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mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg

TaWszsitung für (das früher kurhessische) Oberhesseü

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Hamb- Nachr." soll auf Anordnung des Oberkom- vwud»s in Berlin der Grenzschutz im Osten erheblich derstürlk werden, da die Polen Truppen an der Grenze zusi nMfn'ichcn. Bei der Reichswehrbrigade 9 ist der Mschr ring»-Ll'seu, sofort zwei Bataillone sowie die Harburger Pioniere nach dem Osten in Marsch zu setzen.

Liittwitz. Die neuen PntschgerMe.

Das Wolffsche Büro meldet« gestern, das; General , Lüttwih und Major Bischoff, der Führer der

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Tie Regierung trifft bereits Maßnahmen, um t>c-t Plänen der Polen begegnen zu können, dtach den

197 Milliarden ReichSschulstcru

Berlin, 16. April. Nach einer Mitteilung des Reichsfinanzministers Wirth im HauSh al ls auSschuß der Nationalversammlung betragen die Schulden des Deutschen Reiche- 92 Milliarden Mark, die schwebenden Schulden 105 Milliarden Mark, mithin zusammen 197 Milliarden Mark. Die ursprüngliche Hoffnung, da- Defizit der Reichseisenbahn würde sich auf 7 Milliarden beschränken, sei nicht aufrecht zu erhalten. Einschließlich 8 Milliarden neugeforderier Löhne sei mit 12 Milli« de» Defizit zu rechnen.

ehemaligen Nsernen Division, in Pommern verhaftet worden seien. Bald darauf widerrief es die Mel­dung. Heute teilt «S mij, daß die ausgegeben« Meldung dem Wolsfbüro von unbekannter Seite unter Mißbrauch des Namen» eines Angestellten der Prefleabteilung der Reichöcegierung übermittelt worden sei. Nach Blätter». Meldungen sollen sich Lüttwih, Kapp und Oberst Bauer nicht mehr innerhalb der NeichIgrenzeu bcsinden.

Inzwischen hat man in Berlin alle Vorbereitungen zur Abwehr des angeblich nahe bevorstehenden neuen PutschcL getroffen. Die Straßenzüge zum Regierungs­viertel sind durch Sicherheitswehren abgesperrt. Der Bezirksvorstand Groß-Berlin der S. P. D. veröffentlicht einen Aufruf an die Parteigenossen, in dem jedermann, der Waffen tragen kann, aufgefordert wird und, wie es heißt, verpflichtet ist, zum Schuhe der Republik zur Stell« zu fein. Wenn wirklich unpolitisch denkende Heißsporn« sich tnit dem Gedanken eines neuen gewaltsamen Unter« nehmens tragen sollten, würden sie allseittge Der» urteilung finden. Di« Deutschnattonale BolkSpartei hat bereits in diesem Sinne eine Erklärung veröffentlicht, und die Presie der Rechten schließt sich ihr allgemein an. Rach der»off. Zig." soll von einzelnen Hitzköpfen di« Verbindung mit Räterußland zur gemeinsamen Dekämp» fang Frankreichs geplant sein. Sin solcl>c» Unternehme» würde namenloses Elend über das zum Kampfplatz wer* den de Deutschland bringen und muß von alle« ihr Da» terland Liebenden verworfen werden. Um ein IrhfiiA ernst zu nehmende» Vorhaben scheint es sich aber gar nicht zu handeln:

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gesucht.

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Bochum, 16. April. Gestern vormittag ist hier eine Abteilung Reichswehr eingerückt. Mittags farw eine Besprechung des militärischen Befehlshabers mit den Vertretern der Behörden und der Presse statt. Die Anwesenheit der Reichswehrtruppen gilt in erster Linie der restlosen Durchführung der Waffenabgabe.

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Marbura

irtllii, 16. April fSßemtttzj

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tz«:d-runK«n der Arbeiterschaft. Blutige Zusammen­stöße. Protestkundgebungen.

