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in die Gegend von Fastow ist m ukrainischem Besitz.

den befreiten Gebieten wird unter Führung der ukraini» scheu Regierung Mazeppa, deren Sitz vorläufig in KaSjatyn ist, die ukrainische Verwaltung neu organtfiert,

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dian" meldet, daß die Ausfuhr von Lebensmitteln der Union nach Europa im 2. Halbjahr 1919 35 % Niger betragen habe, als im 1. Halbjahr.

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ihren Vormarsch längs der Eisenbahn Dünaburg Pskow fort.

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rinfl, 700 Meilen westlich von Irkutsk, dem Regierungs­sitz Koltschaks, an der transsibirischen Dahn besetzt.

Tie Sage in der Ukraine nach DenikinS Rückzug.

Wb. Berlin, 6. Jan. Die ukrainische Gesandt­schaft teilt mit: Den neuesten Nachrichten auS der Ukraine zufolge vollzieht sich in den Gebieten westlich vom Dnjepr ein Umschwung der militärischen Lage zu Gunsten der ukrainischen Rationalregierung. Unter dem Druck der ukrainischen Nationalarmec, die in enger Fühlung mit den ukrainischen Aufständischen den Bor­marsch ausgenommen hat, zieht sich die Armee Denikins auf der ganzen Linie nach Süden gegen Odessa und Cherson zurück. Das ganze Gouvernement Podolien ist bereit? von den russischen Truppen vollständig geräumt. Tie Eisenbal'nliuie Breskuroio SchmerinkaKiew bis

nisten in engster Verbindung mit Rußland standen die Gründung einer Sowjet-Republik in Amerika strebten.

Rener amerikanisch mexikanischer Zwischenfall.

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wb. Rotterdam, 8. Jan.Manchester Guar-

wb. Washington. G. Jan. (Havas > Hierher gekommene Telegramme befaßen, daß bei Port Lobes zwei Amerikaner, Angestellte der Internationalen Pe- troleumgesellschaft, von Mexikanern ermordet worden sind

Rußland.

Die Rätewirtschaft.

wb. A m st e r d a m 7. Jan. Wie drahtlos

bet, daß die Bolschewisten ein Friedensangebot Italien gerichtet haben.

Der Vormarsch bet Rutetruppe i» in Sibirien.

wb. Amsterdam. 0. Jan. WieTelegraaf" Moskau meldet, haben die Bolschewisten die Stadt

9er Iran» in Itr MttNlilin.

Auch in den Kreisen der Unabhängigen und Kom-> munisten bricht sich allmählich die Ueberzeugung von dem Zusammenbruch der Weltrevolutionshoffnung«! Bahn, deren angebliche baldig« Verwirllichung die, Befreiung Deutschlarrds erst von den harten Waffen^ stillstands-, dann von den unerhörten Friüiensbeding^ ungen bringen sollt«, da diese ja nur demMilitaria mus" und Kaiserismus" gälten. Dieser Traum btt* fliegt, so scheint es, auch bei denen, die noch jetzt all ihm festhalten. Nach demVorwärts" hat der Äom<* munist Pertz, der ehemalig« Vorsitzende der deut« schen Arbeiterräte in Petersburg, am Sonnabend abeiti imSturm" über Sowjetrußland und Deutschlantz gesprochen. Er führte u. a. cm3:

Man sprach davon, daß eine einheitliche Welle der Weltrevolution über die ganze Welt gehen müßte. Was beißt denn einheitliche Welle bei der Verschiedenheit da Völker? Versuchen Sie, die Arbeiter nicht die Füh­rer gu einer Internationale zufammenzubringen! Ei« Gemeinschaftsgefühl zwischen dem deutschen und dem russt- scheu ArbeiterProletarier aller Länder ..." gibt es ja nichts An die Stelle des großrussische« Gedanken- ist eine neue Bewegung getreten: Die russische Bauernbewegung. ES ist kurzsichtig, die deutsch« Mrtschaft zu sabotieren und zu lähmen. Ja, daS ist verbrecherisch. Es nützt nichts, in Deutschland auf eine Diktatur der Proletariats hinzuarbeiten. ES ist unmöglich, dadurch die Produktivität der Arbeit fttt steigern. Mit dem Material, da» Rußland heut« hat, kann es uns ni cht mit Lebensmitteln unterstützen. Jch gfaube nicht, daß sofort bei der Einführung der Diktatur die Steigerung der Produftion möglich wäre. Das aber würde auf Rußland ungünstig »urückwirken, und dann stehen zwei Lahme nebeneinander. Wenn wir dann zu- sammcnbrechen. bricht auch die russische Sowjetrepublik zusammen. Dann herrscht in Rußland wieder die Knute der Generäle. Dann ist es mit der freiheitlichen Bewegung im Osten und Mitteleuropa vorbei. Denn die Bewegung greift nicht über auf England und Frank­reich. Dann wird man in Deutschland und Rußland keinen Unterschied machen, ob wir unS Kommunisten, Unabhängige, Mehrheitssozialisten genannt haben, dann wird man uns an den Kragen gehen. Gerade in Deutsch­land muß man die Frage der Diktatur des Proletariats sehr vorsichtig behandeln. Denn wir können iiitl keine Revolution mehr leisten Wir könne« nur aufbauen."

