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mit dem Krelsblatt für den Kreis Marburg

Tageszeitung für (das früher kurhessischej Oberhessett

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Der »nzeigenprei« beträgt fit die 8ge|p. Zeile 50 4, amtliche anb ea*w«t- er tiflt 60 Äetlamtitlle 1.60 Zu allen Preisen 5), Aufschlag. Jeder Rabatt gilt

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®r- Maeeistiy ist 53 Jahre alt.

Er trat 1892 in die

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Er war zuerst in Marokko,

ter. 1612 kam er als Generalkonsul nach Genua. Die-

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fen Posten verließ er vor einigen Wochen, um sich für 'feine« neuen Posten vorznbereiten.

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ter Rücktransport der Kriegsgefangenen.

Berlin, 14. Jan. (Köln. Ztg.".) Was die Ab­beförderung der deutschen Kriegsgefangenen auS Frank­reich betrifft, so wie wir von zuständiger Stelle erfahren, noch keine Anforderung von Eifenbahnma- terial ergangen. Von deutscher Seite sind Vorkehrun­gen getroffen, daß täglich 12 000 Gefangene heimtrans- portiert werden können. Die Franzosen haben sich auch bereit erklärt, die Abbeförderung auf dem See­wege vornehmen zu lassen, falls wir das dazu nötige Schisfsmaterial zur Verfügung hätten. Vertreter der Eisenbahn- und Marmeverwaltung sind zu Besprech­ungen nach Paris abgereitz.

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Ans dem besetzten Gebiet.

Die Einreise freigegeben.

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tun, um das Volk vor bem Abgrund zu bewahren. (Leb­hafte tSSeifälf bei der Mehrheit, Lärm bei den Unab- hängisen.)

Berichterstatter Schneider (Dem.) beendet ihiter großem Lärm der Unabhängigen seinen Bericht über die Ausschußverhandlungen.

Präsident Fehrenbach:Jch halte es für angezeigt, im Interesse der ruhigen Verhandlung jetzt einem Un­abhängigen dar Wort zur Erwiderung zu geben. (Wider­spruch rechts. Die Mehrheit stimmt diesem Vorschlag zu.)

Abg. Denke (U. S.): Schuld allein hat die Regierung. Der Reichstag ist falsch informiert und voreingenommen. Dar Recht auf Demonstrationen läßt sich daS Volk nicht nehmen. Die Regierung hat aufs neue bewiesen, daß sie der gegenwärtigen geschichtlichen Mission nicht gewach­sen ist. Gegen eine solche Regierung müssen die Ar­beiter auS ihren ureigensten Lebensinteressen heraus von allen ihren politischen Rechten Gebrauch machen, wobei -es für sie um Sieg oder Tod geht. (Stürmische Zurufe, große Erregung.) Wir pfeifen auf die Maßnahmen der Regierung und den Belagerungszustand. (Reichswehr­minister Noske ruft: Kommen Sir nur raus aus dem Haust. Stärkster Beifall bei der Mehrheit.) 5?ir wer­den auch weiterhin zu der Politik des KlaMnkampses gezwungen sei«.

Preußischer Minister Heine: Es war nicht nur mein Recht, sondern auch meine Pflicht, dafür zu sorgen,

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Marburg Tonnerstag, 15. Januar

M GirWihnrte m Im AMtU.

