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mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg

Tageszeitung für (das früher knrhefsische) Oberhessen

Tie Br'handlnnlirn in ^irfcfclh.

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Crzbtrgtr in Amsterdam.

wb. Pari-, 24. März. Hanas meldet, daß Trz-

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wb. Bielefeld, 25. März.

Verhandlungen der Arbeitervertreter

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Mehrheit erzielt und nicht eine Zweidrittelmehrheit wie sie di« Verfassung vorschreibt.

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Von den neuen Männern ist Cuno Direktor der Hapag und ehemaliger Geh imer Finanzrat, Boltz (Ztr.) Amtsrichter in Rottenburg am Neckar und Sil­be r s ch m i d t Gewerkschaftsführer; er leitet den Bau arbeiterverband.

rechterhaltung von Ruhe und Ordnung in bett In dustriebexirk entsandt worden sei.

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.*>5 Iahrz. 1920

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Der Anzeiqenoret» beträgt fit die Sgele Zeile 60 J, amtliche und au»eär- riq« 70 , Reklame,eile 1.50 X. Zu allen Pressen 1»,:, Aufschlag. 3*6*t Rabon aili al« Barradatt. Be Auskunft durch di» LeichSitsstell» u. BermNtlnna itr In. geböte 25 4 Condergebübr. Postscheckkonto: Nr. 5C15 Amt Frankfurt M.

100 000 Mann, die el nach dem 31. März noch unter den Waffen halten darf, aufbieten wird, und damit bewaffn net die Zone betreten wird, die ihm eigentlich vollständig untersagt ist. ES wird bereits gemeldet, daß bi« deutsche Negierung von Polen gefordert hat. die deutschen Druv- ven au» Ostpreußen durckmarschieren zu lassen, damit diese gegen die Bolschewisten Vorgehen können. Hinzu,u- fügen ist noch, daß diese 100 000 Mann das Rnhrbecken sofort nach Wiederherstellung der Ordnung wieder räu­men werden.

Dazu wird von zuständiger deutscher Seite erklärt' Die Angabe, Deutschland beabsichtige 100000 Mann in das Ruhrgebiet zu entsenden, entspricht in keiner Weise den Tatsachen. Truppen von dieser Stärke sollten niemals in das Ruhrrevier geschickt werden. Nur (m äußersten Notfälle sollten militärisch« Ver­stärkungen eingreifen. Als selbstverständlich galt, daß die eventuell mit Erlaubnis der Entente in das Ruhr­gebiet einrückenden Truppen dieses sofort nach Wieder­herstellung der Ordnung wieder räumen würde«.

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Württemberg sei man empört über die heillosen Zu­stände in Westfalen. Auch in Kölner maßgebenden Kreisen herrsche dir Auffassung, daß die Engländer die Vorgänge scharf beobachteten unbeSofort einmal- schieren würden, wenn die Räterepublik ausgerufen werbe oder etwas Achnliches sich ereignen sollte. Alte dem r^insch-westsälischen Industrirbezirk wird gemeldet daß die holländischen Milch,ügc, dir Taufende von Litern Milch für Kinder und Frauen brachten, in den letzten Tagen auSgeblieben sind. Holland wird die Liefe rung erst nach Wiedereintritt geordneter Zustände auf­nehmen.

wb. Haag, 25. ®?5r$. HavaS meldet: Hinsichtlich der Ereignisse in Deutschland beschloß daS Kriegsmini­sterium olle Maßnahmen zu treffen, um einer Verge­waltigung der niederländischen Grenz« vorzubeugen.

Frankreich und die Trnpvenentsendung in die neutrale Zoo«.

wb. Pari», 24. März. Auf die Note, die die deutsche Regierung an den Obersten Rat wegen Druppen- sendungcn in das Ruhrgebiet abgehen ließ, find gestern deutsche Offiziere in Pari» angekommen. Sie wollen die Berbündeten über di« technische Verwirklichung ihre» Planes unterrichten.

