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Wb. Benthe», 13. April. Dir heute hier
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Neue Lohnforderungen her Bergleute.
kg. Berlin, 14- April. Nach Meldungen aus drin Nnhrrevier sind am Sonntag in der Konferenz von Vertretern der Rnhrbergleutc Lohnforderungen besprechen worden, die im Mai den Gcubcndirektionen zugehen sollen.
Der Lnzeigenvrei« beträgt fit die 8gef*. Zeile 75 tigeSO , Reklame»««» 2,00 Jt. —
UnjraH?, ob die britische Negierung die Absicht habe, hie j/uifthen ihr und der französischen Regierung
sammelten Vertreter der Postbeamtrnschast de» 86» stimmungSgrbiett billigten da» Vorgehen der Justiz- beamten, mit denen übereinstimmend sie fordern: Uae antastbarkrü der Beamtenrechfr und sofortige Aus« Hebung aller Verordnungen di« di« Lrrdmdunge» te®
dgeu, daß die Verhandlungen zwischen Paris und ?m»ü glatt von statten gehe» werden.
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Wb. Münster, 13. April, lieber die Lage im Wuppertal wird von militärischer Seite berichtet: Tau sende ehemaliger Rotgardisten sind ins Wuppertal und I seine Umgebung geflüchtet und warten dort auf einen für ihre Zwecke günstigen Zeitpunkt. Es herrscht infolgedessen überall große Uns icher- heit. Einbrüche, Bandendiebstähle, Raub und Plünderungen sind an der Tagesordnung. Besonders frech benehmen sich einige Banden am Rande der Wupper- stKte. Sie üb e r f a ll e n die Wäschereien und ringln stehenden Häuser mib Bauerngehöfte, um Wäsche, Kleider, Lebensmittel und Geld zu erpressen. DaS Raubgesindel ist teilweise vornehm gekleidet und oft nicht einmal der deutschen Sprach« mächtig. Auch in den Städte» kommt d bisweilen zu Schießereien mit den Rotgardisten. Die gesamte Bürgerschaft und die überwiegende Mehrzahl der Arbeiter hat das ganz« Treiben satt. Eine Waffenabgabe hat im Wuppertal kaum stattgefunden; die abgelieferten Waffen sind »«brauchbar. Zurzeit werden zahlreiche von den Roten Truppen requirierte Personen- und Lastauto» »ach Holland »«rschobe«.
Münster, 14. April. Da» Wuppertal scheint der AnSgarqi-punkt einer neuen Aktion der tote« Armee zu werden. Sine Waffenabzabe hat kaum stattgefunden. T-er Essener Zentralrat hat den Kampf noch nicht aufgegeben. Er erblickt jetzt seine Aufgabe darin, für den später unausbleiblichen Kampf eine aktion-fertige Organisation zu schossen. Zu diesem Zloeck wurde ein« Kommission gebildet. In dem Aktionsausschuß haben die Mehrheitssozialisten nicht-mehrzusagen. Niemand wagt di« Ford»- rung eine» Truppeueinrücken» auszustellen, uul nicht dem Terror anheimzufallen.
Barmen, 14. peil. Wild« Rotgardisten haben den Bahnhof und di« Hauptpost zu besetzen und zu plündern versucht; sie wurden jckoch durch btt Sicherheitswehr vertrieben.
tob. Elberselb, 13. April. Der Aktionsausschuß, der nach dem Knop-Putsch auS den drei sozialistischen Parteien gebildet worden tvar, löste sich aus und wird durch einen Ocknungsausschuß «ließt. — Der Zentral»
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mit bem Kreisblatt für den KrelS Marburg
Tageszeitung für (das früher knrhesfifche) OSerhessen
einmal Bismarcks Hanbbietung zu voller Eisenbahn« genieinschast aüsgcschlagen hatten, wartete Preuße« mit den höheren Erträgen seine» eben größeren ®e* tticksumfangs geduldig ab, bi» man ihm entgegnt«; "ommeu würde. Rach den thüringischen Staaten tourd«, aber erst 1896 wie ernst beim Zollverein Hessen oll erster Mittelstaat infolge seiner Zweiteilung reif für den Anschluß. Es wurden allerdings sehr bald biet heftige Stimmen laut über Bevormundung durch Preußen. Daß es bei der finanziellen Regelung nicht chlecht fuhr, mußte Hessen zugeben, besser als etwa >er langgestreckte badische Nachbar, der gewisse Annehmlichkeiten de» Personenverkehrs mit einer ungünstigen Rentabilität erkaufte.
