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HntcrreWng. Zu bei Botschafterkonferenz, in bet
; rvch biefe Angelegenheit erörtert wirb, hat auch I ?u italienische Regierung einen Vertreter ent- chüvt. Tic!? bcs Schweigens, in bas sich bie po-
jitischci'. Kreise hüllen, scheint es boch, als ob Lorb
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Die französische Antwort kann nicht
Möchte muß angesichts bes bösen Wilkens Deutsch-
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Ml. r_lnniL*£ tttir gebilligt werben. Beobachter, bie aus j p tzen; Ruhrgebiet zurückgekehrt sind, sagen aus, daß
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de-by dazu bestimmt wäre, bie sranMsche Regier i'.ing aufzusorbern, an dem Schritt Englanbs teil-
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kg. Aach en , 17. April. Die gesamte Bevölkerung AachenS tritt Henle in einen l» stündigen Sympathiestreik für Eupen—Malmedy zu Gunsten ihrer erhobenen Forderung. Um 1 Uhr mittag- ist Arbeitsschluß, nm 3 ilhr Grschastsschluß, um 4 Uhr große Protestverjammluug mit anschließendem Demon- strarionSzng bnrth bie Straßen bet Stabt.
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Das Urteil in der Adlonsache.
tub. Berlin, 16. April. Heute wurde von der StrafIminner bti Landgerichts I wegen der bekamt-
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Gebiet nach Bad Orb entlassen. Jetzt befinde« sie sich n Kassel.
Darmstadt, 16. April. Die Stadtverordneten- Versammlung faßte einstimmig folgenden Beschluß: „Die Bürgermeisterei und bie Stadtverordneten--Ver- sammlung als berufene Vertreter bet Darmstädter Bürgerschaft legen ernsten Protest gegen die dem FAedens- vertrag widersprechende Besetzung der Stadt Darmstadt ein, im Anschluß an den Protest des Staatspräsidenten. Sie erwarten einmütig mit der gesamten Bevölkerung. daß der gesetzmäßige Zustand bald wieder hetgestellt wird.
teil Vorfälle im Hotel Adlon gefällt. Entsprechend dein Anträge lies Staatsanwalts wurde Prinz Joachim Albrecht tvegen versuchter Nötigung zu 500 Mark Geldstrafe, Rittmeister v. P lat en, ebenfalls wegen versuchter Nötigung, zu 300 Mark Geldstrafe verurteilt. Das Urteil gegen den Prinzen Gott- fried zu Hohenlvhe-Langenbnrg, gegen den der Staaisanivalt vier Monate Gefängnis beantragte lautete auf 1000 Mk. Geldstrafe wegen Körperverletzung.
I» der Begründung des Urteils wegen der Bor- gSuge im §oiet Adlon heißt es, es stehe fest, daß Prinz Joachim Albrecht ausgestaudcn sei, daß er gerufen habe „Heran-!", baß er ein Weinglas und mit Leuchtern geworfen habe. Er habe sich der versuchten Nötigung schuldig gemacht. Platen habe sich begleichen Vergehens schuldig gemacht, indem er von seinem Tisch gerufen und drohend die Faust geballt habe. Langenburg sei der Körperverletzung mittels gefährlichen Werkzeug- schuldig; alS solches sei bet Schuh, mit dem er aus den französischen Offizier eiugeschlagen habe, anzusehen. Nicht erwiesen sei, baß 1 er wußte, einem Mitglied der französischen Mission i gegenüberzustehen. Es sei möglich, baß Rougevin glaubte, baß der Angellagte eS gewesen sei, der ihm den Stuhl fortgezogeu habe, baß er chn packte und der Angellagte bann auf ihn einschlug. Das BeruA lehne.es ab, gegen sein Gewissen und gegen feine Ueberzeugung irgend jemanden zuliebe ein Urteil zu sprechen, ganz gleiche um wen es sich handele.
kg. Berlin, 17. April. Prinz Joachim Albrecht von Preußen beauftragte seinen NechtSdeistand mit her Einlegung do« Revision gegen da- "Urteil btt , 8. Strafkammer bei Landgerichts 1 Beklis.
Cbetbeiiif&e Rettung” erscheint sechsmal »öchentlich. — Bezugspreis wo-
Ste - 2 - - 5... < _gi„ auira. »nöe fluaimern infolge Strtit«
Die Kommunisten für Aufteilung Deutschlands.