Dazu bemerkt HavaS: Wir glauben, daß dieser Plan in der Sendung von 100 000 Mann Truppen und Polizei in das Riihrgcbiet besteht, für die setzt die Genehmigung von den deutschen Offizieren cingeholt werden soll. Dir Botschafterkonferenz beschäftigte sich gestern nachmittag mit dieser Frage, und da die militärischen Sachverständi­gen, Marschall Fach und General Wengand, ebenfalls an­wesend waren, wurde ihnen der Bericht über di« Lage in Deutschland vorgelcgt. Unter den augenblicklichen Um­ständen »erben diese Maßnahmen wahrscheinlich von der französischen Regierung unterstützt werden, trotzdem diese von Deutschland gefordert« Maßnahme eigentlich als etwaS zn aufgedrängt erscheint, denn in Wirklichkeit, so meint di« HavaSnote weiter, ist heute daS Leben im Ruhrgebiet fast vollständig normal. Die Streiks haben ausgehört und selbst die Züge verkehren Ivieder. Es ist nichck' vergessen, daß, fall» Deutschland die Ge» nehmizung erhält, el die gesamte Streitmacht von

.<Tfln Haftbefehl lfksit» Llldklldorff.

Berlin, 25. März. Wie daSBerl. Tagebl." meldet, ist in der Reichskanzlei von einem Haftbefehl gegen Lndendorsk wegen BelecligunG au dem Kapp- Putsch nichts bekannt.

Aos dem Bereich der Rtichswehrbrlflade 11.

wb. C a s se l, 23. März. Die ReichSwchrbngad« tl teilt über die Lage in Thüringen mit:

Di« Truppen des Generals Rumschöttel erreich­ten die Gegend halbwegs Eisenach und Gotha. Da Vormarsch gehk ohne Störung vor sich. Parrou'.lletz erhielten aus Mechterstedt Feuer. Einige Verluste sind zu beklagen, liebet die Auslieferung der in Suhs gefangen genommenen Reichswehrteute schweben Bev> Handlungen. f

Aus dem Stabsquartier des Generals Rum« schöltet wird mitgetnlt: Die frühere Landesregie­rung der Republik Gocha hat eine Bekanntmachung fol- genden Inhalt- eilaj;ea: 1. Tie Bollswehr wird auf. gelöst, 2. Zed« Kampfhandlung ist sosoN einzusteitrst 3, Alle Wolftil stich Hort H 24. März 10 Uhr v«v

MI h hm Md» dkk raten Irnnt».

Essen, 25. März. Tie Kampfleitnng der roten Armee hat den in Bielefeld durch die Vertreter der Ar­beiterschaft abgefdilefieneu Waffenstillstand a b - gelehnt. Ti« Kämpfe nahmen gestern den ganten Tag ihren Fortgang. Im Sauft be» vormittags gelang «8 brr roten Arme«, FriedrtchSfelb (Schießplatz) zu nehmen und ihre Linie an di« Lippe vorzutragen. Ti« rote Arme« stehl feit gestern vollstSndi, unter kom­munistischer Führung.

Tie Kampfleitung der roten Armee ließ gestern auf den Straßen durch Straßenredner bekannt geh'n, daß Wesel gefallen sei und di« rote Armer dort bereits ihren Einzug gehalten habe.

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Armlktttrz, 25. Miirj

Die Parlamentstaqnnsien verschoben.

wb B e r l i n » 24. Matz. Die für Donnerstag anberaumte Sitzung der Nationalversammlung ist aus unbestimmte Zeit verschoben worden. Dem Prä- sidentte- Fchrenbach ist die Ermächtigung erteilt wor­den, nach Klärung der Lage eine Sitzung anzubes raumen.

Der Aeltestenrat der Nationalversammlung tohti morgen Beschluß faffetu wann dir nächste Sitzung statte finden wird, wahrscheinlich wird diese am Freitag ate- gehalten tverden.

