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Vertrages berechtigt ist.
allen Umständen nicht ausge-
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Lebensmitteln.
Frankreich regelt
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und Danzig wurde wegen Schwierigkeiten in den Transportvorbereitungen um 5 Tage verschoben.
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die Hanbelsbejiehungtu Deutschlands mit Marokko.
19. Jan. HavaS nieldet aus Rabat:
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»kag, lchea lischt.
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wb. Budapest, 18. Jan. Der Austritt der Sozialisten aus der ungarischen KonzentrationS- rcgierung ist auf einen Truck der nach Wien über- stedelnden ungarischen Sozialisten unter Leitung von Saratischin erfolgt. ES war ihnen gedroht worden, daß ste andernfalls au» der Internationale ausgeschlossen würden.
Ungarn losgerissen werd«. Apponyi legte dar, daß ungefähr zwei Millionen zusammenhängend mit der ungarischen Bevölkerung wohnen und erteilte dann an der Hand einer Landkarte Lloyd lSeorge und den übrigen Mitgliedern des FünferrateS eingehende Aufklärung.
Das „Echo de Paris" sagt: Der Graf hat seine 3u- dSrer durch die unglaubliche Geschicklichkeit, mit der er der Neide nach französisch, englisch und italienisch in reinem Akzent und vollkommener Vollendung gesprochen, in Erstaunen gesetzt. Nach Beendigung seines Vortrages überreichte Graf Apponyi bat drei Ministerpräsidenten zehn Roten.
Wb. Paris, IS. Ian. (HavaS. ) Gral Avvouyi und der größte Teil der ungarischen Friedensabvrdnung sind gestern abend nach Budapest abgereist. Ihre Abwesenheit wild voraussichtlich 10 Tagt dauern . Man glaubt, daß sie eine Frist zur Einreichung einer Antwort verlangen werde.
2er Nilcklrmrsport her KritMtfangenen.
wb. Berltn, IS. Jan. Der Abtransport der Kriegsgefangene« aus Frankreich beginnt am 20. Januar. Zuerst werden die im linksrheinischen Gelltet beheimatete« Gefangenen zurückgeschafft. Die ersten Gefangene« treffen am 21. Januar ein.
500 Heimkehrer aus Border-Zndien mutzten wegen einer Influenza-Epidemie in Port Said ausgeschifft werde».
tel in Sibirien vorhanden; nur sehlt es an Transportmitteln."
Zusammenziehung englischer Kriegsschiffe Im Schwarzen Meer.
wb. Lyon, 18. Jan. (Funkspruch.) «u» Malt« wird gemeldet, daß alle verfügbaren britischen Krieg»- chiffe nach dem Schwarzen Meer ausgefahren find. Aus Toulon wird berichtet, daß die Hospitalschifse Be- ehl erhalten haben, nach dem Schwarzen Meer abzu- lahren. — Das sieht nicht nach ftiedlichen Beziehung«« aus.
f Giernettceaw schreibt keine Eriunernnse«.
wb. Paris., 19. Jan. (Reuter.) In einer Unterredung erklärte Clemenceau, daß er in einigen Tagen auf zwei Monate nach Aegypten gehe. Er werde keine Erinnerung«» schreib««.
Revolutionär« Kundgebungen und Meuterei.
tu. Basel, 19. Jan. Wie die .Pretzinformaiion" aus Paris meldet, sind in den französischen Hafenstädten revolutionäre Unruhen ausgebrochen. In Lyon. Brest und Marseille haben Kundgebungen der Arbeiter gegen di« Einmischung Frankreichs in die russischen Angelegen, heitrn stattgefundcn. In mehreren Versammlungen wurde der AllgemcinauSstand gepredigt, sowie die Ausrufung der Sowjetrepublik gefordert.
In Toulon sind unter den Marinetruppen Unruhen und Meutereien ausgebrochen. Der Grund liegt in der ungenügenden Versorgung des Militärs mit
Marburg
Tien-tag, 20 Januar
Merm Mti MWttMSkrm.
