DsuLschsZ R:ich»
— (5r1f36ttng der Soblcnüeuer. Wie Ne .Voss. Ztg." Krt, schweben Verhandlungen über eine Erhöhung der Dzhlcnfteuer. Eie beträgt bisher laut Gesetz vom 8. Upril 1917 20 v. H. deS Wertes. Ihr Ertrag ist in= wge der Steigerung der Kohlenpreise setzt auf 1% Milliarden Mark zu veranschlagen. Ti« Erhöhung, die pmmchr in Aussicht genommen ist, soll sehr beträchtlich sein; sie umfaßt einen Betrag von 4 Milliarden Park ins Auge ferner die Festsetzung der Erhöhung einstweilen für ein Jahr. — DaS bedeutet weite« Ber- teuerung der Kohlen.
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Zufolge drZ eaftrcfenSfif ^eHrafferS ist rS Kvriftl- haft, ob dir städtische Molkerei Saari die ihr sonst mit der Bahn bejro. durch Landtransport zngeführtt Bollmilchmenge» in dem sonstigen Umfang erhalten kann. Es ist damit zu rechnen, dost größere Mengen von Bollmilch, solange dir Landstraßen bezm. die Bahnstrecken an gefährdeten ©teilen nicht passierbar sind, zurück geht. Die Milchhändler find gehalten, soweit sie durch die Molkerei Kraul mit Magermilch versorgt werden, bei der Belieferung ihrer Kunden eine gleichmäßige Herabsetzung der Magcrmilchmengeu nöpgeu salls durchzuführen.
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MnMr m!> Sturm.
Wir haben in diesem Winter, der so früh begonnen, fcho.l gewaltige Schneemengen niedergehen sehen. Und trotzdem konnte sich bei dem reaelmäßig folgenden Tau« svetter keine größere Ueberfchn-emmung entwickeln. Selbst das letztemal, als das Ohm- und Lahntal hier und da überflutet tour' z, haben sich die Wafsermassen fchnell verlaufen. Die Ursache ist darin zu suchen, daß da? im vorigen Jahre so mächtig ausgetrocknete Erd rti-’i eine große Aufnahmefähigkeit zeigte. Wenn ein Maß voll ist, läuft es über, das sieht man auch hier wieder. In den letzten Tagen der vergangenen Woche gingen wieder große Schneemassen nieder, dann kam rin mehr als 24stündiaer Landregen und gestern früh folgte mit mit einer Schnelligkeit, wie man sie selten sieht, eine Ueberschwemmung der Lahn und deren. Seitentäler, die an biejenige von L Jahren heran- reicht oder vielleicht sogar noch überbietet. Und wer heute früh von den höheren Lagen unserer Stadt, z.B. vom Schlosse aus, einen Blick in das Lahntal warf, erblickte nördlich und südlich eine gewaltige Wasserfläche, aus der nur die Landstraßen und die Eisen- bahndämme herausragten. Die Hindenburgstraße war gestern schon unpassierbar, ebenso drangen die Fluten im Laufe der Nacht auch sonst in den ebenen Lagen bis au die Häuser heran und überfluteten teilweise die Straßen. Viele Leute mußten ihre Kellervorräte in Sicherheit bringen, in den Gärten und auf den Feldern dürfte auch erheblicher Schaden entstehen. In der ganzen Umgegend ist es nicht besser. In den eben gelegenen Ortschaften nördlich und südlich der Stadt, in Bürgeln, Cölbe, Wehrda, Niederweimar, Niederwalgern, 8t rg en ft ein, Roth usw. mußte erst das Bich in Sicherheit gebracht werden. Bei NiÄierwcimar bildet die Allna und die Lahn ein Bett. In den Seitentälern, z. B. im Salzbödetal ist es nicht besser. Auch in Lohra drang das Wasser in die St Ale. Das Wet- schafistal bildet rbeusalls einen großen See. Bei Kirchhain dehnt sich dieser viele Stunden weit aus und Amöneburg schaut wie eine große Insel heraus. Bei den Ohmregiilierungsarbeiteu wird wohl auch Manches zerstört fein. Das wird sich nachher Herausstellen. Eine schauerliche Nacht war die