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tr.lt dem Kreisblatt für den KrclS Marburg
Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen
1
1920
Erstes Blatt
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deren über-
Ein Jahr nach dem Krieg habe Macht von ihm entfernt. Rumä- Eriechenland seien Amerikas er- Frankreich klag« au, Italien sei
Freude gehabt, ich eine groß« nien, Rußland, klärte Feind«.
wd. Park«, 20. Febr. (Havas.) Zum ersten Male wieder seit der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen begab sich der deutsche Ee-
schSststräger Dr. Mayer nach dem ElyfS« Empfang des diplomatischen Korps.
zum Empfang anwesend. Ein entlassener Soldat, an- gestelll bei der Schweizer Botschaft, welche Deutschland während der letzten Kriegsjahre hier vertrat, öffnete da- Portal und Herr Sthamer trat rin. Sein erster Blick fiel aus da- lebensgroße Oelgemälde des Kaiser-, welche- halb verhüllt — man sagt auf Anordnung der deutschen Regierung — in der Halle hängt. Ein paar Augenblicke betrachtet der republikanische Gesandte das Bild, dann, mit einem leichten Achselzucken, betrat er das Empfangszimmer, wo er auf dem Tische in einem alten Marmeladentopfe, der al- Blumenvase diente, einen Mimosenstrauß bemerkte. Den hatte der Soldat, ein Australier, dahin gestellt» ccker nicht für Herrn Sthamerj sondern für sich. Mimosen sind di« Nationpl-Lieblingsblumen der Australier.
1 824 823 Tonnen betragen. Diese werden unter Mr verschiedenen Großmächte verteilt.
im Br» lraßr 8. land.
als Barrabatt. Be Auskunft durch die Geschäftsstelle u. Vermlttluao eet Angebote 25 4 Sondergebühr. — Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. M.
Beitritt Schweden- zum Völkerbund führte zu einer bewegten Aussprache im Reichstage. Die konservativen Redner betonten in ihren Ausführungen, daß bei dem Beitritt Schweden- die Gefährdung der bisherigen Neutralitätspolitik zu befürchten sei. Ganz ab'ehnend verhielten sich die Vertreter der jungsoziclistischen Partei, indem sie den Völkerbund für eine Machtkoalition alten Stil» in neuem Gewand erklärten. Die Wortführer der Regierungsparteien unterstützten zum größten Teil den Regierunasvorschlag. Im Namen der Mehrheitssozialisten sprach Branting und empfahl den Anschluß an den Völkerbund, doch wandte er sich zugleich mit großer Schärfe gegen den Frieden von Versailles, indem er hervorhob, daß mit einer großen Reih« wichtiger Bestimmungen dieses Friedens in bet ganzen Welt Unzufriedenheit herrsche. Die sozialistischen Parteien, so sührte Branting ans, sind alle derselben Meinung, daß sobald als möglich solche Bestimmungen geändert werden müssen, ebenso die Bestimmung, daß die Summe, welche als Schadenersatz aufgestellt wurde, nicht einmal ihrer Höhe nach festgesetzt ist und in kein Verhältnis zu dem gebracht würde, was wirklich bezahlt werden kann. Schließlich wurde dir Bildung einer Kommission beschlossen, in der beide Kammern durch zwei Mitglieder vertreten kein werden, und die sich mit der Beitritt-srage näher befassen wird.
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Lösung der Adriafrag« und dle N e o i 11 o n der wirtschaftlichen Bestimmungen des Versailler vertrage« al« nötig erachtet.
Die „OberheisNcke Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. — Der - - — * ' ' * " *; durch die Post
inivirt- zu D't«' N. 500 Zig.
nötig«, g könne,
Die turopäisch-amtrikanische Spaummg.
wd. Pari», 20. Febr. Der Korrespondent des „Echo de Parts" in Washington meldet, Senator Lodge habe erklärt, wenn Wilson fest bleiben werde, Frankreich, England und Italien in der Adriafrage nachgeben werden. Er sei der Ansicht, daß Wilson, wenn er fest geblieben wäre, bei der Regelung der europäischen Angelegenheiten alle, hätte durchsetzen können, was er gewollt habe, dermaßen hänge Europa von Amerika ab. Senator B o r a h erklärt, der jetzige Zwischenfall zeige die Unmöglichkeit, daß Europa und Amerika noch weiter zusammengingen. Als Amerika in den Krieg getreten sei, habe es keine
tob. Kopenhagen, 21. Febr. Nach Zeitungs- meldungen hat die interalliierte Kommission in Nordschleswig der dänischen Regierung mitgeteilt, daß der Wiedervereinigungstag wahrscheinlich in der M'tte des Moilats April fallen werde. Auf jeden Fall hoffe die Kommission, zu diesent Zeitpunkt ihre Tätigkeit- abschlicßen zu können.