Es ist allerdings fraglich, ob diese Erkenntnis seh« bald Gemeingut der radikalen Elemente in Deutschland werden wird. Die Enttäuschung, daß alles, was seit Jahrzehnten den Massen al» Evangelium gepredigt tootben ist, sich in der Praxis nicht bewahrheitet, wird so groß sein, daß man eben lieber, so lange e» irgend geht, die Augen vor der Wirklichkeit ver­schließen wich.

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erklärte Millerand diese Nachricht für falsch. Auch Biviani hat erklärt, daß er nicht geneigt sei, die Mi- nisterpräsidentschast zu übernehmen.

Der künftige franzöfische Vertreter in Berlin.

Berlin, 7. Jan. In den Kreisen der französi­schen Industrie tritt man lebhaft für die Kandidatur Loucheur für den Berliner Gesandtenpoften ein. Kürzlich wurde gemeldet, daß für diesen Posten der bis­herige Generalkonsul in Genua Marcilltz be­stimmt sei.

Hier wirb brutsch gesprochen!"

Berlin, 7. Jan. DemSBerl. Lokalanz." wird aus Metz gemeldet, daß drei ausständische elsässische Ar­beiter gegenüber französischen sich unterhaltenden Sol­daten die Bemerkung machten:Hier wird deutsch gesprochen!' Darüber kam es zu einer Rauferei, bei der ein Franzose schwer verletzt wurde. Das Kriegsgericht verurteilte den einen Elsässer als Haupt- rädelSführer zum Tode, di« beiden anderen zu je sechs Monaten Gefängnis.

Frankreich.

Tie Nachfolge Glcmentean3.

wo. Paris, 7. Jan. (Havas.) Es !oar letzthin die Rede davon, daß Millerand die Nachfolge Eiemen- reaus übernehme. In einer i!:tterredung in Straßburg

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Donnerstag, 8. Januar

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Amerika.

Die Kommunistenverhaftungen.

Berlin, 7. Jan. Stach demBerl. Lokalanz." meldet dieDaily Mail" auS Newyork, daß der Justiz­minister bekannt gab, daß im Ganzen über 4000 Kom­munisten und anderer Revolutionäre im ganzen Lande bis jetzt verhaftet tvorden sind. Aus den beschlag­nahmten Schriftstücken geht hervor, daß die Kommu-

Ans dem besetzten Gebiet.

wb. Mainz, 6. Jan. Der Westdeutsche Zeitungs- dienst berichtet: Wie daSEcho du Rhin" zu berichten weiß, sollen auf Befürwortung Tirards, des französi­schen Oberkommissars bei der Hohen Rheinlandskom­mission, die rheinischen Gefangenen bei der Heimbeförderung vorMgsweise Berücksichtigung finden.

wb. Wiesbaden, 7. Jan. (Westdeutscher Zei­tungsdienst.) Zur Errichtung einer Volkshochschule hatte sich hier eine Bereinigung gegründet. Von der französischen Militärverwaltung wurden jedoch die Ver­sammlungen dieser Vereinigung nicht genehmigt »nd die Vereinigung selbst verboten. Ebenso wurden alle Veranstaltungen zu Gunsten der hungernden öster­reichischen Kinder untersagt.

Minister Geßler über die Wiederausbaufrage.

