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trll dem Krctsblatt für den firdS Marburg
Tazsszeitnng für (das früher knrhesiische) Oberhessen
1920
Univ'»Buchdr. von I o h. A u g. Koch. Markt 21/23. — Fernsprecher 55.
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mehre« Monate dauernde Tätigkeit das Schloß örd« berg bet Saarbrücken zugewiesen.
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Bov «Sem muß darauf hingewiesen werden, daß di; Gegner -sich alle Maßnahmen Vorbehalten, falls die Urteile des Reichsgerichts nicht s o ausfallen, wie es die rlles»!ü<3fhke erwarten, d. h. wenn etwa Freisprüche er» heb' •>
Der Anzeiqenvrei« betragt für die SgeG. Zette 50 amtliche und «««eär-1•. g liae 60 , Reklamezeile 1.50 X. Zu allen Preisen 10*', Aufschlaq. Jeder Radarr atti I »suyljjc
Wilson droht mit Zurückziehung der Fried"Nsunterschrift.
tob. London, 18. Febr. ^Reuter erfährt: Wilsons Note betreffs Südslatoien ist ein sehr langes Schriftstück. Es heißt'darin, wenn die Vwbündew'n eine Entscheidung im Sinn« des Pariser Kompromisses vom 30 Januar träfen, würden die Vereinigten Staaten genötigt sein, die Zurückziehung ihrer Unterschrift unter dem Versailler Vertrage in Erwähnung zu ziehen. Eine Antwort auf diese Note ist abgegangen. Der Inhalt der Antwort ist nicht veröffentlicht worden.
In amtlichen Kreisen wird angedeutet, daß di« Vereinigten Staaten möglicherweise das Hilfswerk für Europa ein stellen werden, ivenn eine Veränderung des Friedensvertrages, die die Vereinigten Staaten als unvereinbar mit den Grundsätzen der Selbstbestimmung erachten, in Kraft gesetzt werde.
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Gebiet so nahe au der Grenze nicht zu bekümmern, sowohl direkt verantwortlich ist bafür,- einen Verbrecher vor den Forderungen des Recht» in Schutz zu nehmen, als auch verantwortlich für eine für Europa und die ganze Welt so gefährliche Propaganda. Ti« ständige Anwesenheit des früheren Kaiser» unter burdjauS u n - wirksamer Kontrolle in geringer Entfernung von der deutschen Grenze, sodaß er da» Zentrum einer tätigen und wachsenden Intrige vieler bleibt, stellt für die Mächte, die zur Beseitigung dieser tödlichen Gefahr übermenschliche Opfer gebracht baden, eine Bedrohung dar, die anzunehmen man nicht verlangen kann. Die Mächte haben die Absicht, solche Maßregeln zu «rgrei- fen, toi« sie ihnen ihre eigene Sicherheit gebietet.
Die Mächte können das peinliche Gefühl nicht'verhehlen, das ihnen die Weigerung verursachen würde, den 'rüheren Kaiser auszuliefern, ohne irgend eine Prüfung der Möglichkeit, wie die Bedenken Hollands in Einklang gebracht werden könnten mit jenen wirksamen Vorsichtsmaßnahmen, sei es an Ort und Stelle, sei es in der Entferung des früheren Kaisers vom Schauplatze seines Verbrechens, durch die er gleichzeitig außerstande gesetzt wäre, auf Deutschland zukünftig seinen ungünstigen Einfluß auszuüben. Obwohl ein solcher Vorschlag dem Verlangen der Mächte nicht ganz entsprochen hätte, hätte er doch Zeugnis gegeben von jenen Gefühlen, denen sich Holland unmöglich entziehen kann. Die Mächte machen in der feierlichsten und dringlichsten Form die holländische Regierung aufmerksam auf die Tragweite, die sie einer neuen Prüfung der ihr gestellten Frage beimessen. Sie wünschen zu verstehen zu geben, tuie e r n st die Lage werden könne, wenn di« Regierung der Niederlande nicht in der Lage wäre, Zusicherungen zu geben, wie sie die Sicherheit Europas so gebieterisch verlangt.
tob. Saarbrücken, 17« Febr. Der zur Festsetzung der Grenzen des SaargrbieteS ernannten Ksminissjg« wrirde a!4 Sitz für ihr« vrWv-jlchtlich
Wb. Washington, 17. Febr. (Reuter.) Der Senat hat einstimmig beschlossen, die Erörterung des Friedensvertrages wieder aufzunehmen.
