Wegen Kohlenmangels 1800 Arbeitern zu
Das Hochwasser.
Gestern
3), uni-
McnhUVg «ntz UmgesrnO.
Durch das Hochwasser sind in
denen sich viele Studierende befanden, nur ein paar I bestrafter Mensch anö einer hiesigen Klinik entwichen.
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16), republikanische Sozialisten 3 <Gewinn fizierte Sozialisten 2 (Gewinn 2).
an die Tapetenfabrik, in der sämtliche Keller- und I zeitige Fertigstelkung bet Zeitung ist daher in Krage «e- Lagerräume mit Tapeten und Rohmaterialien im I stellt.
trübt Flämmchen, der Betrick selbst war dadurch sehr erschwert, daß die Unterführungen unter Wasser standen und gesperrt waren. Der Schulunterricht der heute beginnen sollte, ist bis au fweiteres ausgesetzt. Auch der Straßenbahnverkehr ist seit gestern eingestellt. In den überschvemmten Straßen, wie überhaupt in den ebenen Sogen, waren viele Leute gestern bis in die Abendstunden hinein beschäftigt, ihre Kartoffeln und sonstigen Kellervorrate in Sicherheit zu bringen.
Die plötzliche Uckerschtvemmung kam auch unseren braunen „Mtbürgern", die seit Monaten auf dem Juxplatz ihr Lager aufgeschlagen hatten, höchst ungelegen. Am Sonntag mittag begannen sie auSznziehen und ihre Lager abzubrechen. Und dann ging es im Galopp
Marburg, 13. Januar.
Dem städtischen Polizeiwacht« nachträglich das Eiserne Kren»
gezwungen, kündigen.
Ta guflt Trixi ihn verwundert an. i I ,Heinz Dieter! Hurra, er ist's!" jubelte Trixi „Nanu, warum reden Sie denn kein« Ton? Sie I mit unterdrückter Stimme! Verstummte über sofort
rnd doch sonst nicht auf den Muck gefalle»?"
sichtlich der Nordwestarmee eine Veränderung getroffen ist, derznsolqe die Slrmee entweder in We'enberg ober auf der Insel Oesel lonzentriert wird. — Nach einer früheren Meldung soll die Nordwetiarmre zu Denikin gebracht werden. »
Vine monarckistische Verschwstroaq.
Wb. Stqckholm, 11. Jan. Aus HelstnqsorS wird gemeldet: Nach einem bolschewistischen Radiogramm ist in Pensa eine monarchistische Verschwörung entdeckt worden. 54 Personen sollen, weil sie daran teilgenommeu hätten, hingerichtet worden sein.
Die Lage in Sibirien.
Wb. Amsterdam, 13. Jan. Reuter meldet Peking: Die Sosialrevolutionäre bestndcn sich im sitz von Irkutsk, nachdem die Truppen SemenowS .km Bahnhof vertrieben wurden.
tien entsprechend ihrer Vorbich,mr in Steifen bei Behörden, Stäben und Truppen untergebracht.
i- Die Beförderung der Offiziere erfolgt im allgemeinen getrennt innerhalb der drei S?anpttoaffen und der Spezialwaffen, doch bleibt dabei die einheitliche Gestaltung der Beförderung im gesamten Offizierskorps gewahrt Wie sich die Besördemngsverhöltniffe gestalten werden, lässt sich noch nicht übersehen, zunächst ist aber eine Stockung in bet Beförderung mit zi-mlich.'r Sicherheit anzunebmen. Die Dienstzeit soll sich planmäßig im allgemeinen folgendermaßen gestalten: 4 Jahre Ausbildungszeit, dann 9 Jahre als Leutnant und Oberleutnant, 8 Jahre als Hauptmann, 7 Jahre als Stabsoffizier. 5 Jahre als Regimentskommandeur, 4 Jahre als Generalmajor und 3 Jahre als Generalleutnant. Bei den zu erwartenden Stockungen dürsten sich aber die Dienstjahre in den ein» -einen Stellen noch mehr verlängern.