Flensburg , 21. Febr. Bor dem Hause des dänisch gesinnten Polizeimeisters Hörensen sammelte sich gestern abend eine größere Menschenmenge, die dort das Schleswig-Holstein-Lied und „Deutschland, Deutschland über alles" sang. Darauf schoß der Polizeimeister aus seiner Wohnung 3 Schüsse aus seinem Revolver ab, ohne aber zu treffen.
Potnear4 Rachfolger Ionnart«.
wb. Paris, 20. Febr. Das Amtsblatt meldet, daß Senator Raimond PoincarS zum Delegierten Frankreichs in der Wiedergutmachungs- kommisston ernannt wurde an Stelle von Ionnart.
Eine neue Friedensfonfereir;?
tu. Pari», 20. Febr. Die die Blätter fahre«, wird eine neue Friedenskonferenz für
Die Betteifnng der deutschen Schiffe.
Id, London, 20. Febr. Der Parlamentssekretär de« Rorinetirmifterium8 Oberst Wilson erklärte tm UnterSmife, tz-rtz da» Gesamt-Tom«ngewicht der deutschen Schiffe, die über 1000 Tonnen Gewicht beben und
erbittert, Japan beleidigt.
Wb. Haag, 20. Febr. Der amerikanische Senat iat laut „Nieuwe Eourant" die Berhandlmlgen über xn FriedenSvertrag ausgesetzt, weil erst die Frage bezüglich der Adria klar sein müsse, und weil der Präsident nicht geneigt sei zu einem Kompromiß über den Artikel 10. Senator Borah, der Führer der Ver- tragSgegner sagte, di« republikanisch« Pattri werde den Bettrag zuFallbringen. Der Vertrag werde eine Parole im Wahlkampfe sein.
»b. Washington, 20. Febr. Der Korre- pondent der „Daily Mail" erfährt, daß die amerikanische Antwortnote auf die Rote der Verbündeten in feste« Zügen abgefaßt ist, aber daß trotzdem das Tor $u neuen Verhandlungen nicht geschlossen sei und daß da» gesamte Schreiben doch Versöhnend wirken werde.
5« Mzei KrzStM lege» Wtii
wb. Berlin, 20. Febr. Bei Beginn de« Prozesse» Erzberger-Helffcrich gab der Vorsitzende eine Erklärung ab, worin für di« Oeffentlichkeit nochmal» klarge stellt wird, worum c8 sich eigentlich handelt. Dadurch, daß der Angeklagte den Wahrheitsbewei« antrat, kehre sich da« Verfahren äußerlich um. sodaß e» den Anschein hab«, als wenn der Reichsfinanzminister der Angeklagt« sei. Das sei bedingt durch di« Strafprozeßordnung. Er, der Vorsitzende, ließ den Wahrheitsbewei» in sehr weU fern Umfange zu, damit jeder denkende Mensch sehe« könne, daß das Getickt alles tat, um di« voll« Wahrheit zu ermitteln. Darauf stellte Rechtsanwalt A l » b « r g eine große Reihe von Veweisanträgen, di« sich auf be« Vorwurf der Unwahrhaftigkeit be» Nebenklägers beziehen und geigen sollen, daß der Nebenkläger auch in dieser Verhandlung selbst unter Eib «• mit der Wahrheit nicht «rnau genommen habe, «n> zwar in Dingen, worin eS ausgeschlossen erscheine« müsse, daß der Nebenkläger lediglich ans Vergeßlichkeit unrichtige Angaben machte. U. a. stellte Erzberger in den Fällen Richter. Berger, Thyssen, Wolff ufto. die Sache anders dar, al» nachher di« Beweisaufnahme ergab. Allerdings kannte er damals nicht da» SBerori«# material, da» der Angeklagte vorbringen würde. Loch verfchwieg Erzberger, daß er al» Reichsfinsnz- minister der Firma Wolff 40 Millioneu Mark au» ReichSmitteln zu einem ungewöhnlich niedrigen Zinsfuß zur Verfügung stellte. Rechtsanwalt Al»« berg beantragt, eine Reihe neuer Zeugen zu laden, «. «. Bethmann-Hollweg.
