gebebt hat. Der Ausschuß empfiehlt die unveränderte Är.uähme des Antrages.
i Die Beratung beginnt mit einer förmlichen Anfrage der Demokraten durch denAbg. Riedel, ob die bei der Neuordnung der EisenbaWfi-rrkstätten zugrunde gelegten privatwirischaftlichen Grundsätze auch auf weitere Zweige der Bahnverwaltung und andere Staatsbetriebe zur Steigerung ihrer Produktivität und Wirtschaftlichkeit An- loendung finden sollen und ob die langwierigen Verhandlungen zwischen dem Reich und den Einzelftaaten bei der Uebersührung der Bahneit in den Reichsbetrieb nicht die technische und wirtschaftliche Neuordnung unsere- Verkehrswesens zu hemmen drohen. Tie Hinauszögerung der Berreichlichung der Eisenbahnen würde zugleich ein Hin» Misschiebcn der großen Reorganisation-arbeiten mit sich bringen.
Abg. Hirtsiefer (Zentr.) beantragt, den Landes- eisenbahnrat zu einem Wirtschastsrat auszugestalten und auch eine entsprechende Ausgestaltung der Bezirk-eisen- bahnräte sür die einzelnen Gebiete de« Staate- herbei» zuführen. Für da- Ruhrgebiet muß der billige Vorortverkehr nach Berliner Muster eingeführt werden.
j Abg. Schmedding (Zentr.): Der Preis von 301/, Milliarden ist durchaus angemessen. Die Bedenken gegen
Aus den Ausschüssen.
tob Berlin, 2L April. Im HanshaltsauSschuft der Nationalversammlung kam e- bei der Besprechung der gestrigen Red« beS Finanzmiuister- zu ausgedehnten Erörterungen bei dem Anträge, die TeuerungSzu- schlüge für Eisenbahnarbeiter und Vecwaltungsarbei« ter auSzuzahlen. Auf eine Anftag« erklärte der Reichs« finauzMinister, so schwer auch die finanzielle Brlastm- d«S Reiche» durch die neuen Lohnzuichtäge erscheine, so notwendig sehe er auS politischen und sozialen Gründen die beantragte Erhöhung an. Er nehme die Konsequenzen vnf sich. Auch der Reichsverkehrsminisier Dr. Bell empfahl die Annahme der Erhöhung. Schließlieh rourtw brr Antrag Kotzur (So,.) angenommen, die Nationalversammlung wolle beschließen: „Die ReichSregierun, wird ermächtigt, die TeuerunasznschlSg« für di« Tisenbahn- arbettcr und Verwaltungiarbeitrr, die zwischen der preu- ßstchen Eisenbahnverwaltung und den Eifenbahnarbiter- orgomsatioue» als Tariftontrahenten vereinbart wurden, auszuzuhlen. Eine entsprechende Ermächtigung wird sür di« übrigen Zweig« der Verwaltung trttilL" Unterstaatssekretär Moe«le teilt« bann im HaushaltSanS« schuß mit, daß her Vorwurf, daß Erzbergrr geg«.>übr: der Sftmibehörde willentlich falsch« Angaben machte, nach dem Ergebnis einer eingehenden Untersuchung kein« Bestätigung finde.
MW Kitwafinnng üraflWs.
kg. Rotterdam, 88. April. Ein Telegramm au« San Remo meldet: Die Konferenz hat den Vorschlag, bl« vollständige Entwaffnung Deutschlands angenommen. Die Annahme erfolgte nach einem fünfftündige« Referat der Delegierten der Berliner Kommission der Verbündeten einstimmig, nachdem zwei englisch« Znsatz- anträge dem Gesamtvertrag ein gefügt warben waren.
Zusttffillidll'sst Frankreichs im Orient.
kg. G « nf, 28. April. „Echo d« Paris" und „Jaur- nal de» DebatS" bringen Meldungen aus San Remo über einen Sieg der französischen Auffassung In der Auslegung des Friedensvertrages mit Deutschland. „TemPS" schreibt: Mit geringe» Abweichungen hat sich Millerand» SteAungnahme durch- gesetzt, wofür Frankreich wichtige Zugeständnisse im Orient an England machte.
W Ettk'U Ml MI; SrmiMi.