I lungern über das plötzliche Hochwasser in fliegender Hast I versaffen und manches, was uns bereits bekannt war, für heute zurückstellen. Ein Beweis, wie schnell das Hochwasser kam, ist wohl daraus zu ersehen, daß die
I schmutziggelben Fluten Möbel, Balken, Wagen, Hundehütten und sogar Tierkadaver mit sich führte«. In der Stadt waren allerhand wilde Gerüchte im Umlauf. In Weidenhausen solllen Kinder ertrunken und Häu'er eingestürzt fein. Dies bewahrheitete sich zum Glück ustht. Tatsache ist nur, daß viele eben gelegene Wohnungen und mrch ein ganzes Haus hinter der Grabengasse geräumt werden muhte. In tatkräftiger Weise waren dabei Mannschaften unseres Jägerbatail- lons beteiligt. In Weidenhausen spielten sich trotz des Trustes drollige Szenen ab. Wer es ganz eilig hatte, ließ sich auf starkem Männerrücken durch die Flut ! tragen, eine Sachse, die von der zahlreich vertretenen j Jugend jedesmal mit kräftigem „Halloh" begrüßt wurde. Die anderen mußten warten, bis der Wagen kam, aus dem dann bunt durcheinander Platz genommen wurde. Auch die „Oberhcssische Zeitung" wurde I auf diese Weise verteilt, damit die Bewohner Weiden- Hausens lesen konnten, daß der deutsche Frieden mit einer großen lleberschwemmung eingeleitet wurde. In alle Häuser konnten wir zwar die Zeitung nicht bringen, das war zu gewagt. Auch im Biegenviertel bei den Kliniken usw. drang in den Mittagsstunden das Waffer vor. In der Rosenstrahe, im Afföller usw. war es nicht anders unb die Gasfabrik war bald
mit Roß und Särgen den Kaffweg hinaus «ms ds- Lahnberge. Wie man hört, wollen sie beim städtische, Wohnungsamt wegen einem höher gelegenen Platz »»re1 stellig werden.
©egen 1 Uhr mittags hatte das Wasser den Stank des Jahres 1841, als der Wolkenbruch im Mackachtak niederging, erreicht bejto. sogar so konnte man an den, Matz am Runkel'schen Hause sehen, etwas überholt. Von da a6 fiel die Flut, trotzdem es fast ununterbro* djen regnete, und heute früh zeigte sich daß die Flui etwa 1 Meter gefallen war .
Auch aus der Umgebung laufen nach und nach Hiobsmeldungen ein. In Warzenbach und andere. Orten soll Bich ertrunken sein. Bei Ludwigshütte, Ernsthaufen und Kirchhain rutschte der Bahndamm teilweise ein und bei Homberg tonnte die Bahn wegen dem Wasser nicht weiter.
die gute, nicht fettende Zackooh- Creme, weitaus das Beste gegen rauhe Haut der Hände und des Gesichts, ist jetzt wieder nberaliin alter, vorzügiteber Friedensqualität za haben Neu: Zuckooh-Creme fetthaltig (für treckee jmd spröde Haut) und Zuckoob-Elite- Creme, die Köeigiu_ aller Scböniieitscremes (für ganz verwöhnten Geschmack).
Rnßlnnd.
Die Nordwestarmee.
tob. Stockholm, n. Jan. (HavaS.) BohnS Tidningen* meldet aus Helstnafors,
I «ar hier, sondern auch ans dem ganzen Reich, I "uch aus dem Auslände lausen Hock Wassermeldungen lein. Sie lauten:
I Homburg, 12. Jan. In der Nacht auf Montag Isting hier ein wolkenbruchartiger Regen unter heftigem I Sturm nieder, der Hochwasser zur Folge hatte. Die tiefer I gelegenen Stadtteile, besonders die Altstadt, wurden I meterhoch überschwemmt. DaS Waffer richtete großen I Materialschaden an. DaS Bieh, das teilweise bis an den I Bauch im Wasser stand, konnte nur mit Mühe gerettet I werden. Der Homburger Hauplbahnhof wurde ebenfalls I überflutet. Die Wassermassen drangen in die llnterfüh- I tnrngen zn den Bahnsteigen ein und setzten die Fahrkarten« I schalter unter Wasser. Der Verkehr wurde nicht gestört, Ida um diese Zeit keine Züge mehr verkehren. Auch ans I °en umliegenden Ortschaften werden Ueberschwemmungen I gemeldet. Die Bäche des Taunus führen heute noch große Wassermengen zu Tal.