Abg. v. R i ch t h » f e n kann Übet bie Beteiligung Erzberger» an der Anhydat-Gesellschaft nicht» bekunde«. Der Zeuge besitzt emch Anhpdat-Akfien und ist Aukllckt»« rat der KrregSwollbe darf-Gesellschaft. Kommerzienrat R e ch b e r g, AufsichtSratsvorsitzender der Anhhdat-Äe« sellschast, erklärt, Erzberger an der Gesellschaft beteiligt zu haben, weil ihm daran tag, einen einflußreiche« Mann, der auch internationale Beziehungen hatte, dafür zu gewinnen. Er hielt die Beteiligung für unbedenklich, weil da» privatwirtfchaftliche Interesse mit dem Interesse der Heeresverwaltung identisch war. Erz« berger besitze 111 Aktien, die et zu pari erwarb. Im übrigen wurde er genau so behandelt tote alle anderen Aktionäre. Auf Vorschlag RechhergS wurden Erzberger und Freiherr v. Richthofen AufsichtsratSmitglieder der Kriegswollstelle. Der Direktor der Archydat-Otesellsckast, Seelig, erklärt, daß Erzbergea die Geschäftsführung durch Ratschläge unterstützte und auch bei den Behörden bafiir tätig war. Wegen de» Verkaufs be» fraglichen Patent» nach Skandinavien wandte sich die Gesellschaft auf den Rat Erzberger» an da» Reichsamt des Inne« und erhielt von dort die Erlaubnis. Unterschriebe« war dieser Bescheid ton Ministerialdirektor Ionquiäre». Außer sein« Dividenden erhielt ErzVerger feine besonderen Vergütungen. Auf di« Frage Helfferich» erklärt« Erzberger, daß er die Aktien, die ein Ergebnis von 2014 Prozent hatten, ht der Steuerveranlagung zum Kurs« von 115 vom Hundert angab.
G-neral v.Ove« erklätt, daß für die Entschließu«» be» KriegSministerinms bezüglich des Anhydat» lediafich fachliche Gründe maßgebend waren, nickt aber der Em- sluß Erzberger«. Zu der von Dr. Helfferich behauptete« Wahl« und zahllosen Ansstellunq von amtlichen Au»- toeifen an Privatpersonen durch die Wnfiensnllstandskot»- mission, beziv. durch ihren Vorsitzenden erklärt Erzber- agr, es sei richtig, daß solche Austveise nicht nur an Deutsche, sondern auch an Ausländer, Neutrale gegeben worden seien, um ihnen zu ermöglichen, in Deutschland z« reifen. Die Wako war damals die einzige Behörde, die überall, auch von den Arbeiirrräten auf den Bahn- bösen geachtet wurde. Er habe es für seine Pflicht geholten, jedem rechtschaffenen Menschen, drt reifen mußte, Austveise zu geben. Dr. Helfferich will hierauf noch bei der Frag« der Einstibrbewillignng zurückkomnien.
Es beginnt die Beratung deS Falles Kriegsau»sch«ß für Fett« unb Oele, zu dem Dr. Helfferich erflätt, dies sei rin Feld, auf dem die Jntervenfionstätigkeit deS Herrn Erzberger für sich und seine Freunde besonders reich geblüht habe. Zum Schluß tritt Geh. Justizrat Dr. v.Gordon mit, daß er am Montag einen Schriftsatz einreichen werde, in dem zu den Akiträgen Alsberg über die Glaubwürdigkeit deS NebenNägers Stellung gtnommt« werd«. Nächste Sitzung Montag 9*/e Uhr.
Cchwrdln und der SPöltcrbmib.
toS. Stockholm, 20. Febr. Ter Vorschlag
H In einer Ausführung über die Wiederaufnahme der Kriegsprozesse heißt es in der „Deutschen Allg. Ztg.": 8» muß als ganz selbstverständlich erachtet werden, daß die Entente sich entschließt, nicht nur diejenigen Deutschen, die ste innerhalb dos besetzten Gebiets in ihre Hand bekommen hat, ebenfalls vor den bcirtfcheu Gerichten aburteilen zu■ lassen, sondern es muß ferner darauf hingewirkt werden, daß auch gegen die von den «Liierten E> 'richten bereits abgeurteilten Deutschen nnter Annullierung des früheren ein neues Verfahren vor dem Reichsgericht eröffnet wird.
Di« Forderung der Gegenseitigkeit.