RerchSminister Noske sprach sich über die Note der Verbündeten gestern in Bremen verschiedenen Blätter Infolge dahin aus, daß es verfrüht sei anzunehmen, daß tirtr vor allen weiteren ernsten Schwierigkeiten und Epissen Repressalien bewahrt bleiben würden. Die Ver- ndeie» behielten sich ausdrücklich das Recht dor, Schuldige, deren sie habhaft würden, vor ihr «i geneS Gericht zu stellen. Deshalb bleibe eine >mßer»rdentliche Unsicherheit für jeden Deutschen der im Krieg« war, wen« er künftig ein Land der VerdÜndeten betrete.
tob. Paris, 17. Febr. Präsident PokncarL richtet an die Kammer und den Senat ein« Botschaft. Er spricht darin von der großen Ehre, die ihm mit der Anvertrauung der nationalen Vertretung erwiesen worden sei, und von den berfdü ebenen Aufgaben, bie der französischen Republik erwachsen seien. Der Präsident hofft, daß alle Aufgaben übertvunden würden und schließt mit dem Wunsche, daß Frankreich noch mehr al» einmal in der Erfüllung seiner FriedenSaufgaben di« Bewmiderung der Welt auf sich ziehen werde.
PoinrarL hielt in Serbien feine letzte offizielle Rede und sagte hierbei, man habe im Friebensvertrag Deutschland feine Strafentschädigung auferlegt. Man hab« nicht einmal von ihm die Rückerstattung der Kriegskosten verlangt. E» könnt« keinen guten Franzosen geben, der wünsche, daß bie Wiedergutmachungen, zu denen die von den Deutschen begangenen Taten Frankreich bas Reckst gäben, herabgesetzt würben. Was auch immer die ent« gültige Haltung Deutschlands sein möge, man müsse sich bessen.versichern, daß seine Entwaffnung endgültig sei.
als Barrabatt. Be Auskunft durch bie Eeichäitsstelle u. Vermittlung ver Angebote 25 4 Sondergediihr. — Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. M,
Aus ben AWmmmmsftebieitM
Ein französische» Militärgericht für deutsch« Bürger.
tu. G l e t w i tz, 17. Febr. Unter Bruch de» Friedensvertrage» haben die französischen Behörden in Gleiwih ein Militärgericht eingerichtet. daS bereits eine Reibe deutscher Staatsangehöriger aoge« urteilt hat.
Rubel, Waschseife (Pfunb) 100—280 Rubel, Streichhölzer (1 Schachtel) ,15 Rubel, Kerzen (1 Pfund) 840 Rubel, Schube (ein Paar) 1500—5000 Rubel. In Petersburg sind die Preise noch teurer.
Polen und Räteruhland.
tob. Helsingfor», 17. Febr. Wie verlautet vat die polnische Regierung der lettischen mitgeteilt, daß Polen wahrscheinlich in der nächsten Woche Friedensverhandlungen mit Räterußland beginnen werde.
Eine bolschewistisch« Teilrepublik in der Ukraine.
wb. Kopenhagen, 18. Febr. Russische Zeitungen melden, daß in dem von den Bolschewisten resetzten Teil der Ukraine eine neue selbständig« bolschewistische Republik errichtet wurde, die mit Sowjetrußland einen Bruderbund geschlossen hat. Zum Präsidenten der Republik wurde Petrowski ernannt.