I Bad Kissingen, 12. Jan. Infolge Hochwasser I ist das Saafegckiet weithin überfdjipemmt. Weite Stadt. I teile stehen unter Wasser.
I Ludwigshafen, 12. Jan. Infolge des orkaic- 1 artigen Sturms sind die Fernsprechleitnugen nach Miin° I chen, • Köln, Landau usw. gestört. In dem Stadtteil I Mundenheim stürzte eine hohe Mauer ein, wodurch vier Persotren verletzt wurden, teilweise schwer.
I Köln, 12. Jan. Der Rhein ist von gestern näch- I mittag bis heute vormittag um etwa 20 Zentimeter gr- I stiegen., Von Koblenz wird weiteres Steigen gemeldet.
I Trier, 12. Jan. Der Pegel zeigte gestern abend I 2,41 Meter. Heute betrug der Wssserstaird 4,14 Meter. Der Fluß steigt stündlich um 10 Zentimeter.
I Freiburg i. Br., 12. Jan. Aus dem Schwarz- Wald kommen erneut Hochwassermelvungen. Namentlich die dem Rhein zufließenden Wasserläufe des Schwarz- Waldes find durch den Regen der letzten Tage stark angeschwollen. Da die Schäden des Hochwassers der fetzten Weihnachtstage zum grössten Teil noch nicht ausgebcssert wecken konnten, bedeutet das neue Anfchwellcn der Wasserläufe eine große Gefahr. Der orkanartige Sturm hat die telefonischen Verbindungen größtenteils unterbrochen.
Nancy, 12 Jan. lieber die hiesige Gegend ging
Kur^e Anslandsnachrichkn.
Da» neue Königtum Groh Rumänien. Ans Klausen- borg wird gemeldet, daß demnächst die feierliche Bereinigung Groß-RumänienS. Siebenbürgen», der Luko- wina und Bessarabiens erfolgen soll.
Rücktritt der partuglesischen Regierung. Mentet meldet an» Lissabon, daß die portugiesische Regierung zu- rückgetreten ist.
„Sie sprechen doch selbst beständig!"
„Unb Kirschen essen Sie auch feine!" Sie schob ihm die Düte näher. „Da — langen Sie doch zu!"
„Dcmfe. Ich habe wirklich keine Lust. Uckrigens wie sehen Sie denn Wicker «al, Trixi? Ganz zerzaust "
„Gott, ich bin doch auch ans den Kirschbaum et» Segen!"
„Sehr passend für eine junge Dame, die 6te doch «n wollen! Und Ihr weißck Neid auch doll Hirschen flecken!" fuhr Willeneck, dessen Meveiztheit sich irgendwie Luft mach« mußte, jert
strankrtich.
Die Eenatswahlen.
1 tob. Paris, 12. Jan.' Bis jetzt find 240 Dahl resulrate für den Senat bekannt. Die Betteilung der Eitze ist folgende: Konservative 20 tGewinn 5), republikanische Liberale 14 iGewinn 3), republikanische Progressisten 2? lGewinn 1). LinkSrepnblikmier 58 <Ge totim 19), Radikale und Rodikalsozialisten 120 sPerlust
Nachdruck verboten.
. Durch schwer- Uk»t.
Driginalroman von Anni Hruschka.
21) Fortsetzung.
»Ich erinnere mich. So'« blonder Bengel, der den Kopf immer voll Rarrenstrriche hat web mit den Ohren wackeln kann?"
„Ja! Natürlich! Der ist's. Und fein kann er dar, nicht wahr? Uebrigens ist der „Bengck" jetzt Fähnrich und 23 Jahre, und die goldene Tapserfeits- mtbaillc hat er auch! Jawohl mein Herr, da heißt's fetzt Respekt haben!
„Fällt mir gar nicht ein! Und überhaupt was steht Sie denn dieser Mensch an?"
„Der Dieter? Na, erlauben Sie! Wir sind doch Jugendfreunde! Als Mama mir heute mitteilte, daß er nach Graditsch käme — Tante Ullern war bei ihr und hatte es ihr gesagt — machte ich einen Lustsprung — so hoch! und schrie Hurra und war ganz an» dem Häuschen!"
