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trlt dcm KrclSblatd für dc» LretS Marburg

Tageszeitung für (das früher knrhesfische) OLerhessen

1920

brÄes Blatt

Stillt frtimiOint SltDiiiio null feine Mftmi.

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Marburg

Eonuabeud, 7 Ftbrnsr

Es folgt eine förmliche Anfrage dcS ZentmmS über Höchstpreise für Kartoffelf aatxut in $«-

bindung mit dem Antrag auf Förderung dir landwirt« I schastiichen Erzeugung und Beschaffung ton Saat-1 getreide. I

Ein Kommissar des Landwirtschaftsministeriums I erklärt, die Einführung von Höchstpreisen für Saat-1 kariös sein fei nicht beabsichtigt. Nach kurzer Aus-1 i spräche gehen die Anträge an den Landwirtschaft^-1 rmsschnß.

Es folgt die förmliche Anfrage Dr. Böhlitz (D. Vpt.) über Lehrbücher des Geschichtsunter­richts.

Abg. Dr. Böhlitz (D.Vpt.): Ein Erlaß des Un- tcrrichtsminist-rs vom 6. Tez. v. I., wonach die bis­herigen Lehrbücher für Geschichte im Klassrnunterrichr nicht mehr zu benutzen seien, habe völlige Anarchie im Geschichtsunterricht hervorgerufen. Dieser Erlaß hab« übrigens auch bei den Schulbücherverlegern ernste Besorgnis hervorgerufen.

Ein Vertreter des Unterrichtsministers verteidigt I den Erlaß.

I ES wurde Besprechung der Interpellationen be­ischlossen, jedoch auf Antrag des Abg. Porsch (Ztr.) I vertagt.

Es folgt die Beratung des Antrages der Abg. ! G r ä f - Frankfurt, L ü d e m a n n und Genossen (Soz.) auf Errichtung von Volkswirtschaftlichen Mittelschulen. Mg. Lüdemann (Soz.) begründet den Antrag, der

I an den Ausschuß für Handel und Gewerbe geht.

I Der Präsident schlägt vor, das Hans bis zum Mitt- I woch, 18. Februar zu vertagen.

I Abg. Hergt (Teutschnatl.): Wir vertreten den I Standpunkt, daß dir Auslieserungsfrage besonders das I preußische Volk augeht mib bedauern, daß die | preußisch Lanoesvecrretung in dieser kritischen Zeit auseinander geht »ich sich in einer sehr ernsten Frage

Helfe ft ausschließt.

I Der Präsident erklärt, daß die Dentschnationalen I im Neuesten rat mir der Vertagung einverstanden ge° I wesen seien.

Nächste Sitzung Mittlvoch, 18. Februar, 3 Uhr I nachmittags.

Aus den Abstimmungsgebieten.

Wb. Flensburg, 6. Febr. Nach einer neuen Verordnung dürfen die von der internationalen Seit- taifiion in RordschleSwig ansgewiesenen Stimmberech- Ugteir zur Abstimmung nicht zurückkehren. Es wird ihnen aber gestattet, B e r t r e t e r zu stellen.

Wb. Berlin, 6. gebr. Die für heute einberufenen 10 Versammlungen der Unabhängigen in Groß-Berlin wurden verboten, da die Redner nicht zu dcm an den Säulen bekanntgegebenen Thema sprechen wollten, son« dern über die Auslieferung.

Die Vif.lt noch nicht überreicht.

kg. Berlin, 7. Febr. Bi» gestern spät abend» hat der französtsche Geschäftsträger in Berlin noch keinen Auftrag von seiner Regierung zur Uebergabe der Au»« lieferurrgsforderung erhalten. Die Rote und Lifte solle« erst am Donnerstag in Pari» abgegangen sein.

wb. Part», 6. Febr. Rach Saint Brice im Journal" soll die AuSliefermtg»ltste von einer Berbal« note begleitet sein. !

kg. Genf, 7. Febr. Die Auslieferung der Deutsche» , hat einzeln zu erfolgen. Massenprozeß« find kekneSfall» in Aussicht genommen.