letzte. Schon in den Adenostunden heulte der Sturm, Blitze zuckten und stundenlang mußte man das elektrische Licht entbehren. Mitten in der Nacht mußten viele Leute in Weidenhausen usw. die in eben gelegenen Wohnungen schlafen, ihre Behausungen verlassen und sofort mit den Rettungsarbeiten beginnen. Weidenhausen und die Scr- teustraßeu sind nur mittelst Wagen »der langen Stiefeln zu passieren. Auch am Grün drang heute früh das Wasser auf die Straße. Die Ofiheim'sche Fabrik pellte ihren Betrieb ein. Einstürze von Schuppen, Bergrutsche am Marbacherweg, am Wehrdaerweg usw. haben Schaden verursacht. Bielfach hat der orkanartige Sturm auch Dächer abgedeckt und Bäume entwurzelt. Mehrfach sollen auch Bahndämme eingerutscht sein, tu. 12 Uhr mittags stiegen die Fluten noch. Allem Anschein nach ist die diesmalige Ueberschwemmung größer wie man sie feit Menschengedenken hier erlebt hat.
Wegen der durch das BodiiDaHer bedingten Unterbrechung In der Zufuhr elektrischer Kraft muhten mir heute die Zeitung erheblich früher fertigftellen. Eine grobe Anzahl Nachrichten und Anzeigen haben deshalb nicht mehr aufgenommen werden können.
Hlardurg #n» umgeg«».
Marburg, 12. Januar.
* GtadtHandbuch. Wenn auch im vorigen Jahre erschöpfend in unserer Zeitung darauf hingc- wlesen wurde, dem Verlage des Marburger Stadthand- buchr Aenderungen und Wünsche zu den verschiedenen Titeln vor der Drucklegung zugehen zu lasten, so find doch noch nachträglich, nachdem da» Buch au »gegeben war, fold)t Berichtigungen mitgeteilt worden. Auch sonst dürften mittlerweile wieder hier und da Aenderungen «rgebem Der Verlag will mehrfachen Wünschen, welche di« Zusammenstellung eine» RachtragSblatte» empfehlen, nachkommen und bittet um di« diesbezüglichen Angaben.
* Erwischte HLHuerdiebe. Unserer Polizei gelang es, hier zwei jung« Leute festzunehmeu. die in Bot- tenhorn 14 Hühner gestohlen und abgeschlachtet hatten. 3eber der Hühnerdiebe trug eine Schußwaffe bei sich.
Theater, Konzert«, Versammlungen usw.
♦ Dichterabend Adolph H. Neufeld t. Wie bereits mitgeteilt, wird morgen im 3. der durch die Firma veranstalteten Dichterabende Stadtrat Neu feldt über seine Erlebnisse auf der Reise durch Tunis, Aegypten, Sudan, Atlas-Gebirge, Konstantinopel, Lourdes u. v. a. sprechen. Das hochinterestante Thema sichert den besten Erfolg, daher versäume mau nicht, sich noch rechtzeitig für gut« Plätze zu sorgen.
• Die Kammerlichtspiele schreiben: Heute abend 8 Uhr zuur ersten Male der mit so großer Spannung erwartete Riesenfilm »Der Tänzer", ein Film, wie er nicht jeden Tag in der Lichtspielkunst erscheint. Er wurde überall mit stets steigendem Interesse bewundert und füllte Abend für Abend di« großen Lichtspielhäuser mit einer gespannt lauschenden Menge. Ilm unserem Publikum etwas Besonderes zu bieten, haben wir gerade diesen Film erworben, der den verwöhntesten Ansprüchen gerecht wird.
r. Lohra, 10. Jan. Sei einer Holzversteigerung, die dieser Tage von Wakdinteressenteu der hiesigen Gemeinde abgehalten wurde, gab ein Käufer bei Gelegenheit des Verkaufs eine treffende Antwort, die sich alle hinters Ohr schreiben mögen, die c8 aizgeht. Es sollten einige Meter Kiefernastknüppe! verkauft werden. Vor Beginn machte einer der Nutznnasberechtigteu die Mitteilung, die Taxe fei 60 Mark, diese habe ein Dolzhändler schon geboten. Da meinte einer der Kanskiebhaber: „Wenn es mal in entern Walde brennt, dann ruft auch de» Händ- le tzum Löschen herbei.