„So. Sie machten einen Luftsprung trat» waren ganz au« dem Häuschen!" wiederholte Willeneck mecha- »isch. Aber er lachte nicht dazu, wie sonst zu ihren lleberschwenglichfeiten. Und dann hüllte « sich in gereiztes Schweigen.
Trixi bemerkte eS nicht in ihr« gespannten Er- toartungsfreude. Ihr Mäulchen ging wie ein Wühlen- vid weiter.
soziatisten hat an die Pattci funkt ionäre die Parole -nisgegeben. eine Beteiligung an den von unabhängiger Seite geplanten Kundgebungen gegen das Betriebsräte- gesetz abPilehnen. Tie Unabhängigen verbreiten im den Betri den bas Gerückt, daß die sozialdemokratische Partei beschlossen habe, die- Arbeit niederzulegcn, unz, gegen das Betriebsrätegesetz zu dcmonsttteren. Das ist, wie der »Vorwärts" sagt, eine grobe Lüge. Die Arbeiter der Partei arbeiten weiter. — Ter militärische Befehlshaber von Sachfen.West erläßt einen Aufruf, in dem er unter Hinweis auf die gevlante Protestversamn,-- lung der Unabhängigen gegen das Betriebsrötegesetz er- klätt, dass ollen Dersucken durch Temonftrationen oder Gewaltakte eine Umwälzung herbeizufübren. von rnili- tärifcher Seite rücksichtslos mit Waffengewalt entgegengetreien werde.
— Niederlage der Unabhängigen und Komm «nisten. Wie die »B. Z." mefbet, haben bei den Delegierten- j wählen des Zentraloerbandes der Angestellten die Un- , abhängigen und Kommunisten eine vollständiges Niederlage erlitten. Die beiden Patteien konnten von 17 623 abgegebenen Stimmen nur 4980 auf ihre Liste vereinigen.
— Kenergeleckt gegen Plünderer. Ti* .Oberhausener Zeitung" meldet: In Hamborn kam es Montag nachmit- wg zu grossen Plünderungen. Zwiscken den Plünderern und der Polizei kam es zu einem Feuergefecht.
— Die neuen Steuern. Ter NeichSrat verwies die Entwürfe des Körperschastegesetze« und des Ergänzung; fteuergesetzeS an die zuständigen Ausschüsse und will diese Storlagen bis 16. Januar erledigen, sodass sie am I 17. in der Rationalversammlung beraten werden können. I Tie Bettreter Preußens, Sachsens und Bayerns hielten I eine gründliche Prüfung dieser wichtigeli Bor- I lagen für nötig. Minister Erz berget forderte ihre I Beschleunigung, weil sonst nicht alle Steuer- I gesetze am 1. Apttl in Kraft treten könnten. Er sprach I die Möglichkeit au8. die Gesetzentwürfe unter Um < I gehung des Reichsrates direkt an die Rationalver-! sommlung zu bringen, was der Vertreter Preußens! für verfassungsmässig nicht möglich erftärte.
