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beglückten Welt gleich zrvri neue Tanze. Der erste derChemie-shake", zn dentich etwa das Körperschüd tritt. Körper schütte!» ist eigentlich nichts besonders

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zulagen erhalten. Die neuen ISO®/», die gezahlt mtv- den sollen, sind nicht 150 »'o des Gehalts, sondern 150o/f, der bisherigen Teuerungszulagen. Ich bekommt bisher sage nnd schreibe 20®'« Teuerungszulage und würde mit de» neuen 15O<yo 'tzleich 50»,'« des Friedens» gehaltes bekommen. Alles um 1000«^ teuerer, die rationierten Lebensmittel um mindestens o0d»v, Stoss» um 10002000*», Schuhe nm 1200$». Man rechn« sich danach aus, wie ein Beamter (ich «de von de« höheren, denn die unteren bekommen mehr Tenerungs' znlage) sich gegen früher einschränken muß. Selbst- verständlich müssen sich die mittleren und untere«

Wetterbericht bei Stiklubs Eauerlanb. Schneehöhe etwa 40 Zentimeter, Neuschnee, Witterung Lar, Zell' pernhit 2 Celsius, Skibahn vorzüglich.

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Berkin, 17. Jan. Wie dasB.T.u hört, sei de» Posten des Geschäftsträgers in SBelgtob dem Mitglied des bayrischen StaatSministerinmS und demokratischen Abgeordneten H aa - angeboten worden, der in Berlin weilt und sich Bedenkzeit erbeten hat.

Ueber die Frage der Nachfolge deS bisherigen Reichs schätz Ministers wird, wie verschieden» Blätter melden, wahrscheinlich im Laufe des heutigen Tages entschieden werden. Verschiedentlich wird be. richtet, daß der in Wirtschasrsfragen vielfach hervor, getretene Ingenieur W iel a nd, der liunze Zeit nafg» nallrberales Miiglied der württembergisches Kamme, war, ansgefordert wurde, den Posten zu übernehmen. Cr werde sich nach seiner Rückkehr aus Mm entscheiden, ob er dem Wünschte der demokratischen Fraktion ent« sprechen wolle oder nicht.

Berlin, 16. Jan. Wie der93.Lok. Anz." mel­det, ist der Mord an den Hecklanscheu Kiiütern durch das Geständnis der Mutter anfgellärt. Wie sie zw gibt, hat sie ihre Kinder, um sie wegen einer Unart zu strafen, in eine Zotuw gesperrt. Sie will jedoch nicht die Absicht gehabt haben, sie zu töten.

' Der Untergang beS TsmpftrITTfritnie*'. a rt 3 ! 15. Ian. Auf dem uniergegangeucn DampferAfrique' befanden sich genau 569 Personen, wovon 125 der Be>

denn es ist viel anstößiger, eine ungepflegte Haut z» haben. Ein solches Bad gibt dem Blut nicht nur erhöhte Energien, sondern dem llnterbewutzt- seiu die Beziehung zum Körper, die wir Bsr- standesmenschen durch so und so viele geistige Bahn- verstopfuugen unterbrochen haben. Sonst erschiene Bedicnre seine trockene Angelegenheit) auch denen, die Nägelbad und Manirure, weil man sie steht, längst als Kulturno'wendigkeit adoptiert haben, nicht als etwas weniger Selbstverständliches. Die alten ägyptische« Prin^fssnne« waren uns darin weit voraus. Eie hatten allerdings ihre Sklavin­nen, die auch den leisesten Ansatz einer Schwiele mit feinstem Bimstein obrieben. Wir haben nut die Salons für Schönheitspflege. Ader von den dort angestellten Grazien kann man lernen, selbst Dehnung zu halten und die Atmosphäre der Ge­pflegtheit zu schaffen, die nicht eine Angelegenheit des Gesehen- ober Nichtgesehenwerdens ist.

