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Di« bolschewistisch« Propaganda i« Frankreich.

wb. Parts. 30. März. Henri Eheron inter­pellierte Ober die Mach a* men, dis die Regierung gegen die bolschewistische Propaganda zu ergreifen gedenkt. Millerand erwiderte, daß die Regierung das Gesetz anwenden werde, was die erste Pflicht jeder Regierung sei. Di« Aufreizung zum Un- geborsam beim Militär dauere fort. Es sei sedoch falsch zu sagen, daß die berausgegebenen Befehle "ich- befolgt würdest. Millerand fügte hinW, daß die Regierung bet allen Waffengattungen die nötige Manneszucht wieder einführen muffe und demnächst Entwürfe über die Rationalisterung der Polizei und die Reorganisation des Fremden­verkehrs einführen werde. Zahlreiche Fremde, die nach Frankreich gekommen und dort eine verbreche­rische Propaganda getrieben hätten, seien aus- gewiesen worden.

< W AdW dn IWems.

' Berlin, 30. März. Den Abendblättern zu­folge wurde heute vormittag im Reichstag in einer Konferenz von Vertretern der Arbeitsgemeinschaft freier Angestclltenoerbande, der Eeneralkommission der Gewerkschaften, der beiden sozialistischen und der kommunistischen Partei, der auch Abeiter- vertreter aus dem rheinisch-westfälischen Industrie­gebiet sowie Vertreter aus Schlesien, Sachsen und Süddeutschland beiwohnten, im Prinzip ein neuer Generalstreik bcschloffen, unbedingt für den Fall, daß der Einmarsch in das Industriegebiet veran­laßt werden sollte, bedingt, falls das Ultimatum der Regierung nicht zurückgezogen würde.

Berlin, 30. März. Rach derVoff. Ztg." ist im Ruhrgebiet Generalstreik nur in einzelnen Orten ausgebrochen, so in Elberfeld und Barmen. Die zahlreichen durch Elberfeld ziehenden Trupps der roten Armee bringen eine besondere Rote in das Veckehrsbild. Man sieht Abteilungen, die zur Verstärkung der Front nach Norden gehen und vielfach für ihren Transport nach Duisburg Stra- tzenbahnzüge requirieren und ebenso einzelne Hor­den, die aufgelöst der Heimat zuströmen. In Hagen ist der bereits angeordnete Generalstreik wieder abgesagt worden.

Berlin, 30. März. Wie derAbend" aus zuverlässiger Quelle hört, dauerten die Beratungen der Reichsregierung mit General v. Seeckt heute nachmittag noch an. Die militärischen Vorberei­tungen im Ruhrgebiet gehen ihren Gang weiter. Rach Ablauf des Ultimatums um 12 Uhr mittags wurden die einzelnen Truppenverbünde strichweise vorgezogen. Den Verbänden wurde die größte Mäßigung anbefohlen.

wb. Berlin, 30. März. Die Reichswehr­truppen sind gestern nachmittag vor Hamm ein- getrofsen.

wb. Berlin, 31. März. Die General­versammlung der revolutionären Betriebsräte hielt am Dienstag eine Sitzung ab, die so stark be­sucht war, daß Hunderte keinen Einlaß finden konnten. In etwa vierstündigen Verhandlungen traten viele der Delegierten für einen sofortigen Generalstreik ein. Gegen 11 Uhr nachts ging der Versammlung eine Mitteilung der Regierung zu, wonach dem General v. Matter ein Zivilkommiffar beigegeben und den bewaffneten Arbeitern im Ruhrrevier ein neues Ultimatum gestellt worden sei. Zuletzt wurde beschloffen, am Mitt­woch morgen in den einzelnen Betrieben darüber absttmmen zu lasten, ob gestreikt werden soll oder nicht und mittags das Ergebnis bekannt zu geben.

