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Wir erheben heute folgende Forderungen:

Ablehnung jeder Maßnahme, die offen oder ve» hüllt auf eine ungesetzliche Aenderung oder eint Umgehung der verfassungsmäßigen Bestimmungen

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Beamten und Angestellten.

Sofern mit WirrschastS- und Berufsgruppen ve» handelt wird, verlangen wir, hinzugezogen -3 werden.

Lchaltung einer nach allen Seiten hin starken und! von allen Berufsgruppen gebildeten Regierung die sich zur Durchführung ihrer Aufgaben aus die hierzu erforderliche Macht stützt.

Sollte die Negierung unseren ForderungM «bleh4

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man Qm wieder frei, aber teilte ihm mit, daß et durch da? Exekutivkomitee seines Postens enthoben sei.

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krnührungsminister: Hermes: Minister ohne iPortefcuille: David. Der WiedeMufbaumlnister soll in den nächsten Tagen ernannt werden.

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Ultimata« an den Reichspräsidenten.

Zn der Brauerei Bötzow traten, wie bereits kurz gemeldet, am Freitag nachmittag etwa 1000 Betriebsräte der U. S. P.D. und K.P. D. zu einer Generalversammlung zusammen, um zu der Ein­berufung eine» Rejchsrätekongresses Stellung zu nehmen. Nach einer längeren Aussprache, in der die schleunige Einberufung eines Reichsrätekon- grefle« nach Berlin beschlossen wurde, nahm die Versammlung folgende Entschließung an:

Der vorzeitige Abbruch des Generalstreiks vor Erreichung der notwendigen Garantien für die werktätige Bevölkerung hat die von der Zentral­streikleitung vorausgesagte Wirkung gehabt, daß die konterrevolutionären Kräfte stch wieder sam­meln und stärken. Die Atempause, die der Konter­revolution durch die Unterbrechung des General­streik» geworden ist, wird dazu benützt, um die sieg­reiche Arbeiterschaft besonders in Rheinland-West­falen, durch die Soldateska niederzumetzeln. Die Vollversammlung der Berliner Betriebsräte ruft angesichts dieser ungeheuerlichen Prellerei der gesamten Arbeiterklasse Deutschlands, angesichts der neuen drohenden Gefahren das Proleiaiart auf, sich für eine neue Kraftanstren- gung bereit zu machen. Die Vollversamm­lung beauftragt den Aktionsausschuß, sofort alle Maßnahmen für einen neuen Generalstreik zu treffen. Der General­streik muß geführt werden bis die Durchführung folgender Forderungen gelungen ist: 1. Sofortige Entwaffnung und Auflösung der konterrevolutio- nären Truppen, d. h. der Truppen, die gegen die Arbeiter gekämpft haben und kämpfen. 2. Ver­haftung der Offiziere und ihre Aburteilung durch ein Lrbeitergericht (I). 3. Sofortige Beschlag- nah« aller Waffen der Bourgeoisie und llcbcr- gafie der Waffe» an die Arbeiterräte. 4. Betriebs- tocffe Ausgabe von Waffen an organisierte Str betje^ Angestellte und Beamte. 5. Bildung von

als Borradatt. Le Auskunft durch die Seichäitsftelle u. Ketmittluna tec An. geböte 35 4 SondergedShr. Poltfcheckkaiito: Nr. 5015 Imt Frankfurt a. ».

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Arbeiterwehren unter zentraler Leitung der Ar« beiterräte. 6. Schleunige Einberufung eine» Reichs-Rätekongresses. 7. Beroollständigung der Wahlen der revolutionären Betriebsräte.

Wefel. 27. März. Von unferm Sonderberichter- ffattet. Die Lage hat sich heute weiterhin zugunsten der Negvrungstruvpen gebessert. Oestlich von Wesel sind dir Orte Peddenberg, Drevenack und Krudenburg von den Truvven genommen worden, wobei der Gegner drei schwere und zehn leichte Maschinengtveehre verlor. Im Süden von Wesel sind Livverdorf und Friedrichsfeld genommen. Dabei wurden drei Geschütze und viel Munition erbeutet. Der Gegner hatte schwere Verluste. In der vergangenen Nach! wurde die Stadt wieder von den Spartakisten bombardiert. Zahlreiche Säufer weisen schon erhebliche Beschädigungen aus. Tie Stimmung der Bevölkerung ist nach wie vor rubig. Das völlige Abgeschnittensein von der Außenwelt wird al» sehr drückend empfunden. Nachrichten von aussen gelangen nur spärlich und veraltet herein. Die Rhein- brücken sind von den Belgiern vollkommen gesperrt.