Treibhansdlsiten mögen anßerdem noch weiter- gehen: Dampfbäder gegen fette, Hautspannungen gegen großporige, Massage gegen schlappe G ess yts- jaut anwenden, dürftig ansgepolsterres Belief uhlen lassen, (was einen zehnjährigen Erfolg haben soll), sie mögen dünne Bugenbranen und dicke Rase» einer Korrektur unterziehen und die treng geheim gehaltene Mechanik eines solchen Schönhcitssalons aufzieheu, aber auch den mitt­leren Ledenshaltungszonen steht heute die aber­gläubische Furcht vor der Pflege des Körpers nicht mehr an. Und der Körper, das ist ein Ganzes, untrennbar, trotz der für die Gesellschaft notwen­digen Verhüllungen.

betten. Sie ist den romanisch und den lateinisch gemischten Raffen vererbt von den Zeiten, als man sich auch nicht wusch, sondern mit Fett behandelte und die Milch junger Eselinnen, von Roseu- blättern durchduftet, über die Glieder goß. Diesen Borsprung einzuholen ist uns deshalb nicht ge­geben, weil wir etwas anderes von unseren Vä­tern ererbt haben, die Vorlieb« für füllende u:.b reichliche Kost. Erst seitdem in Denllchla d auch raffinierter gegessen wurde, tauchten die schmalen Skelette mit der dünnen Gewandung der Mus­kulatur auf.

So müssen wir uns an die Art der nördlicheren Völker halten, Schönheit zu züchten, denen rauhes Klima auch üble- und Trinkgewohnheiten an- erzogen hat, die aber im Ausgleich der schlechten Wirkungen schöpferischer waren als wir, an die Badetechnik bet Engländer und di« Turn- und Massagetechnik bet Skandinavier.

Ueber Badesitten heute zu sprechen, scheint ein schlechter Scherz. Trotzdem darf man beim Aufbau neuer Vorstellungen diesen Grundstein der Kosmetik nicht ungelegt lassen. Das Bad ist nicht nur dazu da, um den Körper wie ein Möbelstück zn reinigen. Es soll die Hantnerven an regen und die |tt einem runden fieben notwendigen Lustgefühle n Schwingung bringen. Eine Beimischung von englischen Badesalzen ist sehr gut. Ihre Wirkung ist nicht so stark, wie die echten deutsche« Fichten- nadelzufätze (die unechten helfen überhaupt nicht), die eine Reaktion Hervorrufen. Man kann unsere deutschen abstufenden Abgießungen von warm ietabsteigend bis zu kühl anschließen, nm ihnen osort eine Frottage bis zur Rotglühhitze folg-.« zu lassen. Für den Anfang verwende man ein mit Kölnisch Wasser befeuchtetes Frottiertuch und stei­gere schließlich bis zu dem trocknen, englischen Roß- Ijaarfrottierer. Dann ersetze man bet Haut das entgangene Fett mit einer leichten Massage und pudere nach. Man soll das nicht anstößiger emp­finden als das Pudern eines Säuglingskörpers,

Heffen'Nafscmrmd Nachbargebitte.

Frankfurt e.M., 16. Jan. Tie straßenbahn- lose Feit wirft gegenwärtig von gerissenen Unterneh­mern gründlich ausgenützt. Für eine Autofahrt vom hiesigen Hauptbahnhof nach Ossenbach, die in rund 20 Minuten zurückgelegt wirft, fordern die Autobesitzer 120-150 Ml. pro Fahrgast.

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Mich rittet: rihtia

Im Kabsva^oriu« der Schönheit.

Das Kosmetische, das ist auch so ein Kapitel. Die meiste« betrachten es als Farbenlehre des Ge­sichts und sich als Ausbund nur bet Großstadt zu­gänglicher Kultur, wenn sie im Schönheitssalon unter der Mitwirkung des Abendbeleuchtung vor- täuschenben Scheinwerfers al» Blondinen die rich­tige Schattierung des obligaten lila und als Brü­nette die des grünen Gesellschaftspuders gefunden haben. Es wirb als so eine Art Eselsbrücke der aphroditisch Unbegabten betrachtet, unb man ist noch vo« bet Zeit bet Sarah Detnharb, die ein geistreicher Kritiker einen emaillierten Engel mit : parfümierter Stimme nannte, gestimmt, das ^Emailliere« als die satanische Schule bet samtgeflügelten Pariser Nachtfalter anzusehen. Aber wie alle Dinge aus bet Hexenküche hat bas ! Emailliere« einen hohen Preis. Er ist nicht ganz ! so hoch wie der, den Andersens kleine Seejungfrau > zahlte, als sie für immer stumm blieb, nicht mehr ' sang und sprach, um ein Paar Deine zu bekommen. . Immerhin muß man, wenn man die Maske aus Gelatine und Glyzerin aufgetragen bekommen hat, als lerraintemebnr der Furchen und Runzel«, auf die bann ein empfindsamer Pinsel erst den früh- lingsfarbene« Apfekblütenteint aufstrichelte, die beiden elementarsten Ventile menschlicher Erregt­heit fest verschlossen halten: das Weinen unb das Lachen.