Zur Auslieferungssrage schreibt dieKorrespondenz der Teutschnationaleu Volkspartei": Die soeben ein- getrosfeuen Auslieferungslisten der Entente zeigen er­neut den unerbittlichen Vcrnichtungsivilleu der Feinde. Sie offenbaren zugleich die unerhörte Leichtfertigkeit, mit der die Reichsregierung und die Mehrheitsparteien bei Unterzeichnung des Schmachfriedens von Versailles gehandelt haben. Alle Hoffnungen unserer unvet bcsserlichen politischen Illusionisten darauf, daß die Entente diesen Schaudparagraphen des Fricdensver- trageS nicht zur Ausführung bringen werde, fallen ! in sich zusammen: Die Entente besteht auch in dieser I Frage aus ihren Schein. Das deutsche Volk steht somit erneut vor einer Entscheidung von unübersehbarer Tragtveite: gibt es die auf der Auslieserungsl-ste Stehenden dem Nachebedürsnis der Gegner preis, so wird es für alle Zeit die Verachtung der ganzen Welt aus sich laden. Unsere Stellungnahme dazu ist fiat vocgeschrieben. Weder die Deutschnatiouale Volks- Partei als solche, noch irgendeiner ihrer Anhänger int Lande dürfen die Hand zur Verwirklichung des Airs- lieserungsverlangens bieten. An tuen immer die Mög­lichkeit herantritt, einen durch die Auslieferung be- drohten Volksgenossen zu schützen, hat demgemäß zu handeln, mögen die Folgen für die eigene Person fein, welche sie wollen.

Di« Haltung der Unnbyangige« und Kommunisten.

kg. Berlin, 7>Febr. Anläßlich der Meldungen von großen Massenkundgebungen nn Reich« gegen di« Aus­führung des Aurlieferungsverlangens haben di« Nnab- hänglgeu wie tlrmmunisten gestern veschlossen, das revo­lutionäre Prolemriat Deutschlands zu Gegenlund» gedungen auf-uforderu, _ _ t........... !Jt___________

Die Weiqenlng der Heerführer.

Berlin, 6. Frbr. Wie derBert. Lokalanz." er­fährt, stehen Generalfelbmarschall v. Hindenburg und General Ludeudorff in der Auslieferungsfrage auf de« Standpunkt, der durch de« Entschluß, der am 7. L i« der Versammlung der Heerführer gefaßt wurde, festgelegt ist und der dahin geht, daß sich kein Deutscher freiwillig ausliefern dürfe.

Erzberger äußerte sich auf ein aus Zentrums- kreiscn stammendes Telegramm sehr bestimmt über die völlig« Unmöglichkeit der Auslieferung Deutscher an die Rache der Gegner. Die der Luftfahrt-Friedens­kommission unterstellten Reichswchroffiziere erklärten es für ihrer unwürdig, die Entente-Kontrollkommission auf ihren Besuchen deutscher Jndustriewerke lveiter zu begleiten, da die Entente di« Auslieferung ihrer Kame­raden fordere.

| Kundgebungen rind Proteste.

Wb. Kiel, 6. Febr. Zn einem Telegramm des EhefS der Marinestation der Osts« an den ReichSwehr- miuister wird erklärt, daß sich die ganze Marine ge­schlossen der Auslieferung deS Vizeadmirals v. Trotha widersetzen würde. Hierauf versicherte I her Reichswehrminister die Marine, daß weder die Auslieferung deS Vizeadmirals v. Trotha noch eines anderen Devtschen in Frage kommen würde.

wb Berlin, 6. Febr. In einer Erklärung der 1 Berliner Universität wird der Zuversicht Ausdruck gc- I gehen, daß sich kein Drrrtscher finden wird, der sich I tu einem Schergendienst hrrgiüt, um einen Deutschen I auszuliefern. Die berufenen Vertreter der deutschen I Hochschulen sind eines Sinnes mit der akademischen I s-'igend, feierlich und nachdrücklichst au die Regierung I die Bitte unb Mahnung zu richten, dem furchtbaren I Ansinnen der Verbündeten gegenüber fest zu bleiben.

wb. M ü n chen, 6. Febr. Der bayrische Landtag I beschloß heute eine Kundgebung, in der gegen das I Auslieferungsverlangen der Verbündeten scharf Stel- lung genommen wird. Der Landtag ist der Ueber- '«ugung, daß das ganze deutsch« Volk mit ihm einig

I ist in dem Widerspruch gegen die Forderung der Ver­bündeten, die das deutsche Volk entehren sollen.

