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Tageszeitung für (das früher kurhefsifche) Oberhessen
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Di« „ObttbelfilAe Zeitung" »rIS>«int le*«mel »Schentlich. — ®«r Äezugrprei» deträat Monatlich 2,50 JL frei m» Haut i durch die Veh 2.50 e. eine SeReSeeft — Verlag eon Dr L. Hitzrr«td. — Ttu< 6« Uni» . BuLdr. von I » h. * u g. K » ch. Markt 21/28. — Fernsprecher 6b.
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Msntaq. 26 Januar
Der »nzeiqenvrei, beträgt ftr die 8ge>» Zeile 50 J, a«t!iche und ev»e«r- tine flO , Reklamezeile ichv X. Zu allen Preisen 5 Aufschlag. Lieber Rabatt gili al« Varrabatt. 8t- Auskunft durch »ie Seichättrftelle w. Vermittln«, »er Wn. gebet« 26 4 kandergedidr. — Poftscheckkanta: Nr. 6C16 Iwt Frankfurt a. M.
55 Jihrg«
1920
i Bit WM« dr; Mkdmskklrigtt.
1 I 8« WirderaufnahM der diplomatischen Beziehungen.
1 Wb. Paris, 24. Jan. (Havas.) Der beutfdu Geschäftsträger Dr. Mayer ist heilte hier angekom Mir. Er wurde durch Herrn v. Lersner ewpsaiigen Md begab sich darauf sofort nach der deutschen Gc
: ^ndtschast . --»>
Berlin, 24. Jan. Dem deulscheu Meschäslsiräger ' M London, Senator Sl Hamer, ist als erster Berater -lei-gegeben Legalionsrat U. Schubert, der bereits -früher in London an der Botschaft tätig «var. Auster ihem gehört zu seiner Misston der frühere Privatsekretär Grafen Brockdorff » Rantzau, LegalionSrat Dr GSdger.
i Wie aus zuverlässiger Quelle mitgcteilt wird, ist zum ifipen diplomatisch.n Vertreter Japans nach Frie lcnsschluh der derzeitige Botschaftsrat in der japani
। ften Gesandtschaft in Washington, Debuchi, au8-> ■ ' Mb«n.
Spanien gegen Tr. Rosen als Gesandte«?
! ! Berlin, 24. Jan. Rach den Abendblättern bev- j feiltet, daß die spanische Regierung die von Deutschland «rberene Zustimmung zur Ernennung Dr. RosenS . Wm Gesandten in Madrid verweigert hat. — Dr. ' Mei:s war seinerzeit in Tanger und lange Zeit gewister- vaßen Verhandlungsgegner der Franzosen in den ma- Wllansschen Angelegenheiten. Der spanischen Regierung Hrftr- daran gelegen sein, sich in dieser Beziehung tei-- Einwürfen der französischen Negierung auszusehen.
. , *°6- Chicago, 24. Ja». Dir SondKommission, "* wir der Untersuchung der Tätigkeit der Extremisten ^siragt ist, setzte 65 Mitglieder der Kommunistischen f und 38 Mitglieder de? Vorstandes der Kommu- Arbeiterpartei in den Anklagezusmnd.
Anerika.
. Di« amerikanische Wafsenstillstaudskvmmissten.
.Wh. Koblenz, 25. Jan. Die interalliierte Waffen, ^standskommisston, die ihren Sih in Span und nach- - Köln Halle, ist jetzt nach Friedensschluß aufge- worden. Mit Rücksicht darauf, daß die Vereinig, ? Staaten den Friedensvertrag nicht bestätigt haben, * die amerikanische Abteilung der Kommission für für • ameriknnischcn WafferistiLstaiidsvcrtrag von Köln dem Hauptuartier der amerikanischen Besatzung»- j. d-epen nach Koblenz verlegt worden. Sie wird alle ^Wendigkeiten regeln, die sich auf die Wasfenstill- L ^debeLingungen zwischen den Vereinigten Staaten ß der knutschen Regierung erstrecken, bis auch der i ^d«!Zve>trag von den Vereinigten Staaten aner-
*« »st.
Besichtigung der Kieler Werft.
' wb. Siel, 24. Jan. Eine aus 29 Offizieren bc- I ? Dchende Werftkommission der Verbündeten besichtigte heute sämtliches Hafen- und Werftmaterial. Die Kom- »isston begibt sich am Sonntag nachmittag nach Berlin, i Im 27. 1. trifft eine neue Kommission zu längerem Mus nthakt in Kiel ein.
