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trü dem KretSblatt für den KrelS Marburg

Tageszeitung für (das früher kurhefsifche) OSerheffen

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Ans dem besetzten Gebiet.

Das Amtsblatt

deutsche Gesandte hat die Geschäfte

wb. (ftcbiet

die Engländer drei Fliegerofsiziere und einen U-Bootkommandanten zurückbehalten.

im Bereich der britischen Besatzung bei der tvesteuro« päischer- Zeit.

Marburq

Montaq, 2 Februar

giemng erschienen.

wb. Frankfurt a. M., 31. Jan. AuS den Durchgangslagern Worms, Mannheim, Rastatt trafen vom Samstag nachmittag bis abends 10 Uhr in sechs Sonderzügen. nahezu 3000 Kriegsgefangene im hiesigen Hauptbahnhof ein. Nach reichlicher Bewirtung reisten die meisten der Heimgekehrten in Sonderzügen »ach, Cassel, Berlin, Westfalen weiter.

Ans den Abstl'nniunaSstkbiettu.

wb. Berlin, 31. Jan. Aus Flensburg wird gemeldet: Don der internationalen Kommission waren für gestern Nachmittag 2 Uhr die Direktoren der hie­sigen Lehranstalten und zwei Geistliche zu einer Be­sprechung ausgefordert worden. Hierbei wurde ihnen mitgcteilt, daß fortan allen Beamten, den staat­lichen wie kommunalen, jede aktive Betätigung in Agitationsversammlungen bei einer Strafe der so­fortigen Ausweisung v e r b o t e n ist, ganz gleich ob sie stimmberechtigt sind oder nicht.

tob. Flensburg, 3L Jan. Der ausgewiesene Oberbürgermeister Dr. T o d s e n verließ am Nach­mittag das- Abstimmungsgebiet. Bor seiner Abreise begab' sich eine Abordnung angesehener Männer der Stadt in seine Wohnung, nm dem Scheidenden die Grüße unb besten Wünsche der deutschen Bevölke- rung der Stadt Flensburg zu überbringen.

tob. Breslau, 31. Jan. Das Generalkommando teilt mit: Die ersten Transporte der Enteutetruppen rollten am 31. 1. vormittags planmäßig in die erste Räumungszone des oberschlesischen Abstimmungsgebie­tes. Unsere Truppen verlassen entsprechend dem Gin» rücken die einzelnen Kreise des Abstimmungsgebietes.

Beuthen, 31. Jan. Heute vormittag sand auf dem Ring die Abschiedsfeier für die hiesige Garnison statt. Der Erste Bürgermeister dankte dem hier liegen­den Militär in einer Ansprache für den treuen Bei- stand bei der Niederwerfung des Augustaufstandes und ermahnte es .treu zur deutschen Heimat zu halten. Er rief ihnen ein Wiedersehen in Beuchens Mauern zu. Der Kommandeur der Beuthener Garnison dankte für die herzliche Abschiedsworte und bat die Bevölkerung, bei der kommenden Abstimmung die Pflicht als treue deutsche Mitbürger zu erfüllen. Mit dem Liede Deutschland, Deutschland über alles" schloß die Feier. Während der Veranstaltung warfen Flieger Flugblätter mit dec Mahnung ab, dem Deutschen Reiche die Treue zu bewahren.

tu. Danzig, 1. Febr. Gestern vormittag find der kleine englische KreuzerDanae" und der Tor- oedobootszerstörerSturdh" im Danziger Hase» rin- getroffen. Sie sollen den «lvAischdü Oberkommissar

Admiral v. R e u t e r dankte in kurzen Worten und schloß mit einem Hurra auf die Marine.

Um 5 Uhr lief bei regnerischem und stürmischem Wetter der DampferBylgia" mit dem Rest der aus England heimgeführ^en Mannschaften ein.- Der Chef der Admiralität, v. Trotha, begrüßte die Heimgekehrten und schloß mit einem drei­maligen Hurra auf das deutsche Vaterland. Nach den Aussagen der heimgekehrten Offiziere haben

150 Zivilisten), General v. Manteuffel (Brand» tiftung in Löwen).

Gegen Kaiser W'siyelm und den Krorrprinzen schwebt «« besonderes Verfahren. 1 '

erreicht worden ist. e

tob. Washington, 1.Febr. Admiral Taylor« bet Cbef des amerikanischen MarinedepartementS, teilt», bet Marinedmmission des Repräsentantenhauses mit, daß die amerikanischen Seestreitkräste mit dem 1.7.20 940 Einheiten umfassen werden. Bor Eintritt in den Rrieg ivot der Bestand lV«mal kleiner.

tob. New York, 1. Febr. (HavaS.) Wie das Schiff- fnbrteamt mitteilt, sollen die 34 ehemalig deutschen Schiffe unter die verschiedenen amerikanischen Schiffahrtsgesell­schaften verteilt werden.