Aus ähnliche Weise wie Hessen wollten jedenfalls die anderen Mittelstaaten sich nicht in die Abhängigkeit vom größten Bundesstaat begeben, und so führten 1905 q«geknüpfte Verhandlungen 1909 nur zu einer Güterwagenge mein schäft. Schr bald zeigte sich in erhöhten Einnahmen und niedrigerem Betriebskoeffizienten der Vorteil de wenrigstenS in einem Stücke erreichten größeren Organisation. Nachdem si« nun über Nacht für da» Ganze gekommen ist, könne« sich die Vorteile voll auSwlrken. Allerdings tritt die Reichseisenbahn mit einer jährlichen Zinsen- und Tilgungslast von zwei Milliarden ins Leben; so hoch dürfte sie von der auf einige vierzig Milliarden geschätzten Abfindung der Länder getrieben werden. Aber bei dem enormen AnSgabenetat; wie ihn das letzte Jahr der Staatsbahnen überall zeiott. fällt dieser Betrag nicht so hoch ins Gewicht wie es scheint. Er wird nur dazu beitragen, bei wicker steigendem Geldwert die Herabsetzung der erhähten Tarife zu verlangsamen, auf die sich aber inzwischen die Geschäftswelt schon eingerichtet haben wird. Al» nötig ist aber mit Recht erachtet nrorbetv daß die Eisenbahnwirtschaft künftig nach kaufmännischen statt nach bürokratische« Gestchtspunkttn betrieben toitb, daß man an Stelfti eines Statt eine Bilanz richt. Dann wick auch di« Gefahr bei Fttkalismu» leichter vermieden, der Vorteil von Staat»- und Privatbetrieb vereinigt und den Bedürfnissen der Volkswirtschaft, denen der Verletz« an erster Stelle dient, ohne Preisgabe der Rentabilität entsprochen werden. Dem Nachteü jcker weiträumigen Organisation, Nichtachtung örtlicher Notwendigkeiten, soll durch eine Dezentralisation borgt* beugt werden. , * . '
Hebet» Iaht wich diese Entwicklung durch «M Reichsverwaltung der-Wasserstraßen abgerundet, i
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irt. Paris, 13. Lpril. In der heutigen Kammer, ßtzung legte Ministerpräsident Milleraud di« Ereignisse dir, fefe die deutsche Regierung beranlafcte», mehr AtrÄüeSfke in die neutrale Zone einmarschieren zu las» tzm. aEe chr gestattet sei. Der Standpunkt der franzöfischen Regierung sei gewesen, daß gewifie Bürgschaften dofür gegeben werden müßten, daß der FriedensveNrag Nn Versailles nicht verletzt würde. Am 3L 3. habe er dem kranzösischen Botschafter telegraphiert, wenn die Deutschen selüft die Unruhen im Ruhrgebiet nickerschla- kn wollten, bann gebe es nur eine Bürgschaft, ein Pfand, fee französische Okkupation sollte, je nachdem wann die Mutsche« chrr Truppen zurückzögeu, endigen. Marschall
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Am 1. April ist da« System der ReichSeisendahi» grundsätzlich in Kraft getreten, wenn auch ein ei* jähriger UckerleitungSzustand die Ministerien der Lindern al» Zweigstellen deS Reich»verkehrsministerium> vorläufig toeiter bestehen läßt. Der Vorgang ist vo« kaum geringer Bedeutung all di« 1834 vollendete Bildung de» Zollverein», die ein einheitliche» deutsche» Verkehrsgebiet schuf und durch vollbewußte wirtschaftliche Gemeinschaft die politische Einigung vorbereitete. Sie wick nun durch den Zusammenschluß der Verkehrsmittel noch verstärkt. Der Nckenzweck darf aber das Hauptziel nicht verdunkeln, da» zerrüttete Tran»- portwesen auf die wirtschaftlichste Weife Wicker auf« zurichteu, die größte Leistungsfähigkeit von Bestand, Elastizität und sparsamste Betricksführung feerbinbet
