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Tageszeitung für (das früher knrhesfische) Oberhessen

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Der Unzeiaevvrei« bettiqt fir dir »gel» Zeile 50 4, ««ti ck» inb «»«wir* et <>-tre liqe 5,0 , Rekl«WkzriIe 1.50 Zu ollen Pre sen 5 » , Nufscblia. Jes« Ilebett «ili V«W*>4

el» Serrebett. Be ümfwwft durch die Tefcheiteftelle «. Fetmittlvw« »er >«-

1920

Jie Aüiwsrtüste irr Stiiinödik

JttMt oal iKÜH'lt'mnwMiiH ober nur SwiM 6« AkMtrmMk?

gefaste 25 4 Kvnvergebiihr. H»ftscheckk»ut»: 9tt. 5015 Amt Fronkinrt a. M.

Marlnrr^

Moiilaq, 16. Febrnar

, trli dem Kretsblatt für den Krcls Marburg

DieOderdefs'lcke 3ett«ng* erscheint k*smel «,»entli«. Der »« 9H »tntnrrif tetriet »onotli» 2,50 A. irei Hsv«; >xr* die f Jll olf 2 5n " .Vn. «e!teel» - »erlag xox Or. r. Hitzer.tK. - Druck »er Uni» . Buchdr. »en 3 6- * x 8- R *. Storft 21/28. gemixte*« »»

Ar IraniöPlie HisMtrniöÜÄt

Kortsetzung des Auszugs aus der namentlichen Liste.

©dringet, bayr. General, und Lidl, bary. Oberst -*nd Etappenkommandant. Brandstiftungen und Pltin erringen in Luneville. Zivilpersonen verbrannt, 105 Däuser absichtlich in Brand gesteckt.' 25. August 1914. vauptmann Geßner, Führer der 20. Feldcisenbabner. jtomp. und eines Detachements des 112. und 117. Inf.- xtegts. Inbrandsetzung und Plünderung der Waggoi!- ^lbrik Lun^ville. Befehl, die Arbeiterbäuser der Fabrik . « Brand zu setzen. 28. August 1914. Generalmaior ».Behr, Komm, der 32. Brig. Mordtaten, Brand- tziftungen. August 1914 in Einville. Frhr. v. Geb- jatte!, Führer einer Einheit, zu der das 3. Chevau- tegers-Regt. gehörte. Verbrechen in Dalhain, Einville, kaini-Benoit und Maixe. August 1914 und Mai 1915. Generalleutnant v. Breitkopf, Komm, der 3. bahr. Div. Brandstiftungen und Hinrichtungen in Maixe. 22. August 1914. Oberst Krehenberg, 132. Jiss.- Hiegt. In Magnieres am 24. August/12. September 1914 alle Häuser ohne Ausnahme geplündert. Die_Kirche Und 26 Wohnungen in Brand gesetzt, u. a. Oberst Stei­le r, 5. bayr. Jnf.-Regt. Rehainviller wurde der Plünderung und ben Flammen überliefert. 23. August 1914. Generalmaior Lang, Führer der 11. bayr. Ins.-Brig In Vitrimoirt, 22.25.. Am-ust 1914, 32 Häuser absichtlich in Brand gesetzt. Oberst Weist, Kamm, des 10. bayr. Jnf.-Regts. Verbrechen in

Bitrimont wie Generalmaior Lang. General v. Oven früher Gouverneur von Metz, und der General, der die Einheit kommandierte, zu der das 4., 8. und 68. bayr. Inf -Regt, gehörten (siehe Riedel). Verbrechen in Ro- M^ny, Jarny, Jaulny und Saint-Julien-ltzs-Metz. Hin- i richinng von Zivilpersonen, Brandstiftungen, Plünderun- h im August 1914, u.a. Dorf Jarny mit Petroleuni

