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mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg

Tageszeitung für (das früher knrhefsifche) Oberhessen

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wb. London, 13. Febr. (Reuter.) In der heutigen Vormittagsfitzung des Obersten Rates wurde die Antwort an die holländische Regierung bezüglich der Forderung der Auslieferung des ehe» maligen Deutschen Kaisers beraten. Es verlautet, daß di« Antwort wahrscheinlich heute vormittag aufgesetzt werden wird und erklärt werde, daß et nicht ratsam sei, baß der Friede dadurch gestört werde, baß dem Kaiser erlaubt werde, an seinem gegenwärtigen Aufenthaltsort zu verbleiben. Im Interesse Hollands wie in dem der übrigen euro­päischen Völker müsse dieser Standpunkt in Erwä- gung gezogen werden.

Man habe dem Standpunkt Lloyd Georges Paris und Englands Rechnung getragen.

Der gemischte Gerichtshof würde zweifellos nicht in Deutschland tagen, die Aüslieferungs- forderung würde aufrecht erhalten werden. Ein solcher Beschluß Märe also ebenfalls unan­nehmbar.

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die deutschen Wmirale verlangt, die es für den U-Biwt- Krieg verantwortlich machen will, wenn es deutsche ' Seeoffiziere vor sein Tribunal zerren möchte, die Schiffe gelegt und Minen gelegt haben, so fehlt auch Per jeder wirkliche Strafgrnnd, jede Möglichkeit, sich auf di« Bölkerrechtswidrigkeii der betreffenden kriege-

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Der Slbänderungsantrag verworfen. Balfour

besteht auf der Auslieferung des Kaisers.

wb. A m st e r d a m, 13. Febr. LautTele- graaf" erklärte bei der Aussprache über den libe­ralen Abänderungsantrag des Friedensvertrages Lord Robert Cecil, seiner Ansicht nach sei die Abänderung des Vertrages augenblicklich u n - durchführbar. Wahrscheinlich müßten aber früher oder später einige Bestimmungen des Ver- tages abgeändert werden. Cecil fordert, daß et#e Zusammenkunft des Völkerbundes zur Be­sprechung der russischen Frage stattfinde, wobei zu­gleich an die Parteien, die noch jetzt Krieg führen, die energische Mahnung gerichtet werden solle, daß jetzt mit dem Kriegführen Schluß gemacht werden müsse, da es Sache des Völkerbundes fei, inter­nationale Streitigkeiten aus dem Wege zu räumen. M«el«a« «illtttie, die Bedingungen de, Ver­trages müßten de« gegenwärtige» Zustand der Weltangelegenheiten angepaßt werden. Für die von Deutschland zu leistende Wiedergutmachung solle eine endgültige Summe festgesetzt werden. Die Länge der Liste der Kriegsverbrecher macht das ganze Verfahren praktisch undurchführ­bar. Wenn das Verfahren in anständiger Weife durchgeführt werden solle, würden langjährige in­ternationale Gerichtshöfe iie Folge sein. Bal­four schloß die Erörterung, indem er erklärte, der Friedensvertrag setze Deutschland in die Lage, s e l b st die gesamte Entschädigungssumme, die es zahlen solle, zu nennen, und daß die Verbündeten einen solchen Vorschlag gegebenenfalls erwägen würden. Der Friedensvertrag enthält eine Klau­sel, die es Deutschland ermögliche, innerhalb von vier Monaten nach der Unterzeichnung des Frie­dens Vorschläge für eine einmalige Abzahlung der Entschädigungssumme zu machen. Niemand könne jedoch sagen, was Deutschland bezahlen könne. Ueber die Auslieferungsfrage sagte Balfour, die englisch« Regierung stellte eine sehr beschränkte Liste auf und sah die Liste der anderen Länder reicht. Er habe die Auslieferungsfrage mit Cle- ^nenceau besprochen. Dieser habe es für wünschens-

AuS der fmnzösischen Ansordrrungsliste gebe» wir sollende Namen und Anschuldigungen wieder?

