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mit dem Kreisblatt für den KreiS Marburg

Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessm

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1920

Ser Frieden in Kraft getreten

T^nb formell mitgeteilt, daß die Bedingungen des

Als erster unterschrieb v. Simson, worauf v. Lerslwr vag vie Bedingungen des

seine chüerfchrist enter daS PretaLll setzte. <A «titer«,^^0^*nj*,a^a»6cs J.ut bte Beziehungen zwischen zeichneten dann der Reihe nach Lloyd George, Clemen- öe Bereinigten Staaten und Deutschland mag- ceau, Nitti und Matsui. Nach diesen vier Vertretern 0Cbenö ftn61

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e n statt der bisherigenVerlogenen Literatur" vcr-

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die Lifte der anszuliefernden Schuldigen auf

Truppen in infolge des

Aus über-

Die Haltunq der Dereiniqien Ätaatkli:

Die Bedingungen des Waffenstillstandes für die Beziehungen mit Deutschland maßgebend.

wb. W a sh i n g 1 o n, 11. Jan. (Havas.) Die Regierung der Vereinigten Staaten hat Deutsch-

Marburg

Montag, 12. Januar

der Großmächte, die den Friedensvertrag von Ver­sailles ratifiziert haben, folgten mit ihrer Unterschrift die Bevollmächtigten von Belgien, Bolivien, Brasi­lien, Guatamala, Kanada, Peru, Polen, Siam, der Tschecho-Slowakei und von Uruguay. Nachdem alle unterzeichnet hatten, erhob sich Clemenceau und sagte: Das RatisikationSprotokoll, das ztoischen den Mächten der Entente und DeutWand abgeschlossen worden ist, ist unterschrieben. In diesem Augenblick tritt also der Friedensverirag in Kraft, und es müssen alle seine Klauseln durchgesuhrt werden. Die Sitzung ist auf­gehoben." Vor dem Gebäude hatten sich während des

Abschied von den abzntreienden Gebieten.

tu. Berlin, 11. Jan. Der Reichspräsident und die Reichsleitung haben an die deutsche Bevölkerung der aus dem Reichsverband ausscheidenden Landes- teile «ine Kundgebung gerichtet, in der es heißt:

Der unglückliche Ausgang des Krieges hat und wehrlos der Willkür der Gegner preisgegeben und legt uns die schwersten Opfer auf. Das Schwerste, das mau uns aber aufzwingt, ist der Verzicht auf deutsch« Ge­bietsteile. Mit der gewaltsamen Trennung ist Each und uns hartes Unrecht geschehen. Das Recht der Selbstbestimung ist der deutschen Bevölftrung v e r- a g t worden. Wir werden di« Hoffnung nicht auf­geben, daß auch Euch eines Tages dieses nationale Grundrecht zugesprochen werden wird. Darum wollen wir Euch trotz allen Schmerzen voll Hoffnung und Zuversicht in dieser Abschiedsstunde zurusen:Treue um Treue!" Für das Recht unseres Volkstums wollen wir miteinander einstehen alle Zeit mit ganzer Kraft.

Baggern gestützt haben, in gewissen Einzelheiten ungenau sein könnten, der Ansicht, daß ihnen bezüglich der in Ham- bmrg befindlichen 80000 Tonnen Schwimmdocks ein Irrtum unterlaufen sein könnte. Wenn die Unter­suchungen zu denen die interalliierte Kontrollkommifiion schreiten wird, erweisen werden, daß wirllich ein Irr­tum vorgekommen ist, so sind die alliierten und assoziierten Mächte bereit, die Forderung entsprechend herabzusetzen, derart, daß sie auf 300 000 Tonnen in runder Zahl oder sogar darunter gehen werden, wenn die Notwendigkeit der Herabsetzung durch zwingende Gründe erwiesen wird. Es worden von den 400 000 Tonnen schwimmender Docks, schwimmender Kräne, Schlepper und Bagger, deren Ab­lieferung die Verbündeten verlangen, alle Schwimmdocks abgezogen, die nach der Ueberprüfung als ein Irr­tum in den Verzeichnissen der Verbündeten stehend an- erkannt werden, und die daher nicht bestehen. Immerhin wird diese Herabsetzung 125000 Tonnen nicht über­schreiten.

