Einzelbild herunterladen
 

Anficht iL

Er wünsche

»er kur

die EntwiSeluns der Dinge aus.

auftragte den Anwalt beim Reichsgericht Lieb,

Kvrze A«4!sildsm»chrkMm

Deutsch-» Nrich.

Lorzcn

die Cfcrfte» Areihere v. Wangenhei«

=i

gf=

Pt

m

lala»

€to|

8

willigen-Babaillo». in zwei Dritteln au4 Arbeitern, zu

Die Schriftl.

«mstalt

»bkkilur

: da- Ifrrf ♦ 20

Senbtat Freiherr v. M »ltzahn '(Rflttew). der Führer der Deutschnationalen im vommrrschen Proviniialkandtage, kündigt seinen Rücktritt en, bet all Monarchist nicht 'imtzmche sei, de» Eü> ans die Versasjnng zu leiste».

ReichSkrx'hrminitzerium mh geteilt wird, haben ins der letzten Ereignisse nachstehende Offiziere ihre Br schiednng erbeten bezw. sind in ihren Etessnnge» «

worden: Ge«eralleutnant ». Sstsrff, Teuer

willigen Streitkräfte einzuschiffen. Denikin

sich, den Waffenstillstand zu erwäge«. Er lehnte et * sich mit den britische» Schiffe» in Sicherheit z» teirgej und begab sich, eil feie Räumung beendet war. ob eine» ruMschcn Zerstörer».

Bigte fi 1 A°hr I flsBfi

dürr ) nie

6 ist

Anzeigen für bie Osternmmner. besonders auch bi« Famikienanzeigen, bitten wir möglichst früh­zeitig, vielleicht schon am Donnerstag, einzuliefern.

rtg bot tocz ich

ÄuS dem Bereich der ReichsvehrSrigade tl.

tob. Cassel, SO.März. Von?vrigadekommandolk wird mikgeteift: Die der BenSlkernng «m En hl je- setzte Frist zur Ablieferung der Waffen war am 29. 3. >920 verstrichen, ohne daß die versprochene Abgabe erfolgt war. Die Vertreter der Bevölkerung verpflich­teten sich, unter Vermüllung der Staatsregierung Mei­ningen die Wassenabgobe durchzuführen, fall» eine Fristverlängerung zngestanden würde. Da» vrigade- kommand» hat daraufhin im Einverständnil mit dem PegierungSkommissat, Lderpräsidente» Dr. Schwän­de^ und dem Militärkommifsar Trzesinski die Frist bi» zum 31. 3. 1920 12 Uhr mittag» verlängert. Wer­de« die Waffen bi» zu diesem Zeitpunkt, nachdem 5 Tage zur Verfügung gestanden habe«, noch immer nicht abgegeben, so trifft die Verantwortung für not­wendig werdende militärische Maßnahme« all« die- zenigen, bk die versprochene Wagenabgabe hinter­trieben habe«.

Das Aeußere übernimmt einstweilen der VerlM gu»I»mi»ister fi»»»». dank dn

-*<t »w be» Schufen. Heute begann«« di

Osterferien. Ein wichtiger Dag für viele jung« Mr»

sich 800 deutsche und Sfterreichische KriegSgefangese ihren g-amUien.

Die Fege in SSdrnßkand, Bevor dft VokschÄvis in $otoo Rosfisk einrückten, war die britische Flotte i stände, eine »rotze Anzahl ton Mannschaften der st

Stttentenschast Marburgs sofort bereit und stellte in geschloffener Front von links bis reckt» dem bedrobtrn Bateelonde straft wi* »eben jur Verfügung. Den Tank des Paterlendes für ihren Opserfinn hat ihnen bet Sb». Laa» a« 29. März abaestattet. Eine spätere Zeit wird «eigen, aus wem die ewige Schande hängen bleiben wird.

