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Univ Buchdr. von Ioh. Au g. Koch. Markt 21/23. Fernsprecher 56.

1920

Die tatfie Presse vor einer NaiassrovSe

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Eindruck gemacht. Die Nen-

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; schwindet ihre Aufklärungsarbeit, ihre Ermuii- i gung in Deutschlands schwerster Zeit, dann tritt das Gerücht, dann treten die Flugblätter aller zer­störenden Kräfte von drinnen und draußen an ihre Stelle. Die deutschen Zeitungen wollen keine Liebesgaben für sich, lehnen sie vielmehr ab. Aber sie haben das wohlerworbene Recht, im öffent­lichen Interesse zu verlangen, daß die Existenz­grundlage der Zeitungen sichetgestellt wird vor der sie vernichtenden Wirtschaft, durch die grenzen­losen Spekulationen und Schiebungen auf dem Solzmarkt, der hauptsächlich den Rohstoff für das Zeitungspapier so verteuert,! daß das Papier für die übergroße Mehrzahl der | deutschen Zeitungen unerschwinglich wird. Daran ändert es nichts, wenn einzelne Unter- nechmungen ohne Rücksicht auf die Mehrzahl der Zeitungen und die bewährte Struktur der deut­schen Presse aus besonderen Gründen Papier zu I jedem Preis zu erlangen suchen. Es geht hier nicht um Privatinteressen einzelner Verleger, sondern um Sein oder Nichtsein der deutschen Presse und I der Freiheit und Unabhängigkeit der öffentlichen Meinung. In letzter Stunde richten die deutschen Zeitungsverleger die dringende Mahnung an die Reichsregierung, die Regierungen der Länder und die Nationalverkammlung, im allgemeinen Inter­esse das Erscheinen der Zeitungen zu gewährleisten durch Sicherstellung einer ausreichenden Menge Zeitungsdruckpapiers. Verhallt dieser Notschrei ungehört, zögern die Regierungen, dann wird der Zusammenbruch der deutschen Presseft mit allen seinen Folgen unvermeidlich. L

I die Oberhoheit des Deutschen Reiches an den Grenz« I wrsgeschaltet, und die deutsche Regierung mußte tri ansehen, wie gegen ihren Willen Luxus»«re« im Werte von vielen Milliarden Mark hri Land strömten. Die Zahlungen in diesen V/, Iah«, mußten zum wesentlichen TeU durch Verkauf von I Reichsbanknoten im Auslande und durch große na® Verpflichtungen in fremder Valuta ausgesührt werben. Der Valutamarkt mußte unter solcher Belastung zu« sammenbrechen. Wenn Deutschland nicht dar gleich» Schicksal beschieden sein soll, rote Oesterreich, so müffer ihm aus den geleisteten Lieferungen so viel Aktiv« zur Verfügung gestellt werden, daß es die zur B^ah lung der notwendigsten Nahrungsmittel in den nächste, Monaten erforderlichen Beträge aufbringen kam. Eine Finanzierung auf andere Weise ist nicht mehr möglich. Tie ständige Valutakommission vertraut zu- versichtlich darauf, daß dir Wiedergutmachungskom­mission in Erfüllung des Friedensvertrages der deut­schen Regierung die jetzt benötigten Summe», wie im Artikel 935 vorgesehen, freigeben wird.

fckn*** bat das englische Kabinett keine Veranlassung «eft***, Streichungen auf der Auöftihrungsliste borzu-

Marschall Fach, der trotz des FriedenSzustandeS noch immer allerhand ,u sagen hat, will das Eisenbahnper- sonal im Saargebietauf einen Stand bringen, der not­wendig ist, um den Dienst auf den Linien im Saarge­biet sicher zu stellen", d. h. verringern und dieüber­zähligen" deutschen Eisenbahner ausweisen. Dieneue Ordnung" soll vom 25. d. M. eintreten. Nach Ansicht der maßgebenden deutschen Stellen ist die geplante Ver­ringerung de» deutschen Eisenbahnpersonals ohne weite­re» nicht ausführbar, ohne den Eisenbahnbetrieb und da-

Interessen alle- Beteiligten aufs Empfindlichste zu schädigen.