(—) Neustadt, 10. Jan. Infolge Anzeige wurde bei einem hiesigen Einwohner Haussuchung gehalten, di« ein überraschendes Ergebnis hatte. Es wurden gefunden: 29 Pfund Butter, 12 Zentner Weizen, 8*/t Pfund
Ztzukrr und 5 Zentner Weizenmehl. Die Ware» Serie iro der Beschlagnahme.
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HeffeN'Nafssurmd NaHdsrgM^e.
mc. Frankfurt O.M., 10. Jan. ßum Vorsitzenden des Frankfurter Wuchergerichts wurde Landgerichtsrat d. Kienitz ernannt. — Landgerichtsrat Göhmann ht Lüneburg wurde zum Landgerichts- dirrktor in Frankfurt ernannt Die Landgerichtsräte Dr. Landsberg (Kiel), Grau (Hanau), Dr. BrandiS (Elberfeld) und Dr. Führ (Münster L A.) wurden zu Oberlandgerichtsräten ernannt und an das hiesige Oberlandesgericht versetzt — Der Munitionsskandal Heidelberger zieht immer weitere Kreise. Man hat festgestellt, daß eine Frankfurter Großbank sehr stark beteiligt ift da sie Heidelberger unumschränkt L«dite gewährte. Es wird auch versucht, in den Gang der Untersuchung zu Gunsten Heidelbergers einzugreisen. — Mit besonderer Frechheit Ssf- nete mit einem Drücker am hellen Vormittag ein junger Mann das Schaufenster der Pelzwarenhaudlung Lohn und begann auszuräumen. Nur mit Mühe konnte der wütend um sich schlagende jugendliche Einbrecher verhaftet werden. — Für die zweite internationale Mess«, die vom 3. bis 11. Mai stattfindet, sind ans dem Auslande viele Voranmeldungen bereits eingegangen. Die fast allenthalben bestehenden TrauS- portschwierigkeiten machen eS notwendig, sich auf die Beschickung der Messe schon jetzt einzurichten. — Durch den Ausstand der Eisenbahner hn Ruhrrevier ist die Stadt in eine ganz besonders bedrängte Sage mit der Kohlenversorguug gekommen, zumal ein für Franksutt bestimmtes Kohlenschiss in Mainz von den Franzosen beschlagnahmt Würbe. Das Elektrizitätswerk droht die Stromlieseritngen ab Dienstag einstellen zu müssen. Zahlreiche Fabriken liegen wegen Fehlens jeglichen Brennstoffes still. Versuchsweise Wirb jetzt wieder Gas mittags für 1 Stunde abgegeben.
Heesfeld, 10. Jan. Der Kreistag bewilligte 171328 Mark zur Bestreitung des vom Kreise zu tragenden Kostendrittels für die Verbilligung von Auslandslebensmitteln und nahm einstimmig einen Antrag an, den Kreisausschuß zu ersuchen, in Anbetracht der großen Notlage auf die Gemeinden dahin einzu- wirken, den Lehrern des Kreises Wirtschastsbechilsen in Höhe von 600 Marl zu bewilligen. Landrat v. Grunelius sprach über die Kartosfellieferungen im allgemeinen und erklärte dabei, in unserem Kreise sei im letzten Jahre eine vollständige Mißernte zu verzeichnen gewesen, sodaß die vom Kreis abzuliefernden Kartoffelmengen auch nicht annähernd erfaßt werden könnten. Von 110000 Rentnern an die Stadt Frankfurt abzuliefem-deu Kartoffeln seien bisher nur 5000 Zentner abgeliefert. Im letzten Jahre seien in uuferm Kreise 500 Morgen Kar-osselland weniger angeben t wurden als im Jahre zuvor.