Die Ostsee-Blockad« aufgehoben.

mb. Stettin, 11. Jan. Nach einer von der Marine-Station eingetroffenen Drahtung wird die Ostseeblockade seit gestern nachmittag aufgehoben. Die ersten deutschen Schiffe sind bereits ein­gelaufen.

Wb. Berlin, 10. Jan. 200 Matrosen, die zw Besatzung des KreuzersDresden" und des Hilfs­kreuzersSeeadler gehörten und in Chile inter­niert waren, sind auf dem Bahnhof Charlottenburg eingetroffen und durch den Volksbund zum Schutze der deutschen Kriegsgefangenen empfangen worden. Nach einer nachträglichen Weihnachtsfeier reifte« sie zu ihren Angehörigen weiter. Die »Lhste Woche erwartet man weitere Transporte. Etwa 200 Unteroffiziere und Mannschaften blieben in Chile, wo sie eine neue Heimat fanden.

Dir Schutztruppe für Kamerun.

tob. Berlin, 10. Jan. Der Minister für Wieder­aufbau Dr. G e ß l e r, dem zugleich das frühere Kolo­nialministerium unterstellt ist, empfing" heute den Kom­mandeur der Schutztruppe für Kamerun, Oberst Zim­mermann, und eine Abordnung dieser Schutziruppe. Der Minister begrüßte in herzlicher Weise die aus der Internierung in Spanien zurückgekommenen Ange­hörigen der Schuhtruppe. Er dankte in tvarmen Wor­ten der Truppe namens des Vaterlandes fiir die großen Verdienste um die Verteidigung des Schutzgebietes und betonte hierbei besonders die allgemeinen und klimati- chen Schwierigkeiten, mit denen die Truppe zu kämpfen hatte. Trotzdem habe sie in zähem Ausharren, von je­der Außenwelt abgeschnitten, über 1% Jahre einer ge­waltigen Uebermacht stand gehalten. Das Vater­land würde diese ungeheure Leistung der Schutz- truppe für Kamerun nie vergessen.

300 Personen herabgesetzt wurde, verfrüht ist. Richtig ist, daß die Vertreter Großbritanniens fich sehr energisch für eine Herabsetzung der Auszuliefernden «insetzten. Di« Liste umfaßt noch immer 1000 Namen, die dann gestern auf 750 vermindert wurden. DerPetit larisien" sagt, daß Frankreich die Auslieferung von 00 Personen, Zivil- und Militärperfonen, verlangen ;uirb. Diese Zahl solle aber auf 300 herabgesetzt wer­den.

Der Lord-Kanzler verhandelte gestern mit dem Chef der Militärjustiz über die Auslieferung der getoitfer Verbrechen schuldigen deutschen Offiziere, namentlich auch über das Verfahren gegen den ehemaligen Deut­schen Kronprinzen, fotuie über die Mittel, um die Auslieferung durch Holland zu erwirken.

Am 10. Februar werden die verbündeten Regierun­gen die Liste derjenigen Personen überreichen, deren Auslieferung sie verlangen.

Deutsche"!

Berlin, 10. Jan. In einer von dem pazifistischen BundNeues Vaterland" im Herrenhause veranstalte­ten Versammlung sprach u. a. Eduard Bernstein über die Auslieferung des Deutschen Kaisers. Er sagte da­bei, das Buch Kautskys müsse in allen Schu-

Zeremoniells der Unterzeichnung einige Hundert sonen ei ngefunden.

Das Echreiben (£Ieiiieticeoii§.

