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Verschulden zu spät zugestellt worden waren. -
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Schauspiels ..Unschuldige Sünderin", der Roman einer unglücklichen (Ffe. In der Hauptrolle Esther Carena, die lick auch neuerdings hier einer stets steigenden Beliebtheit erkrent. Außerdem vervoll ü rindig t das Programm das reizende Lustspiel „3 Tage 9Sittrfnrreft". In der Titelrolle Anna Müller-Linke, die durch ihre drollige Einfälle auch den ärgste» Griesgram zum Lachen bringt.
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Wenn man im „Lehrmeister für Garten und Klein-- tierhof" jede Woche die „Siedler-Ecke" besieht nick liest, wir in Sachsen die Sieblung,m mit Eifer ansgeführt werden, ko fragt man sich: Warum geschieht das nur bei brn „Hellen Sachsen" und nicht überall aus deutscher 6r)e? Im Heft Nr. 42 des Jahres 1919 sind schon kS lungsgesellschaften in Vororten von Dresden und verschiedenen AmtShauvtmannschasten genannt und entzückende kleine Häuser dazu abgebikdet. Eine Verordnung des sächsischen Ministeriums schließt mit sollenden Worten: „Daß, je besser die Wohnungsverhättnisse der breite» Botl-tsch ch- ten sich gestalten, desto mehr das Bedürfnis nach Gefängnissen, Kranken- und Irrenhäusern sinkt, bk Ratio« nalwehr und Arbeitskraft aber steigen muß. mtb daß rm Wettbewerb der Nation unter sonst gleichen Verhält«, nissen schließlich diejenige das Feld behaupten wird, Vie am besten wohnt."
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»^geschlossen. Auf dem Marktplatz fand ein« Versammlung statt, bit sich für die seitherige Lsgierunx erklärte.
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(!) Kirchhain, 16. März. Am 19. März findet eins Kreistaftssihung mit folgender Tagesordnung statt: Aufbringung der noch ineittr erforderlichen Mittel für daS Etotsiahr 1919. Beschaffung der zunächst ür das Etaksjahr 1920 uoiwendigen Mittel. Verkauf deS-Kre'?steink"ilches. N-chmalige Wahl zweier Mitglieder der Landwinschaftskammer. Vortrag über den Ausbau des Ileberlandmerkes Kirchhain.
:: R.-^olzhausen, 16. März. T-r Müller S„ der wegeir Nebcrtreinng der Mahlvorschristen mit einer hohen Geldstrafe bedacht worden war, wurde vom Schöffengericht freigesprocheu, weil sich herausstellte, daß das betreffende Getreide lauter kleinen Selbst-
der in de« studenNchen Verbindungshäusern la-erndep Waffen «belange, Sn solle -ter auf krinen F-ll mit Gewalt vorgegange« werden. Eine Abordnung solle die Herren Kerwrollentturnt v. Stolzmann und PrälHent Dr. Schmauder in Cassel ersuchen, in den nächsten Tage« hier Wandel ßu schaffen. Die Arbeiter, Angestellten urck Beamten möchte« sofort überall wieder ihre Arbeit tuf- nehmen. Es wurde dann folgende Entschließung ange- mnnmen: „Der Svmpat hie streik wird mit dem heutigen Tage abgebrochen tretet der Voraussetzung, daß in allerkürzester Zeit di? Entwaffnung der Studentenschaft durch- gefübrt toiib. Sollte dies nicht geschehen, fa wird hie Marburger Arbeiter-, Angestellten- und Beamtenschast unverzüglich und einmütig von neuem in den Streik eintreten." In den Abendstunden zeigte Marburg wieder das gewohnte ruhige Bild.
