je Botfcäti r:beß sich hier nur um gelernte Arbeiten
, nackün,! , bezwecken. -
fu erster;
rn ringe«* t>ung mrk! i. Wirt- zrad an- ! Gewicht
zwischen den Bemssvercinigungen des Versicherangsge- werbe? hat das Reichsarbeitsmimsterimn beiden Teilen bie Einsetzung eines unparteilichen SchlichtunosouSschusse? l twrgeschlagen. Der Vorschlag des Reichsarbeitsminifte- " riumS ist zwar vom Zentralverband der Angestellten an-
bezwecke^! ctung än<j
Die Lage im Acrfichrrungsgewervr.
tob. B e Hin, 7. Jan, In den Tarifstreitigkeiten
Wx.
en, fand I rbahner« n obev« nahmen. ■ i>e Ent« -dert di« ' 8. Eie.
U daß mit dem Ausbruch ernster Streitigkeiten im Lersiche- M «ngsgeiverbe gerechnet werden muß.
n s ch e n M genommen worden, dagegen hat der Arbeitgeberverband der !T deutschen Bersicherungsunternehmungen ihn abgelehnt, so«
Deutsches Zieich.
T' — Der frühere bayerische O3aig Ludwig ITL der stch M Oktober vergangenen Jahres im Palasthotel 2o» earno aushält. feierte gestern im Arris« seiner Familie seinen 75. Geburtstag. Au« Bayern, den übrigen ; Teilen Deutschlands und auch au» der Schweiz find ihm zahlreiche Glücknnmschtelegrcnmn« zugegangcn. Zahlreiche Tessiner und Ausländer begaben sich in dar Büro
nicht
des Hotels, um ihren Namen in die dort aufgelegt«
forderte
Liste einzutragen.
Vorschuß werde» jj wen, so für di« >rt ein-
nbahner > habe»
r ibahner f che $c- istrrium i !rlangk.
8 Teil« ■ Bahn- i Mstellt j r noch;
i. De« hrt. jrinmt» üsstäu- runge» ' mhner- , nd ab- ; geführt ifrecht- ht der it de» tg mit britrr- nister» berfeld en der
— Der Reichspräsident empfing gestern da» Präfi- dkum des Reichsverbandes der deutschen Industrie. Die i.ichSregierang sei entschlossen, jeder unberechtigten Lrbciisverweigerung entgegenzutreten; sie erblicke aber mich andererseits ihre Aufgabe darin, den berechtigten Forderungen der Arbeitnehmer so zu erfüllen, wie «8 zur vollen Entfaltung der gewerblichen Produktion erforderlich sei. Weiterhin erfordere dir Finanzlage Deutschlands gebieterisch durchgreifende Maßnahmen. Bon der vaterländischen Gesinnung der deutschen Industrie erwarte er, daß sie der bitteren Notwendigkeit gerecht werde. — Wie die „P. P. 31.“ vom NeichÄohlen- dnnmissar erfahren, wird die Kohlenversorgung der Berliner Industrie in den nächsten Tagen sich bessern.
— Roch keine Aufhebung des Belagerungszustandes im Ruhrgebiet. Wie dem „Berl. Tagebl.“ berichtet wird, verhandelt der ReichLkommiffar Severing aus dem Rlchrrevier mit der Regierung wegen Aufhebung des Belagerungszustandes im Ruhrrevier. Rach seiner Ansicht könnte infolge der syndikalistischen Bestrebungen auf Erzwingung des Sechsstundcntages im Ruhrbergbau zur Zeit auf außergewöhnliche Vollmachten nicht verzichtet werden. Die Aufhebung des Belagerungszustandes könnte dort nicht vor Ende Februar oder Anfang März vorgcnommen werden.
— Das Ende der deutschen Schutztruppe«. Die letzte Nummer des amtlichen „Deutschen KoloniakblakleS" , veröffentlicht eine Verordnung des Kolonialministers Bell, der zufolge die Schnhtruppen von Deutsch-Ostafrika und Südivestafrika aufgelöst iverden. Heber die , Auflösung der Schuhlruppe von Kamerun wird noch ein weiterer Befehl ergehen. Die Abwicklungsgeschäfte werden dem Smmitanbo der Schutztruppen übertragen, das fürderhin die Bezeichnung führt „AbtvicklungSaml des früheren Kommandc>s der Schuhtruppcn im Reichs- koloiiialministerium“. Im Anschluß daran richtet der
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Kolonialminister warme Abschiedkworte an die aufgelösten Truppen, in denen er dankbar die militärischen und kulturellen Leistungen der Schuhtruppen anerkennt.