Berlin, Ist. Jan, Wie der „Voss. Ztg." aus Rotterdam gemeldet wird, sagte Reichskanzler Bauer in seiner Unterredung mit dem Vertreter des „L^Homme libre", daß das deutsche Volk die Urheber von Kriegsverbrechen nicht ihrer Strafe entziehen wolle, daß cs stch aber gegen die Auslie- erung an Gerichte sträubt, die aus früheren Feinden zusammengesetzt seien. Die deutsch« Regierung werde nach Erhalten der Liste der Auszu- liefernden allen in der Liste Aufgsführte« mit» "eilen, datz ihre Auslieferung verlangt werde. Sie hätten Gelegenheit, sich den ausländischen Gerichten freiwillig zu stellen. Auf eine Zwischen- frage sagte Reichskanzler Bauer, es könne hieraus ein B ü r g'e r k r i e g entstehen, wenn einige Angeklagte gewaltsam ausgeliefert werden mutzten. Er sei überzeugt, datz durch ein Abkommen über einzu- sehende unabhängige Gerichtshöfe die deutsche öffentliche Meinung beruhigt werden könne.
TieAiMeferirnlMoie an Hollon».
In dem dem Gesandte« der Niederlande überreichten Schreiben wegen Auslieferung des ehemaligen Deutschen Kaisers erinnern die Westmächte nach einer Pariser Meldung an die „unter so vielen Verbrechen erfolgte Verletzung der Neutralität Belgiens und Luxemburgs, an das barbarische und unrrbit lichs System von Geisel- und Masfendepor- tationen, an di« Entfernung der jungen Mädchen aus Lille, an die systematische Verwüstung ganzer Gegenden ohne militärisch« Notwendigkeit, an den uneingeschränkte« ll-Bootkrieg und an das unmenschliche Imstichlassen der Opfer auf hoher See, sowie an die Taten gegen die Nichlkäm"send«n, die ron deutschen Dehärden als gegen die Krieg-gesetze verstoßen anerkannt wurden". Für alle diese Taten gehe die Verantwortung, wenigstens die moralische hinauf bi« zum obersten Führer, d«r sie ermöglichte, indem er seine Befugnisse mitzbraucht habe, „um das heiligste Empfinden des menschlichen Gewissens zu verletzen oder verletzen zu lassen". Es wird dann in dem Ersuchen hervorge- hoben, datz es sich nicht nm eine persönlich? Klage von gewöhnlichem juristischen Charakter, sondern um eine internationale Aktion handele, die durch das „Volksgewissen" gebieterisch gefordert werd«.
München, 18. Ja«. Die demokratisch« Partei Hal im Landtag den Antrag eingebracht, die bayerisch«
Tas neue französische Ministerium.
Paris, 1». Jan. Das neue Ministerium setzt sich in der Hauptsache wie folgt zusammen:
Ministerpräsident und Auswärtiges: Mille- rand, Justiz: Honnorat, Krieg: Lefdbre, Marine: Landrq, Handel: Isaac, Landwirtschaft: Picart, Finanzen: Marat, Kolonien: Sanut, öffentliche Arbeiten: Bignont, Unterricht: Bänard, soziale Fürsorge und Hygiene: Breton.
mit dem Kreisblatt für den KreiS Marburg
Tageszeitung für (das früher knrhesiische) Overhesseit
Vtrl'aftnnls radikaler Führer.
B e r l i n, 19. Jan. Der Führer des radikale« Flügels der Unabhängigen, Däumig, wurde, gestern vormittag in Berlin verhaftet.
