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mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg

Tageszeitung für (das früher kurhchische) Oberhessen

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Weisheit, die in den Evangelien schimmert, wie ße selbst von einem Goethe, der gewiß kein Bibel- christ gewesen ist, erkannt wurde, zurückkehrt und in den Ojtertagen die Leidensgeschichte de» Hei- hmde- mit empfänglicherem Auge und Herzen auf« nimmt, so wird ihm besonders die Geschichte des Opfertodes auf Golgatha Herz und Sinn auf« «Shien. Das Volk ruft in immer gleicher Weise heuteHosiannah!" und morgenKreuzige!" Als « in Jesu von Nazareth den Vollstrecker seiner Mischen Messiashoffnung sieht, streut es Palmen; als cs sich darin getäuscht sieht, bittet es:Eib uns Heu K-arrabas frei."Kreuzige ihn." Und doch ist gerade der Opfertod Christi für die Erlösung des Menschengeschlechtes sein innerster Beruf ge- «sescn. den das Volk zwar, nicht erkannte, den 6c1 der Welrenwende das Christentum uns gebracht hat, dem einzelnen die Ruhe vor allen Stürmen des Lebens. Der Charfreitag erinnert uns daran, fiar- Kreuz aus Golgatha ist diesen das ewige Sinn- JM! ', t::-i Juden war es damals ein Aergernis, den L' . eine,Torheit.

es heute vielen weniger eine Torheit als

äamsls? Es siheint nicht. In einer Zeit, in der s nach dem Messias sucht, der em tausend- riges Reich irdischer Glückseligkeit herbeiführen M, ja in der viele schon daran glauben, daß wir >Mt Lavor ständen, es bedarf blos noch der großen Miwalzung, ist da noch der Glaube an den Messias >$ Christentums vonnöten, dessen Reich im Anersten nicht von dieser Welt ist? Der Christ tritt heute am Karfreitag mit anderen Gedanken

^ldkt worden, das Neuwahlen ausschreiben wird. ** Generalstreik wurde für Dienstag beMosserr. Ec *8®'« teilweise bereits gestern abend, indem bie Ge- in den großen Schwarzbrotbäckereien sowie di? ^"N'ischasten von 4 zur Abfahrt bereitliegeuden däni- Dampfern die Arbeit einstellten. Von dem alt- Wtt-ncn Streik werden nur folgende Ausnahmen

Der Anzeiqenvrei» beträgt für die 8geiv e le 60 4, awtltdbe tmb ««»»är-l-r ry.t., ttqe 70 , Reklame,eile 1.50 X. Zu alle» Prs^.n 10*'. Anfschlxq-. Jeder Rabatt tiih 10S >)<W»W «19 Barrabatt. Se Auskunft durch die Se,chäit»stelle u. BermittUm-, der An- geböte 25 4 Sondergebühr. Bostscheckkanto: Rr. 5015 Amt Frankfurt .;. ».

ten. Auch in Remscheid herrscht Generalstreiks dort verkehren auch noch die Stadtbahnen.

Die Bürgermeister von Oberhausen, Remscheid und Mülheim (Ruhr) wurden ihres Amtes entsetzt und verließen die Stadt. In Duisburg hat sich bet Oberbürgermeister in den Stadtteil begeben, den die Belgier besetzt haben.

tob. Gelsenkirchen, 31. März. Hier herrscht Generalstreik. In den lebenswichtigen Betrieben wird gearbeitet. Ter Aktionsausschuß löste sich aus. Die einzelnen Mitglieder legten ihre Aemter uieder. Bis­her ist in Gelsenkirchen alles julfig. Diese Woche konnten nur zwei Pstind Brot ausgegeben werden. Für die kommende Woche ist überhau pt kein Brot- mehl und keine Kartoffeln vorhanden.

tob. M,ü t h e i m (Ruhr), 31. März. Der General­streik d auert an. Bisher erhielten die Roten Truppen, die sich noch in der Kaserne und in der Stadt be­finden 350000 Mark von der Staot.

tob. Essen (Ruhr), 31. März. Der Lollzugsrat in Esten hat die Massen nicht mehr fest in der Hand. In den nordöstlichen Vororten von Essen wurde mit der Waffenabgabe begonnen.