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Mittwoch, 18. Februar (§orm$)
LebtiiSmittelpreffe in Lowjrtkußland,
De< ehemalige russische Ministerpräsident Kerenski veröffentlicht in mehreren Zeitschriften, bie der sozialrevolutionären Purkei uahestehen, interessante statistische Aufnahmen, die geeignet sind, über die Wirtschaftslage SowjetrußlandS bi» zum Spätherbst 1919 einen Einblick zu gewähren, da sie infotoeit Anspruch auf Unverfälschtheit hoben, als sie dem Organ der Sowjetregierung, der „Elonomiffcheskaja Schisu" (WirtsclpftlicheS Leben) Entnommen sind. Danach kosteten am 17. September 1919 in Moskau: Schwarzbrot truss. Pfd. = 400 Gramm' 50—55 Rubel, Roggenmehl das Pud (40 Pfd.) 22<)O bis 2400 Rubel, Weizenmehl (Pfund) 65 Rubel, Zucker (Pfund) 280 Rubel, Salz (Pfund) 115 Rubel, B'-uer (Pfunb) 400 Rudel, Milch, ein Krug, etwa *4 Liter 25 Rükel, Rinbfk-isch (Pfund) 75—120 Rubel, Hering (t ErLck) 70—100 Rubel, Kartoffel (Pfund) 12—14 Rubel. Eier (10 Stück), 17Q Rubel. X« (Pfund). 1250
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Wilson.
1 Wilson hat ausgespielt. Nicht weil er seit langem und auf unbestimmbare Zeit au einer Krankheit leidet, deren Sri noch immer für die Oeffentlichkeit ein Geheimnis ist, sondern weil feine Politik, auf die die in Deutschland trotz ihres Riesenfiaskos noch immer maßgeblichen Illusionisten und Utopisten so harmlos und einfältig schwuren, von der Mehrheit des amerikanischen Volke» abgelehnt wird und ihn von seinen Kriegsverbündeten mehr und mehr entfremdet. In der Fiume- Frage besteht.er quf der Zuteilung dieser Stadt, die neuerding» auch Ungarn für sich fordert, an die Süb- Tatocn, während die europäischen .Westmächte eine Lösung erstreben, die auch Italiens Ansprüche berück- iditigt. Heikler al» diese Frage würde eine andere Angelegenheit sein, falls sie. sich bewahrheiten sollte: Gerücht« besagen, daß Wilson die Abberufung des französischen Botschafter» Jusscrand verlangen wolle, weil dieser den Senator Lodge zu seiner Haltung betreffend den Friedensvertrag ermuntert habe. Lodge besteht auf Annahme der oft erwähnten Vorbehalte zunkvFriedens- vertrag, ohne di« er und seine Anhänger feie Ratifikation ablehnen. Vor dieser internatiohqlen Angelegenheit würden die nationalen Streitfragen der letzten Zeit, der Rücktritt Lansings und die Abkehr einer großen Anzahl von WilsonS Anhänger von ihrem Führer, in den Hintergrund treten. Wie sehr Wilsons Ansehen und Einfluß im Schwinden begriffen ist, geht aus der Tatsache hervor, daß die demokratischen Mitglieder des Unterhauses gegen seinen nachdrücklichen Willen beschlossen haben, gegen die militärische Zwaugsdienstvor- lage zu stimmen, ferner aus dem Beschluß der Schiffs- amtes, die von Wilson genehmigte Versteigerung der dreißig deuffchen Schiffe zu b e r b i e Le n. ES wird daher bereits mit der Möglichkeit der Ersetzung Wilsons als Partrifübrer durch einen anderen demokratischen Politiker gerechnet — ja sogar damit, daß feine Funktionen als Oberster Vollzugsbeamter, zum mindesten für die weitere Tauer seiner Krankheit, auf einen anderen übertragen werden.
^ointore Präsident derWikd''rgilt!ttachl!llgs. Hommiision?
wb. Pari», 17. Febr. (Havas.) In den Wandelgängen der Kammer verlautet, daß Jonnart, der Präsident der Wiedergutmachungskommisfion zurückgetreten sei und zwar aus Gesundheitsrücksichten. Millerand habe die Nachfolgerschaft Andre T a r b t e u angeboten, ber aber abgelehnt habe.
Die Nachfolgerschaft IonnartS als Präsident btr Wiedergutmachungskommission torb i-.i bin Wailcl« gangen ber Kammer lebhaft besprochen. Eine große Anzahl Deputierter ist der Ansicht, bah Poincare besonders geeignet wäre, den Posten zu übernehmen.
Tie Beziehiingtn Tkntschlands zu Me- Rußland.
Stint amtliche StiidienkomMission.