Berlin, 13. Jan. Heber die Vorgänge vor dem Neichstagsgebäude wird weiter gemeldet: Die Kundgebungen vor dem Reichstagsgrbäude verlie­fen bis gegen %4 Uhr verhältnismäßig ruhig. Zu dieser Zeit versuchten an der linken Seite des Vor­tags 1 mehrere Männer in Matrosenuni­form gegen di« Auffahrt vorzudringen, indem sie auf die steinerne Brüstung sprangen und den Si- cherheitswehrleuten, die sie zurückdrängen wollten, Widerstand leisteten. Die nachfolgende Menschen­menge drang immer weiter vor. Sie besetzte die linke Auffahrt und machte Anstalten, noch weiter vorzudringen. Die Lage der Cicherheitsmannschaf- ten der linken Auffahrt wurde plötzlich sehr bedroh­lich. Mehrere Mannschaften wurden von der Menge entwaffnet, mißhandelt, mit Füßen getreten und zum Teil weggeschleppt. Wie von Abgeordneten der Nationalv«rsammlung, Be­amten des Reichstags und von Pressevertretern be­zeugt wird, sah man dan- von dem Eingang der Freitreppe ans, rote aus r'.nem Gewehr, das einem Sicherheitsmann abgen.on"nen worden war, meh­rere Male geschossen wurde. Zroei weitere Schüsse schlugen durch die doppelte Tür des Portals. Der Einschlag ist in der gegenüberliegenden Wand der Rotunde zu sehen. Ein Sicherheitswehrmann, der sich im Borraum befand, wurde durch einen Schuß verletzt. Die am Königsplatz versammelte Menge setzte ihre Versuche, in das Reichslagsgebäude ein­zudringen, mit größtem Nachdruck fort, wobei es zu wüsten Szenen kam. Den bedrohten Mann­schaften von Portal 1 wurden Verstärkungen als Hilfe von den Seitenportalen gesandt. Die erste Verstärkung, die von Portal 2 vorgeschickt wurde, wurde von der Menge angegriffen, entwaffnet und mißhandelt. Als dann die Menge gegen das Por­tal 2 gleichfalls vorging und die Sicherheitsmann­schaften in der Simfonstraße in höchster Gefahr wa­ren, blieb die Aufforderung des wachthabenden Offiziers, zurück zu gehen, da sonst geschossen wurde, ohne Gehör. Die Sicherheitspolizei sah sich ge­nötigt, von der Waffe Gebrauch zu machen. Menn sie noch wenige Minuten gezögert hätten, wären sie von den Angreifern überwältigt und entwaffnet worden. Da die Menge sofort auseinanderstob, wurde das Feuer nach einer Viertelminute einge­stellt. Hm dieselbe Zeit wie am Portal 2, sah sich auch am Portal 1 die durch Portal 5 verstärkte Be­satzung genötigt, von der Schußwaffe Gebrauch zu machen.

Seht bedrohlich gestaltete sich die Lage für die Si­che rheitsmannschast am Bismarckdenkrnal. Die Menge fiel über sie her, raubte ihnen die Karabiner und sckost damit auf die Beamten. Ein Teil der Waffen wurde zertrümmert. Mehrere Sicherheitsbeamte wurden er­heblich verletzt. Den Offizieren wurden die Achselstücke heruntergerrffen. Gegen 4 Uhr war der Platz gesäubert, und nun rollten SanitätsautoS heran, die die Toten so­wie die Schiververwundeten und einige Leichtverletzte in die Krankenhäuser brachten.

42 Stete, 105 Verletzte.

wb. Berlin, 14. Jan. Bei den gestrigen Un. ruhen vor dem Reichstagsgebäude find, wie jetzt endgül­tig feststehen dürste, 42 Tote und 105 Verletzte zu bekla- gen. Von den Toten befinden sich 21 im Schauhause, die übrigen in verschiedenen Krankenhäusern.

Verhaftungen »an Führern des Aufruhrs.

wb. Berlin, 14. Jan. Al» Folge der vorgestrigen Unruhen vor dem ReichStagSgebäude sind bisher 15 Ver­haftungen vorgenommen worden. ES handelt sich um Personen, dis einwandfrei al» Führer der Bewegung erkannt worden find. Weitere Verhaftungen dürften be- vorstehen.

Drohbriefe an di« Reichsregierung.

kg. Berlin, 15. Jan. Außer drei der Der- haft-t-n sind alle Festgenommenen eingeschriebene Mitglieder der kommunistischen und unabhängigen Partei. Die Mitglieder der Reichsregierung haben in den letzten Tagen Drohbriefe er­halten. Heute wurde in den Berliner Fabriken zu neuen Kundgebungen für Sonntag aufgefordert.

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Kreppen.

13 6. Sitzung vom 14. Januar.

Auf der Tagesordnung steht die zweite Lesung des Be- triebSrätegesetzes.

