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.B6en Lebend, die mit Vaterlandsliebe nichts zu tun hat

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Pflege drS Biehe», Zusammenstöße.

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Polen.

März. Ter neuecnannte polnische

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Obethefll'cke Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. vezugsprei, mo- -Süt ausfal!«ndeNua!mern infolge Streik» oder elementarer Ereign isse

Verlag »an Dr. <L Sitzerath. Truck der Univ Bnchdr.

' von Joh. Aug. « » ch. Markt 21/23. Krrni»«ch«r 65.

Die ErnährungSnot in Danzig.

Danzig, 9. März. Infolge ErnährungSschwierig- Jeiten hat der Oberkommissar Tower angcordnet, daß in Schweden 2000 Tonnen Roggen im Umtausch gegen Waren gekauft und der Danziger Brotversorgung zuge­führt Verden.

Millkrands Ttellunq erf (Wittert?

tu. Eenf, 9. März. In der parlamentarischen Welt Frankreichs wird gegenwärtig eine heftige Agitation gegen den Ministerpräsidenten Mille­rand getrieben. In dem Kabinett wi d stark da­rauf hingearbeitet, Millerand zum Rücktritt zu bestimmen und einem nationalen Ministerium unter Leitung Barthous Platz zu machen.

vessarabiea an Rumänien.

Wb. London, 9. März. Der Oberste Rat beschloß, die Vereinigung Bessarabiens mit Rumänien anzner- kennen, sobald die Rumänen sich von ihren augenblick­lichen Stellungen östlich der Theiß auf die sogenannt silemenreau-Linie zurückgezogen hätten. Die zur Fest- sehung de» Zeitpunktes der Räumung ernannte Kom­mission fuhr gestern von London ab.

sriru bei bet» Spielen deS deutschen Liedes zwei deutsche berrrn sitze» geblieben. Sie hätten sich, zum Aufsteben ousgelorbert. geweigert mit dem Hinweis, daß au einem nndern Tisch ebenfalls einige Gäste die Franzosen * sitzen geblieben seien. Nunmehr habe die erregte Uäfteversammlung um beide -Tische eineu Ring gebildet. Nnb da sich die Fremden wie auch die beiden Deutschen dicht dazu verstehen wollten, den Forderungen der anderen ltzäste nachzukvmmen, sei cs zu heftigen Redekämpsen ge­kommen, bie allmählich zu einer Schlägerei ausarteten Prinz Joachim Albrecht habe in keiner Weise das Zeichen dazu gegeben. Er habe sich vollkommen zurückgehalten und ßeäugert, wie unangenehm solche Auftritte seien, da Inas dabei immer Gefahr liefe, als Zeuge geladen zu tverden.

Grundsätzlich sind Tätlichkeiten gegen Angehörige aus- Kndischer Missionen scharf zu mißbilligen, da sie dem

Tas Intenrafonalt Wirtschaft-proiramm

wb. Rotterdam,». Mär,. LnutRieuwe Rst- tzerdamfche Canrnnt" meldetDaily Ehronicle", daß bas onaekünditzte Wirtsthastsprogramm solgendc Hauptpunkte enthalten wird:

Die Heere nnb Flotten müssen auf das Mindestmaß herabgesetzt «erden. Die freundschaftlichen Bezieh­ungen zwischen bett Regierungen sollen gepflegt und äußerste Sparsamkeit den Regierungen und Böl- kern zur Pflicht gemacht werden. Deutschland soll Zeit gelassen werde», feine Entschädigungen zu bezahlen. Dies« Entschädigungen geften a's Bürgschaf­ten für die Anleihen, diertzie Verbündeten im Auslände unterbringen, um Kapital zu herrf)apen, das zur Wiederherstellung der verwüsteten Gebiete ^tw endig ist. Deutschland wird «beftfalls gestattet, Anleihen im Ausland« unterzubringen. Man'wird ihm bei-Be­schaffung von Lebensmitteln und Rohstoffen zur För­derung seines Erzeugung-Vermögens behilflich fein. Dann soll eine internationale Finanz?o m- Mission gebildet werden. Zur Erri-lung deS Gleich­gewichts der Aechse'kurse soll der Abschluß v»n inter­nationalen Handelsketten gefördert werden.