Nun ist Herr Laa», der s» ungeheuerliche Tinge hinansposaunt, nicht ein Irgendwer, sondern er war ans- ersehen worden, bei der politischen Aussprache des 29. März int demokratische Partei zu vertreten. Seine Worte, die er als Vert^ter keiner Partei an so prominenter Sttlft und mit solchem Pathos in die Welt schleuderte, werden wie leicht btfieberte Samenkörner weit hinaus überall bin getragen werden und zu vielleicht blutiger Saat reifen. Die verhetzriche Wirkung wird durch eine Berichtigung oder Widerruf nicht mehr aus der Welt zu schaffe« sein. Trotzdem müssen wir diesen Widerruf von Herrn Laa4 verkckngrn. Wir Väter fordern ihn. die wir ans den amt­lichen Aufruf hin noch einmal unsre SRme dem bedrohten Vaterfante zur Verfügung gestellt hatten, «end wir Akte Lerer« studentischer Verbindungen. die Man« für Mann, alte Krieger, z. T. schwerkriegslnschädigt (befinden sich doch uirttT den Zeitfreiwillige« Männer mit fflnftt Gliedern), bereit waren, »och einmal dem Vaterland« Mut unb Leben hinzugeben. verlangen vo« Derrn Laa» die Wie­dergutmachung der geradezu ungeheuerliche« Beleidigung der Marburger Studentenschaft.

San.-Rat Dr. Sardewa«»,

Di ans­tatt w ^führe I# gn b

• E

zuschkietzen, durch «ine alSbakd vor zunehmend« VoSvch Dilrman stimmung unzweideutig festgestellt werde«. C

Tie Glklinnq der Ttffff'üen VsMlrrtei.

Der Gesetz äftSführrnde Ausschuss der Deutschen Volksvariei tagte am Sonntag im ReickS'aaSgebände Dr. Gkresemann rechtfertigte die Haltung ferner Partei wäbreich be» Lüttwitz-Putsche». Er wandte sich vor Allen» gegen die Angriffe der „Frankfurter Zrittrin"- „Die Raren Tatsachen, die Über die Ereig- nrsse des 13. März vorliegen, werden entstellt, «tm Material für de« Wahlkampf « gewinnen. Weder Unabhängige noch die MehrheitSsoziakisten be­nehmen sich dabei foskrupello» wie die Demokra­ten. Dian ist so weit gegangen, in der „Franks. Atg." in einem Artikel über die Vorbereitung de» Hochverrats badotoH« sprechen, daß der Vorsitzende der Reichstag»- frfiftien, Abg. Dr. Heinze, und der vorsitzendeb-t Partei, d. h. ich» an diesen Borbereitnnaen mittelbar oder ««mittelbar beteiligt gewesen fein. Wie haben sich die Vorgänge abgespielt? Am 13. März lasen wildes Morges ir de« Aeitnngen, daß ein Putsch devorstehe, daß General K Lüttwitz bei der Regierung gewesen sei und ihr ein Ultimatum gestellt hab«. Diese Nach­richt wurde alSbakd durch die Nachricht über­holt, die Rgeierung sei abgesetzt worden, und eine neue habe sich gebildet. Dir haben daraufhin de» Bor- inittog» unsere Parteifreunde^ die i« Berlin »eilten, versammelt, um zu dieser Lage Stellung $n nehmen. Un» stand als Tatsache vor Augen, daß ganz Preußen vom Osten bi» zur ReichShauptstÄrt nach den au»- gegetzenen Mitteilungen hinter ben neuen Machthabern stand. Mr waren der Meinung, daß sich Herr Kapp und feine Anhänger nicht würden halten können. Aber wir sagten nn» ein»: wenn diese Angelegenheit die gegen nnsereu Dille« «nb Dissen und gegen unsere stärkste« Wamnngen nun doch gekommen ist, in Schimpf und Schande zum Scheitern kommt, so darf sie nicht so zusammenbrechen, daß mit ihr auch unsere ganze Reichswehr »nsammenbricht. Wir haben eint Verständigung angestrebt, weil voran»- zusehen war, daß der Kampf nicht mehr zwischen parla­mentarischer und angemaßter Regierung geht, sondern zwischen unseren offen Kultur- und Wirtschaftsformen und dem BolschewiSmn». Wir habe« festgestellt, daß Offiziere der rufiische« Roten Arm« hier bi Berlin weilten und daß Volksredner ton Lenin nach Deutsch­land gesandt worden sind. E» sollte also die Eub- scheidungsschlacht de» Bolschewismus geschlagen werden, und dazu wäre e» in abschbarer Zeit auch ohne den Putsch be» Herrn Kapp gekommen. Den General­streik haben wir deshalb auf da» schärfste verurteilt und unsere Aufgabe darin gesehen, durch Verhand­lungen den Frieden herbeizuführe«. Die Verhältnisse in DeutMand entwickeln silch mit photographischer Treue wie in Rußland, genau wie man bei wn» die Truppen entwaffnet und Arbeilerbataillone schassen will, genau so hat e» Kerenski gemacht, und Lenin war fein Nachfolger." Die Haltung der demokratischen Partei sei eine Verleugnung gegenüber den In­teressen be» Bürgertums. Weiter trat der Redner für eine Kammerder Arbeit ein. Für die Wahlen gab der Redner die Parole aus: 6» müsse dem Bürger­tum klargemacht werden, „daß e» sich nm seine (Sri- stenz gegen ber» Bolschewismus handelt und daß wir über da» Kontrollorgan der Gewerk­schaften indieTikiaturdesProleteriat» ein» zumündeu drohen. Tann wich es wissen, was es von den einzelnen Parteien zu halten hat." Al» SlPuß- ergebuis wurde sestgrstellt, daß dir Versammlung ,chir unerhörte Aufforderung zum Generalstreik und ebenso die verfassungswidrige Mitwirkung von Orgauisafionen der am Generalstreik beteiligten Ar­beiter bei der Neubildung der Ministerien im Reich und in Preußen" ablehnt. Der demokratische» Par­tei wurde der Borwurs gemacht, daß sie die b ü r g e r - liche Einheitsfront verlassen habe. Am 18. April soll der Zentralvorstand die Stellung der Partei zu be» Neuwahlen scfilcge«.

