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®b. Berit«, IS. Mir». 1. Kundgebung: Die bisherige Neichsregiernng hat nufgehSrt zu sei«. Die gesamte Etaateregierung ist auf Weit mitunter, zeichnete« Seuerallandichastsdireltar Kapp-, nigsberg als «eichslanzler «ab preußischen Ministerpräsidenten Sbrrgegauge«. Ann, «'litari. che« Oberbesehlshabe, enb gleichzeitige« Reichs, «ehrminifter ist ve« Kauzler bet General bet In. ^ntetie v. Lilttwitz berufe, warben. Ein« neue Regierung bet Ordnung, bet Freiheit und bet Tat

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13. MSy (frifn$)

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wirb gebildet.

Unterzeichnet: Frhr. ».Lüttwitz, General bet Znfauterie. Stepp, Senerallandschafteditektor.

3« einet rmeitev Kundgebung er Härt Kapp da» Mandat bet Nattoualvetsamm. I um fiit erlösche«.

3« einer dritten Kundgebung wird die «reu. jlsche Lenbesvetsammlung inanbetracht bet vetänbertea politischen Lage für aufgelöst erNärt.

de» Reichseruährungsamte» v. Braun vgte an. fit da» nächste Wirtschaftsjahr schon jetzt Etafuhrvertr»^ für landwirtschaftluhe Erzeugniff« in der Höhe von desten» 2 Millionen Jonne« atzzufckttetzen. da wir «tt unfern eignen Getreide vorrät en nicht auefotnmen wdt» ' den. 81» Vertreter der Arbeiterschaft stellte Hut eine durchgängige Steigerung der Srbeitswilligkeit ftft. Ne jedoch so lange leine eigentliche Arbeitsfreudigfett ge­nannt werten könne, wie man nicht dem allenthalben sich breit machenden Schmarotzertum entschieden zuleib, gehe.

Kein Religi-nSnnterricht mehr in Hamborg Tte Hamburger Bürgerschaft lehnte mit allen sozialistische« gegen die gesamten bürgerlichen Stimmen die Wieder-, einführung des Religionsunterricht» in den Hamburg«» Schulen ab.

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««tag, 13. tz

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ins ibreude «He ,» |k tr& . 1810

al« Darradntt. Be Auskunft durch die gieichäitsstelle u. Sfetmitthtna ' «r An­gebote 25 4 Sondergedüdt. -PoMckeckkont«: Nr. 5C15 Amt Nranfturt ».

KatastrophaltS Erdbeben.

Lendsn, 13. Mörz, «m 2. d. Mt». ereisnrtt sich ein furchtbares Erdbeben in der Nähe von Tiflis. Meh­rere Dörfer und die Stadt Gori wurden völlißzrr- Nli L IOCCO Menschen sind obdachlos. Lotzlreiche

NuAand.

«nsfische ttnteeMwNer auf brn Wege mA Deutschland.

wb. Kopenhagen, 13. März.ftetltngSte Xi» bcttbe* meldet au» Äototto: Ein russische» Flugzeug wurde vorgestern ix bet Skähe von Kowno durch Geschütz­feuer zum Landen geKonngen. In dem Flugzeug befan­den sich 4 Personen, darunter eine Frau, sowie eine um­fangreiche fturierpoft, Me für bU deutsche Regie­rung bestimmt wat. Da» Flugzeug kam au« Smolensk. Tie männlichen Reisenden waten von Lenin und Tschi­tscherin mtt Vollmachten miSgepattet, weitgehende Handelsverträge mit Deutschland ab- -uschliehen.

SowietruSlanb und Rumänien.

tob. Vern, 12. März. Wie au» Bukarest gemeldet wird, hat die Moskauer Sowjetregierung Rumänien al» Gegenbedingung zum Abschluß de» Frieden» u. a. ver­langt, datz Rumänien die Sowjetrepublik in aller Form anerkennt. Al» Gegenleistung verpflichtet sich Sowjet- rufelanb, den in Moskau befindlichen rumänischen Gold­schatz zurüekzuerstatten und die Rechte Rumänien» auf Bcssarabten anzuerkennen.