— Zur Bekämpfung von Missständen im Kingweken I bat der preussische Minister des Innern durch eine Per- I fügung an die Regierungspräsidenten die Polizeibehör- I den ersuchen lassen, die Vorführung von Filmen aus! ®rmib des § 10, II. 17 de« Allgemeinen Landrechts zu I verbieten, wenn sie geeignet find, entsittlichend zu I wirken oder überhaupt gegen die öffentlidx Ordnung I verstoßen. Sin besonderes Augenmerk ist auf die „Aus- I Härung5film6“ zu richten, lieber alle Neuoufführun I gen soll die Polizei sich möglichst rasch unterrichten, um I mit der nötigen Beschleunigung eingreifen zu können, I ehe der Film öffentlich vorgeführt wird. Mehr als bis- I her soll dafür gesorgt werden, dass die Jugendlichen I nicht Vorführungen besuchen, die nickst für sie bestimmt sind. Der Spiel plan für Jugendliche ist sorgfältig zu I überwachen. — Diese Verfügung soll offenbar die Lücke I ausfüllen bi« zum Inkrafttreten de« vorbereiteten neuen I Kinogesetze». I
— Der s»zioldeuiokratischr vntersuchuugLanSschutz zu I dem Fall SNarz beantragt beim Parteivorftand, die I Parteigenossen, die hn Zusammenhang mit dem Fall I Sklarz in der Presse ober sonst in der Öffentlichkeit I ehrenrührig angegriffen wurden, zur Erhebung von ge -1 richtlichen Klagen aufzusorderu und ihnen auf Partei- I' kosten Rechtsschutz zn gewähre«. Es handle sich nicht I nur um die Ehre der Parteigenossen, sondern noch I mehr um das Ansehen der Partei. Solche Prozesse I dürften nicht etwa unterbleiben, weil den angeschuldig I ten Parteigenossen die Mittel zur Durchführung der I, Prozesse fehlen. I •
— Für die Wiederbesetzung des Kölner Erzbischof1 stuhleS scstl der Fürstbischof von Breslau, Kardinal I Bertram, in Frage kommen. I
— Die Rot der Zeitungen. Die in Radolfzell im 1 19. Jahrgang erscheinende demokratische Zeitung „Cber - I badische Reneste Nachrichten" hat mit dem 81. Dezember I chr Erscheinen eingestellt. Der Ster leger teilt tn bet 1 letzten Ausgabe mit, dass die fortwährend steigenden Be I tttebsunkosten, die die Herstellung der Zeitung immer I' unrentabler gestalten, ihn zwängen, die Herausgabe der I ■ ?titung einzustellen. — Als erste Opfer der Zeitung?- I Umsatzsteuer hat daS .Wehlauer Tageblatt* in Oftpreu-1
unb starrte Mlleneck betroffen an. Der war beim Anblick der Jnfaffen des Wagens jich aufgesprungen dunkelrot geworden und stanunette nun halb ungläubig, halb freudig bewegt: „Sie! Jst'S möglich... sie?" Sein Mick hing dabei toie gebannt an dem schönen rosigen Gesicht der einen Pflegerin, die mit großen ängstlichen Augen um sich sah.
Ein seltsam zorniges Gefühl krampfte plötzlich die Brust TrixiS gufammen. Willeneck starrte verwirrt und traumverloren dem Wagen nach. Sie fühlte genau: feint Gedanken waren ausschließlich bei der schönen Pflegerin, und er wußte nicht einmal mehr, daß sie da neben ihm stand.
Deutsches Reich.
* — Genrralfeldmarschall v. Hindenburg tritt mit, dass zu Weihnachten unb Neujahr bei ihm wieder zahllose Briefe, Kutten und Telegramme eingegangen sind, für die er auf diesem Wege feinen Dank ausspreche.
— Der Gesetzentwurf Über die Aufhebung der Mili- tSrgerichtsbarkett ist der Nationalversammlung zugegangen. Für militärische Straftaten sind zukünftig die Straflammer, das Schwurgericht oder das Reichsgericht zuständig. Der Entwurf sieht da» Inkrafttreten des Gesetzes am 1. 4- 1920 vor.
— Der zweite Untersuchungsausschuß der Rational- dersammlung wird voraussichtlich in dem zweiten Drittel des Januar tvieber öffentliche Sitzungen abhalten. Dr. Helfferich stellte beim Amtsgericht Berlin-Mitte den Antrag, es solle die Zustellung des Straftescklufles des Untersuchungsausschusses gegen ihn als unzulässig nicht ausführen bezw. für nichtig erklären. Das Gericht lehnte dies ab. Darauf erhob Hclffettch Beschwerde hn Dienstauflichtswege. Der Amtsgerichtspräsident verwies jedoch den Antragsteller an das zuständige Qbcrlandesgericht.
— Klage des ReichsprSfidenten. Der Reichspräsident stellte gegen die .Unabhängige Rational-Korrespondenz'
| Minutenlang »artete sie auf eine Erklärung. Als i die ausblick, stieß sie den jungen Offizier ärgerlich an.
„Na, wachen Sie gefälligst auf, ja? Wer ist denn dte Person, der Sie da wie verzaubert nachstarcen?" Willeneck zuckte zusammen.