Wie gestern morgen von der Dolizeiverwaltuug bekannt gegeben wurde, hat der Oberpräsident laut stlephonffchcr persönlicher Mittellung von gestern vormittag SV< Uhr erneu Streik nicht genehmigt, sondern wünscht, daß die Arbeiterschaft ruhig ihrer Arbeit nachgeht. Ties sei auch der Wunsch unserer alten Regierung. — Der Streik nahm aber gestern doch seinen Fortgang.
Der Betrieb bei den Firme« W. Holzhauer, Richard Kapbingst, I. C. Oft beim, Marburger Tapetenfabrik I. B. Schäfer und Gebrüder Seidel rnht heute. Als Grund hierfür wird uns mitgeteill, daß genannte Firmen über die Stieikabsichten ihrer Leute durch die ArbeiterauM'chNffe nicht unterrichtet worden sind, sondern daß die Arbeit ohne iegliche vorherige Ansage nicht ausgenommen wurde. Da somit auch die Dauer des Streiks nicht bekannt war, waren die Werke hcnte morgen nicht betriebsfähig. Die Wiedrr- inbctriebketzung seitens der Arbeitgeber ist für morgen, Donnerstag, zugesagt.
wb Parts, 16. März. Der ^französisch« Generalkonsul bat Auftrag erhalten sich nach Stuttgart zu begeben und die Ereignisse zu verfolgen.
Ministerpräsident Millerand fn^te in feiner gestrigen Unterredung mit dem >-n'schen Gefchä>!s:räger zu, eine unmittelbare telegraphische V-rlindsiig mit Stuttgart sowie einen Kurierdienst zwischen Paris und Stuttgart einzmichte«.
wb. Msinz, 16. März. Marschall Fach berief heute «den Krirgsrat der Befehlshaber der Besatzungs " ItoeeH am Rhein.
den - hier gezeigt. Wegen der große« 8änqe gramms wirb pünktlich um 8 Uhr angefangen.
* Die Kam merlich t kvielle, Kaffee schreiben: Heute Mittwoch Erstausführung des
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nitb: erledige» lassen, hierher kühne« Irgend et« (Sinnt jtrr veüurubig^g liegt absolut nickt vor.
wb. London, 16. März. Dag Kriegsministerium beschäftigt sich gegenwärtig mit den Maßnahmen, die zu ergreifen find, um allen Eventnali- ta‘en begegnen zu können, so mit der Verstärkung der Armeen am Rhein für dell Fall, datz ein militärisches Eiua"eifen notwendig sein sollte. In London ist der Eindruck vorherrschend, datz sich die Gegenrevolution nicht halten kann. Für den Fall, datz die neue Regierung aber doch durchdringen sollte, wird ein Eingreifen, solange der Versailler Vertrag nicht gefährdet .iff, nicht notwendig.
wb. London. 16. März. ,^)bserver" erklärt, dost für die Verbündeten nur die verfafinngs- mätzlae Regierung verbandlungsfäbig sei. Nach Beseitigung des Berliner Putsches sollten die Verbündeten der ve-fallungsmätzigen Regierung hinsichtlich des Versailler Vertrages tunlichst ent- gegenkommen.
wb. Washington, 16. März. Der Kriegsminister erklärte, daß, obwohl b’e amerikanischen Rheintrnngen theoretisch unter dem Befehl des Marschalls Fach ständen, sie doch an keiner Operation in Deutschland teilnebmen wifaden ohne ausdrücklichen Befehl des Präsidenten Wilson.
Beanttoo.uich für den poltrifcht« 2dl: Kurt Hst» =:'tr bett Krftr-Hen und prvsmz. Teil
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Marburg, 17. März (Lenzing).