öd m h» Aiardu «

schärfere Kürzung des Bencssrechtt» al» bisher em.

auf diele Weise ersparte Papier soll besonder« tebückW gen Srihmgen zugeführt werben. Tie Fortfttzrag KontiugerNierung «tlpricht einem Draschc der Verl-s«« schaff

berigen Tätigkeit de» &Trerul? «6 und ersucht« Äa, 1 dem neuen ReichAvehrnnnifter Getzler ptt Verwendung zur Verfügung zu stellen. DemMirl wird General Reinhardt anstelle seiner bisheritzen ti gleit tm ReichSministerim» tat nächster Zett tat Ä trage de» Minister» die KomotandosteSen und T bet Reichswehr besichtigen. — Major K a n p i s ch iß Leiter der Berliner StchertzettSwehr ernannt warte«.

— Tie »ertofte*» ton Ausländer». Der St-tst tommiffer Dr. Weidmann Harle eine Befpr mit dem Vertreter fr» Gterlkftijl Elfater«, dem Präsidenten und Vertreter» der Sr&eitersr 55er die AuSländerve rhafiunge» in Berlin. Sine nnsfion au» Mitskiebern der Srbeitersrganrfatirmen : be« Militär« wird tm Sager Zoffe» die ©nmMcir? I die sofortige firrchcrftmrg tätet ohne zwingend« Ö<S Verhafteten schassen.

— Tie Sage tat echtesten. Der RcichsprSfiteut den SonitätSrat Dr. SSHifch in Obernigk bei Brest zum Reichrkommiffar für Riederschkefien rmd da« setzte Gebiet LberschlefienS ernannt. Der Brest-na Bollzugsrat ist ebenfalls von der Regierung br und steht Köbifch al« beratendes Organ zur Seite. In Gl atz, wo di« Mannschaft nach dem Sturze ihre Offiziere festgesetzt hatten, ist solgende Vere zwischen ben Regierungsbehörden und ben Truppe« f* stand« gekommen: Der gesetzliche Zustand wird teie* hcrgestellt. An die Spitz« treten die ton der Truppe det Generalkommando torgefchlogenen Offiziere.

— Bertaanng der Retchöfchuiloafertoz. Rach e « amtlichen Meldung mutzte die sür di« Seit vorn 7. bis L April 1920 in Aussicht geneutmene Asich4schuN«cherts

M«ch«r- wu Um-eHEß.

