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mit dem Kretsblatt für des Kreis Marburg

Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen

DteOderhessische Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. Der

MA Kl Bezugspreis betrögt monatlich 2,50 X. frei in« Haus; durch dir Post vlS» VI 2.50 ohne Bestellgeld. Verlag von Dr. L. Httzeroth. Druck bei

50 ohne Bestellgeld. Verlag von Dr. L. yttzeroth. Druck I Univ <» Buchte. von Joh. Bug. Koch. Markt 21/23. Fernsprecher 55.

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in Gerichtshof Gelegenheit wird, eine Anzahl

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endgültigen politischen und gerichtlichen Regelung Angelegenheit verschieben.

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Der deutsche Landbund, über dessen erste Vertveter- versammlung wir berichtet haben, hat bereits einen guten Erfolg bezüglich ter Festsetzung der Getreidepreise errungen. Nachdem die Ablieferungsmenge festgestellt ist, bekommt jeder Ablieferer, der bis zum 15. März abliefert, für die Tonne Roggen 700 X und für Weizen 750 X. Für Getreide, das billiger geliefert ist, wird nachvergütet. Erfolgt die Lieferung nach dem 15. März ermässigt sich der Preis um je 100 X. Fall» ohne Ver­schulden deS Landwirts die Lieferung Verspätung er­leidet, bleibt eS bei dem erstgenannten Preise, die auch bezahlt werten, wenn über 100 Prozent ihres ? '-efc- rnngssoll» abgegeben wird.

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Zusammenarbeit zwischen Erzeuger und Verbraucher freizulassen.

2. Eine Ausgleichung der Preise für alle landwirt­schaftlichen Erzeugnisse an die Gesamtpreislage ist dadurch herbeizuführen, daß die Höhe der landwirt­schaftlichen Preise in ein automatische- Verhältnis zu den Preisen für Sohle und Eisen gebracht wird.

3. Alle Hemmnisse, die der Beschaffung, Herstellung und Zuführung der Produktionshilfsmittel, wie Stick­stoff, Kali, Phosphor, Kalh ausländische Futtermittel, Kohle, Betriebsstoffe usw., hinderlich entgegenstehen, sind zu beseitigen.

4. Die Arbeitszeit ist den Naturgesetzen, daS Ar- beitsverhältnis auf dem Lande der Förderung schnellster Produktionshebung anzupassen.

Le, Schacher um dir deutsche Handelsflotte.

!ai. Poris, 28. Febr. DerMatin" mcltet inbö». dass dem französisrbcu Unterstaatssekretär

Die EliernbeftatSwahltn m Groß-Berlin.

wb. Soerlin, 29. Febr. Bis zum Sonnabend lagen die Ergebnisse aus 29 Troß-Berliner Ge­meinden über die Elternbe'ratswahlsn an Volks« chulen vor. Danach weist der Liste der Rechts­ozialisten 334, der Unabhängigen 662 und der Un­politisch-Christlichen 356 Elternbeiröte auf.

M Dl« «lleserung der letzten deutschen KrlegSschtffe.

h" I» Verein Deutscher Seefischer in Hamburg wurde «itgeteikt. dass die noch abzuliefernden deutschen Kriegs« ßchrzeuGe demnächst mit Kapitänen und Tchiffsoffizieren »er Handels marine besetzt und in Kürze an die Gestmächte übergeführt werden sollen. In den Kreisen kr Seeleute sind, terNeuen Hamburger Zig." zufolge, j>k Meinungen sehr geteilt, ob sich ein deutscher Seemann der Handelsmarine hergeben dürfe, diesen Schergendienst für die Westmächte zu leiste». Ss handelt sich noch um etwa 120 Kriegsfahr- ssuge. darunter acht Linienschiffe und eine Anzahl von jKenyt*.

Mr verweisen auf die heutige Bekanntmachung im amtlichen Teil.

h 46 Proteversahren.