Brand gefetzt, Häuser unb die Kirche geplündert. 30

Zivilpersonen wurden erschossen. Die Fälle w-rden als Wuszug auZ der Aussage eines Deutschen bezeichnet. Math, Platzkomm. von Thiaucourt. Plünderungen, Betfföntng von Gebäuden, Diebstähle' u. a. Septeinber 1914. Rheinhart, Unterosf. im 138. preust. Inf.- Negt. Niedermetzelung von Verwundeten in Vic-sur- Seille. v. G.r u n d h e r r, Generalmaior im bayr. Heere. Komnmndanturossizier. (Sein Adjutant war Leutnant v. Falkenhayn, Sohn des -Generals.) Brandstiftung und Tötung von Zivilpersonen in Cbanieheux. 25. August 1914. Manger, Stabsarzt im 13. Jnf.-Regiment isebenfo). v. K 0 rn, komm. Geu. des 21. A.-K. Plünde­rung in Moyen und andern Dörfern. 24. August 1914. v. D « witz, preust. Gardehauptmann, Plünderung und Ä«.-Ai><tiftung im August/September 1914. Prinz v. Wittgenstein, Befehlshaber eines Ulanenkorps. Plün­derung und Brandstiftung in Clermont-en-Argonue. Sep­tember 1914. Prinz v. Württemberg, Brand­stiftung und Gemetzel in Triaucourt und Eures. Septcm- fier 1914. Auf die Klage des Geistlichen soll der Prinz i erwidert haben:Was wollen Siel Wir haben schlechte Eoldaten unter uns wie Sie." General v. K i r s ch - Baum, Komm, der 12. bayr. Brig. Ermordungen, absichtliche Brandstiftungen, Plünderungen des 6. Jnf- RegtS. in Bonnviller und St. Mihicl. September 1914. -Leutn. Grudner, Platz-Komm. in St. Mibiel, Plün­derung beim Rückzug 1918. General v. Strantz 5. A.-K. Am 22. August 1914 habe ein pommersches Regiment das mit Verwundeten gefüllte franz. Lazarett im Dorfe Ethe-Gomcry besetzt, der Feldwebel Matz habe rtwa 80 Leichtverwundete herausführen und beim Aus- fiang des Dorfes erschiesten lassen: inzwischen sei das Lazarett angesteckt worden: 100 bis 120 Verwundete, die sich fierausschleppten, seien erschossen lvorden, alle andern etwa 300, lebendig verbrannt. Wachsmuth, Oberst des 3. Nrederschles. Jnf.-Regts. Nr. 50. Einäscherung von Ethe am 22. August 1914, Erschiestung von 212 Personen, darunter 30 Frauen und 20 Kinder. Haupt- Incnn Boldt, Wjut .der 203. Brigade soll entschieden haben, wer erschossen werden solle und wer nicht. General Liebeskind, Komm, der 19. Brigade. Erschießung von acht französischen Gefangenen sowie der Bertvundeten und Krankenwärter usw. Feldwebel Matz vom 6. Gren.- Kegt. General v. Bülow, Komm. der 2. Armee. Siehe Kitas-Ausgabe. Jenrich, Komm, des 140. Jnf.- ts.. Befehl zur Erschießung von Eüiwohnern in Aerschot -Belg.) August 1914. General der Infanterie p. Below, Komm. General der 1. Armee. Plündernn- fcen, Deportation von Einwohnern, Zwangsarbeit, Kol- kktivstrafen, Requisitionen ohne Gutscheine, Verschlechte­rung des Geldes usw. in Lille und den besetzten Gegenden, Plünderung von Douai und Beschießung von St. Amand im Oktober 1918, Verbrechen und planmäßige Plünde­rungen in Rethel. Beweis: Notizbuchs eines deutschen Leutnants mit Bemerkungen über die Plünderung einer Mädchenschule. Hauptmann v. K a 11 e, 3. Garde-Gr - Reet. Besch! zum Anzünden von zehn Häusern am 22 August 1914. Oberst Gräser, 34. Jnf.-Regt. und Major Walerd von demselben Regiment, Verbrennung von zehn Zivilisten .Greisen, Frauen und Kindern in einer Scheune, angcoreuet von Major W. in Gegenwart des Obersten. Erschießung von etwa 20 Personen, die kich in eine Kirche geflüchtet hatten» auf Befehl des Obersten durch -Soldaten des 9. A.-K. am 29. August >1914.