Die Speck- und Schmalzversor- g u n g. Der Magistrat teilt mit: Wie wohl allgemein bekannt sein dürfte, war es setnerseit der Stadtverwaltung gelungen, namhafte Mengen von Auslandsspeck und Schmalz einzukaufen und so die Fettversorgung der Stadt für längere Zeit ficherzu- stellen. Bisher konnte die Ausgabe an die Bevölkerung aus diesen Beständen weit unter dem Einkaufspreis erfolgen, da aus den vom Reich zur Verbilligung von Lebensmitteln bereitgestellten Beträgen namhaf e Zuschüsse auch unserer Stadt bewilligt worden waren. Nach Feststellung der Reichsfleischstelle find die Einkaufspreise infolge des ungünstigen Standes unserer Valuta neuerdings derartig in die Höhe geschnellt, vatz die von unserer Stadtverwaltung seinerzeit getätigten Bb- schlöffe als äusterst günstig zu bezeichnen find und hinter den jetzigen Kaufpreisen weit zurückbleibea. Eine weitere Zuwendung von Verbilligungs- zuschüfien an unsere Stadt erscheint der genannten Stelle nicht mehr angebracht, da die noch vorhandenen Mittel dazu Verwendung finden sollen, die den Trostpreisen entsprechenden enorm gestiegenen Kleinverkaufspreise anderer Städte auf ein einigermaßen erträgliches Matz herabzusstzen. Die Stadtverwaltung hat sofort Verhandlnngen zu weiterer Gewäh-ung von Reichszuschüfien ein« geleitet, sie ist jedoch zunächst gezwungen, nach vorläufigem Wegfall der Reich-zuschüsie einen Verkaufspreis in Ansatz zu bringen, der dem eigenen Einkaufspreis entspricht. Es besteht die Absicht, zunächst eine stärkere Belieferung der Bevölkerung mit Speck eintteten zu lassen, die Schmalzbeliefe- rung dagegen zu verringern, da es wegen der hohen ilnkosten und des Mangels an Rohstoffen unmvg- lich ist, den Speck bei Eintritt der heitzeren Jahreszeit genügend gegen schädliche Einflüsse zu schützen,. andererseits die Stadtverwaltung sich nicht entschließen konnte, von den Vorräten, die die Fe't- versorguvg sicherstellen, etwas an andere Städte abzugeben. Es ist dabei zu bedenken, datz diese manchem vielleicht unangenehme Maßnahme immer noch weniger peinlich ist, als die in anderen Städten schon seit Wochen völlig ungenügende Belieferung mit diesen ^richtigen Nahrungsmitteln. An einzelnen. Otten ist Speck und Schmalz schon seit Wochen überhaupt nicht mehr zu haben.
"Abermalige Erhöhung der Preise für GaS und elektr. Kraft. Dec Magistrat teilt mit: Wie aus dem Anzeigenteil ersichtlich ist, sind die Preise für die Abgabe von Gas und elektrischer Kraft wieder erhöht werden. Die Erhöhung war notwendig mit Rücksicht auf die Aendernnq der wnttchastlichen Verhältnisse, insbesondere dec Kohlenpreise.
* Universität. Der Rektor der ttniversittsi haß <#m schwarzen Brett folgenden Aufruf erlassen: „Alle Angehörigen der Universität fordere ich auf, in diesen aufgelegten Tage» unbedingt die Ruhe zu bewahren. Feder Austtag politischer Gegensätze inner halb der Universität hat zu unterbleiben. Die Studenten, welche bur chdie Militärbehörden zum öffentlichen Dienst herangezogen werden, gelten bei den Vorlesungen und Ucbunaen als entschuldigt. — Im kommenden Sommersemefier soll wieder ein Kursus zur Ausbildung von Turnlehrern und Studierenden in der Leitung volkstümlicher Uebungen stattsinden. Er findet statt, wenn sich bis zum 2. Mai mindestens 12 Teilnehmer melden. Näheres am schwarzen Brett.
