mit dem Krelsblatt für den Kreis Marburg
Tageszeitimg für (bas früher knrhessische) Oberhessen
Die „rtertffiVd’e ?«Hung“ erscheint sechsmal wöchentlich. — Vetuyspreis mo-
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tiqe60 , Reklamezeile lchO^k. Zu allen Preisen^o« , Aufschlao. Jeder Rabatt gilt
1920
von I o h. Äug. Koch. Martt 21/23. — Ferniprecher 66.
ßrttes Blatt
RQ natl. ’/OX—Für auösaleade Nummern infolge Streikt oder elementarer Ereign ffe kein Ersatz. — «erlag von l)r. L. Htverotd. — Truck der llnio - Buchdt.
ihm obliegen. Die Regierung betonte außerdem die sondere Wichtigkeit, die sie auf di« Wiederherstellung
der Widergut. dem Vertrage
des Versailler Vertrage- handelt und machungskommiisson ihre Vorrechte an nimmt, sowie Deutschland die Freiheit Ausdehnung seiner Verpflichtungen zu
läßt, über bestimmen.
würdiger und vom Bee» getragener Vertreter bet
verloren, den den Krediten, der wirt-
Enbes eine ungeheure Arbeitslosigkeit infolge bei Schließung zahlloser Betriebe zur Folge haben. '
BolkSheere» im SÄ trauen der weitefterk deutschen Volker im
Die Franzose« hatten versucht, das Kurhaus von Kreuznach in ihre Hände zu bringen. Diese Ver- suche scheiterten jedoch an dem Wiedrrstand bet Orts» behörden. Nunmehr wird versucht, daS Fiel aus dem Wege einer unerhörten Drangsalierung zu erreichen. ES wird soviel Militär in den Badeort gelegt, daß der Ort nicht mehr in der Lage ist, die feindlichen BesatzungStruppen unterzubringcn. Mau hofft wohl auf diesem Wege die Bevölkerung mürbe zu machen.
tob. Budapest, 8. März. Nach einer Meldung der Ungarischen Korrespondenzbüros hielt Ministerpräsident Huszar in einer Versammlung der christlichen Ge- werbetrcibenden «ine Siebe, in der er sagte: ..Die Entente hat den Krieg gewonnen, wird aber den Weltfrie» den verliefen, wenn von den Besiegten moralisch, historisch und wirtschaftlich Unmögliches verlangt wird. Die geographische Einheit Ungarn- kann nicht dauernd zerstört werben.
Wie der „L -A." meldet, ist daS Kriegerwaisenhaus Samtrr von den Polen geschlossen worden. 54 Kriegs« waisrn deutscher und polnischer Nationalität find also von den Polen auf die Straße gesetzt worden.
ziere aus dem Kasernengebäude zurückkamen, wurden sie von bei Menge angegriffen unb mißhandelt. Die inzwischen alarmierte Sicher- heitswehr zerstreute die Menge und brachte die Offiziere in ihre Quartiere. Die Untersuchung wurde sofort eingeleitet.
zerstörten Gebiete, besonders Nordfrankreich», lege. Der ftofie Rat, der bis zur Abreise Nitti» in London tagte, bat Einwendungen zu Recht erkannt. Er hält hie Verantwortung der WieiNreutmkchunaSkmnMission vollständig aufrecht und fügt eine Stelle hinzu, in der die Wichtigkeit der Wiederherstellung der verwüsteten Gebiete hervorgehoben wird.
die die be« der
Die drohende Lage im Buchdruckqewerbe.
