Einzelbild herunterladen
 

ieb»,

9

he J

20

m

Sie Unriijen unii AnGck

lg.

/on

tmlmai

fein.

t

i

l

m

Es heißt darin u. a.:

[ Sklifiuanjen gemacht werden.

Paris. 15. Jan.

(Habas.) Die vebergabe

.»». vorig, is. ^$an. tyauas.j tivuvtguui ' , ' *<_; ~ rk jr p« q t «la

! Kric-»,,Bedingungen der Verbündeten an die unga- jösifch-deut^he 6-renze gekontinen »st. Doch |ti® oerertZ ^-l-rdunz hat heute mittag 4 Uhr im M-njtern-m von französischer Seite die seit langem bereitnehenden siattgesunLen. | derttscheu Leerzüge mrgefordert worden.

9 a

8

8

8 8

8

die ver-

Morgen kbruar aRwirti »erben, gegeben, eher

Md mit

itte

877

2,6) 0,93 325

Wb. Hamburg, 14. Jan. Die Bürgerschaft stellte für einen würdigen Empfang der heimkehrenden Kriegs­gefangenen 500000 Mark zur Verfügung.

Wb. Berlin, 15. Jan. Die Reichszentralstelle für Kriegs- und Zivilgefangene teilt mit: Der Dampfer Main", mit bem alle in Vorderindien und Portugiesisch-Indien befindlichen Kriegs- und Zivil- gefangenen abbeföidert worden sind, trifft am 24. 1. in Sfetterbam ein. An Bord befinden sich 54 Offiziere,

55. Wl« 1920

D.

□ort

Ter Niicktransvort der Kriegsgefangenen,

Berlin, 15. Jan. DerB. Z." wird au? Frank­furt berichtet, daß, obwohl bereits mehr als 48 Stunden seit dem Austausch der Ratifikationen der-

ty

n»n

Marburg

Frcitag, 16. Jammr

)lb«

820

»Dz- Wiederherstellung der Uebcreinstimmung in den Wutßabeit der einzelnen Länder ist unbedingt notwendig. Den bedürftigen Ländern muß Betriebskapital zur Verfügung gestellt iverden, solange bis die Produktion dieser Länder wieder in Gang kommt. Der größere Teil

dieses Geldes muß von Ländern mit günstiger Hanbelk- dilanz und günstigen! Wechselkurs aufgebracht werden. Tie Länder denen Geld zur Verfügung gestellt werde, müssen die besten verfügbaren Sielscrheiien leisten, so- dwhl für die Zahlung der Zinsen wie für die Aniortisa- üon." Hinsichtlich Deutschlands heißt es u. a., die Zuweisungen hätten in der'Form von Einfuhr- und Elusfuhrabgaben zahlbar ?tt dein Goldumrechnungskurs W erfolgen. In erster Linie hätten auf deutsche Liefe-

gangen sind, noch kein einziger Zug mit deut- scheu Kriegsgefangene» aus Frankreich über die ftan-

wurdcn bereits gedruckte Aufrufe beschlagnahmt, nach Aufrichtung der Rätr-Republik teilt iverden sollten.

Reue Erlasse des Reichswehrministers.

400 Mannschaften und 1241 Zivilgefangene, darunter 64 Frauen und 67 Kinder.

-----l

Die Einstellung des Eisenbahnverkehrs bi Bayern.

wb. München, 15. Jan. Da der Kohlenvorrat zu Ende, wird vom 15. Januar an der gesamte Güter­zugverkehr eingestellt bi» auf die Beförderung von Le­bensmitteln und Brennstoffen. Di« Zulassung des Per­sonenverkehrs zu den nach verbleibenden Zügen ist voll­ständig ausgeschlossen. Der NahzugSverkehr wird gleich­falls eingestellt, wo sich eine wirksame Kvhlenersparnis ergibt. Von den Schnellzügen werden nur die v-Züge 39 und 40 zwischen München und Berlin beibehalten werden.

Die geplant«Brandmarkung" Deutschland».