I Sämtliche Parteien schlossen sich einstimmig dieser Kundgebung an.

I Dresden, 7. Febr. Der sächsische Minister- I Präsident Gradneuer erklärt dein Korrespondent des Berl. Tagebl.": Würde von Berlin ans das Au­sinnen an mich gestellt werden, irgend etwas, und I sei es nur das Geringste, für die Verwirklichung der I Auslieferung zu tun, dann würde ich ohne weiteres tnfin Amt als sächsischer Ministerpräsident nieder- | legen, weil ich die Ausführung des Verlangens nicht I mit meiner ilcbcrzeugnng vereinbaren kann. Ich hatte bis zur letzten /Stunde gehofft, daß es irgendwie möglich I wäre, sich mit den Verbündeten aus einen ein wenig I verträglicheren Fuß zu stellen. Da nun aber die AnslieferungSiiste da ist, sehe ich meine Hoffnung ver­nichtet. In unserer jetzigen Situation muß ich leider dec Besürchtung Ausdruck geben, daß wir uns ans das Schlimmste gefaßt machen müssen.

Di« Flensburger Zeitungen veröffentlichen bie Be- bmutmachtmg über das Abstimmimgsreglcment Flensburg und in der ganzen zweiten Zone. Die Ab­stimmung findet bekanntlich am 7. März statt. Die stimmberechtigten müssen sich bi» zum 14. Fe­bruar, nachmittags 6 Uhr, haben eintragen lassen.

tvb. B r e S l a n, 6. Fehr. Der noch nicht 21jährige Apothekerlehrluig Konstantin Rojek in Bojauowo, Kreis stiawitfch, der aus Obcrschlesirn stammt, wurde, sobald Vo'onvleo von den Polen besetzt war, aus seiner Stn- hmg herausgcholt und in die polnische Ann« ein- Frreibr.

Vttstmi d-k Llndtnrrlmiilmk.

104 Sitzung vom 6. Febraar.

Lluf der Tagesordnung stehen förmliche Anfragen der Deutschnationalen und Sozialdemokraten über die erniedrigende Behandlung des Verkehrs mit Ostpreußen durch Polen.

Verkehrsminister Oeser erklärt, er habe sofort Kommissare entsandt, die mit den Polen verhandelten

wb. Berlin, 6. Febr. Der Aeltesienrat bet preußischen Landcsversammlung war zunächst der An- j sicht, daß in der gesamten politischen Lage, die durch: die Auslieferungsforderung geschaffen worden ist, die Landesoersammlung die Ausgabe habe, zunächst weiter zu tagen, solange das Reichsparlament noch nicht zu­sammengetreten ist. Da nuir aber die Nationalver­sammlung nicht einberufen wird, so wurde beschlossen, daß die Landesversammlung sich heute bis züm 18. Februar vertagt, da sie nicht die Aufgabe haben kann, auf die Dauer das Parlament des Reiches in wichtigen politischen Fragen zu vertreten.

Di« Rationalverfamnilnng.

wb. Berlin, 6. Febr. Heute treten die Frmkrions- führer der Nationalversammlung mit Mitgliedern des NeichSkabinetts zusammen, um über die Frag« des Zu­sammentritts desParlcnnents zu beraten. TerBcsprechung, die um 6 Uhr abend» beginnen soll, wird eine Beratung des interfraktionellen Ausschuss«» vorangehen, die um 4 Uhr stattfindet.

wb. Berlin, 6. Febr. Die sozialdemokratische Fraktion der Rationalverfammlung tritt am Montag zu einer Sitzung zusammen.