Komm. b. 58. Brig. .(112. und 142. Inf-Regt.. 14.Armeekorps) General Stenger. Zwei Befehle vom 26. 8.14, wonach von heute ab keine Gefangenen gemacht, sondern alle, verwundet oder nicht, niedergemacht werden sollten, auch wenn sie in großen geschlossenen Einheiten gefangengenommen würden. Wegen Ausführung der Be­fehle Stengers werden unter Berufung auf die deutsche Vorschrift, daß ein anbesohlenes Verbrechen nicht ausge- ftibrt werden dürfe, folgende Angehörige des 112. Jnf- Regts. angefordrrt: Leutnant Laule, Hauptmann Schroeder, Reg.-Komm. Müller und Hauptmann Curtius oder Crusius, Hauptmann Mayer (von Badenweiler), der seinen Leuten veranschaulichte, wir man eine» verwundeten Feind mit dem Bajonett töte.

Hauptmann Z eiche vom 38. Res.-Jnf.-Negt. wegen Erschießens von Franzosen am 23. August, von 14 Ge­gangenen am 9. September, ferner die Leutnants N e - ring, Kap», Leisenring (88. Inf.-Reg., 1.K), Feldwebel K a f s g a von derselben Komp, wegen Befehls, herhnwbfte Inder chie angetrvssen würden, zu töten (1914 bei Roye).

Komm. h. 14. Res.-Div. im August,-September 1914 bei Schlettstadt und Bois St. Barbe, wegen Befehls, 8 Gefangene unverzüglich zu erschieße«.

Komm .b. 110. Res.-Ins.-Regt. ha August 1914 bei Gr. Fontaine am Donon, weil er am 21. August 1914 54 Gefangene unter dem Feuer ber französischen Artillerie vorgehen ließ.

Komm. b. 58. Jnf.-Regts. Oberst Kramer wegen Befehl» zur Erschießung von gefangenen Franzosen unter dem Hinzufügen, e» lohne sich nicht, so wenig Franzosen wegzuschassen. (September 14, kurz vor dem Kampf bei Romagne^

Maior v.Kottwih vom 55. Jns.-Regt., Befehl zur Erschießung zweier gefangener Turkos September 1914 bei Reim».

Komm, der 3. Jnf.-Div. (2. A.-K., 34. Fils.« und 2. Grrn.-Regt.) Tötung von 17 französischen Kriegsgefange­nen- bei MoiSlain» (Somme), Plünderung und Brand­stiftung, 28. August 1914.

Komm, de» 117. Jns.-Regt. (3. Hess., 18. A.-K.) 8^- fehl vom 8. September 1914, alle Franzosen niederzu­machen, auch wenn sie die Waffen niedcrleaen wollen.

Major Cesar, Komm, des 111. Jnf.-Negt., Er­schießung von Gefangenen September 1914 zwischen Mame- und Friconrt (Somme).

Oberst v. 8t Iker kam, Komm, des 110. Inf.« Regt-, Beseh!, feine Gefangene zu machen; 4. und 6. Okt. IS 14 in Coureetette (Beaumont).

Koenprin» kupp recht von Bayer» (siehe gestrige SnSgudcj.

Amerika.

Rücktritt Lansings.

wb. Washington, 13. Febr. Der Staats­sekretär Lansing ist zurückgetreten.

. Der Bölkerbundsrat.

wb. London, 13. Febr. In der Schlußsitzung des,VLlkerbundrates wurden die Vollmachten des Oberkommissars für Danzig, Sir Tower, be­stätigt. Reben der Frage de, Saargebietes und der Danziger Frage wurde namentlich der Bericht Bourgeois' über b*e Errichtung eines ständigen internationalen Gerichtshofes besprochen. Der Gerichtshof soll, ohne die Wirksamkeit des Haager Schiedsgerichts misten zu wollen, eine höhere Ge­richtsbarkeit sein, die von der Friedenskonferenz eingesetzt ist. Zum Schluß der Sitzung besprach Balfour noch die finanzielle Krise 'Europas und die Mittel zu ihrer Behebung. Der Rat beschloß daraufhin die Einberufung einer diesbezüglichen internationalen Konferenz.

Ungar« will Oesterreich verpflege, bei Verzicht Oesterreich, auf Westungar«.

tolk Wien, 13. Febr. Wie au» Budapest ge­meldet wird, gipfeln die von dem ungarischen Mi­nister angekündigte» Vorschläge darin, die Ver­pflegung Oesterreichs für längere Zeit hinaus voll­ständig zu übernehmen, wenn Oesterreich auf Westungar» verzichten wolle, für das Ungarn territoriale Autonomie osj breiter Grundlr^r bietet.