Wb. Pari», IS. Jan. (Havas.l Die Liste mit den Keinen der deutschen Schuldigen wird I« der ganzen W« lt verbreitet werden. Bel jedem Namen wird dir Art de» begangenen BerbrrchenS, stehen.

Dar ist das Hauptziel Englands: Herabsetzung de» Ansehen» Deutschland» in der Welt, hauptsächlich im Orient.

tu. Berlin, 15. Jan. Der Oberbefehlshaber, Noske. verbietet in einer neuen Verordnung jede wirtschaftliche Bedrohung oder Schädigung sBohkött) der Angehörigen der Eisenbahn, der Reichswehr, sowie der Technischen Nothilfe, desgl, ihrer Familienmitglie­der. Außerdem ist eine Verordnung erschienen, die dvs Ncuerscheinen von Zeitungen oder Zeitschriften und den Druck und Vertrieb von Flugschriften verbietet. Eine ander« Verordnung beschäftigt sich mit dem An- und Verkauf von Schußwaffen, Munition und Sprengmitteln.

Ei» vermißter Sicherheitswehrmann wieder gefunden.

tu. Berlin, 15. Jan. Während der eine der bei­den Sicherheitswehrmänner den Tod gefunden hat, ist der andere, der llntcrwachtmeister SB. von der Gruppe Süd mit dem Leben davongckomrnen. Der Beamte wurde an der Freitreppe de» ReichstagSgcbäudes von halbwüch­sigen Burschen, die Matrosenuniform trugen, und einem Mann, der ein Ausländer zu sein schien, entwaffnet und fortgeschleppt. Die Bursch.-» bedrohten den Polizisten mit Dolchen und erklärten ihm. daß sie ihn erstechen würden, wenn er zu fliehen versuch«. W. wurde nach Moabit in einen Keller verschleppt, wo man den Be­amten buchstäblich bi» auf» letzte ausplünderte und bann nur notdürftig bekleidet, nachts laufe» ließ.

Die Verbote derFreiheit" und derRoten Fahnen".

Berlin, 15. Jan. Wie demAchttchr-Abendblatt" von zuständiger Seite mitgeteilt wird, rst das Verbot derFreiheit" für unbestimmte Zeit ausge­sprochen worden. Die Regierung ist gewillt, da» Er­scheinen derFreiheit" solange zu verhindern, Ivie nicht eine Garantie für die Schreibweise vorhanden ist. Die

Str Friede.

Keine Begrüßung."

«b. Flensburg, 14. Jan. Der Eeneral- »kkretär der internationalen Kommissionen Lrice und der neue Polizeichef für" das Abstim- »ungsgegebiet, Hauptmann Brunn, sind heute auf einem französischen Zerstörer in Flensburg ein- »etroffen. Nachmittags lief der französische Kreu- «rMarseillaise" mit 600 Alpenjägern an Bord «in.' Die Truppen d^r Besatzung sind noch nicht an Land gegangen.

Als der französische KreuzerMarseillaise" in den Außenhafen einlief, grüßte er, wie verschiedene Blätter melden, den englischen Admiral auf dem KreuzerCarywort" mit einem Salut von 13 Schuß. Vor ihm war bereits das deutsche Torpedo­bootV 116" ein^etroffen, das auf der Torpedo- Hootssiation Mürwick noch anwesende deutsche Ma- : rinemannschaften nach Kiel bringen soll. Als es M Sicht kam, gab das englische Admiralschiff den 'übrigen verbündeten Schissen nach dem inter- t nationalen Signalbuch das ZeichenKeine B e - 1 grüßun g". Infolgedessen passierte das deutsche \ Torpedoboot auch ohne Gruß, aber unter den Klän- denDeutschland, Deutschland über alles" mit wehender Kriegsslagge. In Mürwick wurde V 116" mit Hurra empfangen.