Weimar, 23. gebt. Die gestern hier tagende allgemeine deutsche Zeitungsverlegerversammlung hat nach eingehender Aussprache über die schwere wirtschaftliche Krise, in der sich die deutsche Presse befindet, einstimmig folgende Entschließung an- I genommen:

| Die deutschen Zeitungen stehen vor einer Ka­tastrophe. Die völlige Unsicherheit der Papier-

I belieferung, die ungeheuren Preiserhöhungen des Druckpapiers, für Material und Maschinen, der

I Löhne, der Gehälter, die Umöglichkeit, einen auch nur annähernden Ausgleich der bereits bis zur

I Vruchgrenze drückende» Belastung der Zeitungen I zu erreichen, hat heute in Weimar die Herausgeber Ider deutschen Zeitungen aus allen Teilen des Reiches zusammengeführt. Die Aussprache ergab, i daß eine große Anzahl deutscher Zeitungen, darun­ter Blätter von historischer Bedeutung, nur noch durch Notkredite bisher vor dem Zusammen­bruch bewahrt wurden, daß ohne eine Sicherstel­lung des Zeitungsdruckpapiers zu noch erträglichen Preisen der Zeitpunkt abzusehen ist, an dem die überwältigende Mehrzahl der deutschen Zeitungen ihr Erscheinen e i n st e l l e n muß. Die Reichs- regierung ist sich anscheinend der Wirkungen einer solchen Katastrophe noch gar nicht voll bewußt. Es handelt sich um die Existenz einer Einrichtung, ohne deren Fortbestehen und Aufrechterhaltung Wirtschaft und Ordnung in Deutschland den aller­schwersten Gefahren ausgesetzt werden und der Wiederaufbau unmöglich wird. Verschwindet die Zeitung mit ihrer wirtschaftlichen Vermittelung, . mit ihrem Einfluß auf das In- und Ausland, ver-

Die Rttükthr der KriessSgefaiwllen.

wb. Berlin, 21. Febr. Die Reichszentralstelle wr Kriegs- und Zivilgefangene teilt mit, daß seit dem 90. Januar insgesamt 190000, darunter über 4300 Offiziere aus den Gefangenenlagern Frankreichs zurückgekehrt sind. Der Abtransport vollzieht sich an­dauernd planmäßig.

Wb. London, 22. Febr. (Meuter.) Der Pariser Botschafterrat gab Erlaubnis zur Heimfichrung der deutschen Kriegsgefangenen, die sich in Sibirien befinden unb Mt über Ostafien nach Hause gebracht »erben sollen.

Die Frage nach Klärung und Festlegung des Verhältnisses der nichtbolschewistischen Staaten zu Räterußland drängt sich mehr und mehr in de» Vordergrund. Mit militärischen Mitteln wird sie, wie die Erfahrung gezeigt hat, nicht zu lösen sei», !Der englische Kriegsminister Churchill ist so ziem. Ich der einzige, der noch bis vor kurzem für ei» kriegerisches Vorgehen eingetreten ist in scharfem Gegensatz zu Lloyd George, der als kluger, beted^ uender Briet engesich s der einem neuen Krieg ent­gegenstehenden großen Schwierigkeiten und bet Bedrohung der englischen Herrschaft in Indien für eine Bekämpfung des Bolschewismus mit wirt­schaftlichen Waffen eintritt, zumal auch die tiu direkte Bekämpfung der Räteherrschaft durch Unter, stützung Koltschaks, Denikins und Judenitsch» er­gebnislos gewesen ist. Den Engländern ist es in erster Linie darum zu tun, den Handel mit Rutz- hinb wieder in Gang zu bringen, um für England möglichst große Vorteile herauszuschlagen und eine wirtschaftliche und politische Annäherung zwischen Deutschland und Rußland zu unterbinden. Des­halb wird jetzt in London in Anwesenheit Mille, rands über die Notwendigkeit beraten, mit der Sowjetregierung Handelsverträge abzuschließen, was, wie es heißt, die A u-r rkennungder Mos. kauer Reierugng voraussetze. Daß jetzt auch di. i Randstaaten mit der Sowjetregierung Frieden ge­schlossen haben bezw. Frieden schließen wollen, ist kein Zufall, sondern nur ein Teil der von England ausgehenden Politik. Denn diese neuen Sta-»» müssen sich wirtschaftlich und politisch an eine I Großmacht anschließen, und da Deutschland al» solche nicht mehr da ist, ist England, uneigennützig wie immer, sofort eingesprungen. Diese Gefahr der Einwirkung Englands schwebte von Anfang an über der deutschen Randstaatenpolitik. Estland, Lettland und Litauen find drauf und dran, Kolo- nien des west pichen Großkapitals zu werden, von denen aus Rußland wirtschaftlich bearbeitet wer- den kann. r,in Hinblick darauf geht England daran, im Ausland russisches Papiergeld aufzu­kaufen, mit dem die russischen Waren bezahlt wer­den sollen. So einfach werden die Dinge jedoch nicht liegen. Wie der Vertreter der Räteregierung, der zur Zeit zu Verhandlungen über den Austausch der deutschen und russischen Kringsgefangenen in Berlin weilt, mit dem urrussischen Namen Kopp, in einer Unterrdbung mit einemDor- wärts"-Redakteur erklärte, will Räterußland von einer Bezahlung in Geldscheinen nichts wissen, son­dern will nur Ware gegen Ware austauschen.

