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mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg

Tageszeitung für (das früher kurhesiische) Oberhessen

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Der Lnzetgenpreia beträgt für di« 8g«!». Zeile 78 J, amtliche xnb euiwär» -e tig« V0 Reklamezeile 2,00 Jeder Rabatt gilt al, Barrabatt. Be WusfwnftOMljj«

DieOberhestüche Zeitung" erscheint iechrmal wöchentlich. Be»nq,i»reir mo-

lg Q J na«. 3 JL, durch dir Post 3.15 <*. Für ausfallende Nummern infeige Streikt »DR O-» »bet elementnrer Ereignisse kein Ersatz Verlag von Dr. T. Higeratb.

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1920

Druck det Uni» -Buchdr. von Feh. Autz. Red). Markt 21/23. FernivreLer 58

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daß es zukünftig mit den Verbündeten gemein-

Ruhrgebiet aller» abhängig/ sei« könnte.

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werden. Die Note instruiert de» britischen schafter in Paris, an keiner Konferenz der schafter teilzunehmen, in der Fragen, die deutschen Friedensvertrag berühren, beraten den, wenn Frankreich nicht die Versicherung

ließ Hölz die den Einwohnern ak>- Waffen verbrennen. Am frühen dann das Brandkomitee an die Ar» Villen wurden ein Raub der

Um 4 Uhr früh verließ Hölz mit

die Antwort auf die französische Note festgesetzt. Auf dem Bahnhof erklärte Lloyd Georgs vor seiner Abreise Journalisten, daß die Vorbereitungen zu seiner Seereise schon vor längerer Zeit getroffen worden seien: cs sei lächerlich anzunehmen, daß et absichtlich die Fahrt über Paris verineid«.

wb. New Zork, 10. April. Der Direktor der Hapag Cuno ist in Begleitung von Direktoren zweier anderer Schiffahrtsgesellschaften in New Fork ein» getroffen. Der Zweck der Reise sind Verhandlungen zwecks Uebernahme der Westschissahrt, die bis jetzt von der Hapag betrieben wurden durch amerikanische Gesellschaften. j

wb. Washington, 10. April. (Reuter.) Der Senat nahm das Frei willigensh st em statt der allgemeinen Militärpflicht an. Der Plan tritt 1922, in K>°aft. Es wird vorgesehen, daß alle Männer zwi­schen 18 und 24 Jahren zu einer viermonatige» Uebung in einem von ihnen selbst gewählten Jahr« heraugezoge» werden.

wb. Amsterdam, 10. April. LautTelegraaf" meldet dieTimes" aus New Dork, daß der Eisen­bahnstreik jetzt vom Atlantischen Ozean bis zur,'. Stillen Ozean sich ausgedehnt habe. In Chicago ist die Lage sehr ernst. Der New Yorker Vorortverkehr ist lahmgüegt. Die innere Stadt ist von ernstem 3 e b eu smittelmangel bedroht.

Vot- Bot- dcn wer- gibt,

Amtsgerichts genommenen Morgen ging beit. Biele Flammen.

wb. Paris, 11. April. Havas meldet au» London: Lloyd ©eoqje reiste gestern nach San Remo ab. Seine Abfahrt verzögerte sich infolge Eintreffen» der französischen Note. Bonar Sitte und Lord Curzon wur­den sofort M einem Ministerrat berufen unb in diese»

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I durch die Se>chätt,stelle u. Vermittlung der Angebote 2t 4 bendergebAhr. Postscheckkente: Nr. 501$ Amt Frankfurt a. M.

tob. Haag, 1L April. Einer Meldung bei Nieuwe Courant" aus Washington zufolge sagte der Abgeordnete Champ Clark im Rcpräsentantenhause vor der Annahme der Friedcnsentschließung, der Friede werde noch nicht effektiv werden, da Wilson sein Veto einlegen werde.

wb. Paris, 12. April. Wie eine Havasnote mitteilt, hat der englische Geschäftsträger gestern am Quai d'Orsay dem Ministerpräsidenten Mille- i and die Antwort der englischen Regierung auf die letzte französische Note überreicht. Sowohl das Journal des Döbats" als auch derTemps" und Jntranfigeant" lassen durchblicken, daß die Ver­handlungen wcitergeführt werden und daß jeden­falls Ministerpräsident Millerand eine neue Note an die englische Regierung richten werde. Temps" hebt hervor, die englische Regierung scheine besondere Aufklärung über den Schlußabsatz der letzten französischen Note zu wünschen, weil sie glaube, Frankreich habe sich das Rechts vorbehalten iU'-f'eu, bei jeder Gelegenheit ohne die Zustim­mung seiner Verbündeten selbständig zu handeln.