In dem Schreiben, das Clemenceau nach dem tausch der Ratifikationsurkunden Frhrn. v. Lersner

gab, wiederholen die verbündeten Regierungen, daß sie, obgleich sie die Mrdergutmachung für die versenkten Schiffe von Scapa Flop» ausrrchterbalten, nicht die Ab­sicht haben, -die wirtschaftlichen Lebensinteressen Deutsch­lands zu beeinträchtigen. Sie bestätigen die Erklärungen, die der Geruralsekretär der Friedensionserenz am 23. De­zember dem Präsidenten der deutchen Abordnung münd­lich abgegeben hat. In diesen Erklärungen heißt es:

Die Sachverständigen der alliierten und assoziierten Mächte sind in der Erwägung, daß ein Teil der Erhebun­gen, auf die sie ihre Forderungen von 400 000 Tonnen Schwimmdocks, schwimmenden Kräbnen, Schleppern und

Berlin, 12. Jan. Tie Stärke der Deutschland beträgt einschl. Saargebiet Friedens 185000 Mann.

Deutschland muß zahlen.

Ivb. Paris, 10. Jan. (Havas.)

Unterzeichnung und Austausch der Urkunden.

wb. Paris, 10. Jan. Heute nachmittag 4 Uhr zeichneten am Qnah d'Orsay im Kabinett des Ministers für auSwärttge Angelegeuheiten Ministerialdirektor v. Simson und Freiherr v. LerSner in Anwesen­heit der Mitglieder des obersten Rates bas Protokoll vom 11. November. Sodann übergib Clemenceau die schriftliche Bestättgung über die Herabsetzung der Scha- densersatzforderung für Scapa Flow. Damit ist der Friede in Kraft gesetzt. Clemenceau erklärte, daß noch heute abend der Befehl zur Heimfrndung der deutschen Gefangenen unterschrieben wirb.

lieber die Zeremonie der Unterzeichnung des Pro­tokolls vom 11. November und den Austausch der Ratifikation, meldet aHvaS: Nm 4 Uhr versammelten sich Clemenceau, Lloyd George, Nitti und Matsui im Kabinett von Pichon. Gleich darauf wurde v. Lers­ner und v. Simson durch den Protokollführer eingr- füürt. Auf die Aufforderung Clemenceaus, das Proto­koll zu unterzeichnen, traten v. Lersner und v. Sim­son an den Tisch, auf dem das diplomatische Akten­stück lag, und setzten ihre Unterschrift darunter. Cl6- menceau übergab sodann den deutschen Delegierten das Schreiben über die Herabsetzung des schwimmenden Materials. Diese erste Sitzung hat kaum drei Minu­ten gedauert. Die deutschen Bevollmächtigten wur­den hierauf in den Uhrensaal geführt, wo die Dele­gierten der verbündeten Mächte bereits Platz genom­men halten. Clemenceau nahm vor dem großen Kmnin auf dem Präsidentenstuhl seinen Platz ein. Der Protokollführer Martin ersuchte die deutschen Dele­gierten, das Ratifikationsprotokoll zu unterzeichnen.

teilt werden. Es wurde eine Entschließung angenom­men, die jeden Vers,ich der Verhinderung des Verfah­rens gegen den früheren Kaiser als politisches Ver­brechen bezeichnet.

Tic llebecwachnngskommisfion.

kg. Berlin, 12. Jan. Die ersten 32 Mitglieder der interalliierten Kommission für Dciftschland sind

bereits eingetroffen und haben ihren Sitz in den inter­alliierten Gesandtschaften aufgeschlagen. Unter den Mitgliederii befinden sich auch 6 Amerikaner.

Die Besetzung der Abstimmung«- und abzutrctenden Gebiete.

wb Berlin, 10. Jan. Infolge der Nichtbeteili­gung Amerikas an der Besetzung der abzutretenden oder Abstimmungsgebiete wird die Stärke der Besatzungs­truppen folgende seinz, Schleswig 2 Bataillone an­statt 3, Danzig z Bataillone anstatt 4, Allenstein 2 Bataillone anstatt 4 und Oberschlesien 12 Ba­taillone anstatt 16. Nach ausdrücklicher Versicherung sollen diese Truppen weiter vermindert werden, wenn -S pch herausstellt, daß die Ruhe und Ordnung ge­sichert bleibt. Das Saargebiet wird einige Wochen der militärischen Kontrolle eines französischen General- Adinimstrators unterstellt. Während dieser Zeit soll möglichst wenig an den bestehenden Verhältnissen ge- andett werden, um der Regierungskommission nicht vor­zugreifen, die später eingesetzt werden soll.