Gerade das Transportwesen dringt aus diese« mächtigen Antriebe zu immer mehr umfassender Ron« zentratiou. Die Schiffahrt wollt« vor dem Kriege «ine ähnliche Entwicklung zu einer sogar international«« Interessengemeinschaft einschlagen unb auch die Geschichte de» Eisenbahnwesens verläuft in verwandter Linie. ES nahm feinen AnSgang von dem privaten Unternehmertum, da» ja Pet» bahnbrechender zu sein pflegt, als bet schwerfälligere Staat. Abe« sehr bald zeigte sich da» unnütz Kräfte- und Mittel« vergeudende freier Konkurrenz, das hier zu feiet dort zu wenig Verkehrsgelegenheiten lieferte unb aus einheitliche Organisation hindrängte. Nicht eben sehr begierig und zuerst besonders notleidende Gesellschaften billig auskausend, übernahmen di« deutschen Einzel« staatcn diese notwendige Aufgabe. Jnnechalb ihrer Grenzen brauchte nun kein? G-gend sich vernachlässigt zu fühlen: ärmere, bislang einjenne Landesteile tourbeit durch die Bauten des Staates erst der wirtschaftlichen Enttoicu.tna erschlossen, der ja nicht auf den Reinertrag jeder eiuz-lnen Linie, der nur aus das Ganz« zu sehen hatte. Jedoch wurde die volle Leistungsfähig« " ’t nun durch die Konkurrenz zwischen den einzelnen Bundesstaaten g:l:cmmt. A ackern die Mittelstaaten
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rat, der seinen Sitz in Bannen hatte, löste sich ebenfalls auf und graute den geschäftssührenden Ausschuß mit der Erledigung ber.drodieaeitben Angelegenheiten.
In tzajjm bestckt nach Mitteilung des Obeckürger- meiftet» Gefahr bann, daß das Polizeipräsidium Köln Flüchtlinge in großer Zahl unangemekdet nach hier ab- schickt, meist Unorganisierte, bie einen wenig vertrauenerweckenden Eindruck machen. Bisher ist es gelungen, sie weiter zu schieben. Sollte das Polizeipräsidium Köln größere Massen schicken, so muß Lagen militärischen Schutz stir den Bahnhof beantragen.
Essen, 14. April. Nach einer Mitteilung von militärischer Seite sind in Hamborn 17 vollständig entkleidete Leichen nach einem meuchlerischen Ucker- ! fall auf einen Trupp Reichswehr eingeliefert worden. ES sind zum größten Teil Reichswehrangehörige, die lebend in Gefangenschaft gerieten.
Selbsthilfe der Eisenbahner.
tob. Essen, 13. Aprill Die fünf Eisenbahner- feerbände: Gewerkschaft svund deutscher Eisenbahnbeam- ter, Gewerkschaft deutscher Lokomotivführer, Gewerkschaft deutscher Rangierbedicnsie'er. Allgemeiner Eisen- brchnerverband und die Gewerkschaft deutscher Eisenbahner, die eine Arbeit sgemeiuschaft ein- gegangen sind, erklärten in einer gestrigen Ber sammlung, wenn die Stegierung bem Druck von link» weiter nachgebe und da? Industriegebiet wieder schutzlos lasse, müßten die Eisenbahner zur eigenen I Sicherheit und für den Westen Deutschlands zur Selbsthilfe greifen. Die Arbeitsgemeinschaft wurde beauftragt, alles für den n eu e n Kamps vor- L über eit en, wenn die PorkSmmnisse der letzten Woche sich wickerholen sollten. Jedem Terror, ob von rechts oder links, solle energisch ench gengetceten I wecken. *• . x
Die uochgesnchte Fristverläi.gernng gewährt.