Berlin, 17. Febr. Zur Frage der Entsendung einer deutschen StudicnkomMission nach Sowjetrußlaub erfährt bie „Deutsche Allg. Ztg.", baß bie Regierung eine amtliche Beteiligung abgelehnt hat, es aber ben deutschen Wirtschafts- und Industriekreisen überlasse, mit den russischen Wirffchaftsverbänben direkt Beziehungen aufzunehmen.
Besprechung ber Gefangenenfrage.
wb. (Berlin, 17. Febr. Mit Rücksicht auf bie trostlose Lage ber deuffchen Kriegsgefangenen in Rußland und bi« ungeklärte Lage der russischen Kriegsgefangenen in Deutschland hat sich bie- deutsche Regierung entschlossen, in Besprechungen mit dem hierzu d.legierieu Bevollmächtigten der Sowjetregierung, Herrn Viktor Kopp, einzutreten.
besprochen, daß Gewalt vor Refft gehe, und daß der Erfolg das V.'rbrechen frilige. Von diesem Gesicht?« pvrkt nu5 habe» bie Möchte die königliche Regierung ge- Eeten, ibn«» Wilhelm von Hohcnzollern auszulie - kern und erneuern sie heute ihr Gesuch. Die Mächte Achten der Regierung ber Niederlande in Erinnerung irbg. t ^ivgeq, baß sie, falls sie darauf verharrt, sich um die der kaiserlichen Familie auf holländischem
Die IrsMA AmMrmMe.
(Fortsetzung des Auszugs aus der namentliche» Liste.)
General v.Quast, 9.9. Die Majo« Auer, v.d. Schulenburg, v. Wessig vom 89 Ins-Regt. Absichtliche Brandstiftung. Hinrichtung von Zivilver- onen, Wegschleppung von drei Greise» von 70 —80 Jahren als Geiseln in Cbampygnon (Marne) am 6. September 1914. General v. K l n ck, Armeekvmmandant (mit dem Kommandeur des 9. n. 16. Hus.-Regts., bei 35., 42., 36., 49., 66., 85. Jns.-Regts., be» 127. «Ref> Jns.-Regts., des 27. Jus.-Regt»., des 32. Res.-Jnf.- Regts. und deS 19. Drag.-Regt». Brandstiftung, Plünderung und Hinrichtung von Zivilpersonen in Senlis und zahlreichen Gemeinden des Departements Oise. Es rotd> * behauptet, bie deutschen Kolonnen hätten «inen dickte« Vorhang von Frauen «nb Kindern vor sich hergetricbe«, von denen viele tödlich verwundet worden seien, dann seien die Türen erbrodjeit, die Häuser und Läden geplündett worden, wohlausgestattet« Branbkolonnen hätten zwei Viertel von Senlis in Brand gesteckt. Etwas, später hab« ein höherer Offizier den Befehl gegeben, den Maire, der als Geisel verhaftet worden war, zu erschießen. 3« dem brennenden Ereil hätten bie Deutschen Männer vor sich bergt trieben. (Deutsches Notizbuch.) Am 30. August 1914 habe General v. Kluck in Lassigny seinem Wirt, dem Appellationsgerichtspräsidenten Fak« aus Baris erklärt: Wir wollen Frankreich vernichten, es muß verschwinden. In drei Tagen werden wir t» Paris sein. Wir werden alle seine Kunstschätze und wirt« schastlichen Reichtümer wegschleppen, es plündern und velwösten, es soll nichts ünrig bleiben als Licke und Trümmer, Paris darf nicht mehr existieren. Generalmajor v.Koscielsky, Som. d.42. pr.Kav.-Brigade. Hinrichtung von Zivilpersonen und Deportationen m Lagny und Pvrcmericsurt im Sevtember 1914. Graf Haeseler, 11. ober 14. brand. Ul-Regt. (ebenso). General v. L o ch o W, Kom. des 3. A.-K. und seine Generalstabsoffiziere. Plünderung des Schlosse- von Ber- btiot am 10. September 1914. Herzog von Mecklenburg, Möbelbiebstähle 1914 in Morlincautt. Prinz Eitel Friebrich von Hohenzollern. Verantwortung für die Plünderungen von Novo», der Schlösser von Avricourt, ffretob, Essouillp und Caulaincoatt. Verletzung des diplomatischen Privilegs. Als der Pffnz aus der» Schloß von Avricourt in Has von Fretoy umzog, habe er in dieses neue Schloß eine große Anzahl anderswo gestohlener Möbel bringen lassen: ferner seien zehn Obstbäume abgesägt und mitgenommen