B c s la u , 15. April. TorSchlesischen VolkSztg." zufoize. stellte die oberschlesische Arbeiterschaft gestern in tir.ee itzsrstunmlung au die Volksabstimmungskommissivn anläßlich der Ermordung des Gütervorstehcrs Piacek selz-.^ie' Forderungen: Ter Familie des Ermordeten soll

Sie Lage in

Durch die Presse gingen wiederholt Nachrichten, daß die Reichswehr im Industriegebiet mit der Haltung der Regierung sehr wenig einverstanden ist. Bor allem sollte b-aS auf die baherischen Truppen unter Oberst Epp, die bei der Bevölkerung außerordentlich beliebt sind, zulreffen. Tie-Meldung, daß sich die Bayern geweigert hätten, für die Regierung Müller noch etwas zu tun, wird aber als falsch bezeichnet. Sie erwarten weitere Befehle. Daß sich die Reichswehr, die in dem Aufruhrgebiet voll ihre Pflicht getan bat, zum mindesten benachteiligt fühlt, geht aus einem Bericht des Sonderberichterstatters derD. TageSztg." hervor, der u. a. schreibt:Ter wahre Sach­verhalt ist Haß die Mannschaften das Gefühl haben, daß die Berliner Regierung mit zwei Karten spielt und die Sicherung der von ihr selbst entsandten Truppen nicht genügend wahre, nur um das kostbare Blut der Spartakisten zu schonen. Di« Lage ist so weit gediehen, daß die Mannschaften dir Ausführung des Befehls, Plün­derer und Aufrührer auszuheben,'als zwecklos empst'n» den, tveil die verhafteten Verbrecher allermeist doch wie­der straflos laufen gelassen werden, auch wenn erdrückende Beweise gegen sie vorliegen. Außerdem reicht die Truppengahl n i ch t a u S, um die Waffeuablieferungen durchgreifend zu erzwingen. In Essen allein sind jetzt noch 7000 9000 Gewehre und sehr viel Munition an Plätzen verborgen, die zum Teil begannt find, ohne daß man diese Waffenuiederlagen ausheben kann."

Ter von der Regierung und den Mehrheitsparteien vertreteneu Ansicht, daß bei Aufruhr im Westen nur eine Folge des Kapv-Putsches getvesen sei und etwaige Erhebungen ohne diesen Putsch mit Leichtigkeit hätten niedergeschlagen werden können, hält der genannte Be­richterstatter entgegen, baß kommunistische Aufrufe die Gerieralstreikparole der Regierung schon am 13. März überall mit dem Rust:Nieder mit der Regie­rung Ebert-Bauer, hoch di« Dittatur des Prole­tariats .hoch die R ä t e - R e v o l u t i o n !" beantworteten. Schon am gleichen Tage traten miichestenS 7 8 seit langer Zeit organisierte und einererzierte Kompagnien der roten Armee unter di« bereit­gehaltenen Waffen, erhielten ihre Marschorder und waren sofort in der Lage, die bekannte rote Front zu bilden. Tie Vorbereitung müssen also sehr lange zurückreichen waS ja auch von Berichterstattern demokratischer Blätter zugegeben worden ist. Die Behauptung Herrn Mül­ler?, ohne den voraufgegangenen Kapp-Putsch wäre die Erledigung des Aufruhrs int Westenein Kinderspiel" gewesen, ist natürlich schwer zu beweisen. Tie Erfahrun­gen aus dem Anfang bt£ Jahres 1919 sprechen ganz und gar dagegen . Es ist unschwer einzusehen, daß der Auf­ruhr vielmehr nach weiterer gründlicher Borherei- tung ganz anders loSgebrochen wäre als jetzt, wo man iwch nicht völlig schlagbereit war und vorzeitig los- schlagen mußte.

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Deutscher Protest an den BSlkerbunb.