I r Ti« „Wacht am Rhein" auf einem englischen Kriegsschiff.
Die englische Marine-Uebertvachungskommission, die fr an Bord des 'Schlachtschiffes „Malaha" befindet, und, Mr gemeldet, nnzuverlässtgertveise die noch im Mi en st befiudlichen deutschen Kreuzer besichtigt hat. rfrtkte auch den militärischen Anlagen auf Helgoland Men Besuch ab. Die deutschen Offiziere, die sich in Wilhelmshaven an Bord der „Malaha" begeben mutzten, Wrrden mit der „Wacht am Rhein" begrüßt, eine Hand- Dngsweise, die man nur als Hohn und Mißachtung ; Mchen kann.
Die Berschacheruug der deutschen Handelsschiffe.
Db. R i o d e I a n e i r o, 25. Jan. Nach einer Ptituilgsmeldung stehen amerikanische Bankiers Dir der Regierung von Brasilien in Unterhr id- wegen des Verkaufs von 24 ehemaligen beut« EP.1.1 für die ansehnliche Summe von un- Whr 36 Milliarden Dollars an Amerika.
, Die neue Pariser Konferenz.
' wd. Paris, 26. Jan. Die Konferenz der Ber- 1 dndeten beschloß, ihre neuen Sitzungen heute ! «der aufzunehmen. Sie besteht aus den Bot- Mstern Frankreich-, Englands, Italiens und der Peinigten Staaten.
Die adriatische Frage.
tob. Paris, 25. Jan. Die Friedenskonferenz der südslawischen Regierung mitgeteilt, daß f ^r-st für die Antwort auf das Ultimatum in E Adriafrage auf 4 Tage, also bis zum kommrn- Wki Mittwoch verlängert worden ist.
I rvb. Haag, 24. Jan. Laut „Nieuwe Courant" jRtb drahtlos aus Newyork gemeldet, daß der ^c-wyork Times" zufolge die britische, französische Wd '.takienischeRegierung ein Abkommen über pur»« und das Adriatische Meer abgeschlossen ß *n- Dieses Abkommen wurde Mlfon zur Mei- ! ps.Lsäußerung unterbreitet.
Ae neuen WlatschtMiirfl.
bringt der Vorentwurf auch sonstige Neuerungen g-genüber dem bisherigen Wahlrecht. Besonders ist zu erwähnen die in § 13 vorgesehene Einführung von Wahlscheinen. Solche Wahlscheine sollen alle diejenigen Wähler erhalten, die keinen festen Wohnsitz haben, z. B. Reisende, Lokomotivführer usw. Sie können dann in jedem beliebigen
Tas Ntichslaqswsthlaksktz.
tob. Berlin, 24. Jan. Der Borentwurs des Reichst"gswah'gesetzes wurde nunmehr vom Reichsministerium des Innern veröffentlicht. Die Verteilung der Abgeordneten auf die einzelnen Parteien erfolgt nach dem sogenannten automatischen System, das zuerst in Baden für die Landtagsmahlen eingeführt wurde. Auf je 60 000 gültige Stimmen entfällt ein Abgeordneter Für die Berücksichtigung der Reststimmen sind verschiedene Verfahrensarten möglich. Das Reichsministerium des Innern stellte daher drei Entwürfe auf, um der breiten Ocffentkichkwt Gelegenheit zu geben, zu den einzelnen Anwendungs- nöglichkeiten des reuen Systems E'ellurg zu nehmen. Im Vorentwurf A werden die in den -in '.einen Wahlkreisen nicht verbrauchten Reststimm'n auf die Reichswahlvorschlagsliste verrechnet. Im Vorentwurf B werden mehrere örtlich zusammen- 'mngende Wahlkreise zu einem Wahlverbatid zu- sammengefatzt. Die im Wahlkreise nicht verbrauchten Reststimmen werden hier zunächst auf den Ver- bandswahlvorschlag und erst die im Ve'bands- wahlkreis nicht verbrauchten Reststimmen werden auf die Reichsliste übertragen. Der Vorschlag C verbindet gleichfalls die örtlich zusammenhängenden Wahlkreise zu einem Wahlverbande und überläßt es den Wählergruppen, entweder die Wahl kreisvvlschlüge oder die Verbandswahlvorschläze einzureichen. Parteien, die in den einzelnen Wahlkreisen nicht wenigstens 60000 Stimmen erreichen würden, können sich so Wählergruppen benachbarter Wahlkreise zwecks Einreichung gemeinsamer Wahlvorschläge (Verbandswahlvorschlägel verbinden. Dadurch soll den Parteien die Möglichkeit gegeben werden, auch in solchen Wahlkreisen örtlichen Kandidaten zum Erfolge zu verhelfen, wo sie an sich schwächer vertreten sind. Die Wahlkreiseinteilung ist als Anlage zu dem neuen Gesetz und damit als Bestandteil des Gesetzes gedacht. Sie ist noch nicht entworfen, da die Ergebnisse der Volkszählung vom 8. Oktober 1919, die ihr zu Grunde gelegt werden sollen, noch nicht vorliegen. Neben dem neuen Wahlsystem
Tie Nll«m»nsi der denkschen Gebiete:
Danzig, Eraudenz, Flensburg.