Der Anzeiaensrei« beträgt fflr die 8gei, Zeile 50 4. nrntl-Ae und «««Mt» 155 QflbriL tiaefiO . Reklame,eile 1.50 X. Zu ollen Bre-fen io.tlufidllaa. Jeder Ro»an aili Iw vn,N»e ---- ---------------I |920

Vrftes Blatt

StleliM Siri».

wb. Berti«, 1». März. Die-in Doberitz zu- ammengezogene« Truppen, barunter die beiden Marinebrigaden Ehrhardt «nb ßoemenfelb, std nach Berlin vorgerückt «nb standen gegen rüh am Bahnhof Tiergarten.

Wie verlautet, bat General v. Oldershau­sen im Laufe bet Rächt mtt der Marlnebrigave khrhardt verhandelt, die von der Brigade gestell­ten Forderungen wurde« in bet Nacht vom Kabi­nett, da, bi» morgen» tagte, beraten. Eiewur- den abgelehnt. Die Truppen sinb in Bet- Iln etngerütfL Um 8 Uhr früh hielten sie die Wilhelmstraße besetzt. Z« Gewalttättg- letten scheint es bisher nicht gekommen zu fein. Die Sozialdemokratische Partei pro.

lamiert den Lllgemeinansstand.

Berlin, 13. März, Dee «Bert Lok"l-Anz." meldet: $te ftegfemug hat da, wn b e Marine, brlgabe gestellte Ultimatum, das um 7 Ubr frßf- «blies, abgelehut und ohne ihre B-mtet «iebenn. lege«, Berlin im Automobil verlasse«. Die Brigade Ehrhardt sei oh«e Widerstand ;n finden mit schwarz-meih-rote« Fohae« t« Berlin ei«» gerückt «nd habe das Re gier««,,» tert rl i« »eite« Umfreie «bgefperrt.

Die Einwohnerwehren.

tz. Berlin, 13. März. Die Einmah"er­wehren Berlins haben ihre von dem Mln's'er t*'' -Inner« 5»eine geforderte »rfbMuna rb^'it. da sie sich nicht z« politischen Maßnahme« gebrauchen lasse« «olle«.

Die «larmberettschast wurde ans die «eisten Darnisonorte de» Reiches ««»gedehnt.

Meldungen, bn*» b"t Bi'tsck sich auf die P"0vinz ausbehne, liegen bisher überhaupt nicht vor.

Dmychi- «rich»

Tie »eseitieun« der Hoheitszeichen ber früheren Regierung an den Baulichkeiten und Anlagen war auf Grund des Kobinettsbeschluffe» vom 11. September 1919 ungeordnet. In der Lesse nilickkeft wurden au» künst­lerischen und historischen Gründen hiergegen Bedenken erhoben. Da» Reichskabinett besaht« sich daraufhin noch einmal mit der Bngelegnheit und brachte kürzlich in Er­gänzung de» früheren BeschlusieS folgende» zum Aus­druck: Tie Bezeichnungen .kaiserlich",königlich" usw. und sonstig« Hoheitszeichen der früheren Periode find grundsätzlich zu beseitigen, e» sei denn, dah sie untrenn­bar mit den betreffenden Baulichkeiten verbunden find und ihre Beseitigung wegen ihre» eigenen künstlerischen Werte» oder wegen de» künstlerischen Gesamteindrucke» der betreffenden Baulichkeiten untunlich erscheint.