Barmen, 31. März. Die drei sozialistischen Parteien haben da» Ultimatum der Regierung mit der Proklamierung des Generalstreiks im Wuppertal beantwortet. Rur die öffentlichen Be­triebe arbeiten noch. Ausschreitungen fanden nicht statt. Die Waffen wurden auch nicht abgeliefert.

Ein Bericht der roten Armee in Buer stellt fest, daß bis Dienstag morgen noch keine Regierungs­truppen südlich der Lippe standen, doch stießen starke Reichswehrpatrouillen im Laufe des Tages nach Dorsten über die Lippe vor. Dort sollen die roten Truppen die Lippebrücke gesprengt haben. Reichswehrtruppen, die an anderen Orten den Lippenbergang zu erzwingen suchten, sollen nach spartakistischer Darstellung geschlagen worden sein.

Die Eisenbnhnbeamten und christlich organisierten Arbeiter im Ausstandsgebiet such gegen den spatta- kistischen Terror in einen Gegen streik getreten.

Fortgesetzte Angriffe.

wb. Münster, 30. März. Ein Bericht des Wehrkreiskommandos besagt, daß da» Ultimatum der Regierung bet den Aufrührern tm allgemeinen keine Beachtung gefunden hat. An der Haupt­front sind die Angriffe fortgesetzt worden.

Erweiterte Vollmacht fit @wring.

ich. Berlin, 30. März. (Amtlich.) Im Sn. schlutz an die Borkommutsfe tm Ruhrrevier erteilte die Reichsregierung dem Reichs- und Staats« kommrflar Eevering erweiterte Vollmacht. Die Vollmacht he» Reichs« und Staatskommistar« Seoe- ring wird dahin erweitert, daß die Entscheidung über militärische Operationen in dem Gebiet, für da» er bestellt ist, im Einvernehmen mit ihm er­folge« soll. Er wird ferner bevollmächtigt zu prüfen und zu entscheiden, ob Personen, die in Schutzhast oder in sonst nicht gerichtlich bestätigte Hast genommen sind, festzuhalten oder vorbehalt­lich de» gerichtlichen Verfahrens zu entlaflen sind. Er ist ermächtigt, Unterbevollmächtigte für einzelne Städte oder Bezirke zu ernennen, die den mili­tärischen Stellen als polittsche Berater zur Seite stehen.

Etaschrönknng der Vollmachten der Militär« befehlshaber.

wb. Berlin, 30. März. Die den Militär­befehlshabern mündlich oder schriftlich erteilte Vollmacht, eine Verschärfung der auf Grund des -Artikels 48 erlassenen Ausnahmebestimmungen nach eigenem Befinden bei Gefahr im, Verzüge cin- treten zu lasten, insbesondere Standgerichte einzu­setzen, wird zurückgezogen. Standgerichte bleiben nur in den Regierungsbezirken Düsseldorf, Arns­berg, Münster sowie im Bezirk der Reichswehr­brigade 11 (Westteil Thüringens usw.) bestehen. Auch hier werden sie, sobald die Lage es gestattet, aufgehoben.

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Unter der KormmrMenherrschaft.

wb. M ii n ster, 30. März. Die Duisburger Bank berichtet:. Das Exekutivkomitee der Kom­munisten hat sämtliche Bankguthaben beschlag­nahmt. In einem Teil des Kreises Lüdinghausen haben rote Truppen geplündert und die Landwirt­schaft gebrandschatzt. Von einzelnen Hofbesitzern '.ourden 50009000 Mark unter Androhung der Plünderung erpreßt. Aehnliche Nachrichten kommen aus dem Kreise Recklinghausen. Die Eisenbahn- brücke bei Selm wurde von den roten Truppen gesprengt.,

wb. F ä l k e n st e i n i. Vgtl., 30. März. Der rote Vollzugsausschuß erläßt in dem unter Vor- zensur stehendenFalkeusteiner Anzeiger" einen Aufruf an die besitzende Klaffe, in dem bei dem eventuellen Einmarsch der Truppen mit der Pro- klama'ion de» Generalstreiks und der Stillegung aller Betriebe, auch der lebenswichtigsten, gedroht wird. Sollte die Maßnahme nicht genügen, um den Einmarsch der Truppen zu verhindern, würde nicht davor zurückgeschreckt worden, die Maschinen in den Betrieben zu zerstören, die Häuser der besitzenden Klaffe und die Gebäude der Be- Hörden in Brand zu setzen oder in die L u f t z u s p r e n g e n. Zu diesem Zweck wurden Branvkomitees und Rachekomitees gebildet, um beim Herannahen der Truppen sofort in Tätigkeit zu treten und unter der besitzenden Klaffe aufzuräumen.