Die franzSsischen Abänderungen angenommen.

wb. Pari», 1». März. (HavaS.) Wie die Blätter melden, babenEngland und Italien die Abänderun­gen MillerandS zum Wirtschaftsmanifest ange­nommen. DerMatin meldet, im Wirtfchattsmanifest sei die Stelle über dir Anleihe Deutschlands unter- drückt worden.

Dcr Zwischenfall in Bremen.

wb. Bremen, 10. März. An einer durch BoeS- mannö Tel.-Büro verbreiteten Darstellung der vvr- gkstrigrn Zwischenfälle heißt eS: Bor Hillmannö Hotel, in dem sämtliche Offiziere einguartiert waren, hatte sich am Mittag eine große Menschenmenge eingefunden. Die SicheiheilSpolizei verhinderte den Zutritt zu dem Hotel. Die Abfahrt der Offiziere mit dem Abendzug« vollzog sich ohne weitcre Zwischenfälle. Da» Gar- nisonkommando nimmt zu den Vorkommniflen u. a. wie folgt Stellung: ES muß darauf hingrwieseu werden, daß sich die fremdländischen Offiziere nicht in Uniform mit Orden in den Straßen und Lokalen der Stadt zeigen, da das auf die Bevölkerung provo­zierend wirken muß. Unter der Volksmenge be fanden sich naturgemäß auch viele Uniformen, die selbstverständlich der radikalen Presse, vielleicht auch dem Ausland Veranlassung zu der Behauptung geben, die Lärmszenen seien durch die ReichSmehrtruppeu ver­anlaßt, was naturgemäß nicht der Fall ist. Dies hat seinen Grund Itarm, daß auf der Straß« jrd«r dritte »der »irrte Mann Uniform trägt, zum Teil mit Abzeichen, zu deren Tragen er nicht berechtigt Ist.

Der Drnck mit bie Türkei.

Basel, 9 März. Einer Londoner Meldung folge ist ein britischer Geschwader ausgelaufen, um

Geschäftsträger, Bevollmächtigter Minister Szebeko. hat dem Reichsminister bcS Auswärtigen heute sein Be­glaubigungsschreiben überreicht.

wb. Danzig, 10. März. Aus diele» Orten östlich der polnischen Korridors laufen bittere Beschwerden über B e r l e tz u n ge n de S Briefgeheimnisses durch die Polen ein. Seit einigen Tagen werden Briefe, die aus Deutschland kommen, einerlei woher, selbst ein­geschriebene Briefe, in Dirfchau angehalten und von der Zensur geöffnet.

Dir Reist bei Prinzen von Wale- nach Australien ist verschoben worden, well auf dem zur Ueberfahrt bestimteu Kriegsschiff die Grippe ausgebrochen wäre.

Die Frage der Auslieferung de» Kaisers ad« geschlosie«.

tu. fionbett, 9. März.Daily Throntest" erfährt, daß die holländische Antwortnote in der Frag« der Auslieferung des ehemaligen Deutschen Kaiser, den Abschluß der ganzen Angelegenheit bedeutet. Die Verbündeten würden aber die öffentliche Meinung sicher auf ihrer Seite haben, wenn sie es versuchst», einen weiteren Druck auf Holland auszuüben.

Wilsons Widerstand gegen die Borbehalte.

wb. Amsterdam, 9. März. Laut .Telegraaf" mefbet .Times" aus Washington, Wilson setzte allen Versuchen, ihn zur Annahme der Lodge-Vorbehalte zu bestimmen und eine Lösung in der RatiftkationSfrage zu finden, unveränderten Widerstand entgegen.

Italien.

wb. Mailand, 10. März. Die Blätter künbi- gen btt unverzügliche UmgestaltungderRegie- ruug an. Nach allen Anzeichen werden von den Katholiken Meda und andere Persönlichkeiten in das Kabinett eintreten. Meda soll daS Portefeuille der Finanzen übernehmen. DerAvanti" versichert, daß Bonomi, der den Reformsozialisten nahesteht, Kriegsminister werden wird.

Nach den Blättern hat der AuSstand im Gebiet von Novara einen erbitterten Charakter angenommen. Alle Arbeiter haben sich mit bett Landarbeitern soli­darisch erklärt. Alle Landarbeit, besonders auch die

regierung wird ebensowenig zögern, zivil« Berstöße gegen Sitten und volksintereffe» schonungslos zu ahnden. Sie denkt nicht darin, ihre Polittk durch einen Radaupatrio- tirmu» durchkreuzen zu taffen, der auf Kosten de» ge­samten Volke» sein häßliche» und ^jährliche» Sstsel treibt. Szenen, wie wir sie in bett letzten Tagen erlebt haben, können nur bewirken, daß die wenigen Stimmen in außerdeutschen Ländern auch noch verstummen, die sich nach und nach zum Sprecher für unser» Rot und unser Recht gemacht hast«.

ENsilllNd.

wb. Amsterdam, 9. März. DerTelegraaf" meldet aus London: Lloyd George erllärte int Unter» Hause i« Bezug auf das Gerücht über den Verkauf der westindischen Inseln an Amerika, die englische Negierung habe nicht die Absicht, irgend einen Teil des britischen Reiches zu verkaufen ober zu vertauschen,

Marbnra

MiUmch, 10. Miirr (frijtng)

Kriegsflotte in den Dardanellen zu verstärken. Bis Ende Marz soll da» englische Geschwader im BoSporu» auf 25 Krieg»- und Begleitschiffe gebracht werden. Auch in Adrianopel sind englische Truppen eingetroffen.

Pari», 9. März. Die englische Regierung hat sich entschlossen. 50009 Mann auS Kleinasien nach Kon­stantinopel zu senden. Wie die Pariser Ausgabe der .Daily Mait" meldet, beabsichtigt die englische Re­gierung mit der Entsendung dieser Armee keineswegs eine dauernde Besetzung Konstantinopel». ES soll damit nur eine Druck auf die Türkei cmSgeübt werden. Bon einer .Besetzung Konstantinopels" kann nicht gesprochen werden werden, da diel« längst erfolgt ist, höchsten» von einer verstärkten Besetzung.

wb Amsterdam. 9 Mär». TerTelegraaf" mel­det oit« London, daß die englische öffentliche Meinung bie Vertreibung der Türken aus Konstanttnopel fordert.

Wie die Blätter mr» London melden, erllärte Llovd G<mrge ftn Unterbaute, in Eifi eien seien den letzten Nach­richten zufolge 15 000 Armen ier niederge- metzelt worden. Die ftanzSsikche Regierung habe dem- wnbe Maßnahmen getroffen, General Souraub habe Verstärkungen gesandt, um bie Lage für die Franzofen in Minen wiederherzustellen und die borthen Armenier zu schützen. Französische Kriegsschiffe seien bereit- nach Mersina gesandt worden. Der größte Teil der verbünde- te» Flotte werde sich an dieser Aktion nicht beteiligen, son­dern in Konstantinopel bleiben. In Bezug auf die Meldungen über Armeniermetzeleien ist Vorsicht am Platz

die iWMdmk der Miml- MääM

Ablehnung de» Auflöfuugsantrage«.

158 Sitzung der Nationalversammlung vom 9. März.

Vizepräsident Dietrich eröffnet bie Sitzung um l Ubr.

Auf eine Anfrage des Abg. ftun ert (US.) wich

Ein Aufruf der Rrichsregierun».

wb. Berlin, 9. März. Die Reichsregierung er« #61 folgenden Aufruf:

WKdnderlkmWeuHkbttMlW- - fionnnüM als Mlddiedr.

Ein Franzose tot.

tr wb. Berlin, 10. März. In der Gemeinde Wernitz p, der Mark wurden gestern 8 Wilddiebe, die mit einem Hut» »»« Berlin gekommen waren, auf frischer Tat ge-

gellt. Di« Wilddiebe wurden aufgefordrrt, sich »u er« ftien; vier leisteten dieser Aufforderung Folge, bie vbrl- gtn »ier versuchten zu entfliehen. Die Flüchtlinge wur- zeu mrhrere Male vergebens aufgefordert, flehen zu Heißen. Schreckschüsse wurden von den Fliebenden mit Aewehrfener beantwortet. Zwei der Wilddiebe ergaben ßch, ein dritter blieb verwundet liegen, der letzte entkam.

. Der Verwundete wurde sofort zu einem Arzt «ach Vuftermork gebracht, der indessen nur noch den sofort Hngefrefettett Tod feststellen konnte. Bei der Brr- b* Amtsgebände zu Wernitz stellte sich heraus, daß H« Wilderer Angehörige der französischen geb e r t» o ch u n g 8 k « m m i s s io n für da? Flug Jesen waren. Der Inhalt der empfangenen Meldung ist orm Auswärtigen Amt sofort dem hiesigen französi- ' ttpr- w-schäftxträger übermittelt wordeu.

mit dem Krelsblatt für den Kreis Marburg

Tageszeitung für (bas früher kurhesiische) Oberhesiest

Marschall Fachs »eise«.

wb. Mainz, 9. März. Marschall F»ch ist heute nachmittag von Köln-Koblenz kommend, zn einem kurzen Besuch« hier ringrtroffen. Er reist heute abend nach Paris weiter.

wb. L ü t t i ch, 9. März. (Havas.) Marschall Foch erllärte, daß er nach Warschau zu reisen ent­schlossen sei, ttm dort die polnische Armee zu begrüßen. Ueber daS Datum der Reise könne er noch nichts Be­stimmtes sagen, doch sei es sicher, daß seine erste Reise der polnischen Republick gewidmet sein werd«.

Der Bnzeigonvrrt« beträgt für die 8 gelt) Zeile 50 4» amtlich« und au,wär-1 - r q.u« title 60 , Reklame,eile l^iO-ck. Zu allen Preisen io«!. Aufschlag. Feber Rabatt gilt I w xMimye als Barrabatt. B« Auskunft biggti Vie Sefchättsstell« u. Vermittlung der Aw geböte 25 4 Sondergebühr. Poftfcheckkoat»: Nr. 5C15 Amt Frankfurt a. M

Reiche, wie bie Dinge nun einmal liegen, nur zum Scha- ; ben gereiche». Freilich ist nicht zu übersehen, daß das

Rerhakte» der feindlichen Staatsangehörigen in Deutsch­land bie deutsche Geduld vielfach ayf eine schwere Probe l stellt, wen« man nicht an absichtliche Herausforderungen r denken will. Die Rücksicht auf die augenblickliche Lage bcs Vaterlandes sollte aber in jedem Falle zur Zurück­haltung zwingen. Man kann sein Urteil über die Herren Ast bet Siegerpose auch durch einfache Nichtbeachtung tnb Bermetdung eines Zusammenseins mit ihnen auS- btÜdCÄ.

regierungsseitig geantwortet, daß von der Regierung ReichSwehrminister Nvske aus Anlaß des Falle« Marlotz Geld zur Verfügung gestellt worden sei.

Aus ritte weitere Anfrage des Abg. Kunert wirb geantwortet, es sei nicht wahr, daß sich der Reichswehr« minister über die Immunität von Abgeordneten hm« weggrsetzt habe.

Ergänzende Fragen de« Abg. ftttnett werden vom Vizepräsidenten al« unzulässig abgclehnt, waS dieser alS gesckästSwidrig bezeichnet.

Auf eine Anfrage deS Abg. Deglerk (Teuttonatl) roirb geantwortet, daß in den Durchgangslagern Druck­schriften verfchiedener Richtungen ausliegen Ein Druck auf die Soldaten zur Entnahme von Schriften besonderer Richtungen werde nicht ausgeübt. Die deutschnationale» ~»t Flugschriften amtlich zu verbreiten fei nicht angängig.^

Auf eine Anfrage deS Abg. Dr. Beck, er-He"«» l(D. Vvt.) roirb geantwortet, baß btt Entwurf einet Verordnung auSgearbcitet werde, um den Mißständen bei den Veräußerungen von Grundstücken entgegen} utrrtfiL Auf eine Anfrage des Abg. Herrmann (Dem.) wird geantwortet, daß bie Reichsregierung wegen bet

Notlage bet Presse

monatlich 10 Millionen Mark zur Verfügung stellt, unter brr «ovausfetzung, baß btt Länder billiger Sol, zur Vev- (rang stellen . Hierüber schweben Verhandlungen.

Auf eine Anftag« be» Abg. Obersobre» (D.A.s wirb geantwortet, daß die Reichsregierung den lande»« verräterischen Umtrieben tu Schleswig mit aller Energie eutgrgentreten werde.

Nach weiteren unbedeutenden Anfragen hübet die Beratung dr» AntragrS Arnstadt (Teutfchnatl)statt bett. Bekanntgabe be» Gesetzentwürfe« jur schleunigsten Vorlegung des neuen Dahlgesetzrntwurfe» uf» und

«nflösung bet Rational versammln «« am 1 Mai 1990.

OTg. Gras Posadowskv (Deutschnatl.) begrün­det den Antrag: Die Nationalversammlung wat be­stimmt die Bttfasfung zu schaffen, die dringendsten Hebet* gangsveeordnungen, das Wahlgesetz für den Reichstag nnb da« Wahlgesetz für da« ReichSobrrbaupt unter Dach » bringen Seit */« Jahren wird getagt, ohne zu wissen, tob lange wir noch tagen werden. Der jetzige Zustand ift nrrfaffnne«»(btig. Die Nattovalvlrsammlungbat ihre Aufgabe erfüllt, sie bat sich überlebt M- vvn der Rechten vertreten durch traft« Anträgt bet demokratischen Standpuntt. (Heiterkeit. Zwischenrufe.) Ae von der Mehrheit den He«rn>Standpunft.

RetchSwrhrminister Ko ch : E« ist envünfcht, bk «rbett bet Nationakversammlunq möglichst bald »um Abschluß M bringen, aber bie Beratung bet Gesetze darf nicht überstürzt werden. Auch wenn eS nicht gelingt, da« eine ober andere Gesetz zu verabschieden, wird die Regierung die Wahl unmittelbar nach der Ernte im Herbst stattfinben lassen. D« Nationalvrrfammluntz muß so lange in Kraft bleiben, bi« der neue Reichstag zn- fammenqetrrttn ist. Da« HauS mit» eine unerhörte Fülle wertvoller Arbeit in einem Vt Jahr geleistet habens Vorwärts und auftyäri«. (Verfall.)

Minister Dr. Bell: Nachdem e« ttn« unter de» größten Schwirrigkeitrn gelungen ist, die Verrrichlichung btt Einnahmen in bk Wege zu letten, muß doch der Nasionalvrrsammlung daran liegen, bie Uebernanrnt bet Eisenbahnen auf ba» Reick nun auch gesrtzsich so bald rott möglich unttr Dach und Fach zu bringen.

Abg. Hoch (So».): Auch wir wollen btt National­versammlung nicht eint Minute länger zusammenhaltet« als es nötig ist. Wit müssen im gerbst bie Wahlen bobtn. Alle die nötigen Gesetze müssen sämtlich fertiggestellt smu Bis dahin muß bet Belagerungszustand ausgehoben fein. Mit den planmäßigen Störungen der Versammlungen durch dir Anhänger der Rechtsparteien hängen bte skan­dalösen Vorgänge im Hotel Glon eng zusammen.

Minister Koch: Wit werden die nötigen Gesetze dem House votlegen. Es wird an bet Arbritsfteudigkett de» Hause» Ikfltn, sie fertig,ustcllru.

Abg .Brodanf (Dem.): Wit Perwahren un» gegen ben Vorwurf, daß wir an unteren Mandaten kkben. Die Treibereien der Rechten werden keinen Boden im Volke m»- ben. Wa» wir hier geschaffen haben, sind keineswegs rofl. Errungenschaften bet Revolution. Wir lehnen dep Antrag ab und sehen bett Wahlen mit Gelassenheit entgegen. Die überwältigende Mehrheit des deutschen Volkes toi» da» Werk bet Nationalversammlung al» «ne rettend« Tat »»sehen. ,

Abg Henk« (U S): Wir wünschen tm? mit unseren Mäklern sobald al» möglich ausrin-mderzusetzen und stimmen daher dem Anträge zu. Dk Rede be» ®takn Boiadowskp, so maßvoll sie war, roiri) niemanden !>g;wn überzeugen, daß gerade Posadowsky ein Temokrea gewesen wäre ober noch ist. Der Belagerung»»ustantz muß sofort aufgehoben werden. .

Minister David: Wepn man am I w® auSenW ander gehen will, müßte maa bk wichtigsten Geietz« fallen lassen bis zum Herbst. s° das Begmtenbefvldung«- gcsetz. (Nein, Fertigmachen.) An der Regierung soll es nicht liegen; trotz aller Hemmungen hat dir National« p-rsammlung rasche und atzch gute Arbeit gemacht«

Je deu letzten Tagen mehren sich Fälle, daß Mitglie- Itt der ftremden Missionen, die sich auf Grund und in . ;Ausführung de» Friedensvertrags in deutschen Städten Aushau«,-, zum Gegenstand wörtlicher und tätlicher An- :iriffe gemacht werden. Die Reichsregierung warnt auf

And nur zur fchwersten Schädigung des Vaterlandes : ^hren kann. 68 ist die verständliche Pflicht jedes Deut­zen, de» fvemden Missionsmitgliedern gegenüber Zu- ^«Lckhaltrmg und Würde zu bewahren, ^ede andere Hal- hng kamt unabsehbare Verwicklungen heraufbcschwören : Htob bie Gesamtheit für die Entgleisungen Einzelner s«rßen lassen. Ter Reichswehrminister wird sich mit >Aus,erster Schärfe gegen militärische Ausschreitungen ktnb.n, die den fremden «Offizieren in der Ausübung lVer Arntsobliegenheiten in den. Weg treten. Die Reichs-

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T.- loirklrche Sachverhalt bei dem Zwischn-l ill int Hotel 9W»m ist noch immer nicht aufgeklärt. Tie Be- 1 i ßbuldimtnaen, die gegen Prinz Joachim Albrecht von ; i $reu6ttt erhoben und von der Prelle der Linksparteien, 1 ckhne bk Feststellungen des tatsächlichen Verlaufs der . »einlschen Angelegenheit nbzuwarten, unterstrichen und h ihrem Sinne verwertet worden sind, erscheinen aber Mehr trab mehr als übertrieben, wenn nicht gar als lelfle» . Die den Prinzen einsettig belastenden Tarstel- f vmgen beruhten hauptsächlich auf dem Bericht einer Bfifiuet demokratischen Lokalkorrespondenz, deren An- tzaben uwb Quellen dem halbamtlichen Wolsfbüro osfntbar «ls Grundkoge gedient Haben. ES wurde genau ange- i \ geben, writ wclch-n Gegenständen der Prinz angeblich ge- toorfr» batte, di« Blätter der Linken wußten von Ange- tnnil-mhett nnb Tropenkoller zu sagen und wiesen zürnend »uf fei« Herkunft hin. Nun bestreitet Prinz Joachim UlbreAt seine Beteiligung an den Vorgängen und wird bahn ntekrstützt durch Aussagen von Augen- tmd OHrett- «eugen. 6» wird festgestellt, daß sich Prinz Joachim Nlbrecht ht keiner Weife an deu Tätlichkeiten beteiliat Dab«. Etz wird Iveiler behauptet, daß der eine Herr der ßanzössschen Mission ofteutatib sitzen geblieben sei, Iväh- irtnb b«i andere Mitglieder der Situation Rechmmo | trugt* »Wb den Saal unauffällig verließen. Plötzlick sprang der sitzengebliebrne Herr vom Tische auf und kchlng thtrm neben ihm stehenden sperren mit ben Fäuste» ins Gesicht, worauf sich des Publikums tiro berechtigte Empörung bemächtigte und dieses zur Selvsthichi griff. Der französische Herr wurde gezwungen, friert ben Saal zu verlassen. Nach einer anderen Lesart