I Zürich. 14. April. Wie der Pariser Korrespondent bet „Reuen Züricher Ztg." meldet, wird Dentschlanv feie uachgesuchte Fristverlängerunz von drei Mongten zur I Aufrechterhsliung ber erforderlich, ti Truppelchestände 1 im Ruhrgcv'.er gewährt erhalten.
tob. Meran e, 13. April. Heute früh sind sämtliche Banken und Kaffeustellen einschl. ber Zweigstelle der Reichsbank geschlossen worden. Auch der Geldpostve rieht ist eingestellt. Man befürchtet, daß plündernde Banden ans dem Bogtlatid Meran« heimsuchen.
Hebet die Kreishauptmannschaft Zwickau ist der Ausnahmezustand verhängt worden. In Glauchau, ivo der Kommunist Nadler einen neuen BollzugSrat gebildet hat, dem auch ein Zuchthäusler angehört, sind iBrandkommissionen gebildet »erben, «l» Re» I gierungskouimissar ist der Reichstoehckrigad« 19 Otto Schultz beigegeben worden.
wb .Plauen, IS. April. Hölz hatte in Klingenthal 15 dortige Bürger zu einer Versammlung in da» Rathaus geladen. Er hält sie dort ft st und droht bis zum äußersten gehen zu wollen, wenn er Oa» Geld nicht erhalte. Heute Vormittag wurden durch Flieger von ber sächsischen Regierung unterzeichnete Flugblätter abgeworsen, die die I Bevölkerung über die Gründe des Vorgehens der Reichs« I wehr beruhigen sollen. E» wick darin mitgeteilt, die Reichswehr wolle verhindern, daß Hölz feine Drohungen mit Mock, Brand unb Plünderungen wahr machen I kann . Nicht gegen die Arbeiter, sondern zu ihrem und s aller Schutz kämet; die Angehörigen bet Reichswehr inS I Vogtlaud. .Darum bitte die Regierung, ihnen Sertrauett I zu schenkszß- und fte nach besten Kräften zu unterstützen.
I Der iRumarkch der Reichswehr.
6». Leipzig. 13. April. Der Befehlshaber des Wehrkreises 4, Generalleutnant v. Stolzmann, teilt I durch Aufruf an die Bevölkerung d«S Vogtlandes mit, daß auf Ersuchen der sächsischen Regierung die Reichs- l wehr beauftragt wocken ist, die Mißwirtschaft deS i Beckrechers Hölz zu beseitigen und die verfassungsmäßigen Zustände im Vogtland wickerhetzustellen. I Insbesondere bi« Arbeiterschaft solle bie Truppen bei I dieser ihre Interessen verfolgenden Ausgabe unter» I stütze«. Nur dort werbe von der Waffe Gckrauch gemacht werden, wo dem Unternehmen mit Waffen- I gemalt «ntgegengetteten wecken würde.
wb. OelSnitz, 13. Aprill Unter klingeckem Spiele I jogex heute dir Reichswehrtrupven. von Hof lommnib, I kampsso» ein. Die öfientlichen Gebäude wurden sofort besetzt. Hölz versuchte gestern mit Begleitung dreier Genossen bei Bad Elster übet die böhmische Grenze zu gelangen. Der versuch mißlang. Einet der beiden Begleiter wurde verhaftet. Hölz selbst gelang e», Wicker nach Bad Elster zurückzukommen. '
I An dem konzentrischen Vormarsch sollen 13 000 Wau.". I Leilnckmen, darunter auch süddeutsch« Truppe»
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MMAtzch, 14. Astku (BufrMOIl) Poftl checkt»lito: Ar. 5015 Amt Frankfurt a. M.
toT. Am sterdam, 13. April. Einer Renlermel- dung «nsoige erklärt Bonar Law im Unterbause, er ßlarlbk, daß die Behauptung, daß Deutschland mehr tTi - Millionen Manu unter bett Waffen habe, voll- bnmücu u n b c g c ii n d e t sei. In Erwiderung einer
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wb. Paris, 13. April. Aus einer Meldung des „IMü Parisftit" geht hervor, daß die französisch« Re- pier^rg, bevor sie bei der belgischen Regierung den Antrag auf Betcuigung an der Besetzung brr Städte fe Moiugau stellte, beantragt hatte, daß Belgie to birt militärischen Operationen tut Ruhrgebiet tei tef/we Ter letztere Antrag fei jckoch von bet belgische» Regierung abgelehitt worden.
