mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg
Tageszeitung für (das früher knrheffrfche) Oberheffen
M 61
Die „rterteVi'ite Rettung“ erWint fetbsmal wöd'entli*. —Pemassrete mo- natl. °,S0 Jt.—2riit aitifai'enbf Slummern infolge Statt! über elementnret Üteign ffc fein Ersatz — tierlaa »an Dr (L ftiSerotb. — Druck der Uni» « L'uchbr. »on Iah. Äug. fie du Starbt 21/28. — Fcrm »rechet üL.
Marburg
Freitag, 12. Mar; (ffHjiig)
Der Anzeiaenvrei» beträgt für Vie 8 geb Zeile 50 4, emtVAe enb euewär- - c t»nc-n tiae fiO , Reklamexeile i.L0^t. Zu allen Preisen 1'« .Aiisschlao. Jeder Ra^a't atti •'**■ xMlMlye als Barrabatt. Be Auskunft durch die 6e|d)äft»iteUe u. Bermittluna ec Än- «non geböte 25 4 Gonbergebübt. — Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Zrantrurt - M
I Sie KM-skSiWRn ZwWnWe.
•I Dr. Mayer bei Milleranb.
-f jpB. Berlin, 11. März. Im Auftrage bet beut, fr” egiening bat der Geschäftsträger Dr. Mayer am bem Ministerpräsidenten Milleranb daS Be- ! leeren bet deutschen Regierung über den Vorfall im S-ikl bfon ausgesprochen und die Bestrafung der Schul» Hgei z»gesichert. Im Verlaufe des Gesprächs wurden e«6 bk fälle besprochen, die sich neuerdings ereignet habe«. Der deutsche Geschäftsträger bemerkte hierbei, kß lieft Fälle offenbar anders geartet seien. Tie kutsche Bevölkerung sei infolge der Unterernäh- t«w# leicht erregbar, sodaß eS der Regierung jd bet politischen Hochspannung schwer fei, iebe Ausschrei tu »a von vornberein zu verhindern. Der GefchäftS- fräaer verwies hierbei auf das frühere Ersuchen der kutsche« Regierung, die Mitglieder der Kontrollkommis- ßonen «ächten zur Vermeidung solcher Vorkommnisse gicht in tl ifvrm geben. Dieses Ersuchen sei fr über ri*eehbiti worben Ministerpräsident Millerand kam im Anschluß hieran aus die UeBergriffc zu sprechen, die sich kutsche Soldaten gegenüber der Kommission deS General?' ßiiesfel haben zu Schulden kommen taffen. Der Geschäftsträger verwies hierbei aus die Verurteilung dieser Borfäfie durch die deutsche Presse. Er sprach hierbei die toffrtnwg ans, daß es durch die Bestrafung der Schuldigen »Hb die Aufklärung des Publikums gelingen würde, tie Wieberk'br ähnlicher Ereignisse künftig hintan,ubalten Ministerpräsident Rillerand crfiärte hierauf, man wisse, t laß las deutsche Volk leide ,das sei unbestreitbar. Abe> gerade, ften n man Helten und rasch Helten wolle, so würde las außerordentlich erschwert, wenn sich solche Vorkomm tveigwete«.
Eine französische Rote.
r tz. Genf, 12. März. Eine neue Note Frank- «ichs ee Deukschiand betr. die Sicherheit der Mit- tzlieder brr Kommissionen in Deutschland ist von Paris
Millkrands TroMinirn.
Wb. Berlin, 11. März. Nach Pressemeldungen behauptete der französische Ministerpräsident Milleranb, baß Deutschland btt militärischen Bestimmungen deS Versailler Fricdensvertrages verletzte, indem es Waffen und Munition verborgen hätte u. a. m. Im Anschluß hieran stieß er wieder Drohungen ans, die bereits auS seiner Kohlennote bekannt sind und stellte die Unterbrechung der Räumnngssristen und die Wiederbcsetzung bereits geräumter Gebiete in Aussicht.
Hierzu wird von zuständiger Seite n. a. geschrieben: Deutschland denkt nicht daran, irgendwelche geheimen Waffenlager zu unterhaften. Alle Vorgänge spielen sich vor den Augen der Ententemissionen ab. die mit zahlreichen Unterkommis'ionen das ganze Reich überschwemmen. Sämtliche in den Händen der Arm« und deS RcichSwehrministeriumS befindlichen Waffen werden vielmehr den zuständigen EntenieauSfchüsfen pflichtgemäß angezeigt. Wenn der fransöfische Ministerpräsident g'.ckubt, Beschwerde darüber führen zu müssen, daß Deutschland eigenmächtig Kriegsmaterial zerstört habe, so ist ihm entgegenzuhaften- Ter Sinn des in Frage kommenden Artikels 169 deS Vertrages kann für jeden billig Denkenden nur darin gesucht werden, daß das überzähl'ge Kriegsmaterial Deutschlands so schnell und so gründlich wie möglich zerstört wird und zwar auf deutschem Gebiet, denn eS wird darin ausdrücklich festgesetzt, daß die Anslftferung dieser Geräts an die Ententemächte zur Zerstörung auf deutschem Gebiet erfolgen soll. Wenn als» Deutschland schon seit dem Abschluß des Waffenstillstandes, als» noch vor Inkrafttreten der betreffenden Venragsbestimmuitgen, mit dem verschrotten von Kriegsmaterial begonnen bat, so handelte eS damit gerade durchaus im Sinne dieses Artikels.
AuS drn 9lbftiminnn(tfflcbicteiu
Berlin, 11. März. Nach einer Flensburger Meldung der „Voss. Ztg." hat die interalliierte Kommission das Flaggverbot dahin abgeändert, daß nur daS Beflaggen von öffentlichen Gebäuden und Schaufenstern verboten ist. Von der Höhe deS ersten Stockwerks an dürfen alle Privathäuser soviel flaggen, wie sie wollen. Auf diesen Beschluß hin haben dir deutschen technischen Berater der interalltierte» Kommission ihre Tätigkeit wieder ausgenommen.
tob. Mari enwerder, 1t. März. Nach den „Neuen Westpreußischen Mitteilungen" sind durch eine Zkkanntmachung der interalliierten Kommission für das Abstimmungsgebiet Marienwerder mit Wirkung vom 12. März ab neue Postwertzeichen eingesühri. Die alten Briefmarken können bis einschließlich 20. März verwendet werden.
Tie Eingriffe In die deutsche Gerichtshoheit.
wb. B e r l t n. 11. März. Die interalliierten Kommissionen für die Abstimmungsgebiete von Oberschlesien. Ostpreußen und Westpreußen haben in den letzten Tagen eine Reihe von Verordnungen ertasten, wodurch in weitgehendem Umfang in die GerichtSorgauif ation und das Gerichtsverfahren eingegriffen wird. Alle diese Maßnahmen ft-'tjen mit den Bestimmungen de» FriedenSver- trage» in Widerspruch. Diese Bestimmungen geben den interalliierten Kommissionen lediglich die allgemeine Verwaltungsbefugnis, erkennen ihnen aber ausdrücklich das Recht ab, solche Maßnahmen zu treffen, für die es nach deutschem Recht eines gesetzgeberischen Alle» bedarf. Ucbrigcnä kann die Freiheit der Volksabstimmung unmöglich dadurch bemträchtigt werden, daß die deutschen Gerichte außerhalb bet Abstimmungsgebiete als obere Instanz für Entscheidungen der innerhalb dieser Gebiete besindlichen Gerichte tätig werden. Die deutsche Regierung hat miS diesem Grunde sowohl bei den interalliierten Kommissionen al» auch bei der Friedenskonferenz in
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tot. Paris. 12. März. Nach einer Havasmrl- Inng stehl zu rmarten, daß die französische Negierung ftr bf« tw Deutschland getöteten französischen Soldaten stne bedeutende Entschädigung verlangen wird, Hnlich wk im Falle Mannheim.
t* Untersuchung gegen Prinz Joachim Albrecht.
ög. Berlin, 12. März. Das ErmittelungSver- Ifre* -egen den Prinzen Joachim Albrecht von Dreutze» ist sofern in ein anderes Stadium getreten, i die Untersuchung wegen tätlicher Beleidigung ei« - rHestelkr worden ist. Es wirs gegen den Prinzen :W« noch «iw Ermittelungsverfahren wegen Nötigung ^DrlgefShrl.
wb. Berlin, 11. März. (Amtlich.) Die fran- Mischca Soldaten, die sich in Wernitz des Wilderns frldig gemacht haben, gehören zu der Kommission, der sie Ueörrwachung des Flugwe'ens obliegt. Diese Kom- ksifsioi» wird von dem englischen General Mastermann ■ bet dem Auswärtigen Amt auch bereits das ifcgebwi# einer von ihm angeordneten Untersuchung des Vorfalles Überreicht hat. Ter französischen Regie- slg wurde wegen der Vorkommnisse im Hotel Adlon ÄS Dedcknern ausgesprochen, weil hierbei außer Mit- Wederw interalliierter Kommissionen auch ein Herr fc Mitleidenschaft gezogen worden war, der zu der h Badew-Baden tätigen französischen Kommission ge- Ort. I» Falle Wernitz haben wir eS mit der Snteute •H Ganzer zu tun.
Sos LkM» VMttll.
Eine deurscke Note an Llovv George.
wb Berlin, 12. März. Der deutsche MchSstS- Ääger iw London bat dem Premierminisier Lloyd George
Note iberreicht, in der die deutsche Regierung mit- E, baß bk Auslieferungslisten der Verbündete« bem <1 ÄtttctiHewwü beim Reichsgericht in Leipzig über- bitte’i Wochen sind, damit gemäß bem Gesetz zur Brr- 'Mgung vvw Kriegsperbrechen baS Erforderliche veran- ■8t tottoe. Weiter heißt es in der Stote: Inzwischen ist M vv« der deutschen Skgieruna einaebracht'r Gesetzent- «wrs za? Ergänzung dieses Gesetzes von der National- i ! ^rfankmlung angenommen worden. Zunächst beseitigt
Gefetz olle Hindernisse, die einem neuen Verfahren ; riet« Amnestie oder dergleichen ent-rgensteh.m s^twn. Ferner schreibt das Gesetz vor, daß eine Ein- •faltig M Verfahrens ober die Ablehnung der Wie- r:'’sm eines früheren Verfahrens nur durch Lm- M^eidur« des Reichsgerichts selbst erfolgen kamt. Die Vorschriften geben alle denkbaren grsetz- Wfr» Gavantiett für eine erschöpfertde und unparteiische chuus. Die deutsche Negierung fordert, daß Ber- im besetzten Gebiet nicht mehr vorgenommen Sp® b« Limits ststgenornmenen Deutschen dem drut-
Reichl zur Verfügung gestellt werden. In gleicher | E"' teilen auch diejenigen Deutschen in die Heimat ZW «n-v»;'rew sei«, die bisher wegetr Beschuldigungen der Art in Ser Kriegsgefangenschaft zurückgr- find.
wb. Paris, 12. März. Die Botschafterkonferenz beschloß, dem Verlangen der deutschen Regierung, ihr eine gewisse Anzahl Militärflugzeuge zu Polizeizwecken zu belassen, nicht Folge zu geben.
DaS Schiedsgericht zue Schlichtung zivilrechtlicher Streitigkeiten zwilchru Deutsche« und Franzvfcn,
wb. Pari». 10. April. Da» gemischft Schiedsgericht zur Schlichtung zivilrechtlicher Streitigkeiten zwi- ftfren Deutschen und Franzosen, das im Friedensvertrag von Versailles vorgesehen ist, hat sich gebildet und wird am Mittwoch seine Eröffnungssitzung abhalten. Ta? Schiedsgericht umfaßt vier Abteilungen, bte je au3 einem neutralen nach zu bestimm-nben Vorsitzenden und je einem deutschen unb einem französifch-n Schiedsrichter bestehen. Als deutsche Richter n-erden wirken: v. Richt - Zofen, Justizrat in Leipzig, Felip Serbin, Rechtsanwalt in Dresden, Dr. Herwegen. Justizrat vom Lmidgericht in Düsseldorf unb Justizrat Biegeleben uom Landgericht in München.
Tie lnternatienale Anleihe für Dentschlanb.
kg. Notterdam, 12. Marz. Wft gemeldet wird, ist die Gewährnng einer internationalen Anleihe an Deutschland von einem vorherigen Antrag D-ni'ch- lands an die Verbündeten abhängig. Die verbündeten Regierungen sehe« einem entsprechenden Antrag für die beiden nächsten Woch-n entgegen.
wb. London, 10. März. Reuter meldet: Man glaubt, baß der Völkerbundsrat die interessierten Länder einladcn werde, «n einer Konferenz zur D sprechung der europäischen Finanzkrife, die am 3. April in Brüssel stattfinden soll, teilzunehmen. Man glaubt auch, daß Deutschland 6d dieser Konferenz vertreten sein werde.
Ter T»deSstvh für bett Friede«,«vertrag.
tu. Genf, 11. Aug. Die Aeußerungen, die Wilson In einem Brief über ben französischen Militarismus ge« macht hat, habe« in Paris Mißfallen erregt. ..Petit Pa« risirn" läßt sich aus Dashingto« telegraphieren, baß der Brief Willons dem KricdeuSvertrag den Todesstoß verseht habe.
Ein neuer ltalienisSer Sefchättstrsger in Berlin.
wb. Rom, 11. März. T<r „Seeoio* vernimmt ans Rom, baß de Martino, ehemaliger Direktor an Ministerium bei Auswärtigen und Kanzleichef der italieni« scheu striedenSaborbnung in Pari», offiziell zum Geschäftsträger in Berlin ernannt worden ist. Graf S l - bobranbt, der NÄ gegenwärtig al» italienischer Geschäftsträger in Berlin aufhält, ist für einen anderen Posten in Aussicht genommen, de Martin» toird sich in den ersten Apriltazen nach Berlin begehen.
Engllfchr SchiffSkäufe l« T-nemark.
London, 12. März. Infolge be« hohe« Stande» deS Sterlingkurses in Dänemark haben sich bie englischen Reeder nach Dänemark gewendet, um dort Dampfer zu erwerben. Mehrere dänische Sesellschatteu haben auch bereit» ihre Schifte an England verkauft.
Pari» auf das nachdrücklichste Benvahrnng gegen die getroffenen Anordnungen eingefegt. Aller Voraussicht noch «nerben die deutschen Gerichte weder die Zuständigkeit der von den interalliierten Kommissionen geschaffenen neuen Geriete noch di« Rechtmäßigkeit der erlassenen V'rfabrenSvorschriften anerkennen. Endlich hat die bcufWe Reaieriina keinen Zweifel darüber gelassen, baß eS feinem deutschen Richter zuaeiinllet werden könne, unter Aufsicht und unter Mitwirkung von fremden Staatsangehörigen Recht zu sprechen, unb daß alle deutschen G-rschtsbeamten c» als ihre Pllichi ansehen lver- hen, iebe Mitwirkung an der Durchführung ungesetzlicher Maßnahme« abzulehnen.
AitS dem besktztkn (Vtbitt.
wb. Paris, 12. März. Nach einer Meldung der ..Daily Mail" aus Köln Hal Marschall Foch einen Kriegsrat ab"ehallen, bem auch Marschall Wilson beiwohnte. Es sei sehr wahrscheinlich, baß bie fron« -ösischen Truppen in Kürze einen neuen Teil beS besetzten Gebiets übernehmen unb daß bann einige englische Bataillone zurückgezogen würden.
me. Mainz, 11. März. Gestern besuchte Marschall Foch auf der Rückreise nach Paris die Stadt Mainz und wurde von General Deqrutte am Bahnhof mit sämtlichen Cffütereit empfangen. Nach einer Parade ,.nd ellrem Festmahl im Schloß reiste der Marschall am Abend ab.
mc. Höchst e. SS., 1t. März. Tie französischen Truppen des Kreises Höchst sind heute vormittag a6- gerückl unb werden durch neue Regimenter ersetzt. Als Gntnd der Ablösung kommt die schwere Erkrankung zahlreicher Marokkaner an Grippe LuuzEnlzündung und FrostschLen in Betracht.
Frankfurt a.11. März. Der Bürger-AuS-- schuß teilt mit: Von fachmännischer, gut unterrichteter Seite wird uns mitgeteilt, daß zurzett im besetzten Gebiet wieder gewaltige Hslzverschiebungen nach dem Ausland stattfinben. So standen vergangene Woche in der Slane von Wiesbaden weit über 100 mit Holz geladene Eisenbahnwagen zur Abfahtt ins Aus- (anb bereit. Da mit Bestimmtheit anz»nehmen ist, daß eine Genehmigung hierzu von der zuständigen Stelle nrcht erfolgt ist, wurde bie Ausfuhrzentrale (Abt. Holzausfuhr) inzwischen bewachrichtigt.
tob. Lölu, 11. März. Ter drohende Aus- stand im Kölner Großhandel wurde In letzter Stunde dadurch vermieden, daß der Lngestetttenschast je nach Alker unb Familienstand für das 1. Vrerteljabr 1920 eine sofortige Teuerungszulage von 150 bis 25Q Prozent deS derzeitigen Tarifgehalts bewilligt wurde.
ZkiE«tl8l!chii!i!ik!!tü!schkkhMiittciii ie liest in Mn WWW M sZWtn EMMen ess.
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154. Sitzung Vorn 1 L Mär».
Präsident Ke b re «Lach eröffnet die Sitzung rnw 12 U6r 15 Minute«.
Die Anleibedenkickrift für da« Reich wich ohne «,* fvrekbe »ur Kenntnis genommen.
Das Gesetz über die Erhebung der Biersteue« wirb in allen drei Lesungen onaenommen.
Es folgt die dritte Beratung de» Entwurfes eiruk Lanbessteuergesetzes.
Zu 82 (Inanspruchnahme von Steuern durch das Reich schließt die Erhebung gleichartiger Steuern vurch l ie Länder usw. aus) beantragt Aba. k ch neider« kranken (Bavr. Volksp.) Ablebnunq wegen Versalluna«- mibrigfeix. Ebenso sei die Annabme dieses Daragravb«» mit einst:cb.-r Mehrheit verfosfuna»widrig.
Zu den 85 3—6 nrro bestimmt, daß das Reich leinew Länder« und Gemeinde« die Einnahme« aus fnnfli Steuern in der bisherigen Höbe garantiert. 91 rubrum» am in ber Höhe bet Steuern nach bem 5. März bleibe» außer Ansatz.
Unterstaatssekretär M öSle bittet, es bei der Aasiung !« zweiter Lesung brtornben zu lassen. Eventuell formte noch dem Antrag der Mehrhritsparteien der 10. Mär» !s Stichtag in Frage kommen.
Der Antrag der Mehrdeitsvarteten (Stichtag am 10. Märzl toirb anamemmm, ebenso ein Antrag Braun- Franken (Soz.), wonach Benderungeu des garantierten Betrage- nur für Aufaabm erfolgen, bte das Reich 1919 von be« Länder« unb ßkmeinbm übernommen bat
Der Antrag be» Abg. Dr. Becker-Dellen (D.Vvt.) Mwffrnb ungerechtfertigte Wmbentnam unb betr. Ra- lchiebung her BeweiSlasien an dm ReichSsinanzminisier wird ht namentlicher Abstimmung mit 174 gegen 63 Stimmen abgelebnt.
Der Rest bei Gesetzes wird tm wesentlichen nach bet Beschlüssen bet »weiten Lesung ««genommen, ebfnfc m ber Gesamtabstimmung.
Sodann wirb bie britte Beratung bei ffnttourfl ehe Reichseinkomme«ste«etgesetzeg z« Ende geführt.
8 23 (Wolbnutzungen) wirb nach den Beschlüsse« bet Nveitcn Lesung angenommen. In ber Gesamtabstimmnng wirb do» Gesetz angenommen.
Die Berichte be» Ausschusses füt Bollswfrtschaft »ach I iefenigen des Ausschusses füt so»iale Angelegenbeite» werbe« erledigt.
Freitag vormittag 10 Uhr: Snfregen, kleinere Bor- lagen. Schluß nach 8 Uhr.
Lkbensmittklnnrnhtn in München»
wb. München, 11. März. Al» heute die «4 2Vt Pfund die Woche gekürzten Drottattoue« mi»ge* geben wurden, kam eS nachmittags» trotz vorauSgo« gangener Warnng de» Polizeivräsitzenten zu Hunqew krawallen, an denen sich namentlich Weiber, Kindel unb Arbeitslose beteiligten. Sie zogen vom Wefteng nachdem Marienplatz, wo sie die Polizei kette durch« brachcxx und schreiend zum abgesperrten Rathaufe vov« drangen, aber schließlich zurückgewiesen wurden. Tel Abordnung, bie zum Bürgermeister dringen wollte wurde de. Zutritt verweigert und die Demonstranten schließlich durch Reichswchr und Polizeiweht zerstreut.
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Die neue WahlkreiSeinteilnnq.
wb. Berli n, 1L März. Der Entwurf füt Me Wahlkreiseiuteilung, die ein Bestandteil deS neue» Reick>stagSwahlgefetzcS bilden wird, lst vom Setib*« Ministerium de» Innern nunmehr ferkigaestellt worden. Der Bericht beruht auf den vorläufigen Ergebnissen des Volk»zäblung Vom 8. Oktober 1919. Er teilt dal Reichsgebiet in 122 Wahi kreise ein. 62 Wahlkreise sind für die Wahl von 4. 23 für btt Wahl von 3 und 37 für die Wahl von 5 Abgeordneten bemesse«. Mehrere Wahlkreise werden jeweils zu einem Bet» bandSwahlkrek» zu^ammengefaßt. Insgesamt sind 23 Wahlverbände vorgesehen und zwar 8 mit je 4, 6 mit je 5, 4 mit je 8, 4 mit je 7 uns ein W-chl- vrrband mit 8 Wahlkreisen. Tw Veröffentlichung d«S Entwurfs erfolgt in ben nächsten Lagen.
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Tie Lage in der Türkei.
wb. Amsterdam, 11. März. Der „Telegraaf" meldet auS London: Tie Konferrnz der Brrbüiioerr» beschäftigte sich von neuem mit der türkischen Frag«. Tic Lage der Türkei scheine beforgnisercegend zu fern, ‘V i „Tempi" stehe man am Vorabend tiitij4«f U . f i S n i j j e in der Türk«. Mustapha Kemal ssll versucht haben» mit den Arabern in Syrern Vep- bindung ax-fzunehmen.
„Daily Chromcle" meldet, baß die Truppen ber Vtlbündelcu die strategischen tunkte soioohl im Süden al» auch tut Nocven des Goldenen Horns besryr« würden. Der Zweck dieser Besetzung ser, den Ford«* mngen der Berbündererr Nachdrnä zu oetteihe^