General Bloß, Plahkommanbant von Cambrak. Plünderung von Cambrai öe September 1918.

Oberst Glotz, Etappeukomm. 12./III. Etappen-Jnsp. 2. Armee, verbrecherische Maßnahmen in Clary, Bertry, Holnon, ßxtubrtj (Nord).

General v. d. Marwitz, Komm, der 4. Kav.-Tkv. Soll beim Ausbruch der FeiMeligkeiten nach dem Em­ma rsch in Belgien den Befehl gegeben haben, die Zivilbe­völkerung zu töten, zu plündern und die Einwohner M terrorisieren. Beweis die Aussage von Kriegsgefange­nen, die am 5. Oktober 1914 vom Kriegsgericht in Pari» verurteilt wurden. Ferner wird ber General dafür ver­antwortlich gemacht, daß die Radfahrer-Komp, des Kav^ Korps von Marwitz in zwei angezündeten Bauernhöfe, bei Laventie (Pas-dc-Calais) Mitte Oktober 1914 onlge- plünderte, halb verbrannte oder verstümmelte Zivilisten habe erschießen lassen; schließlich werden ihm als Kom­mandanten der 2. Armee im August 1917/18 Plünde­rungen und verbrecherische Maßnahmen gegen die Ein­wohner von Beauvais, Candry Haucourt, Saint-Sonp- let, Laval zur Last gelegt.

Oberst W e i g e, Komm .des 56. Jnf.-Regts., Brand­stiftung, Plünderung und Zerstörung von Dörfern iw August, September 1914 bei St. Quentin (Somme).

General v.Plettenberg» Komm, de» Garbe- Korps. Allgemeine Befehle zu plündern und Städte nnb Dörfer anzuzündrn, Augnst/Sevtember 1914 Reim» und andere Gegenden von Nordsrankreich. Als Beweismaterial wird ein Brief angeführt, in dem es heißt, daß er­schossen worden wäre, wer sich hätte weigern wollen, die von General v. Plettenberg ausgegangenen PlünderungS- beiehle auszusühren, eS habe sich aber niemand geweigert. Ferner wird dem General v. Plettenberg aus Grund einet Bemerkung in einem deutschen Notizbuch die Verant­wortung für die Ermordung von Frauen und Kirchern« die Inbrandsetzung von Dörfern, Plünderungen »sw. am 25. August 1914 zur Last gelegt (Dörfer bei bet Grenze nördlich von Sedan).

Komm, des Elisabeth-Regt., Hauptmann v.Brandt, Leutn. v A r n i m und Feldwebel (Adi.i Kurten von der 7. Komp, wegen Plünderung und Inbrandsetzung von Marfaux und anderen Dörfern am 3. September 1914, ferner weil französische Gefangene am 25. September 1914 gezwungen wurden, in der Feuerlinie Gräben eat* zuwerstn.

Komm. Gen. de» 14. A.-K. (110., 112. und 113. Bab, Jns.-Regt. wtb die württ. Siegt, die Mülhausen besetzt hatten, wegen Tötung von Gefangenen und Verwundern, Zerstörung von Burzweiler (Vorort von Mülhausen),

Komm, des 123. SSflrtt. Landwehr-Jnl.-Negt»., 3* brandsetzung des Dorfes Sengern bei Gebweiler am 86, Oktober 1914.

General ti. S) c i a I i n%, Kerum, de» 16. Set« brechen in Rson l'Erape und LUarmont (Dsscsen). Etzsto»

Marburg

Lonnadend, 14 Februar

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eüofett, Kaffe» bilden. Kräfte, cauche- itciben.

Sie flglniitiMte m SeiWM.

wb. London, 13. Febr. (Havas.) In seiner gestrigen Sitzung setzte der Oberste Rat den Wort­laut für die beiden Noten an Deutschland über die Auslieferung der Schuldigen und an Holland über Auslieferung des früheren Deutschen Kaisers fest. Millerand äußerte, die wichtigste Frage sür den Augenblick sei die Antwort auf die deutsche Note. Millerand konnte noch nicht sagen, ob die Antwort an Deutschland von London oder Paris abgesandt und ob sie durch ihn unterzeichnet werden würde. In maßgebenden Kreisen ist man der Ansicht, daß die Anwesenheit Marschall Fachs vermuten laste, daß Maßnahmen getroffen werden sollen, um Deutschland zur Ausführung des Friedensveitra-

j u zwingen.

