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Marburg, den 12. Januar 1920.

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Der Landrat: v. Loewenstein.

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3. Provinzial- und Kommunalbauten

4. Industriebauten p

5. Landwirtschaftliche Bauten.

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Jeder Meldepflichtige hat ein Lagerbuch zu führen, I ® kuS dem die beschlagnahmten, und bewirtschafteten I Gegenstände nach Menge, Größe und Beschaffenheit zu I £ ersehen find. Aus dem Lagerbuch muß Zu- und Ab-1 g gang, der Empfänger und die Nummer des Freigabe-1 W scheine? ersichtlich sein. Die Dringlichkeitsbescheinigun-1 W gen für Kleinabgabe sind aufzubewahren und auf An-1 B fttrderung der Baustoffbeschaffungsstelllle vorzulegen. I ® 3. Zuweisung. I g

Die Kleinabgabe von Baustoffen an Selbstver-1 kraucher für dringliche AusbcsserungSarbeiten erfolgt I ® durch die Lieferwerke oder Händler nur auf Grund von 12 Dringlichkeitsbescheinigungen, zu deren Ausstellung | g hur die für den Bauort zuständigen Landratsämter I g hnd bei Stadtge mein den von über 10 000 Einwohnern I W die Gemeindevorstände oder die von ihnen beauftragten I B städtischen Baupolizeibehörden berechtigt sind. Auf IB Dringlichkeitsbescheinigungen dürfen für eine Instand-1 ® fetzungsarbeit nicht mehr abgegeben werden als 10001 ® Stück Backsteine, 300 Biberschwänze oder statt dessen 100 I Stück Falzziegel oder Hohlpfannen, 2000 Drainröhren, I 300 Kilogramm Zement und 400 Kilogramm Kalk. |

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dorgenannten Stelle.

t 5. Ungültigkeitserklärung von Freigabescheinen.

1 Am 18. 1. 1920 verlieren alle seitens der Bauftoff- AeschafsungSstelle Cassel oder der Ziegelbewirffchastungs- stelle Frankfurt vor dem 1. 1. 1920 ausgestellten Frei­gabeschein« über Ziegeleierzeugniffe und künstliche Mauerstein« anderer Art ihre Gültigkeit. Soweit die Lieferung der freigegebenen Mengen bis zu diesem Zeitpunkte nicht erfolgt ist, mutz die Freigabe der Rest- mengen seitens der Bauherrn unter Vorlage des alten Koeieabescheines bei der BgustoffbeschakrnnaSstesse et«

Felix Hannibal

Früher Inhaber der Wirtschaft zum Tumergarten.

289

mittelbar durch die zuständigen Zementverbände bezw. I KalkbundnebensteSm. I

h 4. Fretgabeverfahren. >

j1 Anträge auf Baustoffreigabe find in Zukunft an die I © für den Säuert zuständige Baugenchmtgungsbr-1J Hörde (Landratsamt oder selbständige städtische Bau-1X Polizeibehörde) zu richten, welche jede erforderlich« Aus« I * kunft über den Gang des Freigabeverfahrens erteilt I > und di« vorgeschriebenen Formblätter auSgibt. rDie I Baugenehmigungsbehörden sind von mir beauftragt, allein Gesuche auf ihre Dringlichkeit und die Art der BauauS-1 führung hin zu prüfen und sie abzulehnen, wenn sie IT len gegebenen Richtlinien nicht enffprechen. Unmittel-1 ? har an die »austoffbeschaffungsstelle Toffel unter Um-I X Gehung der örtlichen Baugenehmigungsbehörde gerich-1* iete Anträge in Freigabeangelegenheiten find in Zukunft IG vollkommen zwecklos und führen nur zu Verzögerungen. I DaS gleiche gilt für persönliche Vorstellungen bei der |

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Amtliche Bekanntmachungen

des LllndratsamIkS Marburg.

Betrifft: Brennholz für Schulen,

Unter Bezugnahme auf meine Bekanntmachung vom ll. Dezember 1919 erinnere ich die Herren Bürgermeister daran, bei den >ol,zbcdarfsanineldungrn den Bedarf der Schulen so miiaufzunchmen, dass bei Sohlenknappheit im kommenden Wirtschaftsjahr eine ausreichende Be­heizung der Schulräume mit Holz erfolgen kann.

Marburg, den 8. Januar 1920. (28

Der Land rat: v. Loewenstein.

Bekanntmachung über die Bewirtschaftung von Baustoffen. i

Für das mir vom Herrn Reichskommiffar für das Wohnungswesen zur Bewirtschaftung überwiesene Ge­biet (Provinz Hessen-Nassau und Kreis Wetzlars regele ich die Bewirtschaftung der Baustoff« mit Gültigkeit bom 1. 1. 1920 folgendermassen:

! 1. Beschlagnahme und Bewirtschaftung.