Dr. Mayer Geschäftsträger in Paris?

wl>. Berlin, 15. Jan. Zum Geschäftsträger in Paris soll der bisherige (kürzlich zurückgerretene) RcichLschatzminister Dr. Mayer in Aussicht genommen

Holland verweigert die AnSliefernng des Kaisers.

uB. Paris, 16. Jan. (H'avaS.) Die Regierung^ chiefs genehmigten den Wortlaut der Rote, bi« h< Namen des Obersten Rates an die holländische Regie» rung gerichtet hnrb und die das Beharren auf An», lieferung Wilhelm-N. enthält. Die Rote, die wahv scheinlich am Sonnabend übergeben wird, bezieht sich auf Artikel 227 de» Versailler Vertrage», der di« ?lersetzung des Kaisers in den Anklagezustand Dor* sieht. Die Verbündeten laden Holland ein, sich an des Erfüllung diesesWerkes der Gerechtigkeit" zu 6t< (eiligen. Die Note ist in freundschaftlichem Tone gfr< halten.

wb. London, 16. Jan. (Reuter.)Daily Th«- niclc" meldet aus Paris, daß Holland den Wesimächten inoffiziell mitgeteilt habe, daß es bezüglich des ehe^ maligen Deutschen Kaisers und seines Sohnes auf sri->

tun gen Anspruch diejenigen Staaten, denen gegenüb. r Deutschland Schuldner ist. Das Ziel muss- fein, die Wiederherstellung des Arbeitswillens. dr? Wiedererstar- hmg der persönlichen Energie «und die. Wiederbelebung *on Handel und Industrie.

Dl« Lösung der adriatischen Frage.

s .* h>&. Amsterdam, 15. Jan. Einer Reutermel- zufolge berichtetDaily Ehrouicle" au5 Paris, die adriatische Frage gelöst worden ist, Fiume bleibt M Italien. Der Hafen wird jedoch international;- ssert nud dem Völkerbund unterstellt. Das Hinterland Eo»un! zu Süd-Slawien. Italien wird jedoch die Be- *vtzung der Bahnen garantiert. Die gesamte dalmati- Msch« Küste mit Ausnahme von Zara und einer oder 8** Insel» fällt an Süd-Slawien. lieber da? Schicksal ^bauiens wurde eine Entscheidung noch nicht getroffen.

Di« FriebenSbedingungen für Ungarn.

TOJ

istl.

Sin deM» Wit

In in AnMmWsrm.

Ein« Havasmeldung macht Mitteilungen über eine Unterredung, die der Vorsitzende bet deutschen Frie­densabordnung in Paris, Freiherr v. LerSner, mit Vertretern von Havas, Reuter und Associated Preß über Deutschlands Verpflichtungen gehabt hat. Nach diesen Mitteilungen hat Herr v. Lersner über die Aus- liefenlngsfrage Aenßerungen getan, die den Wider­spruch aller derer Hervorrufen müssen, die noch Gefühl für nationale Ehre und Würde haben. Lersner er ist in jeder Sage der offizielle auswärtige Vertreter der deutschen Regierung hat demzufolge den Pressever­tretern der Gegner mitgeteilt, daß Deutschland bereits Anregungen zu der Lösung der AuSlieferungsfrsge ge­geben habe, die den katastrophalen Folgen vorbeugen mürben, die die im Versailler Vertrag geforderte rest­los« Auslieferung der angeblichen Schuldigen in Deutschland selbst nach sich ziehen würde. Und zwar wollte sich Deutschland verpflichten, alle von den Ver­bündeten namhaft gemachten Beschuldigten in Deutsch­land vor dem Obersten Gerichtshof unter Aullage zu stellen und Vertreter der Verbündeten als öffentliche Ankläger mit weitgehend­sten Kontrollrechtenzuzulassen.

Was Herr v. Lersner vorschlägt, ist eine Vergewal­tigung der in der Gesetzgebung beruhenden Hoheit bei . deutschen Volkswillens, so daß man nicht glauben kann, ein deutscher Diplomat werde sie sich zu Schulden , kommen lassen. Herr v. Lersner schlägt vor, daßin. einem deutschen Gericht, dazu noch in dem obersten deutschen Gericht, die Vertreter der Westmächte bi» Gerichtsherren spielen sollen. Denn darauf läuft hinaus, wen» Vertreter der Verbündeten alsSssenb- sicher Ankläger" zugelassen und ihnenweitgehendste Kontrollrechte" eingeräumt werden sollen. Es würde also, vorausgesetzt, daß die Verbündeten das ftom* promiß annehmen, dazu kommen, daß die Anklage, bi» Beweisführung und schließlich auch die Urteilssprechunz vollständig in die Hand der Vertreter der Westmächte gelegt werden. Wohin kommen wir, wenn wir den Gegnern zu den Rechten, die sie sich selbst schon über, unser Land genommen haben, noch neue freiwillig ein< räumen?