Wie dem „Lok.-Anz." gemeldet wird, wurden' gestern nutzer Däumig weitere 10 radikale Führer verhaftet, darunter Matzau von der ZWtrale der sozialen Betriebsräte, eine Bezeichnung, unter der ich der bekannte rote Vollzugsrat vereinigt. Die bisherige Untersuchung hat, wie das Blatt mitteilt, das Bestehen eines kommunistischen Sigita* tionskomitees ergeben, das verhetzend vorgeht.
kg. B e r l k n, 20. Jan. Auf Befehl der Reichs- regterung wurden Verhaftungen auch in München^ und Hamburg vorgenommen.
Der Anzetsenpret» v«trägt fit He 8 fiel». Zeil« J, *’*tl,£* Mn£ 55. 3flhrt« tid«CO -■ Jt«tl«wejetle ISO Zu allen Preisen d Ansichtig. ?eder Novott ßiU I ■*
«1s e«rii>«tt. Ke. Auskunft »urch He «eichett.fielle «. «etMtttlu», »er eefcete Ä 4 Londe,eblltzr - Postscheckkonto: Art 6C16 Amt Frank,«1 a. M.
Berstöudigmifl der Wkst-iiächte mit Rätmtsiland.
Wiederaufnahme der Handelsbeziehunge«.
wb.Paris.k9. Jan. Der „Matin" schreibt: „Tief bewegt durch die Berichte O'Gradys, die dieser über seine Besprechungen mit Litwinow aus Kopenhagen übermittelte, beschlossen Lloyd George und seine Minister, einen Plan zur Verständigung mit Sowjet-Rußland auszuarbei- len. Der erste Schritt in dieser Richtung ist getan und besteht in der Wiederaufnahme der Handelsbeziehungen. Es handelt sich darum, zu erfahren, ob sich die Politik in dieser Richtung leichter entwickeln wird und welche Matznah- men ergriffen werden müsien, um die Verbündeten durch die Wiederaufnahme der Beziehungen vor Schaden zu bewahren. Der Kriegszustand mit Sowjet-Rutzland dauert bekanntlich weiter."
Havas meldet aus Kopenhagen: Litwinow cr- kiärte in einer Unterredung mit dem Korrespondenten der Reuter-Agentur: „Die Erklärung aus Paris bedeutet die Aufhebung der Blok- kade. Das wird einen gewaltigen Einfluß au: die wirtschaftliche Lage Rußlands haben, da letzteres enorme Mengen von Exportwaren wie Milch, Hanf, .Holz, Kohle, Pelzwsrk und Platin aufge- stapelt hat. Es sind gleichzeitig große Lebensuüt-
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tat. 19. Jan. Die Preßinsormation meldet
«S Trr Rat der Verbündeten hat beschlossen, gegen krWrr Pascha und Talaat Pascha -Haftbefehle
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wb. Paris.
Tas .Journal Officiell" deS französischen Protektorats regelt die Handelsbeziehungen zwischen Marokko und Deutschland, indem es vorschreibt, daß Waren deutschen tkr'prnngs oder von deutscher Herkunst einer Wcrttaxe von 10 und 5 Prozent unterworfen seien, ferner, daß sie einer Spezial-a^e von 10 Prozent unterworfen würden, wenn sie direkt von Deutschland kommen und einer Spezialtaxe von 5 Prozent, wenn sie durch Vermittelung nach Marost« gelange«. — Wie von unterrichteter Seite verlautet, miterliegt es noch der Prüfung, ob Frankreich zu einer Regelung der Handelsbeziehungen Deutsch- lauds mit Französisch-Marokko auf Grund des Friedens-
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ktuntprtooii für das Deutschtum in Flensburg.