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beginnt 3. Mai. Klassen n sie ct und

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Frankreich bereit, nur mit Zustimmung aller Ver­bündete» zu handeln.

wb. P a r i s, 10. April. Die der britischen Ne­gierung ausgehändigte französische Note versichert die Loyalität Frankreichs gegenüber den Verbündeten und betont, daß dfe Verbündeten in der Frage der Wiedergutmachung, der Ausliefe­rung der Kriegsverbrecher, der Kohlenlieferung und der Entwaffnung Deutschlands nicht zufrieden- gestellt wurden. Die Note erachtet die Aufrecht­erhaltung der Entente für unentbehrlich zur Lö­sung der Weltprobleme. Die Note schließt mit der Erklärung, Frankreich sei bereit, sich für ein wei­teres Vorgehen der Zustimmung der Verbün­deten zu versichern.

wb. London, 10. April. DieTimes" mel­det, daß die gestern der französischen Regierung übermittelte britische Note über den franzö­sischen Vormarsch in Deutschland 'in energischem Tone abgefastt ist. Die Note erklärt, daß das Ver­halten Frankreichs eine ernste Streitfrage im Zu­sammenhang mit der Durchführung des Friedens­vertrages aufwirft, die kaum anders gehandhabt werden kann, als durch übereinstimmende Aktion aller Verbündeten. Es fei klar, daß das Pro­blem von solcher Grütze sei, daß keiner der Verbündeten in der Lage sei, mit ihm allein gegen ein wiedererstandenes Deutschland fertig zu

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Die deutsche Regierung macht auf die Gefahr be­waffneter Zusammeustötze aufmerksam.

mb. Berlin, 11. April. (Amtlich.) Die deutsche Regierung hat die französische darauf auf­merksam gemacht, daß sich nach den vorliegenden Nachrichten französische Truppen im Vorrücken in der Richtung auf Aschaffenburg befänden. Für den Fall, daß diese Nachrichten sich bewahr­heiteten, halte sich die deutsche Regierung für ver­pflichtet, mit allem Ernst auf die E e f a h r e n be­waffneter Z u s a m m e n st ö ß e der vorrücken- den französischen Truppenteile mit deutschen Truppen hinzuweisen. Auf gründ dieser Note verständigte Palöologue am 10. April den deutschen Geschäftsträger in Paris davon, daß Frankreich nicht daran denke, Aschaffenburg zu besehen. Auch Stockstadt sei nicht besetzt worden. Vorposten hätten lediglich aus mikrtärifchen Gründen bis in die Nähe dieser Stadt vorgeschoben werden müssen.

wb. D a r m st a d t, 10. April. Babenhau- s e n ist von französischen Truppen besetzt worden. Die Reichswehr ist nach Bad Orb abgerückt. Eine französische Truppe kam gestern bis nach Bens­heim, zog sich aber alsbald wieder zurück.

Unbestimmte Taner der Besetzung.

Richt mehr abhängig von der Räumung be» Ruhr, gebiet»!

Genf, 11. April. Im Kammerausschutz gab Millerand Erklärungen über die Besetzung Frank­furts und Hanaus ab. Er erklärte sich außer­stande, einen Termin für dis Aufhebung der Be­setzung anzugeben, da eine solche nicht mehr von der Zurücknahme der deutschen Truppen aus dem

t lüc antwort der Verbündeten an Deutschland. .Rotterdam, 11. April. Die Antwortnote p BeSjindeien an Deutschland geht erst in der R^menden Woche ab. Die deutschen Einwände £$en sosaussichtlich als nicht stichhaltig begrün- ** Die Verbündeten sind sich einig in

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Mortag, 12. April Memory

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feinen Anhängern, nachdem sie die Geiseln frei, gelaffeu hatten, mit 10 Automobilen die Stadt und fuhren nach der sächsisch-böhmischen Grenze davon. Da die Telegraphen- und Telephonverbindungen unterbrochen find, fehlt seitdem jede Nachricht von Hölz, doch nimmt man an, daß er sich in Klingen, thal aufhätt.

Die Chemnitzer Arbeiter gegen den Generalstreik.