Die Verhandlungen betreffend. Danzig und Memel haben u. a. das Ergebnis gehabt, daß unsere Beamten dort einstioeilen in Tätigkeit bleiben.

185 060 Mann Befatzungstruppen in Deutschland.

_ . _ Der Oberste

Rat beschloß, die Kosten der Kontrollkommission für die

Mit dem Inkrafttreten des Vertrags erwirbt der ftair- O siche Staat das Eigentum an sämtlichen Kohlen- seibe-rn des Sa rgcbiets. Die deutschen Koh- 'cnlieferungen an Frankreich, Belgien und Italien erstrecken sich auf zehn Jahre, an .Luxemburg ist (falls «r Ausschuß ein entsprechendes Verlangen stellt) ohne Vefr:ftung eine der Vorkriegszeit entsprechende Menge zu Essern. Die Lieferung an Frankreich beträgt jährlich ^Millionen Tonnen fest und die Deckung des Ausfalls an Wrderung der zerstörten sranzössschen Gruben mit jährlich tech'rens 20 und später 8 Millionen Tonnen. Die Ähressörderung betrug in Deutschland vor dem Kriege M,5 Millionen Tonnen, jetzt etwa 109. Zu den Kob- fei kommen noch drei Jahre lang Lieferungen an Frank- tuch von jährlich 35 000 Tonnen Benzol, 50000 «onnen Steinkohlenteer und 30000 Tonnen schw eselsauren Ammoniak. Ferner steht dem Aisschuß ein Bezugsrecht auf Farbstoffe und chrmssch- Elrinazeutische Erzeugnisse zu, und zwar bis zur Hälfte Gciamttzrenge jeder einzelnen Art, die sich am Tage Friedensschlusses in Deutschland befinden, oder über ^Deutschland verfügen kann, zudem bis zum 1.Juli und sodann für jedes folgende Halbjahr bis zum ^danuar 1925 ein Bezugsrecht bis zu einem Viertel der «iitschcn Erzeugustg oder, wenn nach Ansicht des Aus­gusses die Erzeugung hinter der normalen zurückblieb, bis y tiitem Viertel der normalen Erzeugung. Binnen E®?1 Zahre sind alle Konzessionen Deutscher in «Umland, China, den verbündet gewesenen Ländern und getretenen Landesteilen abzutreten. Die Rbeinschiff- Mtskommisswn tritt zur Neuregelung der Rheinschiff- jwtsiragen längstens binnen sechs Monaten nach dem gMiattretcn des Friedensvertrags zusammen. Längstens Rnen brei Moimten nach amtlicher Benachrichtigung P Deutschland einen Teil der ihm verbliebenen Flnß- fdisfe und Schlepper sowie der Geschästsanteile an kuschen Rheinschifsahrtsgesellschasten abzntreten. In Etofoutgjinb Stettin sind Freizonen auf 99 Jahre an die Whecho-Slowaken zu verpachten. Binnen 25 Jahren FJ® Inkrafttreten kann Belgien den Ban des Großschiff- -Mrtswkges RheinMaas auf der Höhe von Ruhrort deutsche Strecke nach seinen Plänen fordern.

j Dazu die Abtretung der Gebiete im Osten, Nor- uno Westen, über die wir Näheres ziffernmäßig mitge- M traben, der Verlust der Kolonien, di« völlige Ent- Mung Deutschlands und als größte Schmach zur ^lndmarkung des deutschen Namens und Vernichtung >e> ^Echen Ansehens im Auslande, in erster Linie «u Völkern des Orients die Forderung der Aus- pie rung.

Mi der Fritte bring!.

IBec Friede ist geschlossen. Was das deutsche Volk von ihm zu erwarten hat, haben wir kürzlich in großen Mtge, in die Erinnerung zurückgerufen,' fcytn nur allzu leicht gibt fich der deutsche Bürger optimistischen Hosf- «Mll»en hin ober verschließt sich der Erkenntnis harter Tatsachen. Nachstehend führen wir die wichtigsten Ein- zckbeite« der von Deutschland zu erfüllenden Leistungen ms:

Erst vom Tage des Inkrafttretens des Friedens an, also vorn 10. Januar, rechnen die Fristen für die Besetzung des linksrheinischen Deutschlands und der Brückenköpfe Köln, Koblenz, Mainz von 5, 10 oder 15 Jahre«.