«arüurg. $L März sLeuziugh

Kkr scheit «See Awkumenw für ffi« Schuld an dem Putsch. Die Deutsche Bolkspartei trifft der gleickn Dor- anrrf. D« Marinebidiston muh verschwinden. Dir müssen eine wirkliche republikanisch« GichcrheitSwehr be­kommen. Mit der Kabinettsbildung stimmen wir überein.

Abg. Dr. ».Krause lD. V. V.): Wenn der Vor­redner daran», daß wir den Generalstreik verurteilen, ben Schluß zieht, wir seien Kappiftrn. so fehlt ihm die Logü. Wir ballen ein Volk»laiseetum für di« geeignetste NegierungSresorm in Deutschland. Aber des­wegen «tue Revolution zu machen, würde keinem ein­fallen. Eine Klassenherrschaft ist tat jedem Falle zu verwerfen, gleichdiek ob fi« von rechts aber link» kommt. Tie Gntwicklmig muß im Zeichen bt» Ausgleich» nnd der Versöhnung stehen. (Beifal recht«.)

Abg. Dr. Friedberg (Dem.): Den unmittelbaren Anstoß i» dem Putsch hat Ne Deufschnationale Partei zwar nutzt gegeben, aber mittelbar schuld fit fk wegen der Stimmung, die sse durch ihre Kampfmittel gegen die Regierung erzeugte. «Sehr richtig.)

Hierauf vertagt sich da» Ha»«. Nächste Sitzung Mitt» woch 11 Uhr. Fortsetzung. Schluß H6 Rho.

Mitt

r d ht, wo ♦ £ I

Sitzung tarn 83. Mörz. i'i

Da« HauS und b* Tribünen find stark besucht.

Präsident Le inert geht auf di« Treigniff« feit dem t3 März ein und gibt di« Zusammensetzung der netten Regierung Mannt: Fch hab« zum Ministerpräsidenten nnd Mnnfier für Lanwvittschaft Herrn Braun be» rnfen. @4 f«heid«n au« die Minister Hirsch, Hein« und Südekum. Sie haben in schwieriger Zett die Geschäft« übernommen. Ramen« der Landesversammlung (Stufe bei ben Unabhängigen: Rein!), also nxnnen» der über­wiegen d.m Mehrheit der Lande«versammlnng sprech« ich ben scheidenben Minister» lebhaften Dank aus.

Mimsterpräfident Braun: Ich hab« He Ehre, dem Hause da» neue Kabinett vorzustellen. Ten auSgeschie- brtwn Ministern spreche euch ich hm Dank be» Hause» auS. Verständnisvolle Milde kann nur gegen Me Irre­geleiteten walten. Beamte, die He Hochverräter bewußt unterstützw», find ohne Nachficht anSzuinerzen. Durch ben Bokschewistenschreck, be» He Staat»streichler en He Tand malen, kaffen wir un« nicht beirren. Recht»« und Linksbolschewifien liegen auf der Lauer, bet jungen Re- vublil en He Gurgel z» fpringen. De» Bürgern nnd Arbeiter» im Westen, btt sich zum Schutze der Berfaffung erhoben hatten, ruf« ich zu: Legt die Waffe» ntebert Die Republik ist ge» sichert! An Treuer und Ehrfurcht gedenke ich der Kämpfer, die zum Schache bex Berfafiwg ihr Le­ben gelassen haben. Dank allen. He der verfassungs­mäßigen Negierung die Treue bewahrten. Ties bedauer­lich ist He Verschleppung der Besoldungtoeform infolge des Putsche?. Die Regierung wird sich nunmehr um ihre schnellste Erkekigung bemühen. Die neuen GetzaltSlisten werden unbedingt rückwirkende Kraft bi« zum 1. April bekommen müssen. Auch die Arbeiter und Angestellten, die durch die Duckt der wirtschaftlichen Waffe die Putschisten niederschlngen. haben «in Anrecht <mf Erfül­lung ihrer berechtigten Forderung. Die Regierung wird sich dafür eiusehen. Jetzt gilt «8, Ruh« und Ordnung zu sickern. Di« Vorbau denen Lebensmittel müssen rück- sichtSlo« ersaßt und vertritt werden. Schieber und Wucherer werden schärfer angefaßt werden. Rot­wendig ist He Steigerung der Produktion. Auch die WohnnngSeefvrm bedarf der rasche» Lösung Fest auf dem Boden der ReichSeinheft stehend, totrbeflrttotr ferner Me große verwaltunaStechaische Reform tat bk Bahnen größerer Selbständigkeit der einzelne» Provinzen lenken. Die Bersassung unfere« Staatswesens muß in allen sei­nen Gliedern auf demokratticke Grundlage gestellt wer­den. Unverzüglich werden dann die Wahlen zum preußischen Porlcuuent ausgeschrieben werden. Unseren <*rfibem Me im besetzten Gebiet ihrem beroischen Kampf für da? Deutschtum führen, entbiete ich herzlichsten Gruß. Ach darf wohl im Sternen aller Parteien den NordfckleS- roigern Dank und Anerkennung auSsprecken und fijneg unseren brüderlichen Gruß zurnfen. Jetzt gift e?, wie­der g® arbeiten für Me Demokratie, die allein unserem Volke eine glückliche Zukunft verbürgt. (Lärm, anhal­tender Beifall Bef den Mehrheit Parteien).