tat. Kk«»kburg, 19. Jan. Vom AbstimmungS- „zschntz waren Voreltern in den vier größten Lokalen BerfflmwCemyn anberaumt; schon eine Stunde vor Be- «n« yeree fie überfüllt. In jeder Versammlung sollten riet Redner sprechen. Alle, die nicht mehr iu die Säle pneinkonnw«, begaben sich in eine Versammlung unter freiem Himmel. Am Schluß wurde eine Entschließung ^genommen, in der einstimmig di« Treue zum deut- sthen Volk zum Ausdruck gebracht wird. An die Ver- tamuckuug schloß sich ein nach Tausenden zählender Um- plg dnrch He Stadt unter den Klängen des schleswig- ^lstcinischea Liedes. Es war die größte deutsche Kund- gebung. di« jemals in Flensburg stattgefunden hat.
wb. Berlin, 19. Jan. Der neuecnanntr königl. italienische Geschäftsträger Gras Aldrövan hi Morcs'or^ bi Viano lat heute dem Reichsminisier k8 Auswärtigen sein Brgläubig ungSschreiben überreicht.
Durch den Friedensvertrag sind dem Deutschen Reiche 1136 bensche Pc' .te entrissen worden.»
wb. Paris, 19. Jan. Divisionsgeneral Mor- |atq, Chef des Militärkabinetts im Kriegsministerium *mrbe znm Kommandeur des 30. Armeekorps am Rhein ttnannr, anstelle des Tivisionsgenerals Vanderberg.
WchwedenS Beitritt zum Völkerbund.
tu. Stockholm, 19. Jan. In seiner^ Thronrede |m kündigte der König eine Gesetzesvorlage
über de« Beitritt Schwedens zum Völkerbund an.
HostPofieHiir gegen Enver Pascha und Talaat Pascha.
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Koltschaks Zusammenbruch.
wb. L o n d o n, 19. Jan. Wie aus Irkutsk gemeldet wird, wurden hier russische Gendarmen, dis iflt Koltschak Partei ergriffen, niedergemacht. 50 000 Truppen laufen Gefahr am Baikalsee um* zingelt zu werden. General Semenow hat an«. stelle der Regierung Koltschaks die Gewalt über-, nommen. Ein grotzer Teil der Truppen Semenow« soll zu den Bolschewisten Übergegangen sein«
wb. Peking, 18. Jan. Eine Depesche auS Eharbin meldet, daß die Vertreter der Verbündeten an tat französischen General Janin sich mit dem Ersuchen ( wandten, General Koltschak auS den Händen der Revo- utionäre zu befreien. Ls wird gemeldet, daß die Revolutionäre in Jrkusik die Mehrzahl der Minister koltschaks gefangen nahmen. :
Zurückziebung der amerikanischen Truppen aus Sibirien.
wb. Washington, 18. Jan. Die Regierung bet Vereinigten Staaten hat an Japan geantwortet, daß fi« es angesichts der obwaltenden Umstände vorziehe, ihre Streitkräfte aus Sibirien zurackziehen. !
wb. Paris, 19. Jan. Nach einer Havasmeldung ' aus Tofio wird angesichts des UmstandeS, dach die 1 Vereinigten Staaten ihre Truppen aus Sibirien zurückziehen, di« Frage der zukünftigen militärischen Tätigkeit, Japans in Sibirien heute im Ministerrat geregelt. Die. iollsiäuüiü zerrüttete Armee Koltschaks soll ge« I fangen genommen worden sein, was in Tosio be*J [tätigt wurde.
Regierung solle be: der Reichscegierung dahin wirken, daß der Abschnitt des Versailler Vertrages über die Auslieferung unter führt iL'ctbe.
Der Kaiser und Bismarck.
In der Verhandlung über die Veröffentlichung des 3. Bandes von Bismarcks „Gedanken und Erinnerungen" "or dem Landgericht Stuttgart ersiärte der Rechtsvec« ( tretet des Cottaschen Verlages, es sei in dem Band nichts enthalten, was den Kaiser als blutdürstigen Mann^ lennzeichne: im Gegenteil seien verschiedene Stellen darin enthalten, die für die Friedensliebe des KasierS, zeugte«. Nur einmal habe der Kaiser in bezug auf den Krieg gesagt: „Wenn di« Feinde kommen werden, werde ich ihnen zeigen, daß Friedrich der Große mein Ahne ist." " .'