^onftfae Mtldun-tn.

Berlin, 30. März. Wie mitgeteilt wird, erfuhr der beabsichtigte Abtranspott der Mattnrbrigade Ehr­hardt nach dem Lockstedter Lager dadurch eine Ber- ^gerung. daß die Beamten und Arbeiter der Eisen- bahndirektion Altona die Weitersührung der Eisenbahn- tranSpotte in ihrem DirertionSbezirk verweigerten. Nur der erste Tra «Spott kam im Lockstedter Lager an. Die übrigen mußten in daS Döberitzer Lager zurückgeleitet werben.

Berlin, 30. März. DieBost. Itg." meldet aus Stuttgart, daß der Dienstag, an dem in Mirttem- berg ein Spattakistenpntsch erwartet wurde, ruhig ver­laufen ist.

Magdeburg, 80. März. LautMagdeburger Zeitung" forderten die Kämpfe in Hall« 270 Tote unter der Zivilbevölkerung. Darunter befinden sich haupt­sächlich auswärtige Arbeite^ teils Russen. Die Verluste der Truppen betragen 27 Tote und 95 Ver­wundete.

wb. Düsseldorf, 01. Märtz Der Düsteldorfer BollzugSrat, der in der vorvergangenen Nacht von roten Truppen vertrieben worden war, ist hneber ein­gesetzt worden. Die SicherheitSwehr hat heute wieder daS Rathaus, das Ständehaus und die öffentlichen Gebäude besetzt. Die roten Truppen sind abgezogen.

Ultimatum en den Oberkommiffar von Danzig?

D a n z i g, 30. März. Wie dieDanziger 91Hfl. Zeitung" von zuverlässiger Sette erfährt, richteten di« Danziger Unabhängigen und Kommunisten ein Ultimatum an den Oberkommiffar Tower, wo- rin Jw das sofortige Abrücken der Ententetruppen'

au» Danzig forderten. Im Falle einer ablehnen­den Antwort de» Oberkommistars drohen die Ra­dikalen mit dem Generalstreik. Das Ultimatum ist, wie das Blatt-t. bis heute abend befttffot. Die Danziger Unabhängigen bestreiten die Rich­tigkeit der Meldung.

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Seitltk MmMfflulm Vertrauensvotum für die Regierung. Genehmi­gung zur Verhaftung Traub».

Sitzung vom 30. Mär».

Präsident Fehrenbach eröffnet die Sitzung n:b 10 Uhr 25 Min.

Abg. T)t. Düringer (Deutschnatl.): Die Nachricht, Kapv hab« sich zum -Reichskanzler gemacht, hat mich zu dem Satz veranlaßt, daß die Dummheit immer die größte Tvtsünde sei. Druck erzeugt Gegendruck. Gib'. t9 fein Beutil, so erfolgt eine Explosion. Die National, rr- sammlling hat ihre Aufgal>e gelöst bi? auf die W..l>l- «tefebe. Diese werben verzögert. Statt dringender Cb» fefce wurden n ntvichtige Vorlagen gemacht. In der Regierung bestand der Wunsch, dem Volk seine verfaffuv.£* mäßigen Rechte zugunsten einer Varteiregierv ng »o rzuenthalten. Unsere Interpellation fruch te nichts. Negierung unb Parteien, die selbst verfaffm.t- widrig ihre Macht verlängern, haben kein Recht, nch über den verfassungswidrigen Butsch zu entrüsten. (Wi- r- spruch bei der Mehrheit.) Bielleicht war aber der Steeie» rung die Entwicklung des Butsches garnicht nnan- genehm. (Großer Lärm bei der Mehrheit.)