— Die „Aufwandsteuer". Ueber die von Erzberger in seiner Stuttgarter Rede errvähnte Avfwandfteuer macht der demokratische Abgeordnete Gothein in der ^lationalzeitung" folgende Mitteilungen: Die Luf- J 1 * teer.bftrntr ist meines Wissen» ungefähr so gedacht» daß jeder, der über ein gewisses Mindesteinkommen verfügt ! ‘ — sagen wir 10 000 oder 20000 A — sein Vermögen vermehren soll. Weist diese» am Ende der — wohl I drei «übrigen — Steuerperiode nicht «inen entsprechen- : den Zuwachs auf, so tvar er ein Versehtoender, hat über- ' mäßigen Aufwand getrieben, wird daher mit einer Strafsteucr. der A n s wa n d st e ue r, belegt, ' ausgenommen, er kann Nachweisen, daß die Vermögens- , Verminderung auf andere ungünstige llmstände gurück- ' zuführen ist. Schon wer über ein Einkommen voll t ! 10000 verfügt — und das find schon heute die besse- ; 1 ren Arbeiterfamilien, zumal daS Einkommen der im ge- ' «einsamen Haushalt lebenden, selbst der volljährigen ■ Kinder, dem der Eltern zugerechnet werden soll — ist nach der Reichsabgabenordnung gehalten, übet feine sämtlichen Einnahmen Buch zu führen und diese Bücher zehn Jahre lang auszuheben. Natürlich wird es notwendig sein, den Auftvand nach der Zahl der im Haushalt anwesenden oder vom Haushaltsvorstand zu unterhaltenden Familienmitglieder behördlich festzufiel- len, eine angenehme Aufgabe für die Steuerbehörde, die zudem für jeden Wohnort völlig verschieden gelöst werden mußt Kathrin weift dann nach, daß eS völlig un- « ö g l i ch ist, den Aufwand auch nur für eine Großstadt einheitlich festznstellen und knüpft an das Ganze eilte Kritik, die ihn als entschiedensten Gegner dieseI neuesten Erzbcrgerfchen Steuerplans erkennen läßt.
— Tie Frist für die Beranlagunz zur BeemSzenS- zuwach-steuer soll laut „Boss. Ztg.“ verlängert iverdcn.
— Der RrichSnürtschaftSrat. Ter RcichSrat hat die Beratung der Vorlagen über den Reichswirtschaftsrat von der Tagesordnung abgesctzt und auf einen Zeitpunkt nach dem 20. Januar vertagt. Damit dürfte eS al» aus- geschloffcn geile», daß der Reichswirtschaftsrat noch im ersten Viertcliahr -usamryfutritt.
— Der Reichsbunb deutscher Techniker stellte als Hauptpl'.nkt in seiner vom 8. bis 11. Januar in Hannover stattfindcnden Reichstagung den Antrag auf Schaffung eines technischen ReichSministe- kiriums aus die Tagesordnung. Weiterhin wird ge- fc v.ert, daß der Lehrplan der delüfchen Schule mit dem für unsere Volksbildung so notwendigen technischen : Geiste durchsetzt werde.
| ’ — Tie T ueLforberunz Hauptmann v. Kessel» ■«
Pfarre- Rump. Entgegen einer ..von beteiligte Seite' dem Wolff-Büro zugegangenen und mit dieser Kennzeichnung am 9. Dezember veröffentlichten Nachricht über mehrere Duellforderungen, die dem Pfarrer Lie. Dr. Rump wegen seines Verhaltens im Warloh-Prozeß überbracht worden sein sollten, sendet Rump eine Berichtigung, in der eS heißt: „Die Meldung ist voll- inhalllich erfunden. Ich habe niemals ausgesvien, we- |1 der vor dem Polizei^nlptmann V. Kessel noch Vor sonst wem. Ich habe auch nur eine einzige Forderung, die« I I jeitin? Kessels, bekommen. Diese Forderung überbrachte ; S wir Oberleutnant Deckuris, indem, er sich hinterher gvi- schen meine von mir geführte Frau und mich drängte, auf öffentlichem Wege und inmitten des nach Hause eilenden Pub likums. Ich lehnte die Forderung ab, weil die Handlungsweise Kessels lediglich Gegenstand eine? Gerichtsverfahrens sein kann und nicht eines 8offrugangS."