^Vb. Paris, 28. Febr. Reuter meldet: Dte MrbRndeten haben zugestimmt, daß einem deut-

Die Mindestpreise für Getreide »ud Kartoffel«. Er­mäßigung der Tabaksteuer.

wb. Berlin, 28. Febr. In einer öffentlichen Sitzung deS ReichSrateS, die am Sonnabend abend unter dem Vorsitz des Ministers Dr. David stattfand, wurde die Verordnung über bte Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse auS der Ernte von 1920 angenommen. Unter Beibehaltung ter öffentlichen Bewirtschaftung soll danach der an die heimischen Ablieferer zu zahlende Mindestpreis für die Tonne Weizen und Weizen gleichstehender Getreidearten mindestens 1100 X, für Roggen, Gerste und Hafer 1000 X für die Tonne und für Kartoffeln 500,X betragen. Die Bekanntmachung ter netten Sätze soll noch v o r ter Frühjahrsbestellung erfolgen. UebrigenS sollen diese Preise nach Beginn der -Ernt« noch eine Revision erfahren, auch im Sinne einer eventuellen Steigerung, wenn sich der Um­fang der Ernte einigermassen übersehen lässt. Der Be­richterstatter wie- darauf bin, dass von einer Steigerung der Produkfton tatsächlich das Schicksal des Deut­schen Reiches abhänge.

Gegen di« Stimmen von Sachten und Bremen wurde eine Verordnung über eine weitere Ermässigung ter _ irt je. . m. . «uvuificiKi ««»»< men« ntf

gierungsverordnung wollte eine Ermäßigung auch für da» Zigarelftngewerbe derart einführen, dass sich die Steuersätze für di« obersten vier Klassen um 40 Prozent ermässigen. Der Ausschuss des Reichsrates hat für da» Zigarettengewerbe den fünf obersten Klassen eine Er­mässigung zugebilligt und sie auf 50 Prozent erhöht. Um dem Zigarrengewerbe einen Ausgleich zu schaffen, wurde die Ermässiffting für dieses von 70 auf 75 Prozent erhöht. Ueberrasctend auch für die meisten Reichsrats­mitglieder war ter Entwurf des Besitzstcuergesehes, der auch auf der Tagesordnung stand.

Marbrrrq

Mlmtsz, 1. Mürz (fnqhg)

Neue Rrmetftermetzeleien?

wb. London, 28. Febr. (Reuter.) Der Präsi­dent der armenischen Abordnung bei der Friedenskonfe­renz teilte mit: Die französischen Truppen räumten Marasch in Cizilien am 9, Februar. 8000 Armenier, die di« Stadt verließen, wurden niebergemetzelt; 1500 ent­kamen. Von 20 000, die in ter Stadt zurückblieberr, wurde» 16 000 nietergemetzelt.

P Helgolands Abrüstung.

Di« englische Kommission, bestehend auS etwa 40 Wann, welche die Abrüstungsarbeiten ter Festung Helgo­land anerbnen und Überwachen soll, ist an Bord des Kreuz»«! .Coventry" im Helgoländer Hafen etuge- taffen.

Mm ÄrdmiiW d» MNtH

t Berlin, 29. Febr. Wie die P. P. R. an zu- -pkndiaer Stelle erfahren, hat die Wiedergntmach- 'Vlgskowmission auf Grund des Friedensvertrages n» Deutschland die Lieferung von gewissen Men- ijfli von Hafer und Gerste zu Saat- Zwecke« verlangt. Die deutsche Regierung hat ««4 Darlegung der schlechten Versorgung der deut- Mex Landwirtschaft mit Saatgetreide eine erheb- Kche Herabsetzung der geforderten Mengen erreicht. I Die erste« Transporte find bereits nach Frankreich jt «bgerollt.

#. Bafel, 29. Febr. DteTimes" meldet,

I 64 di« interalliierte Marinekommission die Aus- || Sefertttg aller deutschen Hafengeschütze II ßrantragt hat.

i laiu r «nrgegen. «er einem jru«

verordnet der Straflenat auf An- ^erreichsanwalts die Wiederaufnahme L. .^erfahrens, f^lls der Beschuldigte hinreichend

d«» »«setze« zur Verfolgung mk Krieg,-

»b. Berlin, 29. Febr. Der Rationalver-

Dke psordkrvnqen der Landwirtschaft.