Der Aeltestenausfchuß der Preußischen Landesver- sammlung beschloß mit Rücksicht auf die ungeklärt« Lage im Reich die für heute nachmittag anberaumte Sitzung aji »fallen zu lassen. Der Präsident wurde ermächligt, di« nächst« Sitzung anzuberaumen. SU soll einen Tag nach dem Zusammentritt der Rational« Versammlung stattjinde».

Nilkstllt i-tt muRIEkli Minrtls.

Berlin, 25. März. Der preußisckie Minister Präsident Hirsch bat dem Präsidenten der Landes­oersammlung Leinert den Rücktritt des preußi- schm Kabinetts überreicht. Nach der pollmissgen preu­ßischen Verfassung ist rS Sach- des Präs drn'en der Landesversammlung, einen Staatsbeamten mit der Neubildung zu beauftragen. Wie man hört, beabsich­tigt Leinert dabei in engster Fühlung mit dem Reichs­präsidenten vorzugehen. Leinert hat" die preußischen Minister mit der Wetterführung der Amtsgeschäfte beauftragt. Wie in parlamentarischen Kreisen ange­nommen wird, soll dem bisherigen Rcichswehrmiuister N o s k e ein Sitz im preußischen Kabinett angeboten werden. Das preußische Vcrkehrsmiuisterium soll Ge­neral Gröner erhalten.

Berlin, 24. März. Im Norden B-wlinS wurd, gestern der Lokomotivführer eines StadtbabnzngeS, während dieser sich in voller Fahrt befand, durch einfit Schuß auS einem Hause heraus ins Herz getroffen und sofort getötet. Durch die Geistesgegenwart be$ Hete z«rs, dcr sofort die Führung übernahm, wurden di» zahlreichen Reisenden vor schwerer Gefahr bewahrt. Wie die Morgenblätter melden, glaubt man mft Bestimmtheit, daß am Donnerstag der Berliner Stra« ßenbahniwrkehr, der in der Innenstadt mangels Strome vresorgung bisher noch stilliegt, in tioflent Umfang wieder ausgenommen werden wird. In den städtische« CkektrizitälSwerken wurde nach langen Berhaudlunge« nachmittags die Arbeit in vollem Umfang wieder auf« genommen^ Die Ablösung der Technischen Nothilft ging ohne Reibereien vor sich.

wb, Berlin, 24. März. Am Montag in frühe» Morgenstunde wurden aus Häusern der Manteuffel« straße und der angrenzende» Straßenzüge etwa 20 Personen von Soldaten und einigen Zivilpersonen, die mt einem Panzerautomobkk und 3 Lastkraftwagen erfchieufir waren, angeblich au- politischen Gründe« verhaftet und entführt. Unter den Enlsührten befinde« sich il a. ein Schankwirt, ein Kaufmann, der anstell» seines nicht angetrofsenen Vater-, eines Schriftsteller-, als Geisel mitgenommen wurde, ein Rentenempfänger und ein Metallarbeiter mit seinem 17jährige« Soh«, Von den Verhafteten fehlt jede Spur. j

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wb. Washington, 84. März. (HavaS.) Dem Repräsentantenhaus ging ei» Gesetzentwurf zu. der zu einem Sonderfrieden zwischen den Vereinigten Staaten unb Deutschland ermächtigt. Der Entwurs sieht di« Schoffnng tineS HandelsrateS vor, der so rasch al- möglich dem Kongreß einen allgemeinen Ent Wurf für die Leistung von Krediten an Europa unter­breite» soll. Diese Kredite sollen ausgedehnt werden, bis der Wechselkurs wieder den Stand der Vorkriegs­zeit erreicht hat.

wb. Amsterdam, 24. März. Wie drahtlos aus Washington gemeldet wird, brachte Senator Owen im Senat eine» Antrag aus Abänderung der Ver­fassung ein, wonach der Senat ermächtigt werde» fqfl, den Friedensvcnrag zn ratifizieren, ronra der Rütisijiernngsantrag eine gewöhnliche Srurrrnrn-

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Die Kohlenlaqe.