Münster, 17. April. Die Deutsche Kommunistische Partei ließ in Mainz dem französischen VbcrbefehlshnOer der Rheinarmee erklä en, daß sie die Austeilung des Deutschen Reiches begrüßen würde, da sie den Zusammenbruch des Militärsystems beschteemige.
Polen billigt das französische Vorgehen.
mb. Paris, 17. April. Die Havas-Agentur hört, daß die polnische Regierung dem französischen Geschäftsträger, in Warschau mitteilte, sie billige durchaus die Besetzung deutscher Städte am Main, da auch Polen wie Frankreich auf restlose Durchführung des Versailler Vertrages dringen müsse.
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Die Franzost» im Mamzan
kg. Genf, 17. April. Der „Teinps" meldet uns Frankfurt a. M., daß 50 Bürger sich wegen Berächttichinachung des französischen Militärs vor den Mttieärgerichten zu verantworten haben.
F r un>k f ii rt a. M., 16. April. Die bei der Besetzung am OsterdienZtag festgenommenen Sicherheits- tzolizisten toueben am gleichen Tage nach dem Griesheimer Lager bei Darmstadt verbracht und dort inter- fciert Die Zeute. die im Lager gut verpflegt wurden, auch Wein erhielten, wurden dann in das unbesetzte
setzen in Widerspruch stehen. Die Einwohner», Bürger-, Sicherheits- und Arbeiterwehren sind sofort aufzulösen. Es hat restlose Waffenabgabe stattzufinden. Die im Vogtland und Erzgebirge einrückenden Truppen wurden von der Bevölkerung herzlich begrüßt.
Hölz im nordböhmische« Kohengebiet.
wb. Prag, 17. April. Die „Tribuna" meldet aus Eger, daß Hölz gestern früh aus Klingenthal geflüchtet sei und sich im n o r d b ö h m i s ch e n Kohlenrevier befinde. Er habe sich in Klin- denthal einen auf den Namen Züschner lautenden Paß ausstellen lassen.
Verhaftungen. — Vor dem Allge»eina:wstand.
Oppeln. 17. April. Der durch die intet- nationale Kommission über Oppeln verhängte verschärfte Belagerungszustand, der das Betreten der Stra'e nach Uhr abends verbietet, führte am Donnerstag abend zu zahlreichen Verhaftungen von Einwohnern durch die Befatzungstruppen. Unter den Verhafteten befinden sich auch Arbeiter der städtischen Betriebswerke, die von der Arbeit kameic und mit Reitpeitschen und Kolben nach ihrer Verhaftung mißhanl> elt wurden. Demzufolge traten gestern die Arbeiter des Gas-, Wasser-, Kanalisations- und Elektrizitätswerkes in den Ausstand, so daß Oppeln seit gestern nachmit- tag, ohne Licht und Wasser ist. Der Ausstand soll durchgeführt werden, wenn die Forderungen der Arbeiterschaft nicht von der internationalen Kommission erfüllt werden. — Zuverlässigen Nachrichten zufolge wendet sich die politische Verussvereini- gung der Arbeiterschaft in Oberschlesien von der Korfantyschen ab und geht mit den deutschen Gewerkschaften. Cie mißbilligt das Vorgehen der französischen Truppen. Der Ausbruch des Ausstandes im ganzen oberschlesischen Jndustriereviers ist nur noch eine Frage der Zeit.
wb. Oppeln, 17. April. Etwa 10 000 Personen nahmen an der Trauerkundgebung bei der Neberführung des durch einen französischen Soldaten getöteten Eüterlwdenvorstehers Placek zum Bahnhof teil, von wo dieLeiche nach Breslau gebracht wird. Dem Trnuerzuge schlosien sich je ein Verireter der englischen, der sranzösischeu und der italienischen Nation an.
Stet ö-nist dtr MMft z»r Knirtmg MMM.