Berlin, 8. März. Die neuen Lohnforderun. gen bet Buchdrucker haben eine außerordentlich ernste Krise im Buchdruckgewerbe heraufbeschworen. Die Arbeitgeber haben den Spruch des Schlichtungsausschusses, der dahin ging, daß den Buchdruckern in Berlin eine In drei Raten zahl- bare Teuerungszulage, einschließlich der Brot- unb Kartoffelzulage, von 60 J*. wöchentlich für Ver- heiratete und 55 <41 füt Ledige zugebllligt wurde, abgelehnt. Am Frei ag traten die Vertreter unb Vertrauensmänner des Vereins der Berliner Buchdrucker und Schriftgietzer zusammen, um zu der so geschaffenen Lage Stellung zu nehmen. Es wurde eine Entschließung angenommen, in der die Versammlung erklärt, daß, wenn dem Schiedsspruch keine Folge gegeben werde, die Buchdrucker sich gezwungen sähen, mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln vorzugehen, um ihre Existenz aufrechtzuerhalten. Die „Vossische Ztg." erfährt von gut unterrichteter Seite, die Lage sei außer- ordentlich bedrohlich. Das Buchdruckgewerbe sei nicht mehr in der Lage, den Forderungen der Buchdrucker, Schriftgießer, Buchbinder und der Hilfsarbeiter nachzukommen. Die Mittlern und kleinen Betriebe sähen sich gezwungen, falls die Arbeitnehmer in den Streik träten, ihre Betriebe aufzugeben. Auch bei den Großbetrieben sei die Lage derart, daß eine neue Abwälzung der Ee- hilfenforderungen auf Inserenten und Abonnenten nicht mehr angängig erscheine. Der Ausstand der Buchdrucker, wenn er am Dienstag nach Ablauf des Ultimatums kommen sollte, würde letzten
Wb. Amstetbam, 8. März. Die .Tim«-' meldet gu8 Washington, daß eine Milderung der strengen Wirtschaftlichen Bestimmungen de- Versailler Friedensvertrages in den Vereinigten Staaten allge« meine Zustimmung finden würde. Die »Newhork World" schreibt, ein arme» Deutschland würde eine wirtschaftliche und sogar politische Bedrohung für seine Nachbarn bedeuten.
al» Barrabatt. Be Auskunft durch die Geichüftostelle u. Vermittlung der An. geböte 25 4 Sondergebühr. — Postscheckkonto: Nr. 5615 Amt Frankfurt a. M.
erhöht. Tie Valuta hat da- Gleichgewicht Außerdem befaßt sich da» Memorandum mit kriegführenden Regierungen getvahrten Hierauf folgt eine Reib« von Vorschlägen, um
volschewistischer Tie, über die Rumänen.
tob. Stockholm, 8. März. Die Stockholmer Zeitung „Hftonblobet" meldet, daß nach einem Telegramm au» Reval bolschewistische Streitkräfte in Stärke von 150 000 Mann den Dnjestr an mehreren Punkten überschritten hätten und bald in Bessarabien einrücken. Die rumänischen Truppen seien geschlagen. In Rumänien halte mau die Lage für krttifch.
Frankreich» Erfolge.
tob. L h o n, 8. März. Nach einer HavaSmeldung wie- der Finanzministet gestern in einer Ansprache an die Veranstalter der Messe auf den Reichtum deS durch die Wiedergewinnung zweier Provinzen in seiner Ge- bietSunv-ersehrtheit wiederhergestellten Frankreich hin. Er sagte: Frankreich wird zum ersten Eisenerzeuger Europa», zum Dessher der größten Wasserkräfte, die ihm bald 500 000 Pserdekräfie liefern werde«, wonach noch 8 Millionen Pferdekräfte auSzu- nuhen bleiben. Der Minister wies auf die Fruchtbarkeit des Bodens und auf die ungeheure Ausdehnung des Kolonialreiche» hin.
$:t glttMtn MdttüWi.
Die französische« Einwendungen anerkannt.
tob. Paris, 8. März. Die Verhandlungen zwischen den verbündeten Regierungen, um das verbreitete Wirtschaftsabkommen zum Abschluß zu bringen, dauern fort. DaS Dokument enthält zuerst eine Erklärung der Ursachen, die di« gegentoärtige Wirtschaftskrise herbeigeführt haben. Dann heißt eS:
Der Friede ist noch nicht völlig wieder hergestellt. Die industrielle und landwirtschaftliche Produktion vermindert sich, während der Verbrauch überall wächst. Der Papiergeldumlauf hat sich erhöht, und die öffentlichen Ausgaben toerd.'n immer fühlbarer. Die außerordentlichen Ausgaben haben sich in ungeheurem Maße
schafilichen Krise abzuhelfen. Namentlich gegen diesen letzten Teil hat die französische Regierung Einwendungen machen wollen. Sie hat sich hauptsächlich gegen den PaflnS verwahrt, der von einer Revision
Marbnrq
S. May (fro)lig)
MtiRficb§amte ist, mit desftT
Perlon sich auf’S Engste dir Autorität verbindet, bk von
61b mn 3mWol in Bremen.