Münster, 28. März. Der Befehlshaber des Wehr­kreise« 6, Frhr. v. Walter, hat sich gestern persönlich in Wesel von dem Zustand der dort bisher in schweren Kämpfen stehenden Truppen überzeugt. Die Division tab'llch hatte gestern das Lager Friebrichsfeke gesäubert. Auf der Gegenseite sind große Verluste zu verzeichnen. Erbeutet wurden eine schwere Feldhanbitze, eine Feld­kanone, eine Revolverkanone, mehrere leichte Miiieu- tvcrfer, zahlreiche Maschinengewehre, große Munitions­bestände und ein Lastkraftwagen. "Das Einschreiten der Truppen südlich Wesel war notwendig, um die Zivil- einwobner der Stadt vor einer weiteren Beschießung durch die bolschewistische Artillerie zu schützen. Die geg­nerische Artillerie wurde zum Teil genommen und mit ihren Resten soweit zurückgcdrängt, daß eine Beschießung Wesels nicht mehr zu besürchten ist.

Cittt Crllmttnq der Wirtschafts- imb Berussverblinde.

Eine große Anzahl führender Wirtschaft»- unü Berufsverbände des Deutschen Reiches haben sich zu« sammengcfuuden und dem Reichspräsidenten die nach­stehende Kundgebung durch eine Deputation überreichen lassen:

In schwerster Stunde erheben die unterzeichneten Wirlschafts- und Berufsverbände, hinter denen Mil­lionen treuer deutscher Staatsbürger stehen, ihre Stimme, um vor neuen, schwerwiegenden Beschlössen der Regierung ihrer einmütigen Anfsassung Geltung zu verschaffen.

Nicht einer einzelnen Volksklasse, sondern de« einmütigen gusammenstehen alles Volkskreise ist die rasche Wiederherstel« lang der verfassungsmäßigen ZnstLnd« z u v e r d a n k e n. Auch ferner werden wir ohne Rück« sicht aus politische. Anschauung jeden Versuch, die Verfassung gewaltsam zu brechend- rückhaltlos bekämpfen.

Bei den Bemühungen der verfassungsmäßigen Re« gieruug zur Wiederherstellung von Ruhe und Okdmmß durch Abbruch des Generalstreiks ist diese Einheits­front aller Volksgenossen von radikalen Elementen zer­schnitten worden. Gerade mit Vertretern dieser radika­len Richtung verhandelt jetzt die Regierung und läßt sich scheinbar von ihnen entscheidend beeinflussen. Die unterzeichneien Verbände sind nicht nur bereit die R« gierung diesen extremen Forderungen gegenüber $< schützen, sondern auch gewillt, ihre im Interesse des Gesamtheit zu crh-bendeu Ansprüche mit allen ihnen z» Gebote stehenden Mitteln durchzusetzen. Es geht nicht an, wertvolle Glieder des BolkeS von der Beteiligung an den maßgebenden Entscheidungen auSzuschließeq und ihnen lediglich die hieraus entstehenden Vers pflichtungeu zu überlassen, wenn nicht unsere Wirtschaft tind damit das Reich verhängnisvollen Gefahre« aus« gesetzt werden soll.

wb. Pari», 28. März. Havas meldet: Die Reichswehrtruppen setzen ihren Einmarsch In die neutrale Zone fort. DerPetit Parisien" meint, daß mangels jeder rechttnäßigen Regierung es wohl die militärischen Oberbeseblsba^r se en, d:e die Lösung der Lage im Ruhrgebiet nur in neuen Kämpfen scheu und den Marschbefehl gaben. Das Blatt glaubt zu wisien, daß die französische Regie­rung den Verbündeten bereits die schwere Ver­gewaltigung de» Friedensvertrages gemeldet und daß bereits neue Maßnahmen gegen die dauernden Uebertretungen vorgeschlagen wurden.

lr. Paris, 28. März. Das Kabinett erteilte Markchall Foch die Ermächtigung, gegenüber der bewaffneten Arbeiterschaft im Ruhrgebiet, die dem Versailler Vert-ag zvwiderläuft, die im Friedens- nertrag vorgesehene Sicherung zu ergreifen. Eine Anordnung zum Einmarsch in die neutrale Zone behalten sich die Verbündeten vor.

