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ständigung zur friedlichen Affung zu bringen. Hl Deutsche Volkspartei hat durch thrr führenden TOännfl in diesem Sinne wiederholt und dringend auf Ml Regierung eingewirkt und anderseits der alten Re­gierung in Dresden die Notwendigkeit dargelegt, «ä der neuen politischen Gewalt in Berlin einen Ausgleich ru suchen.

BermSgenSeinzirhung für Hochverrat.

Wb. Stuttgart, 15. SIR arg. Im Reicksminiitn» rium des Innern wird ein Gesetzentwurf ou«aearbetttt wonach Hochverrat außer mit den jetzigen ©trafen cm* mit einer gänzlichen oder teilweisen Einziehung des Vermögens zu bestrafen ist. Es ist in Aurst*l genommen, das Gesetz mit rückwirkender Kraft auf de» 15. März auszustatten, weshalb schon heute diese Ankün­digung erfolgt.

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Anschlag auf tintn MMen Minister.

wb. Dresden, 17. März. Auf den Staats« minister Harnisch feuerte gestern Abend in bei Dunkelheit ein Unbekannter einen Schuß ab. Minister blieb unverletzt. Ter Tater ist entkomme»

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wb Dresden, 16. März. Die sächsische Ns» ai'runfl hat den Reichspräsidemen Ebert ersucht den Ba» laqeruugszustaud über Sachsen aufzubeben. Die Lev- anlassung dazu ist, daß die unabbitigige Eostaldemo» kratie zu Zugeständnissen bereit und entschlossen ist, sich für die Wahrung der öffentlichen Ruhe und Ordnung einzusetzen.

Tie Kohlkuförderinifl im WrqtbteL

wb. Essen, 17. März. Die Arbeitsgemeinschaft der Kohienbezirke beschloß, von der Berliner Putsch­regierung keinerlei' Anweisung für die KodkrNvenet- lung cutgegenznuehmen. Bis zur Wiederausnahultz.. der Verlraltung durch die verfassungsmästige Regie­rung lvird die KohleuzuWeisung nach folgenden ®rui* sätzen bestimmt.

1. Wird die Industrie des engeren und weiter« Jniuflriebezirke? ausreichend mit Kohlen versorgt.

8. Die Ausfuhr von Kohlen wird sofort verstärkt, damit in Holland und anderen liefernngSi-Ligen Län­dern die erforderlichen Lebensmittel gesichert werd« ßnnett, um eine Hungersnot zu vermeiden.

3. Wird eine Kommission gewählt, die eilige Ent­scheidungen wegen der Lebensmittelversorgung d« Ruhrkohlenbezirkes, wegen der Sperrung oder Kürzung der Kohlen und Belieferung des aufständischen Lan­desteils und wegen der Belieferung der Berbüudet« zu treffen bat. Tue Arbeit soll am Mittwoch, d« 17. März ausgenommen werden.

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Htffen-Naffau.

Dassel, 17. März. Gestern mittag versuiSi eine große Volksmenge, darnnter auch Frauen xcÄ Kinder, in die Kaserne in der Hohenzollernstraße Hu« zudringen, um die Beamten zu entwaffnen. ES wurde schließlich eine Wochnung zugelassen und dieser bft Versicherung abgegeben, daß di, Sicherheitspolizei ans dem Boden der Versasiung stehe und die Stegientej schütze. Darauf ging die Menge auseinander. Abe-ws sollte in der Stadthalle eine Versammlung statt find« in der Scheidemann sprechen sollte. Dieser war d» ceitS mittels Kraftwagen nach Stuttgart gefahr«. Die Versammlung fiel an8. Dagegen beschloß eine stark besuchte Versammlung der Vertreter der Geiverb- schasten die Aufforderung des Oberpräsidenten zur Aus­nahme ber Arbeit nicht zu beachten. Der General« streik müsse beibchalteu und ausgenutzt werden. Dis Forderung 'gehe dahin, daß die Kasernen p> öffn« und dem Militär der Verkehr mit der Bevölkerung zu ermöglichen sei. Der Erklärung der Sicherhetts- polizei, daß sie für die alte Regierung fei, wird wenig Glauben geschenkt. Die Forderungen gehen zum grdtz» ten Teil in das linksradikale Fahrwasser. Die Unab­hängigen gewinnen die Mehrheit. Die bürgerlich« Zettungen erscheinen nicht. Dagegen kann das sozial« demokratischeBolkSblatt" Sonderausgaben ermstz- lichem

Frankfurt a.M., 17. März. Teilweise etil iwch gestreiÜ. Tie Lage ist ungewiß.Frankfurt« Äachrichien" undFrankfurter Generalanzeige?' w scheinen nicht.