)atte
if.
— Ter Prozeß Erzberger Tr. Helfferich, der am 19. Januar beginnen soll, wird wahrscheinlich bald wiedcr bertagt werden muffen, da von beiden Prozetzgegnern «eueö umfangreiches Beweismaierial eingereicht worden
Tie Verhandlungen sollen aber am 19. beginnen.
U-i: pUlltliüji Aiiyvss
Festnahme eines Einbrecher, und MörderpaareS. Berlin, 7. Jan, Heute früh gelang eS beat Krimi, nalkommissar Bänger und seinen Beamte«, die berüchtigten Einbrecher und Mörder de» Kriminaloberwacht- mristers Erdmann, die Gebrüder Emil und Erich Strauß zu verhaften. Sie hielten sich unangemeldet in der Köpenickerstraße auf. Beide wurden ge- feffelt nach dem Polizeipräsidium gebracht. Bei den Einbrechern wurden Pistolen und Dumdumgeschosse gefunden.
Der reueruugSzuschl«, der Buchhändler. Berlin, 6. Jam. Die Berliner Buchhändler erheben seit einiger Zeit einen Teuerungszuschlag von 20 Prozent statt der bisher üblichen 10 Prozent. Wie die „Nationalztg." berichtet, sieht da» «rithLwirtschastSministerium hier den Fall de« Wucher« für gegeben an und hat den Buch- Händler-Börsen verein in Seipgig aufgefordert, die Berliner Buchhändler zur Herabsetzung ihrer Preise zu veranlaffen. Diejenigen Buchhändler, die den Aufschlag auch weiterhin erheben, haben die Beschlagnahm« ihres gesamten Lager» zu gewärtigen.
Eisenbahnunglück in Italien. Mailand, Ü. Jan. .Corriere della Sera" meldet, daß sich bei Verona rin Eisenbahnunfakl ereignet hat, bei de» e» zwei Tote und etwa 30 Verletzte gab.
Sinken de» Hochwaffer» auch tn Frankreich. Paris, 6. Jan. Die Seine, Marne, Oise und AiSne beginnen langsam zu fallen.
Da» katastrophale Erdbeben in Mexik».
IR es Ha, 9. Jan. Das Erdbeben bei verarur« ha« 890 Opfer gefordert. — Eine andere Meldung sprich« von 2090 verunglückten, dabei 1009 tödlich.
Marburg und Amgeg««.
Marburg, 8. Januar.
♦ Universität. Dem a.o. Professor Dr. Paul Friedländer in Berlin ist unter Ernennung zum Ordinarius der durch Heberfiebtfung deS Professor» K. Reinhardt nach Hamburg erledigte Lehrstuhl für klassische Philologie an der Universität Marburg über- tragen worden.
♦ Stadtverordneten sitzung. In unserem gestrigen Bericht muß es in dem Absatz betreffend Beitritt Marburg» zum Städteverbaud in der 10. Zeile, wie ja auch au» dem ©hm leicht hervorgeht, statt einseitig einheitlich heißen. Ferner bei der Wahl zum Mietausschuß Oberpostassistent U r s p r « ch statt Ursprung.
* Ein Dank. Man schreibt uns: Zur Weihnachtsfeier wurden der 4. Komp. M.-G. «btl. I aus Marburger Kreisen zahlreiche LiebeSgaben-Pakew zugesandt. Nach Rückkehr in Deutschland haben die Leute durch diese Aufmerksamkeit doch gesehen, daß un» die Heimat nicht ganz vergessen und verstoßen hat. E» ist das nattoiraft Empfinden der Mannschaften, die alles für da? Vater- ftrnb geopfert haben, dadurch befestigt worden. Tie Komp, dankt herzlichst allen Spendern, besoiü>crs aber auch den Schülerinnen einer Marburger Schule, die sich so zahlreich daran beteiligt haben. Ofsz., Unterofsz. und Mannschaften der 4. Komp. M.-G -Abtl.!, Eiserne Dib.