Tie ErullhrungSauSsichten. Bei den Verhandlun­gen de» vorläufigen ReichSwirtschaftdrate» stellte Unter­staatssekretär Hirsch eine Erhöhung der Fett - r a t i 0 n um 25 Gramm für den Stopf und die Woche in Aussicht stellte. 500 000 Tonnen ausländischen Brot- getreide» würden eingeführt werden tonnen, und mit Kartoffeln sei man dank günstigen Einkäufen in Holland und Skandinavien bi» in den Juni hinein einigermaßen gedeckt. Der frühere Unterstaatssekretär

Sie MiÄklMW

ta Prozeß gegen Helsserich.

, Kerl in, 12. März. Rr.t Urteil tm tzelffecich- ItöwS würbe dem Nebenkläger, ReichSfmanzrniuister jnfcrger, das Reckt zugefvrochen. binnen zwei Wecken L» Urteil in betKreuzzeitung" am Kopse be» Matte? tzverSffentlichen. Die K0sten deS Verfahren» wür­fet dem Angeklagten auferlegt. In der UrteilSbe-

tßeitere Blättermefbange«.

Ta»Verl .Tageblatt" meldet: Etwa 8000 Mann a-g-nrevosuttonärer Truppen, die sich um die beiden Pttgaden Ebrbardt und Söwenftld grirvyieren. sind in der Räbe von Döberih konz-n feiert tmb sollen die Absicht bähen, in der Nacht gegen Bersin vorzumarschieren und die Regierung in ihre Hand zu bringen. Es scheint, daß e» sich nicht um einen ausgesvrochen monarchistischen «Untsch band-ft, sondern um rin n V ritsch einer Reibe ton Offizieren, dir gegenwärtige Regierung zn stürzen und ein ihnen aenebme» Ministerium aus lauter Fack 1 eu -- ten mit wahrscheinlich einem Di 1 tat0r an der -VW' ansznzwingen. Im Auftrage der N-'aieriinq tubr Admiral v.Trotba nach iöberitz, um die Elegenrevasntionare -on Purem politisch-wadnttn^igen Staatsstreich abxuMte«. Der Adm'ral k-ferte in d-n ersten Nachtstunden nach Per- (in zurück, nackd-m er den Versuch gemacht batte, fct- inhigenb ans die Trugen in Döhfe-sq einwmrfen. G? scheine eine gewisse Ents-aunnng ein.fttreten zu sein, aber der dldmiral betonte, dah die Sitmittait von tnnde zu Stunde sich verschieden könne.

Wie e» im8-A-" be"* erregte bie Vesetzuitg der Ssfentlick"« GebLtche viel Mfsebe«. Der stngang ,um "kegierur'gs'sierkl war durch starke Bostfen'ttt-n gcnchcrt In' den versch-cdenen G-bändrn liegen graste Abtet.nngen der «ttchswebr und der SicherbeitStvestr Besonders ,;«r: war "der Schutz der Reichsdruckerei. Tie zu tV führenden esttttenstrasten waren ebenfalls durch starke Posten ge­sichert Genen Mitternacht wurden die AbsperrkammaudoS wesentlich verstärft . Die Ruhe war aber bis Mitter­nacht völlig ungestört.

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Roch lei« Rücktritt Erzbergers?

M wb. Berlin, 12. März. Gegenüber anders- ' lautenben Nachrichten wirb in parlamentarischen ' Kreise« versichert, daß Reichsfinanzminister Erz- letger bisher weder feine Entlastung eingereicht k'habe, noch daß schon eine Entscheidung über die U6eibeba:feing i.-ines Abgeordnctenmandats gefallen N|ti. Man glaubt in parlamentarischen Kreisen 1 j vielmehr, daß Erzberger sich erst mit seinen würfe l iembergischen Wählern in Verbindung setzen wird.

Wie derVorwärts" hört, würde der künftige isieichsfinanzminister ein Fachminister fein. Die Zenttumsfraktion habe gestern zuerst mit und ; dann ohne Erzberger beraten. Erzberger werde heute seine Entlastung nehmen. Er habe erklärt, datz er auch sein Mandat niederlegen, aber sich mit seine« Wählern in Verbindung setzen werde.