Eine Gunsthascherei besonders bedenklicher Art bfc* deutet es, wenn Freiherr v. Lersu« zu seinem Vor-1 schlag bemerkt, er ginge noch weit über das hinaus, waS seinerzeit Serbien unter dem Mrfall der Verbün­deten Oesterreich gegenüber zu leisten abgelehnt hat. Es fehlt an sich schon jede Vergleichsmöglichkeit zwi­schen jenem und bem vorliegenden Falle. Damals han­delte es sich bannig bis in die letzten Schlupfwinkel einer Verschwörung zu leuchten, die Meuchelmord nicht scheute. Die von den Verbündeten gesuchten deutschen Verbrechet sind Männer, die ihr Vaterland verteidigt und die in der Ausübung einer vaterländischen Pklichl t* Rachsucht der Verbündeten auf sich gelenkt haben. Und trotzdem brüstet sich der deutsche Vertreter noch förmlich damit, daß Deutschland viel mehr bewillige, als Serbien damals zugemutet worden ist. Er gibt damit selbst zu erkennen, daß Deutschland nicht einmal mehr das Balkanniveau für sich beanspruchte, sondern ganz einverstanden fei, noch tiefer eingeschätzt zn werden.

ntU dem KreMatt für den Kreis Marburg

Tageszeitung für (das früher knrhesiische) Oberhessen

)nrg

14.

|- Berlin, 15. Jan. Rach demSteil. Tag-bl." wird - ber Minister für Wiederaufbau Dr. Öefiter in den - Nächsten Togen nach Pari? fahren, um eine Reihe Vor­frage u für den Miederaiftbau anzubahnen.

18 88» Strafanzeigen' gegen Teuische im ehemaligen besetzten Gebiet.

wb. Rotterda m , 16. Jan. Aus Paris wird ge­meldet: Die llntersuchungstommission der Kammer be­gab sich am Dienstag in Pie besetzt gewesenen Gebiete. In den von den Deutschen besetzt gewesenen französi- fchcii Gebieten find an 13 000 Strafanzeigen der Be­völkerung gegen deutsche Soldaten und Ofiizicve bei den zuständigen Gerichten erstattet worden.

kg. Genf, 16. Jan. WieNieuwe Courant" mel­det, werden von den 470 000 deutschen Kriegsgefan- -Jenen 340 nicht zurückkehren können, da gegen sie Strafverfahren wegen Verbrechen während der Be­sitzung des französischen Gebiets eingeleitet worden ; find.

Der Völkerbund.

wb Paris, 15. Jan. (Havas.) Folgende neu­trale Staaten erklärten Clämenceau ihren Beitritt zum BcHcrbiinb: Spanien, Schiveden und Dänemark. Die , Zustimmung Nortvegens ist ebenfalls sicher.

Die Gesundung der Weltfinanz««.

Bern, 15. Jan. Eine Konferenz von Bertre- I i: :<c Finanzleute und Nationalökonomen aus Groß- lui. -H-ivit, den Vereinigten Staaten, Frankreich, Hol- | land. Dänemark, Schweden, Norwegen und der Schweiz, | die am 2. November in Amsterdam stattgefunden bat, : hat den Regierungen der genannten Länder eine Denk- e fdrrift übersandt, in der Vorschläge zur Sanierung der

Der Nnreiaenprei» beträgt fSr die 8gei». Zeile 50 V» »«tliche mb «nsear- ti«e 60 Reklamezeil« 1.50 A. Zu allen Preisen 5 »f, Anfschl«». Jeder Rabatt «ilt al» Larradatt. Set Auskunft durch die Seichäftsstelle u. Sermittluu, der In. gebet« 35 4 »andersebähr. Postscheckkente: 9tr. 5015 Amt Frankfurt a. ®l.