Fulda,. März. Der Magistrat hat hents morgen über die allgemeine politische Lage eine Be­sprechung abgehalten und beschlossen, folgeitdeS Tele­gramm an den Oberpräsidenten abzusenden: Cbee* Präsident Schmauder, Cassel. Ter Magistrat der Stabs Fulda stehl mit seinen Mitbürgern auf dem Bocen der Verfassung, hinter der rechtmäßigen Regierung und folgt chren Anordnungen. Tr. Antoni, Lder- bürgermeister» Von einer Arbeitseinstellung wurds hier abgesehen.

HerSfeld, IS. März. Dem feit heute «acht über ganz auSzedrschen« Leuersist^-M

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mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg

Tageszriümg für (das früher kurhessische) Oberhessen

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wb. Halle, 17. März. Hier sind die Führer demokratischen Partei verhaftet worden.

wb. EiSleben, 17. Mäi^. Hier wurde Generaldirektor der ManSfeldschen Gewerkschaft Vogelsang durch Bergleute erschossen.

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im Laufe deS Nachmittags zu Znf«nme«ftsßen zwischen den T'upven und der Beoölkening nefemmen; so nach mittags 4 Uhr beim Aufzug der Wache am Halleschen Tor, wo eine Dame geiSret und zwei Männer verletz' wurden. Etwa um die gleiche Zeit wurde im Norden an der Ecke Brnnnen- und Invalioeirftraße eine etwa 30 Mann starke Militärkarte, die von einer devaff neicn Truppe in Stärke von 30 Minn begleitet war, von mehreren. 100 Zivilisten ange'choffen. Die Trup ve» gaben einige Schüsse ab, die 4 Pers»neu verletz'M Darauf siel die Menge über die T:uppe:> h--r, drängte sie in die Häuser und entriß ihnen die Waffen. Beim (rrfrtcneit von Der' ärknng stob die Menge auseinander, sodaß die Soldaten befreit wurde». In späier Na<- iniltaasstunde haben BaltikUmtruppes auf eine Weng, Demonstrierender geschossen, um sie a iseiuauderzittrci. ben. ES gab dabei 814 Dore und mehrere Ver. wundcle.

Die Universität Berlin ist geschloffen.

Wie dieFranks. Ztz." hört, haben sich dis Ar­beiter in Weißensee, Reinickendorf und Spandau bewaffnet, und c= sind blutige Ereignisse zu erwarten.

wb. Leipzig, 17. März. In Leipzig ist die Lage sehr kritisch. Die Vororte sind zum größten Teil in den Händen der bewaffnete« Arbeiterschaft. Am Nachmittag und Abend kam es tberaü zu Schieße­reien und blutigen Zusammenstöße« zwischen Zeit- freiwilligen und Reichswehr mit bewaffneten Zivilisten. Letztere sollen von Chemnitz Verstärkung erhalten ha­ben. Um Mitternacht entieid^t sich im Stadtinnern eine äußerst lebhafte Schießerei, die bis zum frühen Morgen andauerte und bei x der Granatwerfer ver­wandt wurden. Namentlich der Johaunisplatz war der Schauplatz blutiger Kämpfe. Hebet di- Zahl der Ver-

wb. Braunschweig, 17. Mär^ Bei Zusam­menstößen mit der Sicherheitswehr gab es Tote und Verwundete auf Seiten der Menge.

wb. Magdeburg, 17. März. Die Zeitfreiwil­ligen wurden entwaffnet und die Kaserne von der Tin- wohn-ra>ehr be'ent. Zum Reichskommissar und Mili- tärb, f blShaber für Sachsen-Anhalt wurde Obecpräsi- dem H ö r s i n g ernannt.

Harburg (Elbe), 15. März. Baltikumtruppen verfvdten, in Horburg einzurücken. Sie wurden daran von den hiesigen Pionieren verhindert. Dabei gab es Tot- und Verwundete. Die Baltikumtruppen haben sich in einer Schule verschanzt.

wb. Hamburg, 17. März. Bei dem gestrigen Zusammenstoß zwischen Spartakisten und Sicher­heitswehr im Stadtteil Barmbeck gab es zwischen 15 und 20 Tote. Sonst ist alles ruhig.