-_tob. Bremen, 9. März. Zu einen* bebauet» Zwischenfall kam es gestern Nachmittag auf Kasernenhofe. Von bet hier sich aufhaltenben ^ilitärkommission der Verbündeten begaben sich E höhere Offiziere in Militäruniform zu Verhand- K**fien in bie Kaserne. Beim Betreten bes Hofes .k^gen bie bort anwesenden Soldaten „Deutschland, ^toftschlanb über alles". Jnfolgedeffen sammelte Ah rin- große Menschenmenge an. Als die Dffi»
der höchsten Würdenstelle deS Deutschen Reiche- au «gehe» muß. In Hindenburg schätzen wir alle den Mann tmt unvergleichlicher Pflichttreue, bk nicht nur während der Kriegszeit, sondern auch in den nachfolgenden schwere« Monaten die Feuerprobe dem Baterlande gegenüber bestanden hat. Er ist der Mann unbeugsamer Energie. M> kein Schwanken kennt, nnd bk an bem psiicbtmäßig erwählten Ziel unverrückbar festhält. Unantastbar ist seine versönliche Uneigennützigkeit und bk Reinheit seines Wollens und JbanbetnS. Hindenbura bat eS gelernt, Führer tt sein, er bat als das Haupt der Obersten Heeresleitung den weiten Blick und die Bertrautbeit mit den großen staat«- politischen fragen gewonnen, ohne die der Präsident des Deutschen Reiches seinem Amte nicht gerecht werd«U fann. Die Streitsucht, die sich an das Schlagwort bes Militarismus knüpft, verstummt von selbst vor diesem Mann. Hindenburg ist weder Militarist noch Antimllita« rist. Er ist Schutz und Schild seines Volke» gewesen unb wirb es weiter sein, solange ei seine noch außerordentlich ledenssrische und rüstige Kraft gestattet.
An dem deutschen Volke wird es nun liegen, bk eet forderliche breite Basis zu schaffen, die Vorbedingung eines Kandidatur Hindenburg sein muß. Und da sieht e» vor- läussg, noch den Aeußerungen der Press« |u urteilen, nicht nach Einmütigkeit und Geschlossenheit aus. Di- Presse der Rechten tritt allerdings geschlossen kür Hindene ttnrgs Kandidatur ein. Mehrfach wird betont, daß bk Annahme für Hindenburg als Monarchist ein scknveres Opfer bedeuten werd«, daS er aber in seinem hoben Pflicht- gessihl bem deutschen Volke bringen werd«. Dk ..Deutsch« Tageszeitung" nennt bk Kandidatur Hindenburg bk Kandümtur aller derer, bk guten Willens sinb, sich über alle Gegensätze hinweg die Hand zu reichen »nr Rettung des Vaterlandes. Sie würde die Grundlage für eine nationale Einheitsfront zum Wiederaufbau Deutschland» bilden. Die „Deutsche 8eHung"faflt, auch daS Ausland, das feindlich« rok das neutrale, werd« diesem ReichsvrSsidenten mit Achtung und mit Bem trauen gegenübersteben. In bkfem Punkte erbeben Bläto »er bet Linken gerade Bedenken. Sie befürchten, das Misland werd« in einer Kandidatur Hindenburg ei« ..imperialistisch« Maßnahme" erblicken, bk vielleicht bk Zugeständnisse, bk bk Weltmächte an das demokratischk Deutschland brwilliaen wollen, störend beeinllnssen werd«. Dk „Vossischt Zeitung glaubt nicht, daß es gelingen werde, bk Politik auszuschalten und verweist ans bk Elternbeirat-- und V-triebstätetoablen. 3* einer solchen Zeit erscheine der Versuch, bei einer anSqo- sprachen politische» Wahl einen „Burgsrkden" berzu- stellen, fo gut wie aussichtslos. Unter diesen Umstände» entstehe die Gefahr M der Parteistreit nicht aus«, schaltet, vielmehr der Mann, her bisher allen Deutsche« ehrwürdig war, in diesen Streit hineinoe«>aen werde. Die sozialistische Presst lehnt obne weitere« ab. Der „Vorwärts" spricht von einem „Hindenburg-Rummel" und richtet scharst, zynische Angriffe gegen Hindenburg, indem er versucht, sein« militärischen Leistungen herabzvketzea- Hindenbura« geistiger Horizont in polMchn, Fragen W der eint« beliebigen alldeutschen Stammtische«. An sein« Borniertheit bi allen Weltfragen sei 1917 der VerständigungSftkdeil gescheitert. — So ebtt da« na» Deutschland seine ehrwürdigsten Männer unb Helden.
Rußland.
Rätetußlanb und-die westlichen Länder.
tob. Wien, 8. März. Der Chef der Wirt- fchaftsdelegation der Sowjetregrerung erklärte in einer Unterredung, daß Sowjet-Rußland mit Amerika, Schweden, Norwegen und Deutschland in Verbindung treten wolle. Obwohl Amerika sich weigere, in Verhandlungen einzutreten, seien amerikanische Handelsvertreter in Reval angekommen.
Nnqam.
Die mißglückte Entführung Bela Khuns.
mb. Wien, 9. März. Den Blä tern zufolge wurde Bela Khun vom Steckerauer Krankenhaus nach der Landesheilanstalt Am Steinhof überführt.