Essen, 1. April. Tie Verbindung EssenBerlin ist seit gestern wieder hergestcklt. lieber die Lage in Essen wird mitgeteilt, daß man eine außerordentliche große Gefahr in dem Mangel an Lebensrnit­teln sieht. Heute neigt die Arbeiterschaft der Aus« faffung zu, daß die Herrschaft der wilden Horden ge­brochen werden muß. Wenn man auch dem Ein- rücken der Reichswehr noch sehr mißtrauisch gegen­über steht, kommen die Arbeiter doch zu der Heber« zougung, daß die Reichswehr das kleinere Hebel ist, wenn es den besonnenen Elementen der Arbeiter­schaft im Buhrrevier nicht gelingt, die wilden Horden zu entwaffnen. Die Zeitungen in Essen stchen unter Vorzensur.

In Esst» ist alles ruhig. Bon einem Ultimatum an Krupp ist nichts bekannt.

Notrufe um militärische Hilfe.

wb. Berlin, 31. Mürz. Die Reichsregierung hat aus Duisburg nachstehendes.Telegramm er­halten:Die Lage in Duisburg hat sich so zu­gespitzt, daß die Ordnung nur durch unverzüg­liche rEingreifen der Reichswehr wie­der hergestellt werden kann. Zurückflutende be­waffnete Massen besetzten die Stadtausgänge und zwingen gewaltsam die Werke zum Stillstand. Zn der Stadt selbst herrscht nach wie vor die Willkür einiger linkskommunistischer Elemente. Die Hoff­nung, in der Stadt beim Zusammenbruch der roten Front mit der Polizei und Ortswehr die Ordnung selbst wieder herzustellen, muß aufgegeben werdn. Oberbürgermeister, Zentrumspartei, Sozial­demokratische Partei, Deutsch-Demokratische Partei.

Die heute in Esten versammelten Vertreter der Hauptverwaltung und der Bezirke des Gewerk- vercins christlicher Bergarbeiter haben der Reichs- regisrung ein Telegramm übersandt, worin es heißt: Die Vertreter des Gewerkvereins christlicher Bergarbeiter fordern namens ihrer 100 020 Mit­glieder, daß die Negierung mit aller Entschieden­heit für die Brechung der Pöbelherr­schaft und die Schaffung von Ruhe und Ordnurg in Dentschlandg größtem und wichtigsten Zndustrie- gebiet schafft. Insbesondere darf ' sie General Matter jetzt nicht abberufen.

Die militärische Lagr.

wb. Düsseldorf, 31. März. Testern abend wurde in der Gegend von Dinslaken noch gekämpft, auch mit Artillerie. Zn Düsteldorf und Dinslaken wurden Flugblätter verteilt, die ausforderten, in die rote Armee einzutreten.

wb. Münster, 31. März. Einer Verlaut­barung aus militärischer Quelle , ist folgendes zu entnehmen: Bei Wesel geringe Eefechtstütigkeit. In Gahlen und Dorsten werden Brückenköpfe ge­halten. Die Linie HalternLüdinghausenHer­bern wurde kampflos erreicht. Widerstand soll von den Bolschewisten erst in Werne beabsichtigt sein. Aus die dringenden Hilferufe des Bürgermeisters und Landrats von Hamm wurde die Stadt von unseren Truppen besetzt. Ueberall, wo die Trup­pen bisher durchmarschierten, war das Verhältnis zu allen Bevölkerungskreisen vorzüglich. Zn Werl wurde das Gefängnis gestern nachmittag von den Spartakisten gestürmt und 50 Gefangene in Frei­heit gesetzt. Heute ist die Stadt wieder frei vom Gegner. Zm Kreise Iserlohn hat der Mrionsaus- schutz Eprengmunition und Sprenggerät beschlag­nahmt. Zn Anna sind mehrere Reserveoffiziere als Geiseln verhaftet worden. Tie bolsche­wistische Armee soll neuerdings auch Funksntele-

Die Gewerkschaften und Betriebsräte in Berlin haben einen Allgemeinausstand noch nicht be- schlosten, selbst von unabhängiger und kommu­nistischer Seite ist davon abgeraten worden:

Berlin, 31. März. Zn Berlin erklärten die zuständigen Gewerkschaften in Ilebereinstimmung mit den mehrheitssozialistischen und unabhängigen Mitgliedern, daß der Generalstreik noch nicht er­wogen, geschweige denn angedroht ist. An der Generalstreiksdrohung halten nur die revolutio­nären Obleute, wilde Vertreter der von der Ar­beiterschaft nur teilweise anerkannten syndi­kalistischen Richtung fest, die von den Rechts« sozialisten und Unabhängigen in den Gewerk- schäften nicht zu den Verhandlungen zugelaffen werden.