Reichskanzler Bauer: Auf diese Tagung des Hauses, die sich mit einem für die Angestellten und Arbeiter be­sonders wichtigen Gesetz zu beschäftigen hat, ist ein schmählicher Angriff erfolgt, tote er bisher in der Parla­mentsgeschichte noch nicht zu verzeichnen ist. Den trauri- ficit Mut zu diesem Angriff hat die unabhängige Sozial­demokratie bekundet. (Lärm bei den Unabhängigen, Rufe: Verleumdung!) Sie haben noch jüngst den Antiparla- mentarismus theoretisch abgelehnt gestern haben sie ihn prakttsch betätigt (Sehr richtig!) Sie haben das Parlament belagern lassen, weil ein Beschluß gefaßt werben sollte, t:r ihnen nicht paßte. Zum ersten Mal ist ein Parlament, hervorgegangen aus dem freiesten Wahl­recht, unter die Diktatur der Straße gestellt löorben. (Lebkaftc Zustimmung.) Dies verdank btt deutsche Republik nur der unabhängigen Sozialdemokratie. (Großer Lärm bei den Unabhängigen.) Auf die unab- l-ängige Sozialdemokrat« fällt das Blut der armen Ver­führten uuh Verhetzten. (Erneuter Lärm bei den Unab- hüngisen. ) Sio werden das Kainszeichen dieser Blutschuld nicht abwaschen können. (Anhaltender Lärm bei den Un­abhängigen.) DieFreiheit" enthielt ja den Aufruf, vor dem Hans in Massen zu demonstrieren. Die 9er» führet aber haben sich wohlweißlick im Hinter­grund gehalten. Sie wußten ja im Voraus, daß Zu­sammenstöße unvermeidlich waren. Die SicherheitSwehr hat sich aufs Aeußerste zurückgehalten. Erst in größter Not bat sie von der Waffe Gebrauch gentacht. '.Widerspruch der Unabhängigen.) Des werden zahlreiche Mitglieder des Hauses und zahlreiche Journalisten be­stätigen können. Im Namen derer, denen der Bürger­krieg der schrecklichste der Schrecken ist, spreche ich der Sicherheiiswehr Dank und volle Anerkennung aus. (Großer Beifall.) Geschlagen, mit Füßen ge­treten, lebensgefährlich bedroht und mit den eigenen Mafien getötet wurden Beamte der Sicherheitswehr. Sie waren ja nur eine Handvoll gegen die anstürmenden Massen. Es wurde spät, fast

zu spät von der Waffe Ge brauch gemacht. Es haben sich Zeugen gemeldet, die behaupten, gesehen zu larben, wie von Mitgliedern der unabhängigen Partei durch Tückerfchwenkn Zeichen zum Sturm aus das Haus gegeben wurden. (Tumult bei den Unobhän- gigen, fortdauernde Ruse: Verleumdung!) Mle, die hier im Hause sind, verdanken der tapferen Sicherheitswehr ihr Leben. (Lebhafte Zustimmung. ) Wäre der Sturm ge­glückt so hätten Sie eine Bartholomäusnacht erlebt. (Lebhafte Zustimmung.) Zwei Tote hat die Sicherheitswehr zu beklagen, ein Mann verletzt. Auf der Gegenseite betrogen die Verluste 20 Tote und 50 bis 60 Verwundete. Wir gedenken auch ihrer, mit Bedauern darüber, daß sie, uttb nicht bfe Verführer geopfert wurden. Wir hoffen, daß sie nicht umsonst gefallen sind, daß die

deutsche Atbeitersch ast endlich den Ab­grund erkennt,

an den sie und das ganze Volk geführt werden soll. Jetzt wird hoffentlich die Gerne ingesährlich leit derPartei der Diktatur des Proletariats" dem Volke klar sein. (Lärm Bei den Unabhängigen.) Wir stehen jetzt vor Angrifsen der Unabhängigen und Kommunisten, die unser ganzes Wirtschaftsleben bedrohen. Das Wort,die Eisenbahner haben die Hand au der Gurgel des Staa­tes", stammt von den Unabhängigen. Es ist verbrecherisch, die Not des Volkes in dieser demagogischen Weist auszu- ttutzen. (Sehr richtig!) Sie wollen den Kampf Aller gegen Alle und auf den Trümmern des Reiche? die kom­munistische Herrschaft aufriebten. Die Gesamtheit der Nation ist in ihrem Leben bedroht durch diese verbreche­rische Agitation: wir werden mit den schörssten Mit­teln dagegen Vorgehen. Wir sind sicher, die ganze öffentliche Meinung hinter uns zu haben. Die Leute,