♦ Die Schnhpreike. Als Anhalt für die Prcis- überu.-achung können nach einer Mitteilung des Rrichswirt- schastsminisieriums auch jetzt noch die Richtsätze der Gnt- achterkommission für Schnhwarenprrise bknen. Rach die- scn dürsen sich die Ausbesserungsprrise nur au» drei Tei- ,ten znlammenßtzen: Stosskosten, NrbeitSlöhm mich Unkosten zuzüglich Gewinne. Die Preise für Leder sind bei den Händlern sestzustellen. Schnittverlust kann nicht be- rechnet ioechen. da die Abfälle wieder verwendet werden. Für den Arbeitslohn ist ebenfalls nur der tatsächsich ge- -ahlte Lohn maßgebeiw, Zeitlöhne nach Anteil. Zu« schneiden, modellieren »nd dergleichen darf nicht besonders berechnet werden, außer bei einer ungewöhnlichen Form des Fußes. Bei den hohen Stoffpreisen und Löhnen ist ein Zuschlag von 20 bis 2b ». H. für Unkosten und Ge- ti/inn als angrinessen mck ausreichend anzusihen, für neues Maßschuhwerk 25 bi» 30 6. H.
* Gestörte Fahrt. Ein etwa 4Zentner schweres Sckloein, das anscheinend in der Frankenberger Gegend „heimlich zum Entschlasem" gebracht worden «var, mußte gestern, so teilt man nn» mit, auf de« hiesigen Bahnhof seine letzte Fahrt, die vermntlich nach Frankfurt gehen sollte, unterbrechen.
♦ Gewerbliches. Eine Schuhmacher-Versammlung ftmb gestern auf Einladung der Lederhändler im Pfrifser'schen Saale (Seebode) statt. Man besprach in ausführlicher LSeiie die Lage des Schuhgewerbr», die Preist, die gesetzlichen Bestimmungen usw. Aus Setten der Schuhmacher macht sich, so tritt man un» mit, die Erscheinung geltend, daß wie überall Berhandlmngeu und Festsetzungen von Organisation zu Organisation erwünscht sind.
♦ Glatteis, dieser äußerst gefährliche Marburger Winter gast, stellte sich heute srüh ganz urplötzlich ein. Die Straßenpassanten waren übel dran, denn das schon ans Nächstenliebe stlbstLerftäudliche Streuen ließ meist so lange auf sich warten, bis die Polizeibeamten gemahnt hatten. TaS haben sie eigentlich nicht nötig. Wenn Jemand aus ungestreuter Fläche zu Schaden kommt, macht die Hastpflicht beim Schadenersatz Schwierigkeiten.
• Schöffengericht. Ein Gastwirt, der zu verbotener Zeit Schnaps auSgeschänkt batte, wurde zu 30 -ck Geldstrafe verurteilt. — Wegen falscher Beurkundung hatte sich eine Frau zu verantworten, die in einer Anstalt Ankenthalt nehmen mußte und dabei nicht den Name» ihres abwesenden MmmeS, sondern einen anderen angegeben hatte. Urteil: 4 Wochen Gefängnis. — Ein Zwangszögling, der Veld gestohlen hatte, wurde einschließlich einer früheren Strast zu 8 Wochen Gefängnis verurteilt.
* Wie die hiesige Lotterie-Einnahme mitteilt, Haden rwch viele seitherige Spieler ihre Gewinne noch nicht abgehoben tntb die Lost nicht erneuert. Wer dies njcht umgehend besorgt, versiert seine stither gespielte Nummer stm bei der sehr starken Nachfrage nach.Lost« die Einnahme geuöttgt ist, über dst «och vorhandenen Lost anderweit zu verfügen.
Uteter, Konzerte. Ber^mmlmWe, »sta.
* Deutschnatiouale Volkspartei. Heute abend 1/29 Uhr bei Seebode Generalversammlung, wozu das Erschrinen aller Mitglieder erwünscht ist.