Heber die von uns teilweise bereits gestern ge­meldete« Schutzha-stverfü zungen und ihren BnlLv 'legen felgende Nachrichten vor:

wb. B e r l i n, 12. März. Eenen den Een-ral- landickaftsdireltor Kapp, den Hauptmann a D P a b st und die Schriftsteller E r a b 0 w s k i und S ck n i tz l e r ist die Schutzhaft verhängt wor­den Die beiden Ersigenannten waren bisher nicht aufzu finden. Die Sicherbeits- und Reichswehr in Berlin find heute in Alarm­bereitschaft. Von zuständ ger Stelle wird mitgeteilt, daß in Berlin seit einiger Zeit das Treiben einerrechtsradikalen Klique" einges-tz' habe deren Bestreben auf Umsturz hinauslaufe. Es wird aber festgestellt, daß die Rechtsparteien der Nationalve sammlu-g sowie der- preußischen Landesverfammlnng der Sache f e r n st e h e n.

Der Schriftsteller Schnitzler gehörte der Prestestelle des Korps Lüttwitz an. Grabowski war Prestechef bei der EardekavaNerie-Schutzen- dwifion. Er ist nicht zu verwechseln mit dem Herausgeber der ZeitschriftNeues Deu schland" Adolf Grabowski. Schnitzler befindet sich in Schütz­est. Grabowski liegt krank zu Bett.

Zusammc'hängend mit den Schutzmaßnahmen wurden die ii^ohn» und Büroraume ber in Arage kommenden Persönlichkeiten einer eingehenden Durchsuchung unterzogen. Auch die Geschäfts­räume der nationalen Vereinigung Schellingstr. 1, wurden von Kriminalbeamte« durchsucht. Sie be­schlagnahmten das gesamte Material.

Ki-Mk MmMt.

Der »Reuwork American" scd reibt, dah er Anfang» Januar 1920 die verbürgte Nachricht erhalten habe, datz Pi-feount Grch Amerika betucht habe, um eine englische Anleihe von 13 000 000 000-15 OHO 000 000 Dollar, tn Amerika zustande zu bringen. Al» diese Nachricht ge­druckt werdeu foilie, erfuhr derAmerican" die Aeufie- ntng de» Sir George Paish, der, gerade aas' England» argcfommen, saafe, er wäre in diesem Lande, um Ver­handlungen wegen einer Anleihe anzuknüyten. die di» Welt verblüsfen würde; diese Aeuherung Paisb'» bee ftärtRfe also die Richtigkeit be» Grey'scken Anleibever. suche», der selbstverständlich geheim gehalten werd« sellte, bis alles abgemacht war. Al» nicbtunterridstete blätter die Sacke bestritten, gab Sir George Paish a* alle Pef*unpen eine Nachricht de» Inhalt», dah die für den Völkerbund nöticw dlufeihe 30 000 000 000 Dollar, bctr"~e, wovon 15 Oi'O r 'O 000 Doll, von d n Vereinigen Staaten aitfitibrinacn seien. Sir Paish sagte die voll, Wahrheit 'ne Bestürzung einiger Lieblingsränkeschmied« b fe sn-feyMffpn. E» ist für die Qcreinia*en Staaten «tot Glück, dah dieser schändliche Plan, der beinahe ein ft» olott oenannt werden faitn, vorder bekannt gegeben war» d--n ist .und dah Leute von boder Bedeutung in bet anterikauischen Be tnal urtg waren, die der amerikani­schen Pi'gieruna und ihrer brittfävn Neigungen nicht willfährig waren, so dah der Völkerbund mit feto« schändlichen unam-stkanischen Bedinanngen durch d« Senat nickt angenommen wurde. Seit dem Bekannt» werden de? Plane», den Völkerbund für di« Ärtee^<buU ben der Alliierten verantwortlich ru macken, hatte natür­lich die briiiscke R gierung nickt» eiligeres m tun, al» ab,«leugnen, dah Paish einen offiziellen Auftrag batte. Dies ist tvahr, aber jedermann weih, dah die Britisch« Regierung wiederholt die Talente Sir Paish» benutzt hat, uminoffiziell" offizielle A-beit ,n leisten, sowcck! tx* hem skrieg als während des Krieges, und (float nickt nut in England, sondern auch tm Ausland, einsckliehttch einer wichtigen finanziellen Million nach dem früb-v« deusickieu Reich. Sir George Paish kam hierher lnach Amerikas mit vollem Dissen und der Billigung der Brfe tischen Regierung, um nickt 13. sondern 15 Milliarde« unseres Geldes zn bekommen. Die Sache muhit mtt f» Tertia als möglich Lärm getan werden. Die urfcrfrny sich« Absicht wat. diesen unheilvollen Plan im Völker­bund durckzusefe-n. nachdem die Vereinigt« Staaten Me» fern frommen Plünderbund beigetreten tonten.