Wb. Berlin, ö.Frbt. Der deutsche Geschäststräger Dr. St Ham er wi-Ä am 1L2. i» Begleitnug des LegatiousrateS Dr. Rüdiger nach Lands» abreitzn, um feinen Posten anzutretcrr, , _ ________

Unter den Auszulicfernde» befindet sich eine Frau Elsa Scheiner, die von der französischen Regierung wegen schlechter Behandlung sranzösischer Frauen in deut­schen Konzentrationslagern angeklagt wird. Ferner trage« wir noch nach bie Namen: Gen.-t. v. Dewitz (Frkr), Korv.-Knpt. Moraht (Jtal.) und Kapitänlt. Fest ((Sngl.) und der Komutandanten be» Casseler Gefangenen- lagers General v. Kruska (Belg.) unb v. Doem- mirtfl (Belg.). Die Anslieferungsliste enthält ferner bett amen des stellvertretenden Direktors am Berliner Kaiser ; Fricdrich-Muscum, Dr. De mm ler. Der Selebrt« hat ! int Kriege als einer der deutschenKuustossi ziere" bfe Bergung der Kunstwerke im gefährdeten Gebiet Rott>- srankreichs geleitet.

Jnteressaut ist, daß als ©ruitb der geforderten AnS- lieserung Herrn v.Bethmann HollwegSUebev» fall auf Belgien" angegeben wird. Herr V.Beth­mann Holüvcg bezeichnete feen Einmarsch in Belgien im Reichstag zwar als militärische Notwendigkeit, aber doch! alsUnrecht". Und nun steht er auf der AuslwferimgS- liste. _

Die Halinnli der Gegner.

BorlSufig keine weitere« Schritte.

WS. London, 6. Febr Reuter erfährt mit Be­zug auf bie Erklärung Sir Auckland Gedde» vom 4.2. i daß Holland den Kaiser auf eine entfernt gelegene Fusel schaffen sollte, weder von den Verbündeten int Allgemeinen noch von irgend einer der betreffendes. Regierungen sei dieser Beschluß gefaßt worden. i

Reuter ersährt außerdem, daß keine toeiteten; Schritte in der Frage bet Auslieferung der deutsche«' Schuldigen unternommen werden sollen, bis die Ver­treter der Verbündeten in Berlrn Auskunft erhaltet» haben. Die neue Note an Holland soll nicht über­reicht werden, bis die Zusmumenkunft der Erste* Minister der Verbündeten stattgefunden hat, wat innerhalb von 10 Tagen wahrscheinlich geschehen wird.

wb. P a r i s, 6. Febr. (HavaS.) In einem Brief» an dieTimes" meint der bekannte Schriftsteller Conan Doyle, bafc toetm man einen oder zwei deutsch« Richter zu dem die Schuldigen abutteilendeu Gerichts­hof hinzuziehen würde, der Sache hierdurch sehr ge­dient wäre. ( '

Droh««» mit der Annektion der Äyrinlanbe.

Wb. Paris, 6. Febr. Brice sagt imJournal": Das offizielle Deutschland bleibt also dabei, daß btt Artikel 228 unausführbar sei, wenn nicht politische und wirtschaftliche Umwälzungen erfolgen sollen. Et bringt Argumente vor, die schon abgelehnt wur­den und verlangt, daß der Prozeß vor dem Reichs­gericht in Leipzig geführt werde, was die Verbündete« fAr unannehmbar erklärt habctt. Welche Meinung man auch über den Wert der Ftiedeusklanset hab«, die Verbündeten müßten sie vollkommen auftechtethalteu, sei es auch nur ,um die Notwendigkeit zu beweisen, daß, wenn Tcuischland die Verpflichtungen ntcht aus, ähren föiute, dieAnnexiondeS linken Bheinufer» an ihre Stell- treten müsse. DerPettt Pansien" sagt, im Falle 5er fortgesetzten Weigerung msifse die Verlängerung der Besatzung bet Rheinlende in Be­tracht gezogen werden. Auch andere Maßnahmen wür­den erwogen.