Diese Art bet Kosmetik reicht nicht über die Kreise hinaus, die einet Großstadt den unwrmeib« li.Wcn Haut-gout geben, bet auch gesundes Wan­genrot gewohnte Geschmacksnerven in schwachen Stunden anzieht. Aber es gibt eine andere Art, die mit natürlichen Mitteln eine Atmosphäre bet Frische und Gepflegtheit verbreitet, die wir brau­chen, um im intensiv Weiblichen mit glücklicher be­gabten Rassen gleich gewertet zu werden. Die Franzosen hatten schon eine S ch ö n h e i t s k u l- tur, als sie sich nicht wuschen, sondern nur pu»

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Die künftige Reichseinkommensteuer sa

Es sind zu zahlen bei einem Einkommen von

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Letzte Aachrichtm.

Der @enereIrtgla:utteSh>mHttfl«r.

tob. Berlin, 16. Jan. Gemäß tz 2 der Berord- nunfl des Reichspräsident«» vom 13. 1. 1920 betreffend die zur Wiederherstellung der öffentliche» Sicherheit und Ordnung im Reichsgebiet nötigen Maßnahmen wird für das preußische Gebiet der preußische Minister des Innern -um Generalre»ierung»fommiffar > ernannt.

Da* SbrperfchaflSgesetz. NrichSrat »egen Regier»»,.

Berlin, 16. Ja». In der heutigen öffentlichen Sitzung des RetchSratS unter Vorsitz d«S Reichsfinanz­ministers Erzberger stand der Enttourf eines Körper- schastssteuergesetzeS zur Beratung. Der Ausschuß des Reichsrats hat an der Regierungsvorlage Uendernngen vorgenommen, zu denen der ReichSfinanKninister er- Hörte, daß die Regierung und der Reichsrat ge­trennte Vorlagen an die Nationalversammlung drin­gen müßten, wenn der Reichsrat die Beschlüsse seines Ausschusses aufrechterhalte. In der Abstimmung wurde der SkuSschußbefchluß mti 60 gegen 13 Stimmen auf­rechte rhalten. SS wird also eine getrennt« Vorlage en die Nationalversammlung kommen.

Tie Ernährnagslag«.

Berkin, 18. Jan. Die der Jk 1/ zur Sr- nährungSfrage erfährt, werde» demnächst MreBe Verhandlungen durch den Deutschen Städtetag, die Ge­nossenschaften nnd Konsumverrn« mit den landwirt­schaftlichen Verbänden eingeleitet werden, nachdem Sie letzten Besprechungen im WirlschaftSministeriurn vor der Hand aussichtslos gewesen seien. Außer dem Rctchs- wirifchastsminister werden die Vorstände der ReichSge- lreibe- und Kartoffelstelle teilnehmen. Di« Landwirt- schast entsendet hierzu die Vertreter der btt Reichs ausschnß der Deutsche» Landwirtschaft zusammen ge­schloffenen Verband«.

Die Abstimmung in Schleswig.

toll. Flensburg, 18. Jan. Tie Abstimmung bi der «Wen Zone findet am 10. 2. statt. Für die zweite Zone wird der Termin erst später bekannt gegeben »erden.

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aus Tango, Forttrott unb Jazz, also ein Durchein­ander von Verrücktheiten. Ein bischenOriginelles^ Hal er doch. Plötzlich schnappt nämlich mitten in diejrt kompözrerten Rythmik die Musik über: daun stehen die Paare still unb wackeln nur noch mit dem Lberlöroer, dabei irgr.ib em LieblfttgÄird singend. Jede MeloiÄ paßt ja zu dem allgemeinen Körperwackeln. Aber ooi.

Marburg «ntz UmgegAw.

Marburg, 17. Januar.