* Todesfall. Ein Opfer der Grippe wurde uusere in weiten Kreisen wegen ihres gemeinnützigen Wirkens bekannte und beliebte Mitbürgerin Frau Prof. Joseph. Die Verblichene, die auch der Stadtverordnetenversammlung angehörte, stand seit langen Jahren an der Spitze der Frauenbewegung. Sie war Vorstand des Evangelischen Frauenbundes und gehörte den Vorständen deS HausfranenvereinS, des Kolonialbundes deutscher Frauen, dem Stadtbund Marburger Frauen und der deutschen Volkspattei an. Auch um die Gesangenenfürforge hat sie sich hervorragend betätigt Ihr Andenken wird in Ehren gehalten werden.
*PolizetlicheS. Heute früh wurde einem betrunkenen Mann in einer Wirtschaft noch Alkohol verabreicht. Gerade in diesen Zeiten ist es nicht angebracht, Leute in Stimmung zu bringest, in der sie chrer Sinne nicht mehr mächtig sind.
* F liegerla nd u n g. Im Afföller landete heute früh ein Flugzeug. Selbstverständlich wurden bald wieder allerhand Bermiihingen laut, die sich, wie gestern auch, zu wilden Gerüchten verdichteten. Wir können aus Grund genauester Feststellungen mitteilen, daß eS sich um rin Flugzeug der Gothaer Polizeislugstaffel handelt und die Insassen nur dienstliche milttärsiche Angelegenheiten, die
Ak MMm der kltztt-Wkii Wells.
wb. München, 16. März. An der Abend- sitzung des Landtages wurde das gesamte Ministerium gebildet. Der Ministerpräsident v. Kahr schlug folgende Ministerliste vor: Minister des Innern: Ministerpräsident v. Kahr, Ministerialdirektor Matt, Justiz Dr. Müller (Dem.), Handel Hamm, Finanzen Dr. Koffler, Soziale» Oswald (B. Vpt.), Landwittschaft Würze l h o f e r; bezüglich des Verkehrswesens wird mit dem bisherigen Dcrkehrsminister Frau en - d o r f f e r ius Veuehmeir getreten.
©tntrnlftrei! in Marburg.
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auch ihren Generalstreik gehabt. ES bandelte sich, hne auS kleinen gedruckten Zetteln zu ersehen war, um fine Sympathiekundgebung der Arbeiter«, Angestellten« und Btamttnschaft för die seitherige Regierung. Tas Straßeu- hild in Marburg zeigte sich deshalb von den frühen Morgeustutche« an wesentlich anders wie gewohnt. Die Straßenbahn ruhte und viele 2oben und Geschäftshäuser teeren geschlossen. Heberatl in den Straßen und aus den Plätzen herrschte lebhafter Verkehr. Gegen 11 Uhr sollte in Schloß«!rrensaal eine Versammlung stattsinden, sie mußte wegen »« großer Beteiligung im Gatten abgebiQrn werden. Nach Ansprachen der Herren Stadttat Pocrsch inb Sind. Lemmer marschierten die Teilnehmer in geordnetem Zug durch die Stadt nach dem Kämpttasen, wo ebenfalls wieder Sieben des Inhalts gehalten wurden, treu zur Regierung zu stehen. Bon da ging eS durch die Straßen des Südviertel- zurück noch dem Bahnhof, wo sich der Zug, nachdem ebenfalls wieder eine Rede gehalten worden war, auftöste. Nachmittag- um 6 Uhr sollte, wie i wen uns miheitt, eine von studentischer Seite einbernfene Öffentliche Versammlung mit dem Thema: „Wer stött du I Ruhe in Marburg?" aus dem Marktvlatz stattsinden. Dem Bedangen wurde nicht statt gegeben, weil die Behörde annahm, daß ei dann wohl zu Ruhest örua- eni kommen würde und weil die Versammlung nicht an« gemeldet war. Auf dem Marttplatz standen auch schon *ntue vorbei große Menschenmassen, die sich langsam «us Ansuchen der Polizei entfernten. Später fand in den Dtadtlälen eine nur kurze Zeit dauernde, ebenfalls wieder Iber füllte Volksversammlung statt, in der die Herren Ooettch und Lemmer aus die große Beteiligung an der Demonstration btnroiefen und dazu oufforberten, der alten Regierung die Treue zu wahren, aber auch in Marburg Rude zu halten nnb' keine Veranlassung zu irgend welchen {srnultr pt geben. Was die ßrage des Kbhpleus
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Kein Einschreiten bei Erfüllung der Fttedensbedingunge«.