wb Berkin, 24. März. Ueber bte Koblenlage wird von unterrichteter Stelle mitgeteilt: In Westfalen wird voll gearbeitet. E- werden täglich ungefähr 16000 Eisenbahnwagen (soviel wie zur Zeit, als die Aufnahme der Mehrarbeit begann Igestellt. In Oberschlekien wird voll gearbeitet, doch gestaltet die Berkehrslage nicht, bte geförderten Mengen au- dem Revier fierairszuschaffen, da besonders der Umstellbahnhof Breslau-Brockau sehr stark verstopft ist. Im rheinischen Braunkohlenrevier, das im besetzten Gebiet liegt, bat die Arbeit während der kritischen Tage nie gestockt. Dagegen wird im mitteldeutschen Kohlenrevier, im Halleschen Revier, im Bstterfelder Revier, im Zeitz-Deißenfels-Revier fast gar nicht gearbeitet. Ebenso wird in Sachsen zu einem großen Teil noch gestreikt. Im Altenburger Revier wird zwar gearbeitet, doch wertem die geförderten Kohlen zum großen Teil für die Bedürfnisse des Altenburger Laubes beneanbt Im Niederlaufitzer Revier, besonder» in Senftenberg und Umgegend, ist heute, von wenige» Ausnahmen abgesehen, die Arbeit wieder aufgenommett worden, doch dürfte die SoMenvcrforaung solange zu wün­schen übrig lassen, bis die durch den Eisenbabnerstretk bervorgerusene Verstopfung der Bahnböfe beseitigt und damit die Verkehrskalamität behoben ist.

Dierberbelii1*« Zeitung- erscheint sechsmal wo ..tli<bBezugspreis mo- .tl. VOX.güt auSfal-endeNu.' mern infolge Streik« obereleoientarer Ereign ffe k«,n Ersatz Verlag een Dr <L fiiterotb. Druck her Uni» « Buchbr. von I p h. A u g. Koch. Markt 21/28. Femivrecker 55.

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Berlin, 24. März. Nach den MorgenbfSttern ist im Laufe des gestrigen Tag-s bei den Verhandlungen des ReichskabinettS mit den Mehrheitsparteien sowohl über die Durchführung der zwischen den Gewerkschaften und den MehrheitSpart"i:n vereinbarten nenn Punkte alS auch über die Neubildung der Regierung nahezu eine Einigung erzielt worden. Die MorgcnblAter glauben folgende Liste melden zu können:

Reichskanzler Bauer, Bizekauz'er und Justiz­minister Schiffer» Minister des B ußeren Hermann Müller, Reichswehr Dr. Gehler, Finanzen Cuno. Schntzminist r B o l tz. V rk h Sminister Bell, Arbeitsminister Schlicke, Wirtfchaftsministcr Schmidt, Wiederaufbaum'nister Silberschmidt, Post GiesbertS, Minister ohne Portefeuille

tungen des rheinisch-westfälischen Fnbustriebczirks würbe eine Erklärung feftgefegt, in ber ausgeführr wirb, baß bi« Vertreter aller beteiligten Parteien ihre Forberun- flen zur Entwirrung ber burch ben Kapp-Putsch entstan­denen Sage, auf Grund derjenigen Vereinbarungen in Einklang bringen trollen, auf Grund scren die Vorstände ber beutschen Getverkschaften, ber S. P. D. und ber U. S. P. D. vorgestern in Berlin bi« Beeubigung be? Generalstreiks beschlossen haben. Di« Storp» Lützaw. Lichtschlag unb Sckmlz sollen aufgelöst werden. Zur Unterstükung der ordentliche» Eicherheitsorgane wird eine Ortkwehr iu Stärke hi8 zu 3 auf 1000 Einwohner aus ben Kreisen ber republikanischen Bevölkerung gebil- bet. Es erfolgt sofortige Abgabe ber Waffen unb Muni­tion sowie bie Rückgabe requirierten unb erbeuteten Hecresgeräts an bie Gemeinbebehörben. Bei loyaler Einballuug dies r Vereinbarung wirb ein Einmarsch ber Reichswehr in da? rl)einifck-n«ftfälifche Industriegebiet nicht erfolgen. Der verschärft« Ausnahmezustand soll sofort aufgehoben werden.