Bei einer in den Hohenzolleru-Festsälen in Char- fetienbütg zum 300. Geburtstage des Großen Kurfürsten von de» Dentschvülkische» Arbeitsgemeinschaft der dculschnattonalen Volkspartei hi Charlottenburg veranstalteten Gedenkfeier, bei der Freiherr v. Oldenburg- Fanuschan eine zündende Rede hielt, wurde einstimmig testende Entschließung gefaßt: „Mehrere 100 deutsche Männer und Frauen, in den Hohenzollern-Festsälen zur Gedenkfeier des 300. ßleburtstagcs des Großen Äur- luifien trerfammeff, fordern tion der Regierung: Daß Unsere fo-ynannten „großen Kriegsverbrecher'' in Wahe- fcit unsere besten deutschen Männer und Führer nur bann einem Verfahren vor dem Reichsgericht in Leip-^ pg unterworfen tverden dürfen, wenn sich die Entcntc-
sirankrtl'chs Absichten nuf den Rhein»
wb. Rotterdam, 20. Febr. „Nieuwe Rot- terdamsche Courant" stellt fest, daß Frankreichs Absichten auf den Rhein immer deutlicher werden. Diese Tatsache sei für Europa, besonders für die Rheinstaaten, wie z. B. Holland, von großer Wichtigkeit.
wb, D ü s s e l d o r f, 21. Febr. Der rheinische Ber- tretertag der Deutschen Volksrar'ri, der g stern hier eröffnet wurde, trat in einer Entschließung gegenüber den verhüllt und unverhüllt sich geltend machenden, Absichten Frankreichs auf daS linke Rhrinufer für ein treues Festhalten der ganzen Rheinprovinz am Deutschen Reiche und an Preußen ein.
Hegferungen gegenüber denjenigen • verpflichten, Aaiuen auf unserer Gegenlicht zu re ichr n sind.
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Sembtafc, 21. Fkdrurr (§ormn|)
Ans dem besctzftn lebtet.
Berlin, 21. Febr. Im besetzten französischen Gebiet ist jetzt, wie der „Vorwärts" berichtet, die Abhaltung von Viehmärkten und der außermarkiliche An- und Verkauf von einzelnen Stücken von Vieh verboten, worden.
Mainz, 20. Febr. Tie Gerüchte über hie Rückkehr des ßieneralS Mangin, des Beschützers Dordens, nach Mainz sind amtlich noch unbestätigt. Jedenfalls wurde das Ausscheiden de» seitherigen korrekten Kommandeurs Degoutte allgemein bedauert.
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Rußland.
Archangelsk i« den Händen der RSietruppe«.
wb. Amsterdam, 21. Febr. Reuter zufolgbesagt eine drahtlose Mitteilung aus Moskau, Archangelsk sei von den Bolschewisten genommen, die weißen Truppen hätten die Stadt aufgegeben und seien auf die Seite der Sowjetregie- rung getreten.
Lettische Friedensverhandlungen mit Raterußland.
wb. Helsisgfors, 20. Febr. Nach hier eingegangenen Meldungen beschloß die lettisch« Negierung, endgülttg Friedensverhandszingea mit Räterußland einzuleiten.
Pole« «nd^ Räterußland.
tu. W a r s ch a « , 20. Febr. In gut unterricht teten polnische« Kreisen verlautet, daß bie
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Der Anzeigenvrei» beträgt für die 8gefp Zeile 50 JL amtliche unb «mswär- - r n.u. tiqe 60 , Reklarneieite 1.50 «ck. Zu allen Preisen We!» Aufschlag. Zeder Rabatt gilt ' “ v'HijqJ«
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Ein offen;» Wort eines Franzose«.
" - wb. Paris, 20. Febr. Baillant-Couturier fordert im „Populaire" alle diejenigen Kameraden auf, dis noch Ereueltaten im Gedächtnis haben, die von Franzosen auf Befehl begangen wurden, diese Mizuieilcn, damit £t sie veröffentlichen könne. Er habe Offiziere gekannt, die sich rühmten, deutsche Kriegsgefangene niederge- schofse« zu haben, um ihren Revolver »u prüfen. Vaillant sagt: „Ihr alle habt die feindlichen, von unserey schwarzen Soldaten v«r- ßümmelten Leichen gesehen. Ihr habt auch feststelleki Kinnen, mit welcher Befriedigung bie Weißen davon gesprochen haben, die ste zum Angriff führten. Ich kenne die Namen von fran- tösifchen Kommandanten, die in der Schlacht deutsche Kriegsgefangene, die en twaffnet waren, erschießen ließen und für diese Tat ein Avancement erlangten. Ich kenne einen Leiter, der vom Pferd sprang, um mit einem Re. »vlverlchutz einen Bayern niederzustrecken, der »nler guter Bewachung vor ihm herging. Ich sah Euch, wie man Verwundete tötete. Kanntet 8hr nicht die Vitriolgranaten? Welcher Infanterist hat bei uns nicht Patrone« ab« De schnitten und umgedreht? Diese Ta« kn müssen klassifiziert werden. Wir müssen be« weisen, daß keine Art zu töten uns fremd s^ar. Wenn wir das tun, dann waschen wir weder :■*< Deutsche« noch die Türken noch die Bulgaren ^dein. sonder« wir nehmen nur Anteil an der rühm» Eeich(n. Schweinerei. Wir entehren uns ein bischen reuiger, indem wir es zu gesteh en." Daillant- i*outuiiex erklärt: Wir verlangen schon seit ■|^em ö®c Schuldigen aller Länder ein ^ernatiorrales Gericht, zusammengesetzt aus Ar- ’f-tfrn und ehemaligen Soldaten.