wb. Pari», 15. März. (HavaS.f lieber die Besprechung zwischen Misterand und dem deutschen Geschäftsträger Dr. Mäher ist in der Oeffentlichkeit nichts bekannt geworden. Man karm sich aber den Verlauf leicht Vorstesten. Bi» jetzt haben sich die Verbündeten in den Konflikt nicht eingemifcht. Es ist zu vermuten, daß sie in dieker Sache, di« sie al» eine innerpolitische Angelegenheit Deutschland» betrachten, nicht Partei ergreifen werden. Sollte sich aber die Bewegung in Deutschland al» Mache der Hohrnzollern Herausstellen oder sollte sich die neue Regierung weigern, dem FriedenSvertrog von Versailles nachzukommen, so hätten die Verbündeten da» Recht einzuschreiten, und auch bte Mittel zum Ein« förriten würden ihnen nicht fehlen. Welche Regierung in Deutschland auch immer am Ruder sei, dar allem muffe sie durch die Ausführung de» Friedensvertrages ihren guten Willen beweisen. Sie mfiffe dabei bestrebt fein, den Verbündeten moralisch und materiell Genugtuung zu gewähren, namentlich für bk Attentate, der-n Opfer die Mitglieder der interalliierten Kontrollkommis- fionen in Deutschland geworden sind
SütNk«. Spiel nub Sport.
Akademisches. Damit der Turn- und Sport- betrieb gleich jn Beginn des Sommersemesters anf- genommen werden kann, findet dieBerteilungder Turn- und S p i e l fl n n d e n Breits Sonnabend den 15. Mai, na Jim. 6 Uhr auf dem Sekretanat statt.
Gauturntag. Am vergangenen Sonnabend sand in Gießen der 88. Durnlag des GaaeS Hessen statt. Gauvettreter Pfeiffer Wetzlar eröffnete um 10 Uhr vormittags die Tagung, welche von 89 Vereinen nut 114 Vertreter besucht war. Sodann erstattet der Gauvrrtrcter sowie der Gauturnwart ihren Jahresbericht. Hieraus ist zu entnehmen, daß der Gan Hessen im verflossenen Jabre alles getan hat, um an dem Wiederaufbau unseres schwer geprüften Vaterlandes milztihelsen. Die Rechnungsablage ergab ein gün- ttges Bild. Die Gausteuer wurde aus 1,20 Mark >ro Mitglied festgesetzt. Das Gauturnsest wird Mitte Juli in Gießer, abgehalten. Der Wettkampf besteht in einem Zwölf'ampf, Mufterr egi«turnen und Son- dertuettkämpfe. Weitere Puutte der Tagesordnung wurden in eingehender Aussprache verhandelt. Gegen
Die Mmm in MWlWig.
Dänischer Einspruch.
«ch. Kopenhagen, 15. März. Der dänische Ausschuß in Flensburg überreichte nach hiesigen Zeitung»- Meldungen der interalliierten Kommission ein Schreiben, in dem dagegen protestiert wird, datz dos Wahlergebnis bei der Abstimmung in keiner Weise gewahrt worden sei und datz dentscherseit» eine Reihe von Wahleingriffen stattgefuirden habe.
CEifrnbebnunfaiL Fürth t Wald, 14. März.
am 5 Uhr nachmittag» hier eintreffende Perfonenzu«! by rschechä-slinoak!scheu Staatsbahn, der sehr stark beseh war, fuhr gestern um 11 Uhr mittag» in der Nähe to Pilsen auf einen Güterzug auf. Bisher wurden 5 Tas geborgen, viele Personen sind verleg. Der Rfltfri t schaden ist sehr groß.