.. wb. Saarbrücken, 22 Febr. Die Nachricht, daß die Handelskammer von Saarbrücken die Einführung einer

An» dem BtffMtit (Miet

Die An. und Einkäufe von Ausländer«.

Wiesbaden 21. Fbr. In den lebten Wochen sind wiederum mehrere Gasthäuser in die Hände von I Ausländern durch Kauf über gegangen. So rour- bcn. an Franzosen die GasthäuserHessischer Hof" undWilhelma", letzteres wurde für l/s Mill. Marh verkauft, an HolländerMetropol" für 6 Mill. Mark und dasParkhotel" für 3,8 Mill. Mark, derWies- badener Hof" an einen Italiener, derVaritä-Ver- goügungspalast" für 6 Mill. Mark an ein französisches Konsortium. Außerdem wurde eine Reihe von Wohn- und Geschäftshäusern an Ausländer verknust, so an j | einen Spanier allein*zehn Wohnhäuser. . j

Köln, 21. Febr. In bet gestrigen Besprechung der Vertreter der Behöben, des Handels und der In- dustrie sowie der wirtschastsschen Beistände mit Unter- siaatssekretär Hirsch aus dem Reichsroirtschaftsmini- I fterium wies Oberbfirgermeifler Adenauer auf die bedauernswerte Tatsche hin, daß zahlreiche Ausländer in Köln Riese nein käufe mochten. Als typi-1 sches Beispiel dafür teilte er mit, daß ein Lampenge- I schäft an einem Tage für 100000 Mark Lampen an Ausländer verkauft habe. I

Di« geplant« «erringer««, de» deutschen Eisenbah«. personal« im Saergebiet.

Di» franzSfische Fahne in Flensburg mutz grgrützt werde«.

tu. Flensburg, 28. Febr. Den Arbeitern, An­gestellten usw. der Marineschule FlenSburgS ist offiziell mitgeteilt worden, daß sie beim Hissen und Einholen der französischen Fahne die Kopfbedeckung abzunehmen haben.

erflärte Lloyd George im Unterhaus auf All­er halte solange jede Erörterung über eine Re­de« Friedensvertrages für unangebracht, solange «wdurchlührbarkeit nicht erwiesen werden

von Lord Robert Cecil und anderen eingeleitete Zrotestbewegung gegen das Verbleiben Konstan­tinopels bei der Türkei zu unterstützen.

wb. Paris, 21. Febr. Vor dem Kammeraus­schuß für auswärtige Angelegenheiten erklärte Briand, wenn französische Soldaten sich nochmals in der französischen Zone in Kleinasien regulären türkischen Truppen gegenüber befinden wurden, würde es Frankreich nicht mehr möglich sein, für die Erhaltung des Sultans in Konstantinopel ein­zutreten.

Marburg

Mo«k«r, 23. Frlmlsr Gsrnmrg)

«ertrag oon Versailles ist im Schwinden."

Nb. «etreröam,2. Febr. Das englische Matt ,%***" schreibt: Der Fricdcnsvcrtrag von Versailles jst i rn 8 ch w i n d e il. Frankreich habe in der Ausliefe- runeai«*«e nachgegeben, aber als Gegenleistung die Be­lass«»« de« Sultans in Konstalltinopel verlangt. Das lölade deg-eift nicht, luarum Wilson wegen Fiume sick> «reffe* .ffr tritt als Verteidiger einiger 100 000 un-

Menschen auf und läßt zu, daß die Rechte vo« WffWnen hochstehender Menschen mit Fußen ge- treffe weichen.'