Auf Grund der polizeilichen Erhebungen in der Angelegenheit der geplanten Entführung Bela Khun, wurden der deutsch-österreichische Oberleutnant d. R. Johann Probst und der ungarische Baron Anton Liptay verhaftet. Die Erhebungen dauern fort.
9tt ZmlAM Im Solei Mon.
Die sich widersprechenden Aussage».
tob. Berlin, 8. März. Prinz Joachim Albrecht hat auch bei seiner zweiten Vernehmung fki« Angaben voll aufrecht erhalten, daß er an km Skandal im Hotel Adlon nicht beteiligt gewesen fei. Schwer belastend für den Prinzen sind Iber die Aussagen zweier Kellner, die während der kizen« im Saale anwesend waren, bie aussagten, KH der Prinz zunächst ein Weinglas nach dem lisch der französischen Gäste geworfen unb bann kn auf seinem Tisch stehenben Lichthalfer ergriffen habe, im ihn ebenfalls nach ben Franzosen zu wer- ftn. Nur durch ihr Dazwischentreten sei bei Prinz daran gehinbert worben. Im schärfsten Wider- spruch bagegen stehen bie Aussagen bet zahlreichen Gäste, bie Zeuge bes Vorfalles waren, baß ßrnichts von einem Angriff bes Prinzen auf bie ftanzösischen Gäste gesehen haben. Das betonte euch bet ehemalige russische Staatsrat ». Har - seid, bei neben dem Prinzen gesessen hat. Graf Ketternich, der ebenfalls die beschriebenen Vor- jönge gesehen haben will, war trotz Aufforderung «icht im Polizeipräsidium erschienen. Heute Nachmittag wurde der Prinz auf Ersuchen der ktaatsanwaltschnft dein Ersten Staatsanwalt Dr. W e i s m a n n übergeben, der die Untersuchung veitersührt.
tu. Berlin, 9. März. Prinz Joachim Albrecht unb Rittmeister v. Platrn sinb gestern nach Roabit gebracht worden. Das Amtsgericht Berlin- Ritt« wird über bie Aufrechterhaltung der Schutzhaft beschließen.
Die Darstellung von franzöflfchee Seit«.
Berlin, 8. März . Von ftanrösischet Seite wird her ,39. Z." mitgeteilt, daß bie fran'.gsischen Gäste schon seit einigen Tagen den Konflikt Höllen kommen fche«, daß sie aber, da das Lied „Deutschland, Teutsch- Ueb Aber alles" keine offizielle deutsche Hymne sei, dm« Veranlassung gesehen hätten, her Aufforderung |mr. Anfstthen Folge zu leisten. Wäre das Lied offizi- tß als deutsche Nationalhymne festgestellt, so hätten si« nicht unterlassen, die gebührende Achtung zu er- Keifen. Kaum habe am Samstag Abcub die Musik bie Hymne zu spielen begonnen, so sei eine Menge von Nästen gegen den Tisch der Franzosen vorgedrängt «nd hätte mit verschiedenen Gegenständen zu werfen and bi« Franzosen zu mißhandeln begonnen. Es habe sich eine regelrechte Rauferei entwickelt, worin besonders Hauptmann Klein arg zugerichtet worden sei. Eino ®«me am Tische der Franzosen sei zunächst au« dem Baat« geleitet worden, um sie vor Tätlichkeiten zn Mützen. Eine Anzahl deutscher Gäste, darunter auch Willig der in demselben Saale speisende Kapitän khthardt, Führer der Matinebrigade Ehrhardt, hätten sich in ritterlicher Weise der Dame angenommen dad auch auf die angreifenden deutschen Gäste be- stchigend einzuwirken versucht.
Bedauern der deutsche« Regier««-.
rod. B « r l i n, 8. März. Das Auswärtige Amt hat sich vormittags nach dem Befinde« bet im Hotel
Beiletzten erkuubigen lassen und fein Bedauern übet ben Vorfall aussprechen lassen. Ee- Itot Mittag sprachen bet französische Geschäftsträ- htt unb General Rollet in ber Angelegenheit kirn Minister bes Aeußern vor. Der Minister »rückt« ihnen bas Bebauern bet Regierung aus unb ^klärte, daß eine strenge Untersuchung bes Falles' tongeleitet fei unb daß die Schuldigen bestraft •fitben.