Lrtzie Ztachrichim.
ttt Frankfurt a.M^ 17. März. Btt dr Frankfurter Organisation der demokratische« Part, ist ein Staatslelegramm mit folgendem Inhalt ei* getroffen: Kapp im Zusammenbruch, sein Einfluß «z auf Teile von Berlin beschränkt. Kapp versucht btu allerlei Versprechungen Unabhängige an sich ja zieh-, Bildung von Verhandlungen zwischen verfassnngj mäßiger Reichsregierung erlogen. Reichswehr im patt jen Westen und Norden sowie in Sachsen tcm.
wb. Dessau, 17. März. Der anhaitische E, sandte ht Berlin v. Boden telegraphiert <m dH hiesige Regierung, daß die Regierung Kaxp zu. rückgetreten sei.
wb. Mainz, 17. März. Ein Telegramm bei preußischen Eisenbahmninisteriums an die Eisen, bahndirektionen Mainz und Saarbrücken besagt daß die Regierung Kapp zurückgetreten iftz Das Telegramm fordert zur Wiederaufnahme bet Zugverkehrs in vollem Umfang zur Sicherft^llun, der Lebensmittelversorgung auf.
Änfftänbe in Polen?
Beuthen, 17. März. Im /oberschlesischen I«, buffriege-6i#t laufen Gerüchte um, in Warsckau und cnu deren Orten Polens seien Aufstände bolschewtsiifciM Charakter» mlSgebrocksi«,
Kirchliche Siachrichren.
Ref. Stadt« u. Univ er f. «Kirche. MittweÄ abends 8 Uhr: Passionsgottesdienft mit BoibereitunK und heil. Abendmahl, Pfarrer Eisenberg.
Selbst. evang.»luth. Gemeinde, Nikoiaistrostell Mittwoch, abends 8 Uhr: Pasfwnsgottesdienst.
Zwei Orchester-Konzerte in Marburg-,
Am 27. April beabsichtigt das Landes-Sinfonie« Orchester für Pfalz und Saarland in Frankfi.tt zch konzertieren Anschließend könnten am 28. ut;b 29. April zwei Sinfonie-Konzerte in Marburg jUttfiroer, trenn daS Interesse groß genug ist, die begreiflich'i« weise außerordenttich hohett Spesen für Honorar und Reise zu decken und wenn sich Marburger Bürge» bereit finden, die 60 Musiker für zwei Nächte in Privat-Quartieren zrt beherbergen (nicht beEstigen)^ Um sestzustellen, ob sich der Plan verwirllichen läßti werden alle Marburger Musikfreunde gebeten, feil spätestens Freitag den 19. d. Mts. abends 6 Uh« in der Musikalienhandlung Kurt Reufeld, Bahnt,if« straße 20 ober Barsüßerstraße 38 (Filiale) anzugrbkn, wieviele Plätze gewünscht werden. Kanu eine geniig?^ große Anzahl von Bormerknngeit gemacht werde« (etti« 500 Plätze für jeden Abend), so wird das Unterud, verwirklicht werden. Die Plätze können aus 6e» B'.aG ausgesucht werden. Zahlung ist noch keine zu leistes aber genaue Namenangabe (evtl, auch schriftlich cbd telephonisch Nr. 792) zu machen. Tie Bormerkungei sind bindend. Die Preise der Karten solle« sein- tfh numenerte Plätze Mk. 12.— und 8.—, Stehplatz Ml> 5.— für jeden Abend. Vorschläge für die Prsgram ai nwrden dankbar angenommen und tunlichst berack- sichtigt. , '
• Lehrerk'qnferen^ Am 22 *??5n. etm vor- mittasS 10 Hbr an rinbet bei Seeimde die amtliche Lehrer» konstwen, des Krci^chnsinspektionsberirS Marburg statt. Herr Lehrer Maurv, Dilfchbausen nnb Herr H-uptlehrer VaulnS, Münchbausen werden Vorträge ballen, ersterer über Pllege und Berücplichsi^i,nq der Mundart, festerer über die Verwendung von Lichtbildern im Unterrichte.