Die Aufgaben der deutschen Industrie.

wb. Köln, 8. Jan. Der Reichsminister für den Wiederaufbau Dr. G e ß l e r hielt hier vor zahlreichen führenden Männer aus Industrie, Handel und Gewerbe und vor Vertretern der Behörden aus dem besetzten Gebiet einen Vortrag, in dem er sich darüber ver­breitete, wie die Verteilung der Arbeit im zerstörten Kebret vorsichgehen solle und wie die Arbeit selbst zu leisten sei. Belgien wünsche überhaupt nicht, daß wir uns an den Arbeiten beteiligen, und die fran­zösisch: Regierung beabsichtige in größerem Maßstabe polnische und italienische Arbeiter heranzu­ziehen. Bei de« Verhandlungen in Paris werden wir beu Standpunkt vertreten müssen, daß das Reich für Generalunternehmer haftet. Wenn die französisch« Re­gierung daneben Deutsche privatim heranziehen will, so können wir sie nicht daran hindern. Das geschieht aber auf Rechnung und Gefahr der Unternehmer. So­weit einzelne Lose vergeben werben können, müssen sich di« Interessenten selbst zu leistungssähigen Verbänden zusammenschlicßen. Die Lieferung der Baumateriolien kann nicht unter dem Gesichtspunkte einer Berliner Kriezsgesellschaft ausgeführt werden. Der Gedanke einer neuenWumba" kommt nicht in Frage. Die einzelnen Länder müssen anteilweise bei den Liefe­rungen berücksichtigt werden. Eine schlüsselmäßige Vencilung von Jndustrieerzeugnissen ist dagegen nicht möglich. Die deutsche Industrie wich in Zukunft 3 große Zwecke umfassen müssen. 1. die Erzeugung für den Bedarf bet Heimat, 2. für di« Erfüllung des Friedensvertcages, 3. für den Weltmarkt. Für den Weltmarkt können und dürfen wir erst liefern, wenn wir den Friedeusvertrag erfüllt haben. Die An­sicht darf nicht dahin gehen, daß wir für den Welt­markt schrankenlos liefern und dadurch den Friedens- Vertrag beeinträchtigen. Französische Besteller bestel­len jetzt direkt bei der deutschen Industrie. Wir müs­sen alles tun, dieses Astern zu fördern, weil in dem komplizierten Verhältnis zwischen Besteller und Fabrikant nicht noch eine eigene Behörde eingeschaltet werden darf. Die Kontrolle der Lieferung müssen wir allerdings bekommen, um die Interessen des Rei­ches, deS Reichssiskus und der Steuerzahler wahrzu­nehmen ; da bei den Kriegsgescllschasten ein größerer Rest von Mißtrauen zurückgeblieben ist, müssen wir hier sehr vorsichtig sein. Es darf keine neue Kriegsgewinnsenche durch die Länder gehen. Nach den Erfahrungen des Krieges, sind wir aber in der Lage, dies zu verhindern. Die Moral der Selbstverwaltung wird ausreichen, hier in verschärfter Weise Ordnung zu schaffen.

Washington gemeldet wird, veröffentlicht das ameri­kanische Staatsdepartement eine Denkschrift über die bolschewistische Bewegung in Rußland, auS der hcrvor- geht, daß der bolschewistische Haushalt für die ersten sechs Monate von 1919 einen Fehlbetrag von 30 Millinrde n Rubel aufweist.

Zugeständnisse der Bolschewisten an die Sozial­revolutionäre.

wb. Kopenhagen, 7. Jan. DieBerlingske Tidende" erfährt aus Reval, Lenin, Trotzki und Tschi­tscherin seien bereit, das jetzige tcrroriftifrfce System und die Revolutionsgerichte aufzuheben. Der Sozialrevo­lutionär Siribenowa hat sich zur Zusammenarbeit mit Lenin unter den genannten Bedingungen bereit erklärt.

Bolschewistisches FricbenSangebot an Italien.

wb. Haag, 7. Jan. Die RewyorkerTimes" mel-

präsidiecte den ersten der Kabinettsräte, die^ese Woche stattfinden zur Beschlußfassung über die Hauung, bie- England zu den Fragen einnehmen will, die in der Friedenskonferenz noch der Lösung harren. Unter die­sen Fragen befinden sich di« FriedenÄbedingungen mit der Türkei, sowie die Fragen bctr. den Sudan, Aegyp­ten und Konstantinopel, wie auch Fragen bezüglich Bul­gariens, Ungarns und der Adria.

Tie neuen «gvdtifchen Sorgen.

wb. Kairo, 6. Jan. <HavaS.) Marschall Allenbh ist gestern nach dem Sudan abgereist. Er wird m Mekka den König des Hedschas treffen.

wb. Amsterdam. 6. Jan. DieTimes" berich­tet an» Kairo: Den politischen Führern, die Befehl er­hielten, sich nach dem Innern beS Landes zu verfügen, ist jetzt erlaubt tvorden, nach Kairo zurückzukehren.

Die Sinnfeiner-Angriffe.

wb. Dublin. 7. Jan. lHovas.) Di« Sinnfainer der Grafschaft Galwah griffen eine Polizei käse r ne an, »wurden aber, zu rückgeschlagen. (rs gaB zwei Verletzte. Die Negierung bat beschlossen, die Polizeikasernen der entfernten Orte in West- und Südirland in Verteidi­gungszustand zu setzen.