Abg Wilderman» (Ztr.): Grundsätzlich hakten wir jede Revolution für ein verbrechen. Zwischen Kcwv-Lüttwitz und den Führern der roten Armee im Ruhrgebiet ist lein großer Unterschied. (Sehr richtig.) Nur die KoalittonSpolitk kann da« Baterlanb weder hoch bringen.

Abg. Hergt (D. Natl.): (Mit großem Lärm der Linken und Zucufen: Hochverräter empfangen).* Kapp- Lüttivitz waren sckon am 14. März enbaüIHg erledigt, werk der Putsch ton vornherein aussichtslos war (Lacken und Lörm links). Die alte Regierung war von im« im ftrtterrsse de? PsierlandeS informiert worden. Ta« stebt 'ftenmäßig fist. Die alte Regierung erwie» sich aber als leifertig Fd«r unfähig. (Lärm link».) TS war ein großer Febttr der Mehrheitsparteien, daß sie di« Wobken verzögerten und die Wahl de« Reich^rräss- bentrn durch das Bott verhindern wollten. Wir geben zuvi-rsschtlich in ben Wahlkamps, tnrb letzten Tube« wer­den wir fiegen. (Lebhafter Beifall recht«, großer Lärm und Pfuirufe bei der Mehrheit.)

Ministerpräsident Braun: Ich muß die Wckauv- ttmg, daß Me Regierung von den Plänen der Putschisten im voraus unterrichtet gewesen sei, als unrichtig zurück- weisen. Di« Deutscknatiormlen hoben fich offen bereit erklärt, mitzuarbeiteu mit den Hockverrätcru.

Anzwischen ist ein Antrag bet Mekftheitsparteien ein» gegangen, ber die Trklärungen der Regierung billigt und ihr das vertrauen der SandeSversammlung aussprick!.

Abg. Li mtzertz (Soz.): Bei ben Denttchnationalen ist keiner für den andern derantisartlich (Heiterkeit).

Neue Angriffe neqen die Marburger ; Sludkuierr.

( I3te erßaftrn folgende Ziifchrift:

1 Cine Verunglimpfung der Marburger Stubenteiifchast. Wie fie keichtterttger und schandbarer kaum gedacht werden kann, hat sich tat der Mvntagssitzuug ber deutschen Natio- vakverkammkung bet Abgeordnete Haas (Dem.) |u schul­den kommen lassen. Sie fei nach dem Wortlaut bei patlo- »rentanschen Berichte» ber „Ftankfurter Zeitung" hier wiedergegeben: „Mit den Zeitftemnlligeu muh aufgeräumt werden. Was men über' die Taten be» studentischen Marburger Frriwikkigen-BatgikkonS bätt, ist entsetzlich: und diese Leute, dir ihre Opfer gezwungen haben: Heil dir im Siegerktanz zu fingen, ehe sie sie mit Maschinen­gewehren nÜberschüssen, sind au« Marburg mit schwarz- weiß-toten Fabnrn und mit Blumen geschmückt zmn Kamps gegen das eigene Boltz avsqejogen. (Eine ewige Schande der Matdurger Studeutenichast."