Deutscher Kronprinz. Siehe Freitag-AuZgabe. Sm Oktober 1914 habe eine planmäßige Plünderung der Gegend von Mezieres-Charleville ans höheren Befehl be» ieounen, von der zuerst die Keller, dann die Möbel ge- trv! ien worden seien, im Januar 191o seien die Archive des Departements geplündert und angezündet worden, später hab« man einen großen Teil der Bevölkerung

Es darf als zutreffend angenommen werden, daß die Westmächte ihr Auslieferungsve lange 1 wenigstens zum Teil fallen gelassen haben. Ter Meldung, dass sie völlig auf die Auslieferung ver­zichtet haben, stehen f.anzösifche Presseäußerurgen gegenüber, nach denen die Auslieferung derjenigen angeschuldigten Deutschen, die die moralische Ver­antwortung für angebliche Verbrechen getragen haben, also etwa Hindenburg, nicht mehr verlangt wird, dagegen nach wie vor die Auslieferung der wirklichen Täter. Dieses teilweise Zugeständnis könnte an der Weigerung Deutschlands nichts ändern,' denn auf dis einzelne Persönlichkeit b i Auszuliefernden kommt es gar nicht an, sondern allein darauf, daß überhaupt ein Deutscher ausgeliefert werden soll. Der Wortlaut der Note wird die erforderliche Aufklärung bringen. Heute liegen folgende Meldungen vor:

wb. Paris, 15. gebt. Wie die Pariser Mor- aenblLtter melden, wird die Antwortnote betr. Auslieferung durch den englisSen EZchäststräger in Berlin überreicht werden. Dos Schriftstück ist von Ministerpräsident Lloyd George unterzeichnet. Das Auslieferunasverlangen fei fallen gelas­sen worden. Die Note wird nicht vor Montag veröffentlicht werden.

Jules Sauerwein sagt imMatin", daß die Antwort an Deutschland eine UnterfchÄdung zu­gestehe zwischen Personen, die die Urheber gewisser Handlungen sind, und denen, die nur mehr eine allgemeinere Verantwortung haben, die man als eine moralische bezeichnen könne. Die Note werde die Auslieferung der letzteren Kategorie nicht verlangen, jedoch sehr energisch auf Aus­lieferung der ersteren bestehen. Sauer­wein meint, die Note werde jedenfalls auch die Be-^ meikrng enthalten, dass es sich bei dem Entgegen­kommen nicht um einen Präzedenzfall handele, der etwa der deutschen Regierung gestatten werde, nunmehr auch die anderen Vertragsklauseln zu verletzen. Es handele sich hier um einen isolirten Fall, in dem die Alliierten Nachgiebigkeit zeigten, um den Friedenszustand in Eurova zu-dern und Deutschland zu gestatten, eine Aera innerer Be­ruhigung einzuleiten.

Pertinar berichtet desEcho de Paris" aus London, das von den deutschen Ministern vor­geschlagene Ve-fahren werde unter gewissen Vor­behalten hinsichtlich einiger Abände'-uvgen, die das Eerechtigkeitswerk sicher stellen sollten, an­genommen werden. MiÜerand habe gerettet, was er retten konnte."