Die schottischen Sozialisten für Lenin.

wb. Amsterdam, 7. Jan. LautTelegraaf" meldet .Evening Standard", daß die sozialistischen Verbünde Schottland» der englischen unabhängigen Ar­beiterpartei sich für den Anschluß an die Internationale von Moskau ausfprachen und beschlossen haben, Lenin zum Führer der englischen unabhängigen Arbeiter­partei «nd zum Nachfolger von Karl Marr als Führer der gesamten sozialistischen Bewegung zu ernennen.

England.

Die von bet Friedenskonferenz noch zu löse,«den Fragen.

wb. London, 6. Jan. <Havas.) Lloyd George

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5« Friede.

Ute« Verschiebung des Austausches der Ratifikations­urkunden?

tob. Paris, 7. Jan. (HavaS.) In diplomatischen greife«! hält man e8 nicht für ausgeschlossen, baß der Austausch der Ratifikationsurkunden Sonnabend statt- finden wird. In Anbetracht der Schwierigkeiten, dir sich den Sachverständigen-Kommissionen entgegenstellen, ist eS immerhin möglich, daß der Austausch bis Montag Verschoben werden könne.

Die Einigung in der Srapa Flow-Frage.

tob. Bern, 7. Jan. Wie der Pariser Korrespon­dent derNeuen Züricher Zeitung" meldet, Werben sich in der Scapa Flow-Angelegenheit die gegnerischen Parteien auf einer mittleren Linie von 270 000 To n ne n des zu liefernden Hasenmaterials «tuigen, nachdem von den Verbündeten 300000 Ton­nen «nd von Deutschland 240 000 Tonnen vorgeschka- gen worden waren. Bisher hat die deutsche Abord­nung ihren Einspruch nur mit Irrtümern der Statistik, nicht aber mit w irtschaftlicher UuMög­lichkeit b eg r » n d e t.Wenn das zutreffend wäre, so stünde man wieder vor einer der vielen Unbe­greiflichkeiten, die leider bei der Haltung der deutschen Regierung und ihrer Vertreter gegenüber den Gegnern nicht selten zu verzeichnen sind.

Keine Herabsetzung der Besatzungstruppe» in den Ab stimmun gögebieteu.

wb. Paris, 7. Jan. (Havas.) Die Antwortnote der Verbündeten auf die deutsche Note, die eine Herab­setzung des Bestandes der Besatznngstruppen in den Abstimmungsgebieten bedangt, erklärt, daß das deutschc Verlangen nicht in Ertoägung gezogen wer­den könne.

Der Lnzetgenprei« beträgt fLr dte llgesp. Zelle 50 J, amtliche «nb «lsmär rr QttftFA tige «M, Reklamezelle 1.60 X. Jeder Rabatt giu al, »arradatt. »ei *>3. ^ayrg« Ixstunft durch die »eschäftsstelle «. Vermittlung der Angebote 26 4 Gender gedllhr Postscheckkonto: Ar. 6016 Amt Frankfurt a. ».

ftnbigt an, daß sich heute die interalliierte Kommission die mit der Regelung des Rechtsstandes der AuSliefe rung der gemeiner Verbrechen angeklazten Deutschen betraut ist, unter dem Vorsitz von Jgnaee, Unterstaats- sekrrtär der Justiz im Ministerium des Aeußecu, per- sammeln wird. Diese Kommission hat sich vornehmlich mit der Verteilung der verschiedenen Angeklagten auf bie Militärgerichte der verschiedenen Staatcu zu be­fassen. Die Listen der auszuliefernden Personen find fertiggestellt.

Ein Familienrat der Hoheuzellern.

tob. Amsterdam, 7. Jan. Von zuverlässiger Seite wird mitgeteilt, daß nach Eintritt des Friedens- Vertrages vom früheren Deutschen Kaiser ein Familien tat der Hohenzollern einberufen wird, der wahrschein­lich in Holland stattfindet. Vermutungen, daß in diesem Familienrat die künftige politische Haltung der Hohen- tzollern beraten werden soll, werden als nicht zu- kesfend bezeichnet. Die Vermögensabfindung sowie ker dauernde Aufeilthalt dcs Kaiserpaares und der Fohenzollern-Prinzen finden sich unter den Fragen,, me im Familienrat besprochen werden sollen.