Die Bertreierversammlmtg de» Deutsche« Laub- bundeS hat zur Frage der Steigerung der land­wirtschaftliche» PvsduktionSf-rderung folgende Ent­schließung gefaßt:

Di« Vertreterversammlung des Deutsche» Land­bunde- bezeichnet de» Entschluß zur Beibehaltung der Zwang-Wirtschaft al» den für die deutsch« Landwirt- schast und Bolksernährung v«rhä«gni»vollsten Schritt der jetzige» Reichsregierung. Sie erklärt ein­stimmig: Di« deutsch« Landwirtschaft wird der Re­gierung auf bttftt» Wege nicht mehr folgen! N« wird die für bi« Erhaltung der Erzeugung und für di« Bolk-ernährung notwendigen Maßnahmen im Wege der Selbsthilfe durchsetzen und dadurch die Beseitigung der behördliche» Zwang»- erfasssng erzwingen. Unter Anerkennung der Notwendigkeit einer Rationierung gewisser Le- «nSmittd stellt dte Bertoeterversammlung daher olgrndc Forderungen:

1. Der Begriff de- bchördlichen Zwanges ist aus allen zur Erfassung landwirtschaftlicher Erzeugnisse dienende» Maßnahme« auszuschalten, der Weg per

StBimmisfrile In $r*?

Die Sozialdemokraten gegen die Abfindung der Krone.

Berlin, 29. Febr. In dem außerordent­lichen Derbandstag der sozialdemokratischen Be- zirksorganisatio^en von Groß-Berlin wurde ein. stimmig eine Entschließung gefaßt, worin aufs schärfste gegen die der Preußischen Landesversamm­lung zugegangenen Vorlage über die Abfindung des ehemaligen Königs von Preußen protestiert und verlangt wird, daß durch Reichsgesetz das gesamte Grundeigentum für den Staat enteignet wird. Falls die Vorlage von den bürgerlichen Parteien beschlossen werden sollte, sei da, Ausscheiden der Sozialdemokratte au» der preußische« Regie­rung die selbstverständNche Folg«,

GrMotts MW Stnünno.

Dass der Prozeß Erzberger Heftfen'ch in einen ganze« Rattenkönig höchst zweifelhafter Geschäfte eines einsiaß- reichen Parlamentarier- hineingeleuchtet hat, wird beuw wohl von niemandem bestritten. Immerhin würde e» bei Anschein erwecken, als sollte in ein schwebende- Versabre« tingegriffen werden, wollte man die mancherlei Geschäfts die sich ErzbergerS Einsiusses erfreuten, näher betrachte». Mag das alles int einzelnen beleuchtet werden wie eS will, mag die peinliche Steuerangelegcnheit einen Ausgang nehmen wie immer, Erzbergers eigene Bekundungen zwin» gen auch den Nachsichtigen zu staunender Verwunderung. Herr Erzberger, der führende deutsche Minister, glaubt seine Beteiligung an einem Unternehmen, für da» er al» Abgeordneter eintritt, verschweigen zu dürfen, wen diese Beteilgung nur gering ist. Ist da» der Geist von oben, nrie soll er unten lauten?! Herr Erzberger fragt erstaunt bei einer zweifelhaften Geschichte: Ja, wo ist denn daS verboten?"' Er hat stet» in feinet Würde als Volksvertreter gegen die Regierung früherer Zeit das schärfste sittliche Maß angelegt, für ihn selbst mar erlaubt, waS nicht verboten ist! Man sollte denke», daß auch heute derartige Gr»ndsSde für ein Mitglied bet Negierung unmöglich sind. Doch das sind Fragen, die die Mehrheit-Parteien zunächst unter sich ausmach«» müssen. Wir leben ja unter parlamentarischer Regierung.