Millerand empfing die Vertreter der franzö­sischen Presse gestern abend wiede'um und erklärte hinsichtlich der an die deutsche Reg'erung gesandten Kohlennote, Frankreich habe eine Kohlen­förderung an Deutschland. Die Schuld sei verfallen gewesen, und er habe deshalb die Ausführung reklamiert.

vertrieben. Als Beweis wird ein Brief des Hauptmanns Meyer in Berlin an den krieysaekanaenen Leutnant Kutt Meyer angeführt, wonach man bei Wertheim, die Kriegsbeute von Lille verkaufe. Ferner wird angeführt das Brnchüück einer Brieses des L-andwebrmanns Alired Sauer im Krieaslazarett von Fonrrnies an den Soldaten Heinrich Finkelaus vom 39. Jnf.-Regt. vom 8. Mai 1917, in dem es heißt, daß man der Bevölkerung alles nehme^selbü ben jungen Frauen ihre Hochzeitsaeschrch.ke Er seEr habe in einem zugemauerten Zimmer 15 kupferne Musikinstrumente, ein ganz neues Fahrrad, 150 Bett­tücher und Handtücher, 6 kupferne Beleuchtungskörper usw .gefunden. Der Kommandant sei sehr befriedigt ge­wesen, und die Fircher sollten sogar eine Prämie erhalten. Ferner soll der Kronprinz vom 27. Mai bis 8. Juni 1918 :n Coiney (Aisne) alles mitgenommen haben, was eS in dem Hause, wo er wohnte. Wertvolles gab.

Aus den AWmmmissSqrbietkiu

wb. Breslau, 14. Feb. Degen der Verhaftung des Polizeiwachtrneisters O r d 0 n durch die, Besatzungs­truppen in Gleiwitz, beschlossen die^oberschlefsschen Polizei­beamten, ivenn Ordon nicht freigelassen werde, am 19 Februar den Dienst niederzulegen. Die Beamten der Stadt, der Post, der Eisenbahn, der Steuer und des Gerichts erklärten sich mit ihnen solidarisch. Ordon wurde wegen angeblicher abfälliger Äußerungen über die Besatzungstruppen verhaftet.

wb. Memel, 14. Feb. Heute kam General Dbrti mit dem zweiten Transport der Besatzungstruppen in Memel an. Ter Transport umsaßte 15 Osfiziere und 127 Mann. Der nächste Transport wird morgen nach­mittag erwartet.

Auch die Frage der Beantwortung der hollän­dischen Note wegen der Auslieferung Kaiser W l- helms scheiß nach den Pressestimmen gestern ge­regelt worden zu sein. Es soll eine neue Note an die holländische Negierung abgchen. Wie einige Morgenblätter behaupten, soll auch darin nicht mehr auf der Auslieferung bestanden werden, son­dern man will der holländ scheu Regierung eine schärfere Bewachung Kaiser Wilhelms, vielleicht in den holländischen K 0 l 0 ni'en, nahe­legen.

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Die Auslieferung der Handels-, Fischerei- und Flutzschiffahrtsflotte.

wb. Berlin, 14. Febr. Vor einigen Tagen hat b:e Wicdergutmachukigskommission der deut­schen Kriegslastenkommission eine umfassende Nete zugehen lassen, um die Ausführung der Anlage 111 zu Artikel 236 des Friedensvertragss in die Wege zu leiten. In dieser Anlage sind Bestimmungen über die Auslieferung der Handels-, Fischerei- und Flußschiffahrtsflotte und Pfl'chtneubruten enthatz- ten. Ueber die zahlreichen Vorschläge, welche die Wiedergutmachungskommission in der Note machte, sind Beratungen im Gange. Ebenso wird das sta­tistische Material, das von den Verbündeten ge­wünscht wird, vorbereitet. In kürzester Frist wird dann die besonders zu d esem Zweck entsandte deutsche Kommission mit den Verbündeten über die Angelegenheit verhandeln.