• Da» Lüdenscheider Orchester ist der Verkehrsschwierigriten wegen leider verhindert i» 4. Reustldtschen Künstler-Konzert aufzutreten. E» ist der Konzertdirekttan gelungen, für diese« Abend, der nunmehr Sonnabend, den 17. Januar stattfindet, da» Post- Luartrtt an« Frankfurt a. M. zu gewinnen, das sich durch zahlreiche erfolgreiche Konzertreise« In den ersten Mufikstädten Deutschland», wie Berlin, Leipzig, Dresden, Stuttgart, Karlsruhe m. a. 6en Ruf einer unserer hervorragendsten Kammermusik-VerettttMmgen begründet hat. Eintrittskarten bd Kurt Stuft ibt, Brchnhos- ftraße und Barfüßerftrah».
»v t» ».i >u V » » i Uj i ; 4? t v i V livLCUT», (JC U: Andra, die so belrebt- Filmscharrspstlerin, R ad heute wieder in einem ihrer besten Dramen ;u betmindern. Dem Drama siegt der Gedanke zu Grunde, daß der Mond auf besonders geortete Naturen einen sonderbaren Einfluß ansübt. Fern Andre hat mit dieser» Film zw-ifrlsos rin Kunstwerk geschaffen, daß einzig tn seiner Art da steht mit einer äußerst spannenden Handlung und tragischen Szenen.
'(:) Nortzeck, 5.Jan. Gestern abend fand im Saale de» Gastwirt» Heinrich Stelzenbach eine Versammlung statt, in der Studienrat Heinze au» Marburg von bet Deittschnattonalen Volkspart« ehern Vortrag Über die gegenwärttge Lage über die Parreien hielt. Am Schluß wurde Anregung zur Bildung einer Ortsgruppe genmcht. Eine Anzahl Einwohner von Nordeck «nd Vinnen unterzrichneten.
:: Rollshausen, 7.Jg«. Gestern sichh gegen V*6 Uhr ging hier ein Stallgebäude in Flamme« auf.
:: Kirchhain, 6.Jan. Der Schulanfang für sämtliche hiesigen Schulen ist auf de« 13. b. Mts. fest« gesetzt worden. — Durch den emgetretenen Frost hat sich da» Hochwasser «nieder schnell verlaufe«, und die Jngeich huldigt wieder dem Eissport.
tzrankenberg, 7.Ja«. Beim Mückrsviel mit Zigeunern, die in letzter Zett so stark wie «och nie in hiesiaer Gegend vertreten find, verlor ein Eisenbahn«: 1500 Mark
<*< Neustadt, 5.Jan. In der letzten Sitzung der Stadt v erord »eten-Berla mrnhtng wurde beschlossen, der Baugenossenschast „Eigenheim", die di« Erbauung von Einsamisienbäuscr bezweckt, um der Wohnungsnot abzu- belsen, das städtische Eigentum am „Ruschelber^ zu Bauzwecken zur Verfügung z« stelle« «nd zwar zu 50 Psg. den Omchratmeter. Abgekehnt würbe die Gewährung von besonderen Ortszusagen für Lehrer und Lehrerinnen. In baS zu bildende MietSeinignngsamt für die hiesige Stadt wählte das Kolkeaivm den Nsenbahnarbriter Wilhelm Wiegand und den Förster Wachsmuth, während der Magistrat den Bauunternehmer Anton vom Schloß «nd den Mbh- kenbesitzer Theodor Gies als Mitglieder bestimmte. Tas Gehalt de§ neu zu wählenden Stadtsörster» wurde auf 1200 Mark Grundgehalt, 1700 Mark Höchstgehalt, 200 Mark Wohnungsgeld und 100 Mark BrennbolzentschKn- gung neben den staatl. Teuerungszulagen festgesetzt. Der seitherige Sttchtförster Hans Elausiu» hat am 1. Januar die Stadtsörsterstelle in Zieren berg angenommen, da er sich hier gehaltlich besser steht. Infolge be» ständige« Wechsel» der hiesigen Stadtförster nach 2—3 Jahren dürfte die intensive Bewirtschaftung de» 400 Hektar großen Stadttvaldes zum Nachteile der Stadt in Frage gestellt ftitt — Aus dem hiesigen Bahnhof beschlagnahmte Poli- zeiwachtmeister Schöppner 17 Pfund Butter und 212 Pfund Weizenmehl.