Dagegen ist di« Verhandlung ton Donnerstag, die die politisch« Tätigkeit ErzbergerS in kritischen Punkte« der Geschichte deS Krieg-- zum Gegenstand hat, von weit­tragendem allgemeinem Interesse. Erzberger, der Biel- aewandte, hat es immer wieder verstanden, gewisse Un­klarheiten seines Verhaltens in bet Oessentlichkett ober vom Regierungstische selbst au» zu bemänteln. Wie oft ist auch an dieser Stelle darauf hingewiesen worden. Er bediente sich dabei einer ganz einfachen Methode. Mit Hilfe seine- bedeutenden demagogischen Talente» wußte er die politischen Leidenschaften zu erregen, sodaß zum Schluß niemand mehr an den Kernpunkt der ganze» Frage dachte. Zudem war er seines Beifalls immer sicher, wenn er gegen die Annexionisten und die Alldeut­sche» zu Felde zog. Wer fragte bann danach, daß dieser selbe Mann einst stark annexionistisch« Ziele öffentlich wt» fachten hatte (meisten- wohl verfechten ließ!). Er wußte dem Volk: zu suggerieren, daß der Kamps gegen seine Person nur von denReichen" ausgehe, die eben keine Steuern zahlen wollten! Er behauptete immer aus» neue, je mehr er in Bedrängnis geriet, um so lauter.

Jetzt hat nun der Prozeß sein« Behauptungen i» politischer Beziehung au3 der Atmosphäre der politische« Leidenschaften in da- klare Licht einer Gericht-Verhand­lung gerückt, und da haben sich Ergebnisse heran-gestellt. die Erzberger al- Politiker ganz einfach entlarve». Wer erinnert sich nicht der Kämpfe um die Fnedensrelo« k«tion vom Juli 1917. Ihre für den ganzen Krieg vev» bängnisvotte Rolle ist heute dargetan. Der Bericht bei Grafen Czernin, der die Begründung für da- ganze Bor« geben des deutschen Reichstags abgab, ist in seiner Wirkung auf unsere Feinde völlig klar herau-gestellt. In das deutsche Volk selbst hatte die Resolution den Bruderzwist damals erst recht hineingetragen. Erzberger ist ihr Vater. Dem Reichskanzler von Bethmann sagt« er am 6. Juli, er wollte ihm mit der Resolution nur eine tragfähige Mehrheit für seine Friedensabsichten schaf­fen. Herr Stresemann hat dagegen am 7. Juli au« CFri» bergers Mund« gehört, daß er den Kanzler stürz«» wollte. Von der .Absicht, gegen den N-Bootkrieg vorzugebert und die Friedensresolution einzubringen, wollte Erzberger der Regierung Mitteilung gemacht haben. Herr v. Bethmann sollte sogar sein Borgeben al- will- fommene? Hilfsmittel im Kampf gegen die Alldeutsche» gebilligt haben. Der Prozeß ergibt, daß nichts davon wahr ist. Drei Zeugen bekunden ei. Herr v. Bethmann beschwött sogar, daß Erzberger ihn garuicht ansgefucht und Herr Helfferich, daß derselbe Erzberger ihm gesagt habe, er werde die ganze Frage nicht anschneiden. Im Januar 1916, bekundet ein Mann von der Lauterkeit Exc. Spahn-, hat Erzberger seine Fraktion dahin unter­richtet, daß der Kanzler auf die. Annahme der Helsfe- richschen Steuervorlagen keinen Wett lege. Herr v. Beth­mann beschwört, daß er sich nicht so ausgesprochen hab«. Erregt und bestimmt bekundet Herr v. Bethmann, daß Erzbergers Reise nach Wien, von wo er den Bericht deS Grasen Czernin mitbrachte, nicht von ihm gewollt sei, wie Erzberger behauptet hat.