* Strafkammer. Zwei (enge bi« je»t noch nn« bestrafte Durlchen aus dep Gladenbacher Geaend standen unter der Beschuldigung, in der Nacht vom 11. ,um 19. Januar in Bottenkwrn 11 Hübner gestohlen »«haben. Bei ihrer Festnahme hier in Ntrrburg fand sich in dem Besitz eines jeden auch «och eine «rmeepistole. Beide «ngellagten wmden unter AnnabM mildernder Nmstände wegen des Diebstahls und auch ■ menen der Nichtabliefe- mng der Baffen zu je 6 Mouahen S^fängm» verurteilt. Davon gehe« 2 Monate bezw^F Wochen UntersuchnnaS- haft ab. — Ein hiesiger Lehrling, der LebenSmitteldieb- stäble begangen hatte, tydrbe »n 2 Monaten Gefängnis unter Anrechrrung von 6 Wochen Untersuchungshaft verurteilt. — Dann erschw-vn vier ZwongSzöglinge, von denen einer, worauf ein ®et*ibtger später besonders aufmerksam machte, ein immer bffmmere« Gesicht teie der andere mochte. So gtw» dumm toteren die jngendlicheu Gminer jedoch nicht, denn sie brachten <4 fertig, ff» heimlich au» der Strafanstalt zu Badern »u entferne«. trm .wie sich einer onsdrückte. auf die „Walze" zu gehen. Sie walzte« i« der Gegend von Fritzlar nwcher und verübten in Zwesten und Seuberob Einbri-chsdiebstähle., wobei ihnen Eier, Fleisch und sonstige Leben-mittel, sowie auch etwa 700 Mark Gold-, Silber <«unb PaM-Eld in die Hände fielen. Bei ihren nächtlichen Wanderungen siel einer vvp ihnen einmal ins Baffer und als er an einem Sager feuer getrocknet werben sollte, erschien ein Gendarmen'ewachtmeister, worauf sie eisiast die Flucht ergriffen. Zwei iwn ihnen wurden daun, bei einer 9er- anügungssahrt nach Wilhelmshöhe und die anderen später fest genommen. Das Gericht erkannte gegen den Hauptübeltäter auf 1 Fal-r, gegen zwei weitere auf je 8 Monate und gegen den letzten auf 3 Monate Gefängnis. Davon gehen zweimal 3 Monate, einmal 6 Wochen nnb einmal 4 Wochen Untersuchungshaft ab . Einige weitere Fälle mußten mlsßrüen, weil die Angeklagten fehlten.
* Gartenbauverein. Aus bfe Bekanntmachung in brr heutigen Nummer bett, schwefelsaures Ammoniak weisen wir noch besonders hin.
TMater, Konzerte, PrrsiiMmIunqe« «sm.
* Konzert. E» ist dem Berliner Madrigalchor gefangen, durch Sonderzug Marburg zu erreichen. DaS Kontert findet also heute, Mittwoch, den 17., bestimmt abends 8 Uhr in den Stadtsälen statt. Karte« bei Kurt Nei'fekdt und an der Abendklafe.
* $ an bei»« und Büroangestellte feien auf bk heute abend 8 O6r im Geebobeftben Saale stattfindender Versammlung aufmerksam gemacht.