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Kessen-Mffmrrmr Nach-SVsebißte.
Cassel, 7. Jan. Ende September hatte sich aus der Blockstelle Blankenheim bei Bebra ein schweres Eisenbahnunglück ereignet. Auf eine dort stehende Lokomotive stchr ein von Hersfeld kommender Güterzug. Hierbei entftanb großer Sachschaden, außerdem kamen zwei Menschen ums Lebe«, darunter der Loka- motivsührer de» Güterzuge», fünf Personen wurden schwer verletzt. Der Lokomottvsührer Paßbauer, bet mit seiner Lokomotive auf dem Gleise hielt, «nd der Weicheusteller Jakob hatten sich gestern vor der Strafkammer Caffel wegen Fahrlässigkeit zu verantworten. Da» Gericht konnte jedoch von einer Schuld der beiden Bahnbeamten nicht überzeugt werden und sprach beide frei. — Der Rechtsanwalt und Stadtverochnete Brill hat beim hiesigen Amtsgericht einen Antrag auf Erlaß einer einstwellige« Verfügung der UngültrgkeitSerllä- rang der Wohnungsbeschlagnahme durch das pLttsche Wohnungsamt in zwei Fälle« gestellt. Der Termin steht für Donnerstag an. Di« sozialdemokratische Stadtverordnetensraktio« hatte diese Angelegenheit »um Gegenstand einer Anfrage in der gestrigen Stadtverordnetensitzung gemacht. Bürgermeister Brunner be- -antwortete die Anfrage dahingehend, daß der Magistrat die Wohnungsbeschlagncchm« für auf geschlicher Grundlage beruhend ansehe, «nd daß b«rch ihre Aufhebung große» WohnnngSeleüd über die Stabt kommen werde. Die Stadtverordnete» sprach«» sich schließlich mit großer Mehrheit für die Vom Magistrat getroffenen Wohnungsmaßnahme» aus,
«t. Frankfsrt a.M, 7. Jan. Auf Beranlas- stl»g der KriegSwucherabteilung nntrben die Inhaber der Armaturenfabrik Heidelberger wegen Kriegswucher» verhaftet. Sic haben die Heeresverwaltung ine viele Hunderttausende betrogen, indem sie schon al» minbe» wertig abgelehnte Ware in» Feld sandten. Welche Riesengewinne von den Gebrüdern Heidelberger «nb ihren Helfershelfern gemacht wurden, geht daraus hervor, daß sie die H Lste de» Personal» der Geschoßsabnk in Siegburg, mit der sie in Geschäfts Verbindung standen, bestechen konnten. — Der Main fällt beständig. Die Aufrichtung der Wehre wird heute beendet, sodaß die Schiffahrt wieder aufgerunnmen werben kann.
mc. Höchst a.M, 7. Jan. Am Montag wurde im Sitzungssarle des Kreistage» bie landwirtschaftliche Mittelschule für den Kreis Höchst eröffnet
HerSfeld, 7, Jan. Eine Mitgliederversammlung be» Bauernvereins in Asbach nahm einstimmig eine Entschließung an, worin gesagt wird, dir Landwirte sähen in der Ablieferung de» Hafers z» einem Preis von 20,50 Mark für den Zentner kein Mittel, um die miuderbemittelte Bevölkrnng mit billigen Lebensmitteln zu versehen, wenn dir Hafernährmittel mit 150 Mark und mehr für de» Zentner tn de» Handel gebt ad; ■ würden, sondern eher ei« Mittri, um die Taschen des Handels und des Schiebertmn» zn fülle», weshalb sie bie Abgabe be» Hafers zu diesem Preis, der in keinem Verhältnis zu den ungeheueren Produktion»- kosten stehe, ganz entschieden ablchnten. >
Fulda, 7. Ja«. Der „Fuldaer Zeitung" zvflckge zufolge sicht eine BischofSkonfevenz bev«^ zn der die Teilnehmer am 20. L hier eiutreffen.
Hschschulnachrlchten.