Der Wiedergutmachungsausschuß tritt zum ersten Malein kürzester Frist nach dem Inkrafttreten de? gegenwärtigen Vertrags" in Paris zusammen: spä­terhin jeweils an dem Ort und zu der Zeit, die zur schnell­ste« Durchführung seiner Aufgaben geeignet sind. Seine Beschlüsse über den Betrag der Entschädigung wer­den spätestens am l.Mai 1921 aufgesetzt und Deutsch­land bekanntgegeben. Zu gleicher Zeit stellt er einen Za hlu n g s p l a n auf, der die Fälligkeitszeiten und die Art und Weise vorschreibt, loie Deutschland vom l.Mai 1331 an seine gesamte Schuld binnen 30 Jahren zu tilgen hat. Bleibt Deutschland im Rückstand, so kann der Aus­schuß eine andere Regelung vorschreiben. Mit dem 1. Mai 1921 deginnt die Prüfung der Hilfsmittel und Leistnngs- fähizkeit Deutschlands durch den Ausschuß. Aber schon während der Jahre 1919, 1920 und der ersten vier Monate 1921 hat Deutschland den Gegenwert von zwauzig Milliarden Goldmark in GvL, Ware«, Schiffen, Wertpapieren und anderswie als Ab­schlag auf seine Gefamtschuld zu zahlen. Aus dieser Smmne werden zunächst die Kosten der Besatzung und erst bann Nahrungsmittel und Rohstoffe bezahlt. Binnen zwei Monaten nach Inkrafttreten des Versailler Ver­trags hat Deutschland von seiner Handelsflotte alle : Schisse von 1600 Bruttotonnen und darüber auszuliefern, Meniec die Hälfte des Tonnengehalts der Schiffe zwischen IVöb awb 16v0 Tonnen und je ein Viertel des T'onnen- gehaltS der Fischereidampser und der anderen Fischerei- ftarzeuge. Binnen drei Monaten gibt der Ausschuß be­kannt, wieviel Tonnen Schiffsraum für ihn in jedem der folgenden zwei Jahre auf den Werften in Bau zu geben sind, binnen zwei Jahren nach Inkrafttreten des Vertrags, wieviel Tonnen int dritten, vierten und fünften Jahre lin jedem der fünf Jahre jedoch nicht mehr als 200000 B- t.). Binnen zwei Monaten siitd dem Ausschuß Ver- tkuh'.lisse über die zu liefernden Tiere (Pferde, Groß- und Kleinvieh), Maschinen, Maschinenteile teti Werkzeuge einzureichen. Die bekannten Tier- «ferungen haben binnen drei Monaten nach Inkrafttreten «es ?3erh«g8 zu erfolgen.

Der Unzeigenprei« beträgt fit die Sgefp. Zeile 50 4, amtliche und auseter-1« trge 60 r>, Reklamezeile 1.60 A. Jever Rabatt gilt al« Larrabatt. Lei100. Auskunft durch »i« 6e)*,5ft«ReUe u. Vermittlung »er Anaebsi gcblhr. Postscheckkonto: Mr. 6016 Amt Frankfurt

wb. Rotterdam, 10. Jan. LautNieuwe Rol- terdamsche Courant" heißt es in der Botschaft Wilsons an den demokratisch-nationalen Kongreß weiter, er fasse die Handlungsweise des Senats nicht als die Ent­scheidung des Landes auf und er sei immer noch davon überzeugt, daß die überwältigende Mehrheit de? Landes die Ratifikation des Friedensvertrages evrlange.