K i e l, 15. März. (Meldung derKöln. Ztg.-) Der au« der Revolutionszeit bekannte Gouverneur Garbe hat die Werftarbeiter aufgefordert, mit Waffengewalt gegen die Marinebefehlshaber vor­zugehen. Darauf bewaffneten sich 'ine Anzahl Ar­beiter und be.fchoffen die Marinesahr­zeuge vom Land aus. Der Marinebcfehlshaber befahl, gegen di« Arbeiter vorzugehen. Es wurden Truppen gelandet, die von den Arbeitern mit Schnellfeuer empfangen wurden. Dabei fielen Kapitän z. S. Münch, Fregattenkapitän W e g - mann und eine Anzahl anderer Marinleute. Bei dem Versuch, Verwundete zu bergen, wurde eine Anzahl mei eret Leute getötet. Er gelang schließ­lich, die Arbeiter zu vertreiben. Das Munitions­depot ist fest in der Hand der Marine. Die Ar­beiter besetzten darauf..das Marinearsenal in Friedrichtsort. Marinetruppen gingen zum Sturm vor. Die Bevölkerung ist ruhig.

Ueber die Lage inr Osten liegen nur wenige Nachrichten vor. Der Oberpräsi- drnt von Ostpreußen W i n n fig und der Befehls­haber des Wehrkreiskommandos I in Königsberg, Generalleutnant v. Estorff, sollen an die Re­gierung Kapp ein Telegramm gerichtet haben, in dem es heißt: Ostpreußen, von feindseligen Nach­barn umgeben, müsse jede Entwicklung begrüßen, die der Provinz Ruhe und Schaffensmöglichkeit erhalten. Nach Hinweis auf die Kundgebung der neuen Regierung erkennen Winnig und Estorff die neue Regierung als Inhaber tatsächlicher Macht an, indem sie sie in der Durchsührung ihres Pro­gramms unterstützen wollen. Das Erscheinen sämt­licher Zeitungen im Wehrkreisbezirk wurde ver­boten und statt dessen Herausgabe kurzer Sonder­blätter nach Vorlage bei der Presseabteilung ge­stattet.

In Schwerin soll die bisherige Regierung zum Rücktritt veranlaßt worden fein, weil durch ihr Verhalten keine Gewähr für dje Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung gegeben wäre. Mit der Bildung einer vorläufigen Regierung ist nach einer Bekanntmachung der Milfiärbefehlshabers, Ge­neralmajors v. Le^tow-Vorbeck, der Amts­verwalter Dr. Wandhausen beauftragt.

Der Nenhsbürgerrat

erließ am 13. ds. Mts. an die LandesbürgerrLte folgende Richtlinien: Ueber Ursprung und Ent­wicklung der gegenwärtigen Lage können erst die nächsten Tage und Wochen Klarheit bringen. Unter allen Umständen fordert der Reichsbürgerrat Ver­hinderung jeder einseitigen Klassen- oder Partei­herrschast, Aufrechterhaltung von Ruhe und Ord­nung. Vermeidung jeden Blutvergießens. Sollte ein Regierungswechsel eintreten, so Hutten wir für dringend erforderlich: Sofortiges Ausschreiben von Neuwahlen zu bestimmt angegebenem, bald­möglichstem Zeitpunkt, Wahl eines Reichspräsi­denten durch das gesamte Volk, Beobachtung der Verfassung. Der Reichsbürgerrat fordert alle Volksgenossen auf, sich lediglich von diesen Eesich's- punkten, die das Wahl der Gesamtheit bedeuten, in ihrem Urteilen und Handeln leiten zu lassen.

Die Haltung brr Deutsche« Bolkspartei.

wb. Berlin, 16. März. Gegenüber der Meldung, daß der Abg. Dr. Maretzky das Amt eines Polizeipräsi­denten in Berlin übernehmen werde, erklärt die Partei­leitung der Deutschen Volkspartei, datz diese Nachricht unzutreffend sei. Die Parteilcittmg steht d:m Eintritt von ^Beamten ihrer Parteileitung in die Regierung Kapp ablehnend gegenüber. Ihre Bestrebungen seien vielmehr darauf gerichtet, eine Koalitionsregierung auf breitester Grundlage zu schaffen, die allein in der jetzigen Srtua- tion bk Gewähr gebe, daß ein Bürgerkrieg und die da­raus folgende wirtschaftliche und polnische Aufklärung des Reiches vermreden wird.