Die Schweiz und der Bölkerbund.

wb. Bern, 14. Febr. Im Nationalrat gab Bundespräsident Motta den Eingang eines amt­lichen Telegramms aus London bekannt, demzu­folge in der gestrigen Sitzung des Völkerbundsrats der Rat den Beschluß gefaßt hat, daß die schwei­zerische Neutralität im Falle des Beitritts der Schweiz zum Völkerbund in dem vom schweize­rischen Bundesrat geforderten Umfange ge­währleistet bleibe, und daß ferner der vom Bundesrat geforderten Volksabstimmung in der Erwartung zrigestimmt wird, daß die Volksabstim­mung, in der Schweiz so rasch wie möglich durch- gefiihrt wird. Viiudespräsident Motta stellte fest, daß somit die Mission der Herren A d 0 r und H u - 6 e r in London einen vollen Erfolg gehabt hat.

wb. London, 14. Febr. Die nächste Sitzung des VölkerbundsrateS wird in Rom stattsinden.

KottstiUilmopk! üfibleibt ben Türken,

wb. Paris, 15. Febr. Wie die Pariser Blät­ter aus London melden, wurde gestern zwischen dem franwsischen, englischen und italienischen Mi- nisterp-räsidenten beschlossen, die Türken in Kon­stantinopel zu belassen, aber eine europäische Kontrolle für die Meerengen einzusetzen. Die Grenze der europäischen Türkei ist noch nicht fest­gesetzt.

Tie Niickkcbr der KriellSqefllNsienen.

wb. M ü n st e r {a g e r, 14. Febr. Heute trafen 1040 Kriegsgefangene ans Frankreich hier ein. De kommen aus den Lagern M 0 u v r a y und C a r j e u x. Der Transport wurde am Mittwoch in Chaulnes verladen. Der Abtransport der Heimgekehrten durch Sonderz,üae in ihre nähere Heimat ist für den 16. Febr. in Aussicht genommen.

wb. Berlin, 14. Feb.- Vom Heimkehrertransport- barnnfetMain" wurden in Port Said wegen lieber» Täflung des Schiffes 568 butsche Heimkehrer gesund und 132 krank und in Rotterdam 5 krank zurückgelassen. Ferner sind in Port Said 2 nichtdeutsche Heimkehrer krank und in Suez 24 gesund zurückgeblieben. Der Falksbiind zum Schutze der deutschen Kriegs- und Zivil- gefangenen besitzt die Nameusliste der Zurückgelassenen, und ist gern bereit, auf briefliche oder mündliche An­fragen Auskünfte zu erteilen.

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England.

wb. London. 13. Febr. Eine Abordnung de? Magistrats von London hat heute Marschall F 0 ch den ihm von der Stadtverwaltung angebotenen Ehren­degen überreicht _ _

tob. London, 15. Feb. Millerand ist heute nachmittag nach Paris zurückzekehrt.

wb. Loudon, 14. Febr. Die Regierung brachte einen Gesetze-rvmirf ein, durch den der Feingehalt der Silbermünzen, die zukünftig geprägt werden, von 925 jaul 600 herabgesetzt wird. Gegenwärtig «folgt dir tzerßrllnng bwjet Münzen mit Salaft,

$15 Siosts du So'ihmismns.

Ein Meer von Blut. Große Enttäuschung.

wb. Haag, 14. Febr. Wie derNieuwe Coureet" aus London meldet, bringt der bekannte BolschemtU Krassin in den letzten Nummern desSSirlltoaft« Leb,».?" auf die 8iquibieruag de» Ootttiewiemng in Rußland und erklärt, daß da« bolschewistische Regim» das Leben des Landes nicht wieder Herstellen könne und daß der Fall des Bolschewismus unvermeidlich sei. Das Volk beginne einzuseben, daß da« bolschewtstt. sche Experiment es in ein Meer »en Blut gestürzt habe. Ein Gefühl großer Enttäuschung bemächtig» sich der Bevölkerung.