Des StrMrtn eenen die „Stiess- eerlreSer“.
Dir tzeuttche« „Kriegsverbrrchrr" in be« Händen der Verbündeten.
wb. Amsterdam, 20. Febr. Der „Telegraaf" jatbet au8 London: Lloyd George sagte gestern im Vnterhausr: Die englische Regierung gab Polen zu vcr- - stehen, daß sie nicht in der Lage sei, eine polnische st)ffeusive auf russischem Gebiet mit Truppen, Geld oder Material zu unterstützen. Weiter sagte Lloyd George, •uf der Liste der deutschen Kriegsverbrecher kämen auch Ute Namen einiger Angeschuldigten vor, die sich gegen- wärtig in den Händen der Verbündeten befänden. Cb diese »er einen Gerichtshof der Verbündeten gestellt würden, werde von der Antwort abhängen, die tee deutsche Regierung erteilen werde.
> tob. B r r l i n, 20. Febr. Zu der Meldung der - Pfalzzentrake über die Verhaftung und Abtrans. Portierung angeblicher deutscher Kriegsverbrecher wird Don zuständiger Stelle bemerkt, daß von einem solchen Borgehen der Franzosen an amtlicher Stelle noch nicht» »ckamrt ist. Es sind aber alle Schritte unternommen, «m ehre Klarstellung des Vorganges hcrbeizuführen. Lusdrückfich fei noch bemerkt, daß die in der Meldung genannten Personen sich nicht auf der Auslieferungsfiste be rinden.
Die Riicttchr der KneMefailqenen.
wb. Berlin, 20. Febr. Bon den aus Japan heimkehrerlden Transporten sind der Dampfer „Kifuki Maru" mit der Mehrzahl der Gefangenen aus den Lagern Bande und Nagoja, Transportsührer Konteradmiral Vollerthun, vom 25. Februar ab, der Dampfer .„Himalaya Maru" mit der Mehrzahl der Gefangenen aus Kurnme und. dem Rest aus Nogoya, Transportsührer Kapitän zur See Boethke, vom 28. Februar ab in Wilhelmshaven zu erwarten.
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Die Ankunft des deutschen Geschäststrügers in London.
Der Londoner Mtarbeiter der „Deutschen Tages- zritung" schreibt über die Ankunst Herr« Sthamer» i« London:
Ganz unbemerkt kam bet Geschäftsträger des Tteutschen Reiche» am 13. Februar mit einem ziemlich großen Stabe von Herren und auch einigen Damen in Loudon an. Die Zeitungen waren gebeten worden, über Ott und Zeit frinct Ankunft nichts zu veröffentlichen und so war denn keine Menschenseele zu feinem Empfange erschienen. Einige Herren der Schweizer Botschaft die ihn auf dem Bahnhof begrüßen wollten, kamen z« spät. Der Schiffszug war nämlich eine Viertelstunde voor der fahrplanmäßigen Zeit in dem Charingcroß-Vahnhof ringelaufen. Herr Schämet hatte daher, wie alle anderen Reisende«, seine Hebe Not, eine Kraftdroschke zu erhalten, welche er mit zwei Herren bestieg und $mx deutschen Botschaft»- gebäude an der Earltonterrasst fuhr. He Sorge für daS sehr zahlreiche Gepäck dem Gefolge überlassend. Die Uckerfahtt war sehr stürmisch und Herr Sthamer sah, wohl infolge davon, niedergeschlagen und verärgert aus. Sein« Stimmungen wurde nicht besser beim Einlrch'r» Ui«Botschaft. Lei»W«Lfchv«
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