Soviel Worte, soviel Lügen k Riederträchttge Lüge», gu deren Verbreitung Herr Haas sich bergigeben hat Bi« zu bet Stunde, in ber er fcint Rede hielt, war das Marburger Stubentenrrgimenl Überhaupt noch nicht zu ftgenb einer Kampshandlung gekommen, bei bet mit Ma­schinen gewehten jemand niebergefnatft wurde. Wie kächer« Lch müßte angesichts dieser Tatsache ber ungeheuerliche Vorwurf wirken, wenn die Sache nicht gar k» tief traurig wär«. DaS Stichentenregiment ist Überhaupt nicht mit Fabnen von hier ausgerückt. Wir Marburger wislen hier, baß eine Anzahl von Verbindungen sich ton ihren Kot- porationssahnen bis zum Bahnhos begleiten ließ. Zu­fälligerweise war unter ben viele» bunten Fahnen gerade eine einzige fchwarz-weiß«r»te Fahne, ich weiß Richt mehr, welcher Korporation. VkuiMigeschmückt zog bet verbrecherische Zeitfreiwillige gegen da? eigene Volk en?. Ist eS bei Herrn Haas» nicht üblich. Abschieb- tobmenfcen einige Blumen zum Andenken »n überreichen? Bill er e8 bnt Marburger Tomen verwehten, ihren Brü­dern und Freunden, die Abschied nehmen und vielleicht Richt wiederkehrtn, einige Blüten, bi« der Frühling bringt, rn das Gewand zu stecken?

Am 18. Mär, erging biet in Marburg bet amtliche Uuirus zur srriwiüigtn Meldung, bet bekanntlich so be- ftnn: „Das Vaterland ist in höchster Gefahr. In hüringe, ist Buiruhr. bewafiuete Banden durchziehen

tragen infolge ber politischen Lreigursse nicht «elreW werb«» konnte». ,

.Merlingske Tidende" meldet: Der König tz, Stzung ~ •' "* " ( Meutere

..... u..--y ,------- .---D- - 6oilft

schenkinber, benn da entscheidet sich oft, was mit Werften fort. Sollen doch dir Schulzeugnisse.

dir Knaben und Mädchen mit nach Hanse bringen, ^vertii

Raubend und plündernd da« Land. Driugende Hilfe ist I willigen-Badaillon. ,n zwei l ^stznlb nötig." Diese dringende Hilfe zu bringen, war sie I einem Drittel ans Studenten,

Sie dMA Stift

wb. Kopenhagen, 36. März. Aus bös matum der vereinigten Gewerkschaften ent , derer Organisationen hat der König geanteae^

— Verabschiedung von Cffijlerea. Me aus Sw

S m3gl ch Ter sseind j^Ä «Hts. Fr ssL ton Kamps , Vi3 tnrf» Messet hoben.

Präsident Fehrenbach bittet sich kur, Ri fcffen. Man könne in $ebn Minuten viel wirkungsvoller sprechen »18 in einer Ehtnbe.

i Abg. Behren» (Deutschnatk.): Die Rebe Weis' Yt einer Vo l k«v ersa mml a»g würdig gewesen. Ick weife die unbewiesenen Unterfieklungen gegen meine Par- irf entschieden «irrflct Im Programm be5 Reichskanzlers ist die Landwirtschaft sehr mager weggekommtn.

Abg. Dr. Hugo (D.Vvt.l weist ,utück. daß fefne Partei von brm Putsch vorher Kenntnis gehabt hab». Auch bet Kampf tm Ruhrgebiet Fn vorbe reitet ge­wesen. Tas Verkleistern ber Gegensätze nütze nichts.

Reichsminister K»ch rechtfertigt dos Verhalten ber Regierung gegenüber reaktionären Beütebuugen ht ber kti.-dentenschaft. Die Reichste,ieruuq wäre in Berlin ht Eckutzhaft genommen tootüen. wenn sie dageblieden wäre. Nur außerhalb Berlin» konnte sie sich zu einem Hort des Wid-tfiaude» gegen Kavv entwickeln.