Mr. Wilson hatte bet britischen und ber franiöfitoett Regierung versichert, dah er erwirken tonne, Aa% der Senat den Vertrag und die Bund<-Ssahun5en W» auf» i-Tüpfelchen ratifizier«; biete Versicherung wurde in Londoner und Pariser Regierung»- und Finan,kreiten fest geglaubt. So hatten sie zu warten, bi» die Vertinig. ten Staaten sicker in der Falle waren, ebe sie ihre Rupf» und Scktodoveration begannen. Aber Mr. Wilton hat mit seiner Macht zu febr geprahlt. Er konnte M« Ber» eintaten Staaten fern Völkerbund nickt auSliefermAll» muhten andere Mittel angewendet werd«, um cnwttt» nncke» Geld zu bekommen. Ter yölkerbundvlan tritt <4 und auf treten Viscount Grey. Sir William Tvrtel mm Sir Geor<« Paish mit einem neuen Plan, um «nfe# Dollar» zu bekommen, fflreh und Tvttell gingen i» Washington unterirdisch wie Maulwürfe <m, Werk. Aufgabe wat geheime offizielle Mitwirkmm sickerzuftell«, sie erreichten die«, einerlei wa» Mr. Dilson« Lteb» ling»ränkesckmied« lagen mögen. Sir Pailh zögert« n» türlich den Betrag be» Gelbe«, ba» die Amerikaner jatte* tollten, zu nennen. Sckliestlick erklärte et: ®a« land wirklich wünfckt. ist bloh «ine Ausgabe von Völker, bimdssckuldverschteibungen im Beirage von 35 00» Millionen Dollar«. 20 000 Millionen davon find zn zeich­nen von den Bereinigten Staaten und England M» i Bereinigten Staaten haben 15 Milliarden dieser Schulb.

Verschreibungen zn bezahlen und England 5 Milliarde« und zwar bezahlt England mit den Sckuldversckreibim- pen, hie e« schon Mn Vereinigt« Staat« sckuldei. Da» heihi, di« Vereinigten Staaten müssen 15 Milliard« wirklich« Dollar» «inzablen, welcke ein fremder Verwal. 1 tungSrat. tn btnt Amerika nut «ine Sttmme hat. nach ' Belieben verteil« kann und Engtand zahlt feto» Milliarden, die e» den Vereinigten (Staaten schuldet, «in, ' bie auf dieselbe Bette verteilt werden. Ist ba* mcht eine reizende Leistung von Straßenräubcrei ohne ' traft? Tenn, wenn wir 20 Milliarden auf btefe Betfs 1 gezahlt haben, haben wir nack 15 Milliarden voller.