Da» Korp» Liihtschlag.

Bielefeld, 23. SDHrk Das OsfizierkoN's Li-Hl schlag erläßt in den h'e'igcn Vlältern r'.nr (r- rung z» den Vorgäng'n int Ruhrtal, worin betont wird, daß nach int Laufe dec Nacht vom 15. zum 16. b. Mts. die AktianSausschüfsc der Städte H'rd'cke. Wei­ter, Witten und Hagen benachrichtigt worden sind, daß da- Bataillon aus dem Boden btt Regierung Ebert- Bauer steh« und baß info*gebessen zu irgenbtvelchm Erregung der nichtspartakinischen Arbeiter kein« Ver anlassung vorläa«. Trotz dieser Erklärung-'n sei um Mitternacht die Arbeiterschaft in Hagen und den um­liegenden Orten durch Glockeng-läule alarmiert und um 7 Uhr morgens mit Unterstützung von Artillerie ohne jede' Herausforderung durch das Batarllon und weiterer Verhandlungen zum Angriff von allen Seiten vorgeführt worden. In der Erftärung wird weiter darauf hingewiesen, daß daS Korps Lichtschlag im

Auftrage des Wehrkommauvos, im Einverständ- 1 v -

n i s mit Reicbskommissar Severing, ledigUch zur Ans-1 beraer in Amsterdam angckommen ist.

t itise Lebeu?i»iUel an eine Räterepublik. Drohende Besetzung des Aufruhrgebietes.

^3» einem Bericht, den Oberbürgermcistcr Cuno-Hagen von ihm und andern Vertreter» aus dem In- »Mn->ebiet mit den Berliner Regierungsstelle» 1» der ««nsmittelsrage geführten Verhandlungen gab, betonte ?-Holland jede LebenSmittelzufuhr nach Deutsch.

ablehne, solange in irgendeinem Gebiet die ^"eyublik bestehe. Die französische Kvhlenkommisston Essen nach Frankreich abgereist. um ihrer Sit- rannst über die Zustände im Jndustriebezirk zu berichten.

Verband fordere sofortige Entwaffnung öeiter. Seine in Deutschland weilenden Ber- seren äußerst ungeteilte» über die ungeheuren , tnßttt Waffe», bte sich in den Hände» der Jf&titei befänden. Sir hätten bündig erklärt: rücken in Westfalen ein, wenn dort nicht Ctf>nmtg geschafft wird. Au? den Mitteilungen des ^chskanzlerS sei zu entnehmen, daß er n tech t .gewillt Niederrhein und Westfalen von Engländern unb ^Bosen besetzen zu lassen, ohne vorher zu verbuchen, t * bewafswetrr Macht die Ordnung wie- örr,ustellen. Oberbürgermeister Cuito besprach 61 tt Minister Bell und andern Ministern die furcht- k? ^8« und sagte, die Entwaffnnnz der zurzeit sreges- Irenen Arbeiterinassen sei kaum durchführbar, ohne ri» schrecklicher Bürgerkrieg entfesselt werde, ^ertze erwogen, eine neue Sicherheitspolizei von Ar- aller Parteiea auszustellen. Oberbürgermeister I*;® bemerkte weiter ans Anfrage: Württember- 4^v.t Truppen seien bereit, zum Schutze ber " tintig in Westfalen «inzurücke». Im demokratischcu

MitAll dkk Lllgk.