tu. Basel, 7. Febr. Aus Paris wird gemeldet: In der Kammer erwiderte Ministerpräsident Mille- rand aus eine Anfrage bczl. bet au3lcartigen Politik 1L a-, Detitschlanü habe bie pigesich-rie» Kohtenmeuge« nicht abgeliefett. Da der Vertrag dadurch nndurch« geführt bleibe, sei Deutschland verständigt worden, daß die R anmungsjrist für die Rheinland« verlängert worden sei. Weitere Maßnahme« ständen ebenjalls zur Versügung der Verbündeten, die von ihnen gebraucht würden, wenn sie es für notig erachten. Millerasid schloß mit den Worten, wir for- der» alles, was Teutschtanb schuldig ist. Tie Er­klärung deS Ministers wurde mit Ö13 gegen 68 gut- gehnße«. * *

Der «nieiflen»tei» beträgt fit bie Igel». Zette 60 4, e«tb*e unb «*««. I - r oA<,rc tfaeOO , Metlemeietle 1.60«t. Zu allen Vreifir«fiAufschleg. Jebn5t«k«tt«llt I"" eie Serrebett. Le Anekunfr buriti bte »etchrtteftelle u. Ler«tttl«ne wt« gebet« » 4 Äen»«tgeb«bt. >e|H4)e«Unte: Nr. »CIS tmt Frenkfert a. St,

Der seit dem Sommer 1919 zu erwartende Befehl ba Bieget nn die Reichstcgierung, dieienigen Deutschen a»s- eulieftt», nach denen der Arm der Raubgenosienschaft «eitt. ist eraangw. Kein Zweifel ist mehr möglich, kein Wgenden und Dreyen, kein Protest hilft mehr: Der Befehl

8Ln »Ä Mn Ö ÄS Diese Verhandlungen feien noch nicht abgeschlossen.! i« da, unb es muß gehandelt werden. Da ist cs Der Güterverkehr werde toteber ausgenommen, und tm »erftäüdsich. wenn die UnterzciSner des FriedensvettrageS, Personenverkehr stünden Erleichterungen bevor. Tie cher das Auslieserunasbegrhrcii enthält, von peinlichen I Paßordnung der Polen verstoßen gegen den Vertrag. Sorgen bedrückt werden, was nun zu tun sei, da die I Ui,k unsere Vorstellungen in Warschau haben wir i«egner ba8, was - damals durch die Unterschrift unb ng^ keine Antwott erhalten. (Hört, Hört). Es ihre BeMtigung durch die Parlamentsmehrhett rngesagt . t of) untcr biejtn Umständen noch Anlaß lpurdc.^t erfülkt sehe» wollen. Ein treffercheS Urtetl! Polen zu verhandel« oder ob wir zu

Vba sich selbst hat bte Reichsregtcrung gefallt m ben ggvrten, bie in der Feststellung ihres Standpunktes Gegenmaßnahmen ichmten müssen.

tzom 6. November v. Js. enthalten sind, worauf sie in I Unterstaatssektetat Göhte etklatt namen» der ihrer letzten Rote an die Westmachte zurückkommt. Sie Rrichsregietung, daß sie in jeher Beziehung bemüht Xggt da, es sei eine Tatsache von entscheidender Be-1 sei, den jetzigen Zuständen vorzubeugen. . Falls die brutimg, daß das ganze dcutsche Volk ohne Unterschied I polnische Negierung nicht unverzüglich Abhi.'ste schasse, fcrr Klaffe und der politischen Partei das Gefühl habe, I würden wir zu Gegenmaßnah men schreiten.

»die Ehre und die Würde des deutschen Volkes $n 3 Bx^nng wird der Gesetzentwurf über bi« nicht vertragen würde wenn «olkSgenofs«.- die Ermächtigung^^de» AustizministerS zu vorübergehenden «nes Beruhens gegen die Ge|eh- itnb Maßnabmen aus dem Gebiete der Dienstaüfsicht aus