wb. D a n z i g, 24. Jan. Die Danziger Garnison verabschiedete sich heute durch eine Parade auf dem Heumarkt, die der Kommandierende General des 17.Armeekorps, v. Malachowski, abnahm. Dieser hielt eine ergreifende Ansprache, die in ein Hoch auf das deutsche Vaterland ausklang. Die Menschenmenge stimmte „Deutschland, Deutschland über alles" an. Hierauf marschierten die Truppen durch die zumeist auf H a l b m a st geflaggte Stadt nach dem Langen Markt, wo sich die städtischen Behörden, an der Spitze Oberbürgermeister Sahm, eingefunden hatten. General v. Malachowski richtete namens der in Danzig stehenden Truppen des 17. Armeekorps herzliche Abschiedsworte an die Stadt, die mit einem „Gott schütze Danzig!" endeten. Oberbürgerm. Sahm dankte für die warmen Worte und schloß. Und wenn ich jetzt Eurem Befehlshaber die Hand zum Abschied reiche, so gilt dieser stumme Händedruck allen leben Soldaten Danzigs. Die Bürgerschaft ruft Euch durch mich zu: „Lebt wohl!" Nach einem Vorbeimarsch fand die Feier ihren Abschluß.
Danzig, 25. Jan. Von amtlicher militärischer Seite wird mitgeteilt, daß Gra udenz am 23. Januar mittags ohne Zwischenfall geräumt worden sei. Es hätten gewaltige deutsche Kundgebungen fast der gesamten deutschen Bevölkerung stattgefunden. Die Polen seien unmittelbar nach der Räumung eingerückt.
Auch Wirsitz und Kulm sind den Polen übergeben.
Das Abt«tungsgebiet um Memel wird voraus- 'ichtlich am 14. Februar geräumt werden.
Die bei dem Zwischenfall von Argenau in Gefangenschaft geratenen Deutschen sind zurückge- kehrt und werden zu ihrem Truppenteil nach Baden abtransportiert. Auch ein Teil des Geräts und der Pfeide wurde zurückgegeben,' der Rest soll aus polnischen Besiänden überwiesen werden.
wb. Flensburg, 24. Jan. Der Abschied der deutschen Reichswehrtruppen, die mit dem heutigen Tage nach Rostock übersiedeln, gestaltete sich zu einer gewaltigen Kundgebung für das Deutschtum. Die ganze Stadt prangte in reichem Flaggen- schmuck. Lan.ge vor Beginn der auf dem Süder- markt stattfindenden Abschredsfeier hatte sich ejne
Drahlbezirk wählen. Nach § 21 soll der Reichsminister des Innern, wenn infolge geringer Wahl- be eiligung bei der Zuteilung von je einem Abgeordneten auf 60 000 Stimmen die Zahl der Abgeordneten 400 nicht erreichen würde, das Recht haben, durch eine Verordnung die Verteilu-gszahl 60 000 soweit beralnnietzen, daß die Zahl der Abgeordneten 400 erreicht.