Di, Polen wollen deutsches Kriegsmaferial kaufen.

wb. Paris, 7. Jan. Die polnische FriedenZabord düng ivird bei dem Obersten Rat nm die Erlaubnis bachsuchen, Kriegsmaterial in Deutschland Linien zu

Die Letten in Tünabmq

tob. Kopenhagen, 7. Jan. Das lettische mrrsftüüro in Kopenhagen teilt mit: Am 3. Januar ^rgens begann die lettische Offensive gegen die Boi Ae--:sten in der Richtung auf Dünaburg. Um 2 Uhr Wll das lettische Heer seinen Einzug in Düna -

' 3- Tie lettischen und polnischen Truppen setzten

Die Schweiz und der Böckerbund:

wb. Bern, 7. Ion. Die Antwort de» Obersten Rate» auf die Rote des Schweizerischen Bundesrat-'? vom 6. 12., in der der Standvunft der Schwei, hinsichtlich der Frist für die schweizerische Volksabstimmung über den Beitritt zum Völkerbund dorgelegt wurde, hat, wieJour­nal de Geneve" ans Bern mldet, keinen sehr besrirdigen- ben Eindruck im BnickeSrat hinterlassen. Die schweize­rische Auslassung ,daß die fchtveizerische Neutralität noch Arfikek 435 des Pariser Vertrage» eines der internatio« Halen Uebeieinkommen zur Sicherung des Friedens bilden tollte, ist nicht anerkannt worden. Auch die Verpflich­tung deS BnndeSrot» gegenüber dem schweizerischen Volk, daß der Bölkerbnndsenttours erneut vor das Parlament zu bringen sei, wenn die Vereinigten Staaten ihren Bei­tritt zum Völkerbund abl-hnen würden, ist gefährdet, weil die Antwort des Obersten States daS Inkrafttreten de» 'kerbunde» auch ohne Beteiligung der Vereinigten Staaten festgesetzt. Auch der letzte schweizerische Vorbe» ltalt, daß der Eintrftt der Schweiz in den Völkerbund "on einer besonderen Entscheidung der Volksabstim­mung abhängig gemacht werden soll, ist nicht durch- gedrungrn. Die Schweiz muß also zur Volksabstimmung schreiten, ohne die Entscheidung bei Vereinigten Staaten abwarten zu können.. Der pariser Korrespondent der Berner Nachrichten", dem gute Verbindungen zum Bun­despräsidenten Motta nachgerühmt werden, halt dem­gegenüber dir Möglichkeit offen, daß bie Schvirrigieit:»

DieD. A. Z." berichtet nach Angaben beS General­kommandos des XVII. Armeekorps in Danzig, daß die Abstimmungsgebiete tvie folgt besetzt iverben: Schles­wig-Holstein 2800 Manu; Danzig ein Divi- stons- und ein Artillericstab, 8000 Euglänvcr: Marienwerder 1800; Allsnstein 3000; M e - mcl 1800 Mann; Obyrschlesien ein Divisions­stab und 21 000 Mann.

Tie Stärke der Reichswehr.

tu. Berlin, 7. Jan. Die Reichstvehr hatte am 1.Januar einen Bestand von 230 000 Mann. Dieser wird monatlich derart vermindert werden, daß am 1. April bie im Friedensvrrtrag vorgesehene Stärke erreicht sein wird. Die Zeitsreiwillen werden drei Monate nach dem Inkrafttreten d-S Friedensvertrages aufgelöst werden.

Der Schutz der ostpreußischen Grenze.

tu. Tilsit, 6. Jan. Vom Detachement Dassel, dae ßum Schutz der Grenze gegen Litauen bestimmt ist, sind, nach einer Meldung derTilsiter Zeitung", bereits 2 Infanterie-, 1 Artillerie- und 1 Kavallerieregiment mit den dazu gehörenden Kolonnen eingetroffen. Es bandckt sich um Regimenter, die in den Januar- und Märzkämpfen in Berlin sich besonders hervorgetan haben.

Die AuSlieferungslisteu fertiggestellt.

Wb. Paris, 7. Jan. (Havas.)Petit Parisiew

Rücktritt der bulgarischen Regierung.

Bolschewistischer Angriff auf Stambnliuski.

wb. B u k a r e ff, 6. Jan. Die Tclegraphenagentur Daria meldet aus Sofia: Ministerpräsident Siam« bulinski wurde auf seiner Rückreise von Belgrad von Bolschewistenbanden angegriffen. Er entkam mit großer Mühe. Seine Belgrader Mission ist vollkommen mißlungen, da die Belgrader Regierung kein Vertrauen zu Bulgarien hat. Die bulgarische Re­gierung ist zurückgetreten. Die Sozialisten find bestrebt, mit Danew ein Kabinett zu bilden.

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