Bei Nichtannahme der Forderungen Einstellung der Lebensmittelversorgung.
wb. P a r i s, 16. April. Havas meldet: Gestern, so wird aus Loudon berichtet, soll Curzon energische Schrille beim deutschen Geschäftsträger in London getan haben, um eine Zurücknahme der überzähligen Truppen aus dem Ruhrgebiet zu erreichen. Heute kommt in Paris eine neue Nachricht an, in der die englische Regierung die anderen Verbündeten zur Mithilfe bei einer Kesamtinitiatioe auffordert, bei der von der Berliner Negierung die strenge Befolgung der
wb. Dresden. 16. April Das Wehrkreiskommando 4 teilt über die Lage im südwestlichen Sachsen u. a. mit: Im Vogtland wurden die Hölz- schen Bauden weiter verfolgt. Fliegende Kolonnen besetzten Jägcrsgrün, Klingenthal und Eibenstock. Zn Ernstthal gelang es, ein Wasfenlager der Hölz» schen Banden zu beschlagnahmen.
wb. Plauen, 16. April. Die von den Hölz- schen Bande» gestohlenen WwWrn, Autos, Pferde usw. find fast sämtlich ihren rechtmäßigen Besitzern wieder zugestellt worden: sie waren bereits verkauft.
Der Kommunistenführer Klug, der erst kürzlich aus der Schweiz einwanderte und in einer Versammlung mit Hölz in den Aktionsausschuß gewählt worden war, ist vergangene Nacht verhaftet worden und in das Landgerichtsgefängnis überführt. In feinem Besitz fand man noch 30 000 M.
wb. Adorf, 16. April. Oberstleutnant ^lauß hat als Oberbefehlshaber in Oelsnitz bestimmt, daß
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Die Befürchtungen, daß ein neuer Putsch bevorstehe, haben sich insoweit bestätigt, als eine Zusammenkunft zwischen Offizieren uird Vertretern radikaler Richtungen im Reichswehrministerium stattgefunden hat, bie sogleich entdeckt wurde. Das Reichswehrmmistertum teilt darüber mit:
Bei der Reichsregieruna liefen gestern am späten Nachmittag Nachrichten ein über eine Zusammenkunft, die im Reichswebrmiinstrrium um 8 Uhr abends ftutfe ritfben sollte, zu der namentlich geirannte Offiziere, dir größtenteils dem ReichSwehrgruppeukommando I anttt- kören und radikal gerichtete Arbeitet hrer gehören. Die militärischen Teilnehmer an dieser Sitzung wurden durch ausführliche Angaben erheblich belastet. Die Sitzung hat tatsächlich nm 8 Uhr abends im Dienstzimmer des Hauptmanns Vicbahn srattgefunden. Es haben daran teilgenommen die Hauptleute vBrehbahn und Bohn- stedt, der Kavitänleutnant Altvater und Leutnant v. V i e b a h n, ferner ein Zivilingenieur Meyer (unbekannt. kürzlich au« englischer Gefangenschaft zurückge- kehrt-, sowie die Herren Bertram (nach seinen Angaben Gründer des Vereins der grontfofhaten) und S a feiert 'n ad) seinen Angaben Uhrmacher aus Groß-Lichter- selber Der Reichswehrminister ließ bald nach 8 Uhr die Sitzung niifhebeu und hat noch persönlich im Lauft der Nacht die Teilnehmer einzeln vernommen. Er hat dann angeordnet, daß bie, mit Ausnahme des Hauptmanns Bohnstedt, der nur einem Dienstbefehl zufolge an der Sitzung teilnahm, an der Sitzung Teilnehmenden bis zur weiteren Klärung der Angelegenheit in dem Polizeipräfi- vium in Berlin in Schutzhaft zu halten sind. Tie llntersuchung die der Staatskommissar tüt öffentliche Ordnung leitet .wird heute vormittag durch Gegenüberstellung der Belastungszeugen mit den Teilnehmern an der Sitzung schnellstens fortgesetzt. Neben dem Tatbestand und den anderen Absichten der Teilnehmer wird ftstzustellen sein, ob noch andere Personen zu dieser Sitzung geladen waren, dft au? irgend welchen Gründen nicht erschienen sind -
Die Laste i-n Jndnstlieqebitt.
Barmen, 17. April. Eine Kommission von Mitgliedern der Nalioualversamtuluitg bereist feit einigen Tagen, im Auftrage der Regierung, das Industriegebiet. um ei» Nates Bild über die Lage zu erhallen. Zur Zeit wnK die Kommission in Barmen, Ivo sie festgestült hat, baß die Stadt von Resten der roten A t m e e ungeheuer überlaufen ist. Die Verpflegung der Flüchtlinge hat der Stadt Barmen bisher über 1 Millionen Mark gekostet. Die Kommission hat an den Polizeipräsidenten in Köln ein Telegramm mit der Forderung gerichtet, keine Flüchtling: mehr in das Wuppertal zu schicken, sondern direkt in die Heimat.