Präsident Fehrenbach: Ich teile Ihre Entrüstung, bitte aber den Redner sortfahren zu laste«.

Dr. Düringer sortsahrend: Meine Partei hat 6-> Uiglich des 13 März ein reines Gewissen. (Lachen bei bet Mehrheit.) Wir mißbilligen den Putsch, haben ib, nicht begünstigt. Die Männer, die den Butsch hinter den Rücken der Partei angezettett haben, baden in ihr fei.u Rolle gespielt (Rufe: Traub.) Traub ist erst nachtet <\'üt Putsch belgetteten. (Rufe: Kavv.) Kapp ist kt Sohn eines Revolutionär? und ist erblich belastet. Kapp hat in seinem Königsberger Blatt die Deutich- nationalen scharf kritisiert nnb hat keiner Sitzung bei HauptauSschusseS bergewohnt. Traub ist an sich f?:n schlechter Mensch, aber ein schlechter Politiker. Unsere Be­sprechungen im Neichsjustizministerium mit Lüttwitz i:;* den Generalen haben zum Rücktritt Kapp« geführt und damit den Putsch beendet, ohne daß der (sfeneralst.eik nötig gewesen wäre. Wie kommt Herr Bauer dazu, fi4 schiitzilch tur die unlautere und unsaubere Wirtschaft llrj» bergers zu stellen? Die Verfassung muß von allen lech etlyllen werden, auch ron ienen, deren Ueberzengnnc fie nicht entspricht. Wir müssen nn» in streng verfass«!. :> mäßiger Arbeit zusaminrnsiicken.

Reichskanzler Müller: Im Ruhrgebiet, im Rb fo- land und in StkftNtten ist Erregung vorhanden, weil v-in -schroffe militärische Maßnahmen erwartet. In der gtsin­gen KobineUssitz«rg wurde beschlossen, alle rinnö!.:» Schrvsflteiten zu vermeiden. Die dortigen Truvven sind regierungstreu. Ehe überhaupt Truppen in Beweg , ng g-fetzt wechen, gehen Zivilfommissare vorau». um «ifzu- fiären. Nahrungsmittel roetben angerollt, denn die £'.:ge in dieser Beziehung ist fürchterlich. In Elberfeld droht man von neuem mit dem Generalstreik. Ein gerns'n- sanres Flugblatt beider sozialistischer Parteien fach! b$e unverantwortlichen Raubzüge der sogenannten Kwnmu« nisten in« rechte Licht zu setzen. Erfreulicherweife hat die französische Regierung , u g e st i m m t, daß wir zti bis drei Wochen lang eine erhöhte Trup^ penzahl in da« neutrale Unruhegebiet ml* senden können. Damit haben wir eine größere aungssreiheit, und wir hoffen, daß wir die Ruhe berffoi-tH können mit Hilfe der vernünftige» Arbeiter. Die (Vein* gongen des General« v. Walter sind gemildett Word:», Wir erhoffen eint Entspannung der Lage in wenige« Tagen.

ReichSmintstcr Koch: Die demokratisch« Regierung ist keine Potteircgierung. Zn regieren wird vielfach wn einer skrupellosen Parteileitung versucht. Weshalb eiuz die Regierung au« Berlin fort? Weil e« nicht Sach- der Führer sein kann, sich im Augenblick der Gefahr vor« im Schützengraben gefangen nehmen zu lassen! Diese« < gehen war Kapp« yerhangni«. Die Maßnahmen der Regierung gegen die Erhebung im Westen halten die rich­tige Mitte zwischen bet Nachsicht gegenüber denen, die nur au8 Unverstand zu lange auf bet Straße geblieben 'i'id und der Strenge gegenüber denen, die von sink- die A.-ar- chie erstreben.