daß die Abgeordneten ungehindert das Haus betreten konnten. Die Sicherheitsbeamten haben mit unglaub­lich et Milde und Geduld ihres Amtes getoattet. (Sehr richtig!) Sie hatten den Auftrag, von der Waffe nickt eher Gebrauch zu machen, bis das Haus stlbst in Gefahr komme. Die Maschinengewehre waren nicht sicht­bar ausgestellt, um iebem Borwurf der Provokativ» ttf ' begegnen. Der erste Schuß fiel von außen und-.vev- wundcte einen Soldaten. Mit dem Märchen eine» zn- fällig losgegansenen Gewehres kommen Sie nicht! Ich habe gesehen, daß vo n der Rampe gewinkt toutbe.

Die Massen wurden aufgereizt.

Abgg. Zubeil und Frau Zietz rufen:Hört, hört!" Ruse bei den UnabhängigenVerleumdung." Frau Zietz ruft:Das Reichstagsbaus gehört dem Volke, nicht der Sicherheitspolizei."

Minister Heine fortsahrend: Der Bericht derFrei­heit" selbst, der schon gedruckt war, als das Blatt ver­boten wurde, bestätigt, daß die Soldaten von der Meng« zurückgckrängt wurden, daß ihnen die Gewehre und Hand­granaten aügenommen wurden. Wir beklagen die Opfer, dst Sie a«f dem Gewissen haben. (Lärm bei den Unab­hängigen.)

9(6g. Henke (U. S.) erhält unter lebhaftem Wider­spruch der Rechten abermals das Wort. Er führt aus, daß Minister Heine die ganze Sache gemacht habe, um Zwangsmaßnahmen gegen das Volk zu begründen. ®B sei eilte Lüge, wenn er behaupte, dst Unabhängige» hät­ten den Tumult anzezetrelt. (Ordnungsruf.)

Abg Bender (Svz.) bittet dem Bctriebsrätegesttz eine solche Fassung ?.it geben, die dem Arbeiter eine nette Stellung in dem Mirischastssthen einräumt. Die Unab­hängigen hätten mit i'.ren beiden Stimmen dst Annahmt, der auch von unS bedauerten Anträge Verbindern können, nfer sie fehlten in den meisten Sitzungen. Sie stellten st'bst keine Anträge, ja brachten sogar Verbessernngsan- träge von uns durch Stimmenthaltung zu Fall.

Abg. Schwarzer (Zeiitr.): Das Retriebsrätegesetz wäre auch gekommen, wenn wir die Revolution nicht gehabt hätten. Auch aus dst Landwirtschaft muß das Betriebsrätesesetz Anwendung finden. Bedenken kann nur das Wahl alter von 18 Jahren erregen, weil es auch Volltische Rückschläge haben kann.

Abg. Weinhausen (Dem.): Dst Agitation gegen das Betrstbsrätegesetz geht über alles Maß hinaus. Die großen Errungenschaften der Arbeitnehmer werden völlig verschwiegen. Ausdrücklich beauftragt bin ich. das lebhafte Bedauern meiner Freunde darüber aus- »usvrechen, daß dst Regierung ihr Versprechen, poch vor Weihnachten ein Gesetz über obligatorische Schiedsge­richte einzubringen, nicht gehalten hat. (Sehr richtig.) Wir erwarten, daß ein diesbezüglicher Gesetzentwurf späte­stens in der Februartagung rorgelegt wird.