Mehrere Abgeordnete ersuchten das Kölner Polizeipräsidium telegraphisch, keine Nolgatdisten ins Wuppertal abjsuitfjieben. Barmen habe schon dadurch über eine Millionen mtsgewender; weitere Aufnahmen feien unmöglich.
Essen, 17. April. Hier ist ein Ausschuß gebildet worden zur Prüfung der in bet letzten Seit von Spartakisten sowie auch durch di« Reichowchr begangenen Gteuettaten. Tie Kommission besteht aus zwei Mitgliedern der fr.ieu Gewerkschaften, einem Mitglied der Hirsch-Duncketschen G.werkschaften jowie zwei Vertretern der Zivilbevölkerung.
die Bewegung dort niemals einen bolschewistischen Charakter angenommen habe. Andererseits wird uns nutgeteilt, daß die durch die Berliner Regierung in das Ruhrbecken gesandten Truppenabtei- t klungen beträchtlicher sind, als die den Verbündeten
Der Lnzeigenvrei» beträgt fii bie 8ge|». Zelle 75 J, amtliche nnb «ustoer-1 kk Egbert ti«e 00 KetUmejeile 2,00 X Jeder Rabatt gilt eis Darrabatt. De »uskunft |da- durch bie veichättsstelle u. Vermittlung bet Ingebote 25 4 SondergebShr. — Postfcheckkant»: Rt. 5015 Lmt Frankfurt a. ».
Beachtenswert ist hierbei, daß die Initiative hier von England ausgehen soll, wobei allerdings eigenartig anmutet, daß diese Neuigkeit von f r a j-.z ö f lf ch e r Seite mitgeteilt wird. Es darf angenommen werden, daß Frankreich der treibende Failoc ist, wenn sich auch England gern an der Niederhaltung Deutschlands beteiligt Die franzö- stfchea Beweggründe und Wünsche sind ja bekannt. 5ic werden noch einmal glänzend beleuchtet durch folgende Ausführungen Major Civrieuxs in der, „Rüpublique Francaise":
„Stellt Marschall Foch auf der M a i n l i n i e eine Armee von 200 000 Soldaten zur Verfügung, 120 000 Franzosen, 50 000 Engländer und 30 000 Belgier und laßt in Berlin wissen, daß bei der geringste» Weigerung, abzuliesern, auch bei der kleinsten Verstockung, die festgestellt wird, diese Armee gegen den Thüringer Wald und f r« u f c n marschieren und Süddeutsch- and von Norddeutschland trennen wird, während andere Kräfte das Ruhrgebiet b e f e tz e n. Erst dann können ohne Zweifel Offi- iiete in aller Ruhe an die Einsammlung der deutschen Waffen gehen."
llm diese Ziele verwirklichen zu können, muß M«ii bestrebt sein, Deutschland dauernd Richlbefol- gung der Friedensbedinguugen vsrwerfe« zu können. Zu diesem Zweck verbreitet die französische Presse die Nachricht, daß 8000 Mann neuer Reichs- «ehrrruppen in die neutrale Zone des Ruhrgebiets eingerückt feien. Tatsache ist aber, daß die Truppenzahl der neutralen Zone andauernd herab- g e mindert wird. Mehrere Batterien sind bereits zurückgezogen worden, und weitere Truppen sind zum Abtransport bereitgestellt. '
Wie verlautet, soll die neutrale Zone bis zum 24. April völlig geräumt sein.
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Pcrlr.igsklauseln bezüglich der Entwaffnung verlangt werden soll. Falls diese Forderung nicht Angenommen werde, werde die gesamte L e < rgf ‘ bensmittelversorgung für Deutsch- <;y '. | land eingestellt. Hebet diesen Punkt hatte p-Lord Derby mit Millerand eine lange
SrnitS I, (Br.« Ich»» irmBt 63» 26,|.