Wb. Amsterdam, 13. April. Kittet Reutermck- dttng zufolge erklärte Bonar Sa» im U.rtrthause ferner, dir dririfche Regierung habe bi« Mitteilung erhalten, daß die dci tschcn RrichSwehrtruppen bald an» dem 'stkchrgeöttt zurückgezogen würden.
reutschllmb tun 6 Vie »osten bei» Vormarsch« trage«.
Landau, 14. April. Der .Landauer Anzeiger" Mt sich ans Pari» drahten, Millerand habe an bie ^ßmnzMchen Gefmtdleu ein Ruttdtelegramm gerichtet, ftzv dem er erktärt, daß tvenu auch von Kontributionen glätte Slibe sei, Deutschland doch die Kostete deS Dor- '»arfche- im Maingau zu tragen habe.
fen. ss hinge nicht allein von der britischen Regie- ttti;. ab, sondern auch davon, ob bie Bundesgenossen kmjtsüös mir der Veröffentlichung einverstanden seien, lksnar Law erklärte außerdem, iene ösftutliche Dar- , ftgung bei Differenzen im Parlament könnte als eine r stritt: an ber Haltung der Bundesgetwsseti aufgefaßt decken und die Deutsche» zu der Ansicht bringen, daß feiste isillomtiüme Uebereinstitmnung zwischen den Ver- ! Mndeftu bezüglich der Durchführung dr» FrickenS- M Wtititgto bestehe. .
;»Tv Lsudoit, 13. April. Reuter erfährt, daß die eutzktsch-französifchen Beziehungen mit Rücksicht enf feen Ruhrzwischettsakl heute vom Kabinetttrat er- [ 'trtert llwcken seien, und daß das Ende des unange- " Ml-mcu Zwischensalls so gntrtvte erreicht ist. Die Aiit- > M<i ber französischen Regierung auf die letzte eng- Mhc Rote ist in Form verbaler Zusicherungen ge- hsitru, beiten zweifellos eine formelle Note mit der Er- Ciiiuttit, daß Frankreich bie von seinen Verbündeten jyiiufierten Ausichteii anuimmt, folgen toitb. ES wick leiivartii. daß ber sranzSsische Rückzug au» bee neu» itteseu Zone schnell auf die Räumung durch di« bztd- sche!> Truppen folgen toitb. i
$it MIS-ImMt» ItkhMlMS».
Die Beilegung be» Zwischenfalle».
' wb. Paris, 13. April. Der englische Botschaftet Lock Derby übetreichte Milleratck die Antwort seiner Regierung unb teilte verschiedene Einzelheiten der Auf- jsssstülg seiner Regierung mit, die ihn beauftragt, heu Ministerpräsidenten um nähere Angaben zu er- fa(6nL Millerand gab ihm sofort mündlichen Bescheid tzmS versicherte, daß die deutschen Städte auf dem rrchkcu Rheinufer, die kürzlich besetzt toutben, wieder, vollständig geräumt würden.