Münden, 9. Jan. In letzter Zeit sind verschiedene Güteuvagen auf dem hiesigen Bahnhose erbrochen und beraubt worden. In einer der letzten Nächte legen sich drei Feldwebel der hiesigen Garnison aus die Lauer, um endlich der Diebe habhaft zu werden. Es gelang ihnen denn auch, zwei Wach- mannschaften des Panzerzuges in dem Augenblick zu fassen, als diese im Begriff waren, die Plomben der Güterwagen zu lösen.
H ann.-Münden, 10. Jan. Die Gesamtunkosten des in der Auflösung begriffenen hiesigen Durchgangslagers, das im ganzen etwa 1600 Heimkehrer beherbergte, berechnet man auf mehr als 2 Millionen Mark.
Eisenach, 10. Jan. Von 47 Bewerbern nm den Posten des zweite» Bürgermeisters wurden die Herren Baurat Hosserberg, Stadtrat Schneider, beide von hier, Syndikus Balfanz ht Neustadt (W.-Pr.), Syndikus Kirchner aus Opladen (Köln) und Magi st-
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Diarburg, den 12. Jarmar 1920. 261
MW« SiMkl.
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Wegen des Hochwaffers können die Oebiinde nicht geheizt werden; der Unterricht mnß deshalb zunächst »och ausgesetzt werden. *»
Knabe. Seehiuffeu.
Infolge deS Hochwassers sind die HeizungSvorrich- tungen der Schulen zum keil nicht gebrauchsfähig. Ferner ist die Gasanstalt nichtz in der Lage, in de« nächste« Tagen Koks abgeben zu können. Infolgedessen Bnnen die städtischen Schulen erst von Montag, den 19 ab frühestens den Unterricht beginnen.
Marburg, den 12. Januar 1920.
Der Magistrat Troje.
Bei der ZwangSabgabe der über 8 Zentner bezogenen Kartoffeln ist eine dreitägige Frist gesetzt.
Die Haushaltungen, welchen bie Kartofsrin p»gewiesen sind, werden dringend ersucht die Kartoffrin während der vorgeschriebenen Frist abzuholen und die Quittung sofort unserer Kartoffelsteve abzuliefer«, an- dem falls bie Kattofseln einer anderen Familie zugewiesen werben. Sollte bie Abgabe verweigert werden, so ist die zugegangene Mitteilung ebenfalls sofort der KattoffelstEc abzuliefern.
Nach Ablauf der tägigen Frist erfolgt Enteignung der Kattofseln durch bie Polizest ES sei hierbei bemerkt, daß seither zu dieser ZwangSmaßnahrue nur in einem Fall geschritten werden mußte.
Diejenigen Haushaltungen, welche noch keine Aufforderung erhalten haben, können bie abzugebende Menge noch im freie» Austausch ab liefern. In diesem
raksassessor Barreutrapv ans Breslau in bie rngrrr 1 Wahl gestellt. !
Fischeln-Crefeld (Rhein), 9. Jan. In Fischeln wurde am Montag 5. Januar die Frau deS Gastwitts Heinnch Wolf von einem betrunkenen Belgier, dem sie Branntwein verweigette, mit dem Karabiner erschossen. Die belgische Zensur verhindert, daß die Nachttcht von dieser Mordtat sowie von der ungeheueren Erregung der Bevölkern^ in bie Zeitung kommt.
—♦— r,
Unpolitische Lasvsnachrichien.
Bezinerplofion im Zuge. Reichenberg (Böhmen), Durch Explosion eines Benzinbehälters, den ein Reisender mit sich führte, wurden laut „Reichenberger Zeitung" in der Nähe der Ctatioa Pardubitz in einem fahrenden Personenzug sämtliche Jnsaffen eines Wagens verletzt, darunter 37 schwer. Bisher sind acht Personen g e st o r b e n. Der Wagen ist bis auf die Eisenteile verbrannt. -;
Letzte Aachnchteir.