X Grüuduu, be» «erbanbe» bet deutsche« Fachschule«. Auf der Hochfchulkonferenz in Halle wurde unter Teilnahme von etwa hundert Lehrern aller deutscher Universitäten und Hochschulen der »Verband der deutschen Hochschulen" gegründet, der die Vertretung der Hochlchitten im <Sen gemrinsim-m Fragen zum Zweck hat.
X Der Deserteur al» Hachschullehre,. In einer Zuschrift an die «Deutsche Ztp.' wird fektgestellt, daß an
ixt 11.u. ..-.1 löt Lim JUt
Rieokai, 6er während be» Kriege «sch PemrigL-' nntg deS Fahneneides tn einem HeereSflugzenge nat> Tänemark desertiert ist und von dort an5 dsutfchk.-'md- liche Hetze getrieben hat, wieder eine Vorlesung cnfiin* digt. Die Studentenschaft wird, ba dir Profe^erer, nicht von dem Deserteur ak>ge',iickt kien, zur S-.kck- Hilfe aufgefordert gegen einen Hochschlilleb.ee, her «-3H- reud des Krieges eine so merkwürdige Äuffaffung atu vaterländischer Pflicht gezeigt habe.
——*-- -X
Vrtzte Srachrichrm.
Der Elseröahuerauöftaud.
bi. Esse«, 8. Ian. Der Eisenhafai-caurstaud hn rheinisch-westsäkischen Jndustriebezirk nimmt immer größeren Umfang an. Hierdurch wird befoiAerS die Endung der Güterwagen unmöglich gemacht. Die Milchzüge; werden noch atzgeserttgt, die dringendsten NotstattdSarbei-' kn anSgeführt. Auch tn Düsseldorf lag im Lause be»' gestrigen Tage» der Verkehr still. $k Bahnhöfe waren geschlossen. *
Berlin, 7.Ian. Die Vereinigung ->er leitenden Angestellten in Handel und Industrie eifl;i v -ch gegen des Ausstand im Bersichermtgsge,verbe urb ? ü dementsprechend ihre Mitglieder rmjgesordert, bie Arbeit nicht niederznlege«.
tu. Danzig, 8.Jan. Gestern find Ne ttr.ge» stellten der hiesigen Werft in den Susstari» grircien« weil ihr Ultimatum wegen neuer Berhmcklungen die: Nevregriung de» Geholtes nicht beantwortet wurde.
Kundgebungen ta Este« und Hamburg.
tu. Esse«, S. Jan Auf de« Kruppsche« Werkelt ve'rließcn gestern etwa 500 bis 600 Arbeiter ihre Ar-! beitSstätten und veranstalteten vor dem Gebäude der Sektion wegen eines in den „Kruppschen Mitteilungen^, erschienenen Artikels eine Demonstration. ES kam zn einem Zusammenstoß der vor dem «Sebände harrenden^ Demonstranten mtt einer Reinen Abteilung der Sicher» > heitSwehr, die von der Menge umzingelt wurde; die' SickierhettSwehrsoldaten wurden entwaffnet, dies Waffe» zerschlage». Ifö Beraustalter der ®eaj monstration wurden der Redakteur des .Ruhrecho" unb der Parteisekretär der Unabhängige« festgenommen. ,
wb Hamburg, 7.Ja«. Anläßlich einer ffunb»; gebung der Erwerbslosen vor dem Rathaus gaben biej vor dem Rathaus ausgestellten SicherheitsMannschaften,, nachdem sie bie Menge wiederholt vergeblich zum Au»- j einanbergeben ausgefordert hatten, einige Schüsse ah, j Daraus zerßvente sich schließlich die Menge. E» wurbg i lüemaud verletzt.
Erfolgreicher F«t,a», der deutsch-pakuische« P«,-- ;
Handlungen. .
tu. Berlin, 8. Jan. Bon zuständiger Stelle wird mitgeteilt, daß die in Berkin begonnenen und nach Pari»1 verlegten deutsch-polnischen Verhandlungen <>t einet j Einigung über ein VerwaltungZabkom men geführt! haben. i
Ernste Lage an der polnischen Ostfront. '
tu. Warschau, 8. Ja«. Wie der „Ämter Po» uannh" meldet, begibt sich MB DtaaVSoberhauvt Pil» sudski in den nächsten Tagen an die Cftfreet, e» be®j ernste Ereiguisie militärischer Ratnr bevorstehen. Dtt Blätter melde«, daß die polnischen Militärstellen all«! Maßnahmen zur Abwehr der von den Bolschewisten füt, das Frühjahr vorbereiteten Generxckofsenfive treffe*. Die Lage an der Front trirö al» ernst bezeichne«.