Berlin, 29. März. Neber die Entwickelung der Lage im Rubrrevstr und die Maßnahmen, die die Re­gierung für notwendig erachte, um die Situation end­gültig zu Hären, erfährt dasBerl. Tageblatt" von unterrichteter Seite: Das Bielefelder Abkommen, das von den beiden Parteien als grundlegend bezeichnet wurde, ist nach längeren Debatten auch ht der Versammlung der Vollzugsräte in Essen anerkannt worden, trotzdem hoben eine Reihe örtliche Aktionskomitees selbständig gebandelt und das Unternehmen der radikalen Eleniente gegen Wefel ausschließlich aus die Rechnung dieser, gegen jedes Recht und Gesetz vorgehcnden roten Truppen, zurückgesührk. Bei der Gefahr der Kvhlenvcrsorgung sah sich die Rcgie- ning gezwungen, nunmehr energisch Maßnahmen zu er­greifen, um diesen unhaltbaren Zuständen ein Ende zu machen. ES wurden von Brandenburg große Truppen­transporte nach dem Ruhrgebiet in Marsch gesetzt.

Berlin, 29. März. Nach demL.-A." sind bei den Kämpfen tut Ruhrgebiet zwei Schwager des bekannten Zetttrumsvertreters von Berlin in der preußischen Lan- desversammlung. Professor Faßbender, von den Kom­munisten erschossen worden.

Hagen, 29. Mär». Am Sonntag haben in Hagen, Remscheid, Lüdenscheid und Iserlohn Versammlungen der Mehrheit-Parteien stattgefunden. Hierbei kam e$ zur ein­mütigen Verurteilung der Diktatur der Mühlhäuscr Zen­trale. ES wurde dabei festgcstellt, baß diese Zentrale keine der Arbeiterparteien hinter sich hat. Die Kampfe bei Wesel wurden stark verurteilt. In den Verbandlungcn erklärte die Arbeiterschaft ausdrücklich, daß sie entschlossen sei, ihre Rechte mit Waffengewalt zu verteidigen.

tu. Bochum, 27. März. Der Vollzugsrat in Duis­burg veröffentlicht eine Bekanntmachung, derzusolge die roten Truppen stürmisch die Weitettührung des Kampfes fordern. E» wurde sofort ein Exekutivkomitee gebildet, dem die gesamte Gewalt übertragen wurde. Der Kamps an der Front wird weitergeführt. Sämtliche Bankdepots wurden beschlagnahmt.

tu. Bochum, 28. Mär». Der hiesige Arbeitertat hat sich auf den Boden der am Freitag in Hagen ge­faßten Beschlüsse gestellt. Laut Verfügung des Batail-, lons haben die Mitglieder der Arbeiterwehr, die sich im Arbeitsverhältnis befinden, ihre Waffen bei den zustäudi- gtn Kompagnien gegen Bescheinigung innerhalb dreier Tage abzugeben . Zuwiderhandelnde werden beprast.

tu. Essen, 28. März. In Duisburg hat sich die Situation bedenklich zugcspitzt. Offenbar ist von roten Truppen, die von der Front »urückkehrten, diefe Bet- schärsung der Lage verursacht worden, da ihre Ansprüche aus Auszahlung der Löhne nicht sogleich erfüllt weiden konnten. Es fehlte an den erforderlichen Mittel». Darauf­hin entschlossen sich die radikalen Kreise, die für die Löhnung der Truppen erforderlichen Mittel durch Son- fi-kation zu beschaffen. Dir Banken wurden bereits vor- g> ?cern abend durch rote Truppen besetzt und waren gestern o." hlossen. Infolge der Schli-tzmrg der Banken ruht da»

Geschäftslelen der Stadt und stehl vor der Kato- stwphe. Ter Oberbürgermeister Jarres, von dem man verlangte, er solle die erforderlichen Geldmittel, die für Duisburg allein täglich eine halbe Million «»»machen, aus städtischen Mitteln anwriftn, wurde in Haft genommen, als cr dieses Ansianrn emschlvsir» rbiehnte. Später Nest

soweit sie nicht durch Eintritt für die Kapp-Lütt- witz-Regierung beteiligt find.

3. Sofortige Auflösung der toten Armee.

4. Völlige Entwaffnung der gesamten Bevöl­kerung einschließlich der Einwohnerwehren unter Aufsicht der rechtmäßigen staatlichen Organe, die Ort und Zeit für die Durchführung der Entwaff­nung bekannt geben. Die sofortige Freigabe der Gefangenen.