Abg. Seeger (N.S.): Die Arbeiter wolle» Taten leben. Die Regierung hat bis jetzt noch nicht gezeigt, haß sie einen anderen KurS «infchkägt. Nur solange hie Arbeiterschaft die Wo sse i» bet Hanb bat. ist sie sicher, daß sich ber Terror von reckt» nicht wiedetbott. Die Hauptsotderunq ber neun Punkt«, die Arbefterregte- nm«, ist nicht erfüllt worben. Das schön« Gerede des Herrn Serien ist mißglückt

ES folgen perfönliche Bemerkungen. Ter Antrag Arnstadt (Deutschnatl.) (Misstrauensvotum gegen bte Regierung ’itottb abgelebut. Der Antrag Löbe-Payer- Trimhmi (Billigung der RegietnugSerkkärung^ wird an­genommen gegen die Stimme» der Deutsch»attonale» nnb bet Nnaht-ängigen.

Dos Gesetz betr. Aeuderung beS KonsukstsgrfetzeS wird fn zweiter und dritter Lesung angenommen, ebenl» da» Gesen betr. bte Erhöhung ber Zuständigkeit ber Amts­gerichte und da« Gesetz für beschränkte Auskünfte aus ben Strafregistern »sw-

Do» Gesetz betr. die rotfäuftte Reichswehr und Reichs- Marine wird in alle» drei Lesungen angenommen. Da? Gesetz betr. btt Wochen hilft wirf» an einen Auskcknß überwiesen. Do« Gesetz betr. Turchsühning be» Ein- kvmm-nümerwsetze- wird in allen drei Lesungen erledigt, da» Gesetz übet ben Nvtetak in zweiter und dritter Lesung, ebenso da» Geietz betr. den dritten Nachtrag?- «tat kür INS. Da» Gesetz über dftWahkde»ReichS- >r8fibenten wrirb dem Berfniinngsmisschuß ftbet« wieien, desgleichen das ReichStaaSwablgesetz.

Es folgt die »weift Beratung eine» Gefttzeutwurie» bett Me Aburteilung von hochverräterische» v.Mernehmirsseu Im März 1920.

> Abg Scknktz-Brvtnberg fDentschn-ttk.) bat gegen ben materiellen Inhalt de« Gesetzt» nicht» ein,»wenden, beantragt aber, bte Abfiiwmuuq in ben Formen abzn- nefimen, tote fk fite eine Berlasfnngsänberang torgrstben sind.

Regierungsseftig werf» dem «Mberiwmchen, baß da» Gesetz eine Beriassntmsänderrag bedinge.

1 Der Antrag Schultz wich abgekebnt «nb ba» Gefttz fa zweiter und dritter Lesung angenommen.

Abg. Dr. Haas (Dem.) Mriibtet über He Ans- fchusivtrßandlnngen betr. Etieiknng ber Heaehirignag :nr Berbaftung be» Abgeorfwefen Dr. Traub. Der Ausschuss war brr Ansicht, dass da? Rtfri ber Nationak- toriammfitng, die Immunität ber Aba vedneteu di poki- fischen Dekikttn zu wahren, fn bit-fern Fttlle nickt an« Urtprnben sei. Eine Minderheit fei ba-t-wn gewesen.

Ab». Warmuth (Deutschmitk.): Der Beschluß be? Ausschusses bedeutet ein Bruch mit ber Tradition br1. Hauie». Material »bet Traub lag dem Häuft oksofttt nicht vor Die Tätigkeit Ltehn-chk» und Traubs sei doch nicht mitetnonder zu verglrichu».

Abg. Gros Dohna CD. V'M: Wr legen dr Ver­folgung der Kavvisteu keine Hindernisse in ben Weg. aber wir wollen auch nicht vo» bet Praxis deS HouftS ab- weicken.

, Abg. Schultz- Bromberg (Detttschnoll.) beoutraak namentliche Abstimmung, bei der auch ber Reichskanzler und mehrere Minister mitstimrucn. Einige Demokraten stimmen »egen den AnSschussantrag. Dieser wird mit 145 gegen 71 Stimmen bei 7 Stimmenthaltungen an­genommen.

Nächste Sitzung Mittwoch, ben 14. April, nachm. 8U6r. Schluss gegen 7 Uhr.