IDi. Oderbelsi'ch« Zeitung" erscheint sechsmal wSchentlich. Der Berua,p"eis detrixt menatli* 2,50 A. frei ,n» Hau»; durch die Aast S " ' ^bn« SesteSzeld - Setlag Mit Dr. C. hitzerettz. - Druck der Uni.-Vuchdr. °»n I eh. « u g. llo ch. Markt 21/28. - $«*f,te*er 55.

Räum« der beidenRoten Fahnen" sind ebenfalls mili­tärisch besetzt und da» Verbot des Erscheinens dieser beiden Blätter ist gleichfalls auf unbesllmmte Zeit aus­gesprochen worden.

Im Reiche.

wb. Königsberg, 15. Jan. Infolge des von den Unabhängigen erklärten Mgemeinausstandes stellte die Straßenbahn den Verkehr ein. Die Versorgung mit Licht und Strom ist seit 9 Uhr vormittags unter­bunden.

tu. Hamburg, 15. Jan. Die große Halle des Rathauses war gestern wieder in ein Feldlager um- gewandelt. Das Rathaus war durch Stacheldraht ab» gesperrt, und in den wichtigsten Punkten der Stadt, be­sonders in der Umgebung des Gewerkschaftshauses, standen 'starke Patrouillen, die Vorbereitungen ge­troffen hatten, bett Weg zum Rathaus gleichfalls durch Stacheldrahtverhaue abzusperren. Im Gewerkschafts- Haus fand eine von lintzradikalex Seite einberufene Versammlung, die stark überfüllt war, statt. Tau­sende ausreizender Flugblätter sollten auf den Straßen die Bevölkerung zur Erkämpfung von Betriebsräten die die Kontrolle jeglicher Produktion und des ge­samten Verkehrswesens in die Hand nehmen, veran­lassen. Die Aktion scheiteüe aber schon im Keime an den Vorbereitungen der Sicherheitswehr.

wb. Bremen, 16. Jan. Boesmauns Tel.-Büro meldet: Heute Nachmittag fand eine von den Kom­munisten und Unabhängigen einberufene Protestver­sammlung gegen das Betriebsrätegesetz statt, mit der gleichzeitig eine Gedenkfeier für Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht verbunden werden sollte. Kurz nach 2 Uhr legten in den größeren Betrieben die Arbeiter die Arbeit nieder. Die Kundgebungen an denen 6000 Mann teilnahmen, verliefen ruhig.

Unruhe« in Frankfurt a. M.

Frankfurt a. M 15. Jam Bel einer Kund­gebung am Bismarckbenkmal drang di« Menge gegen di« Soldaten mit Steinwürfen vor und verletzte einige von ihnen in ernster Weise. Daranf machte die Trupp« van ihrer Schußwaffe Gebrauch und verletzte drei Personen.

Abflauen des Eisenbahnerausstandes.

wb. Berlin ,15. Jan. Die Ausstandsbewegung unter den Eisenbahnern geht weiter zurück. Im Ruhr-- gebiel find allerdings die Radikalen am Werk, htt Ar­beiter abermals zu errege«.

wb. Berlin ,15. Jan. In den Eifenbahndkreftions- bezirken Breslau und Katwwitz ist der Ausstand in schnel­lem Abflauen Begriffen. Zur Aufrechterhaltung des Betriebes hat in hervorragendem Maße die tätige Mit­arbeit der technischen Nothilfe und das tadellose Verhalten der Beamten beigetragen.

wb. Breslau, 15. Jan. Wie dieBreslauer Zeitg." aus bester Quelle erfähtt, wurde am Mittwoch bei dm Verhandlungen, die die EisenkmhMrektion Kattowitz mit den ausständigen obcrschlesischen Eisenbahnarbeitern führte, ein« Brrständigung dahin erziett, daß die Arbeit iwch nachts reichet ausgenommen werden soll.