In gut unterrichteten Kreisen verlautet, daß die Zusammenkunft in London zwei Wochen dauert. Die Verhandlungen gehen langsamer von statten, als in Paris. Der Grund hierfür liegt in der schwierigen Verständigung, da weder Nitti noch Millerand englisch sprechen, was Clemenceau ge­läufig sprach. Ein amerikanischer Vertreter nahm an den Verhandlungen nicht teil. Einer weiteren Neutermeldung zufolge befaßte sich der Oberste Rat mit der Frage der Auslieferung der Kriegsver­brecher. Hinsichtlich der weiteren Vorstellungen Deutschland gegenüber wurde volle Uebereinstim- mung erzielt.

tu. Paris, 13. Febr. Der Londoner Bericht­erstatter desSJtatin, Julius Sauerwald, glaubt zu wissen, daß di« Antwort auf die Not« der deut­schen Regierung vom 25. Januar im Tone fest sei, jedoch lasse sie für Verhandlungen Raum.

wb. Washington, 13. Febr. Schatzsekretär Houston fünbigte am Montag die Tilgung der laufenden fachulden in Höhe van GO Millionen Dollars an. Nach Houston ist diefinaiiäicße Lage der Vereinigten Staaten U sehr günstig zu bcxcidmcn.

rischen Handlung zu berufen. Auch hier soll die Strafe I {fit alle Zeiten abschrecken. Sie sott die deutsche Leewaffe gegen Errgland für alle Zeiten ab stumpfen ltd> unbrauchbar machen. Daß Frankreich General- Zeldmarschall v. Hindenburg und General Lubendorff prbert, ist im Grunde genommen sicher nicht ver- tverflichcr als dqs englische Verlangen nälh Tirpitz, Aapelle und den anderen Admiralen. Wenn sich also ^n der englischen Presse Widerspruch gegen die sran- »ösischen Liste regte, so ist bas zweifellos eine Probe - bet gewohnten englischen Unehrlichkeit und , Heuchelei, die natürlich ihre taktischen Hintergründe Hat Für »ns aber ist die Liste in ihrer Gesamtheit ler BeioeiS, daß England und Frankreich genau das­selbe wollen, und daß an dem Geiste dieses Schand- bokumentS auch nicht das Geringste geändert wird, wenn sich Frankreich und England zu kleinen Modi- stkationen verstehen. Deutschland muß deshalb uner­schütterlich die Liste als Gesamtheit ablehnen.

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»Frankreich wird sich am Rheinland schadlos halte«."

tu. B a s e l, 13. Febr. Rach einem Bericht der Baseler Nachrichten" über den Stand der Lon­doner Verhandlungen war nicht mehr daran zu zweifeln, daß nach den Erklärungen Lord Curzons England, Amerika und Italien in der Anwendung des Versailler Vertrages den bestehenden Verhält­nissen Rechnung tragen wollen und daß Frankreich dieser Strömung folgen würde. Der Dreier-Rat werde für die Aburteilung der Schuldigen einen gemischten Gerichtshof vorschlagen, der von den Verbündeten und Deutschland zu be­setzen wäre. Auf der Auslieferung des Kaisers soll bestanden werden. Praktisch dürfte nur sein, daß der Prozeß in contumaciam durchgeführt wird. Frankreich würde aber trotzdem den Ver­sailler Vertrag als nicht erfüllt ansehen und sich an den besetzten Rheinlands« schad­los halten.

Der Rest der deutschen Handelsflotte gefordert

Berlin, 13. Febr. Wie dieVoss. Ztg." hört, straf im Laufe des gestrigen Tages in Berlin eine Rote der Verbündeten ein, in der auf Grund des Kriedensvertrages die Auslieferung des Restes der i deutschen Handelsflotte verlangt wird.