Todesfall, grau Bauinspektor Israel, eine Weit über Marburgs Grenzen bekannte Persönlichkeit, hat das Zeitliche gesegnet. Im April 1888 gründete sie hier ein Pensionat, in dem mehrere hundert junge Mädchen von ihr erzogen wurden, und daS sie bis zum Krieg« fortführte. In mancherlei Vereinen der Frauen­bewegung sowie sozialer Tätigkeit hat sie eine führende Stellung eingenommen und ihre reiche Erfahrung wie ihre hohe geistige Kraft in den Dienst der Sache gestellt, ^n den letzten Jahren hat sie ihre Tätigkeit m dieser Beziehung insbesondere der Frage eines FrauenheuueS zugewandt, grau Baninspektor Israel war eine settenc Persönlichkeit von gr-cher Willenskraft, stets hilfsbereit und geneigt was sie vcmochte in den Dienst einer ewche zu stellen, die ihr in ihrem tiefen sozialen Empfinden gut erschien. Wer daS Glück hatte, ihr näher zu stehen, bewunderte ihren reichen Geist, ihre große Erfahrung, hie sie auch für andere zn nutzen wußte und ihre stets eneigennuhige Freundlichkeit. Erwähnt sei auch, daß sie eine poetische Ader ihr eigen nannte von der namentlich in früheren Zeiten auch unser Blatt Proben brachte. Möge ihr die Erbe leicht sein.

St. EtadttHeater. Am Donnerstag gab es SchSnherrS DramaKindertragödie", für das der Dichter (&mt Wiener Meldung den Grillporzerprris bereits »um dritten Male erhielt. Danach müsste also hie heutige Kritik die Waffen strecken und das Publikum dem Autor huldigen. Jene tut das nicht, kann es nicht, und Marburgs Zuschauer waren too' l in her Mehr­zahl nicht wie bte Wiener hingerissen, Ein Gefckwister- trie, alle halbwüchsig, entdeckt den Ehebruch der Mutter Die Kinder nur erscheinen auf her Bühne, wahrend man Jet Gestalten des Mannes, der grau unb deS Liebhabers tzmr durch die Fenster deS Dialogs erblickt. Das Drama schildert, wie diese Kinder erleben und leiden, was sie doch nicht voll begreifen können, wie die warme Hülle des gläubigen Vertrauens in Fetzen von ihrer Fugend absöllt, tote das Obdach ihrer Seelen einstürzt. Eine Tragödie, bereu Tragik wenig erschüttert, an denWeibstenfel" an- kkngend denn der Vater ..hat weißes Saar"! Die Kinder ahnen, zweifeln, schämen sich, erhalten Gewißheit schon im 1. Akt. Er könnte schon die Peripetie ent» hatten -man ist ohne den breiten 2. Akt länstg im Bilde DaS Mädchen, noch Kind, weint, toirb wissend, erlebt (ohne große Umstände) den ersten Sündenfall, ist fein Kind mehr und geht ihrer Wege liro die Mutter so ist. Keine Tragik. Der eine Bruder ist schwindsüchtig, hat den $ob;'21-"ui in sich, ist schwachsinnig. einmal sentimental, bann in Extase, bann wieder verklärt lächelnd, noch öfter laut schreiend im Seelenschmerz (oder Halluzination?). Also unberechenbar. Nachdem er den Geliebten bet Mutter ans dem Hinterhalt erschossen, fällt er tot nieder. Sein Schicksal sah man kommen. Mau war nickt tief er­schüttert. Der andere Bruder, früher wahrheitsliebend, später kügenerfindeud. sonst ein rechtschass-ner Mensch, brr die Schmach der Mutter zu rächen nicht übet- Hetz bringt. Hilflos beim Einbruch der Katastrophe. Er zwingt Mittest» ab. der atme Kerl. Ob er es, wie die Schwester verwindet? Vielleicht später! Das Ganze pspchologifthe Ziseliere.rbrft, a*et nickt stark etgtessend. Ium Tell ermüdend, da zuviel über daseine" geredet wird. Wit finden die bisher gesehenen Werke des Meilers weit bedeutender. Die Darstellung war febr ernstlich bemüht bat vorn Dichter gesehen-n Berkomn Gestalt und Leben zu verleihen, was auch größteiueiks gelang. Hedwig Rupprecht bot als Schwester Ausgezeichnttrs. war jedoch in dem Schritt vom Kinde zum Drachen zu un­mittelbar. Den fchwindfüchtigen Bruder svielte Heinz Here? ein gebe« h ht«-*'-.-Ar- öb-f a^m sich aber rnviel im Schreien. Dem zweiten Bruder fehlte eS bei häufig guten Momenten an Natürlichkeit. Der Dialekt machte vllen Dreien erhebliche Schwierigkeiten. Man mußte Vieles erraten. Das Publikum rief die Darsteller mehr­fach vor die Rampe. Der Besuch war leidlich.