Tower, der demnächst eintrisft, und gleichzeitig der Stadt Danzig während der Uebergangszeit zum Schutze dienen.

Ter Mcklransvort der Krieqsqefanqenen.

tu. Karlsruhe, 1. Febr. Bon den für diese Woche ausgemachten 45 000 deutschen Gefangenen, die auf Reichsboden eiutrefsen sollten, sind nur 28000 an den Ueberganqsstellen gezählt worden. Die Heimkeli- tenber. sagen aus, daß die deutschen Eisenbahnzüge sechs Tage später eiugetroffett sind, als vorgesehen war.

tob. Freiburgi. Br., 31. Jan. Die letzten Tage des Januar haben auch für das badische Oberland die Heimkehr der Gefangenen zur Wirklichkeit werden lassen. Aus dem Elsaß treffen über Straßburg kom­mend fast täglich Gefangenentransporte in Offen­burg ein, die dort den deutschen Behörden übergeben und in das Durchgangslager Rastatt weiter beför­dert werden. Die Transporte, die in Konstanz er­wartet werden, haben eine gewisse Verzögerung er­litten. Auf dem badischen Bahnhof in Basel ist heute Nacht der erste Mannschaftstransvort aus der Gegend von Dijon in Stärke von ungefähr 1000 Mann ein» getroffen. Im Gegensatz zu den im besetzten Gebiet eintreffenden Transporten kann hier in Oberbaden überall die Ankunft der Heimkehrer mit einer kleinen Feier verbunden werden. In Basel waren zum Emp­fang neben deutschen Vertretern auch Vertreter der schweizerischen Militärbehörden unb bet Baseler Re-

häng'gkeit, wie sie im Artikel 10 des Friedens"«, träges vorgesehen sind. Sie weigern sich Verpflich­tungen zu unterzeichnen, nach deren Wortlaut die Vereinigten Staaten gehalten wären, zu irgend einem Zweck von ihren Land- und See« streitkräften Gebrauch zu machen. Gemäß .den Bestimmungen irgend eines Artikels des Frie­densvertrages jedoch könnte der Kongreß, der nach der Staatsverfasiung allein die Macht dazu hat, über Garantien in besonderen Fällen hinsichtlich der moralischen Verpflichtungen Veschlüsie fassen, wenn dazu ein Anlaß vorliegt. Er könnte den Vereinigten Staaten ihre Haltung vorschreiben, wenn es sich darum handeln würde, die Erforder« niste des Weltfriedens und der Gerechtigkeit zu wahren. Er könnte unter diesen Umständen ihnen ihre Stellungnahme vorschreiben und die daraus sich ergebenden Maßnahmen treffen.

wb. P a r i s, 1. Febr. Nach einer Radio-Mel« düng aus Washington teilte Senator Hitchcock dem Büro des Senats mit, er werde am 6. Febr«: eint Tagesordnung einbringen, die eine neue Be» spr-hung des Friedensvertrages von VerfailleO herbeiführen soll.

wb. W a s h i n g t o n, 31. Jan. (Reuter.) Die Kon» . ferenz zwischen den republikanischen unb demokratischen Senatoren, worin übet den Friedensvertrag verhandelt würbe, wurde abgebrochen» ohne daß eine Einigung

tob. Stockholm, 1.Febr. Der tbeTn0 ist hier eingetroffen und THOinnwn.

tob. Rom, 31. Jan. (Savas.)