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Je mehr die Einzelheiten der Auslieserungsliste be­kannt werden, desto weniger vermag man an die Ehrlichkeit des Lärmes zu glauben, den die englische Presse offenbar im Gingest'indnis mit Lloyd George gegen die französische Namensliste geschlagen hat. Denn beide Listen, sowohl die englische wie die fran- zösische sind so offenkundig von dem gleichen bösen Geiste der Rachsucht erfüllt, sie verfolge» beide so vsfensichtlich denselben brutalen Zweck, daß man sich mit der Pariser Presse erstaunt fragen muß, wes­halb die Engländer plötzlich die geistige Brüderschaft verleugneten. In der englischen Namensliste verspürt «an ebensowenig wie in der französischen auch nur bett Hauch eines Gefühls -für Recht und Gerechtigkeit. Beiden ist der Zweck an die Stirn geschrieben, auf Deutschland eine dauernde, abschreckende' Wirkung aüs- wüben. Der namenlose Teil läßt diese Abssicht bei Krankreich ganz deutlich erkennen. Die sämtlichen Oberbefehlshaber der deutschen Armeen, die im Jahre 1914 ans französischen Boden vorgedrunsien sind, sowie Ke kommando-Jnhaber, die im Laufe des Krieges Wuf französischem Boden Krieg geführt haben, werden ston Frankreich zur Bestrafung eingefordert. Bei den «eisten ist der nähere Grund überhaupt nicht ange- hchen. Osfenbar besteht hier das ganzeVerbrechen" haß die mit Namen nicht genannten Führer auf fran- Döfifchcm Boden kriegerische Handlungen vorgenommen haben. Was an wirklichen verbrecherische» Hand- " fangen unter Zugrundelegung des atterdürftigsten Be- ", Weismaterials aufgezählt wird, verschwindet fast völlig Weben dieser ganzen großen Gruppe von deutschen v Heerführern und deutschen Offizieren, die in Bausch j «nb Bogen zu Verbrechern gestempelt werden, weil sie Im der Spitze von Jnfantcrierrgimeniern oder von Brigaden und Divisionen oder Armeekorps oder einer jheeresgrrrppc gegen Frankreich gekämpst haben. So «i« man diese Offiziere in Bausch und Bogen aaklagt, fr würde man sie'natürlich auch in Bausch und Logon Verurteilen und der Schuldspruch, der über sie ieiäUt. werden würde, soll dem falschen Solle dann fir inmei wie ein Menetekel vor Aaz.'n neben: Der Krieg aus französischem Boden -st ein Berb '-chen, fas bestraft wird!

1 Genau dieselbe brutale Absicht spricht attS der cng- | Aschen Liste. Wenn England die Luftschiffer zur Be­strafung fordert, die Bomben über Loudon und englische , stiraffchasten abgeworfen haben, toenn es neben Tirpitz

wert gehalten, die Liste so sehr wi« möglich ei«|W , schränken, jedoch hinzugefügt, dies sei wegen b«l . zahlreichen von französischen Zivilpersonen beschul­digten Deutschen unmöglich. England fordere nat diejenigen Schuldigen, die es aus freiem Antrieb ' heraus gewesen und nicht als das Werkzeug ihrer Führer anzusehen seien. Der Kaiser müsse aus- geliefert werden, da er der Anstifter, wenn auch nicht der Ausführer der Verbrechen sei. Der Ab­änderungsantrag wurde schließlich mit 254 gege« 60 Stimmen verworfen.

wb. Rotterdam, 13. Feb». Wie bet Nieuwe Courant" meldet, sagte Lord Robert Ce­cil in seiner Rede im Unte: Hause noch, der Zustand in Mitteleuropa sei furchtbar ernst. Di« Sendung von Lebensmitteln an die notleidenden Mensche« sei allein kein Heilmittel, man müsse auch bat Wirtschaftsleben organisieren. Die Blockab« set viel länger aufrecht erhalten worben ate notwendig war. Die Bedingungen des Frie« densvertrages mit Deutschland über die Wieder« gutmachvvg erdrückte» bi« Hoffnung unb »et« nichteten die Arbeitslust, während die Forde­rungen für Deutschland ««erträglich feie«, seien die Oesterreich auferlegte« Bedngunge» eine P h r*a s e. lieber die Forderung der Auslieferung der Kriegsverbrecher sagte Cecil, fie werde i« Falle, daß fie erfolge, eine Revolutto« zu­stande bringen und im Falle der Nichtauslieferung das Ansehen ber brutsche» Militärpartei erhöhen.

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