- Die Hochwasserschäden in WeidenhaU- !<n Wie wir erfahren, sind die in der Versammlung unserer Weiden Häuser Mitbürger beichkofseneu Erhebun­gen und Feststellungen wegen der Hochwasserschäden bereits bnrchgeftihrt. Die gewählttu Vertreter .welche das Mate­rial der Regierung in Kassel vorlegen sollen, dürsten im Lanke ber nächsten Woche bereits dort vorstellig werben. Unserem Bericht tragen wir noch «ch, daß die Stadt- verordnetenversammkung bereits vor dem Kriege der Lahn-

MMellunzen arrs dem Leserkreise.

Unter dieser Rubrik veröffentlicht die Schristteuung Stimmen au? dem Leserkreis. Für die hierin au$ge» sprochenen Ansichten und Tendenzen übernimm! die Schriftleitung (außer der preßgesetzlichen ) feine Verantwortung, diele bleibt vielmehr dem Ein­sender übn faffen.

Auf die NotizTeuerungszulagen der Beamten" erwidere ich zur Richtigstellung folgendes: Es ist ei«

satzung angchörten. ES tonnten insgesamt nur gerettet werden.

Nene amerikanische Tänze.

Jeder, Zchr ersinnt man in Amerika eine neue Tanz-Berrücktheit, und die ganze zivilisierte Well äfft ste nach. In diesem Iah« schenken die Amerikaner der

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1915 ein Kredit von 250 000 Mark verlangt wurde, überwies man die Sache noch einmal ber Kommission. Es wurde aber damals vom Herrn Oberbürgermeister dar­auf bingewicsen, daß bald sich nach Beendigung deS Krie­ges jedenfaNs die Arbeft nicht mehr hinausschieben lasse, denn die Regierung bringe darauf.

Kriegsgefangene« Heimkehrer, dir noch Belege über rückständige Arbeitszulage, Gut­haben ufto. in Händen haben, werden aufgefordert, diese jtü einem kurzen Gesuch baldigst ber VersorgungSstelle Marburg (früher Bezirkskommando) einzureichen. A-rs dem Gesuch muß folgendes zu ersehen sein: 1.) Bor- uud Zuname, 2.) Dienstgrad, 3.) Letzter Truppenteil, 4.) Gefangenennummer, 5.) Genaue Heimatsanschrift, 6.) Entlasfungstag, Durchgangslager und Nummer des Entlassungsscheines.

*Der Krieger- und Landwehrverein hiell, wie er mitteilt, em Sonnabend, 10. d Mti. seine Hauptversammlung, verbunden mit Borstandswahl und Rechnungslegung, ab. Der bisherige Vorstand wnrde wiedergewählt. Trotz zahlreicher Unterstützungen an Witwen, Daifen und bedürftige Kameraden beträgt das Bereinsvermöge» rund 22 000 Mark. Der Zu­gang an neuen Mftgliedern war im ab gelaufenen Brr- einsfahre zufriedenstellend. Möchten doch in Anbv- tracht des guten Zweckes der Kriegervereine Unter­stützung und Linderung dec Slot Bedürftiger viele der noch außenstehenden Kameraden den Anschluß an die Kriegervereine suchen und finden.

* Arbeiter-Bersammkung. Arn Donners­tag abend sand im Gasthof Fröhlich eine von über 200 Personen besuchte Versammlung des VerbandeS der Ge­meinde- und Slaatsarbeiter statt. In der Hauptsache besprach man die neuerlichen Preisheraufsetzungen für alle Lebensbedürfnisse, die mit den Arbeitslöhnen nicht mehr in Einklang zu bringen feien und stimmte den Anträge« wegen Forderung erhöhter Teuerungs­zulagen zu.

* Gewerbegericht. Im »ergangenen Jahre standen beim hiesigen Gewerbegericht insgesamt 28 Magen an und zwar 1 seitens der Unternehmer und 27 feite n5 bet Arbeiter. Erledigt wurden durch Ver­gleich 12, durch Anerkenntnis 2, durch Zurücknahme 6, durch Versäumnisurteil 2, durch andere Endurteile 6, auf andere Weife 1. Der Streitgegenstand betrug in 1 Fall bis 20 Mk., in 4 Fällen bis 50 Mk in 9 Fällen bis 100 Mk., in 12 Fällen über 100 Mk. In 2 Fällen war der Wert nicht festzustrllen.