Da- genügt. Und es ist verständlich, daß die Mehr« heftsparteien jetzt hörbar von Erzberger abrücken. Di» Frage muß vorläufig offen bleiben, wie eS möglich war, daß ein Mann wie Erzberger solange für Deutschland die führende Persönlichkeit fein konnte. Ein Mann, über ten doch seine eigenen Parteigenossen von der Bedeutung eines Grafen Hertling, eines Svahn «. a., ein treffenbe« Urteil hatten. Diese Untersuchung müßte sich freilich eingehend mit dem Niedergang des neuen Deutschland beschäftigen und wie dasneue System" dabei mitgewirft hat. Ist ei doch heute zweiftllos viel schwerer gewesen einen Mann wie Erzberger sestznnageln, als früher^ Doch wird man billig dies« Erörterung auf den Tag

'Ne Handelsmarine gestern in London eine Denkschrift Wer die Verteilung der deutschen Hantelstonnag« über« Mht worden fei, die er als nicht befriedigend bezeichn«. Drmckreich solle 200 000 Tonnen Schiffsraum, di« ihm E Verwaltung anuertraut seien, zurückgeben.

sollten hauptsächlich Griechenland und Japan zuge» NiU werden.

j Die Deutschen in Ostafrtka.

verdächtig ist, auch dann ein, wenn das frühere Verfahren dnrch einen anfechtbaren Beschluß be­endet worden ist.

Noch einEntgegenkommen".

Basel, 27. Febr. DerTempS" meldet baß der Oberste Rat die an Deutschland zu setzende Frist zur Vorlage der Urteile de» Reichsgericht», die ursprünglich 3 Monat« betrage» solltt> auf 5 Monate fchgesetzt hat.

Tie Halinnz dcS Zentrums.

tob Berlin, 29. Febr. Die Borstände bet Zen­trumspartei des Reiches und der Zentrumsjraktion der (Deutschen Nationalversammlung haben gelegentlich ihre« Tagung iwui 28. 2. dir Angelegenheit des Retchsfinanz« Ministers Erzberger erörtert. Dir endgültige Stellung« nahm« wurde, sie von zugäuLizei gtue nitgetaU wttdz

UM solche sind schriftlich mt die cnglis.te Siciicruna MHen.

Der Anzeigenpreis beträgt für dte 8ge|p. Zeile 50 4, amtliche unb eutroär- -r cv.t.-- tiae 60 , Reklamezeile 1.50.4. Zu ollen Preisen 10»!. «fschlaa. Jeder Rabatt tritt 93- 1

al» Battadatt. Se Auskunft durch die Geschäftsstelle u. Vermittlung der An. gebot« 25 4 Sondergebühr. Postscheckkonto: Rr. 5015 Amt Frankfurt a. M.

Italien.

Dir Sh:; t Wieberelnfübrung der Rationierung.

wb. Rom, 28. Febr. Infolge der Kohlennot werden zahlreiche Züge ausfallen; der Sonntagsverkehr wird etngeschräntt werden. Durch Erlasse, die daS obli­gatorische Kartensystem wieder einführen, sollen der Verbrauch und die Einkäufe int Ausland cinge- cknänkt werden. Infolge dieser Massnahme rechnet man allein beim Getreide mit einer Ersparnis von 2 Milli­arden Lire jährlich. Die tägliche Brotration soll für Ar­beiter 500 Gramm, für andere Klaffen weniger betragen.

Dl« Arbeiterbewegung.

tu. Lugano. 29. Febr. In Italien haben in ver­schiedenen Orten di« Arbeiter Fabriken besetzt und in eigene Verwaltung übernommen. Auch unter den Land­arbeitern macht sich ein« ähnliche Bewegung geltend.

, ,s 2" -wijuyitn uuj iniuno O«S rveseges von häfts» ' ^egember 1919 n cht entgegen. Bet einem frfl- W . Freilnruckl her .ul OTtt.

n^sgewählter Kriegsverbrecher cis Probefstlle i #4üutieiUn. Es wurde beschlossen, Deutschland jwie Lift« von 46 Namen zu übermitteln. Wenn itab> Probe verfahren in gehöriger Weise durchge-

i Rti werben, so wird die Liste der 800 Kriegsver- Vtechs, möglicherweise praktisch vermindert werden. bl«? h