DieB. Z." erhält von den Straßenbahn- angestellten die Mitteilung, daß sie nicht an einen Streik denken; ebenso ist es bei der Hochbahn und den städtischen Werken. Die Arbeiter der Knorr-Bremse denken sogar daran, am Karf.eitag zu arbeiten. Die Kommunisten protestierten in einer Versammlung lebhaft gegen da» Verhalten sämtlicher Führer, auch der U. S. P. D. und sogar der K. P. D., die nicht für den Generalstreik ein» getreten wären.

mb. Berlin, 31. März. Die Vollversamm­lung der revolutionären Betriebsräte in der Bötzowbrauerei nahm nach längeren Verhand­lungen einstimmig eine Entschließung an, in der Generalstreik abgelehnt wird. Die Arbeiter­schaft solle sich jedoch weiter in Alarmbereitschaft halten, um nötigenfalls den bedrohen Bruders im Ruhrgebiet durch einen Generalstreik zu Hilfe zu kommen. Aus den Verhandlungen ist noch das Referat des Vertreters der Unabhängigen Däumig hervorzuheben, der dringend von einem General­streik a b r t e t, da nach den zurzeit von der Re­gierung getroffenen Maßnahmen eine akute Ge­fahr für die Arbeiterschaft des Ruhrgebietes nicht bestehe. Auch der Vertreter der Kommunisten, Walcher, sprach sich gegen den Generalstreik au«, zumal man durch eine derartige Aktion zurzeit keinen Erfolg zu erhoffen habe.

Im Jndnstriksikbiet

herrscht dagegen zum größten Teil Arbei^sruhe. Die Zustände spitzen sich so zu, daß ein militärisches Eingreifen dringend gewünscht wird:

Berlin, 31. März. Aus Düsseldorf erfährt das Wollfi-Büro: An zuständiger Stelle hat sich bi» Lage im bedrohten Gebiet dauernd verschlechtert. Die linksradikalen Elemente getoinnen in de» Vollzugs- ausschüffen Einfluß. In Richtung auf Wesel wird wieder geschossen. In Duisburg wurde am Sonnabend von der roten Armee 1 Million Mark ans der Reichs­bank entnommen. 20 Millionen sollen auf dem Wege BerlinEste« im Anfstandsgebiet verloren gegangen fein. Der Einfluß der Unabhängigen im Vollzugsaus­schuß in Duisburg gegenüber den Kommunisten wird zusehends schwächer. Di« Lage wird als sehr ernst angesehen.

Vorgestern drangen 250 Mann rote Truppen in Düsseldorf ein, bemächtigten sich der Stadtverwaltung und erpreßte» von de« Banken etwa 60000 Mark, wurden aber wieder aus der Stadt hinausgedrängt. Heute ist es in Düsseldorf ruhig. Man bemerkt, daß die raten Truppen auch dort sich von der Front zurüaziehen. '

tob. Münster, 3L März. Fast im ganzen In- dustriebezirr herrsch Generalstreik. Nur im Hagener und Hammer Bezirk Mrd nicht gestreikt. Di« Spren­gung der Eisenbahnbrücke bei Dorsten gelang nicht: eS wurden nur erhebliche BeschÄstguugen verursacht. Tie Gefangenen, die die rote Armee machre, sind zum Teil enOaffen worden, doch besuchen sich noch tu Essen 200, im Bochumer und Remscheider Bezirk noch viele Gefangene zu den Händen der roten Armee. Bei dem Staat skoinmissar laufen Notschreie ein, die das Einrücken bei Militärs sehnsüchtig fordern.

Gestern morgen wurde dieUnion" bei Dortmund zwangsweise stillgelegt. Der Aktionsausschuß er­preßte von der Dortmunder Stadtverwaltung 50 Auslandspässe und 50 000 Mark. In Reckling­hausen wurden von den Privatbanken 46 000 Mark erpreßt. In Buer erschien gestern eine Bande aus Essen mit 12 unterschriebenen Todesurteilen ge­gen Führer der Mehrhertssozialisten und Unabhängigen.

tob. Elberfeld, 31. März. Hier herrscht Gene­ralstreik. Bisher wurden ungefähr 1000 Gewehre ab­geliefert. Der Aktionsausschuß ist noch in Tätigkeit. Der Verkehr innerhalb der Sradt wird aufrecht echÄ-

Wrlrdtag.