, Pfau, eine reine sozialistischeArbriterregiernng" - t,;jbrn. wie er tesonders von Legten vertreten wor- fei« soll, ist endgültig aufgegeben infolge des Wider- laidH-ä der beiden bürgerlichen Kvalitionsparteien. vir nraus hingewiesen haben, daß ben 60 Millionen Rricks- ^ttt(t&en n >.i r 71/, Millionen organisierte Arbeiter gegen- und weder das Bürgertum noch die Landbe- ' Mrcung eine solche Regierung anerkennen würden.

luch der deutsche Süden steht einem solchen Plane »pezi- jsch Berliner Färbung ablehnend gegenüber, wie aus tfaer Erklärung ber württembergischen Regirning im StuttgarterStaatsanzeigell' ter>'orgeht. Es heißt darin, haß der deutsche Süden iu Zukunft in weit stärkerem f Rele als bisher für die deutsche Entwicklung maß- zchend sein müsse. Es gehe nicht an, daß die deutsche i »olitik ausschließlich auf dir leider vielfach wechselnde . Stimmung in ber Reichster»ptstadt eingestellt und da- hvrch iortitefebter Beunruhigung ausgesetzt wird. Tas Werte im gegenwärtigen Zeitpunkt gerade deshalb besonders ittoHt, tofii es den Anschein habe, als wollten örtliche berliner wirtschaftliche Verbände durch An­wendung von Z w ang s m i t t e l n auf die Entscheidungen H « Reichsregiernng und der Rationalversammliing einen . Wmmenden Einfluß ausüben. Dem müsse auss ent- feietenite widersprochen werden, da es eine schwere Gefährdung der deutschen Einheit str Folge haben würde. Gleiche Ertnä-riingen sind getnif; wich iu den Regierungskreisen der übrigen süddeutschen

Staaten herrschend und werden im Interesse der beutschen finteit zu beachten sein.

Freilich tert die radikale Linke sh« Hoffnungen auf eine »feitige Partei- und Klassenherrschaft keineswegs auf« Meten. Das kam sowohl in der Geueral- ersamnck'.ma ] ir rtrofitfiouüwn Betriebsräte G-Verlins znm Aus- -ruck. wo beschloffen wurde, den AllaemeinausOand nur iltznterbrechen und ihn im gegebenen Angen- kkck wieder auszunehmen. Auch bieFreiheit" 'klärt das Gleiche: Der Kamps müsse fortgehen.Ein.-iq sb allein als Atempause darf der jetzt geschloffene rieben betrachtet und behandelt w"rden. Wir haben be- Äzultehen, um die Waffen sofort wieder anf- ttne firnen, roenn die Bedinanngen, unter denen da? Bfifonunen zustande gekommen ist, von der andern Seite nicht restlos erfüllt werden." Tie Mehrfieitssozialdem.'- kratie hätte es reckt gern gesehen, wenn eine Einigung mit tes Unabhängigen erzielt worden wäre. Diese haben Itter mit dürren Worten .abgelehnt und erstreben den Stars dersogenannten verfassungsmäßigen Regierung". Nckchwohl wirbt derVottvärts" um die Gunst der Unab- Sälwigen unb fordert zum gemeinsamen Kampf gegen «chts auf, ein Ruf, in den die bürgerliche Linke fa einstimincn wird. Demgegenüber tmiß erneut :Wgeöfüt werden, daß sowohl bie beiden Rechtsparteien E auch tu« ihnen nahestehenden Zeitungen das Kapp- f6« Abenteuer verurteilen, wie sie von jeher für dir Er- «ichmig ihrer politischen, 'wirtschaftlichen und kultu- 1 Wn Ideale nur aus verfassungsmäßigem Wege eiugr- taften sitzd.

v Inzwischen fiat sich die Lage im Industriegebiet ber j Wirft. Nach Meldungen der Kampfteitnng der auf- i rßterrsckeit Arbeiter fiate-n diese bett in Bielefeld verein- i Mten Wassensliltstand abgelehnt, de» Vormarsch i iWtr ausgeuommen und Wesel besetzt. Angesichts ' «itr Gtstaltung der Lage darf cs als zweiselbaft an« ? werben, ob noch durch weitere Verhandlungen KBusweg geiunbett werden kann. Bor allem erfordert - Haltung des Auslandes zu den Wirren im Industrie- Et genauste Beachtung Die Nachrichten, daß eS Lebensmittel und sonstige Hilfe gewähren wird, wenn ^cker Ordnung und Ruhe hergestellt und die Arbeiter «ckvassnet sind, dürfen als zutreffend erachtet werden.