Die Frage der ReichstagSwahlen.
Berlin, 11. Jan. In der Preße war mitgeteilt worden, daß die Zeit kurz nach dem Frieden, also Ende Mai oder Anfang Juni, für die Reichstagsncuwahlcn in Aussicht genommen sei. Hierzu wird von zuständiger Seite mitgeteilt, daß es sich hierbei um Vermntnngcn handelt, da Beschlüsse der Regierung in dieser Frag« noch nicht vorliegen. Als unzutreffend wird die Behauptung bezeichnet, daß den Mehrheitsparteien Informationen für die Vorbereitung zum Wahlkampf von der Regierung gegeben worden seien. Die Nationalversammlung, die abgesehen von ihrer kurzen Tagung in dieser Woche, erst Ende Februar wieder znsammcn- treten wird, hat noch ein so umfangreiche» Arbeitspensum zu erledigen, daß sich heute noch gar nicht übersehen läßt, bis zu Welchem Zeitpunkt die Erledigung dieser dringenden Aufgaben möglich fein teerte.. !
Sein Steigen des MarkkurseS. ;
kg. Zürich,12. Jan. Die Ratifikation befl Frie- j dens hat keine merkliche Steigerung deS MarkkurseS in der Schweiz gebracht. In Zürich und Basel wurde! auch am Sonnabend immer noch im freien Handel nicht > mehr wie 50 Cent, geboten. f
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Mitteilungen ans hem Leierlreiie. j
Durch die Tagesblätter werden wir gewahr, daß auü die -VersicherungLangestellten in den Streit getreten sind. Unterzeichneter, welcher feit 4 Jahren als tberinspekto* bei einer der größten Lebens-Versicherungen angestellt! ist, erhält als Familienvater zweier unversorgSen Kinder , ein Monatsgehalt von sagx und schreib« 175 <M. davon I gehen noch Kranken- und Angestcllten-Beiträge ab, s«« ‘ daß ein Gehalt von 162 M übrig bleibt. Trotz all:» Borstelllmgen blieben die Berfickcrungsgesellschasten ge« gen eine Gehaltserhöhung taub. An Dividenden bei meiner Gesellschaft wurden an die Mtionäre noch 33% Prozent verteilt. Daraus geht hervor, daß dies« Gefell« schäften noch mit keiner Unterbilanz arbeiten. Und es sind die Angestcllien wohl berechtigt auf eine Erhöhung ihreri Bezüge zu bestehen. H. B a ch m a n n. ?
Briefkasten der "*->M!«lfwn8.
H., hier. Bezüglich deS lihröles und der Batterie' wenden Sie sich am besten an einen Sachverständiger^
F. v. S. Wegen dfeftr Frage müßten Sie sich schon mit dem Letter des städtischen Kohlenamts in Verbindung setzen und einen diesbezüglichen Antraa stellen.
Eiusender. Da» ist eine rein perfönlübe Angelegenheit, die die Kartoffelbezieher mit ihren Siefertmten ab- j machen müssen. Sie Preise find ja ost bekannt gegeben ’
Verantwortlich für den politischen Teil: finrt Hain!«; ffir den öttlichen und viovin». Teil: Wild. VI Kner. ■
Falle sind auf der Kattoffelstelle Austauschscheine zu empfangen. Ist jeboch bie Aufforderung ergangen, ’ kann bie Abgabe nur an bi« zngewiesenen Familie«., erfolgen. ।
ES Wirt» wiederholt daraus hingetoiesen, baß Me Abgabe aller über 3,00 Zentner pro Kops bezogene« Kattofseln abzüglich 5»/a Schwund für bie abzngebenb« Menge, wie auch bereits in einigen Brotkartenbezirke«' geschehen ist, streng burchgefühtt wirb, um bk Ein« wohnerschast möglichst gleichmäßig mit Kartoffeln zu versorgen. V
Marburg, den 12. Januar 1920. (258
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