Hu diesen Tagen deutscher Schmach und Zer- riffenhcit greift der denkende Deutsche wohl öfter sonst zu einem Buche der Selbstbesinnung, das ihm so oder so Aufschluß gebe über den Sinn des $ajeins, das jetzt so manchem und nicht den Schlech­testen so ganz sinnlos zu sein scheint. Und wenn

1 - Aus alles Schwere, das der mitfühlende und kiifctibc Deutsche heute erlebt, wirft auch die »kilgefchichtliche Tat von Golgatha ihr Licht und Hrc Srfiatten; möchte es recht tief in deutsche Her-

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graphenverbindung .ingerichtet haben. Zhre Trupe penverschiebungen erleichtert besonders das guitz elektrische Bahtznetz im Industriegebiet. An '-le, Stellen des Industriegebiets wurden nach der gestrigen Aufforderung bei Essener Zentralrate, die Arbeiter bereits mit der Waffe von der Ar« beitsstelle getrieben und verschiedentlich zu Schanzarbeiten oder zum Eintritt in di« bolschewistische Armee gezwungen. Plünderungen, Brandschatzungen und Erpressungen nehmen zu. Aus allen Teilen der Bevölkerung wird dauerns Beschleunigung des Einmarsches gefordert, tm| allem im Landkreis Recklinghausen, Lüdinghausen^ S-abt Gelsenkirchen, Werne und Horst Emscher,

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Frankreich nnd der Einmarsch.

tob. P a r i s, 31. März. (Havas.) Der französisch^ Ministerpräsident überreichte heute morgen dem deut« scheu Geschäftsträger in Paris ein Schreiben foigendetz Inhalts:

In Erwiderung der gestrigen Note habe ich die @6re. Ihnen die Bedingungen zu beflätiatn, die die französisch« "mi-ruug Ihnen bezüglich der Möglichkeit e-u-'s Ein­marsches weiterer deutscher Truvveu in das Industrie^ 'tebiet überreicht hat. Die Genehmigung, welche die Aushebung der Paragravhen 43 und 44 de- Friedens- Ertrages bedeuten würde, könnte nur durch äußerst eriuaende Notwendigkeit gerechtfertigt werden. Die Kon­trollkommissionen, die seit dem 21. August 1919 damit beauftragt sind, die Ausführung de? Bertraaes zu über-' wachen, halten sich dahin ausgesvwchen, wie Ihnen bereit» gestern mitgeteilt, daß ein militärisches Daiwischentreten terabe in diesem Augenblick nutzlos und voller Gefahren lei. Die Umstärcke ertauben daher nicht, daß wir SAm Verlangen Ihrer Regierung gegenwärtig nadjfommen.

kann daher nicht anders, als meine gestrige Antwort aufrecht erhalten. .

Diese Antwort war ablehnend. Dir Erkläret deS Reichskanzlers in der Nationalversammlung, daß Frankreich für 28 Wochen die Entsendung bevHebet Truppen in das Industriegebiet der neutralen Zone gestattet habe, steht mit dieser Meldung nickt im Einklang.

1 Tie dänischen Annexionisten und Ehau-

«nisten sind damit aber nicht zufrieden und hoffen, Paris eine andere Entscheidung herbeifShreu zu l Eiten. Dabei stand ihuen das liberale Ministerium Mlv, hu Wege, und sie haben e» verstanden, den rär ihre Zwecke zu getoinnen und ihm klar- Maschen, daß er durch Neuwahlen fest füllen lassen *$!?, wieweit daS däuisihe Volk »och mit der schles- Swien Politik Zables einveiflaicken ist. Vor der

M das Kreuz auf Golgacha heran. Er ist erschüt- iiett von der göttlichen und^neuschlichen Größe, die dort ans Kreuz geschlagen ist und mit den gott-

Die Sone fn AM.

tob. Berlin, 81. März. Wie von zuständiger Seite mitgeteift wird, beginnt der Abtransport der Marinebrigade Ehrhardt auS Döberitz nach dem Lockstedter Lager am 1. April, nachdem die Hnstim- migfeiten mit den Arbeitern und Beamten des Eisen- bahndirektionsbezirks Altona beseitigt smd.

Berlin, 31. März. LautFreiheit" ist gestern nachmittag in Luckenwalde ein Bataillon Reichswehr- truppen eingerückt, die alle öffentlichen Gebäude be­setzten. Der Kommandeur verlangte, daß bis heute mittag 11 llhr sämtliche Waffen und Munition von den Arbeitern abgef! fett werden müßten. Die Arbeiter dagegen verlangen den Abzug der Truppen.