Krieges beschuldigt werden, an fremde Gerichte auSgc-1

Fesert^lverden sollten/-- Diesen Standpunkt könne die | Anlaß des Fri^kn^l^e^angenommen. ___

tzeutschc Regierung gegenwärtig n i chit geltend mache». ' "***

Sehr rmtSrlich. Wer den Friedcusvertrag mit all seinen bie Ehre und Würde Deutschlands verlebenden Bestim­mungen nnterzeichnet hat, kann diesen Standpunkt der nationalen Ehre und Würde ben Gegnern gegenüber

Nicht gellend machen. Man bat damals unterzeichnet, I weil man glaubte, die Gegner würden aus einer tatsäch-l sichen Durchführung derStraf"» und Ausliese-1 tungsbeitimmuitget! nicht bestehen, ebenso wie man I glaubte, wenn der Kaiser abgedankt habe, das deutsche I Drer anigelösi, derMilnaristrrüs" beseitigt fei, werde | btt A-ksonfrieden desRechts und l^erechtigkeit" kommen, ebenso wie man glaubte, die deutsche Handelsflotte sei «nr ,^»sgeliehen" und werde bestimmt zuruckgegeben werden. Wenn man aber die Träger diesesIrrtums" I jetzt an ihre Politik und deren Folgen erinnert, dann wird das entweder mit einer Handbewegung abzutun versucht ober die Lästigen weiden mit Lungenkraft be­kämpft. Trotzdem wird cs nicht gelingen, de» ursächlich-n Zusammenbang der Vorgänge im November 1918 und

1919 und der heutige» Lag- zu verwischen. Der

. rang kann auch der Vorwurf nicht erspart werden, trat, aller lange» Rechtfertigungsversuche, daß sie e« «n ter kaffen hat, der Auslieferungsfordernng von votiiherrin durch ein- großzügige und planmäisige Pro tzaganda ftn Reich und vSt allem im Ausland ent» tzegcnzuwirken. Wo ist die VelN»cttung des umfassenden Materials über das, was tvir den Gegner» unsererseits irrhaltcn könne», geblieben? Wo sind die Anklagen und sürchtcrtichen Beweise in Bezug aus den Hungerkrieg gegen deutsche Frauen und Kinder, die Taten einesBara- fcng" unbKing Stephan", die unerhörte Behandlung bet Kolonialdentschen, besonders der von Kamerun ttub tngn, bk sadistischen Quälereien deutscher .siriegsge-! fangenet in Frankreich? ES liegt alles verstaubt in den -Akteuschränken der B-rlisiet Ministerien. Und bie Geg- wr fordern Hindenburg, Ludendorff, Mackensen, Tirpitz, kchect zurBestraiung" heraus, präsentieren «ns eine Liste von 800 oder 900 Deutschen, zu der selbst Gras k^vntgelas, bet Anfang Januar imBerlinerTage- Helt "für freiwillige Stellung eingetreten ist, jetzt «rktätt, baß eine solche bei brralle Begriffe Lbersteigetchen Un- Ebeuersichkeit der Ansliescrungsliste nicht mehr in Frage nimeu könne."

Gefchehcves kann nicht wieder ungeschehen gemacht «Ver­ben. Dn Friedensvertrag ist unterzeichnet worden, das NuSliesernngsverlangen gestellt. Die Forderung des mnß jetzt fein: Schließung der natIona len kinheitsstont zu einem entfchkdenen Rein. M- ruscn sich bie Gegner auf den FriedenS -crtcag, so gibt cS ter eine Antwort: Die Artikel 237 b'S 230 des Friebens- beritägas sind für uns ein Stück Panier. Ein im- fittiicher Vertrag braucht nicht erfüllt zu werden. Es wäre rin Bild von ewig unlöschbarer Schniach, wenn wir trieben sollten, daß Holland den Kaiser schützt und Deutschland seine Bürget mit eigener Hand dem Feinde UrciSgibt.

Di« Dbetb«|f:1*e Seltene* «rftvetnt sechsmal »Schenttich Der m nn Seiu'etvtet» bettäet wenetli* 2,f>0 X. frei m» Han»; bntch bie Veb ertS. d2 3M) * «bne SeKelgelb «erw«« Dr C. Hitzerstb. Druck der u«i» .« "chb* »m. s. d. ch. Warft 21/2*. - ?rrxi,re*« 5»