Berlin, 16. April. Die deutsche Regierung' hat Anfang April in Paris eine umfangreiche Note über­reichen lassen, in der sie nachdrücklich Beschwerde führt gegen dje Gewallmoßnahmen der belgischen Behörden im Hinblick auf die Volksabstimmung in den Kreisen Eupen und Malmedy. Die Note wendet sich an den Bölkerbmtd, eine Kommission zur Untersuchung zu entsenden und drückt die Erwartung auS, daß Maß- nabmen getroffen werden, die eine Vergeivalligung einer Bevölkerung von 60 000 Seelen verhindern.

wb. Berlin, 15. April. Die Kommission zur Festsetzung der deutsch-belgischen Grenze hat bekannt­lich beschlösset!, Belgien die einzige Bahnlinie des rein drittschen Kreises Monschau zuzusprechen. Dieser vertragswidrige, sachlich unhaltbare und unter Miß­achtung der Wünsche der Bevölkerung gefaßte Be­schluß hat weithin berechtigte Entrüstung hervorge­rufen. Nachdem bereits am 8.4. zwei Abordnungen auS Monschau und der Stadt Aachen beim Reichs­kanzler vorstellig geworden waren und eindringlichst um Hilfe gebeten hatten, hat am 13.4. eine Ab­ordnung des Landkreises Aachen bei der Reichsregie­rung doraesprochen und darauf hingewiesen, daß mit der Borschiebung der neuen Grenze bis an die Bahn­linie auch das Hauptniederschlagsgebiet für die Wasser­versorgung des Land- und Stadtkreises Aachen in belgische Hände geraten werde. Der Abordnung ist versichert worden, daß dio«Reichsregierung für die Not der betroffenen Bevölkerung vollstes Verständnis habe und alle? tun werde, um eine Aufhebung des als rechtsungültig anzusehenden Beschlusses der Krenzsest- setzungskommission herbeizusühren.

sMuualdeaniwn sowie die übrigen Behörden. Der Aifck'e Zentralvcrbnnd sagte die Beteiligung zu. Keiluittüne der polnischen Berufsvereinigung steht **: lest.

LMep VolkSztg." die polnische Regierung deut ObtrstrH Rat mitgeteilt, siecheabsichtige demnächst gegen Tcuuchland mit Besatzu n g s m nah m en vor- ztigehen, falls esseine Verpflichtungen Polen gegen-

Tie Franzoskil im MainM.

Die Mainzer Offizierszusammenkunft.

Frankfurt a. M., 15. April. Die amtliche deutsche Meldung, daß am 9. April in Mainz eine

Zusammenkunft höherer französischer Offiziere statt­gefunden hat, in deren Verlauf Fragen politisch-strate­gischer Natur behandelt worden waren, die auf die Zerstückelung Deutschlands in kleine Re- mbliken hinausliefen, wird von französischer Seite als jeden Scheines rntbehreird bezeichnet. Es habe keine 'olche Zusammenkunft stattgesunden. Die deutsche Regierung hat jetzt das Wort.

Englisch« Kritik wegen der Berwendnng farbiger Truppen.

Wb. Pari-, 15. April. DerPopulaire" stell! fest, daß in England ein scharfer Feldzug gegen die Besetzung des linken und rechten RheinuferS durch schwarze Truppen eingesetzt habe. General Thompson habe imDaily Herald" geschrieben, daß eS eine große Gefahr sei, Wilde zu bewaffnen, sie könnten sich eines Tages der Waffen gegen die Europäer bedienen Auch die ZeitschriftLa Clarie" sprach von vielen Zwischenfällen, die in Deutschland zwischen Schwarzen nnb deutschen Frauen sich ereignet hätten. Auch derPopulaire' macht heute Andeutungen dieser Art.

Die belgische^ Hintergedanke«. «

wb. Brüssel, 15. April.Journal de Bruxel­les" gibt unumwunden zu, daß die belgische Regierung Hintergedanken gehabt hatte, als sie ein Ba­taillon nach Frankfurt a. M. en-saudte; denn das Blatt erfiärt eine der Folgen des Dienstes, den Belgien Frankreich leiste, sei, daß die Lösung der belgisch- französischen Frage der luxemburgischen Eisenbahnen beschleunigt werde.