W« dieNationalliverale Korrespondenz" meldet, ist das Bestrebe« der Deutschen Volkspartei sofort nach AuSbruch der Gegenrevolution daraus gerichtet ge­wesen, den schweren Regierungskonflikt zwischen der ncsiffl politische» Gewalt in Berlin und der alten Negieowg in DsSden auf dem £3q$e eines Sei*

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wb. Frankfurt a. M., 17. März. Aus Ber­sin wird gemeldet: Auf Grund der im Reichstag Geführte« Verhandlungen haben Kapp und Lütt mist, letzterer nach längerem Sträuben, sich pt» bedingungslosen Rücktritt bereit erklärt «d die Regierung an den Vizekanzler Schiffer abgegeben. General v. Hülsen hat im Namen der Regierung Bauer die Führung der Truppen KrtMoinmni. Vorher waren die Unabhängigen «nd Säumig in der Reichskanzler er- »nd hatten namens der in den Mbe-ter- »ii.xeM a u s 9 e t ti 11 n e n Räterepublik ei# Mtimaiam überreicht, daß, wenn die Trupnen wtibt zvriickge-ogen würden, die bewaffneten At­teste» zu« Angriff übergehen würden. Unter Nefr» Eindruck haben Kapp und Lüttwitz Bedin- tmrgeu fflt ihren Rücktritt gestellt, in erster Linie N< Amnestie. Die Verhandlungen dauern noch an. ' @8 «MB hier auf den Widerspruch Angewiesen

vachher bk Rede von Bedingungen und Verhandlungen ist, Hcn» »wa nicht auuchmen will, daß es sich um zwei BAiswy« handelt und die letztere (vonvorher ..." ab) Mlich früher anzusetzeu wäre.

PtdinqusisiSloser Rücktritt ffkfordett.

ui. Stuttgart, 17. März. Unter dem Vor- sttz des Rkichsprüsidenten Ebert fand heute eine Katinkitsfitzuiig statt, an der außer den Reichs- Xr6 $*nbe-?miniftern auch General Maercker, kt eigene Faust nach Berlin zu Kapp und Littwiß gefahren war, teilnahm. General Retttfei betiMte, daß er angesichts der fürchtet­en Lage, in die Deutfchland durch- den Putsch feiwkw fei, zu gewissen Zugeständnissen laten «alle, um den Bürgerkrieg zu vermeiden. Sag Kabinett erklärte einmütig und nachdrücklich, baß we« Verhandlungen irgend welcher Art oder km«« Kompromiß mit den Berliner Gesellen keine Stbt feie dürfe. Die Regierung fordert sofortigen mb bedtngringslosen Rücktritt von Kapp und Lütt- und der übrigen neuen Männer-, Unterstellung ber r,rtppen unter einen General, bet in keiner an der Revolte beteiligt sei und auf dem bei Verfassung stehe, Auflösung der Eiferp.en DivWo« und bet Offizier-Kompagnien unb Ab- «aitspsrt unb Auflösung bet Marinebrigaben.

Priaw iitur. . osp-ir*f

wb. Hagen, 16. März. Hier entwickelte stch ein Tefecht zwischen Arbeileriiuppeu aus Wetter und Hagen und der Re.chrwehr.'ompagnie, in deren Verlauf auf Seiten der Ardener 5 getötet unb mehrere schwer ver- irtzt wurden. Auf Seite« der Reichswehrtr. ppeu sind sind 18 Manu gefallen und viele verwundet worden. Unter den Toten befuidet sich der-Hauptmann und die beiden Somps^uieosflziere. Z-vci 7,5-Zentimtr.-Gcschütze und ein Mmenwcrfer wurde« wou den Srbeiteru er beutet.

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Zusammenstöße.

Berlin, 16. März. In Berlin ist eS gestern

_ ti. Berlin, 17. März. Der sozialdemokratische Migeordeete Richard Fischer ist gestern Vormittag ttlaffet worderr.

W. Berlin, 17. März. Polizeipräsident Ernst ist W Meen Wunsch beurlaubt worden.

Bor neuen Kümpfen?

a»b Stuttgart, 17. März. Nach aus Ber- *k«Settoffenen zuverlässigen Mitteilungen steht Eerstn wr schwerstem Kampfe.

Senerel Stiener n Sinieninrn und Ebert.