Nach einer Meldung desL.-A." fordert der Prä­sident der Räterepublik Vogtland Max Hölz zu« Eintritt in die rote Garde auf. Er gewährt 25 Mk. Tageslohn, für Verheiratete noch einen besonderen Zu­schuß. Für Kleider und Verpflegung jedoch hat jeder Gardist selber zu sorgen.

tob. Breslau, 31. März. Der während bev Kappregierung amtierenbe Oberpräsident v. Kesselist in Schutzhaft genommen worden. In Statz ist jetzt alles ruhig. ;

tob. Kiel, 31. März. Auf der Insel Feh­marn herrschen ungesetzliche Anstände. Linksradikale Elemente gelvannen die Oberhand. Verschiedentlich tarn es zu Gewalttätigkeiten.

Die SteLuug bet Arbeitgeber.

wb. Berlin, IL März. Der Borstand der Zentral- arbeitsgcmeinschaft der industriellen und gewerblichen Arbeitgeber nahm in einer Sitzung vom 29. März zu de» mit dem Generalstreik zusammenhängenden Frage» Stellung und beschloß: Der Vorstand der Zentralarbeit»- gcmeinfchaft bedauert, daß es durch eine Verkettung von Umständen unmöglich gewesen ist, durch ein gemein« ames Vorgehen, wie es den paritätischen Grundsätzen der Zentralarbeitsgemeinschaft entspricht, bett Kapp« Lütrwitz-Putsch sofort zu beenden. E» herrscht Einigtet» darüber, daß der Bestand der Zentralarbeitsgemeinschaft ür die Weiterentwicklung unsere» Wirtschaftsleben» utt# bedingt erforderlich ist. Was die Frage der B e z a h, l u n g bei Streiktage anbetrifft, so hält der Vorstand der Zentralarlieitsgemeinschaft dafür, daß, trotzdem eine rechtliche Verpflichtung zur Bezahlung der Streck« tage nicht besteht, wirtschaftliche Wcitstcht gebietet, i» diesen! außergewöhnlichen Fall für die Zeit des General­streiks eine weitgehende wirtschaftliche Beihilfe zu gewäh­ren. Auch dürfen die Streiktage nicht auf die Urlaub»* tage angerechnet werden. Bei den bereit» abgeschlossenen freien Vereinbarungen soll e» sein Bewenden haben.

Lohnerhöhungen für die Bergarbeiter.

tob. Essen, 81. März. Bet den heutigen Betchomd« lungen zwischen den Vertretern der HtbcttertierMnbe und den Zechenderbänden wurde folgende Bereinda«»^ erzielt: Unter der LsrauSsetzung einer «mprrchmveG

**w«nen ufw. 2. Wasser» und Gasversorgung. 3. ^chrrheitSdieust der Bürger. 4. alle B-irWe, die int u>+uf von Arbeiterorganisationen sind, sowie die betr.o« '^rn Blätter. Weiter wurde beschlossen, die . gemeine politische Amnestie zu fordern. Tie Genera!- E^ssn-ailung der Fachverbände wählte eine Abordnung Beschluß dem König überbrachte. Ter König E®toer{f, daß es fein dringender Wunsch fei, eine Lösung der Krise herbcizusühren.

Tie Verssifffittgskrise in Täiitnmrf fei insofern besondere Bedeutung für Deutschland, Ä 6fr unmittelbaren Anlaß dazu bie für Deutsch- «tth so überaus günstig ausgefallene Abstimmung ® kr zweiten nordsckleswigschen Avne bildete. Die iNttnaitonale Kommission in Flensburg hat. wie ge» *rtbet, entsmccheud dein MstimmungsergÄnis bk Zu- der -weiten Zone an Deutscklaud anSge-

rr. «tgebcneu WortenEs ist vollbracht" fein irdisches 7»---- Bcdou beschließt. Er versenkt sich ganz in die Tiefe tes göttlichen Ratschlusses und weiß: auf Kar- sstrilag folgt Ostern. Er weiß, was Christus er- buleet, ist unsere Last und bittet: gib mit trotz li Wtcm auch den Anblick Deiner Gnade.

I DteOderdessilche Zeituno" ersckeint leckrmol wöckentlich. Benuasvreis m». netL 8 X., durch bie tJoft 3.16 Für «ulfalienbe Nummern infolge Streik»

ober elementarer Ereign'ffe kein Ersatz. Verlag von Dr G. stitzerath. Druck der Uni» - iürchdr. »on 3» b. Wug. Oed). Warft 21/28. Ferm'erecher 55