Koltschak getötet?

wb. P a t i 5, 1. Febr. Nach einem drahtlosen Telegramm aus London berichtet die amtliche Prawda", daß Koltschak vor einigen Tagen auf den Bajonetten seiner Soldaten aufgespießt morden sei.

wb. Annapolis, 31. Jan. (Funkspruch.) Die Astociated Preß meldet aus Honolulu daß Koltschak entkommen ist und sich in der Man»

Mainz, 1. Febr. Die für heute im besetzten ______ vorgesehene Rückkehr zur mitteleuropäi- >chen Zeit ist nicht einmal im bürgerlichen Leben einheitlich durchgeführt worben. Tie Rückkehr zur mittel­europäischen Zeit auch im Eisenbahnbetrieb soll mit Ein­führung der westeuropäischen Sommerzeit auch in Kraft treten. Aus Anordnung der britischen Behörde bleibt es

England.

Erneuerung des englisch-japanischen Bündnisses.

wb. London, 31. Jan. (Havas.) Aus Tokio wird gemeldet: Der Minister des Auswärtigen et« klärte, die Regierung habe Schritte eingeleitet, um das Bündnis zwischen England und Japan zu er« neuern.

tob. London, 31. Jan. (Reuter.) liebet die Neu­organisation des Heere» erklärte Churchill, neben dem regulären Heere würde ein Territoriales Freiwilligenheet in einer Stärke von 345 000 Mann bestehen. Das Heer sei für die Verteidigung des Reiches einschließlich der Ver- pftichtlmgen gegenüber Frankreich unb Flandern bestimmt« Ei« Abkommen zwischen England und Räter ußland,

wb. A m st e r d a m, 31. Jan. LautTelegraaf" wird aus Moskau gemeldet, daß zwischen Litwi­now und O'Grady dieGrunoiageu für ein Abkom« men zwischen Großbritannien und der Sowjet« regierung festgelegt sind, bei dem hauptsächlich die sofortige Wiederaufnahme der Handelsbeziehun« gen vorgesehen ist.

tob. H a a g, 31. Jan. DerNieuwe Courant" metbet drahtlos aus London, daß die erste Abteilung verwundet« britischer Kriegsgefangener au8 Svtojetrnkland sich anf dem Wege nach Finnland befindet.

wb Stockholm, l.Febr. Fast alte Vorbedin­gungen für den Friedensschluß mit Estland und Scwiet- richland sind erledigt. Ebenso steht der Fnedensichlnß Sotojet-Nußlanbs mit Lettland nahe bevor.

w «islitono du Sckdrmttlmu.

Die neuen Herren im Osten.

wb. Königsberg, 1. Febr. Die Polen sperrten den gesamten Personen- und Güterver­kehr Über Dirschau. Es bestand noch eine gewiste Aussicht unter Umständen die I)-Züge über Danztg ui leiten, wie es auch heute mit dem Frühzuge ge­schah; dagegen müssen die heutigen Abendzüge aus­fallen, da die Umleitung über Danzig für heue obgesagt r.urde. Die Ursache der Sperre soll in Kon.tz liegen; jedoch seien stichhaltige Gründe a cht |U e-*ahrens Wie berichtet roiib, rourbc.: hu -v' nisches Militär Paßrevisionen und sonstige Kon- ßrollmaßregcln eingeführt.

f Wb. Danzig, 31. Jan. Infolge Verletzung bes Beamtenabkommens burrb' Polen traten dir Eisrnbahnbeamten unb Arbeitet in Ditschau in einen bsstiindigen Protestausstanb ein.

derSidmtucht das königliche Dekret, durch das bet Fric- iealncrima von Versailles ratifiziert wird.

tob. PatiS, 31. Jan. Gestern nachmittag sand die »»gekündigte Festigung zu Ehren des Völkerbundes feuer dem Vorsitz Poincarer start, der auch Präsident X'--t'hriwohnit.

Der «nieigenwteU beträgt fit bie Igel». Zeile 50 J, enb 155 Jzhr»< tige 60 , Reklame,«il« 1.60 X. Zu allen Preisen 5 '!. Aufschlag. Feber Rabatt gilt I »

«U StTT'kctt. »e, »N.knnft durch bi. «eichattsstell. «.tElun, bet »n- fZZs)

gabst« SS 4 «anbergebibt. - P.stscheckk.nta: Rr. 6016 Amt Frankstt a. ».