worden, eine Anzahl Brunnen zugeschüttet, die Archive und der Katasterpla« zerstört worden. General v. V ö h m (Beehm?). Plünde» i'ungc», verbrecherische Maßnahmen in Guiscard, Brandstiftungen, Dynamitsprengnngen, Deportation von Ein- Webnern, Zwangsarbeit von Frauen und jungen Mädchen. Plünderung von Laon und des Schlosses von Sevtmonis. Gestohlen worden sei unter anderem ei» Schreibtisch im Werk von 30000 Frs. Salons und auch bie SatlKbrale seien.als Pfcrdeställe benutzt toorbtit Hauptmann Bcrrfeld (Mrde, v. Bcrselde?), Plünderung der Bibliothek von Laon im März 1917. Dr, Oskar Michelsohn, Direktor b.Lazaretts der 7.Ar. in Esfry, dann in Trellon und in Dizy-lc-GroS. Wird verbrecherischer Handlungen beschuldigt, die den Tod vieler Kranker herbeigeführt hätten, ferner deS Diebstahls von Nahrungsmitteln, Gewalttätigkeiten usw. v.Francois, General. Plünderung ,svstematisch« Brandstiftungen, Verwüstungen und Zerstörung aller nutzbare» Gegenstände in der Gegend von Long-Pont, SoisfonS, Ontchyffe-Chateau, Villers-Cotterets. Systematische Zerstörungen in Arcy-Sainte-Restitue, Chateau be Murrt. August 1918. v. La Chevallerie, General und Kommandeur der 221. Div. (ebcnko). Mu m m, Befehlshaber ver Kommandantur von Saint Quentin (eben# ko). August vo« Hohenzollern, Sohn Wilhelms II. Brandschatzung der Stadl Saint Quentin und ihrer Industrie. Plünderung von Vcrvias und Fontaine» le-Bervins .Aisne). Soll das Geschirr zerbrochen und Wandteppiche nach Berlin geschickt habe». Während der Besetzung von 1918. Prinz von Hessen, Plünderung des Schlosses Mopencouri :i>id Härten gegenüber bet, Zivilbevölkerung. 1917. Aro ßherz vg von Hessen (ebenso.) v. Fle ck, Kvmmanbierenber General^de» 17, Armeekorps. Plünderung von Ham und des Schlosst« Moeyncourt. März 1917. Plünderung des Haustr der Frau Bernet. Gras ».Bismarck, Enkel des Reich-- lanzlrrs. Auspeitschung und Niebeffchießung von Ziv^ pt t io ne» soivie Brandstiftung in ‘25 iw igitt (Nord) DUydl 1914. _ —
Di? W? Olt Änh.
trneKtrmie der Auslicserungsforbernng. — Minbestens gnlexittening. — Beleidigungen des ßaify:8 und des deutschen BolkeS.
Dis neue Note des Obersten Rates, bie in ber Frage der Auslieferung Kaiser Wilhelms II. an Hollanb gerichtet werben ist unb über bie wir kürz' bereits gestern k einem Teile ber Auflage berichteten, besagt im töeftrükchen:
Die Verpflichtungen ber Mächte gegenüber ihren Böltern, bk Tragweite ber in Siebe stehenden Frage und die f» schtver wiegenbe politische Verantwortlichkeit, die sich aus ber Aufgabe ber Rechtssorberungen gegen den cPcmafigen Kaiser ergeben würben, bestimmen bie - Mächte, ihre Forderung aufrecht zu er« Halten unb zu erneuern. Die Mächte verlangen von der kckstgffchen Regierung nifft eine Preisgabe ihrer tfabiticneHen Politik; sie glauben aber, baß bie Natur Are? Gesuchs, bie nach, ihrer Meinung nicht allein oder ioch nicht zur Hauptsache von der internen Gesetzgebung Her Niederlande abhängt, nicht genügend gewürdigt wurde. Es.handelt sich um keine Frage des Prestiges. Um den »verantwortlichen Urheber des großen Kriege-" abzu- ■rteircu/ können bie Mächte Nicht bie Schaffung eines *erf‘cn Gerichtes abwarten, bas mit der Verfolgung b>tcr!mtisr«ler Verbrechen betraut wirb. Gerade bas fct Aussicht genommene Urteil wird einem solchen Ge- tfrfifcS-jf den Weg bahnen. Die Mächte wünschen fest- ptstellei«, daß ber Völkerbund noch leinen solchen ®r<*b der Entwicklung erreicht hot, daß es ihm ober irgend einem der durch ihn ins Leben gerufenen Gekiffte gelingen könnte, vollständige Genugtuung zu ßhaife«.