Im ganzen enthält das Werk sechs Briese deS Kaiser-. In dem einen dieser Brief« versichert der damalig« Prinz Wilhelm dem Kanzler sein« berzlich« Anhänglichkeit, wobei er wörtlich sagt, er lasse sich stückweise ein Glied nach dem anderen abhauen, ehe er etwas unternehme, was- Bismarck Schwierigkeiten oder Unannehmlichkeiten bereiten könne. In einem anderen Bries« überreicht Pnnz Wilhelm dem Kanzler ein Schriftstück. daS er im Stnohd, ouf bit, roif er fogt, mcht unmAgüche etneA,
baldigen Ablebens feines Vaters und Großvaters hinter-^ legen' wolle, nämlich einen Erlaß an seine künftigen kol- legen, an die deutschen Reichsfürsten. Dieser Schreibe« hat Bismarck zunächst gar nicht beantwortet. Dann hat in einem zweiten Schreiben am 21. Dezember 1887 Print Wilbelm gegenüber dem Kanzler feine Plane gerecht-, fertigt, zugunsten der inneren Mission ein Komitee zn bilden, das sich über ganz Preußen erstrecken würde und das im Zusammenhang mit Stöcker stünde. Diese beide» Bliese hat Bismarck mit einem Bries beantwortet. Bismarck sagt, Prinz Wilhelm könne nicht? Klüger- tu«, als den vorbereitenden Erlaß an die Bunde?fürste« alsbald dem Feuer zu übergeben.
Außerdem sind in dem Band zwei Briese de- frühere« Kronprinzen, nachmalige« Kaiser- Friedrich, enthalten« In einem dieser Briese befaßt sich der Kronprinz mit der Erziehung seines SobneS, Prinz Wilhelm. Del »weite Bries behandelt den tem Kronprinzen abgclehnte« tztian der Erl-cbung de? EroßhcrzogtumS Baden zunz Königreich. Dieser letzte Bries erkläre auch die Abneigung deS späteren GrvßherzogS von Bade» gege» den Kanzler.
. Ungarn.
Huszae und Apponyi iiber die Sriedyrsbedingnngr«.
wb. Budapest, 18. Jan. Ministerpräsident Huizar erklärte in einer Rede: In Neuilly fertigt man Ungarns Sarg an. Obwohl ohnmächtig, leisten wir keinen Augenblick Verzicht. Wir werden w a r - ten, bis wie lotete r stark sein werden, mit geschickter Diplomatie auch unsere alten Feinde zu unseren Freun- beu machen zu tonnen und ganz Europa zur Einsicht zu bring»’«, daß die Frage, die nm dringendsten bet Lösung harrt, die Sache Ungarns ist. Wir bewaffnen uns nicht; wir hören nicht auf die Hetzereien unverantwortlicher Faltorcn. Wenn wir i6ncn folgten, würde bloß Ser großartige Tod un5 bevorstehen. Wir vertrauen auf die historische Widerstandsfähigkeit der ungarischen Natron und sind dessen sicher, daß wir mit starkem National- empfinden und reiner christlicher Moral unser ange- staminies Recht wieder zurückerwerben loerden.
Graf Apponiü führt« vor dem Fünferrat an?, eine Zerstückelung Ungarns sei unvereinbar mit dem Wie- berauf6flu EuropnS und der Konsolidierung der europäischen Verhältnisse. Mit Bezug auf di« finanziellen Lasten, die der Friedensvertrag Ungarn cuferiegt. hob Apponyi hervor» daß Ungarn nach dem Kriege noch bte Verwüstungen zuvier Revolutionen und nach den Leiden der Bolschetvistenherrfchast noch eine barte Besetzung durchmachen mußte. Lloyd George ersucht um Aufklärung, iw» sich bte 3!4 Millionen starke rein magyarische Bevölkerung befinde, die durch den Friedenövertrag von
Itm. DberbeffZeitnny" erscheint sechsmal »öchentttch. — Der >er»«»»r«t» betritt wenefli* 2,50 X. frei int Haut; durch die 2 ^'-''bn« Veste«,«ld - Verlag ... DeC. S i t e t »tk-»««•<
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Ser MO dlk 9W.