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Berlin, 16. April. Wie derBerl. Volkszlg." aus zuverlässiger Quelle mitgetellt wird, soll Hölz beim Ueberschreiten der böhmischen Grenz« feslge- nonline n worden fein. Jedenfalls ist der größte Teil der Hölzschen Leute bereits gefangen. In dem Osten, wo die Reichswehr eingerückt ist, ist eS voll­ständig ruhig. Die Arbeiterschaft arbeitet überall.

wb. Planen i. V., 15. April. Bon Jäger-grün toittbeit gestern Abend 120 Rotgardisten In zwei Eisen­bahnwagen und ein Eisenbahnwagen mit Gewehren nach Oelsnitz abtransportiert.

wb. Leipzig, 15. Avril. In einem amtlichen Bericht aus dem Vogtland heißt es: Bei den gestern gemeldeten Zusammenstößen mit der Bande des Hölz südlich Rautenkranz hatten die Truppen keine Ver­luste. Die Zahl der hierbei gemachten Gefangenen hat sich auf 100 erhöht. Erbeutet wurde ein Ma­schinengewehr, 300 Gewehre und verschiedene Per­sonenkraftwagen, darunter der von Hölz. Hölz selbst ist angeblich in Frauenlleidung entkommen. Die Bahnlinie Falkenstein-Klingenthal ist an mehreren Stellet: durch Brückensprengungen und Zerstörungen der Geleise unterbrochen. Bei der Annäherung der Trappen verließ der Aktionsausschuß in Burgstädt die Stadt. Gestern mittag wurden Leukersdorf und Um­gegend, heute morgen Hohenstein-Ernstthal kampflos besetzt. - Neber die Amtshauptmannschaft Glauchau wurde gestern der Ausnahmezustand verhängt. Dort hat sich ein n e tt c 8 Brandkomitee gebildet. Der neu gegründete Bürgeransschuß hat eine bewaffnete dlbwehc gegen den roten Terror organisiert.

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Sitzung vom 15. April.

Präsident Fehrenbach eröffnete die Sitzung nm 1,20 Uhr. Auf der Tagesordnung steht die erste Beratung eines Gesetzentwurfes betr.

Aufhebung der Militärgerichtsbarkeit

und betr .die Heeresjustitiare.

Abg. Warmuth (Deutschnatl.): Meine Partei steht >em Entwurf ablehnend gegenüber. Die Zukunft der Hecresjustitiare muß sichergestellt sein.

Abg. Stücklen (Sv,.ft Fälle wie der Zaber»« und der Marloh-Prozeß haben das Vertrauen zur Militär« justi; völlig erschüttert. Ich beantrage die Verweisung an einen Ausschuß.

Abg. Graf Dohna (D. Vpt.) wünscht einen Auszug auS dem Gesetzentwurf, da zur Zeit eine gründliche Durch» Beratung unmöglich sei. Zudem haben wir nicht das nötige Vertrauen znm Reichsjustizmini» ter, der den Tempel der Justitia entweiht hat, uM ihm auch diese Erweiterung seiner Kompetenz zu be­willigen.

Abg. Falk (Dem.ft Die Kompetenz deS Reichsjustiz- Ministers wird durch vie Vorlage nicht erweitert.

Reichsministcr B l u n ck: Der Entwurf ist beding durch die Verfassung. Sr ist ferner notwendig durch die erschreckende Zunahme der Kriminalität ind« Reichswehr.

Nach weiteren Bemerkungen des Abg. Schultz» Bromberg (Deutschnatl.) und persönlichen Bemerkungen werden beide Gesetzentwürfe an einen Llgliedrigen Aus­schuß verwiesen.

Der Gesetzentwurf betr. die Schaumwcinstener wird in allen drei Lesungen erledigt. ES folgen mündlich« Berichte deS Ausschusses für Wohnungspolitik, die ohne Aussprache erledigt werden. Es folgt die zweit» BerqUing deS Gesetzentwurfes über die Prüfung von f Bildstreifen für Lichtspiele.

Abg. Frau Ekk» (Dem.): DaS Heer von Arbeitern, das bei den Lichtspielen beschäftigt ist, darf nicht brotlos gemacht werden. Die Prüfung muß" vereinfacht urib* einer einzigen Stelle übertragen werden, bei der auch pädagogisch und künstlerisch Gebildete mitreden.