Polizeiliche?. Hier wurden wieder emiM fremde Hamsterer festgestellt, die 46, 13 und 5 Pfund Butter, zwei Koffer mit Mehl unb 110 Eier bei sich führten. Bis auf die Eier, die nicht beschlagnahmt wer­den konnten unb die nun nach Frankfurt wandern, kommt daS gesamte Hamstergut ber Marburger Ein­wohnerschaft zu Gute.

Vom Wochenmarkt. Auf hem heutigen Wochenmarkt standen u. a. Wintergemüse und auffallend viele Aepftl zum Berkaus. Der Preis war nicht höher wie im Herbste, nämlich 80 Pfg. das Pfund.

* Kunst in Marburg. Nochmals sei auf das tu sämtlichen Buchhandlungen zu habende Heftchen Kunst 'N Marburg hingewiesen, das einerseits einen übersichtlichen kunsthistorischen Führer durch alle Marburger Kunstdenk- nväkr, andererseits eine rückblickende Ergänzung zu den demnächst wieder beginnenden modernen Kunstausstellun­gen im Seminar barstellt. Den neu nach Marburg kom­menden Studierenden wird es besonders willkommen sein.

Theater, Konzerte, Versammlungen usw.

Deutsch nationale BolkSpartei. Mon­tag, den SS. d. MtS., wird der bekannte Abgeordnete Pfarrer Traub in einer öffentlichen Versammlung sprechen. Näheres wird noch mitgeteilt.

* Kammermttsikabeud. Heute findet abends 8 Uhr im Ctadtsaak daS vierte Künstkerkon-ert ber Son» jerfbireftion Kurt Sleufribt statt, in dem das Btreich- anaricti der Brüder Post spielen wird unter Mitwirkung , von HanS Köhler-Eckhardt iKlavierl. Es war geplant am , Sonntag Vormittag ein Morgeufonzert auzuschließen, da die Künstler infolge ber Babnsperre nicht abreisen kSu- nen, doch war leider trrber der Stadtsaal noch die Uniser- sstätSauka noch das Philippshaus zu bekommen . Es mich daher bei dem einen Korrzert bleibe», zu dem noch in beiden i Geschäften brr Musikalienhandlung K. Sieufe&t Karten zu habe« sind.

Originelles. Den Chemi-shake kann jeder modern« ? Mensch ohne weiteres tanzen, natürlich nur einer, btt , Tango, Fox-trott und Jazz beherrscht. Der neue Tauf ist nichts anderes, als eine musikalische KomplikaKv« Pftsz,,

Herrlichste dabei ist, daß nicht nut die Tanzende* stehenden Fußes ivadefn, nein, auch bet ganze 2<til beteiligt sich daran, die. fekrjchliirsenden Kavaliere, Ä«.

PrakineS ftiafcbemben Gardedamen, ja srfbst &

Noch amerikanischer ist die ziveile Novität, ia* jlu; ziert von der New Horkcr Tänzerin, Hevelyn Hick»? bin:Knock-out glide." Glide ist Gleitschriti ui*| Knock-out toitb der letzte Hieb genannt, den der siegeudtz Boxet seinem Kollegen dersetzk. Schon dem Narnttk . nach ein sehr zärtkicher Tanz, empfehlenSroert M Ehepaare, mehr Kampf als Tanz, mehr Boxerei als - rythmifche Zärtlichkeit. Ter Tanz beginnt sehr zack, im Gkettfchritt, in schwebcnöer Nsenhastigkeit liebf doller Hingebung. Ein wahrer Märchentraun', d<« mnn aber plötzlich in Boxet« ausartet. Das heW ; geboxt wird nicht, es gibt nur einen kleinen Kra^ Die Paare schmeißen sich plötzlich mit aller ÄrM zu Boden, die Dame so elegant, daß sie ihre Rück' eite nach oben kehrt und der verchronde Kavalier wir» i ich bann mit vollendeter Rücksicht aus diese Nücküchl»: Tas ist der richtige Knock-out. Der Sieger iriuri' ihiert. Wehe der WcssTichkeit, wenn dieser Tanz arr- aus den oberbayrischen Kirchrveihsesten heimisch

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großer Irrtum, daß die Beamten 250«/» Tenenmqs«. chrder ' - - - M

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