wb. Essen, 15. Jan. Die Ausstandsbetoegung im Hambomer Bezirk ist weiter zu rückgegangen. Der Versuch der Kommunisten, zur Durchführung ihrer politt schen Forderungen und Einführung der Sechs- stunden-Schicht einen allgemeinen Bergarbeiterausstand^ hervor zu rufen, ist vorläufig als gescheitert zu be«- trachten. '

Passive Resistenz !« verschärfter Farm.

wb. Frankfurt, 15. Jan. Die im deutschen Eisenbahnerverbanb organisierten Eisenbahner beschlos­sen in einer VertrauenSmännerversammkung bis zur Erfüllung ihrer ForderungenArbeiten nach Borfchrist" in verschärfter Form durchzuführen.

lf.20,03 10,75 11,01 I , 3u.3 . 11,0° , 16,75

2,n3 - | n l-05 . 5,00 | , 7,75 . 4,50 . 14,0>

Die Laae in Berlin,

Tell-Protestausstände.

Berlin, 15. Jan. lieber die heutige Lage in Berlin schreibt dieNeue Berl. Zeitg." u. a.: Bon der Sicherheitspolizei find für heute keine weiteren Vor­kehrungen getroffen, als ditz die gestern abend schon vorgesehen waren. Flieger- und Meldedienst sorgen für Beobachtung. Kundgebungen werden keinesfalls geduldet. Von der mehrheitsfozialistischen Partei ist heute die Losung ausgegeben, sich auf keinen Fall an irgendwelchen Kundgebungen zu beteiligen. Wegen der Gedächtnisfeier für Liebknecht und Luxemburg gingen auch sämtliche Arbeiter der Knorrbremse heute Morgm aus den Betrieben. Auch in den Betrieben von Schwartzkopff herrscht feit heute früh völlige Arbeits- ruhe.

Die Kommunisten und ein Teil der unter dem Ein­fluß der radikalen Elemmte in der unabhängigen So­zialdemokratie stehenden Gewerkschaften brachten nachts in den Außenbezirken der Stadt und in den Verorten Plakate an, in denen, derB. I." zufolge, zu einem 24 stündigen ProtestauSstand gegen dieSolda­teska" aufgefordert wird. DieRote Fahne" verteilte ein Flugblatt in verschiedenen Betrieben, in dem ebm- salls zum Ausstand und zur Wahl revolutionärer Be­triebsräte aufgefordert wird. Die Straßenbahn, Hoch­bahn, die Elektrizitätswerke und die Gasanstalten ar­beiteten, nur die städtische Straßenbahn streikt, doch beschränkm sich ihre Linien nur auf einige Außen­bezirke der Stadt. In der Großindustrie ist die Be­teiligung L» bem ProtestauSstand nur mäßig. Sie mcus und Borsig arbeiten. Dort und wo sonst Aus­stände bestehen, find sie gewöhnlich nur durch den Terror radikaler Minderheiten znftande gekommen.

tob. Berlin, 15. Jan. Obgleich die Regierung die von den Kommunisten etnbwufene Trauerfeier für die Revolutionsopfer verboten hat, fordern doch wieder Plakate zur Teilnahme au der Feier auf. Die Demon­stranten beliefen sich auf 10000. Zu einem kleinen Zu­sammen stoß kam es nur in bet Hermannstraße.

kg. Berlin, 16. Jan. Bon den in den öffent­lichen Krankenhäusern eingelieserten schwerverletzten Opfern der DienstgAgUnnlhen vor dem Reichstag sind gestern noch 3 gkflo^en. Die Zahl der Toten ist dadurch auf 46 gestiegen. (

Weiter« Verhaftungen.

kg. Berlin, 16. Jau. Gestern Jftrb weiter« 85 Berhaftu ngen von konumnnistischeu Ausstanbsfiih« rertt in Berlin erfolgt. In einem Vorort von Berlin

fbehi*« MdkN, - g-itve-' en sr Dtfituü' .

3 Mr: - ijuä .

eb wett iC V::' :

161 -