Daß die Angelegenheit zu ernsten Befürchtun. u„. —...-----------------v-----......
gen keinen Anlaß gibt, beweist di« Ablehnung des zsofort aufzulösen sind, da sie zu den bestehenden De-
Berliner Polizetpräfidenteu, die Schutzhaft aufrechtzuerhalten:
Berlin, 17. März. Aus dem Polizeipräsidium wird mitgeteilt: Der Polizeipräsident Rtchftr. dem in seiner Eigenschaft als Regierungskommissar für den Landesbezirk Berlin die Entscheidung über Schutzbastangelegenheiten zusteht, hat es ab gelehnt, die Schutzhaft gegen die rem Reichswehrminister in der Nacht zum Freitag früh im Zusammenhang mit einer Besprechung im Reichswehr« Ministerium ftskgennommenrn Offiziere und Zivilpersonen zu verhängen. In den eingehenden Vernehmungen, die im Polizeipräsidium stattgefunden haben, ift leine rlei Beweis dafür erbracht, daß die im Reichswehrministerium stattgefundene Zusammenkunft der ^genommenen Personen einen Umsturz der Regierung zum Ziel batten, oder daß sie sonst in irgend einet Weise geeignet gewesen wäre, die öfftntliche Ordnung, Ruhe ober Sicherheit zn gefährden. Der Polizeipräsident konnte daher die Freilassung der Festgenommenen veranlassen.
Tie Lage in Pommern.
Die „Wafsenfunde" und „Truppenaufammluiigen".
kg. Berlin, 17. April. Das Reichskabinett hat auch gestern Nachmittag die. Vorgänge in Pommern beraten. Nach dem Bericht des Obervräfidenten Lipp- ntann haben auf zahlreichen großen poinmerscheu Gütern Haussuchungen slatlgesundeu. Statt der erwarteten großen Bente von Gewehren wurden nur ganz wenige für die jetzige Zeit zu gebrauchende Feuerwaffen vvrgefunde». Aus dein Gute des Landrats v. Herzberg, wo 2000 Gewehre der Baltikumtruppen lagern sollten, waren tatsächlich nur 8 Jagdgewehre und 8 verrostete Karabiner.
kg. Berlin, 17. April. Auch im Laufe des gestrigen Tages sind der Reichsregierung keinerlei Meldungen zugegangen, die die beunruhigenden Gerüchte über neue Putschversuche in Pommern und Payern beftäligen tonnten. Die Entlassung der Zeitfreiwilligen geht überall ordnungsmäßig vor sich, so daß sie bis zum. 30. d. M. beendet ist.
Kapp in Schweden.
Verhaftung oder Ausweisung?
wb. S t o ck h o l m. 16. April. Mch einer Meldung des „Astnobladet" ist Dr. Kapp im Bahnhofshotel in Södertaelja angshalten worden. Er war int Flugzeug nach Schweden gekommen, das in Schwaanen landete, worauf er die Reife mit der Bahn in nördlicher Richtung fortfetzte. Von dem Ho el wird mitgeteill, daß Kapp am Mittwoch in Stockholm ankam und in einem Hotel unter dem Namen Dr. v, Kanitz Wohnung nahm. Den Zweck der Reife hebe er nicht angegeben. Nachmittags kamen zwei Detektive aus Stockholm in Södertaelja an. Der angebliche Dr. v. Kauitz erklärte ihnen, wer er fei. Gegen 3ff> Uhr nachmittags begaben sich die Deiektive zufammen mit Kapp im Automobil nach Stockholm.
wb. S t o ck h o l m , 17. April. Als dir Polizei in Södertaelja gestern den Paß des Dr. Kapp untersuchte, stellte sich heraus, daß er gefälscht wat, weshalb Dr. Kapp gegen 2 Uhr f e ft g e n o m m e n wurde. Während des Verhörs gab er sich zu erkennen und wurde abends im Auto nach Stockholm gebracht, wo er durch die Ktimrnalabteilung einem Verhör unletzogen wurde. Die Polizei will sich jedoch noch nicht über das Ergebnis ansfprechen. Die Rächt muß Dr. Kapp in der Kriminalabteilung verbleiben. Der Poiizeimeister kann sich noch nicht bartiber äußern, inwieweit von einer Einlieferung ins Gefängnis oder Ausweisung bi* Rede fein kann.
angeaebetie Zahl. Das erste Problem, das die »et» biindeten Staatsleiter also zu lösen hätten, wäre ■ die baldigste Entwaffnung Deutschlands. ■<
mit dem Kreisblatt für de» Kreis Marburg
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