Falls diese Bedingungen angenommen werden, wird die Reichsregierung von einem Angriff ab sehen. Andernfalls erhält der Inhaber der vollziehenden Gewalt Freiheit des Handelns zur vollen Wiederherstellung der gesetzmäßigen Zu­stände»

Eine wettere Meldung setzt die Frist zur Er­füllung dieser Forderung auf den 30. März, mit­tags 12 Uhr, fest.

Bevorstehender Angriff auf das Ruhrgebiet.

kg. Münster, 29. März. Die Reichswehr, truppen find für Dienstag 1 Uhr zum Abmarsch in da» Ruhrgebiet in Bereitschaft gefetzt. Auch bei Hamm stehen Truppe» zum Einmarsch in das Auf­standsgebiet. Man schätzt die Stärke der Reichs- wehrttuppen auf 40 000 Mann. Die Front zwischen roter Armee und Re'chswehrtruppe war am Sonn­tag abend unverändert. Bor dem Festungsgebiet Wesel sind 2000 Leichen von der roten Armee auf- gelesen worden.

B e r l i n, 29. März. Rach einer Meldung an» Duisburg und Dortmund erließ der tote Zentral­rat für das Ruhrrevier und in Gemeinschaft mit dem Bollzugsrat die Aufforderung an die roten Truppen, die Waffen nicht niederzulegen, solange nicht die Reichsregierung Garantien für den Fort­bestand der ArLeiterbewaffnnng gegeben habe. Die öffentlichen Kassen soweit mit Beschlag zu brlcgen, als der Sold für die raten Truppen es erforderlich macht.

mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg

Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen

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2. Gleichstellung der Organisationen der übrigen schas­senden Stände mit den Gewerkschaften dec Arbeite^

geworden, ist radikalisiert und seiner Kraft be- DAßl. Es wird nichtt dulden, daß man wieder tfcenfc mit ihm spielt wie in vergangenen Tagen. Seine Forderung der sozialistischen Regierung ist «ichk ersiillt, aber" kein Ministerium kann mehr

Das neue Kabinett wird sich Montag der Na- tiomttvsrsammlung vorstellen. Der Reichskanzler wird programmatische Ausführungen machen und sich über die Ereignisse der letzten 14 Tage aus- ! sprechen,

Zur neuen Kabinettsbildung liegen folgende

r Pressestrmmen vor:

Znm neuen Reichskabinett meint dasVerl. ,Sagetititt. es verkörpere eine Summe von Willen : Begabung, Charakter und Erfahrung und

werde eine vertrauensvoll zusammenarbeitende Einheit bilden können. Das Blatt bedauert das Lusftsterdsn Ennos und fordert, daß Müller auch »ich° einstweilig da- Außenministerium behält.' : Tf»Lokal-Anz." sagt, der Ruf des Volkes nach - «rirklüyen selbständigen Ressortministern konnte kaum schwerer mißachtet werden als durch dies Hin- Md HLtschieben der Minister. DieRundschau,, sich! h> der neuen Ministerliste eine Verschlech­terung der genannten, weil Müller Außenminister bleibt und Finanzministerium einem Nichtsach- : manu cmsgelicfset- wird. Bezüglich des preußi­sche« Ministeriums findet dieFreiheit" auffällig, daß Eriij, der im Geruch oppositioneller Gesinnung gestanden habe, durch Braun ersetzt werde. Der Lokal-Anz." hebt hervor, daß Severin und Lüde- -1 MM auch bei anderen Parteien persönliche Ach­tung genießen, erwartet aber, daß das Ministerium nur rät kurzlebiges sein werde.

Die unabhängigeFreiheit" sagt: Mag das Ärbmert zusammengesetzt sein wie es will, fest , kehl, daß die revolutionäre Arbeiterschaft zurzeit i :inen wesentlich stärkeren Machtfaktor bildet, als | -vsr bei» Kapp-Streich. Das Proletariat ist wach

Der Anzeigenvrei» beträgt fflr die 8ge!v. Zeile 60 4, amtliche und «uswär- ek tYgfc.» tiqe 70 Reklame,eile AJ5OX. Zu allen Preisen 10»l, A«fschIaq. Jeder Rabatt gilt

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Berlin, 28. Mürz. Wie von amtlicher Seite mitgtteilt wird, setzt sich das Reichskabinett aus Agenden Ministern zusammen:

Reichskanzler und Minister des Aeußern: Mülle r (in dringenden Fällen feilt Stellvertrr- t« für das Auswärtige: UnterstaatsfekretLr von fianief); Minister dsss Innern und Vizekanzler: Kochi Jusrizminister: Dr. Blrmck; Postminister: ' J?<8 6; e c fierte; Verkehrsminister: Bell; Arbeite- »rnister: Schlicke; Reichswehrminister: Geß- ker, Wirtschasteminister: Schmidt; Reichsschatz- Bauer; Finanzminister: Wirth;

30 Bersammlunge« der ll. S. P. t« Berlin. -

Berlin, 29. März. Der Sonntag brachte 90 Versammlungen der U. S. P. Den Inhalt der Reden faßt die B. I. dahin zusammen, die Unabhängigen wünschten ein rein sozialistisches Kabinett unter Füh­rung der Unabhängigen, forbtrttn sofortige Zurück« ziehung der Truppen aus dem Ruhrgebiet unter Aust sicht von Vertretern der Regierung und der U. S. P Deutschlands. Andernfalls werde die rote Armee wei- terkämpfen und, wenn sie unterliege, die Bergwerk« zev- stören. Kuhnert drohte dazu einen Bettiner General­streik an, auf den mindestens gefaßt zu sein auch Lede« bour btingÄb anriet. Crispien bezeichnete da» ge­schloffene Eintreten der Gewerkschaften von den Demo, traten bis zu den Kommunisten in ben politischen Kampf als einen Wendepunkt m bet Gewerkschaft»« gefchichte. »

Der Kommunist Hölz.

Plauen i. B., 29. Mäi^. Am gestrigen Sonntag hat bet Kommunistensührer Max Hölz ans Falkenstein unter gewaltigem Anbrang eine Volksversammlung unter freiem Himmel vor bem Felsenschlößchen abge­halten. Nachdem HSlz gesprochen, zog er mit fünf Autos, die mit Maschinengewehren bewaffnet waren, zunächst zur Reuen Vogtiändischen Zeitung, bereit Inneneinrichtungen derart zerstört wurden; daß da» Erscheinen des Blattes aus längere Zeit unmöglich ist. Viele Drucksachen wurden auf bet Straße verbrannt. Spület verlangten Bewaffnete mit Autos von dem Kasfcchausbesitzer Trömel 100 000 Mk. Lösegeld nnÜ schleppten den Prokuristen Rubels Trömel al» Geisel fort. Seine junge Fran schloß sich ihm freiwillig an. Nachdem 100 000 Mark nach Falkenstein abgeliefrtt worden waten, wurde das Ehepaar freigelassen.

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Ker seine Köpfe hinweg regieren. Sein Einfluß ist in den letzten Wochen ungeheuer gewachsen. - Sein Selbstbewußtsein ist durch die glänzend ge­lungene Kraftprobe gestiegen. Es weiß, daß es die Lage beherrscht, und die Männer an der Spitze des Staates müssen erkennen, daß sie sich in bet Ab- bäugigkeit der Arbeitermassen befinden, deren Suffe sie hinwegzufcgen vermag. Die alte Koa- Ltion kehrt zriiuck, aber sie findet ganz neue Be­dingungen vor.

Mmrsterpräfident und Landwirtschat: Braun; Eueres: Severing; Unterricht: Haenifch; Finanzen: Lüdemann; Oeffentliche Arbeiten: 2rs«r; Handel: Ftfchbeck; Justiz: Am artznhoff; Volkswohlfahtt: Stegetwalb.

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Frankfurt«. M., 28. März. Wie bet Etutt- öartet Korrespondent derFranks. Ztg." erfährt, werden die Wahlen zum Reichstag voraussichtlich 481 30. Mai ftattsinden.

Die Lege im MtzeSiel.

Di« Forderung der Negierung.

Berlin, 29. März. Die Reichsregierung hat »>' feie Ausständigen im rheinisch-westfälischen ^lengebict folgende Forderung gestellt:

t . 1 Usfiedingte Anerkennung der verfas- l WH g 2 ih ätzigen Staatsautorität.

2* Wiedereinsetzung der stacMlichen Ver- U u a g s u ü b Sicherheitsorgane,

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Berlin, 28. März. Gegen 10 Uhr gestern | abLtld stand folgende Liste als endgültig fest:

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