Abg. Frau Weber (Zentr.): Die Jugendämter müssen an der Durchführung deS Gesetzes Mitwirken.

Abg. Frau Mende (D. Vpt.): stimmt dem zu.

^Abg. Krüger (Go,.): Die Eelbsizensur der Film- besiher hat den Erwartungen nicht entsprochen. Polittsch« und religiöse Gründe dürfen für die Zensur nicht maß­gebend werden.

Abg. Frau Gierke (Deutschnatl.): Der Staat muß die Bedingungen für eine sittliche Westerentwicklung schaffen.

§ 1 wird in der Ausschußsassung angenommen mit bem Zusatz, daß die vorgeiehenen Verbote für In- und Aus­land gelten sollen. Zu -8 befürwortet Abg. Frau Zieh (U. S.) einen Antrag Agnes, das Alter für Jugendvor­stellungen von 18 <mf 16 Jahren hcrabzusetzeu. Di« Zensur wird von der politischen Stellung der Zensoren beeinflußt werden.

Abg. Krüger (So».): Die Sozialisierung der Film» mdustrie wär« die schärfste Zensur der Kinos.

Der Antrag Agnes wird abgelehnt. Zu §6 wirb Abs. 1 gestrichen, der besondere Landesprüfungsstellen für Jugendfilm« .ünführen will. Eine Reihe weiterer §| wird im wesentlichen in der Ausschußfassung angenom­men, ebenso der Rest des Gesetze». Das Gesetz wird darauf auch in der dritten Lesung angenommen. Der Antrag auf ^mmnnclifievung der Vorführung der Bildstreifen wird ab gelehnt.

Nächste Sitzung morgen 1 Uhr: Anfragen, Auih^ung der Vorschulen usw. Schluß 5*/t Uhr.

Wft meldeten gestern, daß über Oppeln der ver- schärtzp Belagerungszustand verhängt worden ist. Der ku!a§ dazu war folgender: In einem Schankhause ticrfecitin zwei Italiener und ein Franzose Billard- lugkfttt Als die anwesende Wirtstochter erklärte, daß E die >icgrlii beschädigt und unbrauchbar seien, schlug sie ber Wranzose ins Gesicht. Der Destillationsgehilfe Spirio der dagegen Einspruch erhob, wurde kurzer- haM itber den Haufen geschossen. Gleich barisS gab der Franzose einen zweiten Schuß ab, der eines Mlig unbeteiligten Bankbeamten am Halse ver- Wr pnd dann den gerade beim Zahlen begriffenen iMSiÄ^envotsteher Plazek in die rechte Seite traf. PlaM funk sofort tot um. Die Täter flüchteten. Am Menst kam es zu großen Ku n d g eb u n g üu für T e ;tTf chlandin den Straßen. Die Ansammlungen x haliLll französischerseits eine strenge Spernmg des NrAsrrllugSgcbäiideS und der Kaserne zur Folge. In L .ber W»l»paner Straße wurde ein französischer Soldat durD einen Schuß verletzt, nachdem er selbst geschossen t iE.

Als Urheber der Bluttat wurde der Alpenjäger stulcs Knsenti verhaftet. Das Kriegsgericht ifl am Licsikatz znsammengetrrien, um über den Fall zu r verlMdelit. Pasenti ist Italiener, steht aber im srau- ; söfij,hetz' Militärdienst. Als Grund zur Tat gibt er f dM seine Ellern in Frankreich von den Tentschen ; trfchMN wurden. Er habe dafür Rache genommen.