«f»ne Streichungen auf der englische« Liste. £getterbam. 23. Febr. Nach einem Reuter-

I schließung einstimmig angenommen: Wir Deutschen for­dern unter Aufrechterhaltung unseres Protestes gegen [ drö die Deutschen beeinträchtigenden Wahlbe­stimmungen al« Nordgrenze eine Linie, die gleich große Minderheiten auf beiden Seiten läßt. Schon auf Grund des vorliegenden Absttmmungsergebnisses muß die Grenze mindesten» bi» zur Tidjelinie zurückverlegt wer­den. Wir fordern, daß zur endgülttgen Grenzziehung auch da» Ergebnis in der zweiten Zone Herrn,gezogen toirb-. Nur auf der Grundlage des Rechts kann eine Verständigung von Volk gu Volk erreicht werden.

Br sich l etwa s zum gun ;s- it wiri

dem Kreisblatt für den Kreis Marburg

- Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen

Aff Krage der Auslieferung des Kaisers.

»L Varis, 22. Febr. Die letzte Note der Ver-

außet flilitär»

ü*. £? ndon, 23 Febr. Millerand ist heute in Bk- »eg italienischen Ministers des Aeußcrn Sein- »» tsia «ed rumänischen Ministerpräsidenten Vaida in «»dvt, cNeyiroffen.

wd. London, 22. Febr. Der deutsche Geschäfts- »Wr Sttzamer überreichte gestern sein Beglan- Er unterhielt sich mit dem Minister

sucht.

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ff Verbtl»beten und der Kronprinz.

Aer». 23. Febr. Petit Parisien" meldet, daß ffe«fffaMen beschlossen haben, das Telegramm des 6roejMw^e» ans Holland, in dem sich dieser an Stelle der ÄffetN.Wingen zur Verfügung stellt, nicht zu be-

»Sie Verteilung der Schwimmdocks.

W» Paris, 22. Febr. Die Dofschafterkonfe-

renz hs-k Frankreich, England und Südslavien vier bchn»«r«dsckg von der deutschen und österreichi­sche» jwbflsmcrine zugesprochen. Ferner be­schloß Me Konferenz, daß das SchiffRheinland", i ta» Sch ^genwärtig in einem deutschen Hafen im Lau tz^intzer, verkauft werden soll.

stff»ffch-volnische Wirtschastsverbandlungeu.

wb. Werkin. 21. Fcbr. Eine deutsche Sachverstän- ^enffrEffffn reift zur Besprechung deutsch-polnischer IBitMeM'- und Verkehrsfragen heute nach Warschau

n-o fcw Verhandlungen voraussichtlich am Montag | «g'nneü werden.

I Ein Austausch von Waren gegen Geld wäre auf I Grund der heutigen Währungsvcrhältnisse da» Törichtste und Unmöglichste, was Rußland tun könne. Für lange Zeit kämen für Rußland Gegen­stände des persönlichen Bedarfs überhaupt nicht in Frage, Transport- und Betriebsmittel feien da» einzige, worauf Rußland heute Wert legen dürfe. Ware gegen Ware te der Grundsatz sein, den sich Rußland auch in Bezug auf De isst sch land zur Pflicht machen müsse.

[ Herr Kopp äußerte sich weiter über die Frage !eines deutsch, russischen Güteraus­tausches, die im Hinblick auf die englischen Be­strebungen von besonderer Wichtigkeit ist. Er sagte u. a.: Gegenüber dem Wunsche Sowjetruß­lands, mit Deutschland in freundnachbarliche Ber- hältniffe zu ko-nmen, sei der Gcfaugenenaustansch von unterge^rt. ..';r Bedeutting. Rußland wünsche mit Deutschland möglichst-schnell zu einem regen wirtschaftlichen Güteraustausch zu kommen, denn Rußland bedürfe dringend deutscher Ma­schinen, deutscher Kohle, deutscher Metzle Ic meji_t e^.'ünb mehr noch . deutscher Fach«

, Der Skikdr.

' Vcarte wartet «itf ft -weise für Me Undurchführ­bar kett des Friedensvertrages.