Die Wühlarbeit der Kommunisten.

wb. Amsterdam, 14. gebt. Wie dastrtfi. Handelsblad" meldet, hat in der ersten Hälft« dieses Monats in Amsterdam eine geheime inter­nationale Kommunistenkonjerenz stattgefunden, zn der auch deutsche Mitglieder, u, a, Klara Zetkin, nach Amsterdam gekommen waren. Der hollän­dische Ingenieur Rutgers vertrat die russisch« Sowjetregierung. Diese stellte auf der Konseren- für das Zustandekommen des Vollzugsbüros bet dritten Internationale Diamanten, Perlen und andere Edelsteine im Werte von 20 Millionen Rubel zur Verfügung. Es wurde ausdrücklich fest- gestellt, daß es die Aufgabe des Amsterdamer Büros sei, jeden Ausstand und jede Bewegung, bi< revolutionären Charakter hat, zu unterstützen. Das Amsterdamer Büro untersteht dem Moskauer Büro unmittelbar. Das Berliner Büro, da« bl« Deckadresse für die Korrespondenz des niederlän» dikchen Büros mit der Sowjetregierung ist, wird dem Amsterdamer Büro unterstellt werden. Ja Nordamerika, Asien, Spanien und Mexiko werde« Zweigbüros ernchtet werden. Auf der Konferentz wurde auch eine Entschließung angenommen, nach der die internationale kommunistische Partei ver­suchen soll, die Führung der Gewerkschafts­bewegung in die Hände zu bekommen.

Reue deutsche Kolonistensiedelungen en der Wolga. ; j

tu. London, 14. Febr. Wie dieDaily New»' -er­fährt, wurden ztvischen der Sowjetregierung und einige« deutsckicn Kolonistensiihrcrn ein Abkommen getroffen, -wonach die russische Regierung ausgedehnte Ländereien an der Wolga zur Verfügung der deutschen Kolonisten bereithält. Die Sowjetregierung sagte ferner die An­legung der erforderlichen Eisenbahnlinie zu. die de« Handelsverkehr der neuen Kolonie erleichtern soll. Die deutschen Kolonistenführer werden versuchen, 60006 Kolonisten zusammen zu bringe«.

Flucht des polnischen Ministerpräsidenten.

tu. Amsterdam, 15. Felr.Daily Ehro- ' nicke" erfährt aus Vevey in der Schweiz, daß Pa« - derewskj, am Genfer See eingetroffen sei. Außer­ordentliche Maßregeln sind zu seiner Sicherheit er« griffen worden. Es wird bekannt daß er Pole» verlassen hat, weil die Verschwörung gegen sein Lebezl entdeckt worden sei. ;

An-erikn.

Der Rücktritt Lansings.

wb. P a r i s, 14. Febr. Nach einer Radiomsfi. düng ans Washington ist dem Rücktritt Staats­sekretär Lansings ein heftiger Briefwechsel mit Präsident Wilson vorausgegangen. Seit dem 7. Februar machte der Präsident seinem Staats­sekretär harte Vorwürfe, seine Krankheit benutzt ru haben, um sich seine Präsidentenautoritäl anz«, eignen. In einem weiteren Brief erklärte Wilson, als er noch in Paris gewesen sei, habe er heraus­gefühlt, daß Lansing seine Anweisungen und sein», Ratschläge mit wachsendem Unbehagen angenom­men habe. In einem Brief erklärt Lansing, fett Januar habe er gefühlt, daß Wilson nicht mehr be­reit gewesen sei, seine Ansicht über alle Fragen, welche die Pariser Verhandlungen betreffen, ent- gegenzunchmen.

wb. Washington, 14. Febr. Meuter.) Volk wird zum einstweiligen Staatsserrctar er­nannt werden.

Keine Persteigeruva deutscher Dampfschiffe i* Amerika.

tu. London, 15. Febr. Revier meldet au« Washington: Der obersse Gerichtshof hat b< vom Schiffahrtsamt beabsichtigte und vom Präsidenten Wilson genehmigte $er|teigerung von 36 ehe­maligen deutschen-Passagierdampfer untersagt. Wilfon gegen ein Kompromiß in dkr Mriasrage.

wb. Pari«, 15. Febr. Wie dasEcho be Paris" aus London mitteilt, hat Wilson den Ver­bündeten mitteilen lassen, daß er einem Kompro«