Tie Wahl des Nkichsmiifrdenten
wb V e r l i n , 24. Jan. Der im Rcichsmini- fterium des Innern ausgestellte Vorentwurf ).s Gesetzes über die Wahl des Reichspräsiden- t e n wird nunmehr veröffentlicht. Der Entwurf lästi die absolute Mehrheit entscheiden. Sollte sich aber eine solche Mehrhci! nicht ergeben, so soll im zweiten Wahlgang die relative M'hr- Mt den Ausschlag geben. Damit wird ein mittlerer Weg eingeschiagen, da die für die Wahl les Reichspräsidenten im Jntereffe des Ansehens seiner Stellung nicht erwünschte Stichwahl vermieden wird. Dor Entwurf geht davon aus. dag, wein der eiste Wahlgang zu einer endgsil igen Wahl nicht führen sollte, auf Grund feiner Ergebnisse sich unschwer eine Verständigung zwischen den Wählerzruppen in der Richtung erreichen lassen wird, daß aus dem zweiten Wahlgang ein Man» hervorgeht, der die große Mehrheit der Wählerschaft hinter sich hat. Die übrigen Vorschriften des Präsidentenwahlgesetzes sind denen des Reichstagswahl- gesetze- a.'aepasit. Im Interesse der Ve'-einfachuna der Wahigefchäfte sind für die Vorbereitung und Durchführung der Wahl und für die Feststellung und Prüfung be' Wahlergebnisses die gleichen Ein- richchingen und Organe vorgesehen wie für die Reichstagswahlen.
ungeheure Menschenmenge angesommelt. Am Bismarckbrunnen harten zahlreiche Vereine mit Fahnen und Musik Aufstellung genommen. Gegen 2 Uhr nachmittags marschierten die deutschen Truppen heran, voran eine Abteilung schleswig'cher Husaren. Unter den Klängen des Liedes „Deutschland, Deutschland über alles" nahmen die Feldgrauen vor dem Bismarckbrunnen Aufstellung. Dort ergriff Oberbürgermeister Dr. Tobfen das Wort zu einer längeren Ansprache an die Versammelten und ermahnte sie. dem deutschen Va^e"- lande auch in der Stunde der Not und Gefahr Treue zu bewahren. Er schloß mit einem stürmisch aufgenommenen Hoch auf das deutsche Bäte land Darauf marschierten die T'-uppen zum Brh-hof Vereine und Bürgerschaft bildete" einen Znq. der über 30 000 Personen umfaßte. Nach der Abfahtt der Truppen zogen vor dem Flensburger Hof, dem Sitz der internationalen Kommission, Posten der verbündeten Mächte auf.
Ans dkn Abstin'MNilllSpkbikttn.
Breslau, 24. Jan. Die polnische Fraktion des Gemeinderats von Hindenburg, der größten Landgemeinde Preußens, wird einen Antrag einbringen, von der Erhebung des Reichsnotopfers bis zum Ende der oberscklefiichen Abstimmung Abstand zu nehmen sowie die Abführung der Staatseinkünfte und der unmittelbaren Steuern an die Staatskasse ebenfalls bis dahin e i n z u st e l l e n. Da die Mehrheit der Versamnilung aus Polen besteht, dürste diese Steuerverweigerung gegen das Reich Tatsache werden.
wb. Paris, 25. Jan. Zum Befehlshaber der französischen Truppen in Oberschlesien ist General G r a t ie r ernannt worden.
wb. Berlin, 24. Jan. Die Abstimmung in der 1. Zone in Schleswig findet am Dienstag, den 10. Februar statt. Auf Grund des Frei-FahrscheineS, den ;eder Abstimmberechtigte gegen Abgabe des ihm von Flensburg zugehenden Gntscheines am Fahrkartenschalter erhält und der vom 1. Februar tzts zu in 10. Tage nach der 2. Abstimmung gültig ist, kann der Nordmärker die fahrplanmäßigen Züge innerhalb dieser Zeit benutze». Außer diesen fahren 22 Souderzüge, und zwar 17 ab Hamburg und 5 ab Kiel (Eckernförde FleuAmrg). Ueber die Fahrzeiten der Sonderzüge und der fahrplanmäßigen, sowie der Anschluß-Züge M cbi Fahrxlanheft Auskunft, das jedem Ab,stimm
berechtigten Ansang Februar zugeschickt wird. &nt Heranbringen der Reisenden aus Deutschland noch Hamburg dient je ein Sonderrug ab Köln. Frankfurt a M., Leipzig, der am Sonnabend Abend abiährt und am Sonntag Morgen in Hamburg ankommt. Die' Sonderzüge sind geheizt. Bei bet Hin- und Rückfahrt ist je eine dreimalige Fahrtunterbrechung gestattet. Ei« kurzer Aufenthalt zur Verpflegung gilt nicht als Fahrtunterbrechung.