Nach Aufzählung der dem Kaiser vorgeworfenen Ber« breche» heißt es weiter: Di« Verbündeten können bie 8rbec»«sch«»»g nicht verbergen, bie sie empfanben, als sie h ber b-Uänbischon Antwort nicht ein einziges Wort ber RiftbiÄ-ating für bie durch ben Kaiser begangenen Ver« keäe» fanden. Holland, dessen Geschichte lange Kämpfe Mn dk Freiheit auftoeift, unb das um ber Gerechtigkeit kiffe» s» ftfitoer gelitten hat, sollte nicht eine so enge luffaffwig seiner Pflichten bekunden und sich damit pnßerhakb ber Gemeinschaft ber Welt iirLen. A» ben P f l i ck t e n , denen sich atls nationalen Erüaden niemand entziehen kann, gehört e» sich mit zu vereinigen in ber exemplarischen Bestrafung ber derantwortlicheu Urheber bes Unheils unb der Schrecken Krieges, unb sich zu bemühen, bi« bcnffch« Nation Btr Auffassung ber Solidarität unb ber Menschlichkeit - Bwückzrfführen, da sie immer noch zögert, noch auf den rnllffeu Theorien ihrer Regierung verharrt, die offen
Tie ^frnhutqen in London imb Poris.
wh. London, 17. Febr. Der Oberste Rat trat gestern vormittag zusammen. Er besprach bie Orientfrage. Dir Sitzung dauerte bis in bi« späte Nacht hinein.
wb. Paris, 17. Febr. Ter Rat ber Botschafter trat am Dienstag im Ministerium bes Aeuhcrn unter dem Vorsitz von Cainhon zusammen. Er beriet Über ben Eisenbahnwagenverkehr in Mitteleuropa. Ein cnbgül« tiger Beschluß würbe nicht gefaßt. Hierauf arbeitete ber Rat ben Entwurf ber Antwort aus, bie auf bie juristischen Bemerkungen ber deutschen Regierung zu den Erörterungen ber interalliierten Kommission ber Rhein- lanbe gemacht werben soll. Sckließlich l^cschloß bie Konferenz bein Wunsche Oesterreichs auf Zulassung seiner Delegierte» zu ben interalliierten Kommissionen, bie in bie westungarischen Komitate gehen, zu entsprechen.
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Die Wwetlnoie ÄtWbn.
- wb. Berlin, 17. Febr. Ter englische Geschäfts- jräger überreichte mittags die Note Über die Aus- SeferunO.
Die vom englischen Geschäftsträger übergebene ßie Auslieferung betreffende Note, die aus London gern 13. Februar datiert, von Lloyd George unterzeichnet und an den Kanzler der deu fchen Republik gerichtet ist. stimmt nach ber amtlichen Ueber- sttzung mit dem bereits gemeldeten Text der Agentur Havas im ganzen überein. Hervorzuhebe« ist folgende abweichende Stelle: Die Verbündeten nehmen von der durch die deutsche Ülegierung gegebenen Erklärung Akt, daß sie bereit ist, unverzüglich vor dem obersten Gerichtshof in Leipzig gegen alle Deutschen, deren Auslieferung : bie verbündeten Mächte zu fordern beabsichtigen, ; tin Strafverfahren zu eröffnen, das mit den voll- JtönbtgeH Garantien umgebe» fein rind alle Ur- trilsverfahren und verfügten Entscheidungen der deutschen Zivil- und Militärgerichte unberücksichtigt lassen wird. Die Strafverfolgung, »elche die deutsche Regierung hiernach felbst einzu- Mte« vorschlägt, ist mit der Ausführung des Artikels 228 des Friedensvertrages vereinbar ufw.
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