Amerikas Vorbehalt.

wb. Washington, 31. Jan. Der von Tast abgefaßte Text des Vorbehalte« zu Artikel 10 de» Friedensvertrages lautet:

Die Vereinigten Staaten weigern sich, ver«. tragliche, gesetzliche oder andere Verpflichtungen" auf sich zu nehmen oder Garantien einzugehen über die Unversehrtheit des Gebietes eines f r e m den Staates oder dessen politischer Unab«

Die Bdriaftage.

wb. Rom, 1. Febr. Eine Note an die Blät- » besagt, daß der italienische Standpunkt P» der Ndriasrage sich seit der südslawischen Antwort nicht DrSuveet habe. Die italienische Regierung bestehe tnf der Ausführung des Londoner Vertrages.

wb. Paris, 1. Febr. Nach demTemps" Artbehrt das in Italien verbreitete Gerücht, nach tzem die französische Regierung bezgl. der Adria­stage mit der englischen Regierung nicht gleicher Meinung wäre unb geneigt sei, die gegenüber Zta- Tlen mit dem 20. Januar eingegangenen Verpflich­tungen nicht zu halten, jeder Grundlage.

tob. Wien, 31. Jan. DerWiener Mittag" neteet aus Belgrad: Gleichzeitig mit der Ableh- Uu»g des Ultimatums der Westmächte beschloß die ^erbHche Regierung die Mobilisierung wsi- ßerer drei Jahresklasien. Aus den besetzten Ge- Hiete« Ungarns wurden zwei Divisionen abge- und nach Dalmatien gesandt. Auch aus Lar- ch «nd Agram wurden alle verfügbaren Truppen Ntgezogen. Die nationalistische Partei forbe t von btt Regierung die V e r w e i g e r u n g der Unter- Michnung des Friedensvertrages, solange die ,Wünsche Siidslawiens bezüglich Fiume unb Zara Nicht erfüllt werden.

Vier Offiziere zurückbehalte».

wb. Wilhelmshaven. 31. Jan. Der DampferLisboa" mit Admiral v. Reuter und etwa 1000 Angehörigen des ehemaligen Jnternie- rungsverbandes von Scapa Flow an Bord ist berkr Mittag in Wilhelmshaven eingetroffen. Der Chef der Admiralität v. Throtha, der zum Empfang der Heimkehrenden nach Wilhelmshaven gekommen war, hielt bei der Begrüßung folgende Ansprache:

Innerlich tief bewegt trete ich hierher, um Sie alle uf das wärmste und herzlichste namens der deutschen Marine, der Jadestäbte unb unseres teueren Vaterlandes willkommen zu beiden. Es ist mir eine Ehre, Ihnen in Dankbarkeit und Treue die Hand zur Begrüßung drücken tu können nach allem, was Sie in den vergangenen 13 Monaten ertragen muhten, trotz aller unserer Be­mühungen, Ihr Los zu erleichtern und Ihre Rückkehr zu beschleunigen. Sie stehen als die L e tz t e n unserer einst so stolzen und sieggewohnten Hochseeflotte vor mir. Die Schisse bringen Sie nicht beim! Das brandende eitrige Meer wurde ihnen zur Decke. Auf einsamem Posten, ab- ^schlossen von jeder freien Verbindung mit der Heimat, gab-n Sie, Herr Admiral, den Befehl zum Versenken der Flotte, als Sie den Wiedereintritt des Krieges für Dllsach» hielten. Neun tapfere Kameraden gaben wehr­los einem Feinde geqei'.überstehend ihr Leben hin. Secks- «?6n sind mehr oder minder schwer verwundet. Die härteste Behandlung mußten Sie alle gegen den Brauch 'ind das Kiieasrecht über sich ergeben lassen. Wir ge­denken in dieser Stunde mit besonderer Treue der Ge- 'allem-n und in stiller Teilnahme ihrer schivergeprüsten Ana-böriaen. Treten Sie uuS mit Ihren oft bewiesenen Maunesmut zur Seite in der Not unseres Vaterlandes! ' Eingabe und Sell'Nlosigkeit müllen uns zum Wiederaufbau bellen! Treten wir io zusammen, festgeschlosien im Willen und Ziel, dann wird uns keiner den Aufstieg verwehren, dann wird auch die versenkte Flotte uirs zum Segen werden, als Krastauelle der Vater- Sandsliebe, aus der uns wieder bas jetzt geknebelte Recht neu ersteht zur freien Seefahrt unter deutscher Flagge. Kameraden! Nichts kann uns den Glauben an unser Balerland aus dem Börsen reißen! Je stärker die Ketten, bie der Feind uns anlegen will, desto stärker der ruhige, nimmer prahlende, aber feile Wille bei uns, burchzu- ko in m e n, auch durch diese schwere Zeit, bis sich eines Tages auch die deutsch: Seefahrt wieder der alten Achtung in der Welt erfreut, gestützt auf eine, wenn auch kleine, so doch auf die alten Traditionen stolze und pftichtbewnßte Flotte. Dazu helfe uns das Gedächtnis an die Opfer von Scann Flow .die Liebe zu unserem Baterlande!