Abg. Sckiele (Dentschuail.): Im Hanse ist noch kein Gesetz von so einschneidender wirtschaftlicher Bedeutung vorgelegt worden wie diests. Es hätte vollkommen ge­nügt mit bet Einführung von Arbeitsgemein­schaften und der weiteren Ausgestaltung der Arbeiter- Ausschüsse. Die jetzige Vorlage wird die Politisierung der Betriebe

im Sinne der Kommunisten zur Folge hoben. Das zu unterstützen haben wir keinen Anlaß. Mit dem Gesetz ist keine Partei zufrieden. Dst Zeitungsbetriebe müß­ten unbedingt von dem Geltungsbereich des Gesetzes aus­geschlossen werden. Dst Erfahrung mit den Be­triebsräten im Bergbau follte eine ernste Mahnung fein, von dieser Politik abzusehcn Der Industrie werden Roh- stoffkrebite des Auslandes durch diese? Gesetz unter* burben.

Reichsarbeftsmr nister Schlicke: Das Gesetz über dst obligatorischen SchiedSgerichst konnte nicht vorgelegt wer­ben, weil eine reichliche Dnrcha-beit erfolgte und alle Erfahrungen berücksichtigt merken müssen. Die aus­ländischen Gesetze boten frine Handhabe. Die Vorlage über die Bikmng de? Reichswirtschaftsrates bedurfte voll-

3 Monate, ebe sie an den Rricherat kam infolge bet der Arbeitgeberverbände, wodurch dst

AuSarMfiung der Vorlage sehr erschwert wurde. Daß dst Albeiirra'.'sschüs': keinen Ersatz für das Betriebsrätegesetz sein konnten, beweisen die vielen Maßregelungen denen die Mitglieder bet Arb-istrausschüsse dauernd o" gesetzt filck. Das Wirtschaftsleben kann nut gehoben wr. den durch Arbeitsgemeinschaft.

Abg. Bögler (D.Vpt.): Das Gesttz ist durch poli­tische Agitation hervorgerufen. Wie kann man, dessen unberücksichtigt, auf eine wohltuende Wirkung unserer Wirtschaftslage hossen! Wir müssen damit rech­nen. daß 80 Prozent unseres Kohlenbedarfs ungedeckt bleiben. (Hört, hört!) Wo soll da die Wiedererstarkung unseres Wirtschaftslebens Herkommen? Die Vorlage wird neuen Zündstoff in die Betrstbe hineintragen. Sie ist gewissermaßen der Anfang einer Porlamentarisierung der Wirtschaft. Das Gesetz sollst zunächst einem Reichs- wittschastsrat überwiesen werden.

Abg. Geyer (U.S.): Der Rechstn ist nur daran gelegen, daß das ganze Gesetz im Reichswirtschaftsrat noch weiter verschlechstrt wird. Die Regierung hat Vev- wirrung in der Arbeiterschaft erregt, um auf diese Weife ihre Herrschaft zu erhalten. Dst Betriebsräte dieses Ge­setzes haben mit den Betriebsräten im sozialistischen Sinne auf der Grundlage einer antikapitolistischen Wirtschafts­ordnung nichts gemein. Dir rechten Sozialisten sind nur die Strohmänner der Reaktion.

Abg. Gaildorfer (Bay. Bauernbund): Wir lehne« da? Gesetz ab. Hatten wir das Gesetz wahrend des Krieges

Set Friede.

F-ch als Ueberwacher Deutschlands.

U Paris, 15. Jan. Wie gemeldet wird, er- Mtiteete ein Dekret des Präsidenten Maischall Foch hm Vorsitzenden der militärischen Kommissionen, hie auf Grund des Friedensvertrages zur Hebei« B«ch«ng Deutschlands gebildet find.

Deutschlands Entwaffnung zur See.

rob. London, 13. Jan. (Reuter.) Der DampferMalava" geht Ende der Woche mit der hur Heberwachung der Durchführung der Marine- Hestimmungen des LLafffeirstillstandsvertrages ein- gesetzten Marinekommission unter Admiral Charl­ton von Portsmouth nach Kiel.

Der französische Geschäftsträger in Berlin.

, tvd. Paris, 13. Jan. Ministerpräsident Cle- «KNceau empfing heute den französischen Geschäftsträger

vuy u tut. V- t. ivut ji in äfiuivuu,

später in Peking unb leitete von 1904 bis 1912 am Quai unter H'Ocsetz bas marokkanische Büro beim politischen Direk-

Wb. Schlcswig, 14. Jan. Nach Meldungen aus Ropenhagen beabsichtigt die internationale Kommission far Schleswig, ihre Wirksamkeit im Abstimmungsgebiet m 20. 1. zu beginnen.

feiffrr.

ie 2.