* Wohltätigst it-abenb zugunsten von Kriegsblinden. Ban Julin» Kober, der am Donnerstag, den 18. März, abends 81/, Uhr im Hör- fall 25 der Universität auS seinen Dichtungen vortragen wird, erscheint in den allernächsten Tagen ein neues Buck: „Rolf Henneberg: Vom Leben und Sterben eines Dichtersoldaten." Darin wird der Kampf einer Dichter- nnb Sollmtennatur zwischen dem dunsten Sinnentaumel der Rocht nnb der lichten Sonnenfröblichstit de» Tages -^schildert. Der Heü), der im Felde die sozialen Gegen- fatze ^ zwischen Soldat und Offizier durch seinen lauteren Esiaratter zu überbrücken gewußt hat, stirbt bei der Befreiung seiner Heimat zu einem Zesivunfte, ba er auch als Dichter die -Ruhmesleiter erstommen hat. Russisch- Polen, Kurland, Galizien. Frankreich, Belgien, Thüringen, Berlin und Rheinland sind die Schauplätze, wo sich das Erleben dieses Dichtersoldaten abspielt. Auch aus diesem seinem nettste« Werst wird JulinS Kober ein Kapitel Vorfragen. Es sei deshalb nochmals aus diesen Abend hingewiesen.
* Das Zentral-Theater bringt ab heute den tofielt Detektfaschlwter „Der Dieb im Fracksi Außerdem bett Orioinal-Wildwest-Film „Die Cowboy vom Apacheu- fort". Außerordentlich spannende Berfolgungsszenen wer-
Mitteilunqen ans dem Seserkreise.
Wie schon vor kurzem unter dieser Rubrik^« lese« wat, sind die kaufmännischen Angestellten Marburg» feiert« Gehaltsbewegung eingetreten. Die bis jetzt berah^ Gehälter entsprechen keineswegs mehr den enorm gestriger- ten Teuerungsverhältnifseu, und die häufig z« tiiiteiibt Rechtfertigung neuer Preiserhöhungen mit den angeluich höheren Gehältern und Löhnen ist im Hinblick «ns die hi« in Marburg in Wirstichkeit gesagten Gehälter ganz un> gar nicht am Platze. Bon hiesigen Arbeit^eherkreisig ist auch offne weiteres zugegeben worden, daß die ffruitgei Gehälter zur Bestreitung der Lebensverhältnisse nickt mehr genügen, nur vermissen die Marburger AngestMeet die sich daraus htgischerweife folgernde Geffaltsaushesserung, Jedenfalls macht sich das kaufende Marburger Pust'siu» eine ganz falsche Vorstellung von den teilweise geradezu iämmerlichen Gehältern der Angestellten. Trotzdem dir in einem Gewerkschaftskartell rusammengeschloffette« kaufmännischen Verbände versucht haben, aus dem Wege gift« kicher Verständigung eine Einigung mit den Arfecktgeoern herbeizuführen, haben diese Bemühungen bis heust kein greifbares Ergebnis gezelttgt. Heust soll bei Seebad: eint Versammlung der Angestellstrr stattsinden, worin zu der Gehaltsfrage Stellung genommen werden soll. ES tzürf« nun selbstverständliche Pflicht eines jeden hiesige« Angestellten fein, in dieser Versammlung zu erscheukea, um durch eine möglichst eindrucksvolle Kundgebung ihren Wil-i len zur nachhalttgen Vertretting ihrer Jnstressen Ans-j druck zu geben. Das Bestreben des GewerffcheferSiilMP geht natürlich darauf hinaus, auf Gnmd berechtigter Forderungen mit den Arbeitgebern zu verhandeln «ab sind auch diefe zu der Versammlung eingeladen worden. Es ist zu hoffen, haß eS geffim-n wird, die Frage z« du« befriedigenden Lösung zu bringen, ba bei den Verhandlungen allen Beteiligstn als Leitgedanke vor Äuget« siebt, nicht durch sinnlosen Kamps Werst zu vernichte«, fdntxrn durch gemeinsame gegenseitig anerkannie Hieb dementsprechend bewertest Arbeit aller im Wirtschaftsieh« stehenden Volksglieder unserem Baterlaiide am S6«bcw<tffwu