Chemnitz, 10. April. Bei der Urabstimmung der Chemnitzer Arbeiterschaft über den zu erklären- den Generalstreik bei dem Einrücker» von Reich»- wehrtruppen in» Vogtland und Erzgebirge sind

iftil lerie sfeft und

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der Verurteilung der langsamen Ausführung der Verpflichtungen des Versailler Vertrages durch Deutschland.

Französische ««griffe auf MiSeraud.

Ivb. Paris, 1L April. ImJournal" erklärt Saint-Brice, das Verlangen der Deutschen nach Ver­längerung des August-AbkommenS bis zum 10. Juli ent­halte offenbar Elemente für Verhandlungen, Me die Grundlage für ein Einverständnis schaffen könn­ten.

In derBataille", dem Organ von Jouhaux. wird da« Vorgehen der französischen Regierung scharf g e - tadelt. Millerand habe Frankreich in ein absur­des Abenteuer hineingcführt. Vergeblich versuche seine Presse die schlimmsten Dinge zu erzählen, um eine solche Ungeschicklichkeit zu entschuldigen. Die brutale Tatsache sei die, daß schwarze Truppen im Na­men des Recht« und der Zivilisation über den Rhein ge­schickt worden seien, und obwohl der Friede unterzeichnet sei, hätten diese Truppen unter betit lächerlichen Vorwand, daß fie die Arbeiterbevölkerung des Ruhr- gebieteS vor der deutschen Soldateska schützen müßten, auf die Menge, die durch einen derartigen Besuch in nur zu verständliche Erregung- geraten sei, geschossen. Blut fei in Frankfurt geflossen, um die Lüge beS Frie­dens zu offenbaren dessen Unzulänglichkeit jeden Tag mehr in die Augen springe. Angesichts einci; solchen Lage könne man nur befürchten, das; Frankreich immer mehr insplendid isolation" gerate und allmählich allein die Folgen der begangenen Fehler zu tragen haben tuerbe.

Weitere Rheinbewachungsschiffe.

tob. Paris, 11. April. Rach einer Privat- meldung desPetit Patisien" aus Le Havre sind 4 Pinafsen in Cherbourg angekommen, die durch ein Kanonenboot geführt werden. Diese Pinafsen haben Bestückung erhalten und sollen nach dem Rhein als Vewachungsschiffe abgehen. Auch Ma­rineinfanterie von Le Havre soll als Besatzungs­truppe nach Süddeutschland abgehen.

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h?5 KmimMen M Reichswehrtruppen am Anmarsch. Plünderun­gen in Plauen.

wb. Plauen, 11. April. Gestern nachmittag sanden hier wiederum vier Massenversammlungen statt. In der siebenten Abendstunde ersthten der Kommunist Hölz zur Veisammlung rtr. Schiller- garten und teilte mit, daß er in Hos gewcje» sei. Bon dort aus seien Reichswehrtruppen im Anmarsch, die noch heute ober morgen früh in Plauen eintreffen würden. Hölz teilte ferner mit, daß er den Generalstreik der gesamten Ar­beiterschaft proklamiert habe, und forderte die Ar­beiterschaft auf, sich ruhig zu verhalten und nichts gegen die Reichswehrtruppen zu unternehmen. Er wolle sein Geschick selbst in die Hand nehmen und habe seinen Leuten den Auftrag erteilt, mehrere Großgrundbesitzer festzunehmen und um­zubringen,' ferner werde er mehrere der g roßten Villen in Brand stecken lassen. 3um Zeichen des Beginns des Generalstreiks und des Einrückens der Truppen ließ Hölz sämtliche Glocken Plauens läuten. Die Einwohner befinden sich in begreiflicher Aufregung, jedoch verhält sich alles ruhig.

Es kam daun zu schweren Ausschreitungen der Hölzschen Garde. Plündernde Banden durch, zogen die ganze Stadt. Eine Abteilung drang in das Kaffee Trömet und nahm den anwesenden Gästen das Geld ab. Der Wirt einer Weinwirt­schaft, der sich weigerte, 10 000 3l auszuzahlen, wurde fortgeschleppt, konnte aber später vom Pu­blikum befreit werden. Auch in Privathiiuser drangen die Plünderer ein. Noch in der Nacht räumten die Rotgardisten die von ihnen be­setzte Kaserne, das Rathaus und den Bahnhof und fuhren unter Mitnahme von Geiseln nach Fal­kenstein ab. Eines ihrer Automobile verunglückte unterwegs, wobei e» mehrere Verwundete gab. In der Stadt Plauen ist nach dem Abzug der Rot-, gardisten Ruhe elngetreten. Reichswehrtruppen find bis heute nachmittag hier noch nicht ein­getroffen.