L! ei Herba m, 13. Jan. Reuter meldet aus ,daß Sir Her-i-aL Stuart, der in Indien .;:.uttuK,-,:-;.\-iUn bekleidest, zmn englischen Ober-

, Oberschlesien wird vom 26. 1. ab besch't. Die Franzostn beginnen.iu der Südostzone. Die genaue Drrieilnng zwischen den Verbündestn steht noch nicht Jedenfalls wird der südwestliche Teil von den en- l Italienern, der mittlere von den Franzosen und der nörvlia e von den Engländern besetzt.

Dir Besetzmrg der Abstlmmungsiebiett.

tob. Berlin, 14. Jan. Folgende Uebcrsicht über We Besetzung der Abstimmungsgebiete sowie von Dan- und Memel geht dem Wolffbüro von zuständiger «teile zu:

Schleswig: Ein französisches Bataillon trifft ;Nm £f). bis 22. 1. in Hadersleben und Sonder- ein, ein englisches Bataillon am 25. 1. zn Wasser fct Flensburg.

i Danzig wird von zwei englischen itnb einem französischen Bataillon besetzt. Der erste Zug trifft 'tot 4.2. aus der Station Pranst ein.

Bezirk Marienwerder: Ein italienisches Ba-- ^ittoit trifft am 27. 1. in Teutsch Eylan ein und jbetarf)«cr£ von dort nach Marienwerder -trtflT Marien- ;inrg. Die detachierten Kompagnien werben in den irrsten Fekmartagen durch je 1/t englisches Bataillon ^gelost

Bezirk Al lenst ein: Am 30. und 31. 1. trifft Mn Bataillon Engländer in Lyck ein, von dem später

Bataillon nach Seusburg verlegt wird. Am 4. und

2. trift-ein zweites englisches Bataillon in Alien- Drin und Osterode ein, das später gleichmäßig auf iieibc Orte verteilt wird.

Memel wird Anfang Februar von einem fran- leitfcjcn und einem englischen Bataillon beseht.

nyleu« bei ft- fuhr.

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wb. Karlsruhe, 15. Jan. Die Einreise in ^as besetzte Reichsgebiet ist nunmehr freigegeben. Die Reifenden müssen im Besitz eines gewöhnlichen ^euischetr Reisepasses fein.

, Die Saarbergwerke.

wb. Paris, 13. Jan. DasJournal officiel" ^elöfftntllcht die Ernennung von Arthur Fontaine »rm Vorsihenden des provisorischen Rats für die Saar- "ergtvcrke sow:c be5 Ingenieurs Delfine zum Eene- »elb:rclirr der Saarbergwrrke.

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Zu ersc.

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toi. Rotterdam, 13. Jan.Niemve Rott. Cour." zecket crr$ Brüssel, daß der belgische Geschäftsträger für ^Berlin, Graf Kerkow de Dentarghem, im Lause ;l«fer Woche nach Brrlin abrsisc. Auch zwei belgische iPerusskv^ln begeben sich in Kürze nach Berlin.

Ein neuer Dreibund?

£ tob. Rotterdam, 13. Ion. LautN. Nottcrd. y ;6sur." meldetDaily Chronicic" aus Mailand, es ver- 'karlte dort, daß England und Frankreich Italien aufgc- ferkrt oben, genieinsam einen Dreibund zu schlie­ßen. Und der Völkerbund?

tob Par is, 14. Jan . (Havas.) Nach den Blättern jeä die Regierung beschlossen haben, Lloyd George *fcB Großkreuz der Ehrenlegion zu verleihen.

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DieOderhessische Zeitung" erschei, feM.fcat Wöchentlich. Der

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Wie. 2.50 ohne Bestellgeld «erlag von Dr. C. A'^eroth. Druck der Uni» Buchdr. von I » h. Äug. Koch. Markt 21/23. Fernsprecher SS.