I wb. Wien, 1. Febr. Der polnische Minister des »lrußetn Patel, bet sich auf der' Rückreise von Paris hier befand, erklärte sieh mit den Eindrücken ftiner Londoner und Pariser Reisen zusri-den. Die französische Politik Polen gegenüber sei unverändert, : und England hege für Polen große Sympathie. Holen wolle mit seinen Nachbarn in Frieden leben, auch mit Rußland, nur müsse ein mit Rußland abgeschlossener Fried« auf dem Versailler Vertrag basieren, der die Stellung Polens in der europäischen Vöiterfamilie siche rftrilt.

| Der deutsche Besitz in Portugal als Kriegs- cntfchädigung.

mb. Lissabon, 31. Jan. Der Minister des Auswärtigen unterbreitete dem Parlament eine i Gesetzesvorlage zur Genehmigung desFriedensv-rr- ; trag»?. Die Vorlage lieht auch die Mnbehal - ) Jung des deutschen Besitztums als Kriegsentschä­digung vor.

i PuriS. 1. Febr .Nach einer Meldung aus

: Jilfabc« hat der Minister für auswärtige Angelegenheiten dem Parlament einen Gesetzenlwnrf zugeben lassen, church den der Friedensvertrag von Versailles gebilligt inerbtn

' wb. Wien, 31. Jan . Der neuernannie deutsche Ge- MäftSträger v. R o s e n b e r g ist in Wien eingetrofftn Änb |at bie Geschäfte übernommen.

Ajquithk Urteil über bie FriedensbeLingungcn. W* isr. Amsterdam, 31. Jan. Den englischen j !Plättern zufolge erklärte Asquith in Painlcy auf I - Befragen, die von der Friedenskonferenz den Fern- H:den auferlcgten Bedingungen seien völlig nn- Md u r ch f ii h r b a r.

I * Da«Gebiet von Tanganyka".

wb. London, 31. Jan. (Havas.) Das Ko- buitilamt gibt bekannt, daß Deutsch-Ost- I »fri Ta von jetzt ab den NamenGebiet von MTanganyka" führt.

Die AllSlkeferuilqsliste.

wb. P a r i S, 31. Jari. (Havas.) Nach demEcho de Paris" umfaßt die Liste der Schuldigen 800 Na­men, unter denen folgende bekannteren Persönlich­keiten hervorgehoben seien: Prinz Rupprecht von Bayern (wegen Deportationen aus Nordfrankreich), Herzog Albrecht von Württemberg, Oberbefehls­haber der 4. Armee (wegen Massakres in Namur) unb aus anderen Gründen, Generaloberst v. K l rr ck, Füh­rer der 1. Armee (Ermordung von Geiseln in Sen« lis, Massakres von Flüchtlingen in Aerschot), v. B ü - low (Brandskiftilngen in bett Argomnn, Erschießung von Flüchtlingen), Generalsekbmatschall v. Macken­sen (Diebstahl, Branbstistung, Hinrichtungen in Ru­mänien), v. b. Lancken (Ermordung von Miß Cavell sowie von Kapitän Fryatt), Admiral v. Capelle (Attentate, verübt durch den U-Bootkrieg), General Liman v. Sanders (Massakres in Armenien und Syrien), General Steiger (wegen deS Befehls, keine Gefangene zu machen), General v. Strasfsky (?) (Plünderung unb Niebermetzlung von 105 Zivilisten), tzleneral v. Terfey (?) (Hinrichtung von 102 Ein­wohnern von Tarlon), die Gebrüder Niemeyer (Mißhandlung von englischen Gesangenen im Saget Holzminden), Major v. Goertz (Grausamkeiten im Gefangenenlager Magdeburg), Leutnant Ruboger (Grausamkeiten im Lager Ruhleben), General v. Kes­sel (Grausamkeiten im Lager Döberitz), Major v. B ü - Igto (ZetMuns von Aerschot unb. Erschießung vpn