«tz. »etterbam, 23. Febr. Nach einem Reuter-

MnkafirB »er die Auslieferung des Kaisers hat in den Rte»e*w*rn einen guten

»er», 22. Febr. Das serbische Nirlament »W em t. Marz zur Ratifizierung des Friedensver- «ge? i'ffaersientreten.

Bombenanschlag in Aegypten.

wb. Seers. 23. Fcbr. (Havas.) Am Sonnabend wtfiät wnrde gegen den Wagen von Ehevik Pascha, der !* Ackcrbauminister begeben wollte, eine

«°rbe gkworlen. ES wurde niemand getroffen. Zwei «tafearvo werben verhaftet, von denen einer zugab, den

-"V-ag mrsgefiihrt zu haben.

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Attsenka. #

an» (Ecfläiung des Frieden-zuftandes mit i Deutschland.

«»*» einer Radiomeldung

hat Senator France im Senat eine

eingebracht, durch die der FriedenSzustand C*** "Nd Deutschland erklärt werden soll

Ü7.' -ntemtOtional- Konferenz soll die Wiedergut-1 Schmigs- lrntz Organisationsfragen regeln. I

Wilsons Antwortnote. I

I Berlin, 21. Febr. Die ständige Valutakouunissi- on ersucht die Regierung, aus Grund des Attikels 235 des FriedenSvettrages schnellstens mit der Wieder­gutmachungskommission in Verbindung zu treten, um an§ denjenigen Beträgen, die laut Mitteilung des Relchssinanzministers auf Grund des Friedensver- trageS bereits abgeliefert sind, die Mittet zu erhalten, die zur Ernährung und Wirtschaftsführung des deut­schen Lölkes auch bei stärkster Einschränkung des Konsums unbedingt nötig sind. Das Reich ist durch Abtrennung wertvoller Gebiete, durch Wegnahme der Kolonien, der Kabel, des gesamten Vermögens im Ans- tanbe, der Schiffe, des Eisenbahnmaterials, der land­wirtschaftlichen Maschinen und durch die Liquidation der Firmen im Auslande so verarmt, daß ihm aus­reichende Mittel für Zahlungen im Anstande nicht mehr zur Verfügung stehen. Roch nie ist nach Niederlegung der Waffen ein Volk wirtschaftlich und finanziell so grausam durch Aushungerung, Hinziehen, -------------- w.w* . Vorenthattungen und tteberschreitungen der Abmach- ngemn Gewwährung für das Saargebiet gefordert hat, I uugen so bedrückt worden wie jetzt das deutsche. Nach beruht auf frnet Empfindung. _ Ser gäbe des Goldbestandes bis auf 1 Mlliarde Mark

- Forderungen der Denffchen Norbschleswig». wurden die ausländischen Effekten, die im deutschen j Berlin, 23. Febr. 25 Versammlungen fanben waren, zur Verfügung gestellt. Die Mnahme j gestern in der zweiten und in dem Teil der ersten Zone I dieser Effekten wurde in uverhör;er Weise verzögert, statt, die emc deutsche Mehrheit besitzen. In einer Ver- Eine Verfügung über den Erlös aus oen Liquidationen sammlung auf dem Flensburger Exerzierplatz wurde der I und Sequestrationen war noch nicht möglich, da jede .Deutschen Allg. Ztg." zufolge nachstehend- Ent-tAbrechnung vorrythalten wurde. Zu allcdcm wurde'

fr Pa-'». 22. Febr. Rach dem .Petit Parisien' TT'ue Moje Wilsons noch nicht in London ringe

u S,?:6e»crfeit8 wird au» London gemeldet, .... ~>:g bewtt» gestern abend dem amerikanischen '«Äten .iverreicht wurde. *

DieOberhel ifche Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. Der J rx Bezugspreis beträgt monatlich 2,.50 X. frei in« Hon«; durch die Poft vw» 2.50 #. ohne Bestellgeld Verlag oon Dr. (£. Hitzeroth. Druck der

Türkei.

engiqches Geschwader i« Konstautinopek.

P z, I 8 22. Febr. Nach demTemps" ist Liniengeschwadsr in Konstantinopel glommen. Diese Demonstration hat großen gemacht.

t»,®6' Amsterdam, 21. Febr. Wie dasAl- baudelsblad" meldet, sollen in ganz (Eng.

^-krsamMungen abgehalten werden, um die