Das Brandkomite« in Falkensteln. Abfahrt nach der böhmische« Grenze.

Falken st ein,11. April. Auf die Kunde von dem Einmarsch von Reichswehrtruppen trat in der Nacht zum Sonntag das von Hölz gebildete Brandkomitee in Tätigkeit. Im Hof des

Die Haltung Amerikas.

wb. Washington, 10. April. (Neuler.) Soweit in Erfahrung zu bringen ist, beschränkt sich die Agitation des Staatsdepartements in der Rechtslage auf die Ansicht, daß man der deutschen Regierung gestatten müsse, in das Ruhrgebiet eine angemessene Truppenzahl zu entsenden, die notwendig ist, um die Ordnung wieder herzustellen und die ileberlegenheit zu wahren. Die Ansicht Amerikas geht dahin, daß es sich bei der ganzen Frage um den Ulnfang der ilnruhen und darum handelt, ob die Regierung Ebert in der Lage ist, mit den geringen ihr durch den Waffenstillstands- vertrag gestatteten Streitkiäften die Kontrolle zu behalten.

tob. H a a g, 1 l. April. Wie derNieuwe Coucaiit" aus Washington meldet, sagte Staatssekretär Colby zu Journalisten mit Bezug auf die deutsche Protest- itote gegen den französischen Bormarsch, es liege auf bet Hand, daß es für die deutsche Regierung un­möglich sei, Frieden und Ordnung wieder herzu-- stellen, wenn jedem Versncff dazu mit ungerechtfertig­tem Mißtrauen entgegcugetreten werde und neue Un- terdrückungsniastregelu die Folge seien.

. Das Repräsentantenhaus für Frieden mit Deutschland.

tob. Washington, 10. April. (Havas.) Das Repräsentantenhaus hat den Vorschlag zur Wiederherstellung des Friedens mit Deutschland mit 243 gegen 150 Stimmen angenommen. Die Mehrheit setzt sich aus Republikanern zusam­men, und außerdem stimmten 22 Demokraten für di« Annahme des Antrages, während 2 Repu­blikaner dagegen stimmten.

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Die Beteiligung Belgiens.

tob. Amsterdam, 10. April. EinerTele- graaf"-Meldung aus Brüssel zufolge melden bel­gische Blätter, es sei infolge derernsten Lage in Frankfurt" wahrscheinlich, daß ein belgisches Re­giment dahin entsandt werde.

tob. Paris, 12. April. Der Berichterstatter desJntransigcant" meldet aus Mainz, dass 500 Mann belgische Truppen heute Arlon verlassen, um sich nach Mainz zu begeben. Von dort aus wür­den sie nach den besetzten Städten geleitet.

wb. Ämste tba m, 10. April.Algemesn Handelsblad" meldet Das Abkommen mit Deutsch­land betreffend einen Lebensmittelkredit mit Deutschland wurde gestern unterzeichnet.

inglM), zmkM, IesWand.

Es besteht die Tatsache, daß Frankreich sein jdUße vorbereitetes Vorgehen auf eigene «unternommen, hat; als es in London davon gab, waren die Truppen bereits auf dem Machh. England hat darauf in Paris feine Be- deuÄkk geltend gemacht, vielleicht nicht unbeein­flußt durch die ablehnende Haltung der Bereinig­ten Maaten. Praktisch wird der Nutzen des eng- lifÄ-rr Schrittes für Deutschland kaum sonderlich gwH fein. 'Durch irgend eine Tat wird England skivW Worten sicher keinen Nachdruck verleihen, Irankreich wird in Erwägung dessen weiter tiiir, **5 ihm seine Eroberungs- und Rachsucht vor- schreM. Das schließt nicht aus, daß wette Kreise in Deutschland nach der Räumung des Maingebiets durch die Franzosen, die schließlich doch über kurz »der Bing wieder erfolgen wird, glauben werden, . das h»Äe man nur oder in der Hauptsache dem eng- lhchorr Wort Protest zu verdanken. Dieser ist nicht ; KfolLt, um dem deutschen Volke irgendwie freund-, lich bei zustehen, sondern muß als Ausdruck des