Par iS. 2t. April. Nach dem Karresp. des „Journals" hatte sich Lloyd George und Nitti von der Konferenz schriftlich auf folgende» Programm geeinigt:
Die EntwL'f.'.ung Denfschlands wird gefordert unter Androhung der Hnugerblockaoe, zugleich wird eine Politik de: Annäherung eing-lcitet, wenn nötig mittels einer neuen Konferenz mit Deutschland, waS einer Revision des Versailler Vertrags uird einem Wiederaufbau Deutschlands mit Unterstützung der Verbündeten nleichznstellru wäre. Die Frage der Wiedergutmachung würde bei dieser Gelegenheit »<et später verhandelt werden. Ter Korrespondent hebt die Ueberein- stimmung der Minister in der Frage der Entwaffn ii n a Deutschlands hervor.
Die Stimmung in Italien gegen Frankreich.
Berlin, 21. Der „Matin" meldet aus San Rem», die Stimmung i« Italien sei heute ausgesprochen gegen die Westmächte und besonders gegen Frankreich.
Reichskanzler Müller: Abg. Schultz ist noch in den Gedankenkreis von. vor 40—50 Jahren befangen. Die fremden Diplomaten sind heutzutage auch keine Fachleute. Der Außenminister soll durch seine Persönlichkeit und feine Politik Vertrauen im Auslande erwerben, und dazu scheint mir Dr Köster geeignet.
Abg. Henke (U. S.): Herr Köster hat gestern sehr natwnalisiische Töne angeschlagen. Die heutige» Minister sind immer noch besser als die der alten Aer». Die Arbeiterschaft nfirtz mit den Resten dieser Aer» auf- räumen. Die Absicht der Interpellation war, für die Wahlen zu wirken.
Damit schließt die Besprechung. Wie 3. Beratung betreffend Verlängerung von Patent- und Gebrauchsmustern wird ohne Aussprache erledigt.
Zweit« Beratung des Entwurf» eines Reichs« us- gkeichgesetzes.
Vom Reaierungstifch« wird erklärt, baß alsbald dem Hause ein Steuergesetz zugehen soll, ba3 die Valutage w i n ne besteuert, aber nicht als Sonderbestene- ruug, di« über den Rahmen der übrigen Steuergesetze knnausgeht.
Mit unerheblichen Abänderungen wird der Gesetzentwurf erledigt, ebenso in dritter Lesung.
Der Entwurf eine-
BesitzsteuergesetzeS
Wirb nach Bemerkungen der Abgg. Rießer (D. Vpt.), Keil (soz.), Düwell (U.S.), Waldstein (Dem.) und Dx. M u mm (Deutschnatl.) angenommen mit der Ab- änfceruüg, daß außer den Goldmünzen auch Silbermünzen mit dem Metallwert zu bemessen sind.
Außerhalb der Tagesordnung steht dann noch zur Be Tötung ein Antrag deik^Haushaltsausschnsses über die Auszahlung der vereinbarten Teuerungszuschläge für die Eiseirbahn- und Verwaltungsarbeiter, die Zwischen der preußischen Eisenbahnverwaltung und den Eisen» bahnarbeiterorgauisationen weehtbari wo eben sind. Eine entsprechende Ermächtigung soll sür die übrigen Zweige der Verwaltung erteilt werben. Es handelt sich zunächst um einen Antrag von 2'/. Milliarden.
Reichssinanziuinist-r Wirth: Die finanziell« Trag- loeite ift außerordentlich groß für das Reich. Der Bcr- lehrs- lüiö der Postminister sind mit mir einig, di« Konsequenzen dieses Antrages auf uns zu nehmen. Die Reichsbesoiduiigsordnung wird zunächst-^ch daraus auf- bauen müssen. Die Verhandlungen über einen ReichS- tohutarik mit den Eisenbahnerorganisationen beginnen in den nächsten Tagen.
Abg. Nacken (Zentr.) stimmt dem Antrag zu.
Abg. Deglerk (Deutschnatl.): Es wkkr früher nicht üblich. Vorlagen von so großer Tragweite zu ül>erstürzen. Jeder Forderung sind jetzt gleich die Streikdrohungen bei» gefügt. Gegen solche- Vorgehen protesncre» wir. Tie Beamtenpensionäre warten seit länger als einem Jahre aus eine Ausbesserung ihrer Bezüge. Es wird so sehr schwer gemacht, diesem Anirag zuzustimmen.
Reichsminister Wirth: Die Reichsregieruag über« , nimmt die Vemntwortung für den Antrag.
Di« Abschnürung Ostpreußen».
Sitzung vom 21. April.