Admiral Wcyer-Waldeck, ber frühere Goutorn«, hiesigen do» Tsingtau, der all ÄrftgSgefangener in Japan tninö ßssnltlici niert war, hat am 27. Mörz Kobe mit Bestimimmgs«, Uh-? Hamburg verlassen. Um Bord seines Dampfer» brssa'

Nach ter «Deutschen Zeitung" lauten die Sorte be» Abg Haas etwas ander« al» noch der ^Franks. Ztg.": „Der Einrichtung ber Zeitfreiwilligen, besonders aus akademischen Steifen, müßte am besten ein Ende ge« macht werden. Bon einem Starbuiger Stndenten-Zeit- irriwilligen-Bataillon find 13 Arbeitet standrechtlich er­schossen »orten /veil bei der Wafftnsuche einige Arbeiter in einem Hanse auch ein paar Dürste mitgenommen haben. lZurnf recht»: P'ünterungk) Auf dem Wege zwang mau die Leute zum Gesang des Sitte«: „Deutschland über alles." Dann tourten sie mit Maschinengewehren er­schossen. Das. Marburger Leilsreiwilligen-Bataillo» hat sich bei seinem Ausmorfch mit Blumen geschmückt, beim Ausmarsch gegen da» eigene Bott. Das find Lumpen­hunde. Daneben besteht noch rin republikanische» Frei-

daß er auf feiner gestern abend der Delegatio« $ gebenen Antwort beharre, nach der er nicht h, -fgt ein nreinen Siaatsstreich begangen zn Mgen . je die Abhaltnng «euer Wahle» ur* p finircbi Bildung eines Ministeriums im (Einettftämm darauf l mit der Mehrzahl des neuen Folkethings. der aug. Der König ließ heute mittag den bisherig Polizei sozialistischen Arbeitsminister Etauning z» st 1 kommen und hatte mit ihm eine Unterredung üb« ftantc. die Lage. Der König sprach sein Bedauern fib, * S

v. Bernuth; Me Genrralmajsr« v. S»»dde Frhr. s. Diepanbrsick-Grütar, v. d. Hatdf >.G.V SRaeUti, K Lettow-Vorbeck tmb Hage»' «S hei

v. Oven, Freiherr n. Sebebonr sHemch«^ Oberstleutnant v. Ale Witz; bie Majore v. Mia< kowski und Hage mann. — Gleichzeitig n»tt tei tOfbuJi Rückttftt be« Retchswehrminisserr Hst General Nein »^ufei Hardt feiner. Abschied erfriert. Der ReichSyrKite, «bina1 lehnte He« Gesuch unter tollster Anelsennung der M»f*b —

Urok und ter Anschluß an Deutschland. M- t,

.Allgemeine Tiroler Anz.^ mekdet, wurde in (hier 3«e '•

sammlung des Tiroler BolkSverein» dne Sntschlfthm^ fksaflk, angenommen, wonach ter Wille be» Tiroler BolftS. st «ef bie an das Deutsch« Reich als selbständige» BundeSftmtz „ dft i»

«is Geschäftsministerim» zu bilden, das den A, trag hat, Neuwahlen zum Reichstag «tsznschr--thMVdertan " * - - die Fw,

Bekanntmachung M Resclswrirtschasrsmrmfiertaems -w U. 27. Mär, wird Me zortfetzrag der Betoirtfchafttng * j für dft TageSpresse »nb be» Buch- und Zritfchriftenttt , lag bestimmte» Druckpapier« Beni*

mungen halten sich im wesentlichen im Rahme» der 6e y., herkge» Regelung; jedoch tritt bei tenjerrige» Zertur gek deren Auflage «egen ft^er zurSckgegangen ist. fcg»

tw », Mu s<

en

Dr. E 11» e .

SCE

Ekler» eine» Wink geben, wo «S fehlt nnb waS ZuKnft zu beachten ist. Diejeirigen, welche bte ~ verlassen, werden sich wohl meist für «inen Beruf reit» entschied«» habe». Irgend einen Rat da »» fitb4 ist schwer, denn t» gibt viele Leute, di« e» M besser wissen vollen. Nur da» eine fei gesagt, da» Leben ja am besten zeigt«, vo Mang«! an KräM herrscht und wo solche schien. — Der Schulbeginn i auf den 15. April bestimmt.

* De» Charakter als General b«t 3<« fanterit hat erhalten Gen.-Lt. a.D. ».Keh-ssi zuletzt stellv. Kom. Genersl des 11. Armctkortz^

I 8«hft 1