Frank - t a. M., 15. M ärz! Me dieFranks. Zeitg" meldet, hot General Groener an General- °icldmarschall v. Hindenburg und an den Reichs­präsidenten Ebert folgende Telegramme gerichtet:

Telegramm au Herrn Generalseldiirarschall t>. Hin­denburg: ,

Dem Herrn Feldmarschall habe ich zn melden, daß eine Regierung Kapp-Lüttwitz für da- Deutsche Reich unmöglich ist. Cs besteht die Gefahr, daß der ganz« Süden und Westen des Reiche- vom übrigen Teil abgetrennt wird. Außerdem ist eine Regierung Kopp-Lüttwitz außenpolitisch nicht tragfähig, was um so verhängnisvoller ist, als gerade jetzt unsere wirt- schafts-polillsche tage sich zu bessern beginnt. Herr Feldmarschall sind die Hoffnung weitester Kreise des deutschen Volkes in diesem Augenblick, da ein Won von Ihnen genügt, um die Reichswehr auf den ver­fassungsmäßigen Boden zurückzusühren, daher habe ich an den Reichspräsidenten Ebert folgendes Telegramm gerichtet:

An den stinchspräsidentcn Vbert. Falls Ihnen meine Vermittlung erwünscht, bin bereit, zu versuchen, daß Fechmarschall v. Hindenburg Einfluß auf Reichs­wehr ausübt mit dem Zweck, versassungsmäßigen Zu­stand in Berlin wiederherzustellen. Halte jedoch Aende- rung des Charakter? der Regierung durch Neube­setzung der wichtigen Fachministerien nach sach­lichen, nicht parteipolitischen Gesichtspunkten nach Ihren Vorschlägen npler Feldmarschall? und meiner Billigung für erforderlich, ferner Ausschreibung baldiger Reichstagswahle«. V-rsa'sung ä - dernngen dürfen vor Zusammentritt de? neuen Reichs­tages nicht vorgenommen werden. Gleiches Telc- grackm gehl an Feldmarschall ». Hindenburg. Ant­wort erbeten Frankfurt a. M., Bockenheimer Landstr. 33. Sobald ich vom Reichspräsidenten Antwort habe, werde ich melden, ob unb wann ich zu weiterer Rücksprache in Hannover eintreffe.

geg. Genaral Groener.

*ttbe», daß sich Kavp und Lüttwitz zu bedingungs- itefe m Rücktritt bereit erklärt haben sollen, während

Die NalionalversamstilffUif.

teB. Stuttgart, 17. März. Die Tagung der ^tionalversammlung ist gesichert. Eine Reihe von Mndrrzügeu aus Norddeutschland ist bereits einoe- Mfm. Heute findet eine Sitzung des Aeltestenrates C btr Fraktionen statt. Die erste Vollsitzui^ findet M» Tonnerstag statt.

DieOberheslliche Zeitung" ertoetnt leckismal wS»entlich. Bettiaspr^s mo- !« 4* i I natl 0 5O.<.Äür au«faltenbe9himmern1nfa(gf Strei« abertlementarr-t Sreigntflr Jls. 04 kein Ersatz Verlag von vr. L. Httzeroth. Druck her U.NW « »uchdr. von I o h. A u g. Koch. Markt 21/28. Ferni»recher 65.

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MnnimW« des MmMenien.

Di« Reichsregierung führt Gefchüfte von Stuft« mH au«, hat keinerlei Verhandlungen mlt Staate« »weichler« geführt. Diktatur Kapp auf Teile Ber- sive Sefchränkt, anscheinend auch dort »inhal-^ar. Michsregierung wünscht dringend, dafl toeraH da Erbeitei wird, wo Behörden feit »a ihr «nd B-r« Lgung stehen. Für ganz H-rRen-Nassau trifft dies Für alle Reichs- uttS Staatsbehörden der Pro- wie zivile, gibt es keine andere als verfassu-agsmähige Regierung. Nach zahllofen Xit W',#näien stellen sich Behörden, Körperfchaf- Börg-rfchaft und Arbeiter durchweg auf Boden dr» Berfaflung. Berliner Staatsstreich auch von 5e*nedtfmft der Reichsregierung ganz überwiegend «ihbivigt, bitte, daß Arbeit iu Provinz überall Wieder aufgkuommcn wird.

Kassel, den 16. März 1920.

Der Oberpräfident.

Dr. S ch « a u d e r.

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Der Anzeigenvrei» beträgt für die 8geip Zeile 50 4» amtliche unb auswär-1 - « tiqe 60 , Neklamezrile 1.50 «ck. Zu allen Preisen 10*i, Aufschiaa. Jeder Rabatt gib | al, Barradatt. Be Auskunft durch die Teichäftsstelle u. Vermittluno An-

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iil- Stuttgart, 17. März. Gestern Nachmittag fihv fand unter Vorsitz Eberts ein Ministerrar E. in dem die Vertreter von Preußen, Württrm- wn uv« Hatten vertreten toaea,