1 Dia durch das Kriegsamt Berlin ausgesprochene und durch die stellv, tzieneralkomrnandos des XI. und XVIII. I A'K. veröffentlichte Beschlagnahme und Bestands-1 «rhebung von Baustoffen vom 15. 1. 18 ist nach wie vor I in Kraft und erstreckt sich auf sämtliche vorhandenen I Zmd neu erzeugten Mengen von gebrannten und an-1 bereu künstlichen Mauersteinen (Form-, Kalksand-, I Schwemm-, Schlacken- und Zementsteine), Hohlsteine,! Dachziegeln aller Art und Drainröhren, sowie insbe- I sondere auch auf alle Lehmsteine und auf solche Ziegelei-1 Erzeugnisse, welche auch ohne amtliche Kohlenzuweisung I «lit Abfallstoffen oder Holz gebrannt oder gepresst find. I

Die Beschlagnahme hat di« Wirkung, dass die Ber-1 anderungen an den von ihr berührten Gegenständen I verboten ist, und dass rechtsgeschäftlich« Verfügungen I Ober sie solange nichtig sind, als sie nicht durch amt-1 l'chen Freigabeschein oder Dringlichkeitsschein für Klein-1 cbgabe belegt sind. I

Nutzer den vorgenannten beschlagnahmten Baustoffen I tverden amtlich bewirtschaftet alle Arten von Zement | vnd Kalk. I

Ferner steht mir als Demobilmachungskommiffar I öaS Recht der Beschlagnahme und Enteignung oller,! Insbesondere auch der aus Abbrüchen gewonnenen Bau-1 stoffen zu. !

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BRAHMS, Hindel-Var. MOZART, Fan­tasie D-moll. SCARLATTi, Pastorale. CHOPIN, Sonate H-moll REüER, In der Nacht DEBUSSY, Hommage a Rameau LISZT. Mephisto-Walzer.

Karten zu Mk. 5., 4., 3., Steh­platz 1.50 bei Ei wert. Abonnements zu Mk. 18 und 20. Stehplatz-Abonnement für Studenten Mk. 4..

Mittwoch, den 21. Januar,

Volks-Konzert

Beethoven-Abend

von Alfred Höhn.

1. Sonate E-moll path6tique. 2. Wald­stein-Sonate. 3. Sonate Appassionata. 4. So­nate C-moll, op. 111.

Einheitspreis Mk. 1.50 Stehplatz M. 1.

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netrt beantragt werden. Vom 15. t 1920 ab dürfen Lieferungen vorgeimnnter Baustoffe nur noch auf Grund der neuen seitens der Baustoffbeschaffungsstelle «tssel auf dem roten Formblatt 3 ausgestellten Frei- gabcschcine erfolgen.

8. Aufhebung der Ziegelbewirtschaftun^stelle Frankfurt.

Die Ziegelbewirtscbastungsstclle Frankfurt hat am 1. 1. 1920 ihre Tätigkeit für mein BcwirtschaftunaSac- biet eingestellt.

Cassel, den 1. Januar 1920.

Der Regierungspräsident. BezirkswohnungSkommiflar.

gez. Springorum, Wird veröffentlicht»

Alle ersonen, welche die als beschlagnahmt angcführ-1» ten Gegenstände erzeugen, mit ihnen handeln, oder, | vhne mit ihnen zu handeln, solche lagern, haben inonat sich nach dem Stande vom 1. d. Mts. an die Baustoffe _ beschasfungsstelle Cassel, Bahnhofstrasse 1, auf borge-1K schriebenen Formblatt 8 ohne besondere Aufforderung I 8 spätestens bis zum 5. des Monat, in eiitfaditr Aus- § fertigung portofrei Meldung einzureichen. Die Form-1 2 blätter sind seitens des Meldepflichtigen zu beschaffen I» stnd von der Waisenhaus-Druckerei in Cassel zu bc-1 g -iehen. Meldepflichtig ist auch, wer Baustoffe auf Ab-1 B brüchcn in größeren Mengen, d. h. bei Backsteinen über | R

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Di« Lorlesunaen des Herr« Dr. Horst b«,innen, da mangels elekte, Lichts am vergangen. Montag die erste Vorlesung nicht stath finden könnt«, nunmehr aw Montag, den 19. Januar, 8h Uht im Grossen Hörsaal des Phifikal. Instituts. 331 gliotl, WröF nni DmntBinus werden sachgemäss repariert und gestimmt. 30

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wirtschafteten.Baustoffe:: erfolgt durch Freigabescheinei »an-Eta-Rookwoad Oriental Pfd -Tfl. . 11,00 burVk ^uswsf- Jedeal-Nut-Lunch m. «reenfieldS Tafel 3u.2 beschasfungsstelle beim Bezirkswohnungskomnnssar in L * ,,, - .

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