Gas Verlangen der deutschen Regierung um eine EerTÄegerung der zur Eutwasfmtng Deutschlands vor- ßejrhetreu Frist schasst eine völlig neue Lage. Diese Forsenrng wird der erste Punft der TageSocknung bei hetz'Verhandlungen in San Remo sein. Ueberdies ist
Fcch fei bereit gewesen, Frankfurt und Darmstadt im I Namen bet Verbündeten zu besehen. Wer halte sich so! gemäßigten und angemessenen Bedingungen widersehen I ollen? Der Ministerpräsident verlas Noten be» Ober« I kommissnrS in Koblenz, der den Verbündeten zur Kennt» I nis gebracht habe, daß Arbeiterdelegierte au »| dem Ruhrbezirk sich formell gegen den Einmarsch I der Reichswehr ausgesprochen hattest und versicherten, die Ordnung Iverbe nicht gestört werden, indem sie hin-1 zufügten, ber Angriff der Reichswehr sei'das Werk der! Militärpartei, und sie wünschten deren Entwaffnung. I Nachdem Ministerpräsident Mtllerand seine Roten an den deutschen Geschäftsträger in Pari» verlesen hatte, in I denen er den Einmarsch der Reichswehr in die ttetitrak Zone besttmmt ablehnte, erinnerte er daran, daß die deutsche Regierung trotz dieser Weigerung ohne Ermäch- tigsmg eingegriffen habe. Er habe alsdann den verbündeten Regierungen seine Noten an die deutsche Siegierung I mitgeteilt und erklärt, er zweifle nicht daran, daß die veckündcte« Regierungen geneigt seien, die französische I Regierung tätig zu unterstützen. Er müsse seiner lieber» I zugung Ausdruck geben, daß die französische Regierung nicht anders habe handeln können, ohne die Würde und I die Sicherheit Frankreich» zu gefährden. Er habe nicht vergessen und vergesse nicht, daß nichts wünschenswerter sei als die normale Wiederherstellung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Densschland und Frankreich. Er verkenne die Schwierigkeiten nicht, mit denen die deutsche Regierung zu kämpfen habe. Heute tote gestern sei er bereit dem Rechnung zu tragen, unter einer Bedingung jedoch — daß die deutsche Regierung durch ihre Handlungen einen Beiveis ihres guten Glaubens gebe. Millerand lobte dann da» bewunderungswürdige mutige Belgien. Di« Kammerniitglieder mH Ausnahme einiger Sozialdemokraten erhoben sich und bereiten dem anivesenden belgischen Botschafter eine lange Ovation. Millecand schloß: Ich freue mich, der Kammer mitteilrn zu können, daß nach einem loyalen MeinungSassstautch zwischen den Kabinetten von London unb Paris diese sich geeinigt haben, zu erklären, daß di« AuZcinander- sehungen zwischen Pari» imb London die französisch« unb bi« britisch« Regierung dahin geführt habest, festzustcllen, daß, wenn sich zwischen ihnen ein« Meinungsvenchieden- heit über die Mittel, dieAuSführang de» FrledenSdcr- irags sicherzustellcn. hercniSgebildet hab«, sie mehr denn se die Notwendigkeit erkennen, chre Uebereinstimmnng in herzlicher Zusammenarbeit für die Regelung ber schwierigen Fragen, die ihrer in Deutschland und in der Welt harrten, aufrechtzuerhalten.
2out» Barthou erklärte darauf, die franMsche Regierung habe mit bet notwendigen Klugheit und Entschlossenheit gehandelt. Sie müsse namentlich in San Remo bie gleiche Politik verfolgen, um die Ausführung , be» FriedenSvertrag» von Versailles, vor allem aber da? augenblicklich toichttgste, dir Entwaffnung Deutschlands, zu erreichen unb dafür, wenn nötig, di« Gewalt in den Dienst be» Recht» stellen. Dann setzte die Kammer di« Beratung bet Steuergesetze fort.
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i 15 L nntag ü scheu
Die CberbeiH'fte Zeitung- erscheint sechsmal -söckentttch — Vezuqsvrei, mo»
-»• Qi* ratl. 8 durch b » Post 3.15 — Für «u«r-llende »tun.mern infolgeStret»
. Ov oder elementarer Ereign'ss« kein Ersatz — Vertag »on vn C. ft tveratv. — Druck der Uni» -lluchvr. »an J »h. V u g. K»ck. Markt el/2S. — .eenewrecker S5
. tl wazrfcheinlich, daß die französische Regierung, um L bcii Anschein zu erwecken, als wolle sie auf die V- LnKKftßungen der Verbündeten einen Druck auSüben, sich bcmüheu wird, die Dauer der Besetzung dieser " zu beschränke u unb sich dazu berbeilrssen wird, die Truppen, sobald die Lage im Ruhrcefeier, waS ßie Nnippenbestände anbelaugt, wieder normal ist,
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