„Aber das ist ja Onkck Willsricks Frau! Ihre Tante!" Dann aber besann er sich und unteckrückte eS. Wer weiß ob eS Anneliese lick gewesen wSre? Erft mußte er jckensallr mit ihr sprechen und erfahren, waS sie veranlaßt hatte, nach Graditsch zu kommen unb welche Stellung sie hier rinzu nehmen gckachte.
„Bor allem bitte «h Ne, nicht so wegwerfend per ,chie Person" von Schwester Elifabtth zu sprechen", antwortete er kurz. „Sie iß nämlich eine Dame so gut als wie Ne selbst und als „fteiwillige Pflegerin in dem Spital tätig, wo ich lange krank lag."
„So. Da hat sie Sie wohl gepflegte
„Nein.... Dck gerade nicht.... aber natürlich tenne ich sie sehr gut."
Ohne es zu wissen, wuckc er sehr rot unter TrixiS mißtrauisch forschenden Blicken.
„Man merkfs", sagte Trixi trocken. Und dann sprang sie plötzlich auf, wobei die Kirschen, ohne beachtet zu werden, zu Boden kollerten, und stürmte mit kur« zem Gruß davon.
Verblüfft f-ch er ihr nach. Aergerte sie sich, weil sie fühlte, er verschwieg ihr etwas? Aber das wücke sich ja bald aufllären lassen. Sicher wücke Anneliese nichts dagegen haben, Trixi ins Vertrauen zu ziehe» Fortsetzung folgt.
gelaufen und die Finger steif geschrieben, daß sie es l „Ach, da pfeif' ich drauf."
beim SpitcckSkommando in Wien durchsetzte. Heinz! „Wenn Sie doch diese burschikose AusdrnÄweise Diettich herzubekommen. Denn* sonst hätte sie doch,Ilassen wollten...." Trixi fuhr auf.
um ihm nah zu sein, jetzt in der Hitze, nach Wien I „Na, jetzt ist's aber genug! Erstens verbitte ich übersiedeln müssen, während sie so von LengsfeÜ» jeden I mir dieses ewige Schulmeistern, zwettens geht Eie das Nachmittag bequem in einer halben Stunde herüber-1 gar nichts an! Oder hat Mama Sie vielleicht an fahren famt. In der Zwischenzeit wecke ich mich 1 Stelle der Kröger für mich als Erzicher angeworben? natürlich um Heinz Dieter kümmern, das habe ich Wenn Sie so »eiter machen, dann ist's aus mit unserer ihr versprechen müssen, denn sie hat mich extra drum Freundschaft! Das schreiben Sie sich nur hinter die gebeten. Und jetzt bin ich mrr furchtbar neugierig, Ohven ober in Ihr Notizbuch, verstanden?"
ob er schon mit diesem Transport kommt, ober erst ,Lch fürchte, diese Freundschaft wick ohnehin nun mit dem nächsten. Das wußte Tante Ullern nämlich Ibald....
elbst nicht!" I Rüberrollen unterbrach das Gespräch. Der erste
Das Mühfenrädchen stand endlich für einen Augen-1 Wagen bog in den Park ein. Zwei Pflegeschwestern blick still. Willeneck nuteckroch das Schweigen mit | saßen darin unb ihnen gegenüber zwei junge blasse Heinern Laut. I Offiziere, beide kaum den Kinderschuhen entwachsen.
hieß es sich mit dem Druck bet Zeitung zu beeilen, sonst wären wir wegen bei angekündigten Einstellens der Elektrizität arg ins Hintertreffen geraten. Ans diesem Grunde mußten wir unsere Mittei-
vickleicht vernichtet sind. Bei der Jndustttebedarfs- firma Strack wurden 200 Zentner Zement vernichtet. Auch bk- Papiervorräte unserer Zeitung im Lager in ber Casfelcrpraße standen im Wasser. Auch sonst gab es k * Berleihung. eine Menge Störungen. Gas und Elektrizität fehlten I UI r i d) wurde unb fehlen noch heute. Die garize Stabt war in tiefes 1™*'e verliehen. Dunkel gehüllt unb diejenigen, die zu Hause feine au« I Polizeiliches.