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lang ist ein Gesetzentwurf zur Ergänzung des . rtz«z flbet die Verfolgung von Kriegsverbrechen 18. Dezember 1919 zugegangen. Danach hat W Oberreichsanwalt, wenn er keinen genügenden ^«latz zur Erhebung der öffentlichen Klage steht, L Akte» dem Reichsgericht mit dem Antrag auf Anstellung des Verfahrens vorzulegen. Der hat einen zustimmenden Beschluß tat» »Nich und rechtlich zu begründen. Lehnt der ^nssennt den Antrag ab, so hat er die Erhebung ** öffentlichen Klage anzuordnen. Die Gewäh- von Straffreiheit, die Verjährung der Etraf- und ein früheres Verfahren stehen Verfahren auf Grund des Gesetzes vom

6». Berlin, 28. Febt. Die in letztet Zeit ver- fceiteten Preffemeldungcn über die restlose Ausrottung >ck«:i DeuischtmnS in Ostafrika sind nach neueren im ' Acichsk»l«ni(ftamt vorliegenden Nachrichten in dieser Äetfe nicht zutreffend. Die englische Regierung erließ Monbatarstaat am 2. Januar 1920 in Dar-eS- l®0'65* eine Proklaincftion, nach der bis zum 31. März ;lteO «Ke feindlichen Untertanen die Kolonie zu v e t - Hei» haben. Gleichzeitig ist aber bestimmt, daß enthaltSscheine erteilt werten können. Ge-

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tob. Berlin, 88. Febr. Wegen deS Loche» ft» Westen ist »unmehr ein erneuter deutscher Protest durch die deutsche Fritt>e»sabordnu»g an die Gesamt­heft bet Äliierten »nd assoziierten Regierungen in Form einer dringlichen Not gerichtet worden. Darin wird auf die Tatsache hingewiesen, daß infolge bei unbeaufsichtigten Warenverkehr» über die westliche Grenze Deutschlands unnötige Waren in großen Mengen gegen Zahlung in Mark nach Deutschland eingeführt werden, während b ie unentbehrlichsten Bedürfnisse Deutschland» an Leb-nSmitteln und Klei­dung mangel» Devisen nicht gedeckt werde» ßnnen. Durch die damit verbundene Zerrüttung unserer Calata wird nicht allein Deutschland, sondern e» werden seht beträchtlich auch die Länder geschädigt, denen Deutsch­land Leistungen an» dem FriedenSvertrag schuldet. Die Leistungsfähigkeit Deutschland» toirb mit dem Sinken deutscher Währung und mit der Unmöglichkeit, durch eine genügende Ernährung und Belleidung die Arbeitskraft der Bevölkerung zu heben, immer geringer Solche Güter, deren Deutschland bringend bedarf, werben auSgefühtt und dagegen zum großen Teil entbehrliche Waren eingefühtt, während die deutsche Regierung verhindert toirb, dagegen ein- zuschreften. Beim Besuch des Neich-kan;!etS im west­lichen Industriegebiete wiederholten sich die Klagen immer wieder aufs neitt, daß es bei dem Sinken deut­scher Währung nicht gelingt, Lebensmittel und Beklei­dung zu erträglichen Preisen inS Land zu bringen, um die Leistungsfähigkeit der Be ölkemng zu steigern. Die Note läßt eS dahingestellt, ob die Aufhebung der betreffenden Vorschriften berechtigt war. Jeden­falls finde sich in dem Frittiensvertrag keine Bestim­mung, die die Aufrechterhaltung dieses folgenschweren Zustandes rechtfersigen würde. Die deutsche Regierung erllätt sich toieberijott gern bereit den wirtschaftlichen B^>ürfnisftn Frankreichs unb Belgien» gerecht zu werden. Die Rote bittet bringend um einen baldigen Abschluß der alliierten und assoziierten Mächte, durch den die Verfügungen der Trnppenbefehlsbaber über die Aufhebung der Ein- und Aussuhrbesii^---cru w-st-r Kraft gesetzt weichen.

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121 Mächtig ist, ebenso wenn eine Strafe verhängt ch la war, die zur Schwere der Tat in offen- a»Mißverhältnis steht. Wiederaufnahme der ' '"lgrma tritt, falls der Belckuldiato binreitfienb