Präsident Fehrenbach eröffnet die Sitzung um Illhr 20 Minuten. Auf der Tagesordnung steht die Interpellation Bacrecke betreffend den DurchgangS- perkehr nach Ostpreußen durch polnisches Gebiet. | Abg. Baerecke (Deutschnatl.) begründet die Jnter- -ellation: Polen sollte uns zu Dank verpflichtet sein. Ltüttdeffeu hat es feindselig unsere Hand znrückgestoßen, kt wir ihm zur Herbeiführung freunduachlmrlicher Be- r ziehungen boten. Wir empfinden, was es heißt, Recht ; phne Mach! zu haben. Der Friedensvertrag sichert uns den freien Durchgangsverkehr auf allen Linien. Jetzt : wird er aus die eingleisige Nebenlinie Czersk—Marien- v Wf»ec beschränkt. Ostpreußen soll vom Reiche abge- schuärt werden. Die unerhörten Belästigungen durch die : Bei-u sind in Anfragen meiner Partei, der Demokraten e ine >?i Scz'-aldeinofraten der Regierung zur Kenntnis pfre»i worden. Die Regierung hat Abhilfe versprochen. Tü H aber noch schlimmer geworden. Wir Ost- zreuKu wollen (kl*er mit Deutschland hungern, als «i* den Polen Ueberfluß haben Tlber geschehen muß etwas und zwar sofort. Die Einwohnerwehren rnüs- . fen zum Schutze gegen den Bolschewismus in Ostpreußen ( rrhasiar bleiben. - Die wirtschaftliche Lage der Provinz «:iZ geliebt n werden. Wir hollen, daß der neue Re ich s- «ißeursmister einen frische» Geist und Jmtiative in sein kirnt miiliringen wird.
Reich sm miste: des Aeußern Dr. Köster: Der pol-
Wir sind noch immer auf Trages angewiesen, bet uns rgauasverkehrS noch nicht
Die RekklsstasiSivahlen.
B e r l i n , 22. April. Die Wahlen zum 1. deutschen Reichstag in der Republik werden nunmehr bestimmt am Sonnlag, den 6. Juni stattfinden. Die Nachricht von einer Verschiebung auf einen späteren Termin ist inibeqründet.
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Strecke Czersk - Marienwerder und nur bei Tgae offen, e bi» i k^nc derartig plötzliche Sperre entspricht zumindest nicht
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L tem Sinne des Artikels SO des Vertrages. Wir haben frtocr Eins!> rllch erhöhen. Unsere Beamten sind be- fruders schwer davon bctrosfen. Wir haben auch bei der fafetottiierten Kommission in Paris protestiert. Morgen Mr? eine Abordnung des Auswärtigen Amts, deS preu- ßischerr Staatsministerium und des stceichsjusnzministe- kiums nach Pilsen zur Regelung der Beo ml en fragen, ks ist Aussicht vorhanden, daß die Paßschwierigkeften «kmlltzrrt werden. Zwaiiasmaßnabmen auf wirtschaft- ficheiu Gebiete erübrigen sich, weil wir schon die Aussuhr ßesperrk haben, da Polen seine wirtschaftlichen Berpslich- ftuigk» nicht erfüllt hat. Die Abschnürung Ostpreußens
Bo;t on .die Friedensbedingungen über den Schiffsbau tu unteren Gunsten abzuäuderii, müssen unterstützt werden. ' Abg. Gras zu Dohna (D.Lpt.!: Dem Minister sind Nir dankbar sür seine Ankündigung energischer Maßimh- wen, hätten aber vielleicht eine etwas schärfere Sprache «rwMtWt gegenüber dem brutalen RechtSbrnch der Polen.
Abg. S ch u l tz » Bromberg (Deutschnatl.) wendet fich k;anl*«5 gegen eine Ausführung des Abg. Wolf, der die veutägoo Schwierigkeiten mit Polen auf die preußische tofeiütolitit und die Hakatisten ziiriicksührt. Man müsse Beute zu den Verhandlungen nach Warschau schicken, die km’bäi Lingen etwas verstehen. Unsere Auslandspolitit »ügh »n Bismarckschen Geist geführt werden.
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: De: Seeverkehr nach Ostpreußen muß ausgestaltrt und filbveutiouiert werden. Die Bemühungen StbamerS in
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4 Wrrr. Gewisse Teilerfolge haben wir durch Berhand- lnMG erreicht. In diese Vertumdlungen hinein ist nun diWRiiische Sperrverfügung, angeblich wegen der Bank« t - «oienckMempelung, geplatzt, was die deursche Regierung
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