Hi« Seegeroaltiguug der deuijche« Grenz- beNolkernng.
«*. Serkin, 19. Jan. Um entfpr-chend den zahlreiche« Kundgebungen und dringenden Vor- stelluu§« d«r deutschsiämmigen Bevölkerung in den beiv»kfen«n Landesteilen eine Festsetzung der Stenge Mischen Deutschland und Polen zu cr- »eichs«. »e überwiegend deutsche Gebiete beim Deuten Reiche b e l ä tz t, hat die deutsche Regierung Wu Oktober vor. Jahres eine Note an die ver- biinWaa Hauptmächte gerichtet. Wie alle anderen Brrnüch,«^» der deutschen Regierung wegen V-- seittgu.ng ethnographischer Ungerechtigkeiten bei der GrsHffihrung ist auch diese Note kurz vor Jn- Itafthewit i*t5 Friedensvertrages von den Verbündet«« mit der Aogründung abgelehnt worden, datz a» dcr> Testimmungen des Vertrages ni 't geriitteik werden dürfe. Es bleibe aber der betrof- feuei» durch den Friedensvertrag vergewaltigten Bevölkerung unbenommen, auch fernerhin mit «He« ^schlichen Mitteln bei der künftighin allein noch jusissydlgen Stelle, der interalliierte!'. Crenz- ftstsetzungslommiision, ihre Wünsche zur Geltung zn bringe«. Die deutsche Regierung wird diese Wünsche mit wärmster Sympathie begleiten und jcfcc sich bietend« Gelegenheit ergreifen, um sic nach Kräften z« fürts-m.
Die 9lä««8»g de» an Polen abzutreteuden Gebiets beendet.
m. Breslau, 19. Jan. Die 3. Zone des an Pole« «bzutretenden Gebiets ist heute ohne Zwi- tzherzfall geräumt worden. Die militärische Räumung W damit beendet.
tu. Tf»tn, 19. Jan. Der Einmarsch der polnisch«« Tr«ta>en bei Pomerellischen Division erfolgte Aftern «Whnnttag, itaüchcm sie au der Stadtgrenze von bem Betfiyenbtn dcs polnischen Voltsrates begrüßt worbe» laawe. In den Straßen Ware» mehrere Ehrenpforte« «nkichtat, ntanche Häuser trugen tote Fahnen mit dem toeifucn polnischen Adler. Tie polnischen Vereine enb Schüler bildeten Spalier. Unter dem Lrläute der Alockca der katholischen Kirchen bewegte sich der. Zug pnn Rathanfe. Nachdem die Truppen auf dem Alten Markt Aufstellung genommen hatten, erfolgte im Ma- »stratrsoas bk Uebcrgabe der Stadt an den Obersten Dkrzyafij, her bann vom Balkon des Rathauses eine Vssp ache hielt. In der letzten Nacht hatte der polnische Evlirrst polnisch« Straßenbezeichnungen an allen Ecken
Di« Flucht vor den Polen.
Berlin, 19. Jan. Dein „Lok.-Anz." wird •us Allenstri« gemeldet: Hier treffen zahlreiche öivifisten aus Soldau, Neidenburg usw. ein, die den polnischen Besatzungstruppen flüchten. Sie ^«richre» wr. unglaublichen Grausamkeiten, We Polen verüben.
Berscht»q der Besetzung der Ahstimmung«- gebirte im Osten.
wd Berlin, 19. Jan. Die Besetzung von Allenstcin, Marienwerder, Äkemel
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