Hoover erklärte in seiner Botschaft über die finanziellen und wirtschaftlichen Verhältnisse Europas, Europa müsse an die Arbeit gehen, statt auf die Vereinigten Staaten zu rechnen. Die Bedürfnisse Ita­liens wären geringer, wenn es fein H«r und fein: olotte demobilisiere. Wie er wisse, bedroh« n i e- mand Italien. Oesterreich sei dec mitgenommenste Staat Europas. Die Eedeutung der Erklärung Hoo­vers kann nicht überschätzt werden, vor allem, Iveil Hoover von seinen Anhängern als ein Pr äsidcnt - ch a f t s k a n d i d a t, der sowohl für die Republi­kaner, als auch für die Demokraten annehmbar ist, bezeichnet wird.

wb. Am sterdam, 10. Jan. LautTelegraaf" meldet dieTimes" aus Washington, daß augenblick­lich so gut wie keine Aussicht besteht, daß die Ber­einigten Staaten den Garantievertrag mit Frankreich ratifizieren. Wie das Blatt weiter meldet, ist die amerikanische Regierung noch immer für eine Volks­abstimmung über die Frage der Ratifizierung des Friedensvertrages.

y/T: ?ari9, 10. Jan. DasJournal" schreibt, Str bon englischen Blättern gebrachte Nachricht, der-

DieOberhessifche Zeitung- erscheint sechsmal wöchentlich. Der M4k (j Bezugrpreie beträgt monatlich 2,50 A. frei in« Hau«; durch die Poft v 2.50 ohne «estellseld Stria« «eit vc. k. Hitzeroth. Druck der Uni» - Buchdr. von I » h. > u g. Koch. Markt 21/23. Zenfiprecher 55.

Rheinlande Deutschland aufzuerlegen, ebenso wie diejenigen für die Besatzungstruppen.

Keine Reichswehr in der neutrale» Zone.

tu. Berlin, 10. Jan. DiePreß-Information" meldet aus Paris: Der oberste Rat hat auf Antrag Fachs beschlossen, daß die Rückziehung aller in der neu­tralen Zone befindlichen Reichswehrtruppen innerhalb 14 Tagen erfolgen muß. Interalliierte Kontrollkom­missionen werden die Ausführung der betreffenden Be­stimmungen überwachen. Ueber die Zurückziehung der Polizcitrupen oder sonstiger bewaffneter SicherheitS« organe ist eine Entscheidung noch nicht getroffen.

Französische Truppen au der tschechisch schlesischen Grenze. _

tu. Hirschberg, 11. Jan. An der tschechisch­schlesischen Grenze im Ricsengebirge sind die tschecho­slowakischen Grenzwachen zum größten Teil durch französische Truppen erseht worden.

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Die Rückkehr der Krieq-Aflinstklien.

tvb. Berlin, 10. Fan. Minister Louchenr und der Generalsekretär Dutasta erklärten Freiherrn v. Lersner auf Anfrage, daß alle Vorbereitungen für die Heimschaff-mg der deutschen Kriegsgefangenen in ein­gehender Weise getroffen feien, und das; der AbtranS- port am Tage her Inkraftsetzung des Friedensvertrages sofort beginnen ivcrde. Der gesamte Heimtransport aller Gefangenen dürfte ohne Unterbrechung auft schnellste durchgesührt werden.

Köln, 10. Jan. Wie derKöln. Zig." ein vo» wenigen Tagen aus Frankreich zurückgekehrter kriegs­gefangener Offizier mittrift, ist in den französischen Sagem der Abtransport der Gefangenen bereits vor­bereitet, und zwar sind die Gefangenen aus tranS- parttechnischen Gründen nach ihren Heimatsländern gestaffelt. Zuerst werden die Gefangenen heimbe- fördert, die im besetzten Gebiet zu Hause sind, dann eit Süddeutschen: Bayern, Badelte>. und SEBüttim bergen, und zuletzt die Preußen.

Gens, 10. Jan. Das PariserJournal" melder.' Nancy wurde zum Hauptsammelplatz der abzntrans« portierenben Kriegsgefangenen bestimmt. Es werde» vom 15. d. M. ab wöchentlich 120000 Kriegsgefan­gene aus dem Wiederaufbatigebiet zurückgezogen.

wb. Paris, 10. Jan. Nach einer Meldung bei -New Pork Herold" wird der König von Eng» land anfang Mörz einen offiziellen Besuch in Parig abftaitca.