bnndssckuldversckreibungen mehr zu garantieren, welch« i anderen Völkern urteilt nerben sollen, und deren Käufer einen zweieen Pfantemtoruch für «rflntaf w* stufen tm die Staatskasse der vereinigten Staaten hab« I selben, fa£» di« murren Bürg« bankrott geh«,

mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg

Tageszeitung für (das früher knrhesiifche) Obertzeffen

jrünbiHta wird u. a. auSgeftihrt:

j lT Der »ahrheitrbeweis fei dem Angeklagte" « " fe Wesentlichen gelungen. Da» Gericht habe fick -- L Bild von dem Charakter be» Nebenkläger» machen fefe« mch glaube, in den siebenwöchigen Berhaud- ' fergeu dn solche» Bild gewonnen zu hab««. Der DchenstSger fei ein Mang von zweifelloser Begabung. ß«em bewnuderuSwerien Gedächtnis und groß« Tat- fest urtb Rührigkeit, aber von einyn bedauerlich« Ränget en Urteilskraft und gerader« trstaunlicher Ungenauigkeit in «He« hinge«. Im Falle Thyssen liege eine ««»ul« - hge Bermisckung politischer Tätr«keit »nd eigener Geldinteresfen vor. Im Falle

. fergtr hätte der Nebenkläger da» Amt eine» kdtletS keinesfalls aitnehmen dürfen. Gnu Per- feilt« in diesem Falle sei zum mindesten un- lfersiändiS. Im Falle Anhydat W M ®ri' ferner für eine Patentverwertung während be» Kriege» fe ^Norwegen, also für ein recht bedenkliche» i ßorhaden eingesetzt. Im Fallt Hapag hätte trW Nnenbefitz abftoßen müssen, bevor er btt Dttschä- Mgungen der Gesellschaft in die Hand nah« »der er- MMitoe. Aus jeden Fall habe er ««tliche

i »enntmisse dazu benutzt, um l«l«e Geld- htschLfte zu machen. Diese Fälle rechtser- |ige« die Bezeichnung des Nebenklägers^6.5

, »olitisch-parlamentarischen Gesch«fte- feacher, denn sie seien nicht Einzelvorgänge, sondern UrscheinnngSsormen seines Charakter». Im Falle P»p- feit habe »er Nebenkläger feine früheren etlichen AuS-

! kgxni fpäter Lügen gestraft. Im Falte .politische Lügen" seien mehrfache Unwahrheiten dar- tzttan. Daß es sich bei diesen Unwahrheiten nicht um

I hminzektt Fälle handle, sondern um einen «u»fht6 t fer inneren Uuwahrhaftigkeit, werde durch fe« Verhalten be» Nebenklägers bestätigt. Die dritte !Mruptzi de» BeleibigungenUnanständigkeit falle zu- feb'm« mit dieseir verschiedenen Tatbeständen. In

I üTnigtw wenigen Punkten fei der WahrheiUbtweiS t tz-cht eÄracht. Auch soweit er erbracht, bleibe der »ngeklttM strafbar, denn die Umstände ergaben, daß K die Absicht hatte, den RebenHSger zn beleidigen.

| Mrasfteiheft ivegen Wahrung berechtigter Jntereffen fei dem Angeklagten nicht zuzubilligen. Eine strafbare Beleibtgunfl enthielt folgende Aeußerung:Der

l rrebSfchaden Erzberger, der Man« mit ber elferneu ietint, ich spreche ihm öffentlich meine Verachtung Aus, Erzberger ist zu feige, et brückt zur Schande MeurschlandS den Ministerstuhl." Ehreunotwehr konnte

k fes Gericht in keinem Falle annehmen. Der Angr- Üagte fei Angreifer gewesen. Bei der Strafzumessung

l sei namentlich zu beachten, daß ber Angeklagte aus 1 tzaterltnblschen Beweggründen gehau- |fielt habe, möge ihm muh der Haß die Feder diktiert I haben.

D». Helsserich hat sich nach derPost" Vorbehalte«, er gegen das Urteil Berufung einlegen wirb. Sine Entscheidung darüber wird von RechtSgrüuden ab-

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