Tie Nusweisung Deuttcker in Schleswig
Sonderburg, 24. Jan. Die Internationale Kommission hat den früheren Gcndarmeriewachtnk''sier Heute mit Frist frie heut« abend ausgermesen. Heute ist seit 30 Jahren in Sonderburg ansässig.
Hollands Wtilfkrnng.
Neuer Meinungsanetaufch unter de« verbündete«.
kg. Genf, 26. Jan. (Havas.) Die Antwort- nots der Niederlande in der Kaiserfrage hat eine» neuen Meinungsaustausch der Verbündeten totwend' g gemacht. Die Verbündeten können die holländische Note nicht unerwidert lassen.
Englische und französische Presiestimmen.
wb. Amsterdam, 24. Jan. Der „Telegraaf" meldet ans London: Die „Daily News" und „Daily Expreß" ist der Ansicht, daß die Antwort der Niederlande den Anfang vom Ende de» ganzen Schauspiels bedeutet. „Daily Expreß" schreibt, e» fei den Niederlanden gelungen, die Verbündete« und den Hohen Rat in eine lächerliche Lage zu bringen.
wb. Paris, 24. Jan. Pertinax sagt im „Echo de Paris", man habe keine Veranlassung, zwischen der Verantwortlichkeit des Dei'ischen Kaisers *in> er Verantwortlichkeit seines Volkes zu »nterschrt- dsn, da man in den nächsten Jahren von diesem Volk WiedergutTnachungen verlangen «»erbe, bis 'chmerzlich seien. Frankreich, Englanb und Italien hätten allein das Auslieferungsgesuch eingereicht. Es bliebe nun nichts anderes übrig, als sich mit Holland über die Bedingungen der Internierung des Kaisers zu verständigen, um einen Teil der Bewachung durch die Verbündeten vornehmen zu lassen. „Petit Journal" bringt die Weigerung Hollands in Verbindung mit dem ietzt abgeschlossenen deutsch-holländischen Wirtschaftsabkommen. „L'Avenir" sagt, es werde nickt wünschenswert sein, die Dinge bis zu einem wirtschaftlichen Druck auf Holland kommen zu lasse«. Santerne“ erklärt, die Verbündeten hätten Klugheit und Scharfblick vermissen lassen. Die Sieger wollten heute gegenüber den Besiegten dn neue» Strafgesetz mit unzulässiger rückwirkender Kraft zur Geltung bringen.
Frankreich.
Der französische Oberste Kriegsrat.
wb. Paris, 24. Jan. (Havas. 1 KriegSminister L e f e v r e sprach im Ministerrat über die Organisation des Obersten Kriegs rate 4. Laut .Journal' taftn di« Ernennung des Marschalls Pttain zinn Vize» Präsidenten des Rates und de» General» Ruat -um Armeebefehlshaber al» sicher betrachtet tortben. Die Marschälle Joffre und Fach werden Mitglieder de» Rates sein. Marschall F o ch, der außerdem Vorsitzender des interalliierten Rates ist, wird seinen Sitz in Versailles haben. Die beiden gegenwärtigen Armee» Inspekteure, di« General« Guillaumat und Mai» fi te, werden ebenfalls dem Obersten KriegSrat ange» hören. Es ist höchst wahrscheinlich, daß der Tradition gemäß General Berdaulat, als Militärgouverne« von Paris» auch Mitglied fein wird.
Die deutschen Schlachtenbenkmäler i« Elsaß» Lothringen.
kg. Basel, 28. Jan. Nach Meldungen im Genf hat bas Züricher Rote Kreuz bei bet französischen Regierung Vorstellungen erhoben auf Belassung der Grabbenkmäler auf den Schlachtfelder« von 1870/71, deren Entfernung mit anderen Denkmälern deutscher Herkunft in Elsaß-Lothringen von Milleranb angeordnet war.
Enqland.
wb. Amsterdam, 24. Jan. Wie englische Matter melden, reiste rin Komitee von Farbstoss sachverständigen nach Deatschlaub, um große Mengen deutscher FarLstost« für den englischen Verbrauch anzukaufen. Das Komitee reist im Auftrage de» Handelsamtes und ist ermächtigt, l1/» bis- 2 Millionen Pfund Sterling in deutschen Farbstosfen anzulegen.
Pari», 24. Ja«. HavaS meldet aus London: In feiner Rede zu Tambridge hob Asquith hervor, daß die Regelung der irischen Frage auf bei Basis der Prinzipien bei Völkerbunds.; ryolgrs wich. , . i ,