6- RnFkrauens gewertet werden, das Mchsel- sri'ug unter den Verbündeten herrscht. England ist ein deutsch-französischer Gegensatz durchaus er- \ »ünichk, um beide Länder, nach uraltem englischen Rezcpi, gegen einander auszuspielen,' es wünscht aber keine Ilcbermacht Frankreichs auf dem Fest- landt. und deshalb erteilt es den Franzosen wegen der ung des Maingaues eine sanfte Rüge in einer ttniprech-'nden Form, in der die englische Diplomatie von jeher Meister gewesen ist:

. !»». Loudon, 10. April'. Reuter hat durch Rach- iti flitt unterrichtetei: Kreisen über die internationale <. etMrett, dass alle amtlichen MeinnngSSufserungen in bezüglich der Eistseuduna frmrxöfisch.'r Trup- ßrn pr'ch der neutralen Zone vornehmlich getan würden, mn ;n verhindern, das; daS enellich-französische Bünd» - «iS. «vr Das sich die Hoffnung der Welt gründet, irgend- krlchnr Schaden erleidet und die öffentliche Meinung in irgcuir einem Lande in Erregung gebracht wird. Die An-- sich; der britischen Minister wird von dem Grundgedanken häfiiTdS. dass sich jedes Bündnis rasch auflösen »utt 1 semi irgend ein Mitglied in einer wichtigen Frage eine LNon auf eigene Initiative und ohne Zn-- ßdmurntS der anderen Mitglieder untciiumiut, Jwlnrr- I kegeadru Falt wird geltend gemacht, oah der Friedens- kUi.^eiitr Lags, wir die jetzt entstandene, nicht vor- tzesele» habe Grostbritannien war votlkoutincn be­reit. irgend einer neitnenbigen Aktion zurustiminen, i deuii eie deutsche Regierung ihre Garantien, die neutrale

&H1- tüt filier festgesetzten Zell zu räumen, nicht enthält kat Vertrauen und der Glaube an die Entente, sowie die i sieuii^chalilichrn Gefühle für be5 franrösische Bolk, sind »iäi f Kn-minbert worden.

Aüh man in England bestrebt ist, die in Frank­reich natürlicherweise etwas erregten Wellen zu (Pertinax greift intEcho be Paris" Lloyd keoree scharf an und nennt ihnen einen Politiker «bite lkrteil und Demagogen), geht aus folgender Bieldmtg hervor:

wb. Ä m ste rd a m, 10. April. LautNieuwe Rotter- knrfäe Eouranl" schreibtWestminster Gazette", der Ron der englischen Pressestimmen gebe die öffentliche Mei- stlwg in England nicht richtig wieder. Menn Frankreich : «ett'ch zu verstehen gebe, daß die Städte wieder ge» 1 tauili t weiden, sobald eine Lösung gesunden sei, könnten & Schwierigkeiten noch behoben werden. Da? Blatt stü! für eine Lösung der mit Deutschland bestehenden Streitfragen durch den Völkerbund ein.

&utTelegraph" greift Tleynes Lloyd George wegen Kar Haltung in der Rnhrfrage scharf an und beschuldigt M, indirekt beit deutschen Geschäftsträger Sthamer durch Bitö t 6Tre 11o n zu der Ansicht gebracht zu haben, daß «gsans nicht,hinter Frankreich stehe, wenn diese» auf JiiJCiif Verantwortung vorgehe. DaS Blatt fordett Lloyd Mvigr aus, dies ösientüch zu widerlegen.

Für Deutschland kommen die franzsstsch-eng- Mcheu Plänkeleien zunächst in zweiter Linie. Von 'Maßgebender Bedeutung für es ist die Gewißheit, 6 die besetzten Städte unverzüglich geräumt wer- und die Earirutie, daß Aehnliches nicht wieder »r$*uiint, auch nicht den Gegenstand von Drohuu- *n bilden darf. Ttifit es ist, wie dieD. Tages- richtig sagt, ein unzuverlässiger, unerträg- «chrr Zikstand, wenn erwiesene Unmöglichkeit, wie brr Kühlenfrage, durch Gewalttütigkeiten be- ^nwft wird, und wenn notwendige deutsche Maß- 'dahzusv zur Herstellung und Sicherung der Ruhe

Ärbimng im eigenen Lande durch Frankreich, Wr W,sthe Macht auch immer, als Vertragsbruch f i^lgldkpht und «usgerufen werden, um eine Po-

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