bere Beleuchtung hatten, waren Übel dran. 68 sind ^urg mehrere ^verdetmbende aufs empfindlichste ,,„a r.f,, I geschädigt worden. Es find eine Anzahl Lastwagen und
bmt dn<” Zinnnerplatz zugerichtctes Z'mmechakz von ernstkgangen, in toelchem darüber Klage geführt wlck, I Mmz erchckllchem Wette abgetrieben. Die lahnobwätt« daß daS vorhandene Petroleum nicht zur «u5gabe ikgenben Gemeinden werden um Bergung und ge- gelangen darf. Im Bahnhof leuchteten den mit beulgebenenfall« um Mitteilung gebeten. — In ber der- Abendzügen zahlreich eintreffenden Fremden; unter I gangenen Rocht ist ein mit mehreren Jahre« Gefängnis
vom Verkehr abgeschnitten. Aus dem Ostheim'schen . .
Fabrikgrundstück, das ebenfalls überflutet tourbe, ift rin wvlkenbmchartiger Regen nieder. Unter heftigem ein großer Schuppen eingestürzt. In der Taffeler- Sturm wurden Bäume entwurzelt unb. Fensterscheiben sckaße sind übrigens, wie man un- mitteilt, eine ganze ,fi
Anzahl derartiger kleiner Schuppengckäude nmgeriffen I «mSL - - ■ , unb samt ihrem oft wettvollen Inhalt sortgefchwemml! Tie durch das H-chwosser bedlugten etirmtgen »erworben. Wie groß ber Schaden ist, dürfte sich erst | ursachten heute in noch höherem Matze Beschränkungen nach und nach Herausstellen. Mr erinnern hier nur I «nd Srschwernngen in unserem Betrieb. Die recht-
tmb gegen die Ostp-eutzische Zeitung' Strafantrag | ssen da, Erscheinen eingestellt. Gleichfalls har ber .Jser- sjegen ber im Zusammenhang mit dem Fall Sklarz I lohnet Generalanzeiger' wegen der andauernden Steigegen ihn erhobenen beleidigenden Angriffe. • gerung der Unkosten fein erscheinen einftellen müssen.
— Ter OberprSsident v,n Ostpreußen, August I --
Winnig, hat fein Mandat zur Nationalversamm-1 tob. Wien, 12. Jan. (Korr.-Büro.) Gestern traf !ung niebergeregt. I Her bet Berliner Lebensmittelzug an. ttr
— Der bayerische Minister Auer ist fowett wieder besteht anS 31 Wagen boomtet 3 mit Liebesgaben der hergestellt, daß er heute d,e Klinik verlassen kann. I Stabt Königsberg.
— Der Militärminifter der bayerischen Räterepublik,! *
bet Kellner Reichart sKvm.), der es ermöglichte, dass! QnMennnt
bte rote Armee ausgestellt unb gegen die RegierungS-1 ‘X/,C
rrumx-n in Bewegung gesetzt wurde, wurde von dem! tob. Göttingen, 12. Jan. Wegen Mangel an Münchener Volksgericbt wegen Hochverrats zu 4 Jahren Sohlen haben heute bas hiesige Elektrizitätswett unb viele stestung üerurteilt. Bei guter Führung wurde dem Fabriken ihren Betrieb eingestellt. Dte Stabt ist ahne Angeklagten nach Verbüssung von 2 Jahren die Be- Licht. Ebenso können die Zeitungen nicht erscheinen. Wahrungsfrist in Aussicht gestellt. Man erwartet einige Wagen Kohfen, sodaß der Betrieb
— Gegen daS Pttrievstitegesetz. In zahlreichen I morgen wieder ausgenommen wecken kann.
Bersommlungen in Berlin liefen die Anhänger der Un- tob. Lubwigsha fen, 12. Jan. Nach einer Blät- abhängigen aus« neue Clurm gegen da« Betriebsräte- lenneldung sah sich die Badische Anilin- uub Sckafabrik gesetz. Der Bezirksvorstand der Berliner Mehrheits- ---
Italien.
~ Saga na, 12. Jan. Rach ZeitnngSmrlbungen steht der Allgemeinausstanb des Personals ber italie» Nischen Staatsbahnen am 16.1. bevor. Die Eisenbahner haben nach dem „Corriera della Sera" so unerhört übertriebene Forderungen gestellt, daß ihre Annahme von tornbarin als ausgeschlossen erscheint.