Abg. Leicht (Bay. Soff«».): Wir sind Prinz: - ,'l Gegner jeder Revolution. Ob daS im Ruhrgebiet Sfofe schewiSmn» ist, steht dahin, aber er kam» daraus werbe». DaS Ultimatum war nötig, denn wir brauchen Ruhe nnb Ordnung.

Abg. WelS (Sog.): Die Herren Heinze und Hcrzi Mttcn am 9. Mäiq schon da« BaUamcut auf die Sthhr bei drohenden Putsche» aufmerksam machen müssen. Err.k- ral v. Seeckt hat Hrgeordnet. daß die Zeftfreinnlllgea in Pommern bis zum 10 .Avril »usammenbleibea fol.cn> Die Zusammensetzung dieser Regimenter ist eine irfc 5t für die Republik Ich verlange ihre schleunig» t-"* hösunz. DaS Ausland wird Vertrauen zur beutiä X Demokratie gewinnen Ohne Koalition gibt e« in Deuts ch- land keine Regieruug ,daS sei den Unabhängige» et* Tagt. DaS jetzige Kabinett darf nur btl |u be« Wal , bleiben. Meine Bartet stimmt dem Arbeitrptogteaua ter Unabhängigen in derFreiheit" zu. Dir Bereit - g u n g der sozialistischen Parteien ist vielleicht « Ar rg von nur kurzer Zeil. Eine Arbeiterregternng an» H« '-* und Kopfarbeiten^ dir auf be» Boden bat RrpudU V»

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Mc Reichskanzler Müller in der National­versammlung mitßcteiR hat, stimmte die franzö­sische Regierung zu. daß die Negierung 2 bis 3 Mcher^iMg sine erhöhte Truppenzahl in das neu­trale unrnhiM Gebiet senden könne. Zunächst hstre Millerand erklärt, eine Anzahl gleich starker Lbteklirnchsn vfranzösisih-britischer Truppen nach Fra u t i« i t und Darmstadt schicken zu wol­le». W befugt seien, in de» genannten dien ben Belagerungszustand zu erklären. Sobald die bcutstipin Truppen die neutrale Zone wieder räum­ten, würden, dis Ententetruppen auch wieder diese ' beiden Städte'verlassen. Der deutsche Geschäfts- trsgrr Dr. M c, i) e r übergab darauf Millerand die Deigrrung der deutschen Regierung, auf diese Be- dingoittzcn einzugehen. Er erklärte, daß tm Rnhr- revior nur die Truppenmen§tz verwendet we-de, die nach dem Abkcinmen von 1919 dazu berechtigt feiet«, sich in diese» Gebieten, aufzuhalten und gab das Versprechen, daß keinerlei Verstärkungstruppen

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wb. Briissel, 30. Marz. Wie dieLibre $cL lique" meldet, wurde zwischen Frankreich und Bel- em Abkommeir get ros feil zwecks Sicherung der ^Aeförderrrnfl der dr'utschen Kohle. Frankreich wird

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alt das neutrale Gebiet geschickt werden würden. Erst »in Bruch dieses ^Versprechens gibt nach einer Pariser Meldung Frankreich das Recht, In Frank­furt und Darmstadt einzumarschieren und diese 6i$Me so lange besetzt zu halten, bis die deutsche:' Truppen das Ruhrgebiet wieder geräumt haben.

Äcr Einmarsch von Reichswehrtruppen in das Lnrrcherrgebiei wird, da das Uliimaium der Re- ziertiu^ nicht erfüllt worden ist, nun - rfolgen. Es !-S dabei mit aller denkbaren Milde verfah-en ' welche», wie aus folgender die Haltung der Ne- ng näher bezeichneten Meldung bervorgeht:

WS Berlin, 80. März. Im Anschluß an di; Be­rgen. die am Dirustag Bormittag mit Vertretern e Oc.Mni'gtionen, den . svzkall>emo-

ttrieu mW der Reichsregierung statigesun- /Her-*.,». bat bfe Reichsregierung auf die dort borge« tage» <t Wünsche mit nachstehendem Schreiben erwidert: ÄtL Reichsregierung sieht nach wie vor tu dem Biel-- fcfctr Mionimen eine geeignete Grundlage für die Rege- 6mg Berhättnisse im Ruhrrevier unb für die Wicder- khkksteffnng verfassurrgsmäßiger Zustände. Sie hat auch ihr:e> i.z sich an das Bielefelder Abdmmen gebunden, rnd c-'.e Truppen bisher nicht in das Iudurstiegebiet vno-ui sichreren lassen. Dies hat der ReichStvehrministcr Mrrn in der Ntisioualuecsammluug ausdrücklich festre- fitf'!. Dagegen ist von der anderen Seite, obwohl in-

mit dem Krelsblatt für dm Kreis Marburg

TaMSMümg für (das früher knrhesfifche) Oberhessen

»II* 5®*rörbetaug der deutschen Kehle. Frankreich wird if** SSaferiat und Belgien seine Eisenbahnen zur If« 8. . stellen. Infolge Mangels an Waggons

Die Belgier fordern Räumung von Duisburg.

- Berlin, 30. Mär-, Dem JBerL Tageblatt" »irb aus dem Haag gemeldet, daß nach dem Al- Rmeen Handelsblad" am Sonnabend ein belgischer vfsizier und ein Beamter dem Epartaktstenführer in Duisburg ein Ultimatum auf sofortige Räumung von Duisburg und Wahrung einer neu- iksle« Zone von 10 Klm. östlich de» Rbein» Über­sicht habe.

^'auzösifch-Selgisches Abkommen über die doutschcil Kohlen,

McLii. uni die aus dem Bielefelder Aökomrucn sich er- Derpflichluugen zu erfüllen. Im Gegenteil: W.fel sii unausgesetzt angrgMeu worden, Plünderungen «u zahlreichen Orten ftattgefunben, erpresserische Mugrufe in BauldepotS und in die Bestände der Reicks- lfaben sich ereignet, LebruSmitiel usw .stick getvall- Jtui iveggenommeu tvorden. Hilferufe aus Stadt und Land heften ununterbrochen bei der Retchsregierung ein. Wich! der Regierung ist, wie von tebem Einsichtige» an itiav::; werden muß, dieser Not ein Ende zu machen v«d tvfeber iitt alle Bewohner des Ruhrgebiets geord­nete Ziifräicke brrzustelleu. Dies soll auf der Grundlage des Pfefefeldtw Abkomnren« geschehen, bei dessen Abschluß die AÄferustüig deS Ofenerals v. Walter nicht nur nicht ferlünai, sendern ausdrücklich gemeinsam abgelehnt wurde. 5m sikrigen wird die DvrchfAhttrng der notwendigen Maß- »Li en, die bereit« vom Reichskanzler in der heutigen der Ratioiwlversammlung mitgeteilt wurden, fcfer Beteiligung von zivilen Vertrauensmännern unb in ter Form erfolgen, daß die Beoökkernng mehr als 48 Eimü-m Zeit habe» toird, von sich au3 geordnete Su« 68öbe veriufleflen, sodaß die etwa notoenbig werdende simnnfotug von Gnoaii nur auf Auftührrr und Ber- trecher beschränkt fein iverde.

Die Frage de» HKireralstroiks, bet für den Fall der Einmarsches in da» Jndnstriegebtet angesagt M, ist nech nicht völlig geklärt.

Der Unzeiaenorei« beträgt fit die Sgel» 9 le 60 «mtli»e unb euewir- ce ti#e 70 , Rettamezeile 1.50 Zn allen Bre ien 10», Aufschlag. Jede« Rabatt gNt al» Sarrabatt Be Auskunft durch die Ee,chäst»steNe u. Vermittlung t<: In- 1Q9A geböte » 4 bondergedühr. Postscheck!» nw: Str. 5015 Amt Frankfrnt u. M.