Die bolschewistische Bewegung in Amerika.
hu Washington, 8. Jan. Griche» Aufsehen evoj Ägt bie Nachricht, daß das Justiz- und Polizeidepartt« i ment aus seinen Listen die Name» von über 8000#. Extremisten führe und daß in der nächsten Zett Witeröl Verhaftungen vvrgeuommen werden würden.
Die türkischen Wahlen. ,
wö. Pari», 7. Jan. Nach einer Mellmng aut< der Türkei sind die Wahle» zugunsten des Semiieti' „Einheit nnb Fortschritt (Jungt ürken) auS-esaÜevi, nnb bk gemäßigt« Parteien geschlagen ivoröeu.
tu. Berlin, 8.Jan. Der Schweizer Gesandrschast■ m London ist eine Rote her deutschen Regierung überreicht «ordm, bie gegen die Mißstände in dem ftanzöfischen Ge- fangenenlager Lhet-ou Stellung nimmt.
tu. Tilsit, 8. Ian. ®k Meldungen Mer ll« tonische Truppenansammlungen an der oftprentzischett, Grenze sind, tok die „Tilsiter Ztg." meldet, toertrie»« Itu. In den letzten Tagen scheinen ine Litauer verschieb bene Truppenabteilungen an der Grenze ubgeNst z»! haben. 66 teerten lttauische Lruppenbewegunge» bei' Tauroggen und bei Neustadt gemeldet.
tn. Genf, 8.Ja». Der üsicrrrichifche Staatsrecht»-' kehrer Hofrat Pros. Dr. L a m m a s ch, der letzte Minister-1 DrefÄrut der Monarchie, ist im Alttr von 57 Jahmii in Salzburg gestorben.
Syuagogrugans fstr israelitische Gemeinde. ' Sonnabend, den 10. Ja».: Vorabend 4,30 Uhr;-
Bonn. 8,30 ttfrr: Nachm 3,30 Ahr; Ausgang 5.36.
Hanvelanachrichteu
Frankfurt a.M., 7. Ja«. Der heutige Ar«° beitlbfttbemcr!! blieb, was den Austrieb be» trifft, hinter seinen Vorgängern zurück, auch der Be«, such an Käufern war anscheinend infolge der Kälte geringer. ES standen rund 700 Tiere zrrm Verkauf. Di«! Pnrife waren anßeroröentsich hoch. Okite Pferde kosteten über Mk. 6000. Gesucht waren teilweise fchwerr! Arbeitspferde oldenburgischev und belgischen Schlage». Leicht verkäuflich waren aber auch Tiere geringerer Quakst« und «lerer Jahrgänge. Der »ar« »er n*j bk Mittagsstunde trotz mitunter schleppendem Geschäft bei festen Preis« nahezu Erg gerimmt. Auch der Tausch und Handel mit Wagen «ud Gerätschaft«^ blühte wieder. f;
Hersfeld, 7.Jan. Aus dem Dienstags-Schweine-^ markt waren 181 Ferkri jugetriebe«. Die Preise war« etwa? höher wie sonst, es wurden 150—200 Mark bezahlt- Der Markt wurde nicht geräumt.
Berlin, 7. Jan. (Produktenbericht.) Obwohl dte Kauflust am Hafermarkt sich eher zurückhaltender geigte, blieb der Preisstand fest. Jnlärrdische Erbsen wurden wenig gehandelt; txm ausländischen waren chinesische Sorten gesucht. Pelluschkea und Ackerbshnen toare«; wenig beachtet. Lupinen behaupteten ihren Preisstand. Seradella wurde weiter reichlich angeboten bei nach-, gebenden Forderungen. Heu «nb Stroh blieben ftatf begehrt.
Verantwortlich für den politischen Teil: Kurt Haimketz für be« örtliche« «nd Provinz. Test: WUh-MißseAf