E scheinen sich überhaupt in Oberschlesien ernste Di..ze vorzubcreüen. Tie Teilnahme an den Parla- iu'uÄipnngen in Berlin, auch an denen des Proviu- pallanbiages in Breslau sowie an den bevorstehenden . Wahlen ist den Oberschlesiern entgegen den Äcstim

7 Wirhllrxteiliguug mit Gewalt hindern. Tas hecht, r 15 ich. chl ein polnis ch t r P n t sch in Vorbereitung zu sesn, worauf insbefoadere die fieberhafte Tätigkeit [ de: S»!ol-Vereins schließen läßt. Auch hat nach der

. 1 .muHfitu des Friedensvertrages verboten worden. Dir f5$$sTpolett wollen, wie gestern mifgeteiU, jede

I DieOderdesiilche Zeitung" etitfcetnt irchrma'. wöchentlich. Bezugspreis mv- natl. 8 ^k., durch die Polt 3.15 JL. Für susfallind« Riunmcrn infslg«Streik» eher «Iemfwt«ret dretgntff« fein Ersatz. «erlag »en Dr. T. Httzersth. Druck der Nni» -Buchtzr. »en J e l». Au g. Ke ch. Markt L1/2S. Fernsprecher55.

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fäbtgunß von 100 000 Jft in Gold gezahlt und 'tzien eine angemeffenc Entschädigung gewährt Kein französischer Soldat darf außerdienstlich ____ ... .ragen. Tic französischen Befehlshaber haben barani zu achten, daß der Bevölkerung gegenüber die der Menschlichkeit geachtet werden. Bestrafung

Der Anzeigenpreis beträgt fit dir Sges». Zeile 7» 4, amtliche und auswär- kk tige 00 Reklamezeile 2,00 X. Jeder Rabatt gilt al» Barrabatt. $$e< Auskanft durch di« veichäf tsstelle u. Vermittlung der Angebote 2S 4 EendergebAhr. Pestscheckkente: Nr. 5016 Amt Frankfurt a. M.

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wl>. Paris, 15. April. Nach einer Havasuielduug tot? Konstantinopel wurde General Hamdi Pascha, ftüber Befehlshaber der Truppen von Angora, zum Bc- AhlLhader der Streitkräfte ernannt, die gegen die natio- dwiisttsche Bewegung kämpfen sollen.

wo. London, 15. April. TieTimes" berichtet tzuk Teheran, bag bi# Türken die Kurd en zum Kampfe hegen die in Mesopotamien stehenden brittschen Truppen Mtreizen,

des Taeerö. Sollten die Forderungen nicht angenommen toxrbin. droht die gesamte Arbeiterschaft mit Gene­ra l st r: i k. Nach Schluß der Versammlung kam «S zu ; Uh tigert Zusammenstößen zwischen Arbeiter« und französischen Truppem, bei denen auch französische Soibaici'. verletzt wurden. Die Bestrafung des Taters wurde durch die Kommission zugesagt.

r ; Bcuthen, 16. April. DerOberschles. Wanderer" Melde:: Unter dem Druck ihrer Anhängerschaft sahen sich bi- Orgauisationklciiunßcn der Arbeiter und Angesiell- ,ten «Irr Richtungen genötigt, für Sonntag in allen grö- ' ßereu Städien Lberfchlesien» große gemeinsame Pro- ,1« st k u u b g c b u n g c II gegen die Anordnungen der stileralifertcu Kommission zu veranstalten. Es nehmen zunächst nur die Vertrauensmänner und Funktionäre i der vigaüfrtficnen teil, neben den Arbeiter- und Ange- L siell;enorganisationen die Post-, Eisenbahn- und Kom-

Dic Haltung Italiens u«b Amerikas.

wb. Pari», 15. April. Wie dasEcho de Paris" erfährt, wird auch der italienische Botschafter der heuttgen Sitzung der Votschafterkoufcrenz wieder beiwohnen. Da­raus ergibt sich, daß auch er von seiner Regierung den Auftrag erhallen hatte, an den Beratungen über die deutschen ^Angelegenheiten solange nicht teilzunehmen, bis die französische Besetzung der Städte im Maulgau ge­regelt ist. Die nächste Sitzung der Botschafterkonferenz wird sich heute nachniiitag mit der Volksabstimmung von Marienwerder und mit der Frage der Ausfüh­rung der maritimen Klauseln des Vertrages.

Nach demPetit Journal" ist c» nicht wahrschein­lich, daß die amerikanische Negierung auf der Konferenz von San Nemo vertreten se,in werde.

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