Dem Reichswehrminister wurde von dem Bor- M am Sonntag Meldung erstattet. Er beauf- *ttßte sofort den Polizeipräsidenten, ben Vorfall ssstzustellen. Auf ben summarischen Bericht oibnete kr die Festnahme bes Prinzen Joachim Albrecht toi- Der Prinz war nicht in ber Wohnung. Sein ^lfenthalt mußte erst ermittelt werben. Er betritt, an ber Radauszene itgenbwie beteiligt ge- Men z« fein. Er würbe zunächst unter Bewachung Wellt unb später in Schutzhaft gebracht.
Ali:trifa.
Die amerikanische Flottenrüstung. ,
tob. § a ag, 8. März. Wie der „Nieuwe Eourant" meldet, erllätte Marinesekretär Daniels vor dem Repräsentantenhaus, daß eS selbst, wenn die Bereinigten Staaten dem Völkerbund beiträten, notwendig sei, daß ihre Flotte jeder anderen gleich fei. Wenn die Vereinigten Staaten bem Völkerbund nicht bei» träten, so müßten sie die größte Flotte der Welt besitzen. 93fcnn der Senat sich weigere, den Friedensverirag nnd den Völkerbund anzunehmen, so müßte eine Flotte von 96 Schiffen gebaut werden, deren Baukosten sich auf 195 Millionen Dollar belaufen würden. — In Beantwortung einer Anfrage deS Abg. Butler erklärte D»nielS, et schenke der Meldung, wonach Sir Eric GeddeS gesagt habe« sollte, daß England
versuchen werbe, mit den Bereinigt;.! Staaten im Bau von Schlachtschiffen in Wettbeiverb zu treten, keinen Glauben, den« es sei rnch seht bett not unb ausgesprochen worden, daß England jetzt seine Kolonien zum Ban von Schlachtschiffen heranziehe. Daniels erklärte, um die Flotte der Vereinigten Staate« zur größten Flotte der Welt zi» machen, (eie« 4 Jahre notwendig. _ j
Ans dem besetzten Gebiet.
Boppard, 8. März. In einer Bersammliing ber rheinischen Volksvereinigung sollte Dr. Dorten für die Erhebung einer rheinischen Republick sprechen. Er und seine Freunde fanden so starke« Widerspruch aus der zahlreichen Betsammlung, daß sie auf das Wort vcrzichken mußte«.
91t ÄMilhalBt SlnMoro.
Nach der gestrigen Mechun» soll Generalfeldmarschall v Hindenblztg bk Kandidatur für die bevorstehend« RcichspräsidciMdallrwahl angetrogen werden, und Hi»« benburg sollDkWimbme ber Kandidatur geneigt sei» 3Ser wollte vrjmpiftkn, vdaß der Führer des deutsche»
Hindenburg zur «»nähme der Sandidator bereit.
tob. Hannover, 8. Mörz. Unter der Neberschrift „Parole Hindenbur," schreibt der hannoversch« Kurier": Wie wir au« der Umgebung Hindenburg« büren, iss di« Nachricht seiner Geneigtheit, dir Wohl »nm Retchvp-äfidenten anzunehmen, in der Form »«« tr » ff» - d. da« de« Feldmarschall bereit sein würde, fein« Ti«nft« zur Verfügung zu stellen, fall- di«» dr» Wünschen der weitrftrn vaterländischen Kreise entsprich^
Der Präsident be« ReichSbürgerrair». Dtaatsminister a. D. v. Soeben, hat in einem Telegramm an bie Nationalversammlung gegen bk von linksstehender Seite propagierte Absicht protestiert, di« Verfassung dahin abzuändern, den Reick-prästdenien statt durch da» gesamt« Volk durch da» Parlament zu Wählen. Der Reichsbürgerrat würde in der Turchführung solcher Sbstchte« einen Bruch de« Paragraphen 41 der Verfassung und eine Verkürzung btt vornehmsten Rechte des btutfcfierl Staatsbürgers erblicken. Schon jetzt wird gegen derartige Pläne mit allem Nachdruck Einfpruch erhoben. Der Reichsbürgerrat vertritt im Einklang hiermit 1* Auffassung, daß bie Wahl be» Reichspräsidenten nicht eine Sache der Parteien, sondern eine Angelegenheit b£ gesamten deutschen Volke» ist.
— Wieder ein Gerücht über Ludendorff. Dk .Lea« trat News"-Meldung, daß General Ludendorff mit einem zahlreichen Stab auf finnischem Boden cingetcof« fen sei, wird dementiert, Der General befindet sich iM Berlin.
Wem
tu. Frankfurt a. M., 9. März. Ein War. schauet Blatt glaubt auf Erunb von verschiedenen Anzeichen Knnehmen zu müssen, baß bie Ankunft bes